Beiträge von Herz-Aus-Gold

    💛 Herzensgrüße vom 10.11.2025 – Boxring der Freundschaft

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    Hallo ihr Lieben,

    der Halloween-Spuk war vorüber.
    Kein verrottetes Fleisch mehr auf unseren Wangen, kein "Herz-Aus-Holz" mehr, wie mich einige im Spaß nannten. Keine eingefallenen Augenhöhlen, kein schattenhaftes Spiegelbild, das uns anstarrte wie ein Fremder mit trostlosen Augen.

    Wir sahen uns wieder ähnlich, waren endlich wieder Menschen.

    Ich hisste die REFUGE-Fahne erneut am Camp und es fühlte sich an wie ein neues Kapitel.
    Ruhiger.
    Heller.
    Ehrlicher.


    🍫Ein treffen mit Snickers

    Am Camp drehte ich meine Runde und traf auf Snickers.
    Er machte „Urlaub“, wie es schien und brachte uns Draht, Morphium, eine Batterie
    und eine Flasche. Letztere sah definitiv aus, als hätte sie eine Geschichte zu erzählen, aber sie blieb aus.
    Snickers hatte nämlich... technische Probleme. Irgendwie konnte er sich nicht mit uns unterhalten, lediglich schreiben.
    Einer der seltenen Fälle, bei denen das Schweigen wirkliche Ursachen hatte und nicht einfach ein Akt der Täuschung oder des Unwissens waren.
    Doch wir arrangierten uns, unterhielten uns trotzdem irgendwie gut. Wenn man lange genug mit schweigenden Bambis und Personal zu tun hat, dann kommt man auch damit klar.

    Nach kurzer Zeit wurde er jedoch bleich und klammerte sich an seinen Bauch.
    Ich war nicht sicher: Hatte er sich überfressen am Camp oder die Cholera bekommen? Ihm war wohl nicht bekannt, dass sie seit einiger Zeit ziemlich heimtückisch war und man sehr vorsichtig sein musste. Beides war jedenfalls möglich und so gab ich ihm vorsorglich ein paar Tetracyclin-Tabletten.
    Danach ging es ihm auch bald wieder besser und ich konnte wieder weiter am Camp meinen Tätigkeiten nachgehen.


    🚚 Ein Boxring für Prigorodki

    Pinky kam vorbei, und kurz darauf hörte ich das Dröhnen eines Motors. Zunächst fuhr ein Ada vorbei, dann ein LKW. Darin: WhiskeyMixer .
    Das Fahrzeug war vollgestopft mit Baumaterial.

    „Herz!", rief er stolz, "Heute bauen wir ihn! Den Boxring vor Prigorodki!“

    Nachdem die Jungs sich immer wieder Boxkämpfe geliefert hatten und wir im anderen Chernarus ein richtiges Boxturnier besucht hatten, die "BB Fight Night" (in der NiggoB sogar der Champion geworden war und sich seitdem liebend gern "Niggorodki the Fear" nannte...) war der Wunsch gewachsen auch hier unter kontrollierten Bedingungen Faustkämpfe austragen zu können.
    Und so packten viele helfende Hände mit an. Cala-j, ninja2.00926 (Ultra), Jannnik, Locke, Pinky, WhiskeyMixer und ich. Habe ich jemanden vergessen? Falls ja, tut es mir leid. Aber an dem Tag passierten noch so viele Dinge, dass ich mir gerade nicht mehr ganz sicher bin.

    Wir alle schleppten Balken, stellten Wände auf, richteten Pfosten aus und bauten die Arena samt Zuschauertribüne.

    Aber noch bevor der Boxring richtig stand, war kalr, wer den ersten Kampf haben würde... UltrA geriet mit Locke aneinander. Worum es im Einzelnen ging, weiß ich leider nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass es etwas mit einer Hexte, kurzen Zwergenbeinen und ungenießbaren Äpfeln zu tun hatte.

    Als der Ring endlich fertig war,
    durfte er eingeweiht werden.


    🥊 Der Ring wir eingeweiht

    Erst traten ninja2.00926 (UltrA) und Jannnik gegeneinander an.
    Ein Kampf mit Herzblut. Jannik war schnell und flink im Ausweichen, aber UltrA zielstrebig und ließ sich nicht einschüchtern.
    Aber behielt sie die Oberhand und Jannik verlor.

    WhiskeyMixer grinste und sagte zu mir "Ich Wette, der Ring steht bis Donnerstag!"
    Wir lachten. Denn wir wussten: In Chernarus war alles nur geliehen. Heute war der Ring hier und morgen konnte ihn schon jemand wegen der Baumaterialien abgebaut haben.
    Das wäre zwar schade, denn dieser Ring hatte wirklich Potenzial, aber so liefen die Dinge hier.

    Im zweiten Kampf kämpfte UltrA dann nach einer kurzen Pause gegen Locke. Ich war mir nicht sicher, ob sie sich schon genügend erholt hatte, aber UltrA war heiß auf den Kampf und vielleicht auch auf etwas Genugtuung.

    Locke war impulsiv wie eh und je. Gut gelaut und voller lockerer Sprüche. Die Fäuse flogen, beide mussten sich bandagieren und nach einer Unterbrechung ging es weiter, eingeleitet von Gewehrschüssen, die WhiskeyMixer abgab.
    Beide standen sich gegenüber, schlugen nach einander, trafen sich. Plötzlich fiel UltrA. Locke hatte sie getroffen. ich spurtete in den Ring, um sie zu reanimieren, aber es war zu spät.
    Der Schlag hatte sie so heftig getroffen, dass sie starb und an der Küste landete.
    Ich seufzte. Aber so war sie, ich musste es akzeptieren. Locke wollte das aber nicht auf sich sitzen lassen und nahm Janniks Ada, um sie abzuholen.

    Während er unterwegs war, kam Rio wieder vorbei.
    Er hatte die hatte die Schüsse gehört, doch alles war gut.

    Locke brachte Ultra zurück und für einen Moment
    fühlte sich alles an wie ein kleines, chaotisches Familienfest.
    Fast.


    🔥 Ein Fremder im Dunkel

    Am Leuchtturm fielen plötzlich Schüsse.
    Anfangs waren sie noch weit weg, dann kamen sie näher in unsere Richtung; nach Prigorodki.

    Ein Fremder schoss offenbar auf Zombies. Sah zu uns, zielte in unsere Richtung.
    ninja2.00926 (UltrA) wollte zurückschießen – aber ich rannte dazwischen, hob die Hände und winkte.
    Versuchte zu deeskalieren.
    Schließlich flüchtete der Fremde.

    WhiskeyMixers wachsamer Blick verfolgte ihn ein Stück.
    Schließlich sah er einen zweiten Überlebenden mit Kürbiskopf durchs Industriegebeit laufen.

    Und dann,
    vor Prigorodki,
    stand er wieder: Der stumme Fremde, der geschossen hatte. Dieses Mal mit einer Fackel.

    Ich sprach mit ihm und entschuldigte mich dafür, dass UltrA vorher auf ihn geschossen hatte.
    Er antwortete nicht, sondern sprach nur mit Gesten. Er legte uns Nägel hin. Ich bot ihm Hifle an, aber er schüttelte nur den Kopf. Abschließend erklärte ich ihm,
    dass Schüsse in unserer Gegend gefährlich waren, für ihn und für uns.

    Er nickte stumm und verschwand erneut.

    Später, als es dunkel geworden war, sah UltrA zwei Spieler an einem kleinen Lagerfeuer nahe dem kleinen Militärcheckpoint.
    Ich brachte ihnen Äpfel, aber traf nur noch einen an. Den Stillen von vorhin. Ich legte den Apfel vor ihn und ging wieder weg.

    Whiskey beobachtete unterdessen jemanden im Tec-Gebäude. Wieder der Kürbiskopf.
    Ich wollte Kontakt aufnehmen und traf unterwegs wieder auf den Stillen Fremden. Da er mir seinen Namen nicht nennen wollte, beschloss ich ihn "Fritz" zu nennen. ich fragte, ob das okay war, aber konnte an seiner Geste nichts ablesen. Also blieb es bei "Fritz".

    Locke lachte.
    „Na toll. Jetzt kann ich ihn gar nicht mehr erschießen! Wenn er doch nen Namen hat..."
    Manchmal ist ein Name eben wie ein Schutzschild.


    🍏 Der Abend der kleinen Gesten

    ninja2.00926 (UltrA) und ich räumten später gemeinsam die Dosen in die "Rostige Axt" ein, die Rio gebracht hatte.
    Dann kam Crippsy vorbei, bestaunte den Boxring und trat gegen WhiskeyMixer an.

    Whiskey gewann.
    Natürlich.
    Er hätte beim Kämpfen wohl sogar einen Bären beeindruckt, glaube ich.

    Die Stimmung war leicht, freundlich, ungewohnt warm und herzlich trotz der Kämpfe. Einfach sportlich.

    Und dann – als hätte der Tag nur auf diesen Moment gewartet –
    meldete sich Kallele bei mir.

    Er entschuldigte sich. Eine Entschuldigung, die ich in seinem Namen auch an die anderen Campbewohner weitergegeben habe.
    Es schien aufrichtig.
    Er sagte, er bedauere, dass er mir damals in den Kopf geschossen hatte und dass die Situation ihn zu schnellen Entscheidungen getrieben habe.
    Und er sprach offen aus, dass der Raid ein Fehler gewesen war. Ebenso das Terrorisieren der Camps zur eigenen Belustigung.

    Zitat


    Mit dieser Nachricht würde ich mich gerne bei dir ( und bei den anderen Camp bewohnern ) entschuldigen. Die Sachen die ich gemacht habe wahren oft unüberlegt und nicht nötig. Trotzdem sind sie passiert und ich bin nicht Stolz auf diese Momente und ich bereue sie auch. Ich hoffe du kannst meine Entschuldigung annehmen und wir können in der nächsten Season wieder zusammen am Feuer sitzen.

    Was soll ich sagen? Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich räumte ein, dass ich auch in einigen Dingen besonnener hätte agieren müssen und ich nahm seine Entschuldigung an.
    Nicht aus Schwäche, sondern weil ich endlich merkte, dass ein Knoten sich lösen wollte, der sich viel zu lange schon viel zu eng um meine Brust geschlungen hatte.


    🌅 Zum Schluss…

    Der Tag endete spät, aber mein Herz fühlte sich leichter an als sonst.
    Wir bekamen unsere Gesichter zurück,
    unsere Würde, unsere Kämpfe und unsere kleinen Siege.

    Ich ging müde schlafen, aber zufrieden.
    Immer in dem Wissen, dass ich manchmal in Chernarus eine zweite Chance bekam und diese ebenfalls vergeben durfte.
    Und, dass Vergebung nicht immer ein Geschenk ist, sondern manchmal auch ein Weg, den man gehen kann.

    In diesem Sinne:

    Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    kann man nicht mit einer aku oder so spawnen? :saint:

    Nein, nicht automatisch. Aber du darfst dir natürlich Stashes anlegen ;)

    Sagt mir Bescheid wenn mal als Medic irgendeine Aufgabe übernehmen kann. <3

    Ich weiß nicht, ob es da viel zum Flicken geben wird... erfahrungsgemäß ist es irgendwann ein "ich schieße auf alles, was sich bewegt..." Aber schauen wir mal, vielleicht ja hinterher beim Chillen?

    Was muss man tun, um so eine Trophäe zu bekommen? Zählen auch Kills als Team, oder nur die, des einzelnen? :)

    Bisher war es meines Wissens nach immer so, dass der mit den meisten Kills der Schützenkönig ist.
    Aber ich kann nochmal nachfragen.

    Danke ninja2.00926 (UltrA)....
    Mir wird nun einiges klarer.

    Ja – ich weiß, dass ich manchmal kein „Nein“ akzeptiere.
    Ich bin stur geworden, vielleicht zu stur.
    Wenn man über längere Zeit gezwungen ist, allein die Stellung zu halten, Vertrauen verliert, hofft, sich wieder irrt und daraufhin enttäuscht wird, dann wächst dieser Dickkopf wie ein Panzer, den man nur schwer wieder ablegen kann.

    Man könnte sogar sagen, ich habe ein Talent dafür entwickelt, genau dann auf die Bildfläche zu treten, wenn andere einfach ihre Ruhe wollen – oder ich die Moralkeule schwinge, obwohl niemand darum gebeten hat.
    Gerade gestern hatte ich es mit Cala-j davon, und ja… ich verstehe, was du meinst.

    Als ich euch dort sah – dich, den Humvee, die offene Basis – musste ich erst sortieren, was ich überhaupt fühlte.
    Ich habe so viel erlebt in den letzten Wochen: Vertrauen, Verlust, Täuschungen… ich bin vorsichtig geworden.
    Und als ich euch da stehen sah, hatte ich wirklich einen Moment Angst, dass ihr einfach weitermacht wie bisher.
    Dass ihr beendet, wobei E.C.H.O. euch unterbrochen hatte.
    Weil diese Welt mich gelehrt hat, dass Gutgläubigkeit allzu oft ausgenutzt wird.

    Aber ihr seid nicht „die anderen“.
    Und ich hätte es besser wissen müssen.

    Ich habe dann schnell gemerkt, worum es euch, vor allen dingen aber dir wirklich ging. Ich hätte gehen können.
    Es war ein Fehler, das nicht zu tun.
    Ich hätte euch mehr zutrauen müssen, euch mehr Vertrauen schenken und vor allen Dingen: mehr zuhören.

    Doch als ich begriff, dass du dich töten wolltest, um das Tor zu verschließen, ging bei mir innerlich etwas an… ein Alarm, den ich nicht kontrollieren konnte.
    Ich hatte keine Klarheit, keine Erklärung – nur das Gefühl, dass du dir in Ärger und Frust etwas antun würdest, das niemandem hilft.
    Nicht dir.
    Nicht uns.
    Und nicht dem Basenbesitzer.
    Als wolltest du dich für die Sache opfern und dann eine tragische Heldin sein, obwohl es in der Geschichte keine Helden gab.
    Darum sagte ich "So leicht ist das nicht!".
    Ich war sauer, wie leichtfertig du dein Leben bereit bist wegzuwerfen. Etwas, das doch so wertvoll ist!

    Es war kein Zweifel an deinem Können.
    Es war schlicht Angst.
    Angst, dass du in dieser Nacht wieder an die Küste bist– zurückgezogen, für dich und im Schweigen. Und dass dir diese Rolle - weit weg von uns gefällt.
    Und dass ich mir dann Vorwürfe mache.
    Denn ob du’s glaubst oder nicht: Du fehlst, wenn du nicht da bist. Du fehlst, wenn du schweigst, auch wenn du das manchmal brauchst.

    Vielleicht war ich zu forsch, zu laut, zu sehr „Herz“.
    Ich habe euch überrannt, und ja ich weiß es jetzt: Ich hätte reden sollen.
    Vor allem aber hätte ich zuhören sollen.
    Dass es euch etwas bedeutete, dass ihr das Richtige tun wolltet, habe ich viel zu spät begriffen.
    Und dafür entschuldige ich mich.

    Vielleicht sind wir in diesem Moment geistig einfach aneinander vorbeigefahren:
    Du dachtest, ich traue dir nichts zu.
    Ich dachte, du würdest dich opfern, um es dir „einfach“ zu machen.
    Beides falsch, beides schmerzhaft.

    Das nächste Mal werde ich dir mehr zutrauen, denn du verdienst das.

    Ich möchte mit dir Dinge erleben, nicht gegen dich kämpfen.
    Und ich hoffe, du kannst mir meine Sturheit verzeihen.
    Ich werde daran arbeiten.

    Alles Liebe
    — Herz 💛


    OOC:
    Ich weiß, dass ich euch in der Situation überrannt habe, und es tut mir leid.
    Ich wollte das nicht.
    Ich verstehe absolut, warum das für euch frustrierend war.

    Als Spielerin war ich wirklich kurz unsicher, was ihr da vorhattet. Aber bei meiner Figur schwang noch etwas Zweites mit:
    Herz reagiert extrem empfindlich, wenn jemand sein Leben leichtfertig wegwirft.
    Das kommt aus ihrer Geschichte: Sie war in dieser Season ja einige Zeit lang bei der Kirche von Morthana und hat dort gelernt, dass jeder Tod einen Bruch im "Ich" hinterlässt – dass man mit jedem Respawn etwas verliert, bis man irgendwann nicht mehr derselbe Mensch ist.
    Sie glaubt nicht, dass Morthana die Fäden in der Hand hält, aber die Worte des Erzbischofs Nickolus ( Nickel ) haben sie schon geprägt. Das Leben war für sie vorher schon immer schützenswert, aber durch die Rede des Erzbischofs ging ihr dieser neue Aspekt des "sich Verlierens" auf. Und da sie selbst ja unmittelbar vor ihrem Aufenthalt im Kloster erschossen wurde, hat sie diesen Bruch noch sehr gut in Erinnerung gehabt. Sie hat ihn wirklich gespürt und glaubt daher felsenfest, dass daran etwas Wahres ist.
    Daher würde sie sich auch nie etwas antun oder einfach umbringen. Aber sie würde auch nicht einfach tatenlos zusehen, wie ein anderer sich vor ihren Augen tötet.

    Als Spielerin weiß ich selbstverständlich, dass Respawns spielmechanisch keine echten Konsequenzen haben. Logisch.
    Aber Herz nimmt das emotional ernst – manchmal zu ernst – und dadurch reagiert sie impulsiv und vielleicht wie in eurem Fall auch zu bestimmt.

    Ich gelobe Besserung.
    Nächstes Mal frage ich auch OOC vorher nach, statt direkt zu handeln.

    Danke, dass ihr es angesprochen habt und mir da die Augen geöffnet habt.
    Und danke, dass ihr bereit war das Zeug zurückzugeben.
    Ihr seid echte Ehrenleute und ne tolle Truppe!
    Hab euch lieb, ihr drei. ♥️

    ~Die Spielerin hinter "Herz".

    -- ENGLISH VERSION BELOW! ---

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    🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭 Liebe Überlebende auf GDZ (und natürlich auch alle Gäste) ! 🇨🇭 🇦🇹 🇩🇪

    Das große Abschluss-Ballern auf GDZ Vanilla Chernarus steht wieder an!
    Trotz Wipe am Donnerstag bleiben wir beim gewohnten Wochenendtermin.

