Beiträge von Herz-Aus-Gold

    Samstag, 15.08.2026 – Tag 002: Erste Fundamente

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    Hallo ihr Lieben,

    am zweiten Tag nach einem Wipe beginnt die anfängliche Leere meist schon zu verschwinden.
    Zelte stehen an Orten, an denen am Vortag noch nichts gewesen ist, Fahrzeuge wechseln ihre Besitzer, und aus einzelnen Brettern entstehen die ersten Wände.
    Über Funk hört man nicht mehr nur, wer wo erschossen wurde, sondern auch, wer Nägel gefunden hat, einen Lastwagen repariert oder irgendwo ein neues Zuhause baut.

    Langsam kehrt eine Form von Alltag zurück, auch wenn dieses Wort in Chernarus etwas anderes bedeutet als früher.

    Beim Aufbau eines Camps lässt sich leicht vergessen, dass nicht die Wände entscheiden, ob daraus tatsächlich ein sicherer Ort wird.
    Dafür braucht es Menschen, die etwas bringen, ohne sofort eine Gegenleistung zu verlangen, die ein geliehenes Fahrzeug zurückbringen oder einen langen Umweg auf sich nehmen, weil jemand unterwegs Hilfe benötigt.

    Erst an diesem zweiten Tag wurde mir bewusst, wie viele Hände längst wieder an unseren Camps arbeiteten, obwohl kaum jemand bereits genug für sich selbst besaß. Zwischen Berezino und Prigorodki entstanden die ersten Fundamente. Einige bestanden aus Holz und Nägeln, andere lediglich aus dem stillen Versprechen, einander nicht allein zu lassen.

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    🚚 Ein Lastwagen für Berezino

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    Bitwanted, ehemals Mitglied der schmerzlich vermissten "Berezino Union" war mit seinem "Frauele", LadyBitStorm, zurückgekehrt. Er meldete sich bei mir über Funk und erkundigte sich darüber, ob wir bei Berezino einen Lastwagen fahrbereit gemacht hatten. Ich bejahte, denn The_GraveDigger hatte wieder unglaublich schnell angefangen das dortige Camp samt Grage für den LKW aufzubauen.
    Bitwanted hatte bereits Kleidung für das Camp als Spende in den LKW hineingelegt,. Es war nicht viel, aber gerade in diesen ersten Tagen war eine solche Gabe alles andere als selbstverständlich.

    Auch I.K.E.A. dankte er für die reichlichen zeltspenden, die er sofort am Camp in Nizhnoye aufbaute.

    Außerdem hatte The_GraveDigger seinige Zeit danach einen Überlebenden mit weißer Armbinde am Camp in Berezino gesehen. Zunächst wussten wir nicht, wer er war oder weshalb er sich dort aufhielt. Später stellte sich heraus, dass es sich um TomTeeJay handelte. Gemeinsam mit The_GraveDigger errichtete er einen Unterstand am Camp und spendete zusätzlich Nägel für den weiteren Aufbau.


    The_GraveDigger bedankte sich bei ihm, und ich war erleichtert, dass sich die unbekannte weiße Armbinde auf so friedliche Weise erklären ließ und wir nicht wieder einem Angriff der MISA-Gruppe schutzlos ausgeliefert waren. Seinerzeit waren (MISA) ROB und seine Jungs mit weißen Armbinden durch unser Chernarus gestreift und nach anfgänglichen respektvollen Beziehungen war es zunehmend zu Angriffe aus seinen Reihen und schließlich auch von ihm selbst auf unsere Camps gekommen.
    Doch dieses Mal lief es zum Glück anders. Dennoch waren wir zunächst vorsichtig gewesen. In unserem Chernarus genügte manchmal ein Mensch am falschen Ort, damit aus Vorsicht Misstrauen wurde. Diesmal war der Träger der weißen Armbinde nicht gekommen, um etwas zu nehmen, sondern um beim Aufbau zu helfen.

    Während in Prigorodki die ersten Wände aus Holz wuchsen, legte The_GraveDigger in Berezino zugleich den Grundstein für seinen neuen Tower. Noch bestanden beide Orte nur aus wenigen Bauteilen und vielen Plänen, doch die vertrauten Strukturen kehrten langsam zurück.

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    🚗 Fahrstunden mit Hindernissen

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    Im Laufe des Tages strandeten auch Mora und... ich glaube es war ASSAULTxHDx ... (oder war es Arndt? Ich bin mir nicht mehr ganz sicher...) mit einem weißen Ada in Prigorodki.

    Mora hatte nach eigenen Aussagen Fahrstunden erteilt, aber sein Schüler hatte es geschafft, zwei Reifen zum Platzen zu bringen. Mir war nicht ganz klar, ob ihr Aufenthalt bei uns zum geplanten Unterricht gehörte oder ob er eher ein ungeplanter Abschluss war. Immerhin hatten beide das Camp erreicht, und der weiße Ada stand noch in einem Zustand vor uns, der zumindest erkennen ließ, dass es sich einmal um ein fahrbereites Fahrzeug gehandelt hatte.

    Ein Reifen war schnell organisiert und so fuhren Mora und ich dem Fahrschüler entgegen, der in Chernogorsk nach einem Reifen suchte. Am Ende war das Fahrzeug wieder fahrbereit und konnte heimkehren.

    Fahren lernte man in Chernarus schließlich weniger nach festen Regeln als durch Erfahrung. Manche Lektionen endeten am Ziel, andere am Straßenrand – und gelegentlich eben in Prigorodki.

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    🧱 Das Kochhaus bekommt ein Tor

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    Auch in Prigorodki ging die Arbeit weiter. Gemeinsam mit janinesta (Selina) und Pinky baute ich das Tor im Kochhaus zu. Jeder neue Abschnitt verlangte Material, das uns an allen Ecken fehlte, und besonders die Suche nach Nägeln bestimmte inzwischen einen beträchtlichen Teil unserer Tage.

    Trotzdem nahm das Camp allmählich Gestalt an, nicht zuletzt, weil uns NiggoB großzügigerweise eine LKW-Ladung an Baumstämmen und Holz vorbeibrachte. Wo zuvor nur das gelb-rote Partyzelt und die ersten Paprikapflanzen gestanden hatten, entstanden nun wieder geschützte Bereiche. Es war noch lange nicht fertig, doch zwischen Werkzeugen, Holzstapeln und halb errichteten Wänden ließ sich bereits erkennen, was daraus werden sollte.

    Bald kam auch einer unseres neuen Duos vorbei. Ich weiß nicht mehr, ob es Cypress oder Felkixwert100 gewesen war, aber er trug eine grüne Armbinde, weshalb ich ihn zuerst für einen der beiden Berezino-Boys oder das Frauele hielt.

    Ich hätte den ganzen Tag in Prigorodki weiterbauen können, doch im Norden wartete ein gelber Sarka darauf, gesichert zu werden. Ein Tauschgeschäft mit I.K.E.A, denn Jammet, Black Lion und s-tlk benötigten für ihre Touren einen eigenen fahrbaren Untersatz. Da uns kein grüner Sarka vergönnt war, waren wir auch bereit einen gelben zu erwerben. janinesta (Selina) leitete den Handel in die Wege und ich sollte das Auto an einem vereinbarten Ort nahe Stary Sobor abholen.
    Also ließ ich Hammer und Bretter vorerst zurück und machte mich auf den Weg.


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    🩹 Eine infizierte Wunde bei Rogovo

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    Zwischen Kozlovka und Zelenogorsk fand ich unetrwegs eine Olga vor einem Gemischtwarenladen stehen. Kühler, Zündkerze und Batterie fehlte, also ließ ich das Fahrzeug stehen. Ich spielte mit dem Gedanken, den roten Sarka aus Zelenogorsk wieder flott zu machen, aber erstens fanden meine Jungs die Farbe für ihr Versteck gänzlich ungeeignet und zweitens zeigten sich Spuren anderer Überlebender in und um die Stadt. Also beschloss ich, darum erst einmal einen Bogen zu machen.

    In der Gegend um Rogovo wurde mir eine kleine Unachtsamkeit beinahe zum Verhängnis. Ich hatte den Weg soweit zu Fuß zurückgelegt, aber ziemlich viel mit Infizierten zu tun. Immer wieder musste ich meine Wunden verbinden und am Ende hatte ich keine saubere Bandage mehr bei mir. Irgendwie musste meine Wunde trotzdem versorgen. Also biss ich die Zähne zusammen, zerschnitt meine blaue Armbinde und verwendete den Stoff, obwohl ich wusste, dass er dafür nicht geeignet war.

    Es kam, wie es kommen musste: Kurze Zeit später entzündete sich die Wunde.

    Es war eine jener Situationen, die leicht vermeidbar gewesen wären, wenn ich besser vorbereitet aufgebrochen wäre. Ausgerechnet ich, die sonst andere wegen verschmutzter Verbände und mangelnder Vorsicht ermahnte, stand nun selbst mit einer infizierten Wunde bei Rogovo. Medizinisches Wissen schützt eben nicht zuverlässig vor schlechten Entscheidungen, vor allem dann nicht, wenn das notwendige Material fehlt und man trotzdem weiterwill. Natürlich hatte ich auch nichts zum Desinfizieren dabei, also gab ich einen Funkspruch an meine Kollegen ab, die mit dem Auto in der Nähe auf Loot-Tour waren.

    S-TLK, janinesta (Selina) und Pinky kamen gemeinsam mit Jammet vorbei und brachten mir etwas zum Desinfizieren. Sie hätten genügend andere Dinge zu tun gehabt, denn auch sie waren unterwegs und suchten Material für unsere Baustellen. Trotzdem machten sie den Weg zu mir und halfen, bevor aus meiner improvisierten Versorgung ein größeres Problem werden konnte.

    Nachdem die Wunde gereinigt war, setzte ich meinen Weg fort. In Novy Sobor begegnete ich noch einem anderen Überlebenden, doch ich blieb auf Abstand und ging ihr eher aus dem Weg. Die Mission hatte Vorrang. Immer.

    Wenig später fand ich schließlich den gelben Sarka. Der Grund, warum ich überhaupt nach Norden aufgebrochen war.

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    🚙 Der gelbe Sarka

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    Der Sarka war da, aber in seinem Kühler befand sich kein Wasser. Ihn einfach zu starten und loszufahren hätte vermutlich nur dafür gesorgt, dass meine Freude über das neue Fahrzeug ausgesprochen kurz blieb. Also ließ ich ihn zunächst den Berg hinabrollen und nutzte das Gefälle aus, solange der Motor nicht zuverlässig betrieben werden konnte. Ich hielt am kleinen Fluss nahe Novy Sobor und füllte da meine Flasche mit Wasser, das ich sorgfältig in den Kühler kippte. Sechs Flaschen, dann war es geschafft.

    Auf dem Rückweg nahm ich außerdem ein gelbes Fass für Jammet mit. In den ersten Tagen nach dem Wipe schien sich ein erstaunlich großer Teil unseres Lebens um gelbe Fässer und die Frage zu drehen, wie man sie möglichst unbeschadet von einem Ende des Landes zum anderen brachte.

    Schließlich gelangte der Sarka nach Prigorodki. Damit besaßen wir ein weiteres Fahrzeug, das zunächst gesichert und später sinnvoll eingesetzt werden konnte. Wie lange es uns erhalten bleiben würde, wusste niemand. Für den Moment stand es jedoch im Camp, und das genügte.


    Nachdem das Fahrzeug versorgt war, zog ich erneut los, um nach Material zu suchen. Nägel waren weiterhin knapp, und die geplanten Wände würden sich nicht allein durch guten Willen errichten.

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    🧨 Challenge accepted!

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    Während meiner Suche fand ich zwei Dinge, die ich I.K.E.A vorbeibringen wollte. Und, weil janinesta (Selina) scherzte, ich würde es eh nicht schaffen ungesehen bis zu ihrer Basis zu kommen, nahm ich diese Herausforderung an. Ich schlich mich an und legte die Sachen unbemerkt in einen Lastwagen vor ihrer Baustelle. Dann lief ich gut sichtbar weg.

    Ob und wann die Jungs meine kleine Hinterlassenschaft entdecken würden, blieb abzuwarten. Während ich mich in der Nähe aufhielt, rannte ein Überlebender mit gezogener Waffe an mir vorbei. Die Jungs waren so sehr auf ihre Bauarbeiten konzentriert, dass sie von ihm zunächst kaum etwas bemerkten. Ich wusste weder, wer er war, noch was er vorhatte, und zog mich deshalb in ein Gebäude zurück. Dort konnte ich die Umgebung beobachten, ohne mich ihm offen in den Weg stellen zu müssen.

    Wenig später hörte ich WhiskeyMixer rufen, der mich wohl gesehen hatte, als ich weglief.
    Herz, ich komm jetzt rein...erschieß mich bitte nicht …

    Ich sah auf das Werkzeug in meinen Händen und musste lachen. Eine Gartenharke...

    Wie soll ich das denn machen? Mit einer Gartenharke?“, prustete ich.

    Die Anspannung löste sich, und WhiskeyMixer kam zu mir herüber. Er bot mir anschließend eine Room-Tour an, doch ich lehnte dankend ab. Je weniger ich über ihre Räume, Vorräte und Sicherungen wusste, desto besser war es für alle Beteiligten. Wissen konnte in Chernarus schnell zur Belastung werden, besonders dann, wenn Gruppen einander ohnehin aufmerksam beobachteten und jede Nähe irgendwann ausgelegt wurde.

    Also ließ ich I.K.E.A. weiterbauen und kehrte zu meiner eigenen Suche zurück.

    Am Abend fluchte NiggoB noch: "Na immerhin hat sie nichts aus dem LKW genommen, sonst hätte ich sie erschossen..."

    Nun, ich hatte Selinas Herausforderung angenommen und mein Ziel erreicht.
    Nicht ganz wie geplant, zugegeben. Aber ich war schon ein kleines bisschen Stolz darauf und reiste mit einem Grinsen fröhlich pfeifend zurück.

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    👤 Ein Namenloser am Camp

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    In Prigorodki arbeitete ich noch eine Weile weiter. Ich suchte beinahe verzweifelt nach Nägeln und schaffte es schließlich, die geplanten Wände zu errichten. Kaum waren sie fertig, erschien ein stilles Bambi am Camp.

    Ich fragte nach seinem Namen, erhielt jedoch keine Antwort. Als ich wissen wollte, ob es überhaupt mit mir sprechen wollte, schüttelte es den Kopf. Schließlich fragte ich, ob es lieber inkognito bleiben wollte, woraufhin es so heftig nickte, dass wenigstens daran kein Zweifel bestand.

    Ich drängte es nicht weiter. Es war zwar frustrierend, aber wer ohne Namen und ohne Worte durch Chernarus ziehen wollte, hatte vermutlich seine Gründe, auch wenn ich sie nicht kannte.
    Also wünschte ich ihm viel Glück und sah zu, wie es in Richtung Chernogorsk davonlief.

    Kurz darauf tauchten Jannnik und Ikarus_98 (Pascal) mit einem Lastwagen am Camp auf. Jannnik legte sich, müde von seiner Tour am Camp schlafen, während Ikarus_98 (Pascal) weiterziehen wollte. Ich berichtete ihm von dem namenlosen Bambi und warnte ihn, aufmerksam zu bleiben. @Iakrus (Pascal) bedankte sich und fuhr weiter.

    Vielleicht war der Fremde vollkommen harmlos. Schweigen allein machte niemanden gefährlich, und sein Wunsch, unerkannt zu bleiben, musste nichts mit uns zu tun haben. Dennoch blieb ein ungutes Gefühl zurück. In der vergangenen Season hatte ich zu oft erlebt, dass ein freundlicher erster Eindruck oder eine hilfsbedürftige Erscheinung wenig darüber sagte, weshalb jemand tatsächlich an ein Camp gekommen war.

    Ich wollte ihn deshalb nicht verurteilen. Vollkommen ignorieren konnte ich ihn aber ebenso wenig.

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    👣 Die Spur in Chernogorsk

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    Später kehrte ich zum Militärgebiet in Chernogorsk zurück, um einige Sachen zu holen, die ich dort zurückgelassen hatte. Meine Hände waren zuvor durch zwei Tarnnetze belegt gewesen, die ich eingesammelt hatte, sodass ich nicht alles hatte mitnehmen können. Außerdem wollte ich E.C.H.O. ein Paar grüne Dschungelstiefel mitbringen.

    Bereits bei den Militärzelten hatte ich bemerkt, dass jemand vor mir dort gewesen war. Die Spur führte in Richtung Chernogorsk und schien dem Lastwagen von Ikarus_98 (Pascal) zu folgen, der die Route in den Westen genommen hatte. Ob es tatsächlich das stille Bambi war, wusste ich nicht, doch der zeitliche Zusammenhang machte mich vorsichtig.

    Ich gab einen einzelnen Schuss mit meiner Mosin ab. Ein Signal. Wenig später tauchte tatsächlich WhiskeyMixer auf, der auf Loot-Tour gewesen war und ich warnte auch ihn vor dem merkwürdigen Fremden. Er nahm den Hinweis ernst, versprach aufmerksam zu bleiben und bedankte sich.

    Mehr konnte ich in diesem Moment für beide Seiten nicht tun. Ich kannte weder den Namen des Bambis noch seine Absichten, und solange es niemanden bedrohte, gab es keinen Grund, es zu verfolgen oder aufzuhalten. Trotzdem erschien es mir richtig, die anderen zu informieren. Egal, wer das stille Bambi gewesen war, ich wollte weder dass er versehentlich auf jemanden von I.K.E.A. schoss, noch dass er von I.K.E.A. einfach getötet wurde. Die Zeiten waren aufwühlend und die Hand allzu schnell am Abzug. Vorsicht bedeutete nicht zwangsläufig, jemanden schuldig zu sprechen. Manchmal bedeutete sie lediglich, einander nicht blind in eine unbekannte Situation laufen zu lassen.


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    📻 Gerüchte im Funk...

    Im Laufe des Tages hörten wir außerdem Gerüchte, dass Rheingauer! und Stimmuuung wieder in der Gegend sein sollten. Ob daran etwas stimmte, konnten wir nicht sagen. Niemand von uns hatte sie selbst gesehen, und verlässliche Informationen gab es nicht. Deshalb blieb es zunächst bei einem Gerücht und der vorsichtigen Hoffnung, bald mehr zu erfahren.

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    🌅Gedanken zum Schluss

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    Am Abend standen in Prigorodki weitere Wände, das Kochhaus besaß ein Tor. In Berezino hatte The_GraveDigger mit seinem Tower begonnen, während TomTeeJay einen Unterstand errichtet und Nägel gespendet hatte. Ein gelber Sarka hatte seinen Weg über einen Berghang bis zu uns gefunden.

    Dazwischen lagen viele kleine Begegnungen, deren Bedeutung ich noch nicht einschätzen konnte. Ein bewaffneter Fremder war an mir vorbeigelaufen, ein namenloses Bambi hatte jedes Gespräch abgelehnt, und irgendwo in der Gegend sollten Rheingauer! und Stimmuuung unterwegs sein. Vielleicht würden sich manche dieser offenen Fragen schon am nächsten Tag beantworten. Vielleicht blieben sie noch lange bestehen.

    Was mir von diesem Tag vor allem beibt, ist jedoch die Erinnerung an vier Menschen, die ihre eigenen Wege unterbrachen, um mir bei Rogovo etwas zum Desinfizieren zu bringen. Ich hatte mich schlecht vorbereitet und dafür beinahe einen hohen Preis bezahlt. Sie hätten mich dafür tadeln können, doch zunächst halfen sie mir, und genau diese Selbstverständlichkeit berührt mich mehr als jeder Nagelfund.


    Unsere Camps wuchsen heute sichtbar. Was sie tragen wird, entstand allerdings zwischen den Menschen, die Baumaterial teilen oder einem Hilferuf folgten.

    Die Fundamente sind gelegt. Wie stabil sie wirklich sind, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.


    Gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    💛 Herzenssache – Tagebuch 1.29/2

    Disclaimer


    ⚠️ Hinweis: ⚠️
    Diese Geschichte basiert auf losem Rollenspiel oder Ereignisse auf dem Germandayz.gg Vanilla Chernarus Server in der Version 1.29/2.
    Die Informationen in meinen Berichten basieren ausschließlich auf dem, was meine Figur im Spiel selbst sieht, hört oder von anderen Überlebenden erzählt bekommt.

    Ich habe keinen Zugang zu Admin-Logs, keine Sonderrechte im Spiel und kann daher keine "unsichtbaren Wahrheiten" sehen. In meinen Event-Streams (auf dem GDZ-Twitch-Kanal) verfüge ich zwar über eine freie Kamera, doch im regulären Spiel habe ich diese Möglichkeit bewusst nicht. Wenn also im Rahmen der Geschichte jemand beschuldigt wird, etwas getan zu haben, oder Ereignisse geschildert werden,
    geschieht dies stets aus der Perspektive meiner Spielfigur Herz.
    Ergänzt wird dies durch das, was andere mir berichten und was man sich zusammenreimt.
    Wo ich nicht sicher sein kann, versuche ich dies kenntlich zu machen (z. B. durch Formulierungen wie "vermutlich", "angeblich" oder "man erzählt sich…")
    – denn manchmal bleibt Chernarus einfach ein Mysterium.

    Sollte sich etwas nachträglich als falsch oder missverständlich herausstellen, lasse ich mich gerne korrigieren und stelle die Dinge dann auch richtig.
    Ich bin immer bereit, Berichte zu überarbeiten oder zu ergänzen, wenn dies dem gemeinsamen Storytelling dient.

    Eine Anamerkung zur Transparenz: Zwecks Lesefluss verwende ich beim Verfassen ein KI-Tool als Werkzeug.
    Das hilft mir dabei, euch nicht mit zu viel Text zu belasten, denn ich nehme das Feedback ("Herz! Das ist zu viel... das liest doch keiner!") zu Herzen und da hilft mir das Werkzeug, Dopplungen zu vermeiden.
    Dennoch sind die Notizen, Gedanken und Worte meine eigenen und sorgfältig ausgewählt.

    Ich nehme jede Rückmeldung ernst und passe Dinge respektvoll an.
    Niemand ist verpflichtet, Teil meiner Erzählungen zu sein.
    (Es ist freiwillig. So wie sich hier im Forum anzumelden oder Nr. 371 beim Baustämmeschleppen zu helfen...)

    Diese Texte sollen Freude bereiten, das Gemeinschaftsgefühl stärken
    – und manchmal auch einfach nur unterhalten, während man irgendwo frierend in einem Busch liegt und eine fremde Basis observiert oder sich gerade in der warmen Küche im echten Leben etwas zu Essen kocht...

    Wenn etwas nicht passt:
    Ich ändere es schnellstmöglich. Versprochen :)

    Danke für euer Vertrauen und Verständnis. ~Herz ❤️

    Freitag, 14.08.2026 – Tag 001: Wieder von vorne...

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    Hallo ihr Lieben,

    ein Wipe setzt die Welt zurück. Er entfernt Basen, Fahrzeuge, Vorräte und all die Dinge, die wir über viele Wochen gesammelt haben.
    Plötzlich stehen wir wieder mit leeren Händen an der Küste und freuen uns über einen Apfel, einen kleinen Stein oder eine Jacke, die wenigstens nicht vollkommen durchnässt ist.

    Unsere Erinnerungen verschwinden dabei allerdings nicht.

    Wir nehmen mit, wem wir vertrauen, wen wir vermissen und bei wem wir inzwischen genauer hinsehen. Auch die Orte bleiben nicht einfach leer. In Prigorodki standen zwar keine Mauern mehr, aber für mich war dort noch immer das Camp. Dort hatten Menschen Schutz gefunden, miteinander gegessen, gestritten, gelacht und einander geholfen. Dort waren allerdings auch Dinge geschehen, die ich nicht vergessen konnte.

    Vielleicht wollte ich deshalb so schnell wie möglich zurück. Nicht, um die Vergangenheit wiederherzustellen, sondern um erneut einen Ort zu schaffen, an dem Neuankömmlinge wenigstens etwas zu essen und eine erste Hilfe bekommen konnten. Ich hatte mir vorgenommen, wieder häufiger mit meinen Leuten loszuziehen und Chernarus einfach geschehen zu lassen. Trotzdem wusste ich schon vor meinem Erwachen, dass mein erster Weg wieder nach Prigorodki führen würde.

    Zunächst musste es der neuen Welt allerdings gelingen, überhaupt neu zu werden.

