Operation: A.B.R.I.S.S (Mini-Community-Event)

  • Offizielle Stellungnahme von A.B.R.I.S.S.

    Das Aktionsbündnis zur Beseitigung Riskanter Infrastruktur und Schief-Strukturen (A.B.R.I.S.S.) verfolgt die Entwicklungen rund um die bauliche Situation in Prigorodki weiterhin aufmerksam.

    Uns ist zu Ohren gekommen, dass das Fahrzeug von Davus zwischenzeitlich erneut seinen Standort gewechselt hat und inzwischen wieder zu seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgefunden hat. Auch der LKW mit den Baumaterialien ist inzwischen sichergestellt worden. Wir gehen daher davon aus, dass sich diese Angelegenheit erledigt hat.

    Bezüglich der beiden derzeit bei uns befindlichen Druckmittel können wir mitteilen, dass es ihnen den Umständen entsprechend gut geht. Beide verhalten sich ausgesprochen kooperativ, umsichtig und – das möchten wir ausdrücklich hervorheben – in bemerkenswert deeskalierender Weise. Aufgrund dieses vorbildlichen Verhaltens wurde ihnen inzwischen sogar begleiteter Auslauf gewährt.

    Druckmittel_auf_Tour.jpg



    Eine der Situation angemessene Versorgung mit Essen und Wasser ist selbstverständlich weiterhin gewährleistet.

    Wir möchten Sie außerdem daran erinnern, dass ab Sonntag um 20:00 Uhr mit dem Abbau beziehungsweise dem Umbau der betreffenden Struktur in Prigorodki begonnen werden soll. Bis dahin steht ausreichend Zeit für Sie zur Verfügung, um Materialien zu beschaffen, Pläne auszuarbeiten und geeignete Baukonzepte vorzubereiten.

    Uns ist durchaus bewusst, dass es innerhalb der Gemeinschaft auch Stimmen gibt, die sich für den Erhalt des Turmes aussprechen. Diese Perspektive nehmen wir zur Kenntnis. Allerdings möchten wir unmissverständlich klarstellen: Der Turm kann in seiner jetzigen Form nicht bestehen bleiben, da er aus unserer Sicht ein zu hohes Sicherheitsrisiko für die Bewohner in Prigorodki darstellt.

    Ein Umbau unter Berücksichtigung grundlegender Sicherheitsregeln ist hingegen selbstverständlich möglich und würde dem Anliegen von A.B.R.I.S.S. durchaus entsprechen.

    Gerüchten zufolge sollen bereits erste Ideen für eine neue oder überarbeitete Struktur vorbereitet werden. Wir begrüßen diese Entwicklung.

    Ob daraus eine tragfähige und sichere Lösung entsteht, wird sich zeigen.

    A.B.R.I.S.S. beobachtet die Lage weiterhin aufmerksam.

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    gez.

  • "Hier spricht NiggoB...

    Ersetzbares Crewmitglied 371.. Man versteht dich sehr Schlecht.. hab ich das richtig gehört!? Herz und Lina wurden entführt!? verdammt nochmal immer der selbe mist... Egal für Herz tu ichs immer wieder.. Ich zieh durch die Wälder vom Norden herrab und Schlag mir den weg zur Küste durch.. wie immer weißt du ja.. Wir treffen uns in Prigo und reißen das Ding ab, Ich bau da n schönen Leuchtturm hin damit die nächsten Überlebenden auch wissen wo sie hin müssen.. vielleicht schmücken wir das Ding auch noch mit ner schönen Fahhne oben drauf?! vorzugsweise in Rot..

    Ich mach mich sofort auf den weg!

    NiggoB ende.

    Erfahrener DayZ Vanilla Spieler & Mitspieler einer größeren Gruppe - Interesse? Schreib mir doch einfach eine PN oder Discordnachricht. :lovedayz:

  • „Hier spricht… äh… Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371. Ja. Immernoch.

    NiggoB , du kommst immer genau in dem Moment aus dem Wald gestapft, wenn die Situation eigentlich schon kompliziert genug ist.... aber hey, besser spät als nie, oder?