    📅 Samstag, 22.11.2025 – 20:00 Uhr

    Der Server wird noch einmal neu gestartet – und dann heißt es: Feuer frei!

    Wohin geht’s?

    Dieses Mal zieht es uns an die Ostküste. Nach Svetlojarsk!

    Ihr konntet bis Dienstag, 18.11.2025 über den genauen Ort abstimmen.
    Fehlte euer Wunschspot? Gebt mir gern Bescheid – vielleicht nächstes Jahr!

    🔫 Das erwartet euch:

    • Spawns nach dem Tod direkt im Eventgebiet + Handfeuerwaffe zum Start
    • Stashes & Ausrüstung aus vorherigen Events werden bereitgestellt (Nur solange Vorrat reicht...! ;) )
    • Eigene Stashes sind erlaubt, Spenden erlaubt.
    • Keine Anmeldung – wer da ist, ist da
    • Kill Logs von 20:00 bis 00:00 Uhr


    Außerdem könnt ihr diesmal eine Deathmatch Trophäe abstauben!

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    Natürlich könnt ihr im GDZ-Discord quatschen, Teams bilden – oder einfach auf alles schießen, was sich bewegt. 😉

    Nach dem Killen kommt das Chillen 🍖

    Nach Mitternacht ziehen wir uns zurück und springen traditionell von einem Turm oder hohen Gebäude in die Tiefe, um die neue Season willkommen zu heißen.


    Für Eilige nochmal die harten Fakten:

    • 22.11.2025, 20:00 Uhr – GDZ Vanilla Chernarus
    • Ort: Svetlojarsk
    • Nach dem Tod Start mit Handfeuerwaffe im Kampfgebiet
    • Loot-Stashes vorhanden (solange Vorrat reicht)
    • Trophäe für den Schützenkönig
    • Discord-Talk optional
    • Optional am Ende: Gemeinsamer Turmsprung in den Tod


    Viel Spaß und liebe Grüße

    ~Herz



    🇬🇧 🇺🇸 Dear survivors on GDZ (and of course all guests as well)! 🇬🇧 🇺🇸

    The big Shootout on GDZ Vanilla Chernarus is coming up again!
    Despite the wipe on Thursday, we’re sticking to the usual weekend schedule.

    📅 Saturday, 22 November 2025 – 8:00 PM

    The server will restart one more time – and then it’s: Fire at will!

    Where are we heading?

    This time we’re moving to the East Coast. To Svetlojarsk!
    You could vote for the exact location until Tuesday, 18 November 2025.
    Your favorite spot was missing? You can still let me know — maybe next year!

    🔫 Here’s what awaits you:

    • Respawn after death directly in the event area + a handgun to start with
    • Stashes & gear from previous events will be provided (while supplies last…! 😉)
    • Your own stashes are allowed; donations are welcome
    • No registration needed — whoever is there, is there.
    • Kill logs from 20:00 to 00:00

    You can also grab a Deathmatch Trophy this time!

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    Of course, feel free to hang out in the GDZ Discord, team up — or simply shoot at anything that moves. 😉

    After the killing comes the relaxing part 🍖

    After midnight we wind down and, in good tradition, leap from a tower or tall building to welcome the new season.


    For those in a hurry, here are the key facts:

    • 22 November 2025, 20:00 – GDZ Vanilla Chernarus
    • Location: Svetlojarsk
    • After death: start with a handgun in the combat zone
    • Loot stashes available (while supplies last)
    • Trophy for the one with the most kills
    • Discord talk optional
    • Optional finale: group tower jump to your death


    Have fun, take care and much love,
    ~ Herz

    Der Wind strich kalt durch die Bretter des Wachturms, als sie die Hand auf das verwitterte Holz legte. Nebel hing tief über Prigorodki,
    schluckte jedes Geräusch und ließ die Welt kleiner wirken, als sie eigentlich war.
    Sie spürte es: Ein Sturm zog auf.

    Mit der Hand fuhr sie an die Streben des Wachturms entlang.
    Hielt bei zwei Sätzen inne, die jemand in das Holz geritzt hatte.

    Spes est in corde.
    Corda nostra non cadent.“

    Sie hielt inne, als sie einen kalten Windhauch auf der Haut spürte; atmete ein, aus und flüsterte in die graue Stille des Nebels um sie herum:

    „Cor manet.“

    💌 Herzensgrüße vom 09.11.2025 - Wiedergutmachungen und weitere Raids


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    Hallo ihr Lieben,

    es war einer dieser Tage, an denen Chernarus sich wieder einmal von beiden Seiten zeigte:
    von der, die uns Hoffnung schenkt – und von der, die uns prüft.


    🛠️ Rückgabe & Reue

    Der Tag begann unerwartet.
    Das Dröhnen eines Motors weckte mich aus meinem allzu kurzen Schlaf. Ich hatte mich in der Nähe der Basis in ein Haus zurückgezogen und war dort wohl eingeschlafen.
    Als ich die Türe öffnete, sah ich einen Humvee vor der Basis parken. "Nicht schon wieder....", dachte ich bei mir und beschloss dieses Mal voll auf Konfrontation zu gehen. Ich lief zur Basis. Hinten war erneut aufgebrochen worden. Aber statt eines Raids, wurde der Fremde nun "be-raided". Manche nennen dieses seltsame Schauspiel auch einen "Reverse-Raid".

    Die drei brachen in die Basis ein, ja wirklich! .
    Aber nicht um zu stehlen, sondern um die gestohlenen Dinge zurückzugeben. Und sogar noch etwas mehr, wie UltrA mir hinterher sagte.
    Überall standen Kisten und die drei Personen waren eifrig am Räumen.

    Es waren ninja2.00926 (UltrA), die wohl nicht mit mir sprechen wollte. Überhaupt schien ihr meine Anwesenheit sehr unangenehm zu sein... auch Cala-j und Jannnik waren dabei. UltrA hatte sich wohl meine Worte über den Einzelgänger mit schlimmen Erfahrungen zu Herzen genommen und in aller Frühe beschlossen, diesen Fehler zu korrigieren.
    Nun war sie mit ihren Freunden zurückgekommen, um das Werk zu vollenden.

    Ein seltener und unglaublicher Akt der Einsicht in einem Land, in dem ich besonders in den letzten Wochen immer wieder lieber Schweigen als Haltung beobachtet hatte.
    Als alles wieder in der Basis stand, machte UltrA Anstalten, die Wand wieder zuzubauen. Aber sie würde sich in der Basis befinden und nicht mehr rauskommen.
    Ich ahnte, was sie vorhatte: Sie wollte sich anschließend umbringen und so an der Küste aufwachen, denn sie trug lediglich ein T-Shirt und typische Bambi-Klamotten. Vielleicht war das ihre Form der Buße und möglicherweise brachte ich sie um ihre Form der Reue, aber ich konnte das einfach nicht zulassen.
    Keiner sollte hier sinnlos sterben. So lief das hier nicht.
    Nicht, solange ich da war.
    "Oh nein, das tust du nicht!", donnerte ich schroff aber bestimmt. Dabei schob ich sie fast schon zurück durch die Lücke im Zaun.
    "Wenn du das jetzt tust, dann wird es hier am Ende nur stinken! Stell dir mal vor, du kommst nach Hause, findest deine Basis aufgebrochen, aber wieder zugebaut. Und im Hof liegt dann einfach eine Leiche rum..." Ich schüttelte den Kopf.
    "Wenn du es bereust, dann geh da raus in die Welt und helfe einem Bambi. Aber bringe dich hier nicht um, das nützt niemandem."
    Vielleicht hat sie’s verstanden. Vielleicht auch nicht. Vielleicht - nein mit Sicherheit empfand sie mich in diesem Moment als unglaublich nervig und anstrengend, aber das war ein Opfer das ich bereit war einzugehen. Manchmal konnte ich einfach nicht aus meiner Haut.
    Nein, keiner sollte heute hier sein Leben lassen müssen.

    Ich baute die Wand zu, hörte wie der Humvee davonfuhr und suchte dann einen Ausweg aus der Basis. Solide Tore.
    Den Ausweg über die Treppe vor dem Haus konnte ich nicht mehr nehmen, da die Wand dort wieder zugebaut worden war. Allerdings schaffte ich es, auf einen Unterstand zu klettern und von dort kam ich über einen kleinen Sims am Haus auf den Zaun und anschließend über die Mauer.
    Anlauf, dann ein Sprung und es war geschafft.
    Vielleicht würde ich UltrA eines Tages zeigen, wie man eine Basis auch wieder verließ, ohne sich umzubringen...


    🥫 Helfen gegen die Langeweile

    Während andere Basen aus Langeweile öffneten, tat BzU_GraveDigger genau das Gegenteil.
    Er füllte in den Bambi Camps in Berezino, Nizhnoye und später auch Solnichniy die Unterstände und Zelte auf.

    Ich fragte ihn, warum er das tat. Er war kein Samariter und auch keiner der Berezino Boys. Trotzdem kam er Tag für Tag und sah nach dem Rechten.
    „Warum ich das tue?“, fragte er.
    „Langeweile. Und… irgendwann ist man selbst froh, wenn man an der Küste rauskommt und volle Zelte findet.“

    Er hatte recht.
    Vielleicht waren genau Menschen wie er der Grund, warum ich nie ganz verzweifle und immer wieder aufstand. Ich musste schmunzeln, wenn ich daran dachte, wie er einst mit seinen zwei Freunden Cala-js Garage geöffnet und seine Olga gestohlen hatte. Just in dem Moment, als ich dazustieß. Ich rannte hinter ihnen her und sie versenkten die Olga versehentlich im Hafenbecken.
    Ich half einem seiner Freunde an Land und erklärte, dass sie gerade die Gemeinschaftsgarage geöffnet hatten. "Ja, aber man hat uns auch geraided!". Das war die Erklärung für alles. Man schoss, weil auf einen geschossen worden war. Man raidete, weil man geraidet worden war. Ein eweiger Kreislauf des Hasses und der Rache. Am Ende ließ ich ihn ziehen, aber kurz darauf fanden er und sein Freund unsere zwei roten Sarkas im Wald: "HOFFNUNG 2.0" und "ZUVERSICHT 2.0". Auch hier wollten sie zuschlagen, aber Black Lion, Jammet und s-tlk kamen dazwischen. Doch ganz die Samariter, die sie waren, wurde zunächst geredet statt geschossen. Und so akzeptierten die zwei Freunde am Ende, dass wir unsere Autos behalten wollten und zogen weiter.
    Etwas später schenkte ich ihnen den roten Sarka namens "ZUVERSICHT 2.0" als Zeichen der Freundschaft. Tja und nun? Nun zog Grave Digger alleine seine Runden und half aus, wo er konnte.

    Und ich? Ich war nicht allein bei der Betreuung der Camps und das war eine enorme Erleichterung in Anbetracht der ganzen Schwierigkeiten, denen wir uns derzeit ausgesetzt sahen.


    🪵 Ein vergrabener Stash

    In der nähe der "Rostigen Axt" fand ich einen vergrabenen Stash.
    Ich grub ihn aus, sah einige Patronen und eine Dose Bier. Ich ließ alles liegen und vergrub es wieder ordentlich. Wer auch immer das dort vergraben hatte, ich hoffte er würde es eines Tages brauchen können.

    Ja, das sagt viel über mich, aber auch über Chernarus:
    Man muss nicht alles nehmen, was man findet.


    🔫 Kommunikative Vanilla-Schüsse.

    Ich hatte den Stash gerade wieder vergaben, da hörte ich Freudenschüsse aus Richtung der Hochhaussiedlung. Keine Raidshcüsse, denn als ich mit drei "Kommunikativen Vanilla Schüssen" antwortete, kam auch promt die Antwort vom Berg. Eine Art Gruß.

    Ich zog weiter in Richtung Prigorodki und antwortete. Auch die Schüsse des Fremden bewegten sich und am Ende hatten wir uns wohl knapp verpasst. Er an der rostigen Axt, ich in Prigorodki

    Dann machte ich mich auf den Weg nach Elektrozavodsk.
    Dort war die Tür der Scheune der Brits zwar geöffnet – aber das Tor dahinter zum Glück noch intakt.


    🍖 Zwangsfütterung und Jagd

    Zurück am Camp in Prigorodki angekommen, drückte mir Jannnik dann beim Grillen in der "Sauna" ein Stück Fleisch in den Mund.
    "Fett", um genau zu sein. Ungefragt. Es war entsetzlich heiß und ich hustete, griff nach Wasser. "Wehe, wenn das Mensch war, Jannik!", fauchte ich.
    Aber er winkte ab. "Nein, alles gut. Ist vom Tier."

    Es gibt Tage, an denen möchte ich ihn einerseits freundschaftlich einen Klaps auf die Schulter geben, aber andererseits ihn einfach nur würgen...

    Pinky und Jannik jagten später noch drei Schweine und grillten ihr Fleisch für das Auffanglager.
    Ich glaube, es war lange her, dass Prigorodki so viel Essen in den Zelten hatte.


    ☠️ Ultra und der Zombie

    Später kam ninja2.00926 (Ultra) war ebenfalls wieder am Camp und redete sogar wieder mit mir.
    Warum sie nun doch als Bambi am Camp gelandet war? Ein Zombie hatte sie erwischt.
    Auch das passierte den besten von uns dann und wann.


    🤝 Versehentliche Schüsse und fremde Gesichter

    Ich selbst sah etwas später im Wald von Solnichniy einen Fremden rennen. Ich lief ihm nach, versuchte mit ihm zu sprechen, aber er rannte weg. Als ich einen Zombie sah, wollte ich instinktiv nach meiner Armbrust greifen und ihn erledigen. Dummerweise hatte ich aber von einem vorher gelooteten Polizei-Event eine R12 auf dem Rücken. Ich zog die Waffe und schoss. Es gab einen Ohrenbetäubenden Knall, der nicht nur mich sondern auch den Fremden zu Tode erschreckte. Er nahm die Beine in die Hand und rannte um sein Leben. Er konnte ja nicht ahnen, dass ich nur auf den Zombie geschossen hatte... Irgendwie tat er mir leid, aber ich konnte ihn nicht mehr einholen.

    Erst etwas später sah ich in Dolina wieder einen Fremden, versuchte wieder zu reden aber auch dieser hatte kein Bedürfnis und rannte einfach weiter.

    Unverrichteter Dinge ging ich weiter in Richtung Nizhnoye, um mir @HC_Grave Diggers Arbeit anzusehen. In der Tat waren die Zelte randvoll und ich verabschiedete mich dort von ihm. Kaum war er gegangen, entdeckte ich ein Bambi vor dem Ortschild. Es sah nachdenklich aus und war so in Gedanken versunken, dass es den herannahenden Zombie nicht kommen sah. Ich half und erschoss den Angreifer.

    Anschließend fragte ich das Bambi, ob ich helfen könne. "Nein danke.", sagte er. "Ich bin fast tot und will einfach nur sterben..."
    Er sah wirklich erschöpft und vom Leben gezeichnet aus. „Ich glaube, ich geb auf…“, flüsterte er.
    Ich sah die Müdigkeit in seinen Augen – und doch auch den Funken, der noch nicht erloschen war.

    "Nein, tust du nicht. Es gibt immer noch einen Weg...", sprach ich. "Ich versorge dich jetzt erstmal und dann sehen wir weiter."
    Ich verband ihn, gab ihm Essen und brachte ihn zum Auffanglager in Nizhnoye.
    Dort gesellte sich nach einiger Zeit sein Freund Jens dazu.
    Black Lion drehte leise eine Runde mit seinem Auto durch die Gegend wie ein Schutzengel auf vier Reifen.

    Die beiden schienen freundlich und angenehm überrascht über unsere Arbeit. Ich erklärte ihm, dass die Samariter an der Küste diese Bambi Camps oder Auffanglager betreuten und wir in der Regel erst redeten und nur im Notfall schossen. "Und wo ist der Haken?", wollte Thomas wissen. Ich lachte: "Guter Punkt! Nein, keine Sorge. Wir nehmen kein Geld oder Nägel. Aber wenn ihr unsere camps in Ruhe lasst, nichts abbaut und die Waffen stecken lasst, solange ihr hier seid, dann ist das mehr als Dank genug."
    Er nickte und wollte das gerne einhalten. Trotzdem blieb ich auf Abstand. Sie waren zu zweit, ich allein. Aber ich wusste, dass irgendwo auf dem Hügel Black Lion saß und auf mich aufpasste.

    Am Ende gab ich den beiden je eine Hose, damit sie nicht frierend weitermussten.
    Und auch wenn ich anfangs ein mulmiges Gefühl gehabt hatte, so schienen sie aufrichtig zu sein und zogen dankbar weiter.


    🍏 Hungriger Jannik, geduldiger Locke

    WhiskeyMixer, dakel und Jannnik waren währenddessen mal wieder auf Tour.
    Irgendwo an der Küste hörte ich Jannik über Funk:

    „Ich VERHUNGERE!"
    Whiskey stöhnte väterlich: "Ich hab dir doch gesagt, du sollst vor der Fahrt nochmal was essen..."
    Locke lachte nur: „Ich geb dir gleich drei Äpfel. Dann wird das schon.“

    Wie oft Jannik schon am Hungertod vorbeigeschrammt ist oder von ihm erwischt wurde... ich habe aufgehört zu zählen.
    Aber ich köntne vielleicht irgendwann mal Bücher darüber schreiben.


    🔧 Der Rheingauer – und die Sache mit dem Raid

    Später verteidigten die drei die Garage des Rheingauer! .
    Jemand wollte sie erneut öffnen – vielleicht dieselben Leute wie am Vortag.
    Vielleicht neue.

    Ich war währenddessen an der "Rostigen Axt", füllte Wasser im Fass auf, angelte und grillte Fisch. Ind er Ferne donnerten die Raidschüsse und Explosionen und ich wünschte mir fast schon etwas die Zeiten zurück, als die Chicks in Action solche Raidschüsse stets mit ihrer unmittelbaren Präsens beantworteten. Nun halfen WhiskeyMixer und Jannnik eben aus.

    In Chernarus ist Frieden selten und nie selbstverständlich.


