Der zweite Schatten (Herzfragmente 1.28/2)

  • Herzfragement vom 24. Februar 2026 - Die Zahl im Zelt

    Eine Season ist vergangen, und wenn ich die letzten Monate betrachte, dann scheint es fast, als habe sich der Sturm gelegt. Man hört nichts mehr von der Kirche. Schwester Yeva soll in Krona einen Gemüsegarten pflegen, weil sie die alten Mauern nie ganz aufgeben konnte, und Schwester Dasha betreibt angeblich eine Kantine in Novodimitrovsk, wo sie die Chicks in Action im Kampf gegen die „Barbaren aus dem Norden“ unterstützt, wie sie MISA nennt – vielleicht Rache für das, was dem Orden in Gorka angetan wurde, vielleicht einfach ein neuer Versuch, Sinn zu finden.

    All das klingt nach Alltag.
    Nach Rückzug.
    Nach Reue vielleicht.
    Nach Frieden.

    Und doch weiß ich aus Erfahrung, dass Ideologien nicht verschwinden, nur weil sie leiser werden. Manchmal wechseln sie nur das Gewand, treten einen Schritt zurück, sammeln sich – und warten.

    Heute stand ein stilles Bambi am Camp in Prigorodki.

    Es sagte nichts, bettelte nicht, drohte nicht, und doch war seine Anwesenheit spürbar wie ein kalter Luftzug. Es stand einfach da und beobachtete. Während ich Holz sammelte, Vorräte sortierte und einen Unterstand reparierte, während Bretter knackten und Rauch sich in meine Kleidung fraß, hob ich immer wieder den Kopf – und jedes Mal stand er noch da.

    Ein paar Schritte weiter.
    Ein paar Meter näher.
    Dann wieder zurück.

    Nicht nah genug, um Vertrauen zu fassen.
    Nicht weit genug, um ihn zu vergessen.

    Er lief um das Lager, langsam, in weiten Kreisen, fast wie ein Jäger, der prüft, ob seine Beute aufmerksam ist. Doch sobald ich ihn ansah, zog er sich zurück wie ein scheues Tier, verschwand hinter einem Busch, tauchte wieder auf, blieb stehen, sah mich an, schlich weiter. Es war kein aggressives Umkreisen, kein offener Anspruch – es war prüfend, abwägend, tastend.

    Ich sprach ihn an. Keine Antwort.
    Ich fragte, ob er Hilfe brauche. Keine Reaktion.

    Nur dieser Blick. Nicht leer, nicht feindselig – nur wach.

    Als Kallele und Davus dazukamen, rochen sie sofort Unruhe in der Luft. Sie trieben ihn ein Stück weg, jagten ihn halb aus Instinkt, halb aus Übermut durch die Bäume, und ich ging dazwischen, stellte mich zwischen sie und das Bambi und sagte: „Lasst ihn in Frieden. Er hat euch nichts getan.“ Und das stimmte. Er hatte nichts getan – außer da zu sein.

    Später saßen wir am Feuer, und ich erzählte wieder eine Geschichte. Von Anansi und dem Teerjungen. Von einem, der schweigt und gerade dadurch die anderen zwingt, ihre eigenen Gedanken auf ihn zu projizieren. Von einem, den man nicht schlagen darf, nur weil er nicht antwortet. Und während ich erzählte, hörte man draußen leise Essgeräusche, das Rascheln von Kleidung, und schließlich schlich der Fremde näher, als hätte die Geschichte ihn eingeladen.

    Er setzte sich nicht direkt ans Feuer, sondern etwas versetzt, wie ein Reh, das noch immer Fluchtwege im Blick behält. Er grillte seinen Fisch, hielt Abstand, aber er blieb. Und als er fertig war, teilte er mit uns, legte uns etwas von seinem Mahl hin, als wolle er wortlos sagen, dass er kein Feind sei. Ich überreichte ihm einen kleinen Begrüßungsteddy – vielleicht als Zeichen, dass auch Schweigende willkommen sein können.