    Ja, du hast richtig gehört: Herz-Aus-Gold und janinesta (Lina) sind weg. Aber bevor du jetzt mit der Axt voran durch Chernarus marschierst und anfängst Leuchttürme zu planen – hör mir kurz zu.

    Ja, die beiden leben. Und sie sind – soweit wir das beurteilen können – erstaunlich… diplomatisch unterwegs. Herz versucht das Ganze gerade eher zu verhandeln, nicht zu eskalieren.

    Der Turm ist immer noch das Thema. Abriss, Umbau, architektonische Selbstreflexion – such dir was aus. Aber wenn du da mit dem Vorschlaghammer anrückst, während sie versuchen die Lage ruhig zu halten, dann kippt das Ganze schneller als sloptork s (Toms) Hütten bei Starkwind.

    Apropos Tom…

    Kleine Lageaktualisierung aus Prigorodki:

    Der Turm steht noch.
    Aber davor steht jetzt auch ein Rave-Zelt am Brunnen.

    Ja.
    Ein Rave-Zelt. War wohl Davus Idee und WhiskeyMixer plant schon ne Paintball Arena als Gemeinschaftsprojekt... Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob wir gerade eine Entführung lösen oder ein Kulturfestival organisieren.

    Immerhin – und das ist die halbwegs gute Nachricht – E.C.H.O. und sloptork (Tom) haben wohl eine verheißungsvolle Spur gefunden. Aber dazu sag ich hier im Funk gerade lieber nichts.

    Es gibt Gerüchte über mögliche Mithörer.

    Wenn das das Ziel der Entführer war – Misstrauen säen, Leute vorsichtig machen, Chaos in die Bauplanung bringen – dann muss ich leider sagen: Glückwunsch. Mission accomplished.

    Also Plan für heute: 20 Uhr. Prigorodki.

    Wir halten die Stellung, wir behalten die Nerven und wir schauen, wie sich das Ganze entwickelt.

    Und eins sag ich euch ganz deutlich: Wenn Herz-Aus-Gold und janinesta (Lina) heute Abend nicht heil und in einem Stück zurückkommen…

    …dann wird der schiefe Turm das geringste Problem der Aktivisten sein.

    Nr. 371 – Ende.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • Offizielle Pressemitteilung von A.B.R.I.S.S.

    Das Aktionsbündnis zur Beseitigung Riskanter Infrastruktur und Schief-Strukturen (A.B.R.I.S.S.) erklärt das Verfahren rund um die bauliche Situation in Prigorodki hiermit für abgeschlossen.

    Als Zeichen des guten Willens wurde die Dame in Blau, Lina ( janinesta), am heutigen Abend um 19:40 Uhr Ortszeit in der Gegend um Tulga freigelassen. Sie erreichte kurze Zeit später Prigorodki und übermittelte dort nochmals die bekannten Forderungen bezüglich der baulichen Situation.

    Ein aufmerksamer Beobachter unseres Bündnisses behielt die Entwicklungen rund um die Baustelle weiterhin im Auge und konnte feststellen, dass der betreffende Turm schließlich – unter tatkräftiger Motivationseinlage eines besonders engagierten britischen Beteiligten – ordnungsgemäß beseitigt wurde.

    Nachdem diese Maßnahme erfolgt war, wurde auch Herz-Aus-Gold durch einen weiteren Aktivisten ohne Gegenwehr zur Insel bei Kamyshovo gebracht und dort freigelassen. Diese Information wurde Lina ( janinesta) unmittelbar per Funk übermittelt.

    Da es trotz Sichtkontakt zu keinerlei Schussabgaben auf die Aktivisten kam, gehen wir davon aus, dass sich die Angelegenheit letztlich in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst hat.

    A.B.R.I.S.S. nimmt zur Kenntnis, dass:

    - der betreffende Turm nicht mehr besteht,

    - beide Samariterinnen wohlbehalten zu ihrem Camp zurückgekehrt sind,

    - und die Situation in Prigorodki damit vorerst befriedet erscheint.

    Wir danken allen Beteiligten, die trotz unterschiedlicher Auffassungen dazu beigetragen haben, dass diese Angelegenheit ohne größere Eskalation beendet werden konnte.