    🕯️ Samuel, Cripsy – und ein Kürbisfeld im Mondlicht

    Später traf ich auf HellhoundSamuel am Camp.
    Wir unterhielten uns wie früher – ruhig, bedacht und dann kam Crippsy auf uns zu.
    Er arbeitet wieder an seinem Herz aus Kürbisfeldern. Ich musste lachen, aber in dieser Sache war er unermüdlich.

    "Look HerZ, this is your heart!" sagte er stolz. Ich blickte vom Turm aus auf das Feld und dankte ihm für die nette Geste.


    🎯 Ein gut gesetzter Warnschuss

    Bevor ich mich zur Ruhe setzte, sah ich eine Bewegung auf Mount Wolfgang. Es war einer jeder Punkte, die sich nicht ganz nahtlos ins Gesamtbild der Felsen einfügen wollten.
    Ich hob die DMR, blickte durch das Zielfernrohr. Dann sah ich ihn: Einen Scharfschützen.

    Allem Anschein nach zielte er direkt auf das Camp - auf mich!
    Ich zielte. Etwas höher, als ich sollte. Über den Kopf. Drückte ab.
    Zunächst befürchtete ich, dass er fiel. Aber er rannte.
    Gut.
    Man muss nicht töten, um Grenzen zu setzen.
    Und er hatte wohl verstanden. Für den Moment.
    Nach all den Zwischenfällen der letzten Wochen mussten wir einfach wachsam sein und ein Schütze vom Berg aus, der auf das Camp blickte wurde als potenzielle Bedrohung gewertet. Zu oft hatten Schüsse aus dem Hinterhalt einen der Unsrigen oder ein harmloses Bambi getroffen.


    🌅 Zum Schluss…

    Dieser Tag hat mir gezeigt:
    Wir alle schwanken zwischen Hell und Dunkel,
    zwischen Geben und Nehmen,
    zwischen Reue und Wiederholung.

    Manche raiden aus Langeweile.
    Andere füllen Camps aus Überzeugung.
    Manche wollen aufgeben.
    Andere halten Äpfel hin.
    Und manche stehen einfach am Berg und warten darauf, dass jemand reagiert.

    Chernarus prüft uns jeden Tag aufs Neue.
    Aber wir entscheiden, wie wir uns präsentieren.

    Ich hoffe, ich habe heute die richtige Wahl getroffen.

    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf –
    und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    (Bildmaterial folgt!)

    💌 Herzensgrüße vom 08.11.2025 – Ein Tag voller komischer Zeichen

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    Hallo ihr Lieben,

    wie auch gestern schon, schien Chernarus heute mal wieder in Rätseln zu sprechen.
    Nicht in Worten, sondern in Spuren. In all den Dingen, die jemand hinterließ, ohne dabei ein Wort zu sagen.

    Und heute war so ein Tag.


    🐔 Eine Botschaft für die Banana Ops?

    Whiskey meldete sich früh am Morgen über Funk.
    Er hatte bei der neuen Basis der verbliebenen Banana Ops vorbeigesehen.
    In Ermangelung eines neuen Namens nannten wir sie noch immer "Banana Ops" oder einfach "die Bananen", auch wenn sie die Fraktion inzwischen aufgelöst hatten.
    Aber der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier und man muss die Dinge beim Namen nennen.

    Vor der neuen Basis, so sagte er, lag eine Kiste. Darin lagen ein totes Huhn sowie ein Hühnerarmband.
    Ich verstand nicht. Was hatte das mit ihnen zu tun?
    Ich erinnerte mich noch lebhaft daran, dass Cone einst mit seinem Freund Stimmuuung tote Hühner vor der Basis der Chicks in Action platziert oder selbige in die Basis geworfen hatte.
    Auch Prigorodki und die Unterstände beim Krankenhaus waren nicht verschont geblieben.
    Aber was hatte das nun bei den Banana Ops zu bedeuten und warum lag in der Kiste auch das Armband, das jemand aus einer Hühnchenfahne geschnitten hatte?
    So eines hatte doch E.C.H.O. vor einiger Zeit angezogen. War es ein Hinweis darauf, dass er sie im Blick hatte oder wollte jemand anders ihn auf die Basis aufmerksam machen?
    Ich verstand es nicht. Wieder einmal ergab nichts davon Sinn.
    Sowie auch ein riesengroßer Pfeil aus Feldern, der direkt auf ihre Basis zeigte.
    Offenbar hatte jemand versucht, die Aufmerksamkeit auf ihre neue Unterkunft zu lenken,
    ohne selbst einzugreifen.

    Doch wer darauf wartete, dass wir anderen die Drecksarbeit abnahmen, hatte sich in uns geirrt.

    Wir Samariter brechen nicht in Basen ein.
    Nicht aus Prinziplosigkeit, sondern weil unser Herz an anderer Stelle schlägt: bei den Camps, für den Menschen.
    Und nicht für Machtspiele oder Revierkämpfe.

    Und warum sollten wir die Banana Ops angreifen?
    Was hätten wir davon?
    Eine Basis präventiv zu zerstören, nur aus Angst vor einem Angriff, war nicht unsere Art.

    Und es würde nichts ändern: Wer Chaos stiften wollte, kam ohnehin wieder.
    Sei es mit voller Ausrüstung oder als stilles Bambi an der Küste, so wie wir es bereits erlebt haben.

    Am Ende schützt man sich nicht durch Mauern, sondern durch Haltung.


    🪶 Schatten im Camp

    Etwas später sah ich am Camp ein Bambi –
    nur einen Moment, kaum mehr als ein Schatten.
    Es blieb stehen, beobachtete uns bei der täglichen Routine und verschwand dann wieder.
    So leise, als hätte es nie dort gestanden.

    Ich ging eine kleine Runde, prüfte Selinas Haus, die BBA, die Unterstände.
    Alles wirkte geordnet. Keine Unauffälligkeiten.

    Und doch…
    in Chernarus weiß man nie, ob man gerade Frieden erlebt oder nur jene fragile Stille, die sich wie ein dünner Schleier vor den nächsten Lärm schiebt.


    🏚️ Spuren in Solnichniy

    Jammet und Black Lion waren unterwegs und meldeten einen neuen Unterstand in Solnichniy.
    Direkt an der Straße gebaut.
    Von wem, wussten sie nicht, aber ich erinnerte mich daran, dass vor einiger Zeit schon einmal ein Unterstand an dieser Stelle gestanden hatte.
    Vielleicht ein Wanderer,
    vielleicht jemand, der einfach nur helfen wollte.

    Vor dem Camp in Prigorodki fanden wir wenig später ebenfalls einen toten Hahn.
    Locke meinte, vielleicht habe Echo ihn dort als Zeichen platziert.

    Ich wusste nicht, ob ich lachen oder seufzen sollte.
    Ein Hahn, ein Huhn, und dazwischen all die Rätsel, die lösen kann.


    🚙 Von Basen und Honigtöpfen

    Am frühen nachmittag fuhren WhiskeyMixer und ich nach Balota, um nach dem Rechten zu sehen.
    Ich war es Rheingauer! einfach schuldig.
    Seine Basis stand wieder offen, aber noch nicht ganz.
    So, als hätte jemand sein Vorhaben noch abgebrochen. Wer auch immer sich diese Basis als Ziel ausgesucht hatte, er war hartnäckig und kam vorzugsweise dann, wenn andere schliefen.
    Erinnerungen kamen auf, zurück an die vergangene Season. Damals hatten PropaGandalf , jayphiiyo, @Olga2667, Rheingauer, NiggoB und janinesta (Selina) und Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 in Schichten nach der Basis gesehen und fast jede Nacht Angreifer von MISA zurückgeschlagen. Sie hatten damals versucht vom Rheingauer Schutzgeld zu erpressen, aber er hatte sich geweigert. Daraufhin waren viele Freiwillige zur Hilfe geeilt und hatten ihn bei der Verteidigung tatkräftig unterstützt.

    Doch wer hatte es nun auf seine Basis abgesehen? MISA war seit einiger Zeit nicht mehr aktiv.
    Ich wusste es nicht.

    Während wir also dort nach dem Rechten sahen, überprüfte BzU_GraveDigger wieder Berezino, wie immer zuverlässig.
    Ein Mann, der sein Wort hielt und das seit vielen Wochen schon.

    Als Black Lion und Jammet durch Balota kamen, nahmen sie mich mit. Wir fuhren nach zum Sommerlager, um Vorräte zu besorgen.
    In der Nähe fand ich ein zugebautes Haus.
    Am Fenster fehlte eine Wand, gerade so, dass man in eine Kiste sehen konnte.
    Es wirkte wie ein Honigtopf; eine Falle für Raider.

    Ich drehte um, zurück zum Auto.
    Mit solchen Basen hatte ich nichts zu schaffen.


    💣 Raidschüsse und Konsequenzen

    Dann kamen die Schüsse.
    E.C.H.O. versuchte sofort, Cala-j, Jannnik, ninja2.00926(UltrA) und sogar Locke zu warnen.
    Raidschüsse in Chernogorsk!
    Doch im Funk blieb es still.

    Auch Locke, dem er direkt in Chernogorsk begegnete, verstand offenbar kein Wort von E.C.H.O.s eigenwilliger Zeichensprache.
    Er stand dort, verwirrt, fragte sich, ob E.C.H.O. ihn gerade wirklich fragte, wie man ein Schloss anbringt – oder warum er erst auf Janniks Garage und dann in Richtung Chernogorsk deutete.
    Zweideutigkeit ist E.C.H.O.s zweite Sprache, und nicht jeder spricht sie fließend.

    Später stellte sich heraus, dass die drei, die er warnen wollte, selbst die Raider gewesen waren.
    Sie hatten eine Basis geöffnet – vielleicht aus Neugier oder Langeweile. Möglicherweise auch einfach, weil es in einer Welt wie dieser leicht ist, so etwas zu tun.
    Besonders, wenn niemand hinsieht.

    Doch dieses Mal sah jemand hin: E.C.H.O. war inzwischen bereits aufgebrochenum nach dem Rechten zu sehen und folgte den Schüssen.
    Ich glaube, er hasste es, wenn jemand ungefragt in fremde Räume eindrang – Grenzen missachtete.

    Als die drei schließlich bemerkten, dass E.C.H.O. sie ertappt hatte, ließen sie alles liegen,
    was noch nicht verstaut war, und flohen.

    Wie Kinder, die ertappt wurden...

    Es ist kein Geheimnis, dass ich dem Eindringen in fremde Häuser nichts abgewinnen kann. Es fühlt sich für mich an wie ein Angriff auf etwas, das jemand mit Mühe aufgebaut hat und ein Zuhause nennt. Aber ich weiß auch: Ich kann anderen nicht vorschreiben, welchen moralischen Kompass sie wählen.
    Ich kann nur meinem folgen und mit dem Weg leben.

    Und doch tat mir der Besitzer leid.
    Ich hatte eine Vermutung, wer es getroffen hatte: den Mann, der Nacht für Nacht wie ein Uhrwerk mit seinem Boot die Küste entlangfuhr. Immer leise, immer allein.

    Kurioserweise hatte er an seiner Basis eine Bambifahne aufgestellt.
    Ein Zeichen, das wir Samariter gut kannten.
    War sie den dreien wirklich entgangen? Keiner hatte auch nur gefragt, ob die Basis vielleicht zu jemandem gehörte,
    der uns nahestand oder zumindest friedlich war. Ob die Basis nicht vielleicht eines unserer Außenlager war.


    🔑 Kleine Missgeschicke mit Zahlenschlössern

    Kurz darauf hatte Jannnik hatte mal wieder einen Unfall. Viel kann ich darüber nicht schreiben, aber es ist eben passiert.
    Wichtiger war aber, dass aus dem Liebesnest sage und schreibe neun Schlösser verschwanden,
    weil die Jungs am Tag zuvor im Eifer des Gefechts vergessen hatten, sie anzubringen. Auch das passiert den Besten von uns...
    Ein Glück, dass niemand es ausnutzte... aber natürlich waren die Hausherren alles andere als begeistert.
    Ich glaube aber das sind die Momente, über die man Jahre später noch wird lachen können. WhiskeyMixer schaffte jedenfalls neue Schlösser ran.

    Und @E.C.H.O? Der überbrachte Locke noch seinen Willkommens-Morsecode.
    Locke verstand natürlich nur Bahnhof, aber grinste.
    „Ich hab keine Ahnung, was er mir sagen will, aber ich mag ihn.“
    Und irgendwie konnte ich das verstehen.


    🌒 Nachtwache

    Als der Abend kam, wachte ich an der zugebauten Basis, die geraided worden war. Ich hatte gehofft, den Basenbesitzer zu treffen und ihm alles erklären zu können. Aber er kam nicht. Stattdessen hörte ich Schritte und traf auf Moon.
    Wir sprachen kurz, ehe er weiterzog.

    Es tat gut, eine vertraute Stimme zu hören, die nichts fragte, sondern einfach da war.


    🌅 Zum Schluss...

    Am Ende des Tages schrieb ich eine Nachricht an den basenbesitzer und versuchte zu erklären, was geschehen war. Ich sprach auch mit Jannik durch UltrA über den Raid. Versuchte ihnen eindringlich klarzumachen, dass sie wirklich den Falschen erwischt hatten. Der Basenbesitzer hatte niemandem etwas getan und in Vergangenheit erlebt, dass seine Unterstände täglich abgebaut worden waren. Wenn er jetzt seine Basis leer vorgefunden hätte... manchmal fehlt nicht viel für den entscheidenende Schritt.

    Es war ein Tag voller komischer Zeichen: Ein Huhn, ein Hahn, ein Armband.
    Und dazwischen wir – Menschen, die versuchten aus all dem irgendwie, Bedeutung zu finden.

    Und so schreibe ich weiter. Nicht um Antworten zu finden, sondern um dem allen irgendwie einen Sinn zu geben.

    In diesem Sinne:
    Bleibt weiterhin wachsam, verliert euer Mitgefühl nicht und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    (Bildmaterial folgt!)


    💌 Herzensgrüße vom 07.11.2025 – Von Zeichen und Zufällen

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    Hallo ihr Lieben,

    manchmal ist Chernarus wie ein Spiegelkabinett der Erinnerungen.
    Du gehst einen Weg, den du längst kennst und plötzlich steht dir jemand gegenüber, von dem du dachtest, du würdest ihn nie wiedersehen –
    oder du findest etwas wieder, das du nie verloren glaubtest.

    Heute war so ein Tag.


    📖 Wenn Gegenstände Geschichten erzählen

    Am Morgen meldete sich Rio bei mir. Er schien zu grinsen, als er sagte, er habe meine "Herzensgrüße" gelesen.
    Meine Berichte über die Dinge, die hier tagtäglich passierten.
    Es schwang etwas Stolz mit, als er sagte, er sei wohl das Bambi gewesen, das damals am 13. Juni über das offene Feld gerannt sein. Es hatte eine rote Hose getragen, daran habe er sich erkannt und er sei an mir vorbeigerannt, ohne mich zu sehen.
    „Mein zweites Leben“, sagte er, und ich musste lachen.
    Er erzählte, er habe später auch das im Bericht erwähnte Bambi Bambi mit der Wolfsmaske "getroffen". Ja, die Zweideutigkeit war Absicht, denn er habe seine Thundra von ihm.
    Es sei nämlich zu einem Schusswechsel gekommen. Eine Waffe, die er vermutlich bis heute behalten hat.

    Ich fragte nicht weiter, was den Tod des Fremden mit der Wolfsmaske anging. Rio hatte schon angedeutet, dass er zwar einerseits friedliebend war, aber sich durchaus behaupten konnte. Ich zweifelte nicht eine Sekunde daran. Aber ich fand es faszinierend, wie nach Monaten noch kleine lose Enden zu einem festen Knoten werden, die dann wieder wie ein Puzzelstück den Teppich vollenden.

    Eine rote Hose, eine Thundra, eine Wolfsmaske... manche Gegenstände erzählen Geschichten, die nur sie selbst kennen.
    Wie meine DMR, die (MISA) ROB Rob mir einst gab, und die mich seitdem begleitet – still und treu.


    🚛 Ein Geschenk ohne Absender

    Später meldete jemand über Funk. Ein LKW stand plötzlich im Camp.
    Einfach so und gefüllt mit Waffen und Baumaterial.
    Jemand hatte ihn dort geparkt, als wir gerade abwesend waren.

    WhiskeyMixer runzelte die Stirn. "Waffen am Camp sind gefährlich...."
    Ich nickte nachdenklich und er fügte hinzu: „Könnte aus Guglovo stammen“.
    Dort war noch vor Kurzem ein LKW gesichtet worden. Aber warum stand er nun voll beladen mitten im Camp?
    Neben Waffen und Baumaterial fanden wir auch eine Gasausrüstung sowie eine fast vollständige Ritterrüstung.

    „Vielleicht das Geschenk der Bananen?“, sagte Whiskey, "Zur Versöhnung?"
    Ich zögerte. Ja, Davus hatte angekündigt, dass Greeny und Kallele etwas vorbeibringen wollten, aber da ich auf meiner Meinung beharrt hatte und ein Geschenk nicht ohne Entschuldigung annehmen würde, zweifelte ich daran. Vor allem war ein Geschenk, bei dem man nicht wusste, von wem es stammte, eine ziemlich schlechte Wiedergutmachung.
    Nein, das glaubte ich einfach nicht.

    Ich dachte an die Chicks in Action. Manchmal trieben sie solche Späße, aber jayphiiyo hätte so einen LKW nie bei uns ins Camp gestellt; sie wusste, was Waffen hier bedeuteten. Besonders in der aktuellen Lage, wo man potenziell mit gewaltbereiten Bambis rechnen musste. Da war ein LKW mit DMR oder sonstigen Waffen am Camp eine Todesfalle.
    Nein, Jay hätte so etwas nicht gemacht. Oder?
    Selbstverständlich fragte ich trotzdem auch bei ihr nach. "Ich hab nichts damit zu tun." kam ihre klare Antwort und das genügte mir.
    Wer auch immer uns das Fahrzeug ins Camp gestellt hatte, wollte uns etwas mitteilen.
    Eigentlich eine typische Veyr/\-Aktion, aber dafür fehlten die typischen Anzeichen. Veyr/\ wollte gesehen und bemerkt werden. Dieser LKW jedoch war heimlich abgestellt worden.
    Für den Moment beschlossen wir also erstmal, den LKW in Sicherheit zu bringen und so die Waffen aus dem Camp zu schaffen und herauszufinden, wem das gute Stück gehörte.

