Beiträge von Herz-Aus-Gold

    Ich liebe es!

    Und hier passend dazu:

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    [...]

    Besonders hervorheben möchten wir die außergewöhnliche Unterstützung durch Herz-Aus-Gold, die ohne Vorwarnung ihre freie Zeit investierte, um die Versorgung der Neuspawns sicherzustellen. Außerdem hat sie sich der gefährlichen Aufgabe gestellt, eine Videoaufnahme des Events an vorderster Front zu erstellen – ein unschätzbarer Beitrag für die Community und das Event.

    [...]

    Vielen Dank, dass ich spontan und "ohne Vorwarnung" mit dabei sein durfte und vor allem, dass keines der Bambis oder der anderen Fraktionen mich angegriffen hat, als sie durch Prigorodki gezogen sind.

    Sogar die Chedaki haben mich buchstäblich links liegen lassen. Ich war... überrascht. Aber gut, vermutlich überschätze ich meine Rolle in der ganzen Geschichte etwas.

    Aber da smit den Bambis ist ja immer so eine Sache, ob die Leute auch freundlich sind oder es nur auf meine Armbrust oder die Fischfilets abgesehen haben ;)

    Leider konnte ich nicht so viele versorgen, wie erhofft, aber zumindest etwas habe ich so beitragen können.


    //Was die Videoaufnahmen geht, da war ich sogar relativ sicher unterwegs. Die Admins waren ja so freundlich, mir ihre Augen und Ohren zur Verfügung zu stellen :)
    Leider bin ich einfach noch nicht so gut darin, PvP Events abzufilmen und sehe immer erst zu spät, woher die Schüsse eigentlich kamen. Unser zm4ster muss mir wirklich mal erklären, wie ich so schöne Kamerafahrten ohne Ruckler hinbekomme... Zum Glück hat mir Criosdan anfangs echt super geholfen, alles zu orten. Aber dann musste sie um 22 Uhr leider los, gerade als es spannend wurde...aber ich denke die FreeCam kombiniert mit euren Aufnahmen (die ihr mir hoffentlich noch zukommen lassen werdet :D) und ich kann daraus ein schönes Rückblickvideo zum Event erstellen.
    Ich bin ehrlich: Eigentlich hatte ich nicht vor, mir noch ein Projekt aufzuladen... es sind bereits so viele in der Warteliste.

    Aber als ich gesehen habe, wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Chat waren, da dachte ich mir "Das wird groß! Das muss doch irgendwie festgehalten werden."

    Super, dass ich so spontan dann aufnehmen durfte und dass die Admins das auch ermöglicht haben für den Abend. Am Ende durfte ich sogar das Fluchtboot spawnen. Eine interessante Erfahrung, aber ich überlasse das am besten wieder den Profis. Nicht, dass ich mal versehentlich einen Airdrop auslöse oder so... Und leider hat das Boot der armen Inge ja nicht so viel genützt...



    Jedenfalls vielen Dank für das Event und das Ausrichten. Ich habe es ja schon gesagt, aber durch das Herzblut-Event auf dem Vanilla weiß ich, wie viel Stunden der Vorbereitung, Planung, Gedanken, etc. in so etwas fließen und wie schwierig es dann ist, das an einem Abend auch entsprechend durchzuziehen.

    Ich denke mit dem ganzen Feedback wird das nächste Event von euch sicherlich nochmal eine Schippe drauflegen. Man darf gespannt sein!
    Wenn mal Interesse an einer Stream-Übertragung auf dem GDZ-Twitch-Kanal dazu besteht, einfach im Vorfeld rechtzeitig bescheid geben und ich schaue, ob ich das irgendwie einrichten und ansprechend begleiten kann.


    PS: Danke auch für die kreative Auswertung. Manche Bezeichnungen haben mich echt zum Schmunzeln gebracht ;)

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    Als Vanilla-Chronistin und Geschichtenschreiber habe ich heute einen besonderen Leckerbissen für geneigte Leser:

    Manchmal sind es nicht die Kämpfe mit Feinden, die einem den Tag versauen. Manchmal reicht es, wenn das Universum laut lacht und mit dem Finger auf dich zeigt.

    Das komplette RP, das sich heute auf dem Vanilla zugetragen hat, findet ihr hier nach und nach von den Beteiligten gepostet.


    Tja und falls ihr euch fragt, was aus dem Typen, den ich "Chuck" ( Le-Chuck) nenne wurde? Das ist eine andere Geschichte....


    Die Vorgeschichte:

    Man glaubt ja, in der eigenen Base sicher zu sein. Ein Ort zum Durchatmen, zum Waffen pflegen, zum Vorräte ordnen und wenigstens eine ruhige Nacht zu verbringen.


    Dumm nur, wenn man plötzlich rausfindet, dass mitten in der heimischen Basis jemand aus den eigenen Reihen heimlich von einem Erzfeind eingesperrt wird.

    Genau das hat Chuck getan – und sich einen ganz besonderen „Gast“ ausgesucht: HellhoundSamuel.

    Still und heimlich hat er ihn in einen Verschlag mit Gitter gesperrt – nicht aus Bosheit, nicht aus persönlicher Fehde. Nein, als Ressource.


    Ihr fragt euch, was HellhoundSamuel so besonders mach? Ganz einfach: Blutgruppe 0 negativ.

    Dummerweise hat er das etwas zu laut rumposaunt und die Strafe folgte auf dem Fuße.

    Selten, wertvoll – und in Chucks Augen zu nützlich, um einfach frei rumzulaufen. Wieso sich mit normalen Vorräten zufriedengeben, wenn man sich eine lebende Blutbank halten kann? Selbstverständlich aus Käfighaltung.


    Dass das geht, haben wir ja im Event "Operation Herzblut" bereits herausgefunden und ich am eigenen Leib erfahren...

    Aber es scheint, als habe ihm die Erfahrung nicht gereicht.


    Außerde zeigt er einmal mehr, dass selbst die Leute in Novodimitrovsk hinter ihren Mauern und Schlössern nicht vor ihm sicher sind.


    Tja und als Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371, mit bürgerlichem Namen Sueda Staneva, herausfindet, dass einer ihrer eigenen Leute in der eigenen verdammten Base eingesperrt wurde, ist es mit der Ruhe aus und vorbei.

    Ein Wille, ein Plan und eine gehörige Portion Genervtheit – das sind die Zutaten für eine ganz spezielle Art von Rettungsmission.


    Doch was als simpler Befreiungsschlag beginnt, wird schnell zu einem verdrehten Spiel aus Täuschung, Improvisation und purer Ironie. Denn als die Idee aufkommt, Samuel durch Göndalf ( PropaGandalf) auszutauschen (ein genialer Schachzug, um Chuck eine tödliche Falle zu stellen), stellt sich heraus, dass das Schicksal einen sehr, sehr schlechten Sinn für Humor hat.


    Was passier?

    💉 Eine Befreiungsaktion mit Axt und Geduld.

    💡 Ein perfekter Plan, der am Ende ein Schuss in den Ofen geworden ist.

    🔥 Eine Erkenntnis, dass Sueda bitte doch endlich nur einmal im Leben mit echten Profis zusammenarbeiten möchte...