    Die Nacht wurde dichter, das Feuer kleiner, unsere Stimmen ruhiger. Wir erzählten alte Geschichten, lachten vorsichtig, dieses Lachen, das entsteht, wenn man spürt, dass die Welt für einen Moment nicht nur aus Misstrauen besteht. Und er blieb die ganze Nacht, sprach kein Wort, aber ging auch nicht.

    Als der Morgen kam und Kalle und Davus aufbrachen, hing der Rauch noch flach über dem Boden. Ich schenkte dem Fremden einen Rucksack mit ein paar Dingen für den Weg, vielleicht als Zeichen, dass nicht jeder hier eine Waffe erwartet. Vielleicht auch als Zeichen für mich selbst, dass ich ihn nicht als Bedrohung sehen wollte. Dann ging ich Holz sammeln, um einen neuen Unterstand zu errichten.

    Als ich zurückkam, hatte sich etwas verändert. Seine Haltung war angespannter, in seinen Händen hielt er ein Messer, das er kurz in meine Richtung hob – nicht mit einem Schrei, nicht mit einem Angriff, sondern wie ein Test. Ich reagierte nicht. Ich räumte Werkzeuge in Silas’ alten Schuppen, ließ mir nichts anmerken, und doch war ich wach.

    Er schlich hinter mir her, schloss die Tür des Schuppens, nicht fest, aber bestimmt. Ich öffnete sie wieder, trat hinaus – und da kniete er im Essenszelt, das Messer in der Hand.

    Er setzte es an seinen Hals.

    Ich sprach ruhig, sagte ihm, dass er das nicht tun müsse, dass Chernarus groß sei und Wege habe, von denen man im Dunkeln noch nichts ahnt. Er ließ nach. Dann setzte er es wieder an. Dreimal wiederholte sich dieses stille Ringen.

    Schließlich beschloss ich, dass ich ihn so nicht erreichen würde. Ich kenne diesen Blick – und ich bin kein Spielball für die Abgründe anderer. Also ging ich noch einmal Holz holen, in der Hoffnung, dass Raum manchmal mehr bewirkt als Worte.

    Als ich zurückkam, lag er tot im Essenszelt.

    Still.
    Kein Kampf.
    Kein Geräusch.

    Nur endgültige Ruhe.

    Und als ich seine Sachen ordnen wollte, sah ich es.

    Im Zelt, aus Kürbiskernen gelegt, stand eine Zahl: 371.
    Daneben lag eine pinke Armbinde.

    Ich stand lange davor.

    Das ist kein Zufall. Keine zufällige Zahl, kein neutrales Band. Das ist Erinnerung. Oder Warnung. Oder ein Lebenszeichen. Vielleicht alles zugleich.

    Ich weiß nicht, ob dieser Mann nur ein Mensch war, der etwas loswerden wollte, oder ob er Teil von etwas Größerem ist. Aber ich weiß, dass die Kirche von Morthana nicht tot ist.

    Sie ist nur leise geworden.

    Und manchmal spricht sie nicht durch Predigten, sondern durch Zahlen im Zelt.

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  • Herzfragement vom 31. März 2026 - Wie ein Tier, das über seine Beute herfällt

    Hallo ihr Lieben,

    heute habe ich etwas gehört, das mich nicht loslässt.

    Man erzählte mir von einem Raid im Norden. Von verletztem Stolz. Und davon, dass der „Engel von Novo“ in Prigorodki gewesen sein soll. Dass er dort auf jemanden gewartet habe, um etwas zurückzuholen. Und dass es dabei zu einem Kampf kam.

    Ein Kampf, sagen die einen.
    Eine Hinrichtung, sagen die anderen.
    Wieder andere sehen darin Rache… oder Verzweiflung.

    Was immer es war – ich war nicht dabei.
    Und vielleicht ist es auch nicht meine Aufgabe, alles zu verstehen, was in dieser Welt geschieht.

    Aber ich kenne die Menschen, um die es ging. Und ich weiß, dass sie nicht nur das sind, was man in einem einzelnen Moment von ihnen sieht.
    Man erzählte mir auch, dass einer von ihnen lange am Boden lag. Immer wieder aufstand. Und wieder fiel.
    Und ich habe mich gefragt, wie sich so ein Moment wohl anfühlt… wenn man plötzlich auf der anderen Seite steht.