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    🔥 Zweimal neu und einmal Höllenloch

    Der Wipe begann mit einigen Schwierigkeiten. Die alten Basen und Fahrzeuge standen zunächst noch immer an ihren Plätzen, obwohl sie längst hätten verschwunden sein sollen.
    Also kam auf den Wipe wohl nochmals ein zweiter. Als ich schließlich die Augen öffnete, erkannte ich meine Umgebung sofort: Svetlojarsk. Das Höllenloch.

    Ausgerechnet dort hatte ich bereits zu Beginn der vergangenen Season gestanden. Chernarus besaß offenbar eine eigene Vorstellung von Tradition und fand, dass ein Neubeginn für mich grundsätzlich in Svetlojarsk beginnen sollte. Meine Begeisterung hielt sich entsprechend in Grenzen.

    Doch lange musste ich mich darüber nicht ärgern. Es folgte ein weiterer Neustart, und die Welt verschwand noch einmal. Beim nächsten Erwachen lag Solnichniy vor mir. Es war noch immer nicht Prigorodki, doch nach Svetlojarsk fühlte sich beinahe jeder andere Ort einladend an.

    Mein Ziel stand fest: Ich wollte nach Süden, aber dafür brauchte ich zunächst Nahrung und wenigstens ein einfaches Werkzeug. Außerdem hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, an dem Ort, an dem ich erwachte, meinen ersten Unterstand zu bauen. So war es Tradition.
    Also sammelte ich Äpfel und suchte nach kleinen Steinen, aus denen sich ein Messer herstellen ließ. Der große Wiederaufbau der Samariter begann damit, dass ich hungrig über den Boden kroch und hoffte, zwischen den Häusern einen geeigneten Kiesel zu finden.

    Eigentlich war das sogar ganz beruhigend. Am ersten Tag besaß kaum jemand viel, und jede Kleinigkeit hatte wieder einen Wert. Ein Apfel war eine Mahlzeit, ein Stein ein Werkzeug und ein roter Pullover beinahe schon eine vollständige Identität.

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    🥊 Die ersten Begegnungen

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    An der Küste traf ich einen Unbekannten von DeerIsle und Snickers. Für längere Begrüßungen blieb uns wenig Zeit, denn ein Bambi in einem hellgrauen T-Shirt ging plötzlich auf Snickers los und schlug ihn K.O.
    Warum er ihn angriff, wusste ich nicht. Er sprach nicht mit uns und ließ sich auch nicht davon abbringen. Der Unbekannte von DeerIsle, dessen Namen ich im Eifer des Gefechts nicht recht verstanden hatte, hlaf mir den Angreifer von Snickers wegzutreiben.

    Wir verteidigten uns gemeinsam und brachten den Angreifer schließlich zu Boden.

    Für das Protokoll möchte ich ausdrücklich festhalten: Ich habe ihn nicht getötet. Ich war lediglich an der gemeinschaftlichen und ausgesprochen nachdrücklichen Verteidigung von Snickers beteiligt. Mein Begleiter von DeerIsle gab den entscheidenden Schlag. Keuchend stand ich über den am Boden liegenden.

    Damit war die neue Season nur wenige Augenblicke alt und hatte bereits ihren ersten Faustkampf hervorgebracht. Manche Dinge brauchten offenbar weder Ausrüstung noch Vorbereitung, um einen Wipe zu überstehen. Wir ranimierten Snickers und schließlich trennten sich unsere Wege.


    Kurz darauf begegnete ich in der Stadt @Visier und wir grüßten uns Freundlich. Wir trafen einen Neuen namens Alex und 13monk12, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon einen Boxkampf hinter sich hatte. Während einige von uns noch Steine für ein Messer suchten, hatten andere ihre Fäuste bereits erfolgreich erprobt.

    Zwischen all diesen Begegnungen bekam ich von einem Freund des The_GraveDigger eine rote Sanitäterjacke. Natürlich hing meine Aufgabe als Samariterin nicht an einem Kleidungsstück. Trotzdem fühlte ich mich darin wieder mehr wie ich selbst. In dieser Welt genügte manchmal ein roter Stofffetzen, um sich wieder ein wenig zu Hause zu fühlen.

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    🚙 Rio und das "blaue Wunder"

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    Dann tauchte Rio auf und zweigte mir etwas, womit ich an diesem Tag noch nicht gerechnet hatte: einen fahrbereiten blauen Gunter. Abgestellt vor der Klinik in Solnichniy.

    Während die meisten Überlebenden noch an der Küste nach Essen und brauchbarer Kleidung suchten, stand plötzlich ein vollständiges Auto vor mir. Es hatte Räder, die notwendigen Fahrzeugteile und ließ sich tatsächlich starten. Am Wipe-Day grenzte das bereits an ein kleines Wunder. Der blaue Gunter hatten bei uns eine gewisse Tradition. Er fand als "HERBERT" früher oder später seinen Weg zu janinesta (Selina). In diesem Fall wohl eher früher, Rio sei Dank.
    Wie lange "HERBERT" in Chernarus überleben würde, ließ sich nicht sagen. Bei Fahrzeugen stellte man solche Fragen besser nicht. Für den Moment fuhr er, und das war alles, was zählte.

    Bevor 13monk12 und ich nach Süden in Richtung Prigorodki aufbrachen, wollte ich in Solnichniy noch einen Unterstand als Zwischenlager errichten. Dafür benötigte ich fünfzig lange Stöcke. Solange man diese Zahl nur ausspricht, klingt sie durchaus machbar. Nachdem man eine Weile Büsche bearbeitet, Stöcke herangeschleppt und sich immer die Hände verbunden und nachgezählt hat, entwickelt man allerdings eine sehr persönliche Beziehung zur Zahl fünfzig...


    13monk12blieb bei mir und leistete mir Gesellschaft.
    Als der Unterstand endlich stand, machten wir gemeinsam ein Beweisfoto mit Rio. Nach all der Arbeit sollte wenigstens dokumentiert sein, dass dieses Bauwerk tatsächlich existierte.

    Dann stiegen wir in "HERBERT" ein und machten uns auf den Weg nach Süden. janinesta (Selina) würde Augen machen!


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    🏕️ Die Rückkehr nach Prigorodki

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    Als ich Prigorodki erreichte, war ich nicht die Erste. Cable98 (Tom) hatte bereits ein gelb-rotes Party-Zelt aufgestellt und Paprika angepflanzt. Während ich noch mit meiner roten Jacke und fünfzig Stöcken beschäftigt gewesen war, betrieb er praktisch schon wieder Landwirtschaft.

    Der Anblick tat gut. Das alte Camp war verschwunden, doch an seiner Stelle entstand bereits etwas Neues. Es war noch klein und provisorisch, aber Prigorodki war nicht leer.

    Kurz darauf traf janinesta (Selina) ein und übernahm freudestrahlend ihren "HERBERT". Der blaue Gunter war damit angekommen, wo er vermutlich von Anfang an hingehört hatte. Ich kümmerte mich derweil um den Ausbau des "Pitstops" und begann mit den ersten Arbeiten am eigentlichen Camp.

    Am Camp wurde viele Stimmen laut. Zahlreiche Leute kamen und gingen, sodass ich den Überblick schnell verlor. Aber Prigorodki lebte und atmete wieder und das zählte für mich.

    Auch NiggoB schaute vorbei und gab mir einige Tipps zu Zahlenschlössern am nahe gelegenen Zugwrack. Gerade zu Beginn einer Season war ein gutes Schloss beinahe so wertvoll wie das, was man damit sichern wollte.

    Leider schien das noch jemand zu wissen. Wenig später bemerkte ich, dass ein vierstelliges Zahlenschloss aus dem Camp verschwunden war. Ich verdächtigte ein stummes Bambi, das sich zuvor auffällig verhalten hatte. Beweisen konnte ich ihm allerdings nichts. Vielleicht hatte ich recht, vielleicht war ich inzwischen einfach vorsichtiger geworden.

    Ein ungutes Gefühl war noch kein Beweis, auch wenn es sich gelegentlich sehr überzeugend anfühlte. Aber als ich den Fremden zur Rede stellte und nach dem Zahlenschloss fragte, legte er bedingungslos und schweigend alle seine Sachen ab. Darunter fand sich kein Zahlenschloss. Also ließen wir ihn ziehen. Ganz aus den Augen verlor ich ihn dabei trotzdem nicht.

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    🔨 Ein erstes Geschäft mit I.K.E.A.

    Im Laufe des Tages fuhr die I.K.E.A.-Truppe mit einem roten Gunter vor. Unter ihnen waren WhiskeyMixer und @Jannnick. Die Begegnung verlief respektvoll, doch eine gewisse Anspannung war spürbar. Wir kannten einander und wussten, dass ein Wipe zwar Gebäude entfernen konnte, aber nicht automatisch alles ausräumte, was zwischen Menschen stand. Ein Neustart hier war immer rau, aber die beiden ließen es nicht an Herzlichkeit vermissen.

    Sie suchten eine LKW-Batterie und Nachtsichtgeräte. Beides konnte ich ihnen nicht anbieten. Trotzdem fanden wir eine andere Grundlage für ein Geschäft: I.K.E.A. überließ mir den roten Gunter, und ich versprach ihnen im Gegenzug einhundert Nägel. Ein Freundschaftspreis.

    So wurde aus dem Fahrzeug das "I.K.E.A.-Mobil", das zu gegebener Zeit seinen Namen bekommen sollte.

    Damit besaß das Camp am ersten Tag bereits zwei Autos und ich ein Lieferproblem in Höhe von einhundert Nägeln. Andere Menschen begannen eine neue Season mit einer Apfelplantage.
    Ich begann sie offenbar mit langfristigen Handelsverpflichtungen.

    Trotz der vorsichtigen Stimmung empfand ich den Tausch als gutes Zeichen. Es genügte, respektvoll miteinander zu sprechen, eine Vereinbarung zu treffen und sich daran zu halten.


    🚕 Der erste Taxidienst

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    Browney und "Wolfi" kamen später ins Camp. Beide waren noch relativ neu in unserem Chernarus, also versorgte ich sie zunächst mit gegrillten Paprika. Danach bot ich ihnen an, sie mit dem roten Gunter ein Stück ins Landesinnere zu bringen.

    Das I.K.E.A.-Mobil trat damit seinen ersten Dienst als Bambi-Taxi an.

    Ich fuhr Browney und "Wolfi" sicher bis in die Gegend zwischen Stary Sobor und Rogovo. Von dort wollten sie ihr Glück selbst versuchen. Vielleicht würden wir sie bald wiedersehen, vielleicht erst Wochen später oder gar nicht. Viele Wege begannen am Wipe-Day gemeinsam und trennten sich ebenso schnell wieder.

    Immerhin mussten ihre ersten Kilometer nicht hungrig und zu Fuß beginnen.

    Genau für solche Begegnungen wollte ich das Camp wieder aufbauen. Es ging nicht nur um Mauern, Zelte und Vorräte.
    Manchmal reichten ein paar gegrillte Paprika und eine Fahrt im roten Gunter, um jemandem den Start ein wenig leichter zu machen.

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    🏹 Mein Fund in Zelenogorsk

    Später wagte ich die Fahrt nach Zelenogorsk. Der Weg dorthin war nicht ungefährlich, doch die Stadt selbst lag überraschend ruhig vor mir. Die riesige Basis von CHAOS, die dort in der vergangenen Season gestanden hatte, war verschwunden. Es war ungewohnt, Zelenogorsk wieder so leer zu sehen. Gleichzeitig genoss ich es, mich verhältnismäßig frei bewegen zu können. Zwar vorsichtig, aber frei.

    Dort fand ich schließlich mein persönliches Highlight des Tages: eine Armbrust.

    Andere hätten sich vielleicht mehr über ein Sturmgewehr gefreut. Ich stand zwischen den verlassenen Gebäuden und war mit meiner Armbrust vollkommen zufrieden. Zusammen mit der roten Sanitäterjacke fühlte sie sich beinahe wie ein weiterer Teil meiner alten Ausrüstung an, der seinen Weg zu mir zurückgefunden hatte.

    Außerdem entdeckte ich eine Olga, die fast fahrbereit war. Ich nahm vorsorglich ihren Kühler mit, denn The_GraveDigger arbeitete ebenfalls an einem roten Gunter und konnte ihn gut gebrauchen.

    Auf dem Rückweg hielt ich noch am Brunnen in Pavlovo. Dort fand ich eine Zeltplane und eine Jäger-Hose. Es waren keine spektakulären Schätze, doch am ersten Tag freute man sich über Dinge, an denen man wenige Wochen später vermutlich achtlos vorbeigegangen wäre.

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    🧸 Spenden und Rios Erste Hilfe

    Als ich nach Prigorodki zurückkehrte, war das Camp wieder ein Stück gewachsen. Cobaltblau;P brachte uns eine Mosin und Nägel. S-TLK und Pinky unterstützten uns beim Transport eines gelben Fasses. Fässer besaßen in Chernarus die erstaunliche Fähigkeit, mehrere Menschen über längere Zeit zu beschäftigen, obwohl sie eigentlich nur von einem Ort zum anderen gebracht werden mussten...

    Auch Rio kam erneut vorbei. Diesmal brachte er Teddys und Draht mit. Außerdem erzählte er mir von einer brenzligen Begegnung mit jemanden, den wir "den Pinguin" nannten. Der Pinguin war ihm offenbar beinahe direkt vor die Füße getreten. Rio hatte zweimal auf ihn geschossen, ihn anschließend jedoch verbunden und dadurch verhindert, dass er an den Verletzungen starb.

    Ich war bei dieser Begegnung nicht dabei und konnte nur wiedergeben, was Rio mir später erzählte. Warum er sich am Ende entschied, sein Opfer zu retten, wusste ich nicht. Vielleicht hatte der erste Schreck nachgelassen. Vielleicht tat es ihm leid. Vielleicht wollte er von Anfang an nur verhindern, dass der Fremde ihm zu nahe kam, und hatte die Situation falsch eingeschätzt.

    Das Ergebnis war jedenfalls eine sehr chernarussische Form der medizinischen Versorgung: erst zwei zusätzliche Löcher verursachen und sich danach gewissenhaft darum kümmern, dass der Patient nicht an ihnen verblutete.

    Pinguin lebte noch. Manchmal musste das als Ausgang einer Begegnung genügen.

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    🧱 Die erste Wand

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    Zum Abschluss des Tages stand dann nach einigen Stunden an Arbeit tatsächlich die erste Holzwand des neuen Hauptcamps vor mir.

    Ich schlug die letzten Nägel mit meinem Fleischklopfer und einem demolierten Beil hinein. Ein vernünftiger Baumeister hätte vermutlich einen Hammer verwendet. Nach fünfeinhalb Stunden war mir jedoch jedes Werkzeug recht, solange es die Nägel zuverlässig ins Holz brachte.

    Die Wand war noch kein Camp. Um sie herum fehlten weitere Zäune, Tore, Unterstände und fast alle Vorräte, die dort eines Tages lagern sollten. Trotzdem betrachtete ich sie einen Moment lang mit einem gewissen Stolz.

    Sie war vielleicht nicht schön und schon gar nicht beeindruckend. Aber sie stand. Anschließend konnten wir auch das Autozelt aufstellen, das wir als Spende bekommen hatten.

    Und irgendwo musste jedes Camp beginnen.


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    🌅Gedanken zum Schluss

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    Als ich mich nach fünfeinhalb Stunden endlich zurückzog, war ich müde, aber glücklich. Wir hatten ein gelb-rotes Party-Zelt, Paprikapflanzen, ein gelbes Fass, einige gespendete Nägel, ein paar Unterstände und die erste Wand von Prigorodki sowie ein Wagenzelt. In Solnichniy stand ein Unterstand, für den ich mühsam fünfzig Stöcke gesammelt hatte. janinesta (Selina) hatte ihren "HERBERT", das Camp sein "I.K.E.A.-Mobil" und ich endlich wieder eine Armbrust.

    Vor allem waren viele Menschen zurückgekehrt.

    Rio, Cable98 (Tom), janinesta (Selina), 13monk12, Interception, Cobaltblau;P S-TLK, Pinky und all die anderen hatten auf ihre Weise etwas zu diesem ersten Tag beigetragen. Zwei neue Überlebende namens Browney und "Wolfi" hatten etwas Warmes zu essen und eine sichere Fahrt ins Landesinnere bekommen. Mit I.K.E.A. war ein friedlicher Handel möglich gewesen. Selbst eine Begegnung, die mit zwei Schüssen begonnen hatte, endete damit, dass jemand verbunden wurde und weiterleben durfte.

    Ein Wipe machte aus uns keine neuen Menschen. Er nahm uns weder unsere Erfahrungen noch unsere Fehler ab. Vielleicht lag genau darin aber auch etwas Gutes, denn ebenso blieben unsere Freundschaften, unsere Hilfsbereitschaft und die Erinnerung daran erhalten, weshalb wir bestimmte Orte immer wieder aufbauten.

    Prigorodki bestand an diesem Abend erst aus wenigen Dingen und einer einzigen Wand. Für mich war es trotzdem wieder ein Camp.

    Nicht wegen dessen, was bereits dort stand, sondern wegen der Menschen, die gekommen waren.

    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold 💛


    🎞️ Video-Stream vom 14.08.2026:

    ⚒️DayZ mit Herz-Alles weg. Und jetzt? Neustart in Chernarus (Herzzeit-Spezial #032) #gdz #dayz
    Hallo ihr Lieben,Der Wipe ist durch – Chernarus steht wieder auf Anfang. Keine Vorräte, keine Camps, keine Sicherheiten. Nur ein leerer Rucksack und die Frag...
    youtube.com

    🎯 8. Runde 🎯
    LKI – "Lass Krachen In..." miez AIRDROP -
    (Okay, okay..... es wird halt wieder mal ein "manueller" Airdrop... 😉)

    Dein wöchentliches PvP-Feuerwerk auf GermanDayZ.gg

    📅 Freitag, 21.08.2026 | 🕣 20:30 – 23:59 Uhr (Vanilla Chernarus)

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    🔥 Was ist LKI? (für alle, die gerne in den Archiven von GDZ stöbern: So ist es entstanden...)

    Einfach erklärt: PvP, pur und ohne Kompromisse.

    Scopes geputzt? Magazine voll? Rucksack mit Loot? Dann los – ballern, was das Zeug hält!

    Merkt euch Freitagabend mal 20:30 Uhr vor.

    Ganz unkompliziert:

    • Wer kommt, kommt.
    • Wer nicht kommt, hat entweder gute Gründe… oder Angst.
      Im schlimmsten Fall beides. 👀

      Ablauf:
    • 📍 Der Ort wurde aus 35 Möglichkeiten ausgelost und wird nach und nach per Servernachricht in mehreren Schritten bekanntgegeben.
      • 20:30 – Eventstart
      • 20:35 – Erste Sichtung des Helikopters per Chatnachricht auf dem Server
      • 20:40 – Angabe der groben Flugrichtung per Chatnachricht auf dem Server
      • 20:50 – Weitere Positionsmeldung per Chatnachricht auf dem Server
      • 21:00 – Radarkontakt verloren
      • 21:10 – Explosionen gemeldet
      • 21:20 – Absturz bestätigt und benannt per Chatnachricht auf dem Server

    • 🏃‍➡️ Ihr begebt euch zum Zielgebiet
    • 🎯 Das Zielgebiet wird mit einem Reifenfeuer und einem abgestürzten Heli markiert.
    • 🔫Ihr kämpft für die Kills und die Kisten (und natürlich für den Spaß...)
    • 🪙 Der Pilot hat mit letzter Kraft den Loot teilweise versteckt. Bringt ne Schaufel oder sowas mit zum Ausgraben ;)


    🏆 Was gibt es zu gewinnen?

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    • Derjenige mit den meisten Kills im Eventgebiet (Radius 3km um die Absturzstelle) wird zum Schützenkönig
      und erhält für dieses Event die Forentrophäe "Deathmatch-Sieger" in Bronze.
    • Überraschungsloot, sowie Südfruchte ;) Schnappt sie euch alle! Am Ende der Season werden die Spieler bzw. die Fraktion/Gruppe mit den meisten vorzeigbaren Südfrüchten mit einer Trophäe belohnt.
    • Ruhm und Ehre
    • Und hoffentlich eine Geschichte, die man noch lange erzählt!


    Und aufgrund einiger Nachfragen hier unsere FAQ:

    ❓ FAQ – „Lass krachen in… RELOADED“

    🔸 Muss ich mich anmelden?
    Nein. Einfach auftauchen, kämpfen oder sterben. Ganz unkompliziert.

    🔸 Was genau ist das Event eigentlich?
    Im Prinzip ist es ein manueller Airdrop auf Vanilla:
    Hinrennen, die Kiste sichern, andere nicht an sich vorbeilassen – und dabei möglichst selbst am Leben bleiben.

    🔸 Muss ich die Kiste looten?
    Nein. Du kannst auch einfach nur fürs PvP und Chaos erscheinen. Niemand zwingt dich, die Kiste anzufassen.

    🔸 Was ist in der Kiste?
    Überraschungsloot. Mal mehr, mal weniger wertvoll. Genaues wird vorher nicht verraten.
    Es gibt aber eine Chance auf besondere Items, die man so im "normalen" Spielverlauf nicht bekommen kann.

    🔸 Wie gewinnt man?
    Im Forum wird der „Schützenkönig“ mit den meisten bestätigten Kills im Eventzeitraum aufgelistet. Zusätzlich werden die Killlogs veröffentlicht.

    🔸 Kann man nicht einfach warten bis andere die Kiste looten und sie dann erschießen?
    Doch. Und genau deshalb wird das Ganze vermutlich komplett eskalieren. ;)

    🔸 Darf ich im Team spielen?
    Ja. Solo, Duo oder Gruppe – alles erlaubt.

    🔸 Darf gecampt, gesniped oder Hinterhalt gelegt werden?
    Ja. Das Event ist bewusst offen gehalten. Solange die allgemeinen GDZ-Regeln eingehalten werden, ist nahezu jede Spielweise erlaubt.

    🔸 Wann wird das Zielgebiet bekanntgegeben?
    Nicht sofort.
    Der Eventablauf simuliert einen Helikopterflug und späteren Absturz.

    Die ersten Meldungen starten bereits vor 21 Uhr.
    Erst um 21 Uhr wird das konkrete Zielgebiet bekanntgegeben.

    🔸 Sieht man ingame, wo das Event stattfindet?
    Ja und nein.

    Es gibt:

    • Chatmeldungen im Spiel unten links
    • eine Rauchseule an der Absturzstelle (ähnlich den dynamischen Heli-Crashes)
    • Eine Kartenmarkierung oder Modded-Airdrop-Anzeige gibt es nicht. Es bleibt Vanilla.

    🔸 Was ist, wenn ich die Rauchsäule nicht sehe?
    Dann musst du näher ran und suchen. 😉

    Genau darum geht’s:
    Das Event soll kein Sniper-Schach werden, sondern Bewegung erzeugen.

    🔸 Wo erscheinen die Eventmeldungen?
    Im normalen Vanilla-Chat unten links.
    Also Augen offen halten.

    🔸 Wie groß ist das Eventgebiet?
    Der aktive Bereich umfasst ungefähr 1 km* rund um die Absturzstelle.

    🔸 Was passiert nach dem Tod?
    Es gelten die normalen Vanilla-Spawnmechaniken. Wer stirbt, spawnt ganz normal an der Küste und muss selbst entscheiden, ob er zurückläuft oder sein Schicksal akzeptiert.

    🔸 Gibt es Base-Raids oder Sonderregeln während des Events?
    Nein. Es gelten weiterhin die normalen GDZ-Serverregeln.

    🔸 Wird das Event gestreamt?
    Das hängt davon ab, wie es zeitlich klappt. Falls ja wird es beim germandayz-Twich Kanal (

    Externer Inhalt www.twitch.tv
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    ) übertragen. Streamsniping nicht erlaubt!

    🔸 Werden alle möglichen Eventorte verraten?
    Nein. ;)
    Ein paar Überraschungen müssen für zukünftige „Lass krachen“-Events ja noch bleiben.

    🔸 Warum findet das Event überhaupt statt?
    Weil Sommerloch ist.
    Und weil manche Menschen zu viele Waffen und zu viel Zeit besitzen.

    *Die genaue Zahl kann variieren, je nach Spielgeschehen.

    [gdz]Fraktionen auf Vanilla Chernarus 1.29/2[gdz]

    Hallo ihr lieben Überlebenskünstler da draußen!

