Samstag, 15.08.2026 – Tag 002: Erste Fundamente
Hallo ihr Lieben,
am zweiten Tag nach einem Wipe beginnt die anfängliche Leere meist schon zu verschwinden.
Zelte stehen an Orten, an denen am Vortag noch nichts gewesen ist, Fahrzeuge wechseln ihre Besitzer, und aus einzelnen Brettern entstehen die ersten Wände.
Über Funk hört man nicht mehr nur, wer wo erschossen wurde, sondern auch, wer Nägel gefunden hat, einen Lastwagen repariert oder irgendwo ein neues Zuhause baut.
Langsam kehrt eine Form von Alltag zurück, auch wenn dieses Wort in Chernarus etwas anderes bedeutet als früher.
Beim Aufbau eines Camps lässt sich leicht vergessen, dass nicht die Wände entscheiden, ob daraus tatsächlich ein sicherer Ort wird.
Dafür braucht es Menschen, die etwas bringen, ohne sofort eine Gegenleistung zu verlangen, die ein geliehenes Fahrzeug zurückbringen oder einen langen Umweg auf sich nehmen, weil jemand unterwegs Hilfe benötigt.
Erst an diesem zweiten Tag wurde mir bewusst, wie viele Hände längst wieder an unseren Camps arbeiteten, obwohl kaum jemand bereits genug für sich selbst besaß. Zwischen Berezino und Prigorodki entstanden die ersten Fundamente. Einige bestanden aus Holz und Nägeln, andere lediglich aus dem stillen Versprechen, einander nicht allein zu lassen.
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🚚 Ein Lastwagen für Berezino
Bitwanted, ehemals Mitglied der schmerzlich vermissten "Berezino Union" war mit seinem "Frauele", LadyBitStorm, zurückgekehrt. Er meldete sich bei mir über Funk und erkundigte sich darüber, ob wir bei Berezino einen Lastwagen fahrbereit gemacht hatten. Ich bejahte, denn The_GraveDigger hatte wieder unglaublich schnell angefangen das dortige Camp samt Grage für den LKW aufzubauen.
Bitwanted hatte bereits Kleidung für das Camp als Spende in den LKW hineingelegt,. Es war nicht viel, aber gerade in diesen ersten Tagen war eine solche Gabe alles andere als selbstverständlich.
Auch I.K.E.A. dankte er für die reichlichen zeltspenden, die er sofort am Camp in Nizhnoye aufbaute.
Außerdem hatte The_GraveDigger seinige Zeit danach einen Überlebenden mit weißer Armbinde am Camp in Berezino gesehen. Zunächst wussten wir nicht, wer er war oder weshalb er sich dort aufhielt. Später stellte sich heraus, dass es sich um TomTeeJay handelte. Gemeinsam mit The_GraveDigger errichtete er einen Unterstand am Camp und spendete zusätzlich Nägel für den weiteren Aufbau.
The_GraveDigger bedankte sich bei ihm, und ich war erleichtert, dass sich die unbekannte weiße Armbinde auf so friedliche Weise erklären ließ und wir nicht wieder einem Angriff der MISA-Gruppe schutzlos ausgeliefert waren. Seinerzeit waren (MISA) ROB und seine Jungs mit weißen Armbinden durch unser Chernarus gestreift und nach anfgänglichen respektvollen Beziehungen war es zunehmend zu Angriffe aus seinen Reihen und schließlich auch von ihm selbst auf unsere Camps gekommen.
Doch dieses Mal lief es zum Glück anders. Dennoch waren wir zunächst vorsichtig gewesen. In unserem Chernarus genügte manchmal ein Mensch am falschen Ort, damit aus Vorsicht Misstrauen wurde. Diesmal war der Träger der weißen Armbinde nicht gekommen, um etwas zu nehmen, sondern um beim Aufbau zu helfen.
Während in Prigorodki die ersten Wände aus Holz wuchsen, legte The_GraveDigger in Berezino zugleich den Grundstein für seinen neuen Tower. Noch bestanden beide Orte nur aus wenigen Bauteilen und vielen Plänen, doch die vertrauten Strukturen kehrten langsam zurück.