    Nicht als Urteil.
    Nicht als Ausgleich.
    Sondern einfach… als Erfahrung?

    Der Engel ist kein Mensch, den man einfach einordnen kann.
    Manche sagen, er beschützt. Andere sagen, er richtet. Und manche sagen, er sei wie ein Tier über seine Beute hergefallen.
    Dieser Satz ist bei mir hängen geblieben, weil er Erinnerungen weckt, die ich lieber vergessen würde.
    Ich kenne den Blick des Jägers und die Angst der Beute und frage mich bei all dem nur: Wer entscheidet eigentlich, wann aus dem einen das andere wird?

    Und warum solche Dinge immer nahe unseren Orten geschehen, die eigentlich Schutz bieten sollten?
    Vielleicht war es nur ein Moment. Einer dieser Augenblicke, in denen Angst schneller handelt als Gedanken.
    Und vielleicht war es einfach wieder einer dieser Tage in Chernarus, an dem alles ein kleines Stück zu weit gegangen ist.

    In diesem Sinne… passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold

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  • Kurzbericht Nr. 371 - Die Sache mit dem Engel...

    Prigorodki.

    Ich wollte eigentlich nur kurz schauen, ob noch alles steht.
    Spoiler: steht noch.
    Zumindest optisch. Moralisch? Schauen wir mal.

    Der sogenannte „Engel von Novo“ war vor Ort.
    Und hat einen bekannten Kandidaten mehrfach zu Boden geschickt.

    Mehrfach.

    Ich habe kurz überlegt, ob ich rausfinden kann wie oft. Hab’s dann aber gelassen.
    War irgendwann mehr Kreislauftraining als ein echter Kampf.

    Die einen nennen es „Gefecht“ andere ne billige Racheaktion.
    Ich nenne es: eine Situation, in der niemand so richtig wusste, was er da eigentlich gerade tat.

    Und genau das ist der Punkt.

    Wenn der Engel von Novo dich erschießen will, tut er das normalerweise.

    Sauber.
    Kurz.
    Effizient.

    Wenndieser jemand dich aber wieder und wieder ausknockt, dich nicht fesselt,
    nicht kontrolliert, und offensichtlich selbst nicht weiß, wie es weitergeht und das vor deiner eigenen Haustür…

    Dann ist das kein Plan, das ist dann eher das Chaos mit Waffe in Person. Und Chaos ist gefährlich.

    Das Ganze dann auch noch in Campnähe.... oh Mann!
    Als hätten wir die letzten Wochen nicht genug mitgemacht. Die BBA platz schon aus allen Nähten, sodass zweifelhafte Anwälte Insassen freihandeln...

    Ja. Läuft.

    Interessant war auch die Perspektive.

    Da lag jemand am Boden, der sonst eher dafür sorgt, dass andere am Boden liegen.
    Man könnte fast sagen: ein kurzer Ausflug auf die andere Seite der Gleichung.
    Hat offenbar bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Und jetzt haben wir ein neues Problem: Nicht „wer hat angefangen“ oder „wer hat recht“.

    Eher:
    Da läuft jemand rum, der eingreift, wenn etwas kippt und kippt dabei selbst.

    Na großartig...

    Empfehlung meinerseits:

    Augen auf.
    Abstand halten.
    Und vielleicht keine Leitern mehr ans Fenster anderer Leute Häuser stellen, wenn man nicht gestört werden möchte.

    Nr. 371 - Ende.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • Du musst es ja wissen, Nebelmann...

    Ach, falls du in deiner Nebelschwade Tommy, den Bruder von Der_Fremde siehst, geht nicht zu hart mit ihm ins Gericht, auch wenn er Menschenfleisch an andere verfüttert.
    Den hab ich mir reserviert, aber nach unserem letzten "Gespräch" hat er sich in den Nebel zurückgezogen.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Ersetzbares Crewmitglied (1. April 2026 um 06:50)

  • Mitteilung Nr. 371 vom 06.04.2026 - Dringende Warnung

    Prigorodki.