    Aber ein Geschenk ohne Absender hatte immer einen seltsamen Beigeschmack.


    🚗 Szeppi, Gepetto und der grüne Ada

    Auf dem Rückweg traf ich Szeppi auf dem Feld nahe seinem Haus. Der Junge stand neben seinem grünen Ada. Erst auf den zweiten Blick sah ich, dass er verunfallt war.
    Das Auto sah zwar optisch noch einwandfrei aus, aber die Karosserie hatte irreparablen Schaden genommen. Der grüne Ada, den sie von E.C.H.O. erhalten hatte als Wiedergutmachungsgeschenk für sein versehentliches Attentat auf ihn und seine Mutter war nicht mehr zu retten.

    Trotzdem grinste Szeppi, etwas verlegen, aber auch stolz.
    „Mein zweiter Unfall!“, sagte er. Man konnte es fast bewundern, wie gelassen er damit umging.
    Wir entluden seine Gegenstände aus dem Kofferraum und entfernten die Räder, falls jemand sie noch brauchen konnte.

    Kurz darauf kam Gepetto, sein Vater. Ihc grüßte ihn freundlich und erinnerte mich an seine Stimme. Was war schön, dass neben Mawa nun auch er zurückgekehrt war.
    Beide halfen mir dabei, Baumstämme zu Hikarus Scheune zu schleppen, wo ich den LKW kurzfristig lagern wollte. Zumindest solange, bis wir herausgefunden hatten, wem er eigentlich gehörte und was er bei uns verloren hatte.
    Die beiden packten beherzt an und schnell waren zwei Wände gezogen.
    Einfache Gesten, aber sie wogen schwerer als Worte.


    💀 Von Toten, dem Liebesnest und Baufehlern

    WhiskeyMixer und NiggoB fanden vier tote Bambis in Nizhnoye.
    Zunächst waren es nur zwei gewesen, aber bei genauerer Betrachtung fanden sie zwei weitere Leichen in der nahen Umgebunge,
    Vier Tote... es war mal wieder, als suche jemand verzweifelt nach einem besseren Start ins Leben.

    Und dann kam der Moment, in dem Pinky das Liebesnest von Whiskey und Niggo besuchte.
    Das musste ja früher oder später passieren...
    Als ich ihn später fragte, wie es gewesen sei, zog er nur die Augenbrauen hoch und meinte trocken:
    „Das sind solche Mimosen! Die jammern die ganze Zeit, dass ihnen der Arsch weh tut…“
    Ich lachte, auch wenn ich es vielleicht nicht sollte. Aber so war er, Pinky. Hatte immer einen guten Spruch auf Lager.
    Nein, was die Jungs da getrieben hatten, blieb natürlich unter ihnen. Was im Liebesnest geschah, blieb meist im Liebesnest.
    In meiner Vorstellung hatte Niggo stolz sein Bauwerk von jedem erdenklichen Blickwinkel präsentiert und Pinky anerkennend genickt, umrahmt von Whiskeys freundlichen Lobeshymnen auf Niggos Ideenreichtum. Genau so muss es gewesen sein.

    Locke baute sich unterdessen in seiner Garage ein.
    Er rief im Funk: „Kann mir jemand eine Zange vorbeibringen, bitte? Ich bin gefangen!“
    Ich lief los und brachte ihm das Ersehnte, damit er sich befreien konnte. Er dankte und ich lachte.

    Sich beim Bauvorhaben einsperren... das passierte den Besten von uns. Manchen sogar zweimal...


    💥 Kleine Katastrophen und große Zeichen

    WhiskeyMixer, NiggoB und Locke brachen später auf. Jannik hatte wohl mitbekommen, dass jemand versuchte in die alte Basis vom Rheingauer! einzusteigen.
    Also halfen die Jungs bereitwillig dabei, den Raidversuch zu vereiteln. Zwar schien die Basis inzwischen verlassen und wir hatten vom Rheingauer selbst lange nichts mehr gehört, aber entweder war es der Wunsch der Jungs einem alten Freund Respekt zu zollen oder aber der Drang, den Kampf zu suchen. Ich glaube eher Letzteres war der Fall.
    Jedenfalls konnte sie Schlimmeres verhindern und verschlossen die Basis wieder.

    Kurz darauf fanden Whiskey und Locke in Pustoshka die Leiche eines Raiders bei der alten Basis der Banana Ops.
    Er hatte wohl die Sprengkraft seiner Granaten unterschätzt und lag tot neben dem zu sprengenden Tor. Das ging wohl nach hinten los...
    Manch einer munkelte "Karma", aber wir wussten nicht, um wen es sich bei dem Raider gehandelt hatte.

    Rio kam später noch einmal ans Camp, brachte Geschenke für Mawa und ihre kleine Familie.
    Da sie nicht da waren, legte er sie mir in die Hände - „Vertrauensvolle Hände“, sagte er lächelnd.
    Ich versprach, sie bei der nächsten Gelegenheit weiterzugeben.

    Am Schwarzen Brett fand sich später ein F.
    Ein neues Zeichen.
    Von wem?
    Keine Ahnung.
    Aber es passte ins Muster dieser Tage: Rätsel über Rätsel.


    🧱 Verlust und Verbindung

    Locke und WhiskeyMixer hatten derweil Spaß am Airfield.
    Doch als sie nach Pustoshka zurückkamen, waren einige Wände mehr abgebaut worden.
    Das Plus-Zeichen, das jemand einst gelegt hatte, war nun in eine Kiste gewandert.
    Ein seltsamer Gruß.

    Ultras altes Haus war aufgebrochen worden. Aber ich erinnerte mich daran, wie Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 und sie mit Cala-j nach oben gefahren waren und dort das wichtigste abtransportiert hatten. Der Schaden war also nicht nennenswert.

    Gerade beendete ich den Bau der Garage für den LKW, dann kam eine Nachricht von Selina:
    Bei Krona war eine Wand aufgebrochen,und vonBauschs LKW, den er im Vorhof vor der Burg abgestellt hatte, war verschwunden.

    Jetzt ergab alles Sinn.
    Der LKW im Camp war seiner gewesen – und jemand hatte eine Wand in Krona aufgebrochen und das Fahrzeug entwendet.
    Nur um es anschließend den ganzen Weg bis nach Prigorodki zu fahren und dort mitten im Camp zu parken.
    Wenn das kein Zeichen war, dann wusste ich auch nicht weiter. Vielleicht galt es der Kirche von Morthana, vielleicht NiggoB und janinesta (Selina).
    "Wir komen rein und wir können euch nehmen, was euch wichtig ist." Nur in diesem Fall hatte es dann vermutlich mal wieder den Falschen erwischt.
    VonBausch tat mir leid.
    Er hatte erst seinen roten Sarka verloren, dann seine Garage und nun den LKW.
    Ich schrieb ihm.
    Manchmal kann man nur da sein, wenn man sonst nichts tun kann.


    🍎 Alte Freunde und volle Äpfel

    Am Abend traf ich Moon bei der "Rostigen Axt".
    Seine warme Stimme war irgendwie wie ein Stück Zuhause und es schwang echte Freude darüber mit, wieder hier zu sein.
    Wir redeten lange. Über den MISA-Raid, über die Banana Ops, über all das, was seit seiner Abwesenheit geschehen war.
    Manche Dinge überraschten ihn, wieder andere nahm er mit einer Spur von "das hab ich doch gleich gewusst" an.

    Später saßen wir mit Locke gemeinsam am Bambi Camp in Prigorodki und und sammelten Äpfel.
    Natürlich.
    Locke konnte es einfach nicht lassen, er hatte sie einfach zu gern.

    Und irgendwie passte es.


    🌅 Zum Schluss

    Am Abend dachte ich an Rio, an den LKW, an VonBausch und an all die Zeichen, die heute aufgetaucht waren.

    Vielleicht war es Zufall.
    Vielleicht Schicksal.
    Vielleicht einfach Chernarus – dieses Land,
    das alles nimmt und alles wiedergibt,
    nur nie das, was man erwartet.

    In diesem Sinne:

    Seid wachsam, seid menschlich und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    Danke Moe wie immer für die Zusammenfassung!


    Aber Moment... was lese ich da?

    Zitat


    Die Spawnpunkte der Spieler wurden angepasst, damit sie zufälliger sind. Das Spiel spawnt Spieler jetzt eher in verschiedenen Bereichen der Karte, wenn sie mehrmals sterben.


    Was wurde aus der Änderung, dass man jetzt ja mit seinen Freunden spawnt, wenn man stirbt? Oh Mann... die wissen echt nicht, was sie wollen XD

    Okay, scheint als ob das Vanilla "Du spawnst 6 Minutne lang mehr oder weniger in der gleichen Gegend" wieder verworfen wurde.
    Schade, ich fand die Bambi-Fights immer ganz lustig, wenn Mörder und Opfer am gleichen Platz spawnen XD

    Ich habe gerade mit Snickers nochmal über das Problem gesprochen. Bei ihm ist es so, dass alles korrekt eingestellt ist. Das Mikrofon ist als Standardgerät ausgewählt, die App DayZ nutzt es und auch beim Datenschutz konnte er es freigeben. Es sollte also alles funktionieren, trotzdem geht es im Spiel nicht.

    Leider hat es in diesem Fall nichts mit den zugewiesenen Geräten zu tun.

    💌 Herzensgrüße vom 06.11.2025 – Zwischen Kompass und Gewissen

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    Hallo ihr Lieben,

    es war einer dieser Tage, an denen das Leben in Chernarus sich anfühlte wie ein eine kreisende Kompassnade, die unaufhörlich und immer auf der Suche nach Norden ist.
    Aber stimmt die Richtung, in die man unterwegs ist?


    🚗 Herbert auf der Seite

    janinesta (Selina) und NiggoB waren bereits früh aufgebrochen, auf einer ihrer Touren.
    Die erste seit Langem, doch bei Severograd endete die Fahrt abrupt.
    Ihr geliebter blauer Gunter, den sie liebevoll „HERBERT 2.0“ getauft hatten fuhr gegen ein unsichtbares HIndernis auf den Gleisen, überschlug sich und landete auf der Seite; mitten auf den Schienen.
    Kurioserweise genau an jener Stelle, an der Selina und ich erst kürzlich ein Unfallfahrzeug geborgen hatten.

    Niggo wollte "HERBERT 2.0" schon den Gnadenschuss geben, doch Selina ließ nicht locker.
    Sie schwitzten, fluchten, versuchten, das tonnenschwere Wrack zu drehen. Aber zunächst bewegte sich nichts.
    Erst durch ein paar geschickt platzierte Lagerfeuer und viel verschossenem Schweiß stand er am Ende wieder aufrecht.

    Manchmal ist Hoffnung nichts weiter als der Moment, in dem man nicht aufgibt, obwohl alles dafürspricht.
    Am Ende konnte "HERBERT 2.0" wieder sicher nach Hause fahren und war um eine Charakterdelle reicher.

    HERBERT 2.0 hat einen Unfall

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    🔫 Von Jagd und Zufällen

    Währenddessen ging Locke allein auf Erkundungtour.
    Was konnte schon schiefgehen?

    NiggoB, WhiskeyMixer, Jannnik und Pinky zogen ebenfalls los, während Black Lion Myshkino plünderte –
    allein und immer ein Stückchen schneller als der Rest. Er war hörbar amüsiert darüber, dass sie sich im Funk fragten, wer ihnen wohl so knapp voraus war.

    In Elektrozavodsk entdeckte er beim Zugevent zwei Fässer, die er gleich für mich zurückstelle. Wir konnten sie gut gebrauchen und ich würde sie später holen.

    Zurück in Prigorodki traf er dann ein Bambi+ – stumm aber er schrieb immerhin.
    Nannte sich Stev, mit „V“.
    Ich fragte nach, aber unser "Stev" war es wohl nicht.
    Vielleicht jemand, der sich verstecken wollte.
    Vielleicht jemand, der einfach nur überleben wollte.
    Vielleicht aber auch jemand, der wirklich Stev mit "v" aber ohne "e" am Ende hieß.
    Zufälle passierten.

    Black Lion gab dem Fremden Jägerkleidung und ließ ihn ziehen.
    So macht man das hier, man hilft, ohne zu fragen, warum.

    Black Lion und Stev


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    🚙 „Weiße Weste“ und „gelber Schnee“

    Pinky fand unterwegs einen weißen Ada (den Black Lion zuvor auch schon gesehen hatte) und WhiskeyMixer taufte ihn sofort: „Die weiße Weste!“
    Pinky lachte: „Oder gelber Schnee, wenn NiggoB ihn bekommt!“

    Solche Momente sind wie Atemzüge zwischen all dem Chaos.
    Kleine Inseln, auf denen man kurz wieder gemeinsam Mensch sein darf. Momente, in denen man gemeinsam spaßen und lachen kann.

    Später trafen sie in Chernogorsk auf einen Überlebenden mit einem Kürbiskopf.
    Er sagte kein Wort und verschwand so lautlos wie er gekommen war.

    Und was war mit Locke?
    Der folgte stoisch seinem Kompasspfeil - nach Norden.
    Er wollte aber eigentlich in den Süden.
    „Ich bin so scheiße dämlich!“, fluchte er im Funk, „Was geht denn bei mir?!“
    Wieder mussten wir lachen. Aber am Ende schaffte er es dann doch in bekannte Gefilde und Whiskey holte ihn ab.

    Ich brach im Morgengrauen mit meinem Sarka auf und sicherte die beiden Fässer sowie ein mittelgroßes Zelt.

    Weißer Ada entdeckt und Ankunft am Camp bei Nacht

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    🏚️ Zwischen Fehlalarmen und flüchtigen Gestalten

    Zwischendurch kam Alarm: „Das Dakelhaus 2 ist offen!“
    Ich spürte, wie mein Herz kurz aussetzte. Wieder ein Raid?
    Aber Minuten später folgte Entwarnung.
    Nur ein "optischer Fehler"– ein Trugbild der Welt.
    In Chernarus lernt man schnell, dass selbst das, was man sieht, nicht immer der Wahrheit entspricht.

    WhiskeyMixer, Jannnik und Locke prüften das Camp in Berezino, fanden Spuren eines Überlebenden und hörten anschleießend Schüsse aus der Nähe von Khelm.
    Sie folgten den Schüssen und stellten einen Überlebenden, er zuvor auf Jannnik geschossen hatte – rote Kappe.
    Ein Mitglied des militanten Arms der Kirche von Morthana oder nur einer, der diese Kopfbedeckung entgegen aller Warnungen trotzdem trug?
    WhiskeyMixer plädierte dafür die Person nicht gleich zu töten und setzte einen gezielten Beinschuss. Die Zielperson verlor das Bewusstsein und wurde natürlich entwaffnet. Sie kam wieder zu sich, hob drohend die Fäuse, aber die Schmerzen im Bein waren wohl so stark, dass sie wieder umfiel. Dieses Mal war Locke zur Stelle und fesselte sie mit Klebeband.
    Als ich davon hörte, sah ich wieder Bilder vor meinem Inneren Auge, die ich längst vergessen wollte. Ich wusste, wie jämmerlich man sich in solch einer Situation fühlte, aber ich war froh, dass die Jungs im Gegensatz zu den Balzbubis bei mir damals Anstand hatten und nichts taten, was nicht nötig gewesen wäre.
    Im gegensatz zu meinen Peinigern ging es ihnen nicht ums Quälen aus Spaß, um Erniedrigung oder gar ums Töten und das merkte ich auch an der Art, wie sie mit der Zielperson sprachen, denn ich hörte im Funk Gesprächsfetzen.

    Schließlich kam sie wieder zu sich und man verband ihre Wunden. Auch ein Splint wurde angebracht, damit sie ihnen zu einer Scheune folgen konnte.
    In gesicherter Umgebung wollte man in Ruhe mit der Person reden.
    Dort gab sie sich als „Angela Mehrkill“ zu erkennen, aber sie sprach nicht, sie schrieb nur und gab zunächst vor kein Deutsch zu sprechen.
    Der Name sprach natürlich Bände, wie Whiskey sofort anmerkte. Aber er sagte, dass man ihr nichts böses wolle und man nur reagiert habe, weil auf ihre Gruppe zuerst geschossen worden war.

    Dann wollte sie wissen, warum man sie seit Berezino verfolgt habe.
    Eine berechtigte Frage.
    Locke erklärte, dass sie lediglich die Spuren entdeckt hatten, dass jemand auf sie das Feuer eröffnet habe und dass sie den Schüssen gefolgt waren.

    Sie erzählte, sie sei in Nizhnoye bereits zuvor erschossen worden und in Berezino wieder aufgewacht.
    Ich erinnerte mich... genau so war es Der Bert einiger Zeit ergangen.
    Ein seltsames Muster. Zufall oder Absicht?

    Locke fütterte sie noch mit Hundefutter, aber als ich das mitbekam bat ich ihn sofort damit aufzuhören. Er wusste wohl nicht, dass der Verzehr zum Erbrechen führen konnte und brach dann ab.
    Am Ende ließen sie sie ziehen.
    Und auch das war richtig so.
    Nicht jeder Kampf braucht einen Sieg.

    Die Jungs zogen weiter nach Nizhnoye, aber fanden weder Leiche noch Mörder.
    War Angela wirklich hier erschossen worden? Wenn ja, waren es die gleichen Täter wie bei Bert gewesen?
    Ein weiteres Rätsel, dessen Lösung Chernarus für sich behält, wie es scheint.

    Angela Mehrkill


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    🧭 Gespräche über Kompasse (Ja, so heißt der Plural wirklich!)