    Viel Spaß beim Lesen. <3

    Epilog

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    Is this the moment? Is this the time?

    Are you gonna wake up, gonna realize

    Your world is burnin'? Thousand signs

    But you're choking on the smoke from the other side


    Der Stift in meiner Hand zittert. Vielleicht ist es die Kälte, vielleicht die Erinnerung. Ich weiß nicht, ob ich das hier schreiben sollte, ob es überhaupt etwas ändert oder jemanden interessiert. Aber die Worte müssen raus; irgendwie. Sie haben sich in mir festgesetzt wie lästige Splitter, der bei jeder Bewegung schmerzen. Aber jeder Splitter muss früher oder später raus.


    Seit ich nach Prigorodki zurückgekehrt bin, habe ich mir keine Sekunde Ruhe gegönnt.

    Die Arbeit an den Lagern, die Organisation von Vorräten, das Koordinieren von Lieferungen – all das ist wieder mein Leben geworden. Und wie sie alle angepackt haben!

    jayphiiyo , Black Lion Jammet, Pinky, @Hikaru… sogar NiggoB und seine Truppe. Es tut gut mich in der Arbeit zu verlieren, denn solange ich beschäftigt bin, denke ich nicht an Chernogorsk. Ich denke nicht an die Schreie, die Explosionen, all das Blut. Solange ich in Bewegung bleibe, kann ich den Bildern entkommen, die sich tief in meine Erinnerungen gebrannt haben. Darum gönne ich mir keine Pause.


    Doch heute hat der, den ich Chuck ( Le-Chuck ) nenne, diese mühsam errichtete Mauer in einem gezielten Moment wieder eingerissen.


    Er taucht auf, wie ein Dämon, der sich aus der Dunkelheit löst. Ich fühle ihn, bevor ich ihn sehe. Ich spüre, wie sich sein Blick seinen Weg durch mich hindurch bohrt, als würde er all die Narben auf meiner Seele lesen können und sich an jeder einzelnen ergötzen. Und so steht er plötzlich vor mir. Wie aus dem Nichts; ausgerechnet hier mitten in Prigorodki.

    „Was machst du hier?“, knurre ich ihn wütend an und würde am liebsten nach meiner DMR greifen, die ich den kalten toten Händen des Asiaten entrissen habe und die seitdem mein ständiger Begleiter hier in Prigorodki ist. Aber es geht einfach nicht.

    Ich kann es einfach nicht. Selbst, wenn mein Leben davon abhängt. Ich muss ein lächerliches Bild abgeben.


    Er hebt die Hände in einer Geste falscher Unschuld. „Na, na, na. Ich möchte nur reden. Kein Grund, nervös zu werden, Herz-Aus-Gold.“ Seine Augen wandern über das Lager, als ob er jede kleine Schwäche, jede Lücke im Schutz registriert. „Schön hast du’s hier. So… friedlich.“

    „Hör auf, um den heißen Brei zu reden,“ schneide ich ihm das Wort ab. „Sag, was du willst, oder geh!“

    Er lacht. Natürlich lacht er. „Gehen? Ich bin doch gerade erst gekommen. Weißt du, ich liebe einfach die Ruhe hier. Es ist hier so schön still, findest du nicht?“ Seine Augen – oder zumindest das, was ich hinter seiner Brille erkennen kann – mustern mich als sei ich eine Schachfigur.

    Ich antworte nicht. Seine Worte schmeicheln dem Lager nicht; sie sind wie kalter Stahl, der langsam in meine Haut dringt. „Du hast hier nicht das geringste verloren!“, zische ich schließlich. Meine Stimme ist schärfer, als ich es geplant hatte, aber sie kommt tief aus meinem Inneren und ist voller Überzeugungskraft.


    Er tritt näher, langsam. Da ist sie wieder. Diese unerträgliche Ruhe, die er immer den Tag gelegt hat, wenn es wichtig wurde. Als er auf mich zukommt, schießt mir nur ein Gedanke durch den Kopf: Ich bin allein; ihm ausgeliefert. Schon wieder. Meine Freunde sind nicht hier und werde mich dieses Mal nicht rausboxen. Ich mache instinktiv das Einzige, was mir sinnvoll erscheint. Mit so viel Selbstbewusstsein wie möglich schleudere ich ihm mit tiefer, fester Stimme entgegen: „Keinen Schritt weiter! Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das Lager unbewacht ist? Nach all dem, was ich durchgemacht habe… was du mir angetan hast? Wie blöd wäre ich da, wenn ich nicht meine Aufpasser in der Nähe hätte? Noch ein Schritt und dein Kopf bekommt ein weiteres Loch“, versuche ich den Schein zu wahren.

    Er bleibt stehen, den Anflug eines Lächelns auf den Lippen. Es ist jedoch kein freundliches Lächeln, eher das eines Raubtiers, das seine Beute umkreist und Spaß daran empfindet. „Netter Versuch, Herz. Wie damals, bei … wie hieß er noch gleich? Markooo, richtig? Aber bei mir wirkt dein kleiner Bluff nicht. Wir beide wissen, du bist allein.“


    Meine Kehle schnürt sich zu. Woher weiß er von der Sache mit Markooo? Das war doch lange vor der Entführung! Damals habe ich meine Haut auch durch einen solchen Bluff gerettet, denn der Jungspund wollte seine Grenzen bis zum Anschlag ausloten. Bei ihm hat mein Bluff funktioniert und bis zuletzt hat er sich im Camp immer ganz genau umgesehen, aus Angst vor „meinen“ Scharfschützen, meinen Schutzengeln, meinen Schatten, die auf mich Acht geben. Aber wie kann Chuck das wissen? Verdammt, hat er mich etwa die ganze Zeit beobachtet? Ein Klos bildet sich in meinem Hals und meine Hände werden eiskalt.

    Ich versuche trotzdem, mir nichts anmerken zu lassen. Eventuell blufft er ja gerade auch selbst. So recht mag es mir aber nicht gelingen. „Vielleicht. Vielleicht nicht,“ erwidere ich provokant. „Finde es heraus! Ich habe nichts zu verlieren.“


    Seine Präsenz drückt schwer auf meine Brust. „Das glaube ich dir sogar,“ sagt er leise, „Ja, du hast nichts zu verlieren, weil du immer alles gibst.“ Er beginnt zu lachen. „Ironisch, nicht? Du gibst immer alles. Für andere. Und was bekommst du zurück?“

    Ich antworte nicht. Ich kann nicht. Zu überrascht bin ich von seinen Worten und meine Antwort bleibt in meiner Kehle stecken. Er hat einen wunden Punkt getroffen und er weiß es genau. Was soll das? Mein Blick spricht Bände, auch wenn ich das nicht möchte.


    „Siehst du? Es beginnt. Oh ja!“, fährt er amüsiert fort, „Du bist das perfekte kleine Flämmchen, das für alle anderen brennt, ohne es zu merken. Und eines Tages, weißt du, was von dir übrig sein wird?“ Er macht eine dramatische Pause und gibt sich dann gleich selbst die Antwort: „Nichts. Nur Asche.“ Wieder ist es da. Das unheilvolle Lachen, als würde er sich über jede Faser meines Seins lustig machen.