    In Anlehnung an Zoppel s legendäres Fraktionsthema auf den Modded-Servern, das Smokey Eyes und Vivi übernommen haben,

    findet ihr hier eine Übersicht der aktuell aktiven Gruppen, Fraktionen und Institutionen auf unserem GDZ Vanilla Server – inklusive ihrer Ansprechpartner.


    Viele dieser Gruppen haben eine eigene Geschichte, die ihr unter Community Storys Vanilla nachlesen könnt.

    Die Kriterien fürs Gelistet werden haben sich in dieser Season etwas geändert.
    Wenn ihr auf der Liste erscheinen wollt, müsste ihr eine Institituions-, Gruppen- bzw. Fraktionsaufgabe lösen und somit zeigen, dass ihr verlässlich "da" seid.
    Die Deadline für die Season 1.29/2 endet am 13.09.2026.

    Falls ihr als neue Gruppe, Instituiton oder Fraktion gelistet werden möchtet, ist das nur noch zu Beginn der neuen Season möglich.
    Alte Gruppen oder Fraktionen können sich beim Wunsch auf Reaktivierung bei mir melden.

    ~ ~ ~

    Vielen Dank an alle, die sich hier öffentlich präsentieren möchten! Davon lebt unser Server und unsere Geschichten :)

    Ein Teil der Spielerschaft bleibt jedoch auch bewusst im Hintergrund – sei es als Einzelspieler, kleine Gruppe oder loser Zusammenschluss.

    Diese Akteure kommen und gehen, manche sind schon länger dabei, wollen aber nicht öffentlich in Erscheinung treten.

    Sie werden im Rahmen meiner serverweiten Erzählungen genannt, aber hier nicht explizit als aktiver Clan oder Gruppe aufgeführt.
    Als "Stimmen aus dem Untergrund" zählen sie zusammen zur sogenannten Dunkelziffer.

    Ob sichtbar oder im Verborgenen: Wir alle prägt den Server auf unsere eigene Weise. Vielen Dank dafür! :)

    Wo wir dann auch schon zur Auflistung der jeweiligen Rubriken für die Season 1.29/2 kommen.
    Auf Geht's!


    Institutionen:


    Zitat

    Institutionen

    Das sind Organisationen oder Einzelspieler, die unabhängig von Fraktionen oder sogar fraktionsübergreifend handeln. Sie übernehmen eine feste Aufgabe zum Wohle des Servers bzw. der Gemeinschaft – dauerhaft und verlässlich. Dabei ist die Anzahl der Mitglieder egal – wichtig ist nur, dass die Aufgabe erfüllt wird.


    ⛑️Die Samariter von Chernarus (SvC)


    Die Samariter von Chernarus

    Bambi_Samariter_small.gif

    Wir, die "Samariter von Chernarus", sind eine Gruppe von Spielern in Chernarus, die sich darauf spezialisiert haben, anderen Spielern zu helfen. Wir versorgen Freshspawns (aka "Bambis") an den eigens dafür gerichteten Bambi-Auffanglagern an der Küste, aber auch Neulinge und erfahrene Spieler erhalten gerne Ausrüstung und Tipps. Wir stehen als Ansprechpartner für Fragen und Unterstützung zur Verfügung. Auch wenn der Finger am Abzug vieler in Chernarus meist locker sitzt, so sind wir in der Regel friedfertig und versuchen Begegnungen zunächst mit Worten zu lösen.

    • Wir bleiben in der Regel neutral
    • Wir reden zuerst
    • Wir sind keine Söldner, die für andere kämpfen
    • Wir helfen jedem, der unsere Hilfe benötigt (außer, er oder sie versucht sie zu töten... dann wünsche wir den Betroffenen schonmal die Salmonellen an den Hals...)
    • Wir haben Freunde und Unterstützer in Chernarus und wollen auch genau das für andere sein
    • Auch zur Vermittlung bei Konflikten werden wir uns gerne beteiligen, sofern Bedarf besteht

    Unsere Organisation besteht aus unterschiedlichen Teilen:

    1. Der "harte Kern"

    Dies sind die Mitglieder, die den Kern des Teams darstellen und sich um Planung, Aufbau und Umsetzung der Idee

    "Bambi-Auffanglager" kümmern. Zu erkennen an den blauen Armbinden.

    Unsere BambiCamps (aktuell im Aufbau):

    • Auffanglager in Chernogorsk
    • Auffanglager in Prigorodki
    • Auffanglager in Elektrozavodsk
    • Auffanglager in Solnichniy
    • Auffanglager in Berezino


    2. Kommissarische bzw. freischaffende Leiter von anderen Auffanglagern:

    Dies sind Einzelspieler oder auch Mitglieder anderer Gruppen oder Fraktionen, die es sich zusätzlich zur Aufgabe gemacht haben, ein bestimmtes Auffanglager zu betreuen und zu versorgen.

    In der Season 1.29

    • N.N

    3. Die Ehrenamtlichen ( "Helfende Hände"):

    Dies sind Einzelspieler oder auch Mitglieder anderer Gruppen, die im Falle eines Hilferufs zur Tat schreiten oder gelegentlich die Auffanglager mit brauchbarem Material wie Essen und Kleidung befüllen.


    ~~~

    Wir freuen uns, anderen Menschen zu helfen, die Apokalypse zu überstehen und den Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren.

    ~~~

    ⛺ Tishina Vanilla

    Tishina (тишина) (Vanilla)

    Tishina_Vanilla_Logo_klein.png

    Das friedliche Community-Dorf Tishina wird von sehr vielen Gruppen und Spielern als neutraler Boden genutzt, vergrößert und mit Leben befüllt.

    Diese ehrenhaften Spieler, respektieren das neutrale Dorf und nutzen dies als Ort der Begegnung.

    Tishina sieht in jeder Season anders aus und es gemeinsam aufzubauen liegt in der Verantwortung der einzelnen Spieler, Gruppen und Fraktionen.

    Besonderheit:

    Wie auch auf den gemoddeten Server, beherbergt das gleichnamige, neutrale Dorf seine eigenen Bewohner oder Durchreisenden. Diese Vereinigung bewirtschaftet das geheime und neutrale Dorf Tishina. Das Dorf befindet sich an einem speziellen Ort auf der Karte. Tishina ist aber mehr als nur ein Ort. Es ist eine Verbindung zwischen Freunden.

    Fraktionen:



    Zitat

    Clans/Fraktionen


    Die aktivsten und größten Gruppen auf den GDZ-Servern – die „Königsklasse“. also unsere "Big Player"

    Mind. 4 aktive Spieler sowie ein eigenes Thema im Breich "Vanilla-Community-Story"- Gruppenfoto mit erfüllter Aufgabe zur Aktivitätsprüfung - Gebietseitrag auf der Karte



    Gruppen:


    Zitat

    Gruppen

    • Spielergemeinschaften, die aktiv auf dem GDZ Vanilla Chernarus Server unterwegs sind, aber nicht die Größe oder Ambitionen einer Fraktion haben – oder bewusst einfach eine Gruppe bleiben möchten.
    • Mind. 3 aktive Spieler - Vorstellungstext hier im Them verlangt, Logo optional
    • Ein eigenes Thema im Community Storys-Bereich ist nicht nötig, aber gern gesehen.

    Duos und Einzelspieler:


    Zitat

    Duos und Einzelspieler

    • Sind unsere "Lone Wolves", also Solo-Spieler oder Duos, die sich durch lange Aktivität, Bekanntheit und einem gewissen "Unterhaltungsgrad" hier einen Namen gemacht haben.



    Inaktiv


    Zitat

    Inaktiv oder ausgeschieden

    • Clans oder Fraktionen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr aktiv sind, gelten als inaktiv. Bei Rückkehr kann der frühere Status wiederhergestellt werden.

    Stimmen im Untergrund:



    Zitat

    Stimmen im Untergrund/Dunkelziffer

    • Der große Teil der Spielerschaft.
    • Diese Spieler, Gruppen oder Zusammenschlüsse kommen und gehen. Manche von ihnen gibt es auch schon länger, aber sie möchten lieber im Hintergrund bleiben und nicht von sich reden machen.
    • Ich benenne diese Gruppen im Rahmen meiner Servererzählungen, aber sie werden nicht auf der Karte gelistet, egal wie groß oder aktiv sie sind. Sie zählen zur Dunkelziffer.

    ~ ~ ~


    Von allen Anderen haben wir aktuell leider keine Rückmeldung bzw. kein Lebenszeichen erhalten, daher werden diese in 1.29/2 auch erst einmal nicht als aktiv aufgeführt.
    Wer hier von den Altbekannten noch als Gruppe oder Einzelspieler gelistet werden möchte, kann sich gerne via privater Nachricht bei mir melden.

    Neue Fraktionen/Institutionen/Gruppen/Einzelspieler sind für die nächste Season 1.30 gerne gesehen und dürfen sich hier selbstverfreilich vorab schon vorstellen!

    Germandayz_gg_Discordicons_gruppen.png


    [gdz]Fraktionen und Gruppen auf Vanilla Chernarus [gdz]
    (Die Sonder-Season 1.29/2)


    Hallo liebe GDZ-Community,

    Die Season 1.29 war mal wieder etwas länger, aber nun ist 1.29/2 ist nun im Start.
    Viele von euch sind bereits vielerorts gut in die neue Season gestartet.

    In dieser Season möchten wir natürlich auch wieder wissen, wer mit uns so den Server belebt:
    Fraktionen, Gruppen, Einzelspieler und Institutionen – zeigt euch!
    Meldet euch hier und lasst uns wissen, dass ihr wieder mit am Start seid :)

    Fraktionen und Institutionen sollten sich der Fraktionsaufgabe stellen, damit sie als Fraktion gelistet werden.
    Für bereits bestehende Gruppen ist ein „Wir sind diese Season wieder dabei!“ ausreichend, wir freuen uns aber auch immer über Fotos!


    ⁉️Verwirrt über die Begriffe "Gruppen", "Fraktionen", "Institution" und "Einzelspieler"?
    ➡️ Dann schau bitte hier: Wie gründe ich eine Gruppe / Institution / Fraktion?

    Season-Aufgabe für die Fraktionen,
    Einzelspieler und Institutionen auf dem GDZ Vanilla Chernarus Server
    (und optional auch Gruppen) in der 1.29/2


    Titel: "Das war knapp!"

    Ihr müsst (oder dürft) für die Teilnahme ein Foto einreichen auf dem Folgendes zu sehen ist:

    - Mindestens 4 Personen (Bei Gruppen 3)
    - Eine Person sollte (weil es einige nicht glauben wollen...) MUSS (!) sichtbar verletzt sein (z. B. Uncon, geschient, eine Augenklappe tragen bzw. bandagiert sein, oder gebückte Haltung aufgrund niedriger Gesundheit haben)

    Wahlweise:

    - Ein rauchendes oder deutlich beschädigtes Fahrzeug oder einen abgestürzten Helikopter im Hintergrund.

    ODER:

    - Ein Graffiti oder eine bemalte Hauswand im Hintergrund


    Für Einzelspieler und Fraktionen ist das Bild verpflichtend. Für Gruppen optional.
    Ob das Foto episch oder ein Spaßfoto wird, überlassen wir ganz euch ;)

    Wichtig: Die Bilder müssen spätestens bis zum 13. September 2026 hier eingereicht werden,
    damit ihr den Einzelspieler, Institutions- oder Fraktionsstatus behalten oder erlangen könnt.


    Anforderungen - Für Eilige

    • Fraktionen: Für euch ist das Bild verpflichtend, Anforderung siehe oben.
    • Institutionen und Einzelspieler: Für euch ist das Bild verpflichtend, Anforderung siehe oben.
      Einzelspieler, ja… das seid dann ihr selbst. Keine Ausreden. Wichtig ist aber, dass ihr euch schon in den letzten Seasons auf dem Server einen Namen (z. B. in unserer Servergeschichte) gemacht habt und man euch auch kennt 😉
    • Gruppen: Ein Bild ist optional, aber wir freuen uns sehr darüber, wenn ihr eines einreicht. Ihr braucht keinen zusätzlichen Fotografen.
      Drei Personen reichen völlig.


    📝 Eine kleine Erinnerung an Gegenwärtiges und Vergangenes

    Alle Regularien gelten seit der 1.28/2
    Wer sich die Details zu den Rubriken anschauen möchte, findet sie hier: Wie gründe ich eine Gruppe, Institution oder Fraktion?
    Für alle, die gerne in der Vergangenheit wühlen: Archiv – Fraktionen Vanilla Chernarus


    Wir freuen uns schon riesig auf eure kreativen vielleicht auch lustigen Bilder
    ob nun professionell inszeniert oder spontan geknipst.

    Lasst uns gemeinsam eine kurze, aber explosive Season erlebe.

    Eine Klarstellung aus Prigorodki vom 17.08.2026



    Hallo ihr Lieben!

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich so etwas noch einmal schreiben muss. Aber die letzten Tage haben offenbar gezeigt, dass es notwendig geworden ist.
    Derzeit laufen Menschen mit blauen Armbinden durch unser Chernarus, die nicht zu den Samaritern gehören.

    Das allein wäre kaum der Rede wert. Missverständnisse passieren.

    Inzwischen wurde allerdings auch eine Person durch mehrere Zeugen in einem Militärgebiet gesehen, die nahezu eins zu eins mein bekanntes Outfit der letzten Season trug.
    Erschwerend kommt hinzu, dass eine entsprechend gekleidete Person auch jüngst eine Rolle in einem Raid gespielt haben könnte.

    Und selbst ein Fahrzeug, das Suedas "WITTWENMACHER" aus der vergangenen Season in Modell und Farbgebung auffallend ähnlich sieht, ist gestern an der Küste gesichtet worden.

    Ich werde an dieser Stelle niemandem irgendwelche Absichten unterstellen, die ich nicht beweisen kann.
    Jeder darf sich anziehen, wie er möchte.
    Jeder darf sein Auto gestalten, wie er möchte.
    Trotzdem hinterlässt die Summe dieser Dinge bei mir inzwischen einen ausgesprochen bitteren Beigeschmack.

    Denn es ist das eine, sich inspirieren zu lassen.

    Es ist etwas anderes, durch Chernarus zu laufen oder zu fahren und dabei den EIndruck zu erwecken es handele sich um uns.
    Insbesondere dann, wenn in diesem Erscheinungsbild Dinge geschehen, mit denen wir nichts zu tun haben und für die wir niemals unseren Namen hergeben würden.


    Deshalb ganz deutlich:

    Nicht jeder Mensch mit blauer Armbinde ist ein Samariter. Nicht jeder Mensch, der aussieht wie ich, hat auch ein Herz aus Gold.
    Es gibt wieder ein falsches Herz. Aber an den Taten werdet ihr es erkennen.
    Und nicht jedes Fahrzeug, das euch bekannt vorkommt, gehört zu uns.

    Ich finde es traurig genug, dass diese Klarstellung überhaupt notwendig ist.
    Jedenfalls wünsche ich mir, dass jeder wenigstens den Anstand besitzt, seine eigenen Entscheidungen unter seinem eigenen Gesicht zu fällen.
    Denn für meine Fehler, meine Entscheidungen und meine Taten stehe ich ein. Für die Dinge, die die Samariter tun, stehen die Samariter ein.

    Für die anderer Menschen lasse ich mich jedoch nicht benutzen.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    Steam Stable 1.29 Road to Badlands Update 2 - Version 1.29.163709 (Release on 12.08.2026)

    NOTES

    • Consider using the Steam client option to verify the integrity of the local game cache to avoid corrupted data after downloading this update.
    • Consider de-fragmenting your HDD after downloading large updates.
    • In case of problems, please check the Bohemia Interactive support F.A.Q., DayZ F.A.Q., or BattlEye F.A.Q.
    • You can help us to further improve the game by posting your feedback on the Feedback Tracker.

    GENERAL GAME

    CHANGED

    • The Holo Sights reticle is now thinner
    • Small CE tweaks

    FIXED

    • A server crash (T199911)
    • Built-up tents could not be interacted with (T200166)
    • Black variant of SCR 17 had less HP than the default one

    KNOWN ISSUES

    OOC – Wieder geht eine Season geht zu Ende …

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    Abschluss & Dank zur Season 1.29

    Wenn ich auf die 1.29 zurückblicke, fällt mir vor allem eines auf: Wie viele Menschen diese Season geprägt haben.
    Nicht immer auf dieselbe Art und bei weitem nicht immer friedlich. Manchmal als Freunde, manchmal als Gegner, manchmal als Fremde, die irgendwann keine Fremden mehr waren. Und manchmal auch als Menschen, bei denen ich bis zum Schluss nicht so genau wusste, auf welcher Seite wir eigentlich gerade standen.

    Die 1.29 hatte dabei etwas, das ich nach der sehr intensiven letzten Season dringend gebraucht habe. Sie war nicht frei von Konflikten. Ganz im Gegenteil!
    Aber viele dieser Konflikte blieben dort, wo sie hingehören: im Spiel. Wir konnten streiten, kämpfen, uns gegenseitig misstrauen, Autos klauen, Basen auseinandernehmen und uns mit Pfeilen, Kugeln oder ziemlich fragwürdigen Entscheidungen das Leben schwer machen und uns danach trotzdem wieder "normal" und vor allem respektvoll begegnen.

    Vielleicht war gerade das für mich eine der wichtigsten Erfahrungen dieser Season.

    Deshalb wie immer zuerst und ganz bewusst:

    💛 Danke an die Samariter.

    An janinesta (Selina), Pinky, WhiskeyMixer, Black Lion, Jammet, s-tlk, The_GraveDigger.
    Sowie Rio, Jannnik und all die anderen helfenden Hände, die unsere Camps getragen, aufgefüllt, repariert, bewacht und verteidigt haben.

    Prigorodki war auch diesmal nicht deshalb ein Camp, weil dort ein paar Zelte und ein Turm standen. Es war ein Camp, weil Menschen immer wieder dorthin zurückgekehrt sind.

    janinesta (Selina) und Pinky waren gefühlt häufiger gemeinsam auf irgendwelchen Versorgungstouren unterwegs als zu Hause und haben dabei vermutlich einen nicht unerheblichen Teil des Fahrzeugbestandes von Chernarus verschlissen 😅 Dafür wurden Menschen abgeholt, Neulinge gerettet, Konvois abgefahren, Kühler gebracht und Dinge organisiert, von denen ich manchmal erst hinterher erfahren habe.

    Pinky: Danke mal wieder fürs Ranschaffen und Aufstöbern von allem, was nicht festgeschraubt war. Danke für deine Geduld im Umgang mit eigenwilligen Rollenspielern am Camp und dass du einfach nach wie vor der Ruhepol schlechthin bsit.

    Selina: Danke fürs Zusammenhalten, Mitdenken, mit auf Spur bringen, Versorgen und dafür, dass selbst ein verlorener HERBERT irgendwie nie das Ende der Welt war. Es gab schließlich immer noch HERBERTA, HERBERTIUS oder irgendeinen anderen armen Gunter, dessen Schicksal damit bereits besiegelt war.

    Ein großes Danke geht auch an WhiskeyMixer. Nicht nur für deine Hilfe in und um Prigorodki, sondern auch für all die völlig normalen Unternehmungen, bei denen am Ende erstaunlich häufig ein Auto kaputt, jemand tot oder irgendeine neue Geschichte entstanden war. Und natürlich für "Two to Tango". Gemeinsam mit NiggoB hast du da etwas auf die Beine gestellt, das für mich neben dem Sturm auf die CHAOS-Base und dem Abschlussballern zu den schönsten Community-Momenten dieser Season gehört.

    Danke an NiggoB – für I.K.E.A., für Diskussionen, gemeinsame Aktionen im Rollenspiel ( Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 dank!) und dafür, dass wir trotz unterschiedlicher Positionen immer wieder miteinander reden konnten. Und natürlich dafür, beim Abschlussballern irgendwann doch noch zu meinem verdammten Turm zu kommen und mich dann auch noch "versehentlich" zu erschießen. Ich habe gewartet! :D


    💛 Danke an I.K.E.A., CHAOS, W.A.L.T. und RAC.

    Ihr habt einen erheblichen Teil dieser Season geprägt – und vermutlich ebenso viele unterschiedliche Versionen davon, was eigentlich passiert ist. ;)

    Zwischen I.K.E.A., CHAOS, W.A.L.T. und RAC entstanden Konflikte, Bündnisse, Gegenschläge, Flugblätter, Protokolle und Interpretationen, bei denen ich irgendwann den Verdacht hatte, dass drei Leute dasselbe Ereignis beobachten konnten und wir anschließend vier verschiedene Wahrheiten darüber hatten.

    Und genau das mochte ich daran.

    Danke an Kallele, Davus  autisticdeer und Arndt für CHAOS.

    Ihr habt mich in dieser Season mehr als einmal wahnsinnig gemacht. Ich habe an euch gezweifelt, euch misstraut, mich über euch geärgert und mich gefragt, ob frühere Gespräche und Entschuldigungen eigentlich noch irgendeinen Wert hatten. Gerade die Sache mit Chantal hat einiges wieder aufgerissen. Und dann steht ausgerechnet Arndt irgendwann in Prigorodki und verteidigt unser Camp gegen Angreifer. Solche Momente mag ich. Weil Figuren dadurch eben nicht einfach „die Guten“ oder „die Bösen“ sind.

    Kalle und Davus: Danke auch dafür, dass wir trotz allem immer wieder auf Augenhöhe zurückgefunden haben. Spätestens beim Abschlussballern wurde das für mich noch einmal sehr deutlich. Wir haben uns gegenseitig an die Küste geschickt, meinen Turm in ein ziemlich trauriges Stück Architektur verwandelt – und Punkt zwölf gemeinsam aufgeräumt und uns zu guten Aktionen gratuliert. Genau so darf Konkurrenz für mich sein.

    Und Kalle: Ich hoffe, du bist glücklich mit „deiner“ Armbrust. Geschenke scheinen bei CHAOS offenbar nur eine Leihgabe zu sein. Lass mal wieder von dir hören und viel Glück auf deinem weiteren Weg! Ich glaube lange kannst du CHAOS eh nicht fern bleiben ;)

    Auch an RAC geht mein Dank. Gerade die Geschichte um Blitzo, die Rostige Axt, den verschwundenen Schneefuchs und die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Ereignisse hat gezeigt, wie schnell aus Vertrauen Misstrauen entstehen kann – und wie wichtig es ist, irgendwann doch miteinander zu reden. Und die Sache mit den Regenwürmern an den Camps war rollenspieltechnisch ein super Runnin Gag. Daher danke an Sickboy, Homeless , LiquidNexxus und wer sonst noch zu euch gehört.

    Und ja: Ich habe eure Sicht gelesen. ;)

    Danke auch an Crippsy77, Der_Fremde / Heisenberg für unglaublich lustige und wertvolle Rollenspielmomente. Es war mir ein Vergnügen mit euch zu spielen und vor allem Der_Fremde / Heisenberg hat mir gezeigt, wie rücksichtsvoller RP bei GDZ möglich ist und wir konnte eine schwierige Szene mit Bruder_Tommy am Ende sehr gut auflösen. Danke dafür!

    In dem Atemzug auch danke an die Kirche von Morthana und Nickel mit vonBausch sowie dem Austauschakolyten Greeny_29 und natürlich Gustav Gans . Die Kirche ist rollenspieltechnisch aus unserer Geschichte nicht mehr wegzdenken. Mal sehen, wie es mir ihr weitergehen wird.


    💛 Danke an die vielen neuen und alten Gesichter.

    Chantal war für mich eine der schönsten Entwicklungen dieser Season. Von den ersten Schritten über versehentlich selbst abgenommenes Blut, Wundbrand, Zombieprobleme und die Hoffnung, irgendwann einmal 24 Stunden am Stück zu überleben, bis hin zu gemeinsamen Touren und ihrem eigenen kleinen „Beauty Palace“.

    Danke dafür, dass du dich auf uns eingelassen hast. Und ja: Du sahst dabei selbstverständlich gut UND gefährlich aus. ;)

    Danke an Tim ( Interception), unseren "Tomaten-Tim", der aus Elektrozavodsk innerhalb kürzester Zeit gefühlt eine landwirtschaftliche Großproduktion an Tomaten gemacht hat und zwischendurch aus seiner eigenen Basis gerettet werden musste. Danke auch für das Verteidigen des Camps beim Abschlussballern. Es hat ungeheuer Spaß gemacht!