    A.B.R.I.S.S. wird die bauliche Entwicklung in der Region weiterhin mit dem gewohnten Interesse verfolgen.

    A.B.R.I.S.S. – Für sichere Strukturen in Chernarus.

  • 💌 Herzfragment vom 08.03.2026 – Von einem Weg zurück nach Hause

    Hallo ihr Lieben,

    manchmal endet eine Geschichte nicht mit einem lauten Knall, sondern mit einem langen Atemzug.
    Und manchmal beginnt sie viel früher, mit einer kleinen Spur aus Dingen, die für Außenstehende wie Zufall wirken: ein paar Kürbiskerne, ein Plus aus Kürbiskernen und ein Helm.

    Heute möchte ich euch erzählen, wie alles schließlich zu Ende ging.


    🧭 Eine Spur aus Kürbiskernen

    Als E.C.H.O. und Tom ( sloptork) gestern Abend schließlich am Versteck in Khelm auftauchten, wusste ich, dass sie die Spur verstanden hatten.

    Der 11. Buchstabe im Alphabet. Das "K" und ein Helm.
    „K + Helm“.

    Mehr war es nicht gewesen. Ein kurzer Gedanke, schnell gelegt, bevor man uns weiterbrachte. Ich hatte gehofft, dass jemand erkennt, dass es kein Planquadrat sein sollte, keine Koordinate auf einer Karte – sondern einfach nur ein Buchstabe. Ähnlich dem Code, den E.C.H.O. immer nutzte.

    Khelm.

    Als ich später den Kopf von E.C.H.O. am Fenster sah, war ich zum ersten Mal seit Tagen wirklich ruhig. Nicht, weil ich wollte, dass man uns stürmt. Im Gegenteil. Über Funk hatte ich immer wieder versucht zu sagen, dass niemand uns folgen solle. Dass niemand Heldentaten brauche. Aber eine Spur zu legen heißt nicht automatisch, jemanden zu rufen.

    Manchmal bedeutet es nur: Wenn etwas schiefgeht, wisst ihr wenigstens, wo wir sind.

    E.C.H.O. hatte sogar versucht, mir noch ein Messer zuzustecken. IEs hat nicht ganz geklappt, aber das war nicht schlimm. Erstens wollte ich nicht, dass unsere Entführer glauben, wir würden anfangen zu tricksen. Und zweitens waren sie bei der Durchsuchung mehr als nachlässig gewesen und hatten mit das Messer in meinem Begrüßungsteddy gelassen.

    Aber zu wissen, dass da draußen jemand stand, der wusste, wo wir waren und - falls ich mit meiner Vermutung falsch lag, dass man alles friedlich würde regeln können - im Notfall helfen konnte… das hat geholfen.


    ✂️ Eine absurde Entscheidung

    Kurz vor 19 Uhr kam einer der Aktivisten in unser Versteck. Er wirkte müde. Fast so, als wäre ihm das alles selbst längst zu viel geworden.

    Er sagte nur einen Satz: „Wir nehmen einen von euch mit und lassen ihn frei.“

    Lina ( janinesta) und ich sahen uns an. Natürlich wollte sie bleiben und mich gehen lassen. Und natürlich war ich bereit, genau dasselbe für sie zu tun. Für einen Moment standen wir beide da und versuchten, die jeweils andere davon zu überzeugen, dass sie gehen sollte.

    Am Ende lösten wir dieses Problem auf die wahrscheinlich absurdeste Art, die man sich in so einer Situation vorstellen kann.

    Schere.
    Stein.
    Papier.

    janinesta (Lina) gewann. Und so ging sie mit dem Fremden mit.


    🏗️ Eine Baustelle für die Freiheit

    Man brachte sie zu einer Scheune bei Tulga, band ihr die Hände locker mit einem Seil zusammen und sagte ihr, sie könne sich in ein paar Minuten selbst befreien. Danach solle sie einfach nach Prigorodki laufen. Dort angekommen überbrachte sie die Botschaft: Der Turm musste verschwinden. Dann würde auch ich gehen dürfen.

    Und so begann in Prigorodki eine Baustelle, die vermutlich niemand so schnell vergessen wird.