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🚗 Fahrstunden mit Hindernissen
Im Laufe des Tages strandeten auch Mora und... ich glaube es war ASSAULTxHDx ... (oder war es Arndt? Ich bin mir nicht mehr ganz sicher...) mit einem weißen Ada in Prigorodki.
Mora hatte nach eigenen Aussagen Fahrstunden erteilt, aber sein Schüler hatte es geschafft, zwei Reifen zum Platzen zu bringen. Mir war nicht ganz klar, ob ihr Aufenthalt bei uns zum geplanten Unterricht gehörte oder ob er eher ein ungeplanter Abschluss war. Immerhin hatten beide das Camp erreicht, und der weiße Ada stand noch in einem Zustand vor uns, der zumindest erkennen ließ, dass es sich einmal um ein fahrbereites Fahrzeug gehandelt hatte.
Ein Reifen war schnell organisiert und so fuhren Mora und ich dem Fahrschüler entgegen, der in Chernogorsk nach einem Reifen suchte. Am Ende war das Fahrzeug wieder fahrbereit und konnte heimkehren.
Fahren lernte man in Chernarus schließlich weniger nach festen Regeln als durch Erfahrung. Manche Lektionen endeten am Ziel, andere am Straßenrand – und gelegentlich eben in Prigorodki.
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🧱 Das Kochhaus bekommt ein Tor
Auch in Prigorodki ging die Arbeit weiter. Gemeinsam mit janinesta (Selina) und Pinky baute ich das Tor im Kochhaus zu. Jeder neue Abschnitt verlangte Material, das uns an allen Ecken fehlte, und besonders die Suche nach Nägeln bestimmte inzwischen einen beträchtlichen Teil unserer Tage.
Trotzdem nahm das Camp allmählich Gestalt an, nicht zuletzt, weil uns NiggoB großzügigerweise eine LKW-Ladung an Baumstämmen und Holz vorbeibrachte. Wo zuvor nur das gelb-rote Partyzelt und die ersten Paprikapflanzen gestanden hatten, entstanden nun wieder geschützte Bereiche. Es war noch lange nicht fertig, doch zwischen Werkzeugen, Holzstapeln und halb errichteten Wänden ließ sich bereits erkennen, was daraus werden sollte.
Bald kam auch einer unseres neuen Duos vorbei. Ich weiß nicht mehr, ob es Cypress oder Felkixwert100 gewesen war, aber er trug eine grüne Armbinde, weshalb ich ihn zuerst für einen der beiden Berezino-Boys oder das Frauele hielt.
Ich hätte den ganzen Tag in Prigorodki weiterbauen können, doch im Norden wartete ein gelber Sarka darauf, gesichert zu werden. Ein Tauschgeschäft mit I.K.E.A, denn Jammet, Black Lion und s-tlk benötigten für ihre Touren einen eigenen fahrbaren Untersatz. Da uns kein grüner Sarka vergönnt war, waren wir auch bereit einen gelben zu erwerben. janinesta (Selina) leitete den Handel in die Wege und ich sollte das Auto an einem vereinbarten Ort nahe Stary Sobor abholen.
Also ließ ich Hammer und Bretter vorerst zurück und machte mich auf den Weg.
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🩹 Eine infizierte Wunde bei Rogovo
Zwischen Kozlovka und Zelenogorsk fand ich unetrwegs eine Olga vor einem Gemischtwarenladen stehen. Kühler, Zündkerze und Batterie fehlte, also ließ ich das Fahrzeug stehen. Ich spielte mit dem Gedanken, den roten Sarka aus Zelenogorsk wieder flott zu machen, aber erstens fanden meine Jungs die Farbe für ihr Versteck gänzlich ungeeignet und zweitens zeigten sich Spuren anderer Überlebender in und um die Stadt. Also beschloss ich, darum erst einmal einen Bogen zu machen.