    „Du rennst ständig in Richtung Abgrund, Herz. Springst für jeden blindlings ins Feuer, den du siehst. Aber was ist, wenn dich eines Tages niemand mehr auffängt?“ Regungslos stehe ich da, unfähig etwas zu entgegen und lasse seine Worte kraftlos über mich hereinbrechen.


    „Asche, Herz. Asche. Glaubst du wirklich, dass auch nur eines deiner geliebten Bambis, dann an dich denken wird? Sie sind wie Blätter im Wind. Heute hier, morgen fort und ab und an schießen sie dir sogar zum Dank für deine Mühen noch in den Rücken oder reißen die Früchte deiner Arbeit mit ihren bloßen Händen ein. Du kämpfst gegen eine Flut mit nichts als einem kleinen Eimer und merkst noch nicht einmal, wenn die Leute dich mit in die Wassermassen reißen.“


    „Halt den Mund, Chuck,“ stoße ich endlich hervor, als ich mich aus meiner Starre befreien kann. Meine Stimme bebt vor Wut und etwas, das ich nicht ganz greifen kann. Angst? Zweifel? „Du weißt gar nichts über mich.“ „Oh, ich weiß mehr, als du denkst.“ entgegnet er bedeutungsvoll und tritt einen Schritt zur Seite, den Blick niemals von mir abwendend. „Ich weiß, dass du nie aufgibst. Und genau deshalb bin ich hier.“

    Für einen Moment schweigen wir. Ich spüre, wie die Nacht dichter wird, schwerer. Er beobachtet mich, wie ein Schachspieler, der auf den nächsten Zug seines Gegners wartet.


    „Was willst du von mir?“ Meine Stimme wird lauter, die Wut in mir steigert sich. „Ich bin nicht mehr die, die du brechen kannst. Das hast du nicht geschafft, und du wirst es auch jetzt nicht schaffen.“

    Er lächelt und mein Herz pocht wie wild in meinen Ohren. „Brechen? Oh, Herz, du hast da was missverstanden. Ich muss dich nicht brechen. Du erledigst das schon ganz gut selbst.“

    Die Worte treffen mich erneut wie ein Schlag in die Magengrube. Die Erinnerungen kommen zurück, mit einer Wucht, die mich fast umwirft.


    Ich beiße die Zähne zusammen, mein Mund wird trocken. Die Erinnerung an die Entführung, an die Schreie, die Schläge, die Fesseln, das Hungern und die Kälte dringen mit aller Macht wieder in meinen Kopf vor. Alles ist wieder da – die Angst, die Hilflosigkeit, die Isolation. Ich kann es nicht abstellen. Er hier, um nachzulegen. Ich darf ihm kein Gehör schenken! Doch alles Ignorieren nützt nichts. Es ist, als wäre ich wieder dort, in der Dunkelheit, mit nichts außer meiner Angst, meiner Unsicherheit und meinem Schmerz. Nur dieses Mal findet der Kampf in mir selbst statt. Ich schließe kurz die Augen und versuche mich zu sammeln. Es ist ein Spiel. Er hält das alles nur für ein Spiel.


    „Wofür das Ganze?“ rufe ich, meine Stimme rau von der unterdrückten Wut. „Das hier ist KEIN Spiel für mich. Das ist MEIN Leben, verdammt!“

    Er lacht erneut, ein hohler, verächtlicher Laut, der in der Einsamkeit des Lagers gespenstisch widerhallt. „Genau das macht es doch so unterhaltsam, Herz. Dein Leben, meine Regeln.“

    „Warum?“ frage ich schließlich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. „Warum all das? Wozu? Warum ich? Wirklich nur wegen meiner Blutgruppe und weil ich so ein leichtes Ziel war?“

    Er sieht mich lange an, so lange, dass ich fast hoffe, er würde nicht antworten. Doch dann spricht er.


    „Es ging nie nur ums Blut. Das war ein schmückendes, praktisches Beiwerk, aber es ging die ganze Zeit um dich. Um euch. Um dich und deine Samariterfreunde. Ihr seid anders, Herz. Ihr stellt euch gegen die Regeln dieser Welt und das ist… ausgesprochen dumm.“

    Ich lache, kurz und bitter: „Dumm? Was du nicht sagst…“

    „Ja, dumm“ sagt er, seine Stimme ruhig, belehrend. „Ihr denkt, dass ihr etwas bewahren könnt, was längst zerfällt. Ihr und euer verdammtes Helfersyndrom…“


    Chuck lehnt sich zurück, die Arme vor der Brust verschränkt. „Doch ich bin kein schlechter Verlierer. Ich muss euch gratulieren.“ Er lächelt verschmitzt in seinen Bart hinein. „Dir und deiner kleinen Bambi-Armee“. Diese Worte spuckt er fast schon verächtlich aus. „Ihr habt euch erstaunlich tapfer geschlagen, das muss ich euch lassen. Aber hast du dich nicht gewundert, warum ich nicht dort war, in Chernogorsk?“

    Er lässt die Worte im Raum hängen, als wollte er mir die Zeit geben, eine Antwort zu finden, bevor er weiterspricht. „Es hätte ein Leichtes für mich sein können, dort zu sein. Ein Funkspruch, eine Koordination meiner Leute – und eure kleine Befreiungsaktion wäre im Keim erstickt worden. Aber ich wollte sehen, wie weit ihr gehen würdet. Wie viel seid ihr bereit, zu opfern, für andere oder für dich? Und was habe ich gesehen? Ein paar tapfere Züge auf einem Brett, das längst meinem Spiel geworden ist.“


    Er lehnt sich vor, seine Augen funkeln kalt. „Du glaubst, du hast gewonnen, nicht wahr? Du glaubst, du bist frei? Aber es ging mir nie darum, dich dort zu behalten. Es ging darum, euch testen. Eure Entschlossenheit, eure Grenzen. Und ich wollte wissen, wie weit ich dich treiben kann, bevor du zerbrichst. Ich muss sagen, du hast mich - überrascht.“

    Es folgt eine dramatische Pause. Chuck lässt seine Worte wirken, während er mich unverwandt anstarrt. Schließlich lehnt er sich zurück, die Andeutung eines triumphierenden Lächelns auf seinen Lippen. „Ihr habt die Schlacht gewonnen, Glückwunsch“, beginnt er wieder, „Aber der Krieg? Der hat gerade erst begonnen.“


    Sein durchdringender Blick, der direkt in meine Seele zu schauen scheint mustert mich. „Es gibt keinen Platz für Menschen wie dich in dieser Welt. Alles ist nur eine Frage der Zeit. Wir sehen uns.“


    Dann dreht er sich um und geht, langsam, als hätte er alle Zeit der Welt und alles unter Kontrolle. Ich bleibe zurück, starre ihm nach, bis seine Silhouette im aufziehenden Nebel Prigorodkis verschwindet.