    Kurzes Update, bevor wieder irgendwer seine eigene Version der Geschichte bastelt.

    Es wurde auf ein Bambi-Plus geschossen – an der Garage eines alten Bekannten.
    Der Bekannte hat wohl zum Abcampen eingeladen und dummerweise hat's den Falschen erwischt.

    Herz war vor Ort, hat begleitet… und gesehen, wie es fällt.

    Danach: Aufklärung.
    Sichtung eines Scharfschützen.
    Beobachtung.

    Erst mit Armbrust.
    Dann mit Langwaffe.

    Ja – sie hatte Wut im Bauch.
    Aber sie hat keinen einzigen Schuss abgegeben.

    Ich übrigens auch nicht.


    Plan war simpel: beobachten und helfen, wenn möglich.
    Hat… mittelgut funktioniert.

    Ergebnis:

    Bambi tot.
    Herz tot.
    Ich tot.

    Effizienz 10/10.
    Auf der anderen Seite.


    Fazit:

    Wir haben geholfen.
    Und sind genau dafür gefallen.

    Prigorodki, bzw. die Gegend um das Camp ist damit offiziell ein Kriegsgebiet.
    Ob wir das wollen oder nicht. Herz zerreißt das fast.


    Sie ist aber ohnehin erstmal raus.

    Nicht endgültig.
    Aber sie hat beschlossen, da nicht mehr mitzuspielen.

    Noch einmal zusehen, wie Prigorodki zum Schlachtfeld wird, steht nicht auf ihrer To-Do-Liste.

    Blutgruppen-Bingo und sich nicht von Zombies plattmachen lassen reicht auch völlig fürs Erste.


    Ich laufe weiter.

    Irgendwer muss ja beobachten, was aus dem Ganzen wird.
    Auch wenn ich mir langsam nicht mehr sicher bin, ob Zuschauen noch die richtige Strategie ist.


    Empfehlung:

    Wenn ihr nach Prigorodki geht,
    geht nicht davon aus, dass euch jemand hilft.

    Oder fragt.

    Oder überhaupt Zeit lässt zu reagieren.

    Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass ihr einfach Teil der nächsten Statistik werdet. Als Collateralschaden.


    Ich suche mir jetzt erstmal meinen Weg zurück.

    Falls ich ihn finde,
    melde ich mich wieder.

    — Nr. 371
    Ende.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

    3 Mal editiert, zuletzt von Ersetzbares Crewmitglied (6. April 2026 um 23:00)



  • Ich stelle einmal ein paar Dinge klar:

    1. E.C.H.O persönlich hat uns vor unserer Base abgecampt und danach mit uns kommuniziert, dass er Lust auf PvP hat und wir auch seine Base abcampen können.
    2. Das Bambi-Plus, das aus PRIGO zur Base gelaufen ist, haben wir erst getötet, als er das Codelock öffnen wollte. Das Problem: Wir hielten ihn für E.C.H.O.
    3. Als Herz-Aus-Gold dann aus CHERNO Richtung Camp gelaufen ist, haben wir sie beobachtet, aber nicht geschossen. Warum auch? Erst als sie die „Langwaffe“ (DMR) aus dem Camp holte und auf mich zielte, musste ich sie erschießen. Als ich danach wieder auf dem Weg zu unserer Base war und dich im Containerhafen gesehen habe, musste ich mich ebenfalls wehren.
    4. Das Camp in Prigo ist dadurch kein Kriegsgebiet. Das Camp hat mit der Base nichts zu tun! (Als wir vor unserer Base getötet wurden, war das also okay?)

    Fazit: Wir hätten euch nichts getan, wenn ihr nicht mit einer Waffe in der Hand in einen offenen Kampf zwischen uns und unseren Gegnern gelaufen wärt.

    Das Camp und alle Samariter behandeln wir weiterhin mit dem gleichen Respekt wie vorher – außer, es wird auf uns gezielt.

    Gezeichnet: Kallele und Davus


    Einmal editiert, zuletzt von Kallele (7. April 2026 um 04:33)

  • //OOC: Bitte verwechselt OOC-Logik nicht mit Rollenspiel. Das hier ist ein Beitrag im Community-Story Bereich und bewusst vage gehalten. Danke.