    Danke an baerle für den Beweis, dass man durchaus an der „Ostküste“ sein kann, während man in Elektrozavodsk eine Autohupe hört. GPS à la Selina funktioniert. Und natürlich auch fürs Helfen beim Abschlussballern. Ich hoffe, du hast mit deiner neuen Gruppen, den Chicks in Action, eine tolle Zeit :)

    Danke an die Serben um Luditosha, Tony, Leka und Jaro. Unsere erste Begegnung begann mit einem Armbrustpfeil, der an meinem Kopf vorbeiflog, und endete damit, dass wir euch ein Auto, Baumaterial und Essen organisierten und ihr uns später nach einem Unfall mit einem Kühler ausgeholfen habt. „You helped us, now we help you.“ Manchmal braucht es für gutes Zusammenspiel wirklich nicht mehr.

    Danke an Johann und Trebossa, cookfrags und Sense, Felixwert100, 13monk12, Vezir, Batex, Toah, Erik und seinen Freund und die vielen anderen Menschen, die teilweise nur kurz durch unsere Geschichte gelaufen sind und trotzdem etwas darin hinterlassen haben. Auch wenn ich jemanden vergessen haben sollte, es ist einfach Wahnsinn was diese Season wieder an Begegnungen, Momenten und Geschichten da war.

    Und natürlich danke an "Rosethorn", der mir noch einmal gezeigt hat, wie fremd Chernarus wirken kann, wenn man diese Welt mit völlig anderen Augen betrachtet. Ich hoffe, dein Nest hat gehalten, auch wenn ich sicher bin, dass die Geschichte um dich noch eine andere Wendung nehmen wird. Wir sind gespannt.


    💛 Danke an E.C.H.O.

    E.C.H.O.: Ich werde vermutlich auch nach dieser Season nicht behaupten können, dass ich immer verstanden habe, was du gerade vorhattest. ;)
    Aber seien wir ehrlich: Das gehört bei uns inzwischen dazu.

    Danke für deine Hilfe, deine eigenwillige Art, deine Aktionen und besonders für die stilleren Momente am Lagerfeuer. Dass ausgerechnet jemand, der draußen teilweise eine Spur aus gebrochenen Beinen und verwirrten Gegnern hinterließ, Chantal Felle zum Sitzen brachte und ihr "besondere" Lederschuhe schenkte, passte erstaunlich gut zu dieser Season.

    Und Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 möchte anmerken, dass dir die schwarze SK tatsächlich verdammt gut stand. Besser als ihre DMR jedenfalls...

    Danke für ein überragendes non-verbales Rollenspiel und viele krasse Momente!

    💛 Danke an Vittorio.

    Vittorio/Heleranos Deine Geschichte um den Nebel, die Flammen, Theresa und die Vergangenheit deines Charakters hat wieder etwas ganz Eigenes in diese Welt gebracht. Ich mochte besonders, dass sich unsere Geschichten berührt haben, ohne dass eine die andere verschluckt hat.

    Flammen. Nebel. Freiheit.

    Vielleicht begegnen sich unsere Wege irgendwann wieder. Bis dahin, schau uns gut zu durch den Nebel und unser Lagerfeuer wird für dich immer offen sein :)

    💛 Danke auch an Jay und UltrA.

    Dass alte Namen plötzlich wieder auftauchten, hat bei mir einiges ausgelöst – Freude, Unsicherheit und viele Fragen darüber, was von früher eigentlich noch da ist und was sich verändert hat.

    Die Geschichte rund um den Raid auf I.K.E.A. hat das gleich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ich war froh, dass sich zumindest ein Teil davon durch Gespräche auflösen ließ und aus Vermutungen keine vorschnellen Gewissheiten wurden. Was die beteiligten Fraktionen daraus machen, ist ihre Geschichte. Meine ist vor allem die Hoffnung, dass alte Verbindungen auch Veränderungen aushalten können.

    💛 Danke an alle Teilnehmer unserer Events.

    An alle, die bei den LKIs sowie beim Sturm auf Zelenogorsk, bei Two to Tango und schließlich beim großen Abschlussballern in Prigorodki dabei waren.

    Die Ringzicken, die Angry Birds, die Helfenden Hände, I.K.E.A., CHAOS und alle anderen Teams und Gäste – auch diejenigen von Modded, die für einen Abend wieder auf Vanilla vorbeigeschaut haben. Events funktionieren nicht, weil jemand Regeln schreibt oder einen hübschen Boxring baut. Sie funktionieren, weil Menschen wie ihr kommen und sich darauf einlassen.

    Das Abschlussballern hat mir das noch einmal besonders deutlich gezeigt.

    Prigorodki lag am Ende halb in Trümmern. Die "Zentrale" fiel. janinesta (Selina) wurde zur Geisel. Ich wurde das zweite mal in meiner GDZ Karriere aus meinem Camp "gepoxt", CHAOS eroberte meinen Turm. Ich kam mehrfach wieder, gewann einen Zweikampf mit autisticdeer, der mich zuvor erschoss (ich hatte keine Munition geladen XD) und irgendwann erschoss ich ausgerechnet E.C.H.O.

    Und danach?

    Punkt zwölf war Schluss.

    Wir gingen gemeinsam in den Funk, gratulierten einander, lachten über einzelne Situationen und räumten zusammen das Camp wieder auf, ehe wir gemeinsam von Crippsy77s Turm sprangen. Das war für mich vielleicht der schönste Abschluss, den diese Season bekommen konnte. Wir waren Gegner gewesen, aber keine Feinde.


    💛 Und natürlich danke an das GDZ-Team.

    • Danke an DagiWeh , at3nd0, Urs  zm4ster sowie den guten ErnaVII. in der wohlverdienten Pause. Danke Für eure Arbeit hinter den Kulissen, für die Zeit, die ihr investiert, und dafür, dass wir diesen ganzen Unsinn überhaupt veranstalten können.
      Auch diese Season gab es Situationen, in denen genauer hingeschaut und eingegriffen werden musste. Gerade als alte Schatten noch einmal auftauchten, war ich froh zu wissen, dass ich mich melden konnte und Dinge ernst genommen und geprüft wurden. Nach den Erfahrungen der letzten Season war das für mich alles andere als selbstverständlich bedeutungslos.
    • Danke an die Eventmanager + CRK + Franky und Sarafiya_Nici ! Es war mir eine Wonne mit euch zu arbeiten und toll, dass auch bei Events auf Vanilla unterstützt wurde. Jederzeit gerne wieder :)
    • Danke an Criosdan für das offene Ohr und Wuestenfuchs für die ganze Arbeite hinter den Kulissen der Fraktionen und Gruppen mit dem widerspenstigen ClanTool...
    • Danke auch an Smokey Eyes und Vivi für die Arbeit in der Community, wo ich immer mal wieder gerne spickel und Ideen für Vanilla abgreife ;)

    Und zuletzt:

    💛 Danke an alle Weggefährten, die diese Berichte gelesen haben.

    An diejenigen, die kommentiert haben. Die im Forum mitgerätselt, gelacht oder eine völlig andere Sicht auf manche Ereignisse hatten. An diejenigen, die die "Herzzeit" verfolgt, Streams, Videos oder Shorts geschaut oder einfach irgendwann gefragt haben: „Was ist denn bei euch schon wieder los?“

    Sehr viel, offenbar. Die 1.29 war für mich keine Season der einen großen Geschichte. Vielleicht mochte ich sie gerade deshalb.

    Sie bestand aus vielen kleinen Geschichten. Aus einem gestohlenen Auto, das irgendwann wieder auftauchte. Aus einem Fremden, der zunächst einen Pfeil nach mir schoss und später einen Kühler brachte. Aus alten Gegnern, die plötzlich ein Camp verteidigten. Aus Neulingen, Tomaten, Boxkämpfen, kaputten Guntern, falschen Verdächtigungen, richtigen Verdächtigungen, Lagerfeuern, Misstrauen und immer wieder dem Versuch, trotzdem zuerst miteinander zu reden.

    Genau das nehme ich aus dieser Season mit: Ich habe in den letzten Seasons unglaublich viel aufgebaut. Nicht nur in Chernarus, sondern auch drumherum. Berichte, Videos, Streams, Events und Geschichten sind ein Teil davon geworden und ich möchte nichts davon missen.

    Aber beim Abschlussballern habe ich gemerkt, dass mir zwischen all diesen Dingen manchmal etwas fehlt: Einfach wieder öfter mit meinen Leuten losziehen. Ohne Event. Ohne Aufgabe. Ohne Bericht im Hinterkopf. Irgendwo hängenbleiben. Uns verlaufen. Ein Auto schrotten. Am Lagerfeuer sitzen. Blödsinn reden. Und einfach schauen, was Chernarus daraus macht.
    Danke an Jammet, dass er das auf den Punkt gebracht hat.

    Aber ich habe auch gemerkt, dass mein "Baby" langsam laufen lernt. Es entstehen Geschichten und Berichte durch euch. Sei es nun das Protokoll zur Stabilisierung von Chernarus durch I.K.E.A, der CHAOS-Kurier von CHAOS oder die Flugblätter von RAC oder Bruder_Tommy . Oder in jedem eurer einzelnen Clips oder Streams wie die von cookfrags und 13monk12. Ich mache es nicht mehr allein, ich darf mich nun auch zurücklehnen und auch einmal "konsumieren". Das ist unglaublich schön und wertvoll für mich!
    Danke dafür.

    Vielleicht ist ein Wipe deshalb diesmal genau richtig. Nicht, um alles wieder so zu machen wie früher.
    Sondern um zwischen all dem Neuen ein bisschen von dem wiederzufinden, weshalb wir irgendwann angefangen haben.

    Danke für die Season 1.29. ♥️
    Danke für die Geschichten, die ihr mir gegeben habt.
    Und vor allem danke dafür, dass ihr dieses Spiel immer wieder zu mehr macht als nur "einem Spiel".

    Wir sehen uns in der 1.29/2.

    – Herz 💛

    08.08.2026 – Tag 122 (Samstag) – Zwischen Freunden und Feinden


    Hallo ihr Lieben!

    Da war er also. Der Tag, auf den wir in den vergangenen Wochen hingearbeitet hatten. Waffen waren gesammelt, Munition gehortet, Vorräte angelegt und wahrscheinlich mehr Schießprügel repariert worden, als ein vernünftiger Mensch jemals brauchen sollte.
    Das traditionelle Abschlussballern stand an.
    Und wenn schon alles bald verschwinden würde, dann sollte wenigstens vorher noch einmal ordentlich Gebrauch davon gemacht werden.


    📦 Drei Depots und sehr viel Zeug

    Viele Leute von F.A.T. halfen bei den letzten Vorbereitungen und ich war eine ganze Weile damit beschäftigt, die gesammelten Waffen zu verteilen und drei Depots einzurichten.
    Da war unser „Honigtopf“, die inzwischen bestens gefüllte „Zentrale“ und schließlich Crippsy77 s Scheune beim Brits Tower, die er uns freundlicherweise für diesen Abend zur Verfügung gestellt hatte.
    Damit war alles bereit.
    Zumindest auf dem Papier.
    Denn kaum begann das Abschlussballern, saß ich im Kochhaus und hörte Schritte vor der Tür.


    🏹 Reden kann man ja trotzdem

    Ich nahm meine Armbrust in die Hand und wartete.
    Derjenige draußen musste nur die Tür öffnen. Dann würde ich schießen.
    Eigentlich.
    Während ich dort stand, merkte ich, wie sich in mir alles dagegen sträubte. Abschlussballern hin oder her – das hier war noch immer unser Camp. Und ich war noch immer ich.
    Also senkte ich die Armbrust ein wenig und begann zu reden.
    Zum Glück.
    Auf der anderen Seite stand Tim (Inception).
    Er hatte überhaupt nicht vor, mich zu erschießen. Mehr noch: Er und baerle erklärten sich kurzerhand bereit, das Kochhaus mit allen Mitteln zu verteidigen.
    Ich bedankte mich und überließ ihnen die Stellung. Denn während rund um Prigorodki langsam die ersten Schüsse fielen, hatte ich eine ausgesprochen wichtige Aufgabe zu erledigen.
    Ich ging angeln.
    Was auch sonst?

    🐟 Fischen im Kugelhagel

    Bei Crippsy77 s Scheune schien bereits einiges los zu sein und auch vom Tower waren immer wieder Schüsse zu hören. Ich sah dort oben jemanden herumklettern, wurde aber in Ruhe gelassen und konnte tatsächlich eine ganze Weile angeln.
    Irgendwann hatte ich einen Rucksack voller Fische.
    Den musste ich nun nur noch irgendwie durch ein Gebiet bringen, in dem inzwischen offenbar jeder auf jeden schoss.
    Bei Elektrozavodsk begegnete mir ausgerechnet ein Bambi.
    „Bitte erschieß mich nicht!“, rief ich ihm entgegen.
    Der arme Kerl wusste nicht einmal, dass er überhaupt eine Waffe im Inventar hatte.
    Ich erklärte ihm kurz, was gerade rund um Prigorodki los war, versicherte ihm, dass ich normalerweise zu den eher friedlichen Bewohnern dieses Landes gehörte, und wünschte ihm eine gute Reise.
    Im namenlosen Dorf briet ich meine Fische und schlich anschließend zurück nach Prigorodki. Die Schüsse waren inzwischen deutlich mehr geworden, aber irgendwie schaffte ich es, den Rucksack abzugeben.
    Dann zog ich mich in meinen Turm zurück.
    Und damit fing das Elend eigentlich erst richtig an.


    💥 CHAOS. Also wirklich.

    Zwischenzeitlich rückte ich noch einmal nach Pusta aus, weil vom Berg aus auf mich geschossen worden war. Den Schützen fand ich nicht.
    Als ich zurückkam, hatte ich dafür andere Probleme.
    CHAOS.
    Kallele, Davus und autisticdeer – TruboTommy – gehörten zu denen, die sich offenbar vorgenommen hatten, mir diesen Abend so angenehm wie möglich zu gestalten.
    Kallele hatte sogar ein ganz persönliches Anliegen.
    Er wollte „seine“ Armbrust zurück. Die Armbrust, die er mir geschenkt hatte, die mit der besonderen Färbung.

    Ich weiß nicht, ob Geschenke bei CHAOS grundsätzlich nur Leihgaben mit sehr langer Rückgabefrist sind, aber für Diskussionen war ohnehin wenig Zeit.
    autisticdeer (TruboTommy) hielt ich zunächst für den Küstenreaper. Er versicherte mir natürlich, dass er mich nicht erschießen würde.
    Ich glaubte ihm kein Wort und ich glaube, er wusste, dass ich ihm kein Wort glaubte.
    Und Davus?
    Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass Davus einfach das heillose Durcheinander genoss.
    Während über mir Granaten einschlugen und ich teilweise zusammengekauert im Turm saß, versuchte ich noch immer, mit den Leuten draußen zu reden.
    Man kann es ja wenigstens versuchen.


    ⚔️ Die Samariter verteidigen die "Zentrale"

    Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Auch an der "Zentrale" tobte längst ein Kampf.
    Pinky, janinesta (Selina) und Black Lion hatten dort Stellung bezogen und versuchten unser Depot gegen I.K.E.A. zu verteidigen. Von RAC fehlte jede Spur und E.C.H.O. war allein unterwegs.
    Black Lion opferte sich sogar bei einem ziemlich halsbrecherischen Manöver.
    Doch am Ende fiel die "Zentrale".
    I.K.E.A. nahm sie ein und janinesta (Selina) geriet in Gefangenschaft und wurde als Geisel gehalten.
    Von all dem wusste ich nichts.

    Ich saß in meinem Turm und hoffte nur, dass irgendwann jemand auftauchen würde.
    Denn inzwischen lagen überall Leichen. Einen frisch zurückgekehrten Kallele erwischte ich selbst, als er sich wieder am Camp bewaffnen wollte, aber die Angriffe hörten nicht auf.
    Innerlich flehte ich beinahe darum, dass die Samariter und I.K.E.A. ihren eigenen kleinen Krieg um die "Zentrale" irgendwann ruhen lassen und hierherkommen würden.
    Doch zunächst kam niemand.
    Bis NiggoB und dakel auftauchten.


    🩸 Der erste Tod

    NiggoB legte sich mächtig ins Zeug und erwischte mehrere Angreifer. Dann schoss er gegen die bereits schwer beschädigte Wand meines Turms.
    Ausgerechnet in diesem Moment gab sie nach.
    Ein Geschoss durchschlug die Deckung und traf mich.
    Dann wurde alles schwarz.
    Mein erster Tod an diesem Abend.
    Als ich an der Küste wieder zu mir kam, gab es allerdings keine Zeit, darüber nachzudenken. Ich machte mich zurück nach Prigorodki auf, wo NiggoB inzwischen den Turm übernommen hatte, und stattete mich erneut aus.
    Vom Nordwald näherte sich bald der nächste Angreifer.
    Dieses Mal redete er.
    Warum ich eigentlich immer behauptete, friedlich zu sein, wenn ich jetzt hier im Turm sitzen und Leute „abcampen“ würde?
    Die Frage ärgerte mich.
    Vielleicht auch deshalb, weil ich sie mir selbst schon gestellt hatte.
    Ich erklärte ihm, dass ich nach wie vor keinen Menschen töten wollte. Dass ich aber mein Camp verteidigen würde, wenn jemand mit einer Waffe darauf zustürmte. Das eine schloss für mich das andere nicht aus.
    Wenn er meine Aufzeichnungen sehen würde, sagte ich, würde er vielleicht verstehen.
    Seine Antwort kam in einem Ton, der mir gar nicht gefiel.
    "Das hättest du mir besser nicht sagen sollen...".
    Danach wurde es still.
    Kallele hatte ihn erwischt.

    ☣️ Gas

    Dann kam die nächste Welle.
    Wieder verteidigte ich den Turm. Wieder schlugen Geschosse ein.
    Nur dieses Mal kamen Gasgranaten dazu.
    Das Zeug kroch überall hinein. Meine Augen brannten, jeder Atemzug tat weh und ich wusste ziemlich schnell, dass ich ein Problem hatte.
    Ich hatte sogar mein eigenes Blut dabei und wollte es mir als Gegenmittel spritzen. Nur fehlte mir ausgerechnet das IV-Startkit.
    Natürlich.
    Ich übergab mich.
    Dann wurde wieder alles schwarz.
    Zum zweiten Mal Küste.
    Zum zweiten Mal zurück.
    NiggoB und ich preschten wieder in Richtung Turm und liefen autisticdeer (TruboTommy) über den Weg. Dieses Mal dachte ich nicht lange nach. Ich drückte ab.
    Klick.
    Keine Kugel im Lauf.
    Manchmal entscheidet Chernarus solche Dinge mit einem erstaunlichen Sinn für Humor.
    autisticdeer (TruboTommy) schickte mich zum dritten Mal an die Küste.


    🤝 Leute, mit denen man nicht gerechnet hat

    Und irgendwann mischte sich 13monk12 in den Kampf ein.
    Ich hatte ihn erst gestern kennengelernt.
    Nun stand dieser Mann da und warf sich mit allem, was er hatte, in die Verteidigung unseres Camps. Und erstaunlicherweise hielt er sich verdammt gut.
    Es war ohnehin längst unmöglich geworden, Freund und Feind auseinanderzuhalten.
    Vor dem alten Kochhaus sah ich einen Überlebenden mit einer Waffe. Kein Oberteil. Genau wie NiggoB.
    War das vielleicht unser Erkennungszeichen geworden?
    Der Mann stürmte in die Hütte, in der ich stand.
    „Niggo, bist du es?“
    Keine Antwort.
    Stattdessen hob er seine Waffe.
    Dieses Mal war ich schneller.
    Als der Mann vor mir zu Boden ging, erkannte ich @autosticdeer (TruboTommy).
    Warum hatte er nicht geantwortet?
    Warum hatte er mich nicht erkannt?
    Wahrscheinlich aus demselben Grund, aus dem ich ihn nicht erkannt hatte. Prigorodki bestand inzwischen aus Rauch, Schüssen, halbnackten Überlebenden und Menschen, die nach jedem Tod in irgendeiner anderen Kleidung wieder angerannt kamen.
    Niemand wusste mehr so genau, wer hier eigentlich auf wen schoss.


    🏚️ Der letzte Mann im Turm

    CHAOS hatte unseren Turm inzwischen eingenommen.
    Zelte waren zerstört, Unterstände lagen in Trümmern und von manchen Wänden war nicht mehr viel übrig.
    Wir versuchten noch einen letzten Vorstoß.
    Dabei erwischte ich ausgerechnet E.C.H.O., der ebenfalls auf das Camp schoss.
    NiggoB glaubte schon, wir hätten es geschafft.
    Doch oben saß noch Kallele.
    Und Kallele erwischte ihn.
    Als die Zeit schließlich ablief, war er der letzte Mann im Samariterturm.
    Mehr tot als lebendig, aber er saß da oben.
    Dann schlug die Uhr zwölf.
    Und plötzlich war alles vorbei.


    💛 Punkt zwölf waren wir wieder wir

    Vielleicht war das für mich der merkwürdigste Augenblick des ganzen Abends.
    Minuten zuvor hatten wir noch aufeinander geschossen, Granaten durch Prigorodki geworfen, uns gegenseitig an die Küste geschickt und versucht, dem anderen die letzten Stellungen abzunehmen.
    Und nun trafen wir uns im Funk.
    „Gutes Spiel.“
    „Starke Aktion.“
    „Das war knapp.“
    Wir beglückwünschten uns gegenseitig, halfen Kallele (dem meine Sanitäteruniform gar nicht mal so schlecht stand...) und begannen gemeinsam aufzuräumen.
    Die gleichen Menschen, vor denen ich mich Minuten zuvor noch hinter einer Wand geduckt hatte, halfen nun dabei, das wieder herzurichten, was wir gemeinsam zerlegt hatten.
    Und während ich zwischen den Trümmern stand, begriff ich vielleicht endlich etwas, womit ich in dieser Season immer wieder gehadert hatte.
    Man kann gegeneinander kämpfen, ohne einander hassen zu müssen.
    Man kann auf unterschiedlichen Seiten stehen, sich gegenseitig alles abverlangen und sich anschließend trotzdem wieder die Hand reichen.
    Vielleicht war genau das die Grenze, die mir in den vergangenen Wochen manchmal gefehlt hatte.
    Nicht zwischen Samariter, I.K.E.A., CHAOS oder irgendeiner anderen Gruppe.
    Sondern zwischen einem Gegner und einem Feind.
    Und heute Abend waren wir Gegner gewesen.
    Mehr nicht.


    🌻 Die, die einfach gekommen waren

    Der Abend hatte mir noch etwas anderes gezeigt.
    Menschen waren gekommen.
    Vezir, den ich dadurch erst richtig kennenlernte. Auch cookfrags war dabei. 13monk12, den ich gerade einmal seit einem Tag kannte, hatte plötzlich unser Camp verteidigt. Tim und baerle hatten zu Beginn das Kochhaus gehalten.
    Andere kämpften irgendwo zwischen "Zentrale", "Honigtopf", Scheune und Turm.
    Es waren nicht immer diejenigen, mit denen ich gerechnet hätte.
    Vielleicht war gerade das schön.
    Denn so sehr dieser Abend davon lebte, aufeinander zu schießen, lebte er am Ende doch vor allem davon, dass so viele Menschen gekommen waren, um noch einmal gemeinsam etwas völlig Unvernünftiges zu tun.


    🪨 Warum eigentlich immer Stein?

    Nachdem wir gemeinsam die schlimmsten Schäden beseitigt hatten, ging ich mit den Jungs noch zu Crippsy77 s Turm.
    Und dort taten wir das, was vernünftige Menschen am Ende einer langen und erfolgreichen Season eben tun:
    Wir sprangen runter.
    Eine merkwürdige Tradition.
    Aber eine alte Vanilla-Tradition.
    Für mich war damit die Season beendet.
    Herz-Aus-Gold durfte gehen.
    Die letzten Tage würde Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 über Prigorodki wachen.
    Wir hatten darum natürlich nicht lange diskutiert, sondern die einzig vernünftige Methode zur Entscheidungsfindung verwendet:
    Schere, Stein, Papier.
    Sueda verlor.
    Sie hatte Stein.
    Natürlich hatte sie Stein.
    Warum nimmt diese Frau eigentlich immer den Stein?'