    Etwas in mir will ihm folgen. Ihn aufhalten, ihn zur Rede stellen, oder ihm vielleicht einfach endlich mal so richtig eine reinhauen. Aber meine Beine fühlen sich an wie Blei und ich kann mich noch immer nicht rühren. Stattdessen bleibe ich stehen, und meine Gedanken beginnen zu kreisen. Seine Worte hallen in mir nach, bohren sich in die Stellen, die ich am härtesten zu verschließen versuche.


    Vielleicht hat er recht. Vielleicht werde ich eines Tages nur noch Asche sein. Vielleicht kämpfe ich wirklich gegen eine Flut, die ich niemals aufhalten kann. Vielleicht ist mein Kampf umsonst. Der Zweifel hat sich in mir eingenistet, ein kaltes, giftiges Flüstern, das ich nicht zum Schweigen bringen kann.


    Aber wenn die ganze Sache mit der Entführung eines gezeigt hat, dann dass meine Freunde und viele der Bambis eben doch da waren, als ich sie am dringendsten gebraucht habe. Das darf ich nie vergessen! Sie alle sind gekommen, um mich zu befreien und haben ihr Leben für mich aufs Spiel gesetzt. Es ist eben doch nicht so, wie Chuck es sagt. Trotzdem liegt eine erschreckende Wahrheit in seinen Worten. Manchmal schießen sie dir als Dank in den Rücken…


    Ich lege den Stift weg und sehe noch einmal aus dem Fenster. Irgendwo da draußen ist er. Und irgendwo da draußen hat die nächste Runde bereits begonnen.

    Ich bin müde, so unendlich müde…



    -Herz-Aus-Gold



    Ende von "Tagebuch eines Samariters in Chernarus - Missing in Action"

    Unbekanntes Datum – Das Leben danach

    Bild2.png

    “Love and laughter turn to tears
    What will come tomorrow?
    Is it joy or sorrow?
    Memories fadin′ through the years
    Now I've got some smile lines
    We′ve had some good times”


    Unbekanntes Datum – Das Leben danach

    Die Tage nach meiner Rettung verschwimmen wie in einem dichten Nebel aus Emotionen. Dramatisch, ja – aber es ist die Wahrheit. Ich bewege mich, atme, arbeite, funktioniere. Und doch fühle ich mich innerlich zerrissen. Ein tiefes Loch klafft in meiner Seele, und während der Schmerz dumpf bleibt, kann ich ihn nicht wirklich greifen. Es ist, als hätte ich mich von einem Teil von mir selbst entfernt.


    Jede Nacht kehren die Albträume zurück, und die Bilder brennen sich wieder in mein Bewusstsein: Niggo und Selina, wie sie getroffen werden, ihre leblosen Körper vor mir zu Boden sacken. Der Schock des Überfalls, die verzweifelte Stille danach. Ich denke an Black Lion und Pinky, wie sie alles riskierten, damit ich das Camp sicher erreichen konnte. Ich weiß, ihre Opfer waren nicht umsonst, und doch lastet die Schuld schwer auf mir. Selbst jetzt, wo sie alle auf die eine oder andere Weise zurückgekehrt sind, bleibt eine tiefe Wunde. Es ist, als hätte ich ein Stück von mir selbst zurückgelassen, irgendwo zwischen dem Camp und den Schatten, die wir hinter uns gelassen haben.


    Niggo und Selina sind weitergezogen. Zusammen mit Bloody und Emily haben sie im Norden ein neues Zuhause gefunden, einen sicheren Ort, an dem sie neu anfangen können. Ich bin froh für sie – wirklich – doch der Abschied fühlt sich an wie ein weiterer Verlust. So lange haben wir Seite an Seite gekämpft, und jetzt sind sie fort. Smokey hat sich ebenfalls verabschiedet, um in „ihr“ Chernarus zurückzukehren. Ich habe versucht, stark zu bleiben, als ich sie zum Abschied umarmte, doch meine Hände zitterten, und ich musste mich zwingen, die Tränen zurückzuhalten. Doch ich habe ihr versprochen, sie immer wieder zu besuchen. Und ich werde dieses Versprechen halten.


    Herzblut. Der Name der Befreiungsoperation verfolgt mich. Es ist eine Doppeldeutigkeit, die mich nicht loslässt. Mein eigenes Blut, das die Entführer so sehr wollten, und das Herzblut meiner Freunde, das sie geopfert haben, um mich zurückzuholen. Diese Menschen haben alles für mich riskiert – nicht nur, um mich zu retten, sondern auch, um Prigorodki am Leben zu halten, während ich weg war. Jetzt bin ich dran. Es ist an der Zeit, mein eigenes Herzblut in diesen Ort zu investieren – für sie. Für uns. Für mich.


    Doch die Stille, die mit der Dunkelheit kommt, ist ein Feind, gegen den ich immer noch kämpfe. Ich halte mich in Bewegung, arbeite unaufhörlich. Vorräte organisieren, Zäune reparieren, Unterstände errichten – all das gibt mir Struktur und lenkt mich ab. Jeder kleine Fortschritt fühlt sich an wie ein Triumph über das Chaos in meinem Inneren. Jammet ist da, immer bereit, mit einem lockeren Spruch die Schwere der Tage aufzuhellen. Seine Art erinnert mich daran, dass es noch Licht gibt – auch in den dunkelsten Zeiten.


    Auch an Hikaru denke ich oft. Ich denke ich an die Nacht unserer Flucht. Ihre Entschlossenheit, ihr Fokus – ohne sie hätte ich es nicht geschafft. Sie war unerschütterlich, stark, und ich wusste, dass ich ihr voll vertrauen konnte. Als wir gemeinsam die gefährliche Strecke bewältigten, war sie wie ein Leuchtturm in der Dunkelheit. Ich bin so stolz auf sie. Sie hat sich so sehr entwickelt, so viel Stärke gewonnen, und dabei immer ihr warmes Herz behalten.


    Sie verbrachte noch einige Tage hier, bevor sie in den Norden aufbrach, um Jay zu helfen. Sie war eine entscheidende Stütze in diesen ersten Momenten, half dabei, das Camp wieder aufzubauen. Am Abend vor ihrer Abreise saßen wir gemeinsam am Feuer. Die Flammen tanzten vor uns, warfen lange Schatten auf die frisch errichteten Unterstände. Sie sah mich mit diesem wärmenden Blick an, der so typisch für sie ist. „Herz, ich bin froh, dass du wieder hier bist. Dieser Ort hat dich gebraucht – und er hat dich zurückbekommen. Ich werde eine Zeit lang oben im Norden bei Jay bleiben, aber ich komme zurück. Prigorodki wird immer ein Teil von mir bleiben. Das weißt du doch.“ Ihre Worte begleiten mich, während ich durch das Lager gehe, das wir gemeinsam aufgebaut haben. Gemeinsam mit Jay bringt sie oft Lieferungen von dringend benötigten Hilfsgütern an unseren Camps vorbei und ich bin ihnen sehr dankbar.


    Dann ist da noch Black Lion, mein schwarzer Löwe. Er sieht mehr, als ich zeigen will, spricht selten über die Kämpfe oder Verluste, aber ich weiß, dass er mich versteht. Eines Nachts, als alle anderen schon schliefen, setzte er sich wortlos zu mir ans Feuer. Nach einer langen Stille sagte er leise: „Du bist wieder hier. Das ist alles, was zählt.“ Diese Worte bewegten mich tief. Ich konnte nichts erwidern, aber allein seine Anwesenheit gab mir Trost.