In der Gegend um Rogovo wurde mir eine kleine Unachtsamkeit beinahe zum Verhängnis. Ich hatte den Weg soweit zu Fuß zurückgelegt, aber ziemlich viel mit Infizierten zu tun. Immer wieder musste ich meine Wunden verbinden und am Ende hatte ich keine saubere Bandage mehr bei mir. Irgendwie musste meine Wunde trotzdem versorgen. Also biss ich die Zähne zusammen, zerschnitt meine blaue Armbinde und verwendete den Stoff, obwohl ich wusste, dass er dafür nicht geeignet war.
Es kam, wie es kommen musste: Kurze Zeit später entzündete sich die Wunde.
Es war eine jener Situationen, die leicht vermeidbar gewesen wären, wenn ich besser vorbereitet aufgebrochen wäre. Ausgerechnet ich, die sonst andere wegen verschmutzter Verbände und mangelnder Vorsicht ermahnte, stand nun selbst mit einer infizierten Wunde bei Rogovo. Medizinisches Wissen schützt eben nicht zuverlässig vor schlechten Entscheidungen, vor allem dann nicht, wenn das notwendige Material fehlt und man trotzdem weiterwill. Natürlich hatte ich auch nichts zum Desinfizieren dabei, also gab ich einen Funkspruch an meine Kollegen ab, die mit dem Auto in der Nähe auf Loot-Tour waren.
S-TLK, janinesta (Selina) und Pinky kamen gemeinsam mit Jammet vorbei und brachten mir etwas zum Desinfizieren. Sie hätten genügend andere Dinge zu tun gehabt, denn auch sie waren unterwegs und suchten Material für unsere Baustellen. Trotzdem machten sie den Weg zu mir und halfen, bevor aus meiner improvisierten Versorgung ein größeres Problem werden konnte.
Nachdem die Wunde gereinigt war, setzte ich meinen Weg fort. In Novy Sobor begegnete ich noch einem anderen Überlebenden, doch ich blieb auf Abstand und ging ihr eher aus dem Weg. Die Mission hatte Vorrang. Immer.
Wenig später fand ich schließlich den gelben Sarka. Der Grund, warum ich überhaupt nach Norden aufgebrochen war.
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🚙 Der gelbe Sarka
Der Sarka war da, aber in seinem Kühler befand sich kein Wasser. Ihn einfach zu starten und loszufahren hätte vermutlich nur dafür gesorgt, dass meine Freude über das neue Fahrzeug ausgesprochen kurz blieb. Also ließ ich ihn zunächst den Berg hinabrollen und nutzte das Gefälle aus, solange der Motor nicht zuverlässig betrieben werden konnte. Ich hielt am kleinen Fluss nahe Novy Sobor und füllte da meine Flasche mit Wasser, das ich sorgfältig in den Kühler kippte. Sechs Flaschen, dann war es geschafft.
Auf dem Rückweg nahm ich außerdem ein gelbes Fass für Jammet mit. In den ersten Tagen nach dem Wipe schien sich ein erstaunlich großer Teil unseres Lebens um gelbe Fässer und die Frage zu drehen, wie man sie möglichst unbeschadet von einem Ende des Landes zum anderen brachte.
Schließlich gelangte der Sarka nach Prigorodki. Damit besaßen wir ein weiteres Fahrzeug, das zunächst gesichert und später sinnvoll eingesetzt werden konnte. Wie lange es uns erhalten bleiben würde, wusste niemand. Für den Moment stand es jedoch im Camp, und das genügte.
Nachdem das Fahrzeug versorgt war, zog ich erneut los, um nach Material zu suchen. Nägel waren weiterhin knapp, und die geplanten Wände würden sich nicht allein durch guten Willen errichten.
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🧨 Challenge accepted!
Während meiner Suche fand ich zwei Dinge, die ich I.K.E.A vorbeibringen wollte. Und, weil janinesta (Selina) scherzte, ich würde es eh nicht schaffen ungesehen bis zu ihrer Basis zu kommen, nahm ich diese Herausforderung an. Ich schlich mich an und legte die Sachen unbemerkt in einen Lastwagen vor ihrer Baustelle. Dann lief ich gut sichtbar weg.