    Am Abend zeigte ich ninja2.00926 (UltrA) und Locke noch die BBA, unsere "Bambi Besserungsanstalt", die ich mit gemischten Gefühlen gemeinsam mit Sueda ( Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371) Stück für Stück errichtet hatte. Herzstück war ein Militärzelt, das ich nach und nach mit Begrüngsteddys füllte.
    Ich hoffte, wir würden hier nie ein Bambi festhalten müssen, aber andererseits hatte die Vergangenheit gezeigt, dass das schneller notwendig werden konnte, als uns lieb war. Wenn ich da an "NScheiss" und "Genzo" dachte...
    Locke hörte mir aufmerksam zu.
    Dann sah er mich lange an und fragte: „Wenn man das so hört… sind wir jetzt eigentlcih die Guten oder die Bösen?“

    Ich schwieg, atmete. „Ich kann nicht für dich sprechen", begann ich, "aber das frage ich mich jeden Tag“.
    Dann lächelte ich schwach. „Aber um das zu entscheiden, brauchst du einen moralischen Kompass." Und mit einem kleinen Augenzwinkern fügte ich hinzu: "Nur – bitte folge ihm nicht so, wie du deinem normalen Kompass folgst…“

    Er lachte.
    Aber in seinen Augen lag Nachdenken.

    In der BBA

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    🌒 Wachdienst

    Später, als die Sonne sich langsam hinter den Hügeln senkte, sah ich zwei Gestalten bei Mawas Garage.
    Der grüne Ada stand dort unberührt und so verlockend. Das war definitiv ihr Ziel. Sie wusste genau, auf was sie es abgesehen hatten.

    Ich beobachtete sie aus der BBA durch mein Zielfernrohr. Zunächst einen, dann den anderen.
    Nicht, um zu drohen, aber um deutlich zu zeigen, dass jemand da war. Ich trug rote Kleidung und meinen blauen Helm. Man konnte mich nicht übersehen und das war gut so.

    Sie schlichen, hielten inne. Einer versteckte sich hinter dem Haus, nahm die Waffe in die Hand und sah zu mir hinüber.
    Der andere rannten etwas später übers offene Feld, als wollte er vielleicht sogar einen Schuss provozieren.
    Aber ich blieb still.
    Kein Finger am Abzug.
    Nur Präsenz.

    Ja, ich wollte, dass sie wussten: Hier passt jemand auf.
    Ich wusste seit gestern, der Schuss war möglich. Aber ich hatte keinen Grund zu schießen.
    Aber auch keinen, die Augen zu verschließen. Dafür war in den letzten Wochen zu viel geschehen.

    Also stand ich einfach da, mit der DMR in der Hand und sah, wie sie schließlich nach Norden verschwanden.
    Erleichtert atmete ich auf. Heute war ich meiner Linie treu geblieben.

    Nachtwache

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    🌅 Zum Schluss...

    Ich blieb am Fenster stehen, die Nacht kühl auf meiner Haut, das Herz noch unruhig, aber der Geist still.

    Ich dachte an das, was Locke gesagt hatte.

    Vielleicht sind wir weder Gut noch Böse,
    vielleicht nur Menschen, die lernen müssen, nicht immer zu schießen, wenn sie Angst haben.

    Ich war nicht hier, um zu jagen.
    Ich war hier, um zu wachen.
    An diesem Abend hatte ich beschlossen, nicht wieder zum Mörder zu werden.
    Und ich war mit einer friedlichen Nacht belohnt worden.

    In diesem Sinne:
    Passt gut auf euch auf –
    und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    💌 Herzensgrüße vom 05.11.2025 – Ein Echo aus der Vergangenheit und ein unmöglicher Schuss

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    Hallo ihr Lieben,

    es gibt Tage, die beginnen mit einem Echo; mit Dingen, die sich wiederholen.
    So als ob Chernarus uns daran erinnern möchte, was einmal geschehen ist.
    Und daran, dass alles, was wir tun, seine Spuren hinterlässt.

    Heute war so ein Tag. Ein Tag zwischen Warnung und Wiederkehr,
    zwischen altem Schrecken und leiser Hoffnung.
    Aber mal wieder alles der Reihe nach und von vorne.


    🕯️ Die Schatten der Nacht

    Am Morgen meldete sich jayphiiyo verwirrt bei mir. Ihre Stimme klang ungewohnt ernst.
    Sie erzählte, jemand habe in der Nacht auf @Olga2667geschossen – vermutlich vom Rohbau aus, direkt in Richtung Camp oder war es sogar ins Camp? Ich hatte es vor lauter Aufregung nicht so recht verstanden, aber ich zuckte innerlich zusammen. Wer tat sowas? Glücklicherweise war Olga nicht getroffen worden. "Schlechter Schütze!", grinste Jay.

    Dann stellte sich heraus, dass es wohl Veyr/\ gewesen sein musste. In der Kiste beim Camp lag das altbekannte Symbol aus Kürbiskernen, wie ein Schlag in mein Gesicht. Hatte ich nicht gebeten diese Angriffe sein zu lassen? Offenbar war das Veyr/\ gleichgültig und wer auch immer das war, die Person war allem Anschein nach wieder aufs Töten aus gewesen. Wie bei KALLE...
    Ich schüttelte den Kopf. Wie konnte man nur so sein? Hass säen, wo Hoffnung entstehen sollte?

    Doch die Geschichte ging auch hier noch weiter.
    Zuerst verstand ich Jay so, dass sie und Olga dann Veyr/\ gejagt hatten und zwar durchs Industriegebiet. Aber später stellte sie klar: Nein, sie war nicht dort gewesen und Olga sei von Veyr/\ verfolgt worden. Ich glaube, da war mein Wunsch Vater des Gedankens gewesen. Vor meinem geistigen Auge sah ich die Chicks bereits den Unbekannten einkreisen und festsetzen, wie früher.
    Aber die Realität war dieses Mal anders.
    Olga war allein unterwegs gewesen, so Jay. Und der Fremde hatte sie wohl bis zu ihrem kleinen Stash etwas weiter abseits verfolgt. Als Olga dann verschwunden war, hatte er die Türe ihres kleinen Verschlags aufgebrochen, anschließend wieder mit einem neuen Code verschlossen und eine Kiste mit dem Zeichen davor platziert.
    Als wollte Veyr/\ sagen: „Ich war hier. Ich kann jederzeit wiederkommen.“

    Kein Tod war nötig gewesen, um diese Botschaft zu verstehen.
    Jay erzählte weiter, sie sei später in eine Stolperdrahtfalle geraten, die am Eingang ihres Stashs angebracht worden war.
    Der Schaden hielt sich in Grenzen, es war nur eine Blendgranate gewesen. Nichts, was tödlich war, aber genug, um zu zeigen: "Jede Rückkehr trägt Risiko. Ich hätte mehr tun können."
    Ja, es war wie Davus es bereits passend beschrieben hatte, diese Person gierte nach Aufmerksamkeit und eigentlich hatte ich nicht vor, darüber zu schreiben. Doch einige Dinge geben mir Rätsel auf und ich muss meine Gedanken sortieren, um wieder klar zu sehen. Und ich stieß bei der Deutung des später angehängten Codes an meine Grenzen, weshalb ich ihn hier auch teilen möchte.

    Als ich wenig später zum Schwarzen Brett kam, sah ich es wieder –
    dieses Symbol aus Kürbiskernen und ich sah mir die Kiste vor dem Tor an. Wieder das Zeichen und dieses Mal vier Federn. Unterschiedliche Anzahl. Was, wenn....?
    Ich gab die Zahlen in das Zahlenschloss ein. Das Tor ging auf. Veyr/\ hatte Olga und Jay den Code hinterlassen. Auf seine Weise.

    Er hatte auf Olga geschossen. Vor oder am Camp. War ihr gefolgt, hatte gewartet bis sie verschwunden war und dann das Tor aufgebrochen, weider verschlossen und das Zeichen hinterlegt. Etwas ergab keinen Sinn, ich konnte nur noch nicht benennen, was. Aber die kleinen Details, die ich bei Kalle vermisst hatte, sie waren alle da. An Ort und Stelle. Also ging ich davon aus, dass es sich auch wirklich um Veyr/\ gehandelt hatte. Nur, jetzt kam das Komische: Warum sollte er erst auf Olga schießen, sie dann verfolgen und die Basis raiden? Selbst wenn er sie verfehlt hatte, das ergab alles keinen Sinn. Und warum hatte Olga nichts gehört? Veyr/\ hatte den Raid mit einer SG5K durchgeführt, so wie es aussah. Und einer Axt. Das musste doch jemand gehört haben, auch wenn der Stash etwas abseits lag. Ich verstand es nicht, aber das Versteck schien nun verbrannt. Veyr/\ könnte jederzeit wiederkommen...

    Hühnerfedern als Hinweis für die Zahlenkombination, die Blendgranate in der Falle, ein ruinierter Schalldämpfer (schon wieder) und ein verdorbenes Stück Hühnchenfleisch. Neu war ein ruinierter Schalldämpfer, wobei dieser auch schon am Schwarzen Brett deponiert worden war. Ein Symbol für "Das Schweigen war gebrochen"? Oder interpretierte ich zu viel hinein?

    So oder so: Die Art und Weise erinnerte mich sehr an Dinge, die ich schon einmal gesehen hatte. Verdorbene Hühner rund um und in der Basis der Chicks in Action und in Prigorodki.
    Und nun drohte sich das alles zu wiederholen. Wie ein Echo vergangener Zeiten.
    Nur dieses Mal, waren wir und unsere Freunde und Bekannte das Ziel. Alle, die irgendwie mit Prigorodki zu tun hatten. Auch das ruinierte Feuerzeug in der Kiste am Schwarzen Brett gab mir Rätsel auf. Wofür stand es? Ein Licht, dass man nicht mehr entzünden kann?

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    Manchmal frage ich mich, ob Veyr/\ mit diesen Zeichen droht oder ob sie uns einfach nur nicht vergessen lässt, wie vergänglich und verletzlich das alles ist, was wir hier haben.


    ⚔️ Das "Dakel-Debakel"

    Ich hatte nicht viel Zeit, das alles zu verdauen.
    Ein Funkspruch von @Niggo kam rein: „Raider bei Dubovo! Wachturmraid! Bambi in Rot gekleidet!“
    Jannnik stürmte zu seinem Heim. "Ja, ich seh ihn! In Rot gekleidet...!"

    Ich hörte die Spannung in seiner Stimme und wusste, dass er diesmal keine Übertreibung meinte.
    Ein Angriff auf ihre Basis – auf dakel, auf Jannik, auf Menschen, die auch schon für uns gekämpft hatten.

    NiggoB und ich zögerten keine Sekunde.
    Wir brachen auf und liefen, bis wir einen guten Blick auf die Basis hatten.
    Jannik hatte den ersten Raider schon erwischt. Niggo erwischte einen zweiten. Aber es schienen noch mehr Leute dort zu sein.

    Einer war defintiv im obersten Stock der Basis, offenbar durch einen Wachturm ins Basisinnere gelangt. Ich konnte ihn deutlich am Fenster sehen, aber die Entfernung war zu groß und so beließ ich es beim Beobachten.
    Dieser Turm... er ragte imposant am Hochhaus hinauf.
    Ein dreister Schachzug aber Respekt vor dieser Baukunst. Wie lange sie an dem Ding bereits gebaut hatten?
    Es fielen weitere Schüsse.

    Ich lag im Industriegebiet und blickte auf den Turm. Dann sah ich, wie einer den Turm hinaufstieg. Ich schoss, verfehlte.
    Da erkannte ich, dass das im Turm gerade Jannik gewesen war. Ich hätte ihn beinahe getroffen... "Mensch Jannik! Sag doch bescheid, dass du das bist!", fauchte ich. Er zog sich zurück und ging mit Niggo ins Innere der Basis.

    Dann sah ich zwei weitere Schatten in einem Busch am Fuße des Gebäudes. Einer kletterte den Turm hinauf.
    Ich hielt den Atem an mich, bestimmte die Entfernung. Etwas mehr als 470 Meter....
    Ein Schuss, der mir nie gehört hatte. Meine Komfortzone lag bei 200 Metern. Aber ich wagte es und schoss. Einmal, verfehlte.
    Er warf sich oben auf den Turm. Ich legte nach.

    „Verfehlt“, sagte ich noch zu Niggo.
    „Das kann ich gar nicht.... gehört nicht in mein Repertoir, sorry.“

    Ich fluchte. Warum konnte ich nicht treffen, wenn es wirklich wichtig war und andere in der Nähe waren?`Warum nur mussten meine Hände immer so zittern, wenn es ernst wurde?

    Doch später, als der Kampf vorbei war, fand Niggo einen Toten oben auf dem Turm.
    Ich hatte doch getroffen, als sich der Fremde auf den Turm gelegt hatte. Mir war es ein Rätsel, wie das passieren konnte.
    Vielleicht war es Zufall.
    Vielleicht Schicksal.
    Vielleicht einfach Chernarus und seine Launen.

    Der andere Eindringling war noch immer im Haus.
    Reden half wohl nichts, man hatte sich festgefahren.
    Also griff Jannik zu einem abscheulichen Mittel: Er etzte Giftgas ein und in mir zog sich alles zusammen.
    Ich hasste dieses Gas.
    Es tötet nicht schnell, sondern grausam und qualvoll.
    Doch er versicherte, er hatte keine Wahl.
    Die Basis war schon aufgebrochen, der Feind mitten drin.
    Jannik beschrieb ein Husten und Keuchen, dann Stille.

    Manchmal gewinnt man, aber es fühlt sich nicht so an.

    Angriff auf Dakels und Janniks Heim

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    🩸 Als die Wahrheit kam

    Später, als wir das Gelände absicherten, kam NiggoB zu mir.
    Er klang nachdenklich, fast zögernd.
    „Einer von ihnen hat noch gesprochen“, sagte er. „klang wie Jay....“

    Ich hielt inne.
    jayphiiyo
    Als er mir die Fotos zeigte, nickte ich. Das andere war dann wohl PropaGandalf gewesen.
    Es tat mir leid, dass wir uns auf diese Weise begegnet waren. Aber ich muss ehrlich sagen, wenn ich gewusst hätte, wer da gerade Dakel und Jannik raidet, hätte ich mich wirklich raushalten können und die Gruppen ihre Konflikte austragen lassen? Ich hatte gestern gegenüber Cala-j beim Fischen schon gesagt: Wenn meine Freunde angegriffen werden, dann helfe ich. Wie damals bei den Chicks, wie bei den Banana Ops damals und wie bei NiggoB. Und doch... auch Cala wusste wie es sich anfühlte, zwischen den Fronten zu stehen. Er mochte uns in Prigorodki gut leiden, aber er war auch noch immer im Herzen ein "Chick in Action". Ich seufzte und es tat mir leid. Dennoch: Wer in eine fremde Behausung einsteigt, muss mit Gegenwehr rechnen. Und wenn ich ihn nicht erwischt hätte, hätte es wohl das Giftgas getan. Vielleicht hatte ich ihm ein schlimmeres Schicksal erspart.

    Natürlich sprach ich Jay an. Es war eine Racheaktion gewesen, weil Jannik am Vortag in Tisy ihre Basis geöffnet und die Autos gestohlen (er sagte "zurückerobert") hatte.
    Und so schloss sich der Kreis und ich war mittendrin gefangen.
    Weil ich irgendwo auf meiner Reise an dem Punkt angelangt war, an dem ich ebenfalls begonnen hatte, eine Waffe in die Hand zu nehmen.
    Unter dem Vorwand, Freunde zu schützen.
    Und weil das Schicksal mir diesen unmöglichen Schuss geschenkt hatte.
    Blanker Hohn in mein Gesicht.
    Ich würde damit leben müssen und mit den Konsequenzen. Aber ich würde es Gandalf sagen, wenn ich ihn wieder sah und er mich leben ließ. Vielleicht würde er verstehen.

    Zwei Lager, zwei Angriffe, zwei Rechtfertigungen.
    Ein endloses Echo aus Schuld und Gegenschuld.

    Aber eines war klar: Die Chicks waren zurückgekehrt - zielstrebig und wie ein Sturm, der wieder weiß, wohin er zieht.
    Und während ich das hörte, spürte ich beides zugleich: Wehmut – und Respekt.

    Denn die Welt war wieder so geworden,
    wie sie einst war: gefährlich und lebendig.

    Der unmögliche Schuss

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    🪵 Vom Wiederaufbau und anderen Dingen

    Nachdem alles gesichert war, wurde der Raid-Turm ins Liebesnest abtransportiert.
    Dabei stürzte Jannnik in die Tiefe.
    Ich sicherte seine Ausrüstung, wartete bis er zurückkam und janinesta (Selina) machte Feuer.
    Sie hatte ein Wildschwein erlegt, und der Duft von Fleisch legte sich über das Lager in Prigorodki, wie eine Erinnerung daran, dass das Leben trotzdem weitergeht.

    Jannik fällt und ein erlegtes Schwein


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    Später halfen Selina und NiggoB bei Mawa und Szeppi aus.
    Ein Baufehler am Tor. Nichts Dramatisches, aber genug, um von innen nicht ans Schloss zu kommen.
    Sie bauten es mit Gewalt ab und errichteten es neu. Jetzt konnte man von beiden Seiten hinein.

    Schlüsseldienst Niggorodki


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    📻 Stimmen aus der Ferne

    BzU_GraveDigger GraveDigger meldete sich über Funk. Er war zunächst besorgt wegen der Schüsse aus Chernogorsk, aber ich erklärte ihm, dass das Selina und Niggo gewesen waren, die Mawa beim Beseitigen des Baufehlers geholfen hatten. Er war erleichtert.

    Dann berichtete er:

    Zitat

    „Bin in Bere gut angekommen.
    Camps in Solnichniy, Nizhnoye und Berezino alles ok.
    Bisschen Essen und Snacks aufgefüllt,
    in Nizhnoye auch Fleisch.“

    Ich lächelte.
    Seine Funksprüche waren wie Atemzüge – kurz, ruhig, verlässlich.


    🔩 Zwischen Alltag und Andacht

    dakel, Jannnik und Locke fuhren später los, um Baumaterial zu holen.
    Ich blieb in Chernogorsk, suchte im Krankenhaus nach Medikamenten, fand ein paar Bandagen, ein Blutset, kurz: eine Handvoll Hoffnung.

    Als ich zurückkam, sah ich am Rohbau eine Bewegung.
    Ein Mann mit Waffe. Oder war es nur ein Scope, durch das er blickte? Jedenfalls sah er direkt in meine Richtung.
    Ich blieb ruhig, hob die Hand zum Gruß.

    Er zögerte, dann winkte er zurück.
    Wiggelte hin und her, anschließend kam er zu mir gelaufen.