    Doch die Angst bleibt. Jeder Schatten, jedes Geräusch bringt mein Herz zum Rasen. Chuck ist noch irgendwo da draußen. Seine Leiche wurde nie gefunden, und die Unsicherheit frisst an mir wie ein schleichendes Gift. Was, wenn er zurückkommt? Was, wenn er alles wieder zerstört?


    Ich weiß, dass ich weitermachen muss. Für die Gemeinschaft. Für die Bambis, die noch auf Rettung warten. Für meine Freunde, die so viel geopfert haben. Ich stehe auf dem Aussichtsturm unseres Camps, blicke hinaus auf die weiten Felder und atme tief durch. Die Worte meiner Retter hallen in mir wider: „Wir haben für dich geblutet.“ Und jetzt? Jetzt ist es an mir, für sie zu kämpfen.


    Der Name „Herzblut“ hat für mich eine neue Bedeutung. Er ist nicht nur ein Symbol für die Opfer, die gebracht wurden, sondern auch ein Mahnmal, das mich erinnert, warum ich weitermache. Hier in meinem geliebten Prigorodki, wo mein Herz schlägt, werde ich bleiben. Ich werde kämpfen, ich werde leben – mit jedem Tropfen Herzblut, der in mir ist.


    Ich bin Herz-Aus-Gold. Und ich bin wieder hier.

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    *Rauschen*
    Eins zwei drei... Test...Ist das Ding an? Ich mag diese Handgurken ja nicht so besonders... aber okay. Muss wohl sein.


    Ich hatte ja versprochen, noch einen ausführlichen Bericht abzuliefern.

    Aufgrund diverser anderer Aufgaben hat dies etwas mehr Zeit benötigt, als gedacht. Ich bitte dafür um Verständnis. Personal für die Versorgung von Prigorodki hier und allen Bambicamps im anderen Chernarus spawnt leider nicht an der Küste. Daher vielen Dank an alle Freunde und Verbündeten, die sich immer wieder rührend um das Camp in Prigorodki oder die Auffanglager gekümmert haben, sodass ich in ein paar ruhigen Minuten etwas zusammenstellen konnte. Ihr seid großartig!


    Den Berichten der UNOC kann ich tatsächlich nicht viel hinzufügen. Vielen Dank für die gute Arbeit und den ausführlichen Bericht, Herr OTL Wuestenfuchs!
    Einzig die geborgenen Sachen möchte ich an dieser Stelle ergänzen.


    Zu den gesicherten Sachen gehören:

    DogTags:

    • [ChDKZ] Jelena Sobotka
    • Ralitsa
    • Nadja
    • [ChDKZ] Irina Wizinevka


    Auch ohne die entsprechende Clankennzeichnung ist es unwahrscheinlich, dass es sich bei Ralitsa und Nadja um Zivilisten handelte. Wir gehen also derzeit davon aus, dass alle dieser militanten Organisation angehört haben. Es mag weitere Chedaki gegeben haben, aber falls ja, konnten wir deren Ausrüstung nicht bergen, da es (Zitat Criosdan) eine "Gefahr für Leib und Leben" bestand und die Sicherung von Hickie oberste Prioriät hatte.


    Weiterhin wurden geborgen:

    • 5 Packungen des blauen Wunders, im Volksmund genannt "Crystal Meth"
    • 1x Chedaki Fahne
    • 4x Chedaki Armbinden

    Die gesicherten Sachen der Chedaki wurden heute meiner Vertrauensperson übergeben. Nein... Prigorodki wird also (entgegen diverser Gerüchte) nicht zum Drogenumschlagplatz werden.

    Ich habe versprochen alles sicher zu verwahren und genau das habe ich getan. Die UNOC wird die geborgenen Dinge zur ausführlichen Auswertung in Empfang nehmen und sicher verwahren.

    Die Ereignisse werden uns noch lange verfolgen, aber ich hoffe die UNOC gewinnt durch die Beweismittel neue wertvolle Hinweise.


    Ich danke allen Beteiligten ( Hikaru, jayphiiyo, KrawallKueken, Sidnney, Plueschkugel, Der Blaue Bob und Criosdan für die gute Zusammenarbeit, auch über die Grenzen von Chernarus hinaus und bin froh, dass Hickie heil angekommen ist.


    In diesem Sinne:
    Bleibt am Leben. Bleibt sicher und passt auf euch auf!


    Herz Ende.


    //
    Was soll ich sagen? Nach nun etwas mehr als einem Monat bin ich endlich mit dem lange versprochenen Video fertig. Eigentlich wollte ich es aufgrund der kleinen "UNOC WERBUNG" bereits zum UNOC Jubiläum veröffentlichen, aber leider kam da noch einiges dazwischen. Kurz: Es ist ein regelrechtes Brett gewesen, das ich da gebohrt habe.

    Anfangs hatte ich auch nicht so viel Videomaterial zur Verfügung und meine Perspektive in der sicheren Tanne war doch etwas beschränkt. Aber Dank Plueschkugel und jayphiiyo konnte ich das Video nun doch etwas ansprechender gestalten und um ihre Perspektive erweitern.


    Meine anfängliche Idee, einen kurzen Trailer-Rückblick zu machen, habe ich schnell verworfen. Die Gespräche im Chat und die Interaktion mit Hickie waren einfach so filmreif, dass ich auf vieles einfach nicht verzichten wollte oder konnte. Bis auf das Herzblut Event auf Vanilla habe ich so etwas noch nicht erlebt und es ist einfach wahnsinn, wie viel Liebe zum Detail da reingeflossen ist. Von den Rätseln, über die russische Volksmusik im Hintergrund der Funkübertragungen bis hin zur Person von Hickie selbst, die so gut gespielt war, dass sie so ziemlich jeden von uns an irgend einem Punk fast um den Verstand gebracht hätte. Ich sag es immer wieder: Was kein Vanilla-Bösewicht bisher geschafft hat, hat diese VIP an nur einem Abend hinbekommen. Ich hatte absolute Aversionen gegen sein "Gelaber" XD

    The Oscar goes to: Wuestenfuchs. Chapeau!

    So ist nun also ein sehr aufwändig produziertes Video entstanden, dass den "Charme eines gutgeschnittenen Hochzeitsvideos hat" (Das Zitat finde ich einfach so passend, lieber Bob!)

    Ich weiß, es ist vermutlich nur etwas für die Insider und die, die dabei gewesen sind. Aber vielleicht bringt ja die ein oder andere Szene auch andere zum Schmunzeln.

    Die Qualität habe ich auch nochmals etwas überarbeitet, sodass es kein Pixelbrei mehr sein sollte, wenn alles bei Youtube klappt.