    Unter der tatkräftigen Anleitung von Crippsy packten schließlich sloptork, E.C.H.O., NiggoB, Davus, Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371, Kallele, janinesta und Crippsy gemeinsam an. jayphiiyo steuerte sogar noch einen LKW mit Baumaterial bei, den NiggoBkurzerhand nach Süden brachte.

    Zwischendurch tauchte wohl noch ein Fremder ( Der_Fremde) auf, der ziemlich verwirrt von einer Entführung in Stary Sobor berichtete. Er sagte auch etwas von Menschenfleisch, das er habe essen müssen. Aber eine Entführung pro Tag war ehrlich gesagt mehr als genug für uns alle.

    Also beschloss man, sich erst einmal um den Turm zu kümmern und ihm danach so gut es ging zu helfen.

    Und schließlich war es soweit.


    🔓 Der Weg zurück

    Als das erledigt war, gab der Beobachter der Aktivisten das Signal weiter.

    Kurz darauf erschien der zweite Aktivist bei mir. Er wirkte nicht mehr besonders entschlossen. Fast ein wenig verlegen. Er brachte mich im Auto nach Kamyshovo, setzte mich auf der kleinen Landzunge in einer Hütte ab und fesselte meine Hände mit Klebeband.

    Nicht besonders fest. Eher so, als wolle er die Form wahren und nicht die Kontrolle. Er murmelte etwas, das fast wie eine halbe Entschuldigung klang.

    Dann ging er.

    Es dauerte nicht lange, bis ich mich befreien konnte. Und dann lief ich los. Richtung Westen. Richtung Prigorodki.

    Der Weg dorthin war… sagen wir: ereignisreich. In Elektro hatte ich mehrere unschöne Begegnungen mit Infizierten, und kurz darauf rutschte ich am Mt. Wolfgang unglücklich ab und brach mir das Bein.

    Zum Glück hatte ich noch einen ganzen Stapel Stofffetzen bei mir. Also setzte ich mich auf einen Stein, bastelte mir eine Schiene und humpelte weiter.

    Langsam.

    Sehr langsam.

    Über Funk hörte ich währenddessen Lina ( janinesta) und Crippsy, die mich immer wieder anfeuerten. Manchmal reicht das schon, eine Stimme im Funk, die sagt:

    Komm weiter. Du schaffst das!


    🏕️ Zuhause

    Und irgendwann sah ich schließlich wieder das Camp.

    Prigorodki.

    Der Turm war weg. Und dort standen sie alle.

    Jetzt bleibt abzuwarten, was an seiner Stelle entstehen wird. Aber ich habe schon gehört, dass WhiskeyMixer und Davus große Pläne haben. Angeblich soll dort eine Arena entstehen, von der alle profitieren können. Wenn das stimmt, dann wäre das vielleicht die schönste Wendung dieser ganzen Geschichte. Auch Tom, sloptork ist nicht traurig über seinen Verlust und hat bereits neue Pläne, bei denen ihm die anderen auch helfen wollen. Denn wir möchten nicht riskieren, dass nochmals etwas in Schieflage gerät.

    Manchmal muss etwas einstürzen, damit etwas Neues entstehen kann.
    Und manchmal beginnt alles mit einem kleinen Hinweis auf dem Boden.
    Ein Helm.
    Und ein paar Kürbiskernen.


    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf – und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

  • OOC – Ein Dank an alle Beteiligten

    Zum Schluss möchte ich noch einmal ganz bewusst OOC Danke sagen.

    Dieses Event – von der Entführung bis zum Abriss des Turms – hat nur funktioniert, weil unglaublich viele Menschen bereit waren, Zeit, Ideen und Geduld hineinzustecken und weil wir mal wieder gemeinsam eine Geschichte geschrieben haben, die man sich so einfach nicht ausdenken kann.

    Danke an alle Teilnehmenden, die sich auf die Situation eingelassen haben und das Rollenspiel getragen haben. Egal ob als Suchtrupp, Beobachter, Helfer oder einfach als Zuhörer im Funk. Danke, dass ihr dran gebleiben seid, auch wenn unsere Hinweise und Beiträge auf den ersten Blick widersprüchlich schienen.