    🌅 Gedanken zum Schluss

    Das Abschlussballern ist vorbei.
    Und irgendwie lässt mich dieser Abend mit einem seltsamen Gefühl zurück.
    Es war laut, chaotisch und ziemlich genau das, was ein Abschlussballern sein sollte. Überall wurde gekämpft, gestorben, gelacht, geflucht und wieder losgerannt. Prigorodki wurde für ein paar Stunden zum Schlachtfeld und mittendrin stand unser alter Samariterturm unter Beschuss.
    Aber während einige meiner Freunde anderswo kämpften, stand ich plötzlich mit Menschen am Turm, mit denen ich sonst kaum oder gar nicht unterwegs bin, und wir verteidigten gemeinsam dieses kleine Stück Prigorodki.


    Eigentlich war das ein schöner Moment.
    Und trotzdem hat er mich nachdenklich gemacht.
    In den letzten Seasons ist unglaublich viel entstanden: Events, Geschichten, Begegnungen. Unsere Camps sind gewachsen, die Samariter haben sich verändert und irgendwo dazwischen ist auch immer mehr Verantwortung entstanden. Für Orte. Für Menschen. Für Projekte. Für Dinge, von denen ich früher vermutlich nicht einmal gedacht hätte, dass ich sie irgendwann machen würde.
    Ich möchte davon nichts missen.
    Aber vielleicht habe ich gestern auch gemerkt, dass ich zwischen all dem manchmal etwas vermisse.
    Nicht das alte Chernarus. Nicht irgendeine bestimmte Season. Und eigentlich möchte ich auch gar nicht zurück.

    Ich möchte nur wieder etwas öfter mit meinen Leuten losziehen, ohne dass es dafür einen besonderen Grund braucht. Gemeinsam Unsinn machen, irgendwo hängenbleiben, am Feuer sitzen, ein Auto gegen einen Baum setzen und anschließend darüber diskutieren, ob es ein Lag gewesen war. Irgendwohin laufen, obwohl keiner so genau weiß, warum wir eigentlich dorthin wollen.
    Einfach schauen, was Chernarus mit uns vorhat.
    Vielleicht war es deshalb gar nicht schlimm, dass an diesem Abend ausgerechnet andere Menschen mit mir unseren Turm verteidigten.
    Vielleicht musste ich erst einmal merken, dass meine Leute inzwischen auch ihre eigenen Wege gehen. Und dass ich mir wünschen darf, wieder häufiger einen Teil davon gemeinsam mit ihnen zu gehen.


    Am Freitag kommt der Wipe.
    Alles auf Null.
    Vielleicht ist das diesmal gar kein schlechter Zeitpunkt.
    Nicht, um wieder von vorne anzufangen.
    Sondern um zwischen all dem Neuen ein bisschen von dem wiederzufinden, weshalb wir irgendwann einmal angefangen haben.
    Und wenn Chernarus uns dabei wieder völlig andere Pläne vor die Füße wirft?
    Nun.
    Dann schauen wir eben, was daraus wird. 💛

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und wir sehen uns nach dem Wipe!

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    🎞️STREAM vom Samstag, 08.08.2026

    🌿DayZ mit Herz - Heute Abend schützt mich nichts mehr! (Herzzeit #031) #gdz #dayzrp #dayz
    Hallo ihr Lieben,Es ist so weit: Das große Saison-Finale auf dem GDZ-Vanilla-Server steht an! In dieser Folge der „Herzzeit“ lassen wir die Tradition des Abs...
    www.youtube.com

    07.08.2026 – Tag 121 (Freitag) – Die Falle


    Hallo ihr Lieben!

    Es gibt Dinge, an denen man merkt, dass sich eine Season ihrem Ende nähert. Die Vorräte werden großzügiger verteilt, Autos etwas weniger liebevoll behandelt, überall wird darüber gesprochen, was man vor dem Wipe unbedingt noch machen möchte... tja und irgendwann beginnen Menschen dann plötzlich damit, Sprengfallen in Kochhäuser zu legen.
    Offenbar waren wir an diesem Punkt angekommen.


    ⚠️ Ein Draht zu viel

    janinesta (Selina) meldete sich aus Prigorodki mit einer Nachricht, die mir überhaupt nicht gefiel.
    Im Kochhaus war ein Stolperdraht gespannt worden. Und daran hing nicht etwa eine harmlose Rauchgranate, sondern etwas, das einem den Morgen ziemlich nachhaltig verderben konnte.
    janinesta (Selina) hatte die Falle sogar versehentlich ausgelöst.

    Zum Glück bemerkte sie sofort, was passiert war, und schaffte es gerade noch rechtzeitig in Deckung. Die Granate detonierte, janinesta (Selina) blieb am Leben – und zurück blieb vor allem die Frage, wer so etwas mitten in unserem Camp aufbaute.
    Es war wieder diese Zeit der Season. Wohlstandsdepression...Die Zeit, in der man bei jedem fremden Gesicht etwas genauer hinsah und sich bei jedem Geräusch fragte, ob irgendwo wieder jemand eine ausgesprochen kreative Vorstellung von Humor entwickelt hatte, weil ihm einfach langweilig geworden war.
    Natürlich fiel auch Thorns Name.

    Nicht, weil wir irgendeinen Beweis hatten. Eigentlich hatten wir überhaupt nichts. Aber er war neu, er war sonderbar und wir kannten ihn kaum. Das reichte nicht für eine Anschuldigung – und sollte es auch niemals. Aber für einen Gedanken reichte es leider schon.

    🎭 Die verbotene Maske

    Pinky, janinesta (Selina) und unser Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 rückten später gemeinsam aus und entdeckten in der Blutopia-Halle einen Überlebenden.
    Sie sprachen ihn an.
    Keine Reaktion.
    janinesta (Selina) wurde misstrauisch und fesselte den Fremden schließlich, während Nr. 371 bereits versuchte, die Situation irgendwie zu erklären und sich vorsorglich zu entschuldigen. janinesta (Selina) nahm ihm die Waffen ab – und irgendwann erwachte der Fremde aus seiner eigentümlichen Erstarrung.
    Es war Thorn.
    Der verstand die Welt nicht mehr.
    Nr. 371 allerdings auch nicht.
    Denn Thorn hatte eine Maske getragen.
    Eine ganz bestimmte Maske.
    Sueda hatte sie ihm bereits vom Gesicht gezogen und betrachtete sie mit entsprechend wenig Begeisterung. Die Schweinemaske...

    „Forbidden Mask.“, sagte sie.
    Thorn schaute vermutlich ungefähr so verständnislos wie immer.
    „Mask dangerous.“
    Es war eine dieser @E.C.H.O.-Masken.
    Thorn wusste natürlich nichts davon, welche Bedeutung dieses Stück Stoff für andere hatte. Für ihn war es vermutlich einfach nur eine Maske gewesen. Für Nr. 371 dagegen gehörte sie zu jemandem, bei dem man besser nicht ungefragt zu kopieren versuchte.
    Sie banden Thorn wieder los.

    Er erzählte, er habe von seinem Boot aus einen Knall gehört und sei deshalb hergekommen. Mit der Falle habe er nichts zu tun.
    Vielleicht war das tatsächlich alles.


    🐔 Das tote Huhn

    Zurück in Prigorodki machten Thorn und Nr. 371 dann noch eine Entdeckung.
    Am Öltank lag ein totes Huhn.
    Einfach so.
    Tot.
    Man kann in Chernarus vermutlich vernünftigere Dinge tun, als in einem toten Huhn nach einer Botschaft zu suchen.
    Aber nach einer Sprengfalle im Kochhaus betrachtet man selbst Geflügel plötzlich mit einem gewissen Misstrauen.
    War es ein Vorbote?
    Ein Zeichen?
    Eine Warnung?

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 erinnerte sich und sagte bedeutungsschwer "It's a sign!". Sie hatte die Zeit miterlebt, als an den Camps tote Hühner hinterlassen worden waren. Ob das etwas mit der Rückkehr von jayphiiyo zu tun hatte? Hatte sich da jemand einen besonders makaberen Scherz erlaubt?
    Oder war es einfach nur ein totes Huhn?
    Wir beschlossen vorerst, dem Huhn keine größere politische Bedeutung beizumessen. Aber unwohl war uns schon. Wenn jemand dahinter steckte wusste er, wie man uns aus der Reserve locken konnte.

    🔨 Die letzten Vorbereitungen

    Pinky und janinesta (Selina) gingen noch einmal gemeinsam auf Tour. Die Zentrale sollte für das Abschlussballern gefüllt werden und inzwischen wanderte ohnehin alles, was noch irgendwie brauchbar war, dorthin.
    Ich traf unterdessen auf einen Überlebenden namens 13monk12 , der nicht zum ersten Mal in Chernarus unterwegs war. Er wollte sich eine Basis bauen und hatte ziemlich klare Vorstellungen davon, was er anschließend damit anfangen wollte.
    Möglichst schnell möglichst viel raiden.
    Nun ja.
    Jeder braucht Ziele im Leben...

    Ich lud ihn zum Abschlussballern ein. Wenn jemand unbedingt schießen wollte, dann konnten wir ihm wenigstens einen Ort anbieten, an dem das ausdrücklich erwünscht war.

    💥 Prigorodki brennt?!

    Später war Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 in der Zentrale damit beschäftigt, die Sachen für das Abschlussevent zu sortieren, als eine Explosion durch Prigorodki hallte.
    Fast gleichzeitig meldete sich WhiskeyMixer. Schüsse am Camp.
    Sueda ließ alles stehen und liegen und rannte los.
    Als sie sich näherte, sah sie roten Rauch aus dem Kochhaus quellen. Für einen Augenblick sah es aus, als würde das ganze Camp brennen. Dicker Rauch hing zwischen den Gebäuden und machte es beinahe unmöglich zu erkennen, was dort eigentlich passiert war.
    Sie näherte sich vorsichtig.
    WhiskeyMixer versuchte Kontakt aufzunehmen.
    Keine Antwort.
    Auch auf Suedas Rufe reagierte niemand, aber irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht.
    Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 schlich sich ins Kochhaus. WhiskeyMixer rückte nach.
    Und dann bemerkte er den Draht. Zu spät. Er geriet ins Straucheln.
    Wieder eine Falle.
    Direkt am Eingang.
    WhiskeyMixer reagierte schnell genug und brachte sich in Sicherheit.
    Sueda nicht.
    Die Tür zum Kaminbereich war von innen verschlossen und für sie gab es in diesem Augenblick keinen Weg mehr heraus. Sie saß in der Falle und sah der Explosion mit zusammengebissenen Zähnen entgegen.
    Die Granate detonierte und das Kochhaus verschwand für einen Moment in Lärm, Rauch und Chaos.
    Als Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 wieder die Augen öffnete, hörte sie das Meeresrauschen.
    Küste.
    Natürlich.
    Sie rappelte sich auf und machte sich sofort wieder auf den Weg nach Prigorodki.
    Blitzo und WhiskeyMixer hatten inzwischen ihre Sachen gesichert. Vom Verantwortlichen dagegen fehlte jede Spur. Niemand war im Camp. Niemand antwortete. Niemand lief davon.
    Als hätte sich derjenige, der all das vorbereitet hatte, einfach in Luft aufgelöst.
    Und genau das machte mir mehr Sorgen als die Falle selbst.

    🕯️ Wer war hier?

    Erst später fielen uns die kleinen Veränderungen auf.
    Der Steinkreis am Lagerfeuer war zu einem Ofen umgebaut worden.
    Eine Schweißermaske lag im Camp.
    Jemand war also nicht nur für wenige Sekunden hier gewesen, hatte einen Draht gespannt und war wieder verschwunden. Da hatte sich jemand beschäftigt.
    Und unweigerlich fiel wieder Thorns Name.
    Er hatte erzählt, er habe einen Knall gehört. Er hatte seine Unschuld beteuert. Eigentlich gab es keinen vernünftigen Grund, ihm nicht zu glauben.
    Nur kannten wir ihn kaum.

    Gestern hatte ich noch mit ih Paprika gegrillt, ihm gezeigt, wie man baut, ihr einen kleinen Ort zum Leben eingerichtet und versucht, ihm diese für sie völlig fremde Welt zu erklären. Ich mochte den Gedanken nicht, dass ausgerechnet er hinter all dem stecken könnte.
    Vielleicht gerade deshalb beschäftigte er mich.
    Aber ein ungutes Gefühl ist kein Beweis.
    Und nach allem, was in dieser Season passiert war, wollte ich nicht anfangen, jeden Fremden zum Feind zu erklären, nur weil ich keine bessere Antwort hatte.
    13monk12 kam schließlich ebenfalls zum Camp, um zu helfen.
    Und während wir aufräumten, blieb eine Frage zurück, auf die niemand eine Antwort hatte:
    Wer legte diese Fallen und warum?


    🌅 Gedanken zum Schluss

    Vielleicht war es bezeichnend, dass mich heute weniger die Explosion beschäftigte als die Ungewissheit danach.
    Eine Granate ist wenigstens eindeutig. Sie explodiert, richtet Schaden an und danach weiß man, womit man es zu tun hatte.

    Misstrauen funktioniert anders.
    Es beginnt mit Kleinigkeiten.
    Ein Fremder, den man noch nicht kennt. Eine Maske, die für ihn nichts bedeutet und für jemand anderen sehr viel. Ein totes Huhn, das wahrscheinlich einfach nur ein totes Huhn ist. Ein umgebauter Feuerplatz. Eine Schweißermaske. Und irgendwann fügt der eigene Kopf all diese Dinge zu einer Geschichte zusammen, obwohl man gar nicht weiß, ob sie zusammengehören.
    Nach dieser Season wäre es leicht, darin immer besser zu werden.
    Vielleicht sogar zu leicht.

    Ich möchte vorsichtig sein. Gerade nach allem, was passiert ist. Ich möchte nicht noch einmal wehrlos dastehen, wenn jemand unsere Hilfsbereitschaft gegen uns verwendet.
    Aber ich möchte genauso wenig irgendwann auf unserem Turm stehen und in jedem Menschen, der sich Prigorodki nähert, nur noch eine mögliche Gefahr sehen.
    Denn dann hätte diese Season etwas mit uns gemacht, das mir sehr viel weniger gefällt als ein Loch im Kochhaus.

    Also werden wir die Augen offenhalten.
    Wir werden Stolperdrähte suchen, bevor wir irgendwo hineinlaufen.
    Und vielleicht behalten wir auch das eine oder andere Huhn etwas genauer im Auge.
    Aber solange ich keinen Grund habe, etwas anderes zu glauben, bleibt ein Fremder zunächst ein Fremder.
    Und nicht automatisch ein Feind.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    06.08.2026 – Tag 120 (Donnerstag) – Merkwürdige Fremde und alte Freunde


    Hallo ihr Lieben!

    Manchmal beginnt ein Tag mit einer Frage, die einem schwerer im Magen liegt, als sie eigentlich sollte. Und manchmal endet er damit, dass man einem Menschen erklären muss, dass ein Auto im Grunde nur ein sehr schneller Pferdewagen ohne Pferde ist...
    Dazwischen lag heute einiges.


    💔 Alte Freunde, neue Namen

    Die Sache mit der I.K.E.A.-Nichtbase ließ mir keine Ruhe. Inzwischen war klar, dass dort nicht einfach nur jemand ein wenig herumgestöbert hatte. Die Base war aufgebrochen und geplündert worden, "HERBIE" verschwunden gewesen und einiges an Ausrüstung fehlte. I.K.E.A. hatte einen Teil davon später in Zelenogorsk wiedergefunden und zurückerobert.
    Und dann fielen Namen.

    jayphiiyo und ninja2.00926 (UltrA).
    Ausgerechnet die beiden.
    Ich wollte es nicht glauben.

    Weder bei jayphiiyo noch bei ninja2.00926 (UltrA). Dafür hatten wir zu viel miteinander erlebt. Wir kannten uns lange genug, hatten miteinander gelacht, einander geholfen und einige ziemlich schwierige Zeiten in Chernarus gemeinsam überstanden. Erst vor wenigen Tagen hatte ich mich noch darüber gefreut, dass sie vielleicht zurückkommen würden.
    Aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kleine Dinge schienen plötzlich zusammenzupassen.
    jayphiiyo hatte erzählt, dass sie in Novodimitrovsk gewesen war. Sie hatte WhiskeyMixer Angebot einer Olga ausgeschlagen. Und dann war da dieser schweigsame Fremde gewesen, den Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 am Camp getroffen hatte.
    Er hatte weder gesprochen noch geschrieben.
    Also hatte Sueda ihn aufgefordert, seinen Namen zu tanzen.
    LEON.

    Damals hatten wir darüber gelacht. Jetzt fiel mir wieder ein, dass der Fremde jayphiiyo sehr ähnlich gesehen hatte.
    Ich mochte die Richtung nicht, in die meine Gedanken gingen.
    Vielleicht gerade deshalb, weil ich wusste, dass ich jayphiiyo gegenüber nicht unvoreingenommen war. Ein Teil von mir suchte nach Erklärungen, weshalb sie es unmöglich gewesen sein konnte. Ein anderer sah die einzelnen Puzzlestücke und fragte immer wieder: Aber was, wenn doch?
    Und vor allem: Warum?
    Warum sollte sie freundlich mit WhiskeyMixer sprechen, ein angebotenes Auto ablehnen und kurz darauf gemeinsam mit ninja2.00926 (UltrA) ausgerechnet I.K.E.A. ausräumen? Warum sollte sie sich hinter einem anderen Namen verstecken? Was war in der Zeit passiert, in der wir nichts voneinander gehört hatten? Und UltrA... was hatte sie dazu veranlasst?

    Ich hatte keine Antwort.
    Und diesmal wollte ich auch keine erfinden.


    🤝 Ein Gespräch bringt Klarheit

    Zum Glück blieb es nicht bei Gerüchten.
    jayphiiyo ging nach einer Stellungnahme von I.K.E.A. mit WhiskeyMixer ins Gespräch. Kein Anschreien, keine Vorwürfe quer durch Chernarus, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe. Und damit sah die Geschichte plötzlich ganz anders aus.
    jayphiiyo war nicht an dem Raid beteiligt gewesen. ninja2.00926 (UltrA) hingegen schon.
    Mit ihr unterwegs war Leonie – und damit erklärte sich vermutlich auch unser tanzender LEON. Sie sah jayphiiyo offenbar so ähnlich, dass wir aus unseren Beobachtungen den falschen Schluss gezogen hatten.
    Und auch hinter dem Raid steckte wohl keine große Abrechnung mit I.K.E.A.

    ninja2.00926 (UltrA) und Leonie hatten offenbar gar nicht gewusst, wessen Anlage sie da vor sich hatten. Leonie wollte ausprobieren, wie ein Raid funktioniert, und die beiden hatten sich anschließend nach Zelenogorsk zurückgezogen. Dass sie damit ausgerechnet bei Menschen eingebrochen waren, zu denen es eine lange gemeinsame Geschichte gab, war ihnen anscheinend nicht bewusst gewesen. So zumindest ihre Version der Geschichte.

    Das machte die Sache für I.K.E.A. natürlich nicht ungeschehen.
    WhiskeyMixer hatte allen Grund, enttäuscht zu sein. Und auch jayphiiyo schien die Aktion alles andere als gutzuheißen. Welche Konsequenzen daraus entstehen würden, wusste ich nicht. Ehrlich gesagt wollte ich mich dort auch gar nicht einmischen wollen. Das war etwas, das die Beteiligten miteinander klären mussten.
    Mir war etwas anderes wichtig: Ich glaubte jayphiiyo und ich fühlte mit WhiskeyMixer.
    Anfangs war ich skeptisch gewesen. Das gebe ich offen zu. Zu viele Kleinigkeiten hatten scheinbar zusammengepasst und nach allem, was in dieser Season geschehen war, fiel es mir nicht immer leicht, solche Zweifel einfach beiseitezuschieben. Aber gerade deshalb war ich froh, dass gesprochen wurde.
    Vielleicht war das heute die wichtigere Erkenntnis.

    Manchmal sieht eine Geschichte aus der Entfernung vollkommen eindeutig aus. Man hat Beobachtungen, Erinnerungen und scheinbar passende Zusammenhänge und setzt daraus ein Bild zusammen.
    Und trotzdem kann am Ende jemand ganz anderes darauf zu sehen sein.


    🌹 Thorn

    Während sich dieses Knäuel langsam entwirrte, hatte janinesta (Selina) in Prigorodki eine ganz andere Begegnung.
    Eine Fremde war am Camp aufgetaucht, die sich Rosethorn oder einfach „Thorn“ nannte. Sie sprach Englisch und hatte eine etwas eigentümliche Art, von sich selbst in der dritten Person zu reden. Sie suchte offenbar einen Ort, an dem sie bleiben konnte.
    Als die Nacht hereinbrach, kam auch ich zum Camp und lernte sie kennen. Thorn suchte eine Kopflampe und so gab ich ihr kurzerhand meine. Sie legte ihre Augenbinde ab, setzte die Lampe auf und bedankte sich. Das würde sie sich merken, sagte sie.
    Es seien nette Leute hier.

    Später kam sie tatsächlich noch einmal zurück und brachte uns einen Stromgenerator.
    Nun, offenbar hatte sie es wirklich ernst gemeint.


    🧭 GPS à la Selina

    Währenddessen steckte unser Neuzugang baerle irgendwo an der Ostküste fest.
    Zumindest behauptete er das.
    WhiskeyMixer, Blitzo und NiggoB waren gerade mit dem Auto unterwegs und fuhren durch Elektrozavodsk, als baerle plötzlich meldete, dass er ein Auto hören könne.
    Moment.
    Ostküste?
    Elektrozavodsk?
    janinesta (Selina) hatte eine Idee.
    „Hupt mal.“
    Die Jungs hupten.
    baerle hörte das Hupen.
    Damit war seine Position zumindest grob bestimmt: Er war noch nicht einmal in Elektrozavodsk angekommen...

    janinesta (Selina) nannte ihre neue Erfindung lachend GPS à la Selina.
    Man sammelte den Orientierungskünstler schließlich ein und brachte ihn zum Airfield, wo er eigentlich hinwollte.
    Dort wurde er dann jedoch erschossen.
    Natürlich...
    Also holten Pinky und janinesta (Selina) ihn anschließend wieder ab und statteten ihn erneut aus. Immerhin waren ihre Touren ansonsten erfolgreich. Fast alle Konvois wurden abgefahren und die beiden kamen mit ziemlich guter Beute zurück.


    🔥 Völlerei!

    Ich verbrachte unterdessen mehr Zeit mit Thorn.
    Wir grillten Paprika am Camp und später halfen Pinky und janinesta (Selina) uns dabei, Steine für einen neuen Feuerkreis zu suchen, denn unser alter war verschwunden. Dabei wurde immer deutlicher, dass Thorn tatsächlich ziemlich fremd in unserer Welt war. Nicht nur neu in Chernarus – vieles schien ihr grundsätzlich unbekannt zu sein. AUßerdem war er tatsächlich keine Frau, wie anfangs gedacht. Er hatte einfach nur ein Kleid getragen, da ihm andere Kleidung fehlte.

    Thorn erinnerte mich ein wenig an den Ritter Lachs von Stromschnelle ( DerLachs ), der vor einiger Zeit bei uns aufgetaucht war.
    Besonders deutlich wurde das, als sich ein Auto näherte.

    Thorn war vollkommen überfordert mit diesem lärmenden Ding und sprach immer wieder von einem „Beast“. Ich versuchte schließlich, es in Begriffe zu übersetzen, mit denen er vielleicht etwas anfangen konnte.
    Ein Pferdewagen.
    Nur schneller.
    Und ohne Pferde.
    Damit konnte er zumindest etwas anfangen.

    WhiskeyMixer und NiggoB hatten unterdessen beschlossen, das Kochhaus mit Rindersteaks zu füllen.
    „Völlerei!“, stellte Thorn fest.
    Ich betrachtete den Fleischberg.
    „Oh. Noch mehr Arbeit …“
    WhiskeyMixer fand meine Reaktion aus irgendeinem Grund niedlich.

    🔫 Der Feuerstab

    Später zeigte ich Thorn noch einige Dinge, die man in Chernarus früher oder später kennen sollte. Darunter Waffen.
    Er nahm meine Erklärungen aufmerksam auf, gestand allerdings selbst, dass sie nicht unbedingt die Hellste sei. Einen „Fup“, wie wir unsere Granatwerfer aufgrund des charakteristischen Geräusches beim Abschuss einer Granate nannten, hielt er zunächst für eine Art Prügel aus Metall und Holz.
    Also zeigte ich ihm meinen "Feuerstab".
    Eine DMR.
    Ich warnte ihn noch vor dem Knall.
    Es half nicht.
    Als ich schoss, erschrak er trotzdem gewaltig.