    //IC:

    Nachtrag – Nr. 371

    Interessant, wie viele Erklärungen es für denselben Ablauf gibt.

    Das ändert jedoch nichts am Ergebnis.

    Ein Bambi ist tot.
    Eine Samariterin ist tot.
    Eine Campwache ist tot und es gab Kampfhandlungen in Prigorodki.

    Alles in Campnähe.

    Ob das als „Notwehr“, „Verwechslung“ oder „offener Kampf“ bezeichnet wird, ist für die Bewertung der Lage zweitrangig.

    Der Effekt bleibt derselbe: Prigorodki - und damit meine ich nicht nur das Camp - ist kein sicherer Ort mehr.

    Maßnahmen wurden entsprechend angepasst.

    Die entfernten Tarnnetze und abgebauten Unterstände sind kein Vandalismus.
    Es wurde nichts mutwillig zerstört.

    Man könnte es als stillen Protest bezeichnen.
    Oder als logische Anpassung an die Lage.
    Sucht euch aus, was euch besser gefällt.
    Prigorodki ist entblößt. Kein Schutz mehr, die nackte Wahrheit.

    Die Versorgung des Auffanglagers wird seitens der Samariter von Chernarus bis auf Weiteres auf ein Minimum reduziert, solange die Lage weiterhin derartig angespannt ist.

    Im Namen von Herz-Aus-Gold legen die Samariter von Chernarus hiermit formell Widerspruch gegen die gestrigen feindlichen Handlungen in Prigorodki ein.

    Herz-Aus-Gold steht nicht länger für ein Prigorodki, das ein Schauplatz für Kriege geworden ist.

    Nr. 371 - Ende.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • OOC: 👍

    IC:
    Nachtrag 2 – Nr. 371

    Korrekt. Die Kampfhandlungen fanden nicht direkt im Camp statt.

    Der Vorfall stand jedoch in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Auffanglager in Prigorodki. Über die Definition von "Campnähe" lässt sich sicherlich vortrefflich streiten.
    Dennoch: Eine begleitete Person aus Richtung des Camps wurde auf dem weiteren Weg erschossen. Eine Samariterin fiel beim Versuch zu helfen, obwohl sie keinen Schuss abgegeben hatte, ebenso wie die Campwache.

    Die Bewertung der Situation fällt erwartungsgemäß.....unterschiedlich aus.

    Wenn eine Partei zielt, ist es "Absicherung".
    Wenn die andere es tut, wird es zur "Bedrohung".

    Wenn geschossen wird, ist es Notwehr.
    Wenn beobachtet wird, offenbar ebenfalls.

    Die Wahrnehmungen gehen hier deutlich auseinander.

    Am Ergebnis ändert das nichts; der Effekt bleibt derselbe.
    Prigorodki verliert damit seine Funktion als sicherer Anlaufpunkt.

    Die Maßnahmen bleiben bestehen und Herz-Aus-Gold zieht sich bis auf weiteres aus dem dortigen Camp zurück.
    Sie distanziert sich von sämtlichen Kampfhandlungen in und um das Camp sowie im gesamten Vorort Prigorodki. Sie würde das gerne selbst schreiben, aber sie ist gerade noch dabei... sich zu finden. Ihr wisst ja. Blutgruppen-Bingo. Das dauert erfahrungsgemäß.
    Schnappt euch so schnell es geht die restlichen Blutkonserven. Da heute mindestens drei Blutspender mit goldender Ader erschossen wurden, wird so schnell kein Nachschub mehr geliefert.

    Nr. 371 - Ende.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Ersetzbares Crewmitglied (7. April 2026 um 05:08)

  • *Rauschen* ... *knacken* ...
    371, hier NiggoB – funktioniert das verdammte Ding hier noch?! Hörst du mich? *Rauschen*

    Ach wie auch immer.. das hier ist wohlmöglich mein einziger Versuch.. Ich hab deinen Bericht über unser Chernarusissches-Kommunikationsrelais erhalten… ist die Lage wirklich so verdammt ernst? *ferne Schüsse*... Camp verloren, Sicherheit nicht mehr gegeben... die Samariter rund um Herz ziehen sich zurück... verstanden.