    Ein besonderes Dankeschön geht an die „Abrissarbeiter“ in Prigorodki:
    an alle, die Material herangeschleppt, Wände eingerissen, den Turm Stück für Stück zerlegt und dabei trotzdem die Stimmung gehalten haben. Ohne euren Einsatz hätte dieses Finale so nicht stattfinden können.

    Danke auch an die Aktivisten und Mitspieler auf der Gegenseite, die sich auf das Szenario eingelassen haben und es mitgespielt haben, ohne dass es in Chaos oder unnötige Eskalation abgerutscht ist. Gerade bei solchen Situationen braucht es Fingerspitzengefühl und Vertrauen – und das hat hier sehr gut funktioniert.

    Danke außerdem an alle, die im Hintergrund organisiert, koordiniert oder improvisiert haben, wenn wieder einmal etwas anders lief als geplant. Genau diese spontanen Momente machen solche Geschichten am Ende lebendig.

    Vielen Dank auch an das Team, das heute Abend an zwei kleinen Stellen kurz unterstützt hat, als es eine kleine unvershculdete Verzögerung gab. Somit wurde nicht alles unnötig in die Länge gezogen undn wir konnten den Abbau zügig abschließen.

    Und natürlich danke an alle, die einfach mitgespielt haben, die sich Zeit genommen haben, die Atmosphäre getragen haben und das Ganze zu mehr gemacht haben als nur einer Aktion im Spiel.

    Am Ende war es kein einzelner Plan, der diese Geschichte möglich gemacht hat. Es war eine Gemeinschaft von Spielern, die bereit waren, eine Geschichte gemeinsam zu erzählen.

    Ich bin froh, dass das mal ein erfrischend anderes Event war als die sonst so schwere Herzblut und Herzruf-Reihe. Das war eine willkommene Abwechslung und besonders Selina und ich haben viel zwischen den Szenen gelacht.💛

    Und dafür:
    Danke euch allen.

    ~Herz

  • Skandalös! – Man erzählt sich ja so einiges…

    Eine Kolumne von Rita Kimmekorn

    Prigorodki ist bekanntlich ein ruhiger Ort.
    Ein Brunnen, ein paar Unterstände, ein Turm, der aussah, als hätte er sich irgendwann entschieden, der Schwerkraft nur noch optional zu folgen und natürlich die Samariter, die dort mehr oder weniger regelmäßig versuchen, Ordnung in eine Welt zu bringen, die sich bekanntlich nur sehr ungern ordnen lässt.

    Bis heute.

    Denn da verschwand der schiefe Turm. Und zwar nicht etwa durch einen Sturm, ein Missverständnis mit Sprengstoff oder durch eine jener architektonischen Selbstkorrekturen, für die Chernarus berüchtigt ist.

    Nein. Er verschwand durch eine Kombination aus Entführung, Funkmeldungen, Kürbiskernen und eines überraschend gut gelaunten Abrisstrupps.

    Skandalös!

    Man muss es sich einmal vorstellen:

    Während sich zwei Samariterinnen – @Herz-Aus-Gold und die Dame in Blau, Lina ( janinesta) – in den Händen eines ominösen Bündnisses namens A.B.R.I.S.S. befanden, begann man in Prigorodki ernsthaft darüber zu diskutieren, ob der Turm nun fallen müsse oder ob er inzwischen vielleicht sogar Kulturgut sei.

    Am Ende fiel er trotzdem. Unter tatkräftiger Anleitung eines gewissen Crippsy, wie mir mehrere Augenzeugen versicherten.

    Ein Brite übrigens.

    Man hört es schon am Akzent, sagen sie.

    Nun ist das an sich nichts Ungewöhnliches.
    Briten bauen gern. Besonders Dinge mit Aussicht.

    Und genau da wird es interessant!

    Denn nachdem man in Prigorodki das ganze Gebilde Stück für Stück abgebaut hatte, äußerte ausgerechnet @Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 (von einigen neuerdings liebevoll "Affe" genannt...) einen bemerkenswerten Gedanken. Ganz vorsichtig natürlich. Nur so eine Idee. Ein kleiner Verdacht. Im Kreis der Bauenden...

