„Neue Spuren, alte Fragen – Man erzählt sich ja so einiges!“
- Rita Kimmekorn berichtet
Skandalös!
Während in einer staubigen Garage irgendwo zwischen Ölgeruch, Metallregalen und zwei erstaunlich ruhigen Samariterinnen über Diplomatie gesprochen wird, passiert draußen genau das, was in Chernarus immer passiert: Jemand findet etwas. Jemand versucht zu raiden und jemand anderes verliert etwas. Und plötzlich weiß niemand mehr so genau, was Sache ist. Aber dafür haben Sie ja mich! Ich bringe mal etwas Licht ins Dunkel. Exklusiv für Sie!
Der LKW-Fund
Fangen wir mit dem LKW an. Gerüchten zufolge wurde der Lastkraftwagen mit Baumaterial, der angeblich irgendwo zwischen Gorka und Novy Sobor versteckt worden sein soll, inzwischen tatsächlich gefunden. Neben einer verlassen Basis und einer Kiste, in der sich die Buchstabenkombination "LOL" befand. Skandalös!
Das waren vermutlich Raider mit Humor.
Gefunden wurde der LKW übrigens nicht von irgendeinem Bambi. Nein!
Gefunden wurde er - und das habe ich aus absolut zuverlässiger Quelle erfahren - von keinem Geringerem als Schnüffelnase E.C.H.O., Gentlemen-Raider Davus und Turmbesitzer sloptork, Tom, persönlich.
Ja, sie haben richtig gelesen.
Genau dieser Tom. Der Mann, dessen Turm laut Ultimatum eigentlich bald verschwinden soll.
Skandalös!
Denn wenn diese Informationen stimmen (was sie mit an hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit angrenzenden Sicherheit tun), dann hat der Turmbesitzer gerade gemeinsam mit zwei anderen Männern den LKW mit Baumaterial in Richtung BBA gebracht.
Man könnte jetzt natürlich sagen: Sehr kooperativ!
Andere könnten aber auch fragen: Schaufelt sich @Sloptortk gerade sein eigenes Grab? Denn wenn der Turm wirklich fallen soll, dann liegt das Werkzeug dafür nun offenbar… sehr ordentlich bereit.
Ich frage ja nur....
Ein Auto taucht wieder auf
Doch während sich manche Menschen um Baumaterial kümmern, taucht plötzlich ein anderes Puzzlestück wieder auf:
Der blaue ADA von Davus. Ein Sanitäter berichtete, dass er nahe Berezino in Ausübung seiner Pflicht, eine Garage neu verbarrikadiert vorfand. Angelockt wurde er von Raidschüssen in der Nähe, die vermutlich auf diese Garage abgegeben wurden. Skandalös!
Als er sich die besagte Garage etwas näher ansah, fiel ihm durch die Zaunritzen ein auffällig lackiertes Fahrzeug ins Auge.
Der Sanitäter namens The_GraveDigger sagte in einer Stellungnahme: "Handelt es sich um das gesuchte Vehikel des Davus??? Naja, werde da bei meiner Routine Tour da mal ein Auge drauf schmeissen, was da passiert!"
Zufall?
Vielleicht.
Oder vielleicht nicht.
Denn erinnern wir uns:
E.C.H.O. hatte angeblich zuvor einen Code in der Entführer-Basis beim Funkturm entdeckt. Einen Code, der vielleicht mehr war als nur eine Zahlenkombination.
Und wenn jemand sich mit versteckten Codes auskennt, dann ja wohl er!
Vielleicht war es ein Hinweis oder ein Wegweiser. Vielleicht sogar genau der Hinweis, der die Leute zur Garage führte?
Mit anderen Worten: Die Entführer haben die beiden Samariterinnen mitten unter den Augen ihrer Lieben versteckt gehalten. In Berezino.
Demzufolge ist es nicht unwahrscheinlich, dass es in und um das Camp noch weitere Hinweise zu entdecken gibt.
Und wenn das sich bewahrheiten sollte, dann stellt sich eine sehr einfache Frage: Wo führt das alles hin?
Ich frage ja nur...
Die Samariter wissen Bescheid
Doch während draußen bereits über Codes, Garagen und mögliche Spuren diskutiert wird, bleibt eine Person erstaunlich… konsequent.
Herz-Aus-Gold.
Sie blieb ruhig.
Besonnen.
Fast schon… erstaunlich gelassen, aber offenbar sehr müde.
Sie bestätigte, dass es ihr und janinesta (Lina) gut gehe und bat die Menschen draußen um etwas, das in Chernarus selten geworden ist: Geduld.
Stattdessen sollten sich alle lieber um die Bauaktion kümmern. Baumaterial sammeln und den Menschen hier ein wenig Zeit geben.
Eine interessante Bitte.
Denn sie zeigt vor allem eines: Die Entführer wissen längst, dass man ihnen auf der Spur ist.
Und die Samariterinnen wissen inzwischen auch, dass die Entführer wissen, dass man ihnen auf der Spur ist.
Und die Entführer wissen, dass die Samariterinnen wissen, dass die Entführer wissen, dass man ihnen auf der Spur ist. Und jetzt wissen Sie, verehrte Leserinnen und Leser es auch!
Chernarus nennt so etwas normalerweise… den Beginn einer Kettenreaktion.
Doch trotz Handschellen und Knebel in Sichtweite, verschlossener Türen und einer Garage, die vermutlich nicht auf der üblichen Campingplatzliste steht, scheint sie noch immer fest daran zu glauben, dass ihre Entführer im Grunde gar keine so schlechten Menschen sind und dass ihre Leute oder ihre Freunde nichts Unüberlegtes tun werden.