    Ich betrachtete die Waffe einen Augenblick und erklärte ihm dann, dass es vermutlich eine ziemlich gute Idee wäre, einen großen Bogen um Menschen zu machen, die so etwas in den Händen hielten.
    Das schien eine Lektion zu sein, die er sich merken wollte.


    🏠 Ein Nest für Thorn

    Während wir weiter nach Steinen suchten, erzählte Thorn schließlich etwas von sich.
    Er sei an einem Steg in Chernogorsk zu sich gekommen. SeinHaus habe gebrannt. Sein Vater habe sich geopfert und er selbst sei mit einem schwarzen Schlauchboot hierher gelangt.
    „Black floaty“, nannte er es.
    Ich wusste nicht, wie viel davon ich verstehen konnte oder sollte. Aber ich konnte ihm zumindest erklären, wo er nun war.
    Chernarus.
    Und ich erzählte ihr von uns Samaritern. Von den Camps und davon, warum wir sie errichteten. Dass Menschen dort essen, trinken, sich ausstatten und einen Moment durchatmen konnten. Dass wir dafür keine Bezahlung erwarteten.

    Nur eines:
    Dass man die Camps und die Arbeit dahinter respektierte.
    Thorn nickte.
    Er fand das ehrenhaft.
    Ich lächelte etwas müde.
    Manchmal fand ich es vor allem schwierig.

    Aber nun brauchte Thorn selbst einen Ort zum Bleiben.
    Ein Nest, wie er es nannte.
    Also suchten wir eines.

    Ich zeigte ihm schließlich ein kleines Haus neben einem Bahnhof und brachte ihm bei, wie man einen Zaun errichtete und daraus ein Tor machte. Die nötigen Materialien stellte ich ihm zur Verfügung und Stück für Stück entstand tatsächlich ein kleiner geschützter Ort.
    Sein "Nest".

    Zum Schluss bekam er natürlich noch einen Begrüßungsteddy.
    Er bedankte sich und schließlich verabschiedeten wir uns.

    🌅 Gedanken zum Schluss

    Als ich später über den Tag nachdachte, musste ich ausgerechnet wieder an die Sache mit jayphiiyo denken.
    Wie schnell wir uns ein Bild von einem Menschen machen.
    Ein Fremder sieht aus wie jemand, den wir kennen. Ein paar Dinge passen zusammen. Ein Auto steht am falschen Ort. Jemand war zur richtigen oder falschen Zeit irgendwo unterwegs – und plötzlich scheint eine Geschichte fertig zu sein.
    Nur war sie es nicht.

    Vielleicht hat mich gerade deshalb die Begegnung mit Thorn heute so beschäftigt. Bei ihm wusste ich fast gar nichts. Seine Worte klangen seltsam, unsere Welt war ihm fremd und manchmal verstand ich nicht einmal, was er mir eigentlich sagen wollte.
    Also blieb mir gar nichts anderes übrig, als zuzuhören.

    Vielleicht sollten wir das auch bei Menschen tun, die wir schon lange kennen.
    Ich bin froh, dass ich meinen Zweifel an jayphiiyo nicht zu einer Gewissheit gemacht habe, bevor wir ihre Seite gehört hatten. Und ich bin froh, dass WhiskeyMixer mit ihr gesprochen hat.
    Was zwischen I.K.E.A., ninja2.00926 (UltrA) und Leonie nun geschieht, müssen sie selbst klären. Es wurde etwas kaputtgemacht und mit einem einfachen Missverständnis wird sich vermutlich nicht alles wieder zusammensetzen lassen.

    Aber zumindest weiß ich jetzt, dass nicht hinter jedem alten Gesicht plötzlich ein neuer Feind steckt.
    Manchmal ist es tatsächlich einfach jemand anderes.

    Und manchmal steht am Ende eines komplizierten Tages ein Fremder vor einem kleinen Haus, nennt es sein Nest und hält einen Teddy in den Händen.
    Damit kann ich wesentlich besser leben.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    05.08.2026 – Tag 119 (Mittwoch) – Abschiede auf vier Rädern


    Hallo ihr Lieben!

    Langsam merkt man Chernarus an, dass sich etwas dem Ende zuneigt. Orte, an denen sonst immer jemand werkelte, wirken plötzlich verlassen. Autos wechseln ihre Besitzer oder verschwinden auf wundersame Weise und tauchen ebenso wundersam irgendwo anders wieder auf. Alte Bekannte lassen sich wieder blicken, ohne dass man so genau weiß, ob sie wirklich zurück sind. Und während wir noch versuchen, die letzten Tage dieser Season zu genießen, fordert Chernarus natürlich weiterhin seine ganz eigenen Opfer.


    🚗 Eine Olga für Jay?

    WhiskeyMixer fand in Novaya Petrovka eine neue Olga und dachte dabei gleich an jayphiiyo . Falls sie tatsächlich wieder länger nach Chernarus zurückkehren wollte, hätte ein fahrbarer Untersatz schließlich nicht geschadet.
    Aber @Jayphiyo winkte ab. Sie brauchte kein Auto.

    Sie erzählte außerdem, dass sie in Novodimitrovsk gewesen sei. Wo auch sonst... Dort sei zu ihrer Enttäuschung allerdings kaum noch etwas los. Alles wirke ziemlich trostlos.
    Ein seltsamer Gedanke, wenn ich daran denke, wie viele Menschen dort schon unterwegs gewesen waren und wie viele Geschichten an solchen Orten hängen. Manchmal verschwinden nicht einmal die Gebäude und trotzdem fühlt sich ein Ort plötzlich leer an.

    Auch ninja2.00926 (UltrA) scheint wieder irgendwo in Chernarus unterwegs zu sein. Gemeldet hat sie sich bisher allerdings nicht. Vielleicht geht sie einfach ihre eigenen Wege. Es wäre ja nicht das erste Mal.
    Und einen ganz neuen Namen gab es ebenfalls: Bumsä Bär – oder baerle. So ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Wir werden vermutlich früh genug herausfinden, wer dahintersteckt.


    🏚️ Wo ist Herbie?

    Schwester Dasha stattete unterdessen der I.K.E.A.-Nichtbase einen Besuch ab und machte dort eine weniger schöne Entdeckung: Die Base stand offen.
    Und Herbie war weg.
    Sie begann erst einmal damit, aufzuräumen, ein paar Unterstände zu errichten und zu sichern, was noch zu sichern war. Aber natürlich blieb die Frage: Wer hatte das Auto genommen?
    Eine erste Antwort kam ausgerechnet von WhiskeyMixer. Der war später in Zelenogorsk unterwegs und fand dort – "HERBIE", den blauen Gunter im Hof der alten CHAOS-Basis stehen.

    Damit wussten wir immerhin, wohin das Auto verschwunden war. Nur nicht, wie es dorthin gekommen war.

    War CHAOS noch einmal dort gewesen? Hatte sich jemand anderes bedient? Und ganz kurz schlich sich sogar ein anderer Gedanke ein: jayphiiyo hatte gerade erst gesagt, dass sie kein Auto brauchte. Vielleicht, weil sie längst eines hatte?
    Nein. Beweise hatten wir dafür überhaupt keine und jemanden allein aufgrund eines zeitlichen Zufalls zu verdächtigen, wäre ziemlich unfair gewesen. Aber in Chernarus beginnt das Kopfkino bekanntlich schneller als uns lieb ist.
    Wir behielten die Sache also im Hinterkopf.

    🪦 Ruhe in Frieden, HERBERTIUS

    Während ein Auto wieder auftauchte, nahm ein anderes Abschied.
    "HERBERTIUS" ist tot.
    Pinky und janinesta (Selina) waren nahe Tisy unterwegs. Pinky wollte nach rechts und über das offene Feld fahren. Eigentlich kein besonders gewagtes Manöver. Nur hatte die Nacht gemeinsam mit seinem Nachtsichtgerät beschlossen, eine kleine Steinmauer aus seiner Wahrnehmung zu entfernen.
    Die Mauer war trotzdem da.
    "HERBERTIUS" danach leider nicht mehr wirklich.
    Damit endet die Geschichte eines weiteren Gefährts, das mehr erlebt hatte, als vermutlich irgendein Auto erleben sollte. Es hatte Touren überstanden, Versorgungsgüter transportiert, Menschen abgeholt und war mehr als einmal durch Situationen gefahren, bei denen ich lieber gar nicht wissen wollte, wie knapp es gewesen war.

    Und dann war es eine kleine Steinmauer.
    Ruhe in Frieden, HERBERTIUS. Du hast dein Bestes gegeben. Pinky vermutlich auch.

    🚙 Von Engeln und HEMLUT

    Zum Glück stand noch die Olga aus Novaya Petrovka zur Verfügung. Pinky und janinesta (Selina) nahmen sie an sich und begegneten bei Novodimitrovsk einem Überlebenden, ohne zunächst zu wissen, wen sie da eigentlich vor sich hatten.

    Es war der Engel von Novo, Angelus Novi.
    Der versuchte ihnen irgendwie verständlich zu machen, dass er bei Chernaya Dubrovka am Schrottplatz ein weiteres Auto gefunden hatte. Zunächst verstanden sie aber nicht, was er da nonverbal ausdrücken wollte. Es hatte wohl nicht jeder @E.C.H.O.s Talent..
    Aber am Ende machten sie sich auf den Weg und konnten schließlich tatsächlich einen schwarzen Gunter sichern.
    Und weil bei uns kein Auto lange namenlos bleibt, heißt der gute Mann nun: "HELMUT".
    Nein, nicht Hellmut. Einfach nur Helmut.
    Fragt Pinky und janinesta (Selina).


    🌅 Gedanken zum Schluss

    Heute musste ich daran denken, wie viel unserer Geschichte eigentlich an Dingen hängt, die auf den ersten Blick vollkommen austauschbar erscheinen.

    Ein Auto ist zunächst einmal nur ein Auto. Vier Räder, ein Motor, ein Kühler, der grundsätzlich genau dann kaputt geht, wenn man keinen Reservekühler bei sich hat.
    Und trotzdem werden daraus irgendwann "HERBERT", "HERBERTIUS" oder eben "HELMUT".
    Weil wir mit ihnen Menschen abholen. Weil wir darin gemeinsam lachen. Weil sie uns nach Hause bringen, wenn wir irgendwo an der Küste gestrandet sind. Weil wir uns darüber ärgern, wenn sie gestohlen werden, und uns freuen, wenn jemand sie irgendwo in Zelenogorsk wiederfindet.
    Vielleicht ist es mit den Orten ähnlich.

    @Jayphiyo fand Novodimitrovsk momentan trostlos. Dasha fand eine offene Nicht-Base. Vieles leert sich langsam und manches wird bereits aufgegeben. Das Ende der Season wirft seine Schatten voraus.

    Aber vielleicht sind es ohnehin nie die Autos, Camps oder Basen gewesen, die diese Welt mit Leben gefüllt haben.
    Es waren die Menschen darin.

    Und solange noch jemand einem fremden Überlebenden ein Auto anbietet, eine verlassene Base notdürftig wieder herrichtet oder mitten in der Nacht versucht, zwei Reisenden den Weg zu einem Gunter zu erklären, ist Chernarus vielleicht doch noch nicht ganz so trostlos.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    04.08.2026 – Tag 118 (Dienstag) – Eingeschlossen und aufgeschlossen


    Hallo ihr Lieben!

    Manchmal sind es nicht die großen Gefechte, die einen Tag in Chernarus bestimmen. Manchmal sperrt sich einfach jemand in seiner eigenen Basis ein. Und irgendwie passt das ganz gut zu diesen letzten Tagen einer Season, in denen vieles gleichzeitig zu Ende geht, neu beginnt oder noch nicht so recht weiß, was es eigentlich werden möchte.


    🏚️ Nichtbase unter Beschuss

    WhiskeyMixer berichtete zunächst von einem Raidversuch auf die I.K.E.A.-Nichtbase. Wer auch immer sich dort versucht hatte, war zumindest nicht besonders weit gekommen. Bis in den Innenhof hatte man es geschafft, dann war Schluss. Wer dahintersteckte, blieb unbekannt. WhiskeyMixer, dreizehnzwoelf (Max) und Jannnik versuchten später noch einmal, Kontakt zu der Gruppe mit den schwarzen Armbinden aufzunehmen, die wohl durch die Lande streifen sollte, trafen jedoch niemanden an. Noch immer stand die Frage im Raum, wer bei ihnen eingebrochen war und warum. Eine Antwort gab es heute nicht.



    🔐 Notruf aus Elektrozavodsk

    Dafür erreichte mich ein ganz anderer Hilferuf.
    Tim saß fest.
    In seiner eigenen Basis.
    Das Tor, das ich ihm gestern noch so fürsorglich gebaut hatte, erfüllte seine Aufgabe offenbar ein bisschen zu gut. Tim war drinnen, das Zahlenschloss draußen und damit hatte Elektrozavodsk vermutlich die erste Basis, die ihren Bewohner erfolgreicher fernhielt als irgendwelche Raider.
    Immerhin hatte Tim zuvor jemanden vor der Tür gehört und sich geweigert, einem völlig Fremden einfach seinen Code zu verraten. Das war definitiv die richtige Entscheidung. Lieber einmal den Samariter-Schlüsseldienst rufen, als anschließend zwar aus der Basis herauszukommen, dafür aber die halbe Einrichtung los zu sein.

    Ich wollte gerade aufbrechen, da stand auch bei mir ein Fremder am Camp.
    Er winkte freundlich, sprach allerdings nicht. Schreiben konnte er dafür und stellte sich als „Mission Impossible“ vor. Viel Zeit für eine ausführliche Begrüßung blieb mir leider nicht. Ich erklärte ihm im Schnelldurchlauf, was es mit unserem Camp auf sich hatte, dass er sich bedienen durfte und dass hier jeder willkommen war, der sich entsprechend benahm. Dann verabschiedete ich mich.
    Mission Impossible musste warten.
    Mission Tomaten-Tim hatte Vorrang.

    In Elektrozavodsk angekommen, konnte ich Tim schließlich aus seinem selbstgewählten Gefängnis befreien. Damit war die Sache erledigt und ich war ein kleines bisschen froh, dass die erste große Bewährungsprobe meines gestern gebauten Tores kein feindlicher Raid gewesen war, sondern sein eigener Bewohner.


    🏹 Schießübungen und eine SCR

    Da Chantal heute leider nicht da war und deshalb auch keine weiteren Fahrstunden genießen konnte, suchten Pinky und Jannnik sich eine andere Beschäftigung. Es wurde mit der SCR und einem Bogen geübt. Pinky durfte dabei als Versuchsobjekt herhalten.
    Fragt nicht.

    Auch Arndt kam vorbei und brachte eine gute Nachricht mit: An einem Konvoi hatte er endlich die SCR gefunden, nach der er schon so lange gesucht hatte. Eigentlich hatte ich vorgehabt, ihm eine zu schenken. Nach allem, was zwischen uns in dieser Season passiert war, klingt dieser Satz vermutlich selbst für mich ein wenig merkwürdig. Aber ich hatte nicht vergessen, dass ausgerechnet Arndt vor einigen Tagen in Prigorodki geblieben war und unser Camp verteidigt hatte, als andere auf uns schossen. Dafür wollte ich mich bedanken.
    Nun hatte Chernarus ihm selbst eine gegeben.
    Vielleicht war das auch ganz gut so.

    🎉 Die letzten Tage

    Und damit rückte etwas anderes immer näher, das wir schon länger im Hinterkopf hatten.
    Das Abschlussballern.

    In wenigen Tagen sollte es stattfinden – und zwar hier in Prigorodki.
    Ja, das mochte den einen oder anderen überraschen. Season für Season war am Ende Prigorodki und das Camp immer wieder unfreiwillig zur Zielscheibe geworden. Warum nun nicht einmal den Spieß umdrehen und den Konflikt bewusst ans Lager holen und gerade so den Leuten geben, was sie suchten? Wir wären vorberietet und es wäre an einem Abend ausgestanden.
    Und wenn diese Season schon irgendwann vorübergehen würde, dann konnten wir wenigstens dafür sorgen, dass all die Waffen, Munition und Ausrüstung, die inzwischen in der "Zentrale" herumlagen, noch einmal einen vernünftigen Zweck erfüllten. Oder zumindest das, was wir in Chernarus unter „vernünftig“ verstehen.

    Ich freute mich darauf. Gleichzeitig war da dieses merkwürdige Gefühl, das sich immer einstellt, wenn das Ende näher rückt. Noch pflanzten wir Gemüse. Noch bauten wir Tore. Noch sammelten wir Ausrüstung und begrüßten neue Menschen.
    Und gleichzeitig sprachen wir schon vom Abschluss.

    💃 Mein Name ist …

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 bekam später ebenfalls Besuch von einem schweigsamen Fremden. Der Mann sprach nicht. Schreiben wollte oder konnte er ebenfalls nicht.
    Nun ist Sueda bekanntlich nicht unbedingt dafür bekannt, schnell aufzugeben.
    Also forderte sie ihn kurzerhand auf, seinen Namen zu tanzen.
    Und er tat es tatsächlich.
    L.
    E.
    O.
    N.


    Aha.
    Manchmal frage ich mich, ob wir in unseren Einführungskursen inzwischen Dinge vermitteln, die in keinem vernünftigen Überlebensratgeber stehen dürften...


    🍅 Die Tomatenfrage

    Weniger erfreut war Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 über eine andere Entdeckung: Tomaten.
    Viele Tomaten.
    Zu viele Tomaten.

    Was für Tim ein vollkommen harmloses Gemüse darstellte, weckte bei Sueda noch immer Erinnerungen an die Kirchenheinis und deren etwas… eigenwilligen Umgang mit diesem Gewächs und die qualvollen Tage, die sie dem militanten Arm der Kirche - jetzt quasi ein neuer Kult - ausgeliefert gewesen war.

    Entsprechend fluchend machte sie sich daran, das Problem zu beseitigen.
    Ich fürchte, die Versöhnung zwischen Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 und der Tomate wird noch einige Seasons dauern.


    💛 Alte Gesichter, neue Season

    Dann erzählte WhiskeyMixer noch etwas, das mich nachdenklicher machte als all die kleinen Ereignisse des Tages.
    jayphiiyo sollte Gerüchten zufolge wieder unterwegs sein.
    Vielleicht würde sie zur neuen Season zurückkehren.

    Ich freute mich darüber. Wirklich. jayphiiyo gehörte schließlich zu den Menschen, mit denen wir einiges erlebt hatten, und natürlich würde sie an unseren Camps auch weiterhin willkommen sein.
    Trotzdem blieb neben der Freude ein leiser Gedanke zurück.
    Wie würde es diesmal werden?
    Nicht nur mit jayphiiyo . Mit uns allen.

    In den vergangenen Monaten hatte sich so viel verändert. Menschen waren gekommen und gegangen. Freundschaften hatten sich verschoben, manche Beziehungen waren enger geworden, andere schwieriger. Einige hatten sich zurückgezogen und andere standen plötzlich an unserer Seite, von denen ich es nie erwartet hätte.
    Und auch wir waren nicht mehr dieselben wie am Anfang dieser Season.


    🌅Gedanken zum Schluss

    Vielleicht ist das der Grund, weshalb sich ein Wipe niemals nur wie ein Neustart anfühlt. Die Welt wird zurückgesetzt, unsere Erinnerungen aber nicht.
    Nein, wir nehmen sie mit, selbst wenn wir sie nur allzu gerne loslassen würde.
    All die guten und schlechten Begegnungen, unsere Zweifel, die Fehler, das gemeinsame Lachen und vermutlich auch Suedas tief verwurzeltes Misstrauen gegenüber der Kirche und Tomaten.

    Was daraus in der nächsten Season wird, weiß ich nicht.
    Aber vielleicht muss ich das auch noch gar nicht wissen.
    Noch stehen unsere Camps.
    Noch sind ein paar Tage übrig.
    Und bevor wir uns Gedanken darüber machen, was danach kommt, wird in Prigorodki erst einmal geballert.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    03.08.2026 – Tag 117 (Montag) – Tomaten und Übungsraids


    Hallo ihr Lieben!

    Nach den aufwühlenden letzten Tagen durfte es heute gerne etwas ruhiger werden. Keine alten Schatten, die plötzlich wieder vor dem Camp standen, keine nächtlichen Stimmen, bei denen mir das Blut in den Adern gefror. Stattdessen gab es einen Ausflug zur Gefängnisinsel, ein wenig Bauarbeit und sehr, sehr viele Tomaten...


    🏝️ FAT macht Inselurlaub

    Pinky, Selina und Chantal machten sich gemeinsam auf den Weg zur Gefängnisinsel. F.A.T. hatte eine Mission: Assault hatte ihnen seine dortige Basis zum Üben überlassen. Ein kleiner Übungsraid also, ausdrücklich mit seinem Einverständnis, und alles, was noch brauchbar war, durften sie mitnehmen.
    Allzu viel gab es allerdings nicht mehr zu holen. Jemand anderes war ihnen bereits zuvorgekommen und hatte die Basis aufgebrochen. Ob CHAOS, RAC oder jemand ganz anderes dahintersteckte, ließ sich nicht mehr feststellen. Assault nahm es gelassen. Er wollte ohnehin spenden, was noch übrig war, und kündigte an, in der kommenden Season wiederzukommen.
    Das freute mich fast mehr als irgendwelche Beutestücke von der Insel.

    Manche ziehen weiter, manche verschwinden irgendwann einfach – und manche sagen: Bis zum nächsten Mal.

    The_GraveDigger hatte unterdessen in Berezino ebenfalls Besuch. Ein Bambi tauchte am Camp auf, sprach allerdings kein Wort und zog bald wieder seiner Wege. Vielleicht ninja2.00926 (UltrA)? Ganz sicher waren wir uns nicht. Aber es blieb friedlich und damit war eigentlich alles gesagt.


    🔨 Ein Zuhause für Tomaten-Tim

    Mich zog es derweil nach Elektrozavodsk. Ich hatte Baumaterial eingepackt und wollte endlich die Wand am dortigen Camp wieder aufbauen. Seit Tim Gefallen an dem Ort gefunden hatte, schien mir ein kleiner geschützter Rückzugsort gar keine schlechte Idee zu sein.
    Auf dem Weg dorthin entdeckte ich allerdings eine Rauchgranate mitten auf einem Feld.
    Ich hielt Ausschau nach jemandem, konnte aber weit und breit keinen Menschen erkennen. Nach den vergangenen Tagen war mir bei solchen Dingen nicht unbedingt nach neugierigem Hinterherlaufen zumute. Also fuhr ich weiter.

    In Elektrozavodsk angekommen, musste ich erst einmal grinsen.
    Tim hatte wirklich nicht untätig herumgesessen. Überall lag Essen und vor allem standen dort Tomaten. Jede Menge Tomaten...
    Seit der Geschichte mit der Kirche habe ich zu Tomaten ein etwas gespaltenes Verhältnis. Man weiß schließlich nie, was andere Menschen in Chernarus mit Gemüse so alles anstellen. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 ist in dieser Frage allerdings wesentlich konsequenter als ich. Ihr zuliebe hatte ich bislang darauf verzichtet, unsere Camps großflächig mit den roten Dingern zu bepflanzen.
    Aber Tims Tomaten sahen harmlos genug aus.
    Hoffte ich.

    Ich kümmerte mich ein wenig um die Pflanzen und machte mich dann an die eigentliche Arbeit. Die Wand entstand wieder und schließlich stand auch das Tor. Kein großes Bollwerk und keine Festung, aber immerhin ein kleiner Bereich, in den Tim sich zurückziehen konnte. Wer sich irgendwo niederlassen möchte, braucht schließlich einen Ort, an dem er auch einmal die Tür hinter sich schließen kann.


    🌫️ Das Rätsel der Rauchgranate

    Nachdem die Arbeit erledigt war, machte ich mich wieder auf den Rückweg. Und dort begegnete mir schließlich derjenige, dem ich den ganzen Aufwand überhaupt zu verdanken hatte.
    Tim stand am Camp.
    Ich erzählte ihm, dass sein kleiner Rückzugsort wieder ein Tor hatte und dass ich mich auch ein wenig um seine Tomaten gekümmert hatte. Er bedankte sich und machte sich schließlich selbst wieder auf den Weg nach Elektrozavodsk. Dann erwähnte ich beiläufig die Rauchgranate, die ich auf der Hinfahrt auf dem Feld gesehen hatte.
    Tim grinste und da wurde ich misstrauisch.
    Es stellte sich heraus, dass ich mir über einen unbekannten Schützen überhaupt keine Gedanken hätte machen müssen. Tomaten-Tim hatte schlicht seinen neuen Granatwerfer ausprobiert.
    Vom Berg aus.
    Natürlich.
    Ich glaube, ich möchte gar nicht wissen, was als Nächstes passiert, wenn man einem Mann erst ein Zuhause baut, ihn dort Tomaten anbauen lässt und ihm anschließend einen Granatwerfer in die Hand gibt...