    Man müsse sich doch einmal fragen, sagte sie sinngemäß, wer eigentlich am meisten vom Abriss profitiert und warum Crippsy gerade so laut jubelte über den Fall des Turms. Es kam ihr so vor, als seien Herz und Lina gar nicht Grund seines Euphorischen Freudenrufs gewesen.

    Nun.

    Der Turm ist weg.

    Und wer hat jetzt plötzlich die höchste Konstruktion in der Umgebung und ließ keine Gelegenheit aus, das auch zu betonen?

    Richtig.

    Der Brite.

    Crippsy.

    Natürlich wäre es völlig abwegig zu behaupten, dass jemand ein ganzes Aktionsbündnis namens
    "Aktionsbündnis zur Beseitigung riskanter Infrastrukturen und Schief-Strukturen" organisiert, nur um die eigene Aussicht zu verbessern.

    Wer würde denn so etwas denken?

    Wer würde einen freundlichen Mann mit britischem Akzent, der zufällig auch noch beim Abbau des Turms am engagiertesten mit anpackt, ernsthaft verdächtigen?

    Ich jedenfalls nicht.

    Ich stelle nur Fragen.

    Zum Beispiel diese: Wer wusste eigentlich als Erstes, dass der Turm wirklich fallen würde?

    Wer hatte die Werkzeuge bereits bereit und stand mit Helm und einer für die Entführer typischen Warnweste und Abrisswerkzeug bereits schon früh am Nachmittag bereit? Wer ließ keine Gelegenheit aus, die Arbeitenden durch Zurufe und eingespielte Musik bei Laune zu halten?
    Und wer steht jetzt auf dem höchsten Punkt weit und breit, schaut über die Küste und kann mit ruhiger Stimme sagen: „Ich habe doch nur geholfen.“

    Skandalös!

    Doch es gibt noch eine andere Merkwürdigkeit in dieser Geschichte.

    Ein Fremder ( Der_Fremde), der vor einigen Tagen am Camp auftauchte, äußerte einen Gedanken, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht.

    Er fragte – ganz unschuldig natürlich – wo denn A.B.R.I.S.S. eine Basis hätte und wer dazu gehörte. Natürlich wusste man weder das eine, noch das andere. Und dann kam seine Idee: Was wenn es einen Maulwurf gibt? Was, wenn A.B.R.I.S.S. aus Leuten aus dem Umfeld von Prigorodki besteht?

    Auch andere Stimmen im Camp wurden laut.
    Einerseits der Hinweis wie "HLP" von Herz-Aus-Gold mit Kürbiskernen. Dann 11 Kerne und ein Helm.

    Alles Dinge, die am Ende schließlich nach Khelm führten.

    Während sie gleichzeitig im Funk immer wieder darauf bestand, dass niemand ihr folgen solle, dass keine Waffen gebraucht würden, dass nichts eskalieren dürfe.

    Eine interessante Kombination, finden Sie nicht?

    Spuren legen und gleichzeitig davor warnen, ihnen zu folgen.

    Fast so, als wüsste jemand, dass die Situation gar nicht so gefährlich ist, wie sie von außen wirkte.

    Oder – und das wäre natürlich eine noch gewagtere Theorie – als wüsste jemand etwas über die Entführer, das der Rest von uns nicht weiß.

    Was wäre, wenn Herz-Aus-Gold zumindest ahnte, dass die Menschen hinter A.B.R.I.S.S. gar keine Fremden waren?

    Was, wenn sie vermutete, dass sie aus unserer Mitte stammen?

    Eine unbequeme Idee.

    Und vermutlich völlig falsch.

    Denn wer würde schon auf die Idee kommen, dass eine Entführung in Chernarus von Menschen organisiert wird, die man vielleicht sogar kennt?

    Ich jedenfalls nicht.

    Ich frage nur.

    Und manchmal ist eine Frage spannender als jede Antwort.

    Skandalös.

    Aber Sie wissen ja: Veröffentlicht ist nicht gleich wahr. Und man erzählt sich ja so einiges…

    Ihre
    Rita Kimmekorn

    4 Mal editiert, zuletzt von Herz-Aus-Gold (9. März 2026 um 01:44) aus folgendem Grund: Tags korrigiert.