    Rio.

    Er hatte wieder Vorräte gebracht –
    Nägel, Konserven, Getränke.
    Und diesmal blieb er.
    Setzte sich ans Feuer,
    sprach mit mir über den Raid, über Veyr/\, über die Zeichen, über all das, was unausgesprochen blieb.

    Seine Augen ruhten im Flackern des Feuers, und ich merkte, dass selbst in dieser Dunkelheit da draußen manche Menschen noch bereits sind leuchten, wenn man sie lässt.

    Als er sich verabschiedete, war es, als nehme er etwas Schwere mit, die über dem Camp gelegen hatte.

    Am Lagerfeuer mit Rio

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    🌅 Zum Schluss...

    Ich blieb allein zurück.
    Das Feuer knisterte, und draußen irgendwo raschelte der Wind durch die Zelte.
    Ich dachte an das Zeichen aus Kürbiskernen, an den Schuss auf 470 Meter, an Giftgas, an Jay...
    An all die Dinge, die wir tun, um die zu schützen, die uns geblieben sind.

    Vielleicht ist das der wahre Kreislauf hier:
    Wir verteidigen,
    wir verlieren,
    wir vergeben,
    und wir stehen wieder auf.

    Und am Ende bleibt nur das Licht, das man selbst immer wieder entzündet.

    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    💌 Herzensgrüße vom 04.11.2025 – Geschichten, die sich kreuzen

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    Hallo ihr Lieben,

    es gibt Tage, an denen man nicht mehr weiß, welche Wahrheit nun die richtige ist –
    und ob es in Chernarus überhaupt noch „richtig“ und „falsch“ gibt, oder nur verschiedene Blickwinkel derselben Geschichte.

    Heute war einer dieser Tage.
    Einer, an dem sich alles verheddert hat in Stimmen, Schüssen und Gerüchten und man am Ende nur hoffen konnte, dass man irgendwie noch den Überblick behielt.


    🌒 Ruhe vor der nächsten Welle

    Davus berichtete mir am Morgen, dass die Nacht ruhig verlaufen war.
    Er hatte in der Nähe des Camps gewacht, vorsorglich – denn wir alle rechneten mit einem erneuten 'Besuch' von Veyr/\.
    Doch wer auch immer es war, er oder sie blieb fern.
    Vielleicht hatte die Person ein anderes Ziel, vielleicht hatte sie uns nicht mehr auf der Abschussliste.
    In Chernarus bedeutet Schweigen zwar nicht immer gleich Frieden, aber manchmal fühlt es sich sehr danach an.


    🚗 Geschichten aus Tisy

    Die Ruhe hielt nicht lange.
    WhiskeyMixer und Jannnik waren früh losgefahren – mit Whiskeys grünem Ada zum Looten und am Ende in Richtung Tisy.
    Ein letzter Blick, ein Funkspruch und er steuerte das Auto zielstrebig ins Militärgebiet.
    Leichtsinnig?
    Mit Sicherheit, aber die beiden hatten keinen Grund Angst zu haben. Abgesehen davon schien die Wohlstandsdepression auch bei ihnen besondere Formen anzunehmen und sie waren definitiv auf der Suche nach Abenteuer und Zerstreuung. Die bekamen sie dann auch, wenn auch anders als erwartet.

    Whiskey meldete plötzlich Beschuss.
    Tja und dann? Dann folgte nichts mehr.

    Beide fanden sich an der Küste wieder. Es tat mir leid für sie und natürlich auch um das Auto, das Whiskey so treue dienste Geleistet hatte. Auch wenn er es nur "Schimmel" genannt hatte.
    Ich erinnerte mich daran, wie ich ihm das Auto gegen einen weißen Ada eingetauscht hatte, den ich dann bei den Berezino Boys gegen einen Gunter eintauschte, um ihn ninja2.00926 (UltrA) zu schenken. Und nun war er im Besitz eines Unbekannten. Erobert im Militärgebiet und doch schockierte mich die Zielstrebigkeit, mit der vorgegangen worden war.

    Beide waren sie erschossen worden... im Auto. Ein Glücksfall für den Schützen.

    An für sich konnte die Geschichte damit beendet sein. Ein Kampf im Militärgebiet. Ein Sieger auf der einen Seite, zwei Verlierer auf der anderen.
    So weit, so normal, auch wenn sich in mir alles zusammenzog.
    Aber jeder von uns wusste, dass in diesen Gebieten in der Regel zuerst geschossen und erst hinterher Fragen gestellt wurden.

    Und doch hatte unser Chernarus die die Angewohnheit, Geschichten nie linear zu erzählen.
    Ein paar Stunden später meldete sich Jannik wieder.
    Er erzählte, er habe das Auto gefunden – in einer zugebauten Halle. Mitten im Militärgebiet von Tisy und das zusammen mit einem Humvee.
    Die zwei waren da wohl unwissentlich in ein Wespennest gefahren. Und zwar mitten rein...
    Und ich fragte mich unweigerlich, ob das jener Humvee war, der vor ein paar Tagen den Brits entwendet worden war.
    Manchmal zieht dieses Land die Fäden enger, als einem lieb ist.

    Jannik hatte die Basis geprüft; sie befand sich noch im Aufbau. Eine Basis mitten im Militärgebiet... den Schneid musste man erst einmal haben und es erinnerte mich an die Zeit, als Charly und Tabasko in Pavlovo und Rify gebaut hatten oder als NiggoB damals ebenfalls in Tisy eine Basis errichtet hatte.

    Nun, dieses Basis hier war auch definitiv nicht unbewohnt und Jannik war mal wieder zu schnell, zu impulsiv.
    Statt in Ruhe zu beobachten, gab er einen Schuss auf die Person am Tor ab. Sie verlor das Bewusstsein, aber ein Freund des Basenbesitzers war wohl auch in der Nähe.
    Bald darauf lag Jannik selbst am Boden und landete wieder an der Küste.
    Dies war seine Version der Geschichte, aber später hörte ich eine andere.
    Und irgendwo dazwischen lag wohl die Wahrheit, so wie sie Chernarus eben schreibt: Mit Blut, und umso mehr Vermutungen und Irrtümern und manchmal auch einem Augenzwinkern.

    Zwischenfall in Tisy

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    🎣 Zwischen Fischen, Feuer und Freundschaft

    Während all das geschah, stand ich mit Cala-j am Wasser.
    Wir angelten, und die Fische bissen, als hätten sie auf uns gewartet.
    „Ich wusste gar nicht, dass so viele Fische im Sumpf leben!“, sagte Cala lachend, und ich spürte, wie leicht das Herz werden kann,
    wenn die Welt für einen Moment mal nicht in Flammen steht. Zumindest nicht bei uns...

    Später saßen wir mit janinesta (Selina) im wiedereröffneten Kochhaus, grillten den Fang, und ich musste lächeln.
    Wie seltsam friedlich es dort wirkte, nach all den Monaten der Angst.
    Die Wand war gefallen – nicht nur aus Holz, sondern auch zwischen Davus und mir.

    Angeln und Grillen für Prigorodki

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    🪵 Kleine Gesten im großen Chaos

    Auch ninja2.00926 (Ultra) kam kurz vorbei, grüßte und verschwand wieder, so wie viele, die im Sturm einen Moment lang Rast finden.

    UltrA am Camp


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    WhiskeyMixer und Jannnik zogen währenddessen erneut los.
    Diesmal, um das Auto zurückzuholen. Ich nannte es „Operation Novembersturm“, denn der Name war Programm.
    Ich bekam nicht viel mit, da sie sich in ihren eigenen Funkkanal zurückzogen. Aber am Ende hörte ich von einem Gefecht und dem Aufbrechen der Basis.
    Am Ende stand sie da, mit drei Fahrzeugen: dem grünen Ada, einem weißen Ada und einem Humvee.

    Ein weißer Ada.
    Ich runzelte die Stirn.
    War das jayphiiyos ? Den, den sie mir überlassen, den ich Exildor (WhiteWolf) geschenkt und der ihm gestohlen worden war? Den, den man dann im Wald bei Prigorodki geparkt hatte, wo ich ihn fand? Den, den ich Jay dann zurückgegeben hatte?

    Ich fragte nach und sie bestätigte, dass sie und PropaGandalf seit Tagen bei ihrer Basis belagert wurden und täglich unter Beschuss standen.
    Also ließen sie niemanden mehr an ihr Lager. Schossen zuerst.
    "Schieß zuerst, frag später..." auch ein inoffizielles Motto einiger Leute.

    Jay erzählte, sie habe den Humvee im Wald gefunden, nach einem Angriff durch zwei bewaffnete Männer, die sie hatten töten wollen.
    Sie hatten sie bis zum Wagen verfolgt und sie dort abgepasst und den Humvee schließlich an sich genommen und eingebaut.
    Ich wusste, dass Whiskey nicht derjenige gewesen sein konnte, der sie seit Tagen belagerte. Er war die vergangenen Tagen bei uns unterwegs gewesen und hatte auch keinen Grund dazu gehabt.
    Erst, als ihm sein Auto gestohlen worden war, war er auf die Basis dort oben aufmerksam geworden. Ich merkte an, dass eine Basis im Militärgebiet auch nicht unbedingt wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aber ich sollte eigentlich still sein, hatte ich ja selbst seit einigen Wochen fast täglcih das volle Programm in Prigorodki direkt vor meiner Haustür. Ein Bambicamp an der Küste aufzubauen war auch nicht weniger ungefährlich, wenn man es genau nahm.

    Vor mir lagen also zwei Geschichten voller Gegensätze.
    Aber auch Parallelen.
    Denn am Ende hatten beide Parteien das Gleiche getan: gekämpft, verteidigt und versucht ihre Ehre zu bewahren.

    An den Autos konnten sie sich die Jungs übrigens nicht lange erfreuen. Jannik hatte aufgrund von... sagen wir mal "technischen Schwierigkeiten" einen Unfall mit dem Humvee.
    Ich sag's ja immer, diese Dinger sind wie rohe Eier... und als er dann noch einen Unfall mit dem grünen Ada hatte, gab Whiskey dem Gefährt den Gnadenschuss. Er war so mitgenommen von all dem. Also beide gleichermaßen; das Auto und Whiskey. So war es das Beste, wenn der Ada irgendwo ein neues Leben anfangen und jemand anderen glücklich machen konnte.

    Nur der weiße Ada blioeb ihnen erhalten und den nahm Jannik an sich.
    Das ist auch mal eine Bilanz: Zwei Autos schrotten und am Ende eines bekommen? Da lachte sogar Locke, als er das hörte.


    🧸 Zwischen Berti und Äpfeln

    Am Camp herrschte währenddessen beinahe Frieden.
    Während ich noch unterwegs war, saß Pinky mit janinesta (Selina) am Feuer und grinste breit. In seiner Hand ein Teddybär.
    „Das ist Berti“, erklärte er stolz. „Berti hat den Bauchi voll.“
    Ich musste lachen, als ich davon hörte. Vielleicht war das sein Weg, Fürsorge zu zeigen. Mir war schon aufgefallen, wie sehr er sich um Mawa und ihren Sohn gekümmert hatte. Fast, als habe er ganz tief im Inneren Vatergefühle entwickelt. Manchmal ist Fürsorge leise, naja und manchmal trägt sie die Knopfaugen eines Teddybären.

    Als ich zum Feuer kam, war schon einiges los. Locke war übrigens auch wieder da – natürlich wieder mit Äpfeln.
    Er aß, als wolle er beweisen, dass Vitamin C gegen alles hilft auch gegen die Verrücktheit dieses Landes.
    So grillten wir Äpfel und aßen Kürbisse und ließen den Abend ausklingen.

    Später ging ich mit Selina und Locke noch auf eine kleine Nebenmission. Bei Stary Sobor sollte ich Baumaterialien aus einer verlassenen Basis sichern. Ich bekam den Code des Besitzers und transportierte einen Rucksack mit Materialien ab. Auch das Tor bauten wir gewissenhaft zurück und nahmen Bretter, Nägel und Stämme mit.
    Der Besitzer hatte keine Verwendung mehr und sagte, ich solle sie einfach an jemanden weitergeben, der sie gebrauchen könne.
    Vielleicht einen Neuankömmling. Ich nickte und dankte. Ich hatte da schon eine Ahnung, wer die Dinge bald würde brauchen können, also brachte ich alles in die BBA für später.

    Am Lagerfeuer

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    🌅 Zum Schluss...

    Irgendwo aus Richtung Novy Sobor hörte man Schüsse.
    Ich fragte nicht nach.
    Manchmal ist Unwissen ein Schutz.

    Später zog ich mich zurück, weit genug, um das Camp nur noch als Lichtschein zu sehen.
    Ich sortierte meine Berichte, doch die Gedanken ließen sich nicht ordnen.

    Drei Versionen einer Geschichte, drei Wahrheiten.
    Und in jeder steckte Glaubwürdigkeit.

    Vielleicht war das die eigentliche Lektion dieses Tages: Recht haben heilt selten, aber Zuhören manchmal schon.

    Ich sah in die Dunkelheit und wusste, dass wieder eine unruhige Zeit anbrach.
    Aber solange irgendwo ein Feuer brannte und jemand da war, der darüber wachte, war Hoffnung kein leeres Wort sondern sie lebte mitten unter uns - und in uns.


    In diesem Sinne – passt auf euch auf. Prüft alles und behaltet das Gute.
    Und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    Danke für den Tipp! Wir haben vorhin in Teamspeak gesprochen, dann in Discord.
    Aber ich glaube nicht, dass es daran lag. Könnte er aber sicher auch mal probieren.

    Was muss man denn in so einem Fall umstellen?

    Ich habe gerade mit Snickers nochmal über das Problem gesprochen. Bei ihm ist es so, dass alles korrekt eingestellt ist. Das Mikrofon ist als Standardgerät ausgewählt, die App DayZ nutzt es und auch beim Datenschutz konnte er es freigeben. Es sollte also alles funktionieren, trotzdem geht es im Spiel nicht.

    Man sieht in den Einstellungen im Spiel bei "Stimmaktivierung" auch keinen Ausschlag beim Sprechen.
    Das ist immer ein guter Indikator dafür, ob das Mikrofon auch im Spiel korrekt "erkannt" wird.
    Also scheint da etwas schief zu laufen.

    Ich habe ihm jetzt mal empfohlen die Experimental zu testen und zu schauen, ob das Mikrofon da geht. Falls ja, könnte eine Neuinstallation von DayZ helfen. Falls nein wäre ein möglicher Schritt, mal testweise ein anderes Mikrofon zu nutzen und es für das Spiel freizugeben.

    Er möchte uns auf dem Laufenden halten - Vielen Dank!

    Wenn alle Stricke reißen, Windows neu installieren. Dazu hat aber keiner Lust ;)
    Verständlicherweise...

    💌 Herzensgrüße vom 03.11.2025 – Traumata und Vergebung

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    Hallo ihr Lieben,

    es gibt Tage, an denen sich Nähe wie Gefahr anfühlt und Distanz wie ein sicherer Ort.
    Und doch weiß man, dass man beides braucht um zu heilen, um zu leben, um nicht zu versteinern.

    Heute war so ein Tag.
    Ein Tag, an dem sich Schuld, Vergebung und Hoffnung wie dünne Fäden umeinander wanden, und ich nicht sicher sagen konnte, welcher zuerst reißen würde.

    🦴Spuren der Nacht

    Der Morgen begann still, beinahe zu still.
    Ich ging zum Brunnen, dorthin, wo Kallele in der Nacht gestorben war.
    Viel war nicht mehr zu sehen vom Schrecken. Nur noch sein Rucksack lag achtlos vor dem Brunnen und der süßlich beißende Geruch von Verwesung.
    Ich hob ihn auf, fand darin etwas, das niemand mehr sehen sollte: Weitere Überreste von Kalle. Ich hatte sie wohl aus lauter Schlafmangel in der Nacht übersehen.
    Vorsichtig sammelte ich alles auf und verbrannte die Überreste ebenfalls im Feuer.
    Manchmal ist das der letzte Dienst, den man jemandem erweisen kann: ihn vom Makel zu befreien, den andere ihm hinterlassen haben.

    Letzte Spuren der Nacht


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    Dann wandte ich mich der Arbeit zu.
    Ich baute einen neuen Unterstand für den "Pit Stop", damit Kühler, LKW Batterie und Kanister endlich wieder ihren Platz fanden.
    Jannnik hatte am frühen Morgen das Camp mit Fleisch gefüllt. Geangelter Fisch, Wild, alles frisch.
    Ein kleiner Luxus in dieser rauen Welt.

    Ein Unterstand für den Pit Stop


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    Wenig später kam jayphiiyo.
    Ich hatte ihren weißen Ada zurückgebracht, - er war noch immer unangetastet in seinem Versteck gewesen -, und nach Prigorodki gebracht.
    Sie hatte ihn zu Beginn der Season gefunden und für sich und ihre Freunde flott gemacht, dann hatte es entschieden ihn mir zu überlassen. Ich hatte ihn Exildor (White Wolf) übergeben, anschließend war er durch Unbekannte gestohlen und im Wald bei Prigorodki abgestellt worden. Ich hatte ihn an mich genommen und versteckt und nun fand er seinen Weg wieder in Jays Hände.
    Sie bedankte sich, kurz und knapp, eben ganz Jay.
    Ich sah ihr nach, als sie davonbrauste und irgendwo am Horizont verschwand sie.
    Manchmal ist Abschied kein Wort, sondern nur Auto, das in der Entfernung immer kleiner wird.

    Jay und der weiße Ada


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    💥 Zwischen Freudenschüssen und alten Wunden

    Von oben aus dem Liebesnest hallten Schüsse.
    „Freudenschüsse“, nannten sie es.
    Jannnik und NiggoB – Salve um Salve über Prigorodki.
    Ich seufzte, doch diesmal ließ ich sie gewähren.
    Vielleicht brauchten sie das.
    Manche verarbeiten Lärm, andere Stille.
    Und Niggo war einfach nur froh, dass er am Ende doch nicht aus dem Liebesnest gestürzt war, als er in luftiger Höhe am Bau arbeitete.