    Es ist auf jeden Fall gigantisch, was da an dem Abend alles passiert ist. Nochmals ganz lieben Dank an die Organisatoren und die Leute hinter dem Event (Chedaki sowie Guardian Angels oder Cerberus-Teilnehmer) Man möge mir manch langatmigen Szenen verzeihen und auch die Tonqualität hier und da war sehr schwierig anzuheben. Ich habe es zumindest hinbekommen, dass man Hickie nun endlich halbwegs versteht. Das war nämlich in der Runde nur schwer möglich, aber mit etwas Verstärkung kommt ihr nun endlich in den "Genuss" seiner ganzen verbalen... Ergüsse.


    Viel Spaß beim Schauen und für die Leute, die das nicht durchstehen, habe ich auch extra Kapitelmarken eingefügt ;)

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    In diesem Sinne: Auf das nächste Event!


    ~Herz

    Willkommen in der Liste, Chicks in Action! jayphiiyo

    Ihr wollt zeigen, dass ihr es wirklich drauf habt?


    Dann stellt euch der Fraktionsaufgabe für dieses Thema:

    • Erstellt ein Fraktionsthema zu eurer Fraktion in diesem Unterforum: Community Storys Vanilla
      Dort könnt ihr dann immer Neuigkeiten zu euch posten, mit eurem neuen Logo ...wie sagt man noch? "Flexen".
      Andere können auf eure Aktionen im Forum hier reagieren.
    • Schießt ein Gruppenbild mit 4 Personen (Fraktionsmitglieder, Fotograf muss nicht von der Fraktion sein und zählt nicht mit). Auf dem Bild muss eine Getränkedose zu erkennen sein.



    PS: Das erste Thema wurde aktualisiert und um eine aktuelle Karte erweitert.

    Hier habe ich noch einen. Manchmal eskalieren Bambi-Kontakte bei uns aus unerfindlichen Gründen auch mal...


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    jayphiiyo wurde von PropaGandalf glatt überfahren =O [facepalm]

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zum fünfjährigen Bestehen dieser außergewöhnlichen Fraktion.

    Vielen Dank für euren unermüdlichen Einsatz zum Wohle aller Bewohner in Chernarus. Ich bedauere es zwar noch immer, dass ihr kein Mandat für Vanilla habt, aber ich respektiere das und wünsche euch noch weiterhin viele erfolgreiche Jahre bei GDZ.

    Hier kommt ein weiterer Beitrag für den Januar.


    Weil Gunter einfach cool sind 8)
    PS: Das war im Stream des LKW Elefantenrennens auf dem Vanilla und + CRK + Franky Franky war schuld XD

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    Aus einem tiefen Herzen aus Gold an alle Überlebenden da draußen in der Dunkelheit


    Liebe Überlebende

    ... was muss ich das lesen?


    Egal, ob in meiner kleinen Welt oder hier, im Norden ist definitiv immer eine Menge los. Manche Dinge ändern sich wohl nie.

    Die Zeiten der Ruhe und Besinnlichkeit scheinen vorbei.


    Mit Sorge habe ich von den Vorfällen und den wachsenden Spannungen im Norden gehört, insbesondere in den Regionen um Vybor, Severograd und Kamensk. Diese Nachrichten erfüllen mich mit Schrecken aber auch mit Dankbarkeit für die Warnungen, die ihr hier ausgesprochen habt. Es ist gut, zu wissen, wo potenzielle Gefahren lauern – besonders, da ich ohnehin vorgehabt habe, meine Reise vom Süden nach Tishina anzutreten, um dort die Vorräte bei Bedarf etwas aufzufüllen oder einfach ein paar anderen Überlebenden auf der Suche nach Ruhe zu begegenen.


    Allerdings bricht es fast mein Herz, von all dem vergossenen Blut zu hören. Leute... ich bitte euch! Jeder Verlust, ob Freund oder Fremder, ist ein Schlag gegen das, was uns Menschlichkeit und Mitgefühl lehren.
    Und ja, ich fühle euren Schmerz und die Verluste als wären es meine eigenen. Natürlich wäre es einfach, sich nun blind dem Hass zu ergeben und Auge um Auge und Zahn um Zahn zu kämpfen.

    Doch wer immer Auge um Auge kämpft, ist früher oder später blind. Darum lasst uns gemeinsam sehen. Mit einem Blick ungetrübt von Hass und Vorurteilen.


    Denn noch gibt es Hoffnung. Wenn ich euch richtig verstehe, seid ihr zu einem Gespräch bereit und sucht für euch letzten Endes auch nur Frieden und Sicherheit. Daran lässt sich anknüpfen.

    Danke Feldprediger für deine Worte. Deine Vision, die Waffen niederzulegen und stattdessen das Gespräch zu suchen, ist mutig. Und Mut ist das, was wir in diesen dunklen Zeiten am meisten brauchen.

    Murphy , ich bewundere dich für deinen unermüdlichen Einsatz für den Frieden, auch wenn die Situation ausweglos und festgefahren erscheint. Dieser Versuch verdient mehr als bloßen Respekt - er verdient Unterstützung. Ich werde diesen Prozess aufmerksam beobachten und stehe bereit, sollte meine Hilfe gebraucht werden. Ob als weitere Vermittlerin, Helferin oder einfach nur als Zuhörerin oder moralische Unterstützung: Du kannst auf mich zählen.


    An alle: Denkt daran, dass die Welt da draußen uns schon genug genommen hat; uns täglich immer wieder neu Dinge nimmt.

    Lasst uns nicht selbst das Wenige zerstören, das wir noch haben!

    Ich glaube daran, dass ein Schritt in Richtung Frieden möglich ist – wenn auch ein schwieriger.
    Es ist Zeit, ein Zeichen zu setzen: Wir sind mehr als bloße Überlebende. Wir sind Menschen. Menschen in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.



    gez.

    Herz-Aus-Gold

    Es ist zwar nun schon einige Zeit her, aber ich habe es nun endlich geschafft, den Mitschnitt des Streams online zu stellen.
    Vielen Dank an Pinky und Cone , die mir Videomaterial zur Verfügung gestellt haben für die Stellen, wo es aus technischen Gründen keine Übertragung gab (wurde aus dem Spiel geworfen...).

    Viel Spaß beim Schauen und vielleicht gibts ja bald wieder so ein Elefantenrennen 2025 ;)

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    Moin Moin!