Typisch für sie.
Wer Herz kennt, weiß: Für sie sind Menschen selten nur Täter oder Opfer – meistens einfach nur Menschen, die irgendwo falsch abgebogen sind.
Skandalös!
Manche würden das bewundern.
Andere würden fragen: Ist das bemerkenswerte Gelassenheit, bereits der Anfang eines Stockholm-Syndroms oder einfach reichlich Berufserfahrung im Umgang mit solchen extremen Situationen?
Ich meine ja nur...
Ein Gespräch mit A.B.R.I.S.S.
Um mir etwas Klarheit zu verschaffen, habe ich versucht, mit einem Vertreter der Gruppe A.B.R.I.S.S. zu sprechen.
Die Antwort war überraschend… entspannt.
Auf die Frage nach dem verschwundenen Auto erklärte der Aktivist in einem exklusiven Interview:
Zitat
„Der Ada? Ja...den haben wir uns nur....ausgeliehen. Hätten wir gewusst, dass Davus so dran hängt.... Naja kann ihn gerne wiederhaben.“
Eine bemerkenswert höfliche Formulierung für einen Vorgang, den andere Menschen vermutlich schlicht Diebstahl nennen würden.
Doch damit nicht genug.
Der Aktivist mit der Warnweste und der Spitzhacke, den wir liebevoll intern den "Spitzhackenhainer" nennen, fügte hinzu:
Zitat
„Wir wissen, dass der Code zum Tor versteckt wurde... Haben uns nicht mehr die Mühe gemacht, die Spuren zu verwischen....“
Mit anderen Worten:
Die Hinweise lagen angeblich längst offen herum. Man musste nur genau genug hinschauen...
Und auch das eigentliche Motiv wurde noch einmal bestätigt:
Zitat
„Wir betonen: Wir wollen kein böses Blut. Uns geht es nur um den Turm. Den beiden Druckmitteln geht es gut und wir alle wollen, dass das auch so bleibt. “
Ah.
Da ist er wieder. Der Turm.
Dieses schiefe Bauwerk, das inzwischen mehr diplomatische Verwicklungen ausgelöst hat als so mancher Sonntagsspaziergang nach Riffy.
Skandalös!
Eine erstaunlich einfache Idee
Und damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt.
Beim Turm.
Beim LKW.
Und beim blauen ADA von Davus, der möglicherweise irgendwo in einer Garage bei Berezino steht.
Nun könnte man natürlich weiter darüber spekulieren, wer hier wen austrickst, wer welchen Code hinterlegt hat und wer am Ende das letzte Wort haben wird.
Oder… man könnte eine erstaunlich einfache Idee verfolgen.
Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn sich ein paar Menschen zusammentun und sich dieses Fahrzeug und seine Umgebung einmal genauer ansehen.
Nur um sicherzugehen. Nur um nachzuschauen. Nur um vielleicht den einen oder anderen Hinweis zu finden.
Oder wir richten unseren Blick auf den Turm. Nochmals und stehen damit genau dort, wo diese Geschichte begonnen hat.
Beim schiefen Turm von Prigorodki.
Während LKWs gefunden werden, Autos auftauchen, Codes entschlüsselt werden und Masken über Zäune fliegen, steht er noch immer dort.
Schief.
Unbeeindruckt.
Fast so, als würde er sich über das Chaos amüsieren, das er ausgelöst hat und sich - verzeihen Sie mir den flachen Wortwitz - schief lachen.
Skandalös!
Denn am Ende bleibt eine erstaunlich einfache Frage:
Wird der Turm fallen… oder fallen Menschen für ihn?
Aber Sie wissen ja: Veröffentlicht ist nicht gleich wahr.
Und man erzählt sich ja so einiges…
Skandalös!
- Ihre Rita Kimmekorn
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EXTRABLATT:
Hier gibt es nochmal die skandalösen Nebenmissionen im Überblick:
✅ 1. Findet den LKW mit Baumaterial
Gerüchten zufolge wurde ein Lastwagen mit Baumaterial irgendwo in der Region zwischen Gorka und Novy Sobor versteckt.
Wer ihn findet, könnte den Grundstein für etwas Neues legen, vielleicht sogar für ein Bauwerk, das weniger Menschen gefährdet.
⏹️ 2. Organisiert Baumaterial über die Chicks in Action
Die Gruppe Chicks in Action hat angeblich ihre Unterstützung zugesagt.
Material könnte bereitgestellt werden, sofern jemand den Mut hat, danach zu fragen und das Material zu transportieren.
⏹️ 3. Findet den blauen ADA von Davus
Ein gewisser Davus wäre vermutlich sehr erfreut, sein Fahrzeug wiederzusehen.
Und vielleicht würde eine solche Geste auch zeigen, dass nicht jede Geschichte mit einem Diebstahl enden muss.
⏹️ 4. Baut etwas Neues
Der Turm muss nicht einfach verschwinden.
Vielleicht kann aus seinem Ende auch ein Anfang entstehen.
Ein neues Bauwerk.
"Ein Symbol der Gemeinschaft", wie Herz sagen würde.
Etwas, das zeigt, dass Prigorodki mehr sein kann als ein schiefer Turm und ein Ultimatum.
Der Turm könnte begradigt werden und gemeinsam noch etwas Sinnvolles entstehen.
Wunschdenken oder bald schon Realtität? Wir werden sehen.
Einige neue Gruppierungen haben bereits angekündigt, ebenfalls helfen zu wollen.
Skandalös!