    *Explosion in der Ferne* ...

    Hör mir kurz zu: Falls du noch irgendwo da draußen festhängst oder Unterstützung brauchst – ich bin unterwegs Richtung Prigorodki. *Rauschen* Nicht, weil ich muss... *Knacken* sondern weil ich ich Prigorodki & Herz sehr viel zu verdanken habe & das nicht das Ende sein kann... Wir müssen das schützen was uns in der ganzen scheiß Zeit den Arsch gerettet hat wenn wir wieder mal an der Küste waren verstehst du!?

    Die da draußen sollen ruhig denken, sie hätten alles unter Kontrolle.. *kurze Stille*... haben sie nicht.

    Ich geb mein Leben für Prigorodki & Herz wie immer, also wenn nötig... aber erst, wenn das Camp wieder sicher ist.. du weißt, wie’s läuft...

    halt durch, 371. Du bist nicht allein.

    *Schüsse und Explosionen*... *Rauschen*...

    ich mach mich auf den Weg.

    NiggoB Ende.

    *Rauschen*... *Signal bricht ab*...

    Erfahrener DayZ Vanilla Spieler & Mitspieler einer größeren Gruppe - Interesse? Schreib mir doch einfach eine PN oder Discordnachricht. :lovedayz:

  • Antwort – Nr. 371

    NiggoB .

    Signal kommt durch. Aber du bist schwer zu hören...

    Ich glaub, ich hab verstanden, was du vorhast.

    Tu es nicht.
    Dir ist nicht klar, worum es hier geht… worum es Herz geht.
    Das Camp ist nicht das Problem. Es ist ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass Prigorodki mehr ist als ein Auffanglager. Es ist eine Idee.
    Und aktuell ist sie leider nicht haltbar. Nicht, ohne dass es wieder eskaliert.

    Aber Prigorodki wird nicht dadurch gerettet, dass noch mehr Leute bereit sind, dafür zu sterben und den Kampf suchen. Das hat uns doch erst in diese Situation gebracht!
    Dass immer jemand den Kampf sucht... Genau das ist der Punkt, an dem alles schief lief.

    Das hier ist kein Ort mehr, den man verteidigt.
    Oder zumindest nicht auf diese Weise.

    Wenn du kommst, um zu kämpfen, machst du es endgültig zu dem, was es nie sein sollte: ein Schlachtfeld.

    Wenn du kommst, dann nicht mit gezogener Waffe.

    Alles andere macht es nur schlimmer. Glaub mir.

    Nr. 371 - Ende.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • Herzmoment vom 08.04.2026 "Zurück auf Null"


    Hallo ihr Lieben,

    die letzten Tage fühlen sich an, als hätte jemand die Welt einmal zu schnell gedreht.

    Prigorodki… war ein Ort, an dem man ankommen konnte. Und plötzlich stand man mitten in etwas, das man nie gewollt hat.
    Zwischen Fronten, zwischen Entscheidungen, zwischen dem, was man eigentlich sein möchte… und dem, was diese Welt aus einem macht.

    Ich habe versucht zu helfen. Zu verstehen. Zu bleiben.
    Und am Ende stand ich da… und wusste nicht mehr, ob das noch mein Weg ist.
    Vielleicht gehört das dazu. Vielleicht muss man manchmal erkennen, dass etwas, das man aufgebaut hat, sich verändert… ohne dass man es aufhalten kann.

    Nun wird ganz plötzlich alles neu beginnen. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es weitergeht.
    Nicht, wo ich sein werde. Wo ihr sein werdet.
    Nicht, wie alles aussehen wird.

    Aber ich weiß, wer ich sein möchte. Und vielleicht… ist das genug.

    Ich werde wieder das tun, was ich immer getan habe: Menschen begegnen. Zuhören. Helfen, wo ich kann.
    Auch wenn es manchmal bedeutet, wieder von vorne anzufangen.

    Passt auf euch auf… und bleibt am Leben.

    gez. Herz-Aus-Gold 💛