    🌅 Gedanken zum Schluss

    Vielleicht war es heute gerade das Unaufgeregte, das mir guttat.
    Assault überließ anderen die Überreste seiner alten Bleibe und versprach, wiederzukommen. The_GraveDigger begegnete einem schweigsamen Fremden und es geschah einfach – nichts. Und in Elektrozavodsk entstand hinter einer neuen Wand langsam ein kleines Zuhause für jemanden, den ich erst gestern kennengelernt hatte.

    Manchmal braucht es eben gar keine großen Geschichten; ein paar Bretter, ein Tor und jemanden, der sich darüber freut, können reichen.
    Und vielleicht ist das auch eine der schöneren Seiten des nahenden Endes dieser Season. Während überall bereits darüber gesprochen wird, was danach kommt, bauen manche Menschen trotzdem noch weiter. Sie pflanzen Gemüse, richten sich ein und machen Pläne, obwohl niemand weiß, wie lange das alles noch stehen wird.
    Eigentlich ist das ziemlich verrückt.
    Aber vielleicht ist genau das Chernarus.

    Wir wissen, dass nichts für immer bleibt – und bauen es trotzdem.
    Nur bei Tomaten-Tim werde ich künftig etwas genauer hinschauen, wenn irgendwo Rauch aufsteigt...

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    02.08.2026 – Tag 116 (Sonntag) – Von Wildgänsen und neuen Begegnungen

    Hallo ihr Lieben!

    Der Morgen begann mit einer Nachricht, die mich auf eine sehr unspektakuläre Weise ziemlich erleichterte: The_GraveDigger war früh in Prigorodki unterwegs gewesen, als ich bereits schlief und hatte nach dem Rechten gesehen. Das Camp war ruhig. Die "Zentrale" stand noch, die BBA war ebenfalls verschlossen und auch sonst gab es keine Anzeichen dafür, dass in den Stunden, in denen ich irgendwann vor Müdigkeit doch eingeschlafen war, jemand zugeschlagen hatte.

    Nach der Begegnung der vergangenen Nacht hatte ich mir darüber mehr Gedanken gemacht, als mir lieb war. Und auch wenn ich inzwischen wusste, dass mein Gefühl mich bei dem Fremden nicht getäuscht hatte, war zumindest nichts weiter geschehen. Es tat gut zu wissen, dass The_GraveDigger einfach nachgesehen hatte. Ohne großes Aufheben darum zu machen. Vielleicht ist genau das eine der angenehmsten Seiten unserer Gemeinschaft: Man muss nicht immer darum bitten, dass jemand ein Auge auf einen hat.

    🌱 Tomaten-Tim

    Während Chantal, Pinky und The_GraveDigger zur Gefängnisinsel aufbrachen, um bei Assaults Basis nach dem Rechten zu sehen und ein Sicherheitseinführung für Chantal mit Erlaubnis durchzuführen, zog es mich nach Solnichniy.

    Das Camp dort hatte wieder etwas Aufmerksamkeit nötig und eigentlich hatte ich mit einem ruhigen Vormittag gerechnet.
    Doch noch bevor ich überhaupt einen Fuß zwischen die Unterstände setzen konnte, bemerkte ich dort einen Fremden.
    Ich grüßte.
    Er rannte weg.
    Also tat ich das einzig Vernünftige und rannte ebenfalls weg.


    So ganz heldenhaft war das vermutlich nicht, aber nach den vergangenen Tagen musste ich nicht unbedingt ausprobieren, warum ein Fremder beim Anblick von mir die Flucht ergriff. Ich wollte das Dach der Krankenstation erreichen und mir die Sache von dort aus ansehen, sammelte auf dem Weg jedoch so viele Zombies ein, dass aus meinem geordneten Rückzug ziemlich schnell eine wilde Flucht wurde.
    Und ausgerechnet da kam der Fremde wieder auf mich zugerannt. Mit gezogener Waffe.
    „Nicht schießen!“, brachte ich noch hervor.
    Doch die Waffe galt gar nicht mir.
    Gemeinsam kämpften wir uns durch die Zombies, bis endlich Ruhe einkehrte. Keuchend bedankte ich mich bei meinem unerwarteten Retter und stellte mich vor. Er hieß Tim (Interception) war noch nicht lange hier und machte einen sympathischen Eindruck.
    Vor allem aber hatte er Tomaten...
    Damit war sein Name für mich natürlich entschieden: Tomaten-Tim.
    Meine Frage, womit er die Tomaten gedüngt hatte, beantwortete er glaubhaft damit, dass es kein Menschenfleisch gewesen sei. Nun gut. Man wird in Chernarus bescheiden mit seinen Ansprüchen.

    Wir legten gemeinsam Gemüse für das Camp an und brachen anschließend Richtung Elektrozavodsk auf, wo Tim sich offenbar ganz wohlfühlte. Unterwegs kämpften wir uns durch die üblichen Untoten, ich machte einen Abstecher nach Little Prigo und zeigte ihm schließlich auch unser Auffanglager in Elektrozavodsk. Zwei neue Beete kamen dazu und er schien das Camp zu mögen. Dann trennten sich unsere Wege vorerst und ich zurück nach Prigorodki weiter.
    Dort warteten bereits Kneipenwirt Blitzo, Chantal und Pinky.


    🧭 Ein alter Bekannter, der keiner sein wollte

    Lange hielt es mich allerdings nicht dort. Unsere Gaskanister waren verschwunden und so brach ich noch einmal auf, um Nachschub zu suchen. Als ich später zurückkehrte, kam mir ein Humvee entgegen. Er hielt an, E.C.H.O. stieg aus, deutete auf ein Bambi in einiger Entfernung – und fuhr weiter.
    Na vielen Dank auch.
    Natürlich ging ich hin.
    Der Fremde sprach Englisch und stellte sich als "Pontas" vor. Ich erklärte ihm, was es mit dem Camp auf sich hatte, zeigte ihm unsere Vorräte und sagte ihm, dass er sich nehmen durfte, was er zum Überleben brauchte. Er bedankte sich gleich mehrmals überschwänglich und zog schließlich weiter.
    Ganz geheuer war uns die Sache trotzdem nicht.
    Und später stellte sich heraus, dass unser Gefühl gar nicht so falsch gewesen war. „Pontas“ war eigentlich Pontan371, den wir durchaus schon aus früheren Zeiten kannten. Warum er so getan hatte, als wäre ihm das alles vollkommen neu, blieb sein Geheimnis. Andererseits hatte er sich anständig verhalten, nichts angestellt und war friedlich weitergezogen.
    Man muss vielleicht auch nicht jedes Rätsel sofort lösen.

    🔥 Die Wildgänse

    Als die Dunkelheit über Prigorodki hereinbrach, ging Pinky schlafen und schließlich saßen Chantal, E.C.H.O. und ich gemeinsam am Lagerfeuer.
    E.C.H.O. kümmerte sich auf seine ganz eigene Art rührend um Chantal. Er brachte uns Felle, damit wir nicht auf dem kalten Boden sitzen mussten, und schenkte ihr sogar ein Paar besonderer Lederschuhe. Und während das Feuer vor uns knisterte, musste ich an eine Geschichte denken, die ziemlich gut zu diesem Tag passte.
    Also erzählte ich ihnen von den Wildgänsen.
    Von Vögeln, die gemeinsam ziehen und dabei ihre Formation wechseln. Einer fliegt eine Weile voraus und nimmt den größten Widerstand auf sich. Wird er müde, übernimmt ein anderer. Fällt eine Gans zurück, bleiben andere bei ihr, bis sie wieder weiterziehen kann. Nicht, weil eine einzelne Gans zu schwach wäre. Sondern weil der gemeinsame Weg leichter wird, wenn nicht immer derselbe vorne fliegen muss.
    Vielleicht gefiel mir die Geschichte gerade deshalb so gut.
    Ich hatte in letzter Zeit oft darüber nachgedacht, wie viel Kraft es kostet, diese Camps am Leben zu erhalten. Essen heranzuschaffen. Kleidung zu sortieren. Fremde willkommen zu heißen. Verwundete abzuholen. Leuten zum hundertsten Mal zu erklären, wie man eine Infektion behandelt, warum man eine geladene Waffe am Camp vielleicht besser nicht auf andere richtet oder dass man einen Kühler tatsächlich mit Wasser füllen sollte.
    Manchmal wird man dabei müde.

    Und vielleicht hatte ich lange geglaubt, ein Samariter müsse trotzdem immer weiter vorne fliegen.
    Aber wenn ich mich umsah, stimmte das längst nicht mehr.
    The_GraveDigger hatte am Morgen nach dem Camp gesehen, als ich es nicht mehr konnte. Tim hatte mir gegen die Zombies geholfen, obwohl wir uns noch überhaupt nicht kannten. E.C.H.O. legte Chantal ein Fell hin und schenkte ihr Schuhe. Pinky und die anderen waren gemeinsam unterwegs. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 würde später einen kranken Tim von Balota abholen und nach Hause bringen.
    Eine Hand übernahm, wenn eine andere gerade nicht konnte.
    Vielleicht war genau das der eigentliche Sinn der Samariter oder unserer Gemeinschaft: Nicht immer derjenige zu sein, der rettet. Sondern Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der es vollkommen in Ordnung ist, sich auch einmal retten zu lassen.


    🌙 Noch eine lange Nacht

    Später brach E.C.H.O. auf und Tomaten-Tim kam nach Prigorodki. Auch Pontan371 tauchte wieder auf – diesmal als Bambi. Er erzählte Tim, er sei im Westen verdurstet. E.C.H.O. und Tim folgten ihm eine Weile bis nach Balota, ließen ihn schließlich aber ziehen.
    Ganz ohne Rettungsaktion ging die Nacht natürlich trotzdem nicht zu Ende.

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 machte sich noch daran, unsere Vorräte aufzufüllen, ehe sie nach Balota aufbrach, um Tim abzuholen. Der hatte sich inzwischen einen Wundbrand eingefangen. Zum Glück konnte Sueda ihn behandeln und wieder einigermaßen zusammenflicken.
    Und offenbar gefiel ihm Elektrozavodsk inzwischen so gut, dass er darüber nachdachte, sich dort dauerhaft niederzulassen. @Jannniks altes Tor in der Hütte existierte ohnehin nicht mehr. Vielleicht würde dort also bald wieder jemand wohnen und gleichzeitig ein Auge auf unser Camp haben.


    🕯️ Ein Schatten weniger

    Und dann gab es noch eine Gewissheit, auf die ich eigentlich gerne verzichtet hätte.
    Mein Gefühl in der vergangenen Nacht hatte mich nicht getäuscht: Der Fremde, dessen Stimme diese alte Erinnerung in mir geweckt hatte, gehörte tatsächlich zu jenen Leuten, die damals in Prigorodki etwas angerichtet hatten, das ich nicht vergessen hatte.
    Er konnte und durfte nicht bleiben. Ihm wurde unmissverständlich klargemacht, dass für ihn hier kein Platz mehr war. Nicht nach dem, was geschehen war.

    Als ich davon erfuhr, wusste ich zunächst gar nicht recht, was ich dabei empfinden sollte. Erleichterung sicherlich. Aber auch die unangenehme Bestätigung, dass die Angst der vergangenen Nacht eben doch nicht nur aus alten Erinnerungen entstanden war.

    Vielleicht war es aber auch gut, dass die Sache dieses Mal anders endete.
    Ich hatte ihn am Camp gesehen und trotzdem nicht geschossen. Ich hatte ihn begrüßt, ihm Hilfe angeboten und ihn wie jeden Fremden behandelt, solange ich nicht wusste, wer vor mir stand. Und als die Wahrheit ans Licht kam, musste ich sie nicht allein tragen. Andere waren da und sorgten dafür, dass aus diesem alten Schatten keine neue Geschichte wurde.
    Was aus seinen potenziellen Begleitern wird, bleibt abzuwarten. Sie tragen nicht automatisch die Schuld eines anderen, nur weil sie mit ihm unterwegs waren. Aber nach allem, was passiert ist, werde ich sicherlich genauer hinsehen.

    🌅 Gedanken zum Schluss

    Was für ein seltsamer Tag.
    Er begann mit der Sorge darüber, wer vielleicht zurückgekehrt war, und endete am Lagerfeuer mit einer Geschichte darüber, warum niemand seinen Weg allein gehen muss.
    Vielleicht passte das besser zusammen, als ich zunächst dachte.
    Man kann vorsichtig sein und trotzdem freundlich bleiben. Man kann Angst haben und trotzdem auf einen Fremden zugehen. Und man kann irgendwann müde werden, ohne deshalb aufzugeben.
    Denn vielleicht muss man gar nicht immer die Gans an der Spitze sein.
    Manchmal reicht es, weiterzufliegen.
    Und darauf zu vertrauen, dass jemand anderes für eine Weile den Wind übernimmt.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    🎞️STREAM vom Sonntag, 02.08.2026

    🌿DayZ mit Herz - Treffen mit Tomaten Tim (Herzzeit #030) #gdz #dayzrp #dayz
    Hallo ihr Lieben,Heute nehme ich euch wieder mit in unser Chernarus und wir machen uns auf den Weg von Solnichniy nach Prigorodki. Die Reise beginnt am Camp ...
    youtube.com

    01.08.2026 – Tag 115 (Samstag) – Die Rückkehr der Schatten


    Hallo ihr Lieben,

    eigentlich begann dieser Tag mit erfreulichen Dingen: Chantal wird tatsächlich immer besser darin, sich in Chernarus durchzuboxen. Inzwischen scherzt sie selbst darüber, dass sie irgendwann vielleicht sogar die magische Grenze von 24 Stunden überleben knacken könnte. Ich freue mich darüber, nicht nur weil sie Fortschritte macht, sondern weil ich merke, wie wohl sie sich inzwischen bei uns fühlt. Sie findet ihren Weg zurück zu ihrem kleinen Zuhause, kennt die Camps und die Menschen und braucht längst nicht mehr bei jedem Zombie jemanden, der sie hinterher wiederbelebt.
    Ja, Chantal ist auf einem guten Weg und sorgt mit ihrer unbekümmerten Art im Angesicht der Gefahr oft für den nötigen Ausgleich am Camp.


    🚗 Eine Olga kehrt heim

    Auch Felixwert100 bekam heute etwas Verlorengeglaubtes zurück. Seine schwarze Olga stand noch immer dort, wo Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 sie gestern in weiser Voraussicht versteckt hatte: in der Kirche von Morthana in Svetlojarsk.
    Fragt nicht.
    Felixwert100 holte sein Auto bei Schwester Yeva ab und damit hatte zumindest diese Geschichte ein gutes Ende gefunden. In der "Zentrale" wurde derweil weiter getauscht, repariert und sortiert. Jannnik tauschte eine Mosin gegen eine Tundra und eigentlich hätte es ein ruhiger Abend werden können.
    Eigentlich.



    🌙 Eine Stimme in der Nacht

    In der Nacht hörte ich jemanden durch das Camp in Prigorodki laufen.
    Das allein war nichts Besonderes. Also tat ich, was ich immer tue, wenn ich nachts jemanden höre: Ich grüßte vom Turm aus. Hinuntergehen wollte ich zunächst nicht. Von uns war kaum jemand unterwegs und nach der Geschichte mit den Autodieben erschien mir ein wenig Vorsicht angebracht.
    Dann antwortete der Fremde.
    „Hello.“
    Nur dieses eine Wort.
    Und mir lief ein Schauer durch den Körper.
    Ich kann bis heute nicht erklären, was es genau war. Die Stimme, die Betonung, vielleicht auch nur die Art, wie dieses eine Wort durch das nächtliche Camp klang. Aber irgendetwas daran kannte ich. Nicht so, dass mir sofort ein Name eingefallen wäre. Es war eher dieses unangenehme Wiedererkennen, das schneller da ist als der dazugehörige Gedanke. Ich wusste nur: Mit dieser Stimme verband ich nichts Gutes.
    Also blieb ich im Turm und redete weiter. Das normale Programm, beinahe aus Gewohnheit. Dass dies ein Bambi-Camp sei. Dass er sich bedienen dürfe. Und ja... auch erst einmal dass er willkommen sei. Währenddessen arbeitete ich mich vorsichtig die Treppe hinauf, bis ich ihn durch einen Spalt sehen konnte. Ein Bambi im Autozelt. Keine große Bedrohung, zumindest auf den ersten Blick.
    Nur sprach er plötzlich nicht mehr.
    Schließlich ging ich ganz nach oben und grüßte noch einmal. Der Fremde kletterte auf Silas' Schuppen und hob die Hand zum Gruß. Ich stand im Turm, er auf dem Dach, und eine ganze Weile sahen wir uns einfach nur an. Ich hatte bewusst keine Waffe auf dem Rücken. Wenn er tatsächlich ein harmloser Neuankömmling war, wollte ich ihm keinen Grund geben, sich bedroht zu fühlen. Mehrmals wünschte ich ihm eine gute Reise und sagte ihm, er solle auf sich aufpassen.
    Keine Antwort mehr.
    Irgendwann ging ich zurück in den Turm, um meine abgelegte Waffe zu holen.
    Als ich wiederkam, war er verschwunden.

    🔎 Ein Name aus der Vergangenheit

    Ich hätte es dabei belassen können. Vielleicht sogar sollen. Der Fremde war gegangen, es war nichts passiert. Ich hatte ihn begrüßt, ihm erklärt, wo er hier gelandet war, ihm mehrmals eine gute Reise gewünscht. Eine Begegnung wie so viele andere in Prigorodki.
    Aber dieses eine „Hello“ ließ mich nicht los.

    Ich saß noch eine ganze Weile im Turm und hörte es wieder und wieder.
    Hello.

    Und plötzlich war da kein Turm mehr.
    Ich kauerte wieder in diesem Busch.
    Um mich herum Prigorodki, aber nicht das Prigorodki von heute. Schüsse. Stimmen. Unruhe. Ich hatte mich versteckt, mich klein gemacht zwischen den Zweigen und gehofft, dass sie mich nicht fanden.
    Dann Schritte.
    Jemand kam näher.
    Und diese Stimme.
    „Hello.“
    Ich wusste, dass ich entdeckt worden war. Also kam ich hervor. Ich wollte keinen Kampf. Ich ergab mich, machte deutlich, dass von mir keine Gefahr ausging. Vielleicht hatte ich sogar für einen Augenblick geglaubt, genau das würde mich schützen. Dass es Regeln gab, selbst in einer solchen Situation. Dass jemand, der sah, dass sein Gegenüber aufgegeben hatte, nicht mehr schießen würde.
    Dass man mich erkannte.

    Der Schuss kam trotzdem.
    Ich ging zu Boden.
    Und dieser Mann blieb.
    Er war noch da, als die anderen kamen. Er sah zu bei dem, was danach geschah. Griff nicht ein. Ging nicht. Sagte nicht, dass es genug war.
    Er sah einfach zu.

    Ich blinzelte und sah wieder die Holzwände meines Turmes vor mir.
    Meine Hände umklammerten die Waffe fester.

    Nein.

    Vielleicht war es nicht dieselbe Stimme. Vielleicht spielte mir meine Erinnerung einen grausamen Streich. Nach allem, was damals geschehen war, wäre das nicht einmal verwunderlich. Ich wollte keinem Fremden etwas anhängen, nur weil ein einziges Wort eine alte Tür in meinem Kopf aufgestoßen hatte. Genau deshalb hatte ich ihn freundlich behandelt. Deshalb hatte ich mich gezeigt, ohne sichtbar bewaffnet vor ihm zu stehen. Deshalb hatte ich ihm mehrfach eine gute Reise gewünscht.
    Aber nun wusste ich wenigstens, warum mir bei seinem „Hello“ das Blut in den Adern gefroren war.

    Ich atmete tief ein und wieder aus. Zählte. Eins, zwei, drei, vier.
    Ich im Hier und Jetzt.
    Pierrot würde nicht zurückkommen. Sein schießwütiger Freund Njef ebenso wenig. Auch Ronin würden mir hier nie wieder begegnen. Das wusste ich.
    Aber der Dritte?
    Der Mann aus dem Busch? Oder einer ihrer Freunde?
    Ich wusste es nicht.

    Und mit einem Mal war die Frage da, ob ausgerechnet er wenige Minuten zuvor auf Silas' Schuppen gestanden und zu mir herübergesehen hatte.
    Ich atmete tief durch und versuchte, die Bilder wieder dorthin zu schieben, wo sie hingehörten. In die Vergangenheit.
    Es war vorbei.
    Heute Nacht war nichts passiert. Niemand hatte auf mich geschossen. Niemand hatte mir etwas getan.
    Noch nicht.

    Dieser letzte Gedanke gefiel mir überhaupt nicht.
    Also blieb ich wachsam. Nicht aus Rache und auch nicht, weil ich plötzlich jeden Fremden für einen Feind hielt. Wenn morgen wieder jemand nach Prigorodki kam, würde ich ihn genauso begrüßen wie bisher. Ich wollte nicht zulassen, dass diese Leute mir auch das noch nahmen.
    Aber eines hatte sich verändert.

    Damals war ich aus dem Busch gekommen und hatte mich ergeben, weil ich geglaubt hatte, damit wäre ich sicher. Ich hatte mein Leben in die Hände eines Fremden gelegt und musste auf die denkbar schlimmste Weise erfahren, wie wenig meine erhobenen Hände und meine rote Uniform wert waren.

    Heute saß ich wieder in Prigorodki.
    Wieder hatte ich Angst.
    Aber ich war nicht mehr die Frau, die hilflos aus diesem Busch gekommen war.
    Meine Hand lag fest um den Schaft meiner Waffe.
    Sollte dieser Schatten tatsächlich zurückgekehrt sein, würde ich nicht wieder wehrlos vor ihm stehen.
    Nie wieder.


    💥 Schüsse beim Crippsy Tower

    Fast wie auf Bestellung hörte ich wenige Minuten später Explosionen und Raidschüsse aus Richtung von @Crippsy77s Turm, dem „Brits' Tower“.

    Die Briten und ihre Türme...

    Seltsamerweise machte mir gerade das weniger Angst. Die Tore waren bei Nacht neuerdings sicher und praktisch von außen unzerstörbar. So musste ich bei jedem Knall beinahe grinsen. Wenn der Fremde dort tatsächlich versuchte hineinzukommen, durfte er sich gerne austoben.

    Trotzdem blieb ich wachsam.

    Die Zeit verging und irgendwann wurde es ruhig. Doch ich blieb noch bis kurz vor vier, hielt Wache, lauschte in die Dunkelheit und fragte mich, ob im Morgengrauen noch etwas passieren würde.
    Nichts geschah.
    Aber eines ging mir nicht aus dem Kopf: Der Fremde am Camp hatte gesprochen, bis ich ihm geantwortet hatte.

    Danach kein einziges Wort mehr.

    Vielleicht war das Zufall. Vielleicht hatte er mich erkannt. Vielleicht suchte ich inzwischen auch einfach Zusammenhänge, weil diese eine Stimme etwas in mir wachgerufen hatte, das ich lieber vergessen hätte.

    Ich wollte niemandem etwas unterstellen, solange ich es nicht wusste. Dafür war mir zu wichtig, Menschen nicht für die Taten anderer verantwortlich zu machen. Aber ebenso wenig wollte ich mein eigenes Gefühl ignorieren. Denn wenn ich in den vergangenen Monaten etwas gelernt hatte, dann vielleicht auch, dass Vorsicht nicht dasselbe ist wie ein Urteil.

    Also blieb ich wach.

    Nicht, weil ich wusste, wer dort draußen gewesen war.

    Sondern weil ich es nicht wusste.