    Vielen Dank für dein ausführliches Feedback und das Lob für den Server. Es freut uns sehr, dass dir Sakhal und die Community hier gefallen! 😊


    Zu deinen Punkten:

    1. Codelocks und Mods:
      Da Sakhal ein Vanilla-Server ist, gibt es bewusst keine clientseitigen Mods (außer den Community Online Tools). Wir wollen das klassische DayZ-Erlebnis so unverändert wie möglich halten. Eine gemoddete Version von Sakhal wäre theoretisch denkbar, wurde auch schon oft geäußert, aber es bleibt abzuwarten. Dein Wunsch nach Codelocks wurde aber gehört und ist ein guter Input für mögliche künftige Projekte
    2. Spielerzahlen:
      Du hast recht, die Aktivität auf Sakhal hat etwas nachgelassen. Das ist leider ein typisches Phänomen bei neuen DayZ-DLCs: Anfangs gibt es viel Interesse, aber hat der anfängliche Hype erstmal nachgelassen, ziehen viele Spieler weiter. Wir freuen uns daher über jeden, der bleibt und aktiv mitmacht. 😊 Vielleicht hilft es, auch Freunde oder Bekannte einzuladen – gemeinsam zocken macht ja oft am meisten Spaß!
    3. Kommunikation und KoS (Kill on Sight):
      Dein Vorschlag, mehr auf Kommunikation zu setzen und weniger direkt zu schießen, ist verständlich und zeigt eine tolle Einstellung. Genau diese Mischung aus Unsicherheit und Überraschung macht Sakhal (und generell GDZ) aber aus. Man weiß nie, was einen erwartet: ein nettes Gespräch am Lagerfeuer oder ein Kopfschuss aus dem Hinterhalt...
      Zonen für PvP oder No-Kill-Gebiete einzuführen, widerspricht allerdings dem offenen Konzept von GDZ Hier soll jeder spielen können, wie er möchte – ob freundlich, vorsichtig oder aggressiv. Trotzdem: Deine Idee, Spieler erst einmal anzusprechen, bevor man den Abzug drückt, ist super! Es wäre toll, wenn sich mehr Spieler ein Beispiel daran nehmen würden.
    4. Eingebrochene Base:
      Danke für den Hinweis zu der beschädigten Base. Vielleicht könnt ihr den Spieler TJ ja über Discord oder eben hier erreichen, um ihn darauf aufmerksam zu machen. Wenn ihr generell Fragen oder Probleme habt, könnt ihr euch natürlich auch immer ans GDZ-Team wenden!


    In diesem Sinne: Vielen Dank nochmal für dein Feedback und die Zeit, das alles aufzuschreiben.
    Weiterhin noch viel Spaß bei GDZ und bleib am Leben!



    ~Herz

    Hier noch ein kleiner Rückblick auf unser spontanes Event (Silvesterfeier) auf dem Vanilla gestern. Danke nochmals an das Team für das überraschende Feuerwerk. Wir haben es sehr genossen :)

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    Ganz liebe Grüße vom Vanilla und vielen Dank für das Überraschungsfeuerwerk, das unsere spontane Feier perfekt ergänzt hat.

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    Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr mit bzw. bei GDZ!

    Viele schöne Events, tollen Loot und spannende Abenteuer.


    Alles Liebe!

    Herz

    Unbekanntes Datum – Das große Finale (8): Die Rückkehr

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    "Your love has called my name
    What do I have to fear?"




    Meine Erleichterung kennt keine Grenzen, aber das Camp ist mit vielen Leichen übersäht. Ein Anblick des Grauens. „Wir haben für dich geblutet“… diese Worte rotieren immer wieder in meinem Kopf.


    Dann treffen nach und nach alle Freunde im Camp ein. Auch die, die sich an der Küste wieder gefunden haben. Von den Entführern keine Spur mehr und es wird ein großes Feuerwerk gezündet.


    Jammet kommt mir strahlend entgegen und überreich mir einen Kürbis zur Stärkung. Wie lieb von ihm! Dankbar nehme ich das Geschenk an und als sich alle Versammelt haben, halte ich meine Rede.



    „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit einem einfachen Danke.


    Danke, dass ihr nicht aufgegeben habt. Danke, dass ihr an mich geglaubt habt, auch dann, als ich es selbst nicht mehr konnte. Ohne euch wäre ich heute nicht hier. Nun stehe ich wieder hier in meinem geliebten Prigorodki und bin frei. Dank euch!



    Die letzten Tage und Wochen waren die Hölle. Ich hab gedacht, das war’s und dass ich diese ganze verdammte Geschichte nicht überlebe. Aber ich hab immer gehofft, dass da draußen jemand ist. Jemand wie ihr, der sagt: ‚Nein, wir lassen sie nicht allein.‘ Und ihr habt’s getan. Ihr habt mich rausgeholt, und dafür werde ich euch für immer dankbar sein.


    Ihr habt Unvorstellbares geleistet, Risiken auf euch genommen und Schmerzen ertragen, um mich zurückzubringen. Es war eine verdammt knappe Sache, und ich weiß, dass ihr viel erdulden musstet – genau wie ich. Doch gemeinsam haben wir das geschafft, was unmöglich schien. Das Herz von Chernarus ist wieder hier, und das nur Dank eures unerschütterlichen Mutes und eurer Entschlossenheit.


    Ihr habt nicht nur für mich gekämpft, ihr habt bewiesen, dass wir zusammenhalten können, egal woher wir kommen. Dass wir uns gegenseitig retten können, egal wie aussichtslos es scheint.


    Egal von wo ihr kommt, heute haben unsere Herzen gemeinsam für eine Sache gebrannt und im Einklang geschlagen.


    Diese Entführer – sie wollten mich brechen, sie wollten, dass ich die Hoffnung verliere. Aber ihr habt mir gezeigt, dass es immer Hoffnung gibt.


    Und ich weiß, dass ihr dabei Risiken eingegangen seid. Wahrscheinlich habt ihr alles gegeben, was ihr hattet – nicht nur Munition und Vorräte, sondern auch eure Nerven, eure Zeit, eure Energie. Und jetzt? Jetzt steh ich hier – kaputt, hungrig, aber verdammt noch mal frei! Und das hab ich alles euch zu verdanken.


    Ich will ehrlich sein: Ich hab echt keine Ahnung, wie ich das jemals wiedergutmachen soll. Aber was ich euch versprechen kann, ist: Ich werde nie vergessen, was ihr getan habt. Und ich werde alles tun, um das weiterzugeben. Denn da draußen gibt es noch mehr Menschen wie mich. Menschen, die Hilfe brauchen. Menschen, die daran erinnert werden müssen, dass wir nicht alleine sind.


    Also ja – wir haben heute gewonnen. Aber unser Kampf ist noch nicht vorbei. Der Anführer, den ich ‚Chuck‘ nenne, ist vermutlich noch auf freiem Fuß, denn seine Leiche wurde nicht gefunden.

    Wir müssen wachsam bleiben. Aber für den Moment ist Prigorodki wieder sicher. Mein Zuhause wird wieder einmal ein Ort der Hoffnung und des Zusammenhalts.

    Ich bin bereit, weiterzumachen. Mit euch. Für uns alle.


    Jetzt ist es an der Zeit, unsere Wunden zu lecken, neue Stärke zu schöpfen und das, was wir gewonnen haben, zu schützen.

    Ich bin stolz, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein – und noch stolzer, dass ich euch Freunde nennen darf.



    Von Herzen: Danke.


    Ihr seid meine Helden!“

    Unbekanntes Datum – Das große Finale (8): Die Rückkehr


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    “High above it all (Above it all)

    Victorious, victorious

    Far too long I've grown (Far too long)

    In hopelessness,
    I′m over it”

    Hikaru gibt das Signal von Black Lion weiter. Wir nehmen Kurs auf das Schiffswrack vor Prigorodki. Keine schlechte Wahl, denke ich. Vielleicht hat jemand eine rote Samariteruniform dabei? Ein Verwirrspiel könnte uns Zeit verschaffen. Aber leider Fehlanzeige. Also gut, wir machen es anders. Obwohl mir der Gedanke, an der Küste anzulegen, nicht gefällt (ein großer Bogen wäre meiner Meinung nach sicherer), vertraue ich meinem schwarzen Löwen. Er weiß, was er tut. Er muss es wissen!