Ob und wann die Jungs meine kleine Hinterlassenschaft entdecken würden, blieb abzuwarten. Während ich mich in der Nähe aufhielt, rannte ein Überlebender mit gezogener Waffe an mir vorbei. Die Jungs waren so sehr auf ihre Bauarbeiten konzentriert, dass sie von ihm zunächst kaum etwas bemerkten. Ich wusste weder, wer er war, noch was er vorhatte, und zog mich deshalb in ein Gebäude zurück. Dort konnte ich die Umgebung beobachten, ohne mich ihm offen in den Weg stellen zu müssen.
Wenig später hörte ich WhiskeyMixer rufen, der mich wohl gesehen hatte, als ich weglief.
„Herz, ich komm jetzt rein...erschieß mich bitte nicht …“
Ich sah auf das Werkzeug in meinen Händen und musste lachen. Eine Gartenharke...
„Wie soll ich das denn machen? Mit einer Gartenharke?“, prustete ich.
Die Anspannung löste sich, und WhiskeyMixer kam zu mir herüber. Er bot mir anschließend eine Room-Tour an, doch ich lehnte dankend ab. Je weniger ich über ihre Räume, Vorräte und Sicherungen wusste, desto besser war es für alle Beteiligten. Wissen konnte in Chernarus schnell zur Belastung werden, besonders dann, wenn Gruppen einander ohnehin aufmerksam beobachteten und jede Nähe irgendwann ausgelegt wurde.
Also ließ ich I.K.E.A. weiterbauen und kehrte zu meiner eigenen Suche zurück.
Am Abend fluchte NiggoB noch: "Na immerhin hat sie nichts aus dem LKW genommen, sonst hätte ich sie erschossen..."
Nun, ich hatte Selinas Herausforderung angenommen und mein Ziel erreicht.
Nicht ganz wie geplant, zugegeben. Aber ich war schon ein kleines bisschen Stolz darauf und reiste mit einem Grinsen fröhlich pfeifend zurück.
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👤 Ein Namenloser am Camp
In Prigorodki arbeitete ich noch eine Weile weiter. Ich suchte beinahe verzweifelt nach Nägeln und schaffte es schließlich, die geplanten Wände zu errichten. Kaum waren sie fertig, erschien ein stilles Bambi am Camp.
Ich fragte nach seinem Namen, erhielt jedoch keine Antwort. Als ich wissen wollte, ob es überhaupt mit mir sprechen wollte, schüttelte es den Kopf. Schließlich fragte ich, ob es lieber inkognito bleiben wollte, woraufhin es so heftig nickte, dass wenigstens daran kein Zweifel bestand.
Ich drängte es nicht weiter. Es war zwar frustrierend, aber wer ohne Namen und ohne Worte durch Chernarus ziehen wollte, hatte vermutlich seine Gründe, auch wenn ich sie nicht kannte.
Also wünschte ich ihm viel Glück und sah zu, wie es in Richtung Chernogorsk davonlief.
Kurz darauf tauchten Jannnik und Ikarus_98 (Pascal) mit einem Lastwagen am Camp auf. Jannnik legte sich, müde von seiner Tour am Camp schlafen, während Ikarus_98 (Pascal) weiterziehen wollte. Ich berichtete ihm von dem namenlosen Bambi und warnte ihn, aufmerksam zu bleiben. @Iakrus (Pascal) bedankte sich und fuhr weiter.
Vielleicht war der Fremde vollkommen harmlos. Schweigen allein machte niemanden gefährlich, und sein Wunsch, unerkannt zu bleiben, musste nichts mit uns zu tun haben. Dennoch blieb ein ungutes Gefühl zurück. In der vergangenen Season hatte ich zu oft erlebt, dass ein freundlicher erster Eindruck oder eine hilfsbedürftige Erscheinung wenig darüber sagte, weshalb jemand tatsächlich an ein Camp gekommen war.
Ich wollte ihn deshalb nicht verurteilen. Vollkommen ignorieren konnte ich ihn aber ebenso wenig.