    🌅 Gedanken zum Schluss

    Später saß Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 bei mir im Turm. Die Nacht war inzwischen wieder ruhig geworden und von draußen war nichts mehr zu hören.
    „Du weißt nicht, ob er es war“, sagte sie irgendwann.
    „Nein.“
    „Aber du glaubst es.“
    Ich sah eine Weile hinaus auf das Camp.
    „Ich glaube, dass die Stimme zu jemandem gehört, den ich schon einmal gehört habe. Mehr weiß ich nicht.“
    Sueda schwieg kurz.
    „Dann ist das alles, was du sagen kannst. Nicht gerade viel...“
    Ich nickte. Genau das war der Punkt. Ich wollte nicht anfangen, in jedem neuen Gesicht einen alten Feind zu sehen. Nicht jeder schweigende Fremde war Toah gewesen. Nicht jeder Mensch mit einer Waffe gehörte zu CHAOS. Und nicht jeder Neuankömmling mit enstprechendem sprachlichen Einschlag musste jemand sein, der unter anderem Namen zurückkehrte. Wir hatten in den vergangenen Wochen oft genug erlebt, wie falsch ein Verdacht sein konnte.
    Aber Angst verschwindet nicht einfach dadurch, dass man ihr erklärt, ihre Beweislage sei unzureichend.

    „Und wenn sie wirklich wieder da sind?“, fragte ich vorsichtig.
    Sueda zuckte mit den Schultern und deutete grinsend auf ihre neue DMR. „Dann sind wir diesmal vorbereitet.“
    Vielleicht war es genau das, was ich hören musste.

    Damals hatte ich nicht gewusst, was passieren würde. Diesmal kannte ich die Stimmen aus der Vergangenheit, wusste, worauf ich achten musste, und vor allem war ich nicht mehr bereit, mich von ihnen in dieselbe Rolle drängen zu lassen. Ich musste deshalb nicht auf jeden Fremden schießen. Ich musste nicht aufhören, Menschen am Camp willkommen zu heißen. Ich musste aus Angst auch nicht jemand anderes werden.
    Aber ich konnte vorsichtig sein.
    Ich durfte eine Waffe tragen und ich durfte dafür sorgen, dass ich, falls die Schatten der Vergangenheit wirklich zurückgekehrt waren, dieses Mal nicht wehrlos vor ihnen stand.
    Sueda erhob sich schließlich und sah noch einmal hinaus.
    „Und jetzt?“
    Ich folgte ihrem Blick in die Dunkelheit.
    „Jetzt warten wir ab.“

    Denn noch war da nur eine Stimme, ein Name und ein Verdacht.
    Und bis daraus Gewissheit wurde, würde ich niemanden verurteilen.
    Aber vergessen würde ich die Stimme auch nicht.
    Nie wieder.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf. Und bleibt am Leben.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    31.07.2026 – Tag 114 (Freitag) – Wie gewonnen, so zerronnen...


    Hallo ihr Lieben,

    manchmal beginnt ein Tag mit einer Leiche, führt über eine zweite und eine dritte und endet trotzdem mit der ziemlich erfreulichen Nachricht, dass ein verloren geglaubtes Auto wieder da ist. Wobei „wieder da“ in diesem Fall vielleicht etwas großzügig formuliert ist. Die schwarze Olga von Felixwert100, die heute gestohlen wurde, befand sich am Ende nämlich in einer Kirche in Svetlojarsk.
    Aber alles der Reihe nach.


    🏥 Ein Toter in Berezino

    Ich war auf dem Weg nach Berezino und entdeckte schon an der Krankenstation eine Leiche. Was dort passiert war, ließ sich nicht mehr feststellen. Vielleicht hatte ein anderer Überlebender seine Finger im Spiel, vielleicht waren es auch nur die Zombies gewesen. In den Händen des Toten lag noch eine Bandage und ich stellte mir vor, wie er sich gerade hatte verbinden wollen, als ihn einer dieser Infizierten überraschte. Wissen konnte ich es natürlich nicht.

    Als ich die Klinik wieder verließ, sah ich tatsächlich einen anderen Überlebenden, der gerade mit einem Zombie kämpfte. Routiniert kletterte ich auf das Dach der Krankenstation und beobachtete ihn erst einmal von dort oben. Als ich mich schließlich bemerkbar machte, war er allerdings schon wieder verschwunden.
    Also kümmerte ich mich um das, weshalb ich eigentlich hier war. Das Camp sah gut aus.
    The_GraveDigger hatte sich wieder rührend darum gekümmert und auch @Cookfrags' Garage war noch verschlossen. Selbst die Vorräte machten das Angeln überflüssig und so führte mich mein Weg weiter nach Nizhnoye.

    🚗 Felix verliert seine Olga

    Währenddessen erreichte uns eine weniger erfreuliche Nachricht von Felixwert100. Er hatte seine schwarze Olga bei Tisy verloren.
    Offenbar hatte er dort Kontakt zu zwei Überlebenden gehabt. Einer hatte versucht, ihn aus dem Auto zu schießen, worauf Felixwert100 sich wehrte und seinen Gegner tötete. Nur war der nicht allein gewesen. Sein Begleiter erwischte Felixwert100 und damit wechselte die schwarze Olga ihren Besitzer.
    DayZ nimmt und Dayz nimmt.
    Felix landete schließlich an der Küste und tauchte später bei Nizhnoye auf. Dort fand ich noch eine brennende Leuchtfackel. Vielleicht hatte er damit auf sich aufmerksam machen wollen. Vielleicht war sie auch von jemand anderem. An diesem Tag schien ohnehin überall jemand kurz vor mir gewesen zu sein.


    🔦 Schüsse in Solnichniy

    Nachdem ich Nizhnoye kontrolliert hatte, zog es mich noch einmal zurück nach Berezino. Dort traf ich tatsächlich den Fremden wieder, den ich zuvor bei der Krankenstation gesehen hatte.
    Wieder sprach ich ihn vom Dach aus an und diesmal blieb er. Antworten konnte er allerdings nicht. Also verständigten wir uns schriftlich und ich erfuhr, dass es SneakySnake war. Er sei hier gespawnt und von dem Toten an der Krankenstation habe er nichts mitbekommen.
    Ich beschloss, ihm zu glauben.


    Zurück ging es über Nizhnoye nach Solnichniy. Schon von Weitem hörte ich dort Schüsse und entsprechend vorsichtig näherte ich mich dem Ort. Auf der Straße lag eine Bambileiche. In einer der Lagerhallen fand ich einen weiteren Toten, einen Sanitäter in grüner Kleidung. Viel hatte er nicht bei sich, als Waffe lediglich eine MK. Bei ihm war ich mir ziemlich sicher, dass keine Zombies für seinen Tod verantwortlich gewesen waren.
    Irgendjemand hatte hier geschossen.
    Und vielleicht war dieser Jemand noch immer da...

    Also zog ich mich zunächst auf den Berg zurück und beobachtete eine ganze Weile. Erst als alles ruhig blieb, wagte ich mich hinunter zum Camp. Die Vorräte dort waren ziemlich trostlos geworden. Ich pflanzte etwas Gemüse an und legte ein paar Dosen und Bandagen in die Zelte. Wenigstens für den nächsten, der dort vorbeikam.


    🎣 Ein bekanntes Motorengeräusch

    Später erreichte ich wieder Prigorodki. janinesta (Selina) war mit Pinky und Chantal unterwegs gewesen und Chantal schien ihre Tour sichtlich genossen zu haben und sie sah nun tatsächlich nicht nur gut aus, sondern auch...gefährlich, denn sie trug nun eine M4 lässig über der Schulter. Irgendwann zogen sie sich zurück und ich dachte schon, der Tag würde nun etwas ruhiger werden.
    Dann hörte ich ein Auto.

    Ich funkte Jannnik an und der machte sich sofort nach Chernogorsk auf.
    Und dort fuhr sie tatsächlich vorbei: Felix' schwarze Olga!
    Jannnik zögerte nicht lange. Von einem Baugerüst aus eröffnete er das Feuer auf das vorbeifahrende Fahrzeug und traf den Fahrer. Der verlor das Bewusstsein und die Olga kam kurz vor dem Militärcheckpoint in Chernogorsk am Straßenrand zum Stehen. Doch der Mann kam schnell wieder zu sich und Jannnik musste nachsetzen.
    Der Fahrer fiel.
    Nur hatte auch dieser wieder einen Begleiter und der schoss zurück. Jannnik verlor das Bewusstsein, kam noch einmal zu sich, wurde erneut getroffen und rappelte sich abermals auf. Der letzte Schuss beendete dann aber schließlich auch seinen Kampf. Jannnik starb.


    🏹 Nr. 371 mischt sich ein

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 war inzwischen auf dem Weg. Sie hatte beobachtet, wie die beiden mit der Olga zuvor den Boxring und auch die BBA inspiziert hatten. Dass sie dort nur zufällig vorbeigefahren waren, glaubte sie deshalb nicht so recht. Das sah mehr so aus, als suchten sie eine Möglichkeit, in die Gebäude, die sie wohl für Basen hielten, einzubrechen.

    Als der verbliebene Schütze sich Jannniks Leiche näherte, um sie zu plündern, eröffnete sie das Feuer. Sie verfehlte ihn knapp, traf dann einmal, aber der Mann zog sich zurück und verschwand. Auch Blitzo bezog in Chernogorsk Stellung, bekam ihn jedoch nicht mehr zu Gesicht. Sueda blieb zunächst bei der Olga und beobachtete. Irgendwann wagte sie sich hin.
    Die Zündkerze fehlte.
    Mehr nicht.
    Und ausgerechnet eine Zündkerze hatte sie dabei.
    Manchmal meint Chernarus es offenbar doch gut mit einem.
    Sie sicherte die Habseligkeiten des erschossenen Fahrers, setzte die Zündkerze ein und fuhr los. Beim Namenlosen Dorf kam ihr ein Bambi entgegen. Vermutlich der Mann, der eben noch hinter dem Steuer der Olga gesessen hatte. Auch Jannnik war inzwischen wieder zurück und traf später auf das Bambi, als es versuchte, an seine Leiche zu gelangen. Er schoss, verfehlte jedoch und danach verlor sich die Spur der beiden endgültig.
    Wir hatten inzwischen einen Verdacht, um wen es sich bei den beiden handeln konnte. Aber noch waren wir nicht sicher, dennoch schien es ein Duo zu sein.


    Ein ungewöhnliches Versteck

    Damit hatte Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 allerdings ein neues Problem.
    Felixwert100s Olga einfach nach Prigorodki zu fahren und dort abzustellen erschien ihr keine besonders gute Idee. Die beiden wussten schließlich, woher das Fahrzeug gekommen war, und möglicherweise würden sie danach suchen. Also tat Sueda das, was sie in solchen Situationen gerne tut: Sie fuhr möglichst weit weg.
    Bis nach Svetlojarsk.
    Dort stand noch immer die Kirche von Morthana. Inzwischen wusste sie natürlich, dass die meisten wertvollen Dinge bereits abtransportiert worden waren. Viel war nicht mehr übrig und im Wesentlichen kümmerte sich nur noch Schwester Yeva um den Ort.
    Auch bei ihr schienen inzwischen Zweifel zu wachsen. Nicht an Morthana selbst. Ihr war sie weiterhin treu ergeben. Doch der Erzbischof Nickel hatte viele Verpflichtungen und welche Aufgaben Yeva künftig übernehmen würde, schien sie zu beschäftigen.
    Für solche Fragen hatte Sueda an diesem Abend allerdings wenig übrig.
    Sie brauchte eine Garage.
    Die Kirche hatte eine.
    Also versteckte sie Felix' schwarze Olga dort und machte sich anschließend mit dem Boot auf den Rückweg.


    🐟 Und ich?

    Ich saß derweil wieder in Prigorodki.
    Mit einem Rucksack voller frisch gefangener Fische.
    Von den beiden Männern, die Felixwert100 die Olga abgenommen hatten, war nichts mehr zu hören. Jannnik war wieder auf dem Weg zurück, Sueda kam mit dem Boot aus Svetlojarsk und irgendwo dort oben stand nun ein schwarzes Auto in einer verlassenen Kirche.
    Eigentlich ein ganz normaler Freitag.



    🌅 Gedanken zum Schluss

    Autos haben in Chernarus manchmal ein erstaunliches Eigenleben.
    Felixwert100 hatte seine Olga bei Tisy verloren und vermutlich nicht damit gerechnet, sie so schnell wiederzusehen. Die Männer, die sie ihm abgenommen hatten, waren damit ausgerechnet durch unsere Gegend gefahren, hatten sich den Boxring und die BBA angesehen und waren schließlich Jannnik vor die Flinte geraten. Ein paar Schüsse, zwei Tote und eine fehlende Zündkerze später gehörte die Olga zumindest vorläufig wieder Felixwert100.

    Nicht alles daran gefällt mir.

    Wieder wurde geschossen, wieder starben Menschen und wieder wissen wir nicht einmal mit Sicherheit, wer die beiden eigentlich waren. Vielleicht waren es unsere zwei Verdächtigen. Vielleicht erfahren wir es irgendwann. Aber Felixwert100 wird sich vermutlich trotzdem freuen.
    Seine Olga ist wieder da.

    Nur muss ihm noch jemand erklären, warum er sie ausgerechnet aus einer Kirche in Svetlojarsk abholen muss...

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und vor allem auch auf eure Autos. Die kommen in Chernarus manchmal erstaunlich weit herum...

    Gez.
    Herz-Aus-Gold


    🎞️STREAM vom Freitag, 31.07.2026

    🌿DayZ mit Herz - Tote in Solnichniy (Herzzeit #029) #gdz #dayzrp #dayz
    Hallo ihr Lieben,Heute nehme ich euch wieder mit in unser Chernarus. Weiter geht es beim Camp in Berezino. Dort entdecke ist erstmal eine Leiche und einen Fr...
    youtube.com

    30.07.2026 – Tag 113 (Donnerstag) – Wohin nach dem Wipe?


    Hallo ihr Lieben,

    nach der gestrigen „Operation Blombenzieher“ ging es heute noch einmal zur Kirche von Morthana. Was dort noch lag und sinnvoll weiterverwendet werden konnte, sollte ebenfalls in Sicherheit gebracht werden. Gleichzeitig wanderten die Gedanken aber schon ein Stück weiter: Der Wipe rückte näher und damit diese merkwürdige Zeit, in der man noch mitten in der alten Welt steht und trotzdem schon darüber spricht, wie die neue aussehen könnte.


    Die letzten Sachen aus der Kirche

    Pinky, Krümel und janinesta (Selina) machten sich daran, die verbliebenen Sachen aus der Kirche abzutransportieren. Vieles hatte dort lange seinen Platz gehabt, manches würde nun beim Abschlussballern Verwendung finden und anderes wurde an die umliegenden Camps gebracht und dort in Unterstände gelegt.
    Zwischendurch wurde Pinky versehentlich in der Kirche eingesperrt...
    Glücklicherweise bemerkten die anderen beim Durchzählen recht schnell, dass ihnen beim Abtransport offenbar ein Samariter abhandengekommen war, und das Tor wurde wieder geöffnet. Pinky durfte also ebenfalls mit.


    🏘️ Ein Dorf statt vieler Camps?

    The_GraveDigger brachte anschließend einen Gedanken ins Spiel, der mich länger beschäftigte: Was wäre, wenn wir nach dem Wipe nicht wieder überall einzelne Camps aufbauen würden? Berezino, Nizhnoye, Solnichniy, Kamyshovo, Elektrozavodsk, Prigorodki, Chernogorsk – all diese Orte wollten schließlich nicht nur errichtet, sondern auch gepflegt, aufgefüllt und immer wieder repariert werden.
    Vielleicht wäre ein richtiges Community-Dorf eine Alternative. Ein gemeinsamer Ort, an dem Menschen wohnen, vorbeikommen und sich begegnen könnten.
    Nur wo?
    So attraktiv der Gedanke um "Tishina" war, lag das Dorf einfach zu weit weg. Prigorodki dagegen lag natürlich nahe. Das Camp war über viele Seasons gewachsen und für viele längst ein fester Anlaufpunkt geworden. Aber ein ganzes Dorf dort aufzubauen würde auch bedeuten, wieder viel Verantwortung zu übernehmen. Wahrscheinlich sogar mehr als bisher. Und ich war mir nicht sicher, ob ich genau das nach dem Wipe wieder wollte.

    Das Jägerlager in der Nähe wäre ebenfalls eine Möglichkeit. Oder Chernogorsk.
    Oder was wäre, wenn wir dieses Mal wirklich zurück zu unseren Wurzeln kehren würden und ein Wandersamaritertum praktizierten? Keine Camps, keine Verpflichtung. Nur gemeinsam unterwegs und die, denen man unterwegs begegnet. Seien es Freunde oder Feinde.

    Ja, wir waren uns unschlüssig. Vielleicht würde sich ohnehin vieles erst entscheiden, wenn die alte Welt tatsächlich verschwunden war und wir alle wieder mit leeren Händen an der Küste standen.
    Noch waren es nur Gedanken und ich wusste, dass ich anfangen würde wie immer. Egal, wo ich am Strand erwachte, ich würde dort meinen ersten Unterstand errichten und den Grundstein für ein neues Camp legen. So war es immer gewesen und daran wollte ich festhalten.

    💬 Gemischte Gefühle

    Am Abend sprach ich noch eine Weile mit Sarafiya_Nici Nici über die Dinge, die gerade in einem anderen Chernarus passierten. Auch dort war offenbar einiges in Bewegung und der Wipe war seine Schatten voraus. Überhaupt schien der bevorstehende Neustart bei vielen von uns ganz unterschiedliche Gefühle auszulösen. Manche warteten sehnsüchtig darauf, endlich wieder von vorne anfangen zu können. Andere sahen auf all das, was sie aufgebaut hatten und bald verlieren würden. Wieder andere waren müde geworden und wussten noch gar nicht, ob und wie es danach weitergehen sollte.
    Vielleicht gehörte ich ein bisschen zu allem davon.


    🚗 Chantal auf Tour

    Chantal ließ sich von solchen Gedanken jedenfalls nicht den Abend verderben und zog später noch mit Pinky und janinesta (Selina) los.
    Und ja, sie sah dabei gut aus.
    Ich wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass solche wichtigen Einzelheiten in einer ordentlichen Chronik nicht fehlen dürfen. ;)


    🌅Gedanken zum Schluss

    Vielleicht ist es noch zu früh, darüber nachzudenken, wo wir nach dem Wipe leben werden. Trotzdem gefällt mir The_GraveDiggers Gedanke eines Dorfes. Nicht unbedingt deshalb, weil ich schon wieder anfangen möchte, Mauern, Unterstände und Vorratslager zu planen. Davon hatten wir in dieser Season wahrlich genug.
    Mich reizt eher der Gedanke an einen Ort, der nicht nur von uns gebaut wird.

    Prigorodki ist über die Jahre zu etwas geworden, das ich sehr mag. Aber genau deshalb weiß ich auch, wie viel Arbeit und Verantwortung daran hängen. Immer wieder auffüllen, reparieren, erklären, vermitteln und manchmal verteidigen. Vielleicht muss nach einem Wipe nicht alles wieder genauso werden wie vorher, nur weil es vorher so war.
    Vielleicht reichen weniger Camps. Vielleicht wird es ein Dorf. Vielleicht landen wir am Ende trotzdem wieder in Prigorodki und bauen den ersten Unterstand genau dort hin, wo er schon gefühlt hundertmal gestanden hat.
    Wir werden sehen.

    Aber noch steht dieses Chernarus.
    Und solange das so ist, gibt es hier noch genug zu tun.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und macht euch noch nicht zu viele Gedanken darüber, wie es nach dem Wipe weitergehen wird. Der Wipe wird für sich selbst sorgen.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold

    29.07.2026 – Tag 112 (Mittwoch) – Operation: "Blombenzieher"


    Hallo ihr Lieben,

    es gibt diese Tage in Chernarus, an denen große Schlachten geschlagen, alte Feindschaften ausgetragen und neue Geschichten geschrieben werden.
    Und dann gibt es Tage, an denen man mit einem LKW voller Waffen durch die Gegend fährt, dabei lauthals singt und lacht und das Ganze „Operation Blombenzieher“ nennt.
    Heute war eindeutig einer dieser Tage.


    Was wird aus der Kirche?

    Der angekündigte Umzug des Erzbischofs Nickelus ( Nickel) war bislang ausgeblieben und langsam stellte sich die Frage, was eigentlich mit all den Dingen geschehen sollte, die noch bei der Kirche von Morthana lagerten. Vor allem Schwester Yeva war nicht wohl bei dem Gedanken, die zahlreichen Waffen dort weiterhin unbeaufsichtigt liegen zu lassen und alleine war sie kaum in der Lage, die Kirche gegen potenzielle Eindringlinge von RAC oder anderer neuer Gruppen lange zu verteidigen. Eine Lösung musste her. Aber was tun mit all den Sachen?

    Tja und so unwahrscheinlich es klingt: Die Samariter beschlossen, die Sachen zunächst in Sicherheit zu bringen. Nicht, um sie selbst zu horten. Vielmehr sollten sie beim Abschlussballern Verwendung finden und damit am Ende noch einmal der Gemeinschaft zugutekommen. Dies war sicherlich auch im Sinne der Kirchenleitung.

    Pinky, janinesta (Selina) und The_GraveDigger kümmerten sich um den Transport und schon bald war ein ganzer LKW mit Waffen beladen.
    Damit war allerdings auch klar: Wenn irgendjemand mitbekam, was wir da durch die Gegend kutschierten, könnte dieser LKW ein ziemlich interessantes Ziel abgeben...
    Oder, wie die Beteiligten es ausdrückten: Das „Bonbon“ in der Mitte zwischen einem roten Sarka und einem Gunter.

    🍬 Operation Blombenzieher

    Warum die ganze Aktion ausgerechnet „Operation Blombenzieher“ hieß, sollte man vermutlich nicht zu genau hinterfragen.
    Vielleicht klang „Wir fahren mit einem LKW voller Waffen durch Chernarus“ einfach nicht amüsant und harmlos genug.
    Jedenfalls machten sich Pinky, janinesta (Selina) und The_GraveDigger daran, das "Bonbon" sicher an seinen Bestimmungsort zu bringen. Und ich musste bei dem Gedanken schmunzeln, wie viel Arbeit einst in all diesen Dingen gesteckt hatte: Gesammelt, getauscht, gefunden und eingelagert – für eine Kirche, deren Zukunft wohl einzig in Morthanas Händen lag.
    Nun würden die Waffen eben noch einmal einen anderen Zweck erfüllen.
    Das Abschlussballern konnte kommen.


    🥒 Chantal, die Gärtnerin

    Während andere mit einem rollenden Waffenlager durch Chernarus fuhren, widmete sich Chantal einer deutlich friedlicheren Beschäftigung und kümmerte sich in Prigorodki um den Garten.
    Zucchini.
    Viele Zucchini.
    Und wie ich feststellen musste, machte sie dabei auch noch eine ausgesprochen gute Figur.
    Man muss schließlich auch die wichtigen Dinge eines Tagesberichts festhalten.


    🚗 HERBERTIUS leidet

    janinesta (Selina) schaffte es unterdessen, an nur einem Tag gleich zwei Unfälle zu bauen.
    Natürlich wieder in der Gegend um Zelenogorsk.
    Ich weiß langsam nicht mehr, was gefährlicher ist: CHAOS, der Küstenreaper, Toah oder Zelenogorsk und seine Lags.
    Ihr roter Gunter namens "HERBERTIUS" hielt jedenfalls durch.
    Noch.
    Nach "HERBERT"s tragischem Ende möchte ich allerdings lieber nicht darüber nachdenken, wie lange das so bleibt.


    🌅 Gedanken zum Schluss

    Vielleicht war es heute nur ein LKW voller Waffen.
    Aber ein wenig seltsam fühlte es sich trotzdem an, die Sachen aus der Kirche zu holen.
    Die Kirche von Morthana gehörte inzwischen einfach zu diesem Chernarus. Schwester Yeva, der Erzbischof Nickelus ( Nickel) , all die merkwürdigen Projekte, über die man uns lieber erst dann etwas erzählte, wenn sie ohnehin nicht mehr zu übersehen waren. Eigentlich hatte ein Umzug stattfinden sollen. Nun war niemand gekommen und die zurückgelassenen Waffen lagen dort, während Schwester Yeva sich Sorgen machte, wie es weitergehen würde.
    Doch mehr konnten wir im Moment nicht für sie tun; Lediglich Dinge bewahren, solange jemand noch nicht weiß, wohin sein Weg führt. Und wenn sie irgendwann nicht mehr gebraucht werden, dafür sorgen, dass wenigstens noch etwas Gutes daraus entsteht.

    Wobei ich zugeben muss:
    Bei einem LKW voller Waffen ist „etwas Gutes“ vermutlich ein ziemlicher Euphemismus..
    Aber spätestens beim Abschlussballern wird sich hoffentlich jemand darüber freuen.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    Gez.
    Herz-Aus-Gold 💛