    Da kam ein Funkspruch von Davus.
    Er klang vorsichtig, fast abwägend.
    „Greeny und Kalle würden gerne ans Camp kommen“, sagte er.
    „Ohne Entschuldigung – aber sie wollen etwas vorbeibringen.“
    Ich schwieg eine Weile.
    Ein Geschenk ohne Versöhnung ist für mich wie ein Pflaster auf eine Wunde, die noch nicht gereinigt ist.
    Ich sagte ihm, was ich dachte: Dass Vergebung nicht gekauft werden kann.
    Dass Wiedergutmachung mit einem Schritt beginnt, nicht mit einer Gabe.
    Er verstand.
    Und er kam schließlich allein.

    Ich reichte ihm eine Axt und deutete auf das Tor, das unser Kochhaus verschloss.
    „Lass uns das Tor abbauen“, sagte ich, „es wird nicht mehr gebraucht.“
    Er sah mich an, fragte warum.
    Ich erzählte ihm, dass wir es einst errichtet hatten, um uns vor ihm und seinen Freunden zu schützen.
    Er nickte still. Und dann schlugen wir Seite an Seite auf das Holz ein.
    Jeder Hieb hallte wie ein Schritt zurück ins Vertrauen.
    Es tat gut.
    Und doch tat es weh, aber es fühlte sich richtig an.

    Abbau des Tors

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    🔥 Kleine Gesten, große Ruhe

    Am Abend wurde das Camp lebendig.
    BzU_GraveDigger kam vorbei, WhiskeyMixer brachte Fleisch, und Jannik – nun ja – fesselte sich versehentlich selbst im Liebesnest...
    Er sah dabei aus wie ein Polizist, und ich musste lachen.
    Whiskey schnitt sich in der Zwischenzeit seinen Ghillie kaputt und murmelte nur: „Ich muss mal kurz weinen…“
    So viel zum Alltag im Paradies.

    Davus erzählte am Feuer noch einmal vom Angriff auf Kalle und die seltsamen Vorfälle.
    Ich hörte zu, ohne zu urteilen. Manchmal heilt Zuhören mehr als Reden.

    Leben am Camp

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    🚙 Joni und Felix 2.0

    Ein Funkspruch riss mich später aus meinen Gedanken.
    @vJoni meldete sich – seine Stimme klang ungewohnt weich, fast fürsorglich.
    Er hatte jemanden nach Chernarus gebracht, sagte er.
    Einen Freund.

    Ich bot an, sie mit dem Sarka zu holen und mit ihm gemeinsam seinen Freund ans Bambi Camp zu bringen.
    Als ich sie erreichte, sah ich Joni, wie er dem Neuankömmling half, unsicher, aber herzlich.

    Sie stiegen ein und ich fragte nach dem Namen seines Freundes.
    Felix.
    Ich hielt kurz den Atem an.
    Der Name allein reichte, um alte Wunden zu streifen.
    Zu viele Erinnerungen hingen an diesem Namen –
    an den anderen Felix ( erschmadiebasics), der einst hier geesen war und unser Camp verwüstet und Leute darin angegriffen hatte.
    Ich wollte glauben, dass dieser Felix hier anders war, doch mein Herz blieb vorsichtig.

    Felix war still, vielleicht noch fremd in dieser Welt,
    doch sein Blick verriet, dass er überleben wollte.
    Das war eine gute Voraussetzung.

    Er bediente sich am Essenszelt an Fisch und Fleisch.
    Mehr brauchte es nicht, um sich für einen Abend wie Menschen zu fühlen.
    Ich erklärte ihm, was das hier für ein Ort war und was wir hier taten und mochte diese leisen Momente, in denen das Camp nicht nur Zufluchtsort war, sondern auch Zuhause.

    Vielleicht war das der wahre Luxus hier. Nicht das Feuer, nicht das Essen, sondern die Art, mit der Menschen trotz allem hier bleiben.

    Joni und Felix 2.0

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    🍎 Alltäglichkeiten

    Auch Richard schaute vorbei. Ihn hatten WhiskeyMixer und NiggoB vor ein paar Tagen getroffen. Als ich seine rote Kapuze sah, empfahl ich ihm dringend seine Kopfbedeckung zu wechseln. Zu seiner eigenen Sicherheit... noch immer gingen Anhänger des militanten Arms der Kirche von Morthana um und noch immer hatte E.C.H.O. seine Jagd auf einen Kuttenträger nicht eingestellt.
    Er stieg auf einen blauen Anglerhut um und am Ende überreichte ich ihm noch einen unserer Begrüßungsteddys vor dem Camp.

    Locke kam ebenfalls dazu und aß so viele Äpfel, wie er finden konnte.
    Ich warnte ihn. Das würde Bauchschmerzen zur Folge haben.
    Er grinste nur.

    Whiskey, Jannnik und Locke kamen später nochmals mit dem Auto zu uns.
    Rio war auch da, brachte Vorräte und ein Lächeln.
    Er erzählte von einem Angriff bei Kamensk.
    Drei Überlebende, aber er hatte es geschafft da heil rauszukommen.
    Ich zitierte @Cala-J: „Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf.“
    Rio lachte und gab ihm recht.

    Richard und Rio am Camp

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    🌒 Begegnung mit zwei merkwürdigen Schweizern und ihrem traumatisierten Freund

    Später am Tag kamen zwei Fremde ans Camp. Muck und Wittwer nannten sie sich.
    Zunächst sprach ich nur mit Muck, der vor dem Lager in Prigorodki stand, auf die alte Werbe deutete und fragte: "Ist das hier Livonia?"
    Ich musste lachen. "Nein, nein. Das ist nur... Werbung. Wir sind in Chernarus."
    Seine Stimmen klangen eigen, die Worte etwas kantig, aber freundlich.
    Er sagte, er warteten auf seinen Bruder und nach ein paar Minuten traf er dann auch tatsächlich ein. "Wittwer" sollte ich ihn nennen.
    Er hatte zunächst etwas Schwierigkeiten, konnte sich nur mühsam auf den Beinen halten, aber nach einiger Zeit am Camp gewöhnte er sich an das Klima hier.

    Sie sagten mir, dass sie noch auf den Dritten im Bunde warteten: Najiib. Ich weiß nicht, wie man diesen Namen schreibt, aber so wurde er ausgesprochen.
    Als Wittwer den Namen aussprach, klangt sehr viel Fürsogar mit. So, als stünde er ihm sehr nahe.
    Er sei vorsichtig, sagten sie, und manchmal „nicht ganz da“. Seine Deutschkenntnisse waren auch sehr begrenzt. Daher sollte man ihnen das Reden überlassen.
    Ich spürte sofort, dass in diesen wenigen Worten mehr Schmerz steckte, als sie zeigen wollten.

    Etwas später kamen WhiskeyMixer, Jannnik und Locke in ihrem Ada vorbei. Sie parkten auf der Straße und man konnte deutlich erkennen, dass die zwei Reisenden ein Auge auf das Auto geworfen hatten. Man blieb zwar freundlich, aber Whiskey war alarmiert. "Die zwei wissen mher, als sie uns vorgeben...", sagte er in einem stillen Moment zu mir. Ich nickte, aber ich hatte keinen Grund ihnen zu misstrauen.

    Die Jungs verabschiedeten sich und ich zog mit den beiden Schweizern und am Ende auch Locke nach Elektrozavdosk, um Nahjiib abzuholen. Er war zuvor versehentlich im anderen Chernarus gelandet, aber nun schien er bereit für einen Abholdienst zu sein.

    Der Marsch zog sich.
    Zombies überall.
    Und irgendwo auf halber Strecke sprang Muck von einer Brücke – ein Schreckmoment, doch er überlebte.
    Ich wusste nicht, ob es Waghalsigkeit war oder der Versuch, die Angst zu übertönen.
    In Chernarus haben viele gelernt, ihre Angst laut zu machen, damit sie sie selbst nicht klar hören können.

    Als wir Nahjeeb fanden, war er blass wie Schnee, ein Messer in der Hand, das Zittern in den Fingern kaum verbergend.
    Muck schlug nach seiner Hand und boxte gegen seine Schulter– aus Furcht oder Ungeduld, ich konnte es nicht sagen. Er fauchte: „No knife! No knife!“
    Aber Nahjiib schien Schmerzen zu haben.

    Ich trat zwischen sie.
    Versuchte ruhig zu sprechen, doch meine Worte fanden ihn nicht.
    Er war woanders, in einem dieser inneren Räume, in die man nur fällt, wenn man zu oft gezwungen wurde zu überleben.
    Ich zeigte ihm einen blauen wasserdichten Rucksack, den ich vor seine Füße legte. Muck war sofort zu Stelle, schnappte sich den Rucksack.
    Stellenweise schien er mit ihm zu reden wie mit einem Hund und an einer Stelle legte sich sogar Nahjiib auf den Boden. Ich war peinlich berührt, wollte sagen, dass das alles andere als angemessen war, aber ich verstand die Situation nicht. Ich bedeutete ihm aufzustehen und reichte ihm einen unserer Begrüßungsteddys.
    Doch auch da wirkte er seltsam abwesend, eher er ihn dann schließlich in die Hände nahm. Wittwer bedankte sich in Nahjiibs Namen.

    Schließlich brachen wir zu fünft auf zurück nach Prigorodki. Unterwegs starrte Nahjiib Locke an in seiner Plattenweste.
    Er rannte weg. Wittwer hinterher, rief immer wieder "It's not your dad! See? It's not real."
    Schließlich kamen die beiden zurück und er deutete auf einen sichtlich irritierten Locke, der die Hand zum Gruß hob.
    „He is friendly, see? He is friendly.“ Nahjiib sah auf Lockes Plattenweste und die daran befestigten Granaten und ich merkte, wie sich etwas in seinem Innern verschloss.
    Ich erinnerte mich an Vittorio/Heleranos und an seine warnenden Worte: „Spiel nie mit den Traumata anderen."
    Damals dachte ich, er meine Gewalt.
    Heute weiß ich, er meinte das Leben selbst.

    Also sagte ich leise zu Wittwer, der mir als einziger wirklich besorgt um Nahjiib schien: „Dieses Chernarus ist vielleicht nichts für ihn. Du siehst doch, er ist traumatisiert. Nicht alle sind so freundlich wie wir. Der nächste mit so einer Weste könnte ihn töten...“
    Ich machte mir Sorgen. Nicht, weil er schwach war, sondern weil er zu viel gesehen hatte und unser Chernarus eben manchmal doch keine Gnade kannte.
    Wittwer wirkte nachdenklich, aber sie beschlossen zumindest nochmals zum Camp mitzukommen.

    Kurz bevor wir Prigorodki erreichten, blieb Nahjeeb plötzlich stehen.
    Sein Blick war leer, sein Atem flach. Und dann sprang er. Von der Eisenbahnbrücke.
    Kein Schrei, kein Wort, nur ein Aufprall, dumpf und endgültig.

    Wir liefen zu ihm, aber es war zu spät.
    Vielleicht hatte er Frieden gesucht, vielleicht nur einen Ort, an dem es endlich still war.

    Ich blieb noch lange dort stehen, und der Gedanke ließ mich nicht los: Man kann Wunden heilen, aber nicht alle.
    Und wer sie nicht sieht oder versteht, sollte nie an ihnen rühren.

    Wir begeleiteten die beiden Brüder noch ans Camp, aber sie verschwanden dann recht schnell. Zogen in Richtung Chernogorsk als es dunkel wurde.

    Muck und Wittwer am Camp

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    Whiskey kommt mit Jannik und Locke vorbei


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    Auf dem Weg nach Elektrozavodsk


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    Später sagte mir Whiskey im Vertrauen, dass er und Jannik uns die ganze Zeit beobachtet hatten. Für den Fall der Fälle.
    Er traute den beiden und ihrem Freund nicht ein Stück über den Weg.
    Inzwischen verstand ich ihn und ich war froh, dass ich heute nicht schutzlos gewesen war. Auch wenn ich am Ende den Schutz nicht benötigt hatte.
    Besser so, als andersrum.

    Whiskey passt auf


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    🎯 Giftgas in Prigorodki

    Am Abend spielte Jannnik mit einer Gasgranate, angestachelt von Locke. Jannik glaubte nicht, dass sie Gas freisetzen würde, wenn man auf sie schoss und so ließ er sie hochgehen. Am Checkpoint vor dem Camp. Ich hörte den Schuss, den Knall und sah, wie sich das tödliche gelbe Gas ausbereitete.
    Warum und wie, weiß ich nciht. Aber ich zog mir Schnitte zu, als ich im Lager stand. Ich hustete. Verband mich.
    Und schimpfte.
    Schimpfte auf Jannik, wie verantwortungslos er mal wieder in der Nähe des Camps gehandelt hatte und auf Locke, dass er ihn zu solch einer Tat animiert hatte.

    Locke grinste nur:
    „Siehst du? Das Gift sieht doch im Dunkel ganz schön aus...“
    Ich verdrehte die Augen.

    Am Ende grillten wir in der Nacht am Lagerfeuer und ließen den Tag ausklingen.

    Jannik und die Gasgranate

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    🌅 Zum Schluss...

    Als die Nacht sich über Prigorodki legte, dachte ich an Greeny und Kallele und an alles, was noch zwischen uns stand.
    Ich begriff: Vergebung ohne Reue oder Einsicht war zwar möglich, aber sie verändert ihren Sinn.
    Man vergibt nicht für den anderen, man vergibt für sich selbst.

    Es ist kein Vergessen, kein Freispruch, sondern viel eher ein Loslassen.
    Ich sah in die Flammen des Feuers und wusste: Ich hatte vergeben.
    Nicht, weil alles gut war, sondern weil ich endlich aufgehört hatte, es mit mir herumzutragen.
    Und wenn sie nicht neue Wunden aufrissen, konnte ich damit leben.
    Trotzdem musste ich für die Sicherheit des Camps sorgen, daher blieb ich weiterhin vorsichtig.

    Aber ich dachte auch an Nahjiib und seine Begleiter.
    Traumata sind wie schlafende Tiere.
    Wenn man sie reizt, wachen sie auf.
    Dann fressen sie schlimmstenfalls nicht nur den, der sie trägt, sondern auch jene, die glauben, sie könnten sie zähmen.

    Ich wünschte, wir würden eines Tages lernen, nicht auf die Wunden zu zeigen, sondern sie zu umarmen.
    Vorsichtig, leise, wie man etwas hält, das leicht zerbricht.


    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf – und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    💌 Herzensgrüße vom 02.11.2025 – Schatten am Brunnen

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    Hallo ihr Lieben,

    es gibt Tage, die tragen noch den Nachhall des Friedens in sich, aber irgendwo zwischen den Zeilen weiß man, dass er nicht lange anhalten wird.
    So war es heute; ruhig, aber nicht still.
    Und die Stille, die blieb, war die, vor der man Respekt hat.
    Weil man weiß, dass noch etwas kommt...


    🩹 GraveDigger und Berezinos gefährliche Seite

    Am Morgen meldete sich BzU_GraveDigger.
    „Alles nice in Nizhnoye?“, fragte ich scherzhaft über Funk, in Anspielung auf meine tägliche Frage "alles prego in Prigo?"
    Er lachte, so wie nur einer lacht, der schon zu viel gesehen hat.
    Er klang müde, als er mir erzählte, dass er vor drei Tagen in eine Landmine gelaufen war. Direkt vor seiner Basis in Berezino.
    Er überlebte, mit einem gebrochenen Bein, aber sein Freund hatte weniger Glück.

    Vor der Gemeinschaftsgarage beim dortigen Bambi Camp war außerdem ein Stolperdraht gespannt worden, zwar ohne Sprengsatz, doch das genügte.
    Das war eine deutliche Warnung: Selbst in Berezino, wo man sich in Sicherheit wiegte, war die Ruhe trügerisch und im Verborgenen schien es zu brodeln.

    Berezino

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    Ein Unbekannter am Camp

    Als ich am Camp erwachte, sah ich von meinem Turm aus erst einmal nach dem Rechten. Ein schweigsames Bambi rannte durchs Camp, bediente sich und verschwand im Sumpf. Ich rief hinterher, der Fremde blickte kurz zurück, verschwand dann jedoch.
    Wer es gewesen war, wusste ich nicht. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich die Person gut kannte. Allerdings wollte sie nicht erkannt werden.
    Sicherlich hatte sie ihre Gründe, auch wenn mir ein solches Verhalten jedes Mal einen Stich versetzte. Warum konnte man nicht einfach mit offenen Karten spielen?

    Später traf ich noch Mawas Sohnemann Szeppi am Brunnen und sagte ihm, dass ich gerade einen schweigsamen Fremden am Camp gesehen hatte und er solle bitte auf sich aufpassen. Er nickte und dankte für die Warnung, ehe er wieder auf Entdeckungsreise ging.

    Fremder am Camp und Gespräch mit Szeppi



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    🧰 Kleine Unfälle und ein Besuch von Davus

    Cala-j berichtete, er sei am Morgen von einem Funkturm gefallen – ein kleiner Unfall, der ihn das Leben kostete.
    Aber er lachte, als er mir erzählte, dass er von der Küste den ganzen Weg zurückgelaufen war, um seine Sachen wiederzufinden.
    So war Cala; ihn konnte einfach nichts erschüttern.

    Etwas später kam @Davus ans Camp.
    Er fragte nach einer Axt, denn er wollte sich in der Nähe niederlassen. Er respektierte den Wunsch der anderen auf Abstand und beschloss, sich außerhalb von Prigorodki niederzulassen.
    Fern genug, um Ruhe zu haben, nah genug, um in Reichweite zu bleiben.

    Jannnik gab ihm ein Beil und ich holte noch eine Holzfälleraxt und etwas Draht aus der Werkzeugkiste.
    Er bedankte sich und hielt sein Wort. Kein Schuss fiel an diesem Tag.
    Vielleicht war Frieden wirklich möglich.

    Davus am Camp

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    🔥 Seltsame Nächte

    Am Abend erzählten @Jannnik und Pinky, sie hätten die Nacht in der "Sauna" verbracht.
    Jannik habe Pinky „gefüttert“, während er auf dessen Kopf stand....
    Ich fragte nicht weiter nach.
    Man lernt, in Chernarus gewisse Dinge einfach so stehen zu lassen.

    Die Sauna


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    🩸 Begegnungen in der Stille

    Davus berichtete später, er habe am Camp einen schweigenden Überlebenden getroffen.
    Gut ausgerüstet, aber ohne ein Wort.