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👣 Die Spur in Chernogorsk
Später kehrte ich zum Militärgebiet in Chernogorsk zurück, um einige Sachen zu holen, die ich dort zurückgelassen hatte. Meine Hände waren zuvor durch zwei Tarnnetze belegt gewesen, die ich eingesammelt hatte, sodass ich nicht alles hatte mitnehmen können. Außerdem wollte ich E.C.H.O. ein Paar grüne Dschungelstiefel mitbringen.
Bereits bei den Militärzelten hatte ich bemerkt, dass jemand vor mir dort gewesen war. Die Spur führte in Richtung Chernogorsk und schien dem Lastwagen von Ikarus_98 (Pascal) zu folgen, der die Route in den Westen genommen hatte. Ob es tatsächlich das stille Bambi war, wusste ich nicht, doch der zeitliche Zusammenhang machte mich vorsichtig.
Ich gab einen einzelnen Schuss mit meiner Mosin ab. Ein Signal. Wenig später tauchte tatsächlich WhiskeyMixer auf, der auf Loot-Tour gewesen war und ich warnte auch ihn vor dem merkwürdigen Fremden. Er nahm den Hinweis ernst, versprach aufmerksam zu bleiben und bedankte sich.
Mehr konnte ich in diesem Moment für beide Seiten nicht tun. Ich kannte weder den Namen des Bambis noch seine Absichten, und solange es niemanden bedrohte, gab es keinen Grund, es zu verfolgen oder aufzuhalten. Trotzdem erschien es mir richtig, die anderen zu informieren. Egal, wer das stille Bambi gewesen war, ich wollte weder dass er versehentlich auf jemanden von I.K.E.A. schoss, noch dass er von I.K.E.A. einfach getötet wurde. Die Zeiten waren aufwühlend und die Hand allzu schnell am Abzug. Vorsicht bedeutete nicht zwangsläufig, jemanden schuldig zu sprechen. Manchmal bedeutete sie lediglich, einander nicht blind in eine unbekannte Situation laufen zu lassen.
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📻 Gerüchte im Funk...
Im Laufe des Tages hörten wir außerdem Gerüchte, dass Rheingauer! und Stimmuuung wieder in der Gegend sein sollten. Ob daran etwas stimmte, konnten wir nicht sagen. Niemand von uns hatte sie selbst gesehen, und verlässliche Informationen gab es nicht. Deshalb blieb es zunächst bei einem Gerücht und der vorsichtigen Hoffnung, bald mehr zu erfahren.
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🌅Gedanken zum Schluss
Am Abend standen in Prigorodki weitere Wände, das Kochhaus besaß ein Tor. In Berezino hatte The_GraveDigger mit seinem Tower begonnen, während TomTeeJay einen Unterstand errichtet und Nägel gespendet hatte. Ein gelber Sarka hatte seinen Weg über einen Berghang bis zu uns gefunden.
Dazwischen lagen viele kleine Begegnungen, deren Bedeutung ich noch nicht einschätzen konnte. Ein bewaffneter Fremder war an mir vorbeigelaufen, ein namenloses Bambi hatte jedes Gespräch abgelehnt, und irgendwo in der Gegend sollten Rheingauer! und Stimmuuung unterwegs sein. Vielleicht würden sich manche dieser offenen Fragen schon am nächsten Tag beantworten. Vielleicht blieben sie noch lange bestehen.
Was mir von diesem Tag vor allem beibt, ist jedoch die Erinnerung an vier Menschen, die ihre eigenen Wege unterbrachen, um mir bei Rogovo etwas zum Desinfizieren zu bringen. Ich hatte mich schlecht vorbereitet und dafür beinahe einen hohen Preis bezahlt. Sie hätten mich dafür tadeln können, doch zunächst halfen sie mir, und genau diese Selbstverständlichkeit berührt mich mehr als jeder Nagelfund.
Unsere Camps wuchsen heute sichtbar. Was sie tragen wird, entstand allerdings zwischen den Menschen, die Baumaterial teilen oder einem Hilferuf folgten.
Die Fundamente sind gelegt. Wie stabil sie wirklich sind, wird sich erst mit der Zeit zeigen.
In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.
Gez.
Herz-Aus-Gold 💛

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