    Er hingegen vermutete, es sei @E.C.H.O. gewesen. Ich wusste jedoch, dass E.C.H.O. seine Schweißermaske längst abgelegt hatte.
    Vielleicht war es jemand anderes.
    Vielleicht jemand, der nun in seinem Fadenkreuz stand.
    Ob es das Bambi vom Morgen war?

    Schweigende Überlebende sind immer ein Risiko. Sie tragen etwas in sich, das man nicht sehen kann.
    Und das erweist sich oft gefährlicher als jede Waffe.


    ⚠️ Schüsse an der Küste

    Ein Reisender berichtete mir von Schüssen an der Küste, nahe Skalisty Island. Er war ihnen gefolgt und sah noch jemanden aus einem Haus fliehen.
    Er schoss, aber konnte den Schützen nicht mehr stellen. Er entkam.
    Dafür fand er das Opfer etwas später im Haus und er spielte mir ein Foto der Leiche zu. Vielleicht kannte ich die Person auf dem Bild. Ich musste verneinen. Nichts an ihm stach in irgendeiner Weise hervor.
    Der Reisende sagte, die Glut des Kamins sei noch warm gewesen und er habe Rauch aus dem Schornstein aufsteigen gesehen. Alles deutete darauf hin, dass das Opfer beim Grillen einer Kartoffel überrascht worden war. Wer tat so etwas und warum?

    Toter bei Skalisty Island


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    ⚠️ Der Schuss am Brunnen

    Doch die schlechten Nachrichten hörten nicht auf.

    Spät in der Nacht, während ich meine Notizen schrieb, knisterte das Funkgerät.
    @Davus meldete sich – ich war so vertieft in meinen Bericht, dass ich erst viel zu spät einen Funkruf beantwortete.
    Ob es sicher in Prigorodki sei. Sein Freund Kallele sei am Brunnen erschossen worden, als er gerade am Brunnen getrunken hatte.
    Ob das einer von uns gewesen sei? Ich seiner Stimme schwang verständlicherweise Unsicherheit mit, denn der Frieden, den wir geschlossen hatten, war zerbrechlich.
    Es lag mir fern, das sich im Wachstum befindliche Vertrauen durch seine solche Tat zu erschüttern.
    Doch dann kam von ihm schon die Auflösung. "NVM. Ist vermutlich Vayra der/die gerade da Amok läuft..."
    Ich musste tief durchatmen und schauderte.
    Warum diese offene und sinnlose Gewalt, noch dazu gegen Leute, die friedlich am Brunnen tranken?
    Kalle war feige aus dem Hinterhalt erschossen worden. Noch ehe er überhaupt reagieren konnte. "One tabbed", nannte Davus es.
    Fast wie der Fremde am Kaminfeuer...
    Kalle war auf der Durchreise gewesen. Ein Unfall habe ihn an die Küste verschlagen, so Davus.
    In Prigorodki wollte er am Brunnen etwas auftanken. Und dann das.

    Als Kalle schließlich von der Küste zum Schwarzen Brett zurückkehrte, lag in der Kiste wieder etwas – Menschenfleisch.
    Es war seines.
    Daneben das altbekannte /\ von Veyr/\, aus Kürbiskernen.
    Eine offene Provokation an ihn und ein Zeichen an uns.

    Ich fragte nach Besonderheiten, nach weiteren Hinweisen.
    Etwas, das wir übersehen hatten.
    Aber Kalle fiel wohl nichts weiter ein und er hatte von dem Zeichen auch kein Foto gemacht
    Zwar hatte er die Umrisse des Schützen gesehen, aber bei dem Küstennebel konnte er außer einer Plattenweste und einer Kapuze nichts weiter ausmachen.
    Veyr/\ schien dann gegangen zu sein.

    Etwas machte mich stutzig. Es gab noch ein typisches Erkennungsmerkmal, das ich in meinen Berichten bisher verschwiegen hatte.
    Doch dieses Merkmal nannte Kalle nicht.
    War es also wirklich Veyr/\ gewesen oder nur ein Trittbrettfahrer, der kaltblütig gemordet hatte und unter falscher Flagge segelte?
    Neu war dieses Vorgehen nicht.

    So oder so, das alles ergab keinen Sinn. Oder hatte Kalle es einfach übersehen?
    Ich beschloss noch in der gleichen Nacht selbst zum Tatort zu gehen und traf eine knappe Stunde später ein.

    Das /\ in der Kiste war verschwunden. Kalle hatte es durch sein K ersetzt.
    Die grüne Sanitäterkleidung, die Davus wohl in die Kiste getan und die der Schütze auf den Boden geworfen hatte, lag wieder in der Kiste.
    Sein Menschenfleisch auf dem Boden.

    Zeichen in der Kiste



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    Ich nahm das Menschenfleisch an mich und zündete im Camp ein Feuer an. Die Umgebung war ruhig, nichts deutete auf den nächtlichen Überfall hin.
    Noch immer wehte die Piratenfahne am Camp, die ich seit dem Einbruch immer nachts hisste, wenn ich nicht mehr am Camp war. Als Zeichen für Reisende, vorsichtig zu sein.
    Wenn niemand ein Auge auf das Camp hatte, war es nicht sicher. So wie jetzt.

    Ich bestattete das Fleisch behutsam im Feuer. Das war das Einzige, das ich noch tun konnte.
    Als ich die tanzenden Flammen sah, dachte ich nach.

    Vielleicht war es tatsächlich wieder wieder Veyr/\ gewesen.
    Vielleicht aber auch jemand, der wollte, dass wir das glaubten.

    Davus sagte, er sei überzeugt, dass diese Person Aufmerksamkeit suchte.
    Und ich glaube, er hatte recht.

    Also schreibe ich das hier.
    Nicht nur für Veyr/\, sondern für jeden, der noch seine Menschlichkeit bewahren will:

    Zitat

    Wenn du das liest, lass unsere Camps in Frieden.
    Wir haben dir nichts getan und wir wünschen uns, dass es auch so bleibt.

    Bestattung von Kalle


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    🌅 Zum Schluss...

    Die restliche Nacht verlief still, doch in mir hallten ihre Geräusche nach:
    Schüsse in Gedanken, das leise Rauschen im Funk, und das Knistern des Feuers am Camp.

    Ich weiß nicht, wer heute aus welchen Gründen wen erschossen hat.
    Aber ich weiß, dass selbst im Dunkeln noch Entscheidungen möglich sind.

    Frieden ist kein Zustand.
    Er ist eine Haltung.
    Und ich hoffe, wir verlieren sie nicht.

    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf – und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    💛 Herzensgrüße vom 01.11.2025 – Wiedergutmachung

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    Hallo ihr Lieben,

    manchmal gibt es Tage, an denen die Welt stiller wird.
    Es heißt nicht, dass alles wieder gut ist. Aber dass ich etwas schließt, was offen war.
    Der heutige war so ein Tag.


    🚗 Ein Wiedersehen mit Mawa in Kamyshovo

    Ein Funkspruch erreichte mich am Morgen.
    Mawa hatte sich endlich wieder bei mir gemeldet. Nach dem versehentlichen Attentat, bei dem sie und ihr Sohn durch E.C.H.O. aufgrund einer Verwechslung tragischerweise erschossen worden waren, hatte ich gehofft, irgendwann ihre Stimme wiederzuhören. Nun waren sie wieder da.
    Sie klang ruhig, gefasst – aber man hörte den Schmerz und die Enttäuschung noch zwischen den Worten.
    Sie sagte, sie beide seien in Kamyshovo gelandet und waren bereit für ein Taxi.

    Sofort machte ich meinen gelben Sarka startklar und fuhr zu ihnen.
    Es dauerte nicht lange, da sah ich sie gegen ein paar Zombies kämpfen und ich traf nun endlich auch ihren "Sohnemann".
    Szeppi, so stellte er sich vor war ein ein wacher Junge mit einem Blick, der für sein zartes Alter zu viel gesehen hatte, aber trotzdem noch nicht aufgegeben hatte zu träumen.

    Ich erinnerte mich dunkel an ihn. Vor Jahren war er schon einmal hier gewesen, mit seinem Vater.
    Und nun stand er wieder da, dieses Mal mit seiner Mutter.
    Mitten in Chernarus, das ihnen beiden Leben und Vertrauen genommen hatte und in dem sie nun bereit waren, beides wieder zurückzugewinnen.

    Sie waren erschöpft, aber bereit, es noch einmal zu versuchen und wollten mich gerne nach Prigorodki begleiten.

    Der Weg zurück



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    🏠 Ein neues Zuhause

    Zurück am Camp begrüßte sie Pinky und die beiden durften sich erst einmal stärken und ausstatten. Natürlich gab es auch einen kleinen traditionellen Begrüßugnsteddy.
    Pinky begrüßte die beiden freundlich, doch dann merkte ich, wie er merkwürdig leise von hinten an Szeppi ranschlich, der es sich gerade vor dem warmen Feuer gemütlich gemacht hatte.
    Leide rkonnte ich ihn nicht rechtzeitig aufhalten; er fesselte Szeppi – „eine Lektion“, nannte er es.

    Ich war fassungslos. In einer Welt, in der Vertrauen Mangelware ist, fesselt man keine Kinder...
    schon gar nicht, wenn sie gerade erst beginnen, wieder an das Gute zu glauben.
    Manchmal war er fast so schlimm, wie Jannnik!

    Mit einem drohenden Blick und erhobener Faust verpasste ich Pinky einen Schlag in seine Richtung.
    Kurzer Prozess.
    Ich half Szeppi aus den Fesseln, aber zum Glück war er Pinky nicht böse.

    Als sich die Aufregung gelegt hatte, ging ich zum Schwarzen Brett.
    In der kleinen Kiste darunterlagen zwei neue Zeichen aus Kürbiskernen gelegt –
    ein D und ein A.
    Ich betrachtete sie lange.
    @Dakel? Davus?
    Ich wusste es nicht.
    Aber wer auch immer sie gelegt hatte, wollte etwas sagen.

    Wenig später kam Locke dazu – wie immer charmant, etwas spöttisch, aber mit einem Herz am richtigen Fleck.
    Gemeinsam gingen wir mit der kleinen Familie durch Prigorodki.
    "Hausbesichtigung", nannte ich es.
    Sie fanden ein altes Gebäude, verfallen, aber mit Potenzial.
    Und so begannen wir zu bauen. Balken, Bretter, Nägel und ein großer Sack voller Hoffnung.

    Während wir arbeiteten, kam Rio vorbei,
    brachte wieder Vorräte – ruhig, zuverlässig, wie immer.
    Ich bedankte mich, und als er ging, fragte ich ihn, ob er auch schon zuvor hier gewesen sei. Ich hatte in den Morgenstunden Spuren eines Überlebenden in der Nähe des zweiten Rohbaus gesehen.
    Er nickte.
    Die Äpfel hatten ihn verraten. Ein stilles Zeichen, dass jemand die Nacht in der dortigen Hütte verbracht hatte.

    Willkommen am Camp


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    Das Schwarze Brett


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    Die Hausbesichtigung


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    🫱 Ein Akt der Reue

    Kaum hatten wir die letzten Nägel eingeschlagen und ich ihnen ein Fass spendiert hatte, hörte ich den vertrauten Motor eines grünen Adas.
    Es war @E.C.H.O..
    Er stieg aus, sprach natürlich kein Wort, doch seine Gesten waren eindeutig.
    Er war gekommen, um sich zu entschuldigen.
    Ohne Schweißerhelm, nur mit Schweinemaske.

    Ich erklärte Mawa, wer er war und was geschehen war.
    Ich lieh ihm meine Stimme.

    Dann nahm er ihre Mönchskapuze,
    legte sie auf den Boden und zerschoss sie mit mehreren Schüssen.
    Ein stilles Bekenntnis.
    Ein Zeichen.

    Mawa verstand sofort. „Dann werde ich sie wohl besser nicht mehr tragen“, sagte sie leise.
    Ich nickte.

    Im Wagen, den E.C.H.O. gebracht hatte, lagen ihre alten Habseligkeiten.
    Szeppi jubelte regelrech wie ein Kind über seinen alten Kampfrucksack, seine Waffe und das ganze Essen.
    Aschließlich reichte ihm E.C.H.O. eine Autobatterie und deutete auf das Auto.
    Szeppi gehorchte und setzte die Batterie ein. Dann deutete er auf den Fahrersitz und auf den Jungen.
    Offenbar wollte er, dass er mit dem Auto fuhr.
    „Fahr“, schienen seine Gesten zu sagen.

    Szeppi zögerte, doch angefeuert von Mawa und Jannik stieg er ein.
    Langsam, unsicher, aber mit einem Lächeln, das man in dieser Welt selten sieht, fuhr er los.

    E.C.H.O. stand daneben, den Blick still und ich meinte da unter der Maske die Spur eines Lächelns zu sehen.
    Und als Szeppi wieder zum Stehen kam, sagte seine Geste "Es ist jetzt deins".
    Ein edles Geschenk.

    Locke lachte. "Wenn seine Wiedergutmachung immer so ausfällt, darf er mich auch gerne mal versehentlich erschießen..."
    Wir alle lachten.
    Dann verabschiedete sich E.C.H.O. und zog weiter. Er hatte seine Schuld bekannt und beglichen.
    Ein edler Zug, der unseren Respekt verdiente.

    Autopübergabe


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    🔩 Ein Unfall und ein Zeichen

    Wir beschlossen, eine Garage für das Auto zu bauen.
    @Jannnik und Locke wollten Baumaterial aus Berezino holen – Bretter, Nägel.
    Ich hatte ein ungutes Gefühl, aber Jannik winkte ab: „Das geht schon gut, Herz.“

    Ging es nicht.

    Auf Höhe von Solnichniy wurde Locke erschossen.
    Mitten in der Fahrt.
    Das Auto rollte führerlos weiter, bis es auf freiem Feld zum Stehen kam.
    Jannik parkte, beobachtete, fand Lockes Sachen und als ich diesen von der Küste abholte, mit Wasser und Essen versorgte und nach Solnichniy brachte, sicherten sie das Fahrzeug.
    Die Schützen blieben unauffindbar. Es waren vermutlich die gleichen Täter, die schon ein paar Tage zuvor immer wieder die Küste bewachten und auf vorbeifahrende Autos und sicherlich auch Bambis schossen. Unser Verdacht: Ehemalige Banana Ops. Langeweile, Rachegelüste oder akuter Fahrzeugmangel? Ich wusste es nicht. Vielleicht war es alles zusammen.

    Bauarbeiten


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    Rettungsmission bei Solnichniy

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    Später, bei Stary Sobor, hatte Jannik erneut einen Unfall – ausgerechnet dort, wo ich sie gebeten hatte, nicht durchzufahren.
    Zu gefährlich, zu unruhig.
    Aber sie hatten einen großen Umweg genommen, um nicht nochmals über die Küstenstraße fahren zu müssen, wo eventuell die Schützen noch immer lauerten.

    Das Auto blieb liegen.
    Ich brachte ihnen einen Kühler nach Dubovo, wo sie ihn abholten und mitnahmen.
    Mit viel Geduld und Glück, schafften sie es tatsächlich, den Wagen sicher zu Mawa und Szeppi zurückzubringen.

    Ein Glück für Jannik... ich glaube E.C.H.O. wäre alles andere als begeistert gewesen, wenn sein Geschenk so schnell verloren gegangen wäre. Vermutlich hätte es dann eine neue Akte gegeben und wir hätten "Leichtfertig Unfälle bauen" extra für Jannik als Todsünde eingeführt...

    Am Ende vollendeten wir den Bau der Garage und bauten Mawa und ihrem Jungen noch einen einen Steinofen in die Wohnung sowie ein paar Fässer.
    Und als die Sonne hinter Prigorodki versank, standen Mutter und Sohn vor ihrem neuen Zuhause.
    Ein Dach.
    Ein Auto.
    Ein neuer Anfang.

    Das Ende der Bauarbeiten

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    🌅 Zum Schluss...

    E.C.H.O. war längst verschwunden, doch sein Schweigen hatte gesprochen.
    Lauter als jeder Funkspruch, ehrlicher als jedes Wort.

    Vergebung bedeutet, jemandem sein Unrecht nicht mehr gegen ihn zu halten.
    Es heißt nicht, dass man vergisst, was passiert ist, oder dass man so tut, als sei nichts gewesen.
    Es heißt, dass man aufhört, den Schmerz zu füttern.
    Dass man das, was war, anerkennt – aber sich entscheidet, nicht länger darin zu leben.

    Vergebung ist kein Freispruch.
    Es ist eine bewusste Entscheidung, den eigenen Frieden über die Rache zu stellen.

    Sie ist kein Geschenk an den, der dich verletzt hat.
    Viel mehr ist sie ein Geschenk an dich selbst.

    Mawa und Szeppi hatten E.C.H.O. vergeben und ich glaube, auch er konnte nun diesen Stein aus der Hand legen, den er im Stillen so lange mit sich getragen hatte.
    So lange, dass er vielleicht schon vergessen hatte, wie leicht Schritte sein können.

    In diesem Sinne:
    Passt auf euch auf – und bleibt am Leben.

    gez.
    Herz-Aus-Gold 💛

    Vielleicht hast du recht, ninja2.00926 (UltrA).
    Verzeihen heißt nicht vergessen – und Vertrauen lässt sich nicht erzwingen.
    Doch Vertrauen kann wieder wachsen, wenn man es denn möchte.

    Für mich bedeutet Vergeben, dass ich den Stein, den ich so lange getragen habe, endlich niederlegen kann.
    Nicht, weil das Unrecht ungeschehen wäre, sondern weil ich aufhöre, es weiterzutragen.

    Was geschehen ist, bleibt Teil unserer Geschichte –
    aber es bestimmt mich nicht mehr.
    Und genau darin liegt für mich der Unterschied.

    Ich drehe mich nicht um, um zu vergessen, sondern um weiterzugehen.
    Ohne Bitterkeit, aber mit offenen Händen.
    Denn der Weg ist frei.
    Wir sind Schritte aufeinander zugegangen –
    und ich wünsche mir, dass noch viele folgen werden.

    Alles braucht seine Zeit.
    Unsere war jetzt.