    NiggoB landet das Boot mit beeindruckender Präzision hinter dem Schiffswrack. In der Ferne höre ich Schüsse. Sie sind noch weit weg, aber dennoch… verdammt! Ich beiße die Zähne zusammen. Prigorodki ist unser Treffpunkt. Es gibt kein Zurück und wir müssen da mitten durch. Geduckt bewegen wir uns die Küste entlang. Der Strand gibt uns Deckung, aber ich fühle mich trotzdem wie auf einem Präsentierteller in meiner roten Uniform. Die Felsen bieten nur wenig Schutz. Mein Herz schlägt schneller. Es ist wie damals, als das Camp von Scharfschützen belagert wurde. Ich wiederhole den alten Leitsatz in meinem Kopf: „Sie müssen dich erst einmal sehen.“ Wie oft haben wir solche Situationen in unseren Trainings durchgespielt? Ich hätte nie gedacht, dass es auf diese Weise ernst werden würde. Aber ich bin vorbereitet.


    Ich weise mein Begleitung an, sich genauso tief zu halten wie ich. Wir dürfen keinen Fehler machen.


    Hikaru meldet, dass Pinky auf dem Weg zu uns ist. Erleichterung durchströmt mich. Mit ihm wird alles einfacher. Pinky ist gut, verdammt gut. In allem, was er tut. Kurz darauf kommt der Befehl aus der Einsatzleitung: Vorstoßen bis zum Zaun. Stück für Stück nähern wir uns der Mauer. Smokey Eyes hat den Rohbau im Blick. Perfekt. Dieser Ort ist ein Sicherheitsrisiko erster Klasse und es beruhigt mich, dass sie ihren scharfen Blick darüber wachen lässt.


    Wir warten hinter einem Felsen. Ich nutze den Moment, um Niggo kurz zu erklären, wie ich überhaupt wieder an der Küste gelandet bin. Die Explosion… Sie hat mich erwischt. Tödlich. Ein bitterer Geschmack steigt mir im Hals hoch. Trotzdem rede ich ruhig weiter, als würde ich eine alte Geschichte erzählen. „Es war die Granate, glaube ich. Ich bin gefallen und dann wieder aufgewacht, an der Küste. Solnichniy. Tja und hier bin ich. Lebendig. Zumindest irgendwie.“


    Die letzten Meter legen wir kriechend zurück. Der feuchte Sand dringt in meine Kleidung, aber ich spüre ihn kaum. Mein Körper ist in besserer Verfassung als noch vor Stunden, doch das Adrenalin trägt mich mehr als meine Muskeln. Die Aussicht, Prigorodki zu erreichen, treibt mich an. Wir schaffen das.


    Schüsse knallen irgendwo im Rohbau. Mein Magen zieht sich zusammen. Smokey! Ich habe keine Ahnung, was vor sich geht. Niggo prescht vor, ich folge dicht hinter ihm. „Ist es sicher?“, keuche ich. „Nein“, entgegnet er knapp. Natürlich nicht. Wir werfen uns wieder in Deckung, bevor uns jemand bemerkt. Endlich erreichen wir die Steinmauer. Ich kauere mich ins Gras, atme flach, mein Blick wandert nervös umher. Da sehe ich ihn – eine Gestalt im Ghillie-Anzug. Mein Herz setzt aus. Freund oder Feind? Aber Niggo bleibt ruhig, und ich erkenne, wer es ist: Pinky. Er bezieht sofort seinen Posten und sichert den Bereich.


    Hikaru kriecht voran, ich folge. Der Boden ist feucht und kalt, aber er bietet Schutz. Schüsse donnern erneut. „Deckung, Deckung, Deckung!“, schreit Niggo von hinten, und ich ziehe mich hastig zurück. Verdammt! Wir waren so nah. Jetzt nur keine Panik; wir dürfen nicht die Nerven verlieren. Ich verberge mich hinter einem roten Busch, mein Atem stockt. Hikaru hat die Mauer erreicht, während Niggo und Selina im Gras vor mir kauern. Ich lasse mich noch etwas zurückfallen und versuche, die kleine Kuhle hinter mir als Deckung zu nutzen. Doch dann sehe ich es: Niggo und janinesta (Selina) richten sich auf, gehen in die Hocke, zielen und feuern. Schüsse folgen.


    Ein Moment der Stille. Dann fallen beide, ihre Körper sacken leblos zusammen. Selinas Gesicht – weit aufgerissene Augen, eingefroren in purem Schrecken – brennt sich in mein Gedächtnis und liegt nun fast direkt neben mir. Mein Atem stockt. Nur mit Mühe kann ich einen Aufschrei unterdrücken. „Bleib ruhig, Herz! Beweg dich nicht!“, versuche ich mich zu beruhigen. Ich denke an s-tlk, unseren Grauen: „Wenn du dich nicht bewegst, sehen sie dich nicht.“ Ich hoffe so sehr, dass er recht hat.


    Erneut fallen Schüsse, aber nicht auf mich. vielleicht erwidern meine Freunde das Feuer. Was ist mit Hikaru? Ich möchte aufstehen, nach ihr sehen. Aber stattdessen kauere ich mich verzweifelt in den roten Busch. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Bitte lass den Schützen mich nicht entdecken! Minuten des Wartens vergehen, die sich für mich wie eine Ewigkeit anfühlen.


    Dann eine Stimme. „Herz! Wo bist du?“ Es ist Hikaru. Ich bin unsagbar froh und flüstere „Ich bin hier, ich bin hier!“. Nur Mühsam kann ich die Tränen zurückhalten und schleiche mich vor zum nächsten Busch, sodass sie mich sieht. „Der Schütze ist tot! Pinky hat ihn erwischt…“, sagt sie knapp. Ich atme erleichtert auf: „Das ist gut, das ist sehr gut!“ Aber der Schock und der Verlust von Niggo und Selina sitzen noch zu tief. Ich habe nur ein Ziel. Ich muss Prigorodki erreichen, damit sie sich nicht umsonst für mich geopfert haben.

    Hikaru erklärt mir ihren Plan: Wir werden entlang der Mauer laufen und dann ins Lager vordringen. Wir müssen es riskieren. Hikarus Anweisungen sind präzise und sie wirkt enorm fokussiert. „Ich muss nachher Jay sagen, dass du eine verdammt gute Lehrerin hattest…“, mache ich den beiden ein Kompliment. Hikaru hat so viel von Jay über den Kampf gelernt. Sie ist nicht mehr die zurückhaltende Samariterin von einst. Sie weiß, wie man kämpft und sie ist vor allem auch bereit dazu. Sie riskiert so viel für mich… das tun sie alle. Wie kann ich das je wieder gut machen? Prigorodki. Ja… ich muss Prigorodki erreichen, dann wird alles gut. Es muss!

    Ich nutze jeden Busch als Deckung und weiter geht es. Pinky hält Ausschau, Hikaru sucht mit ihrem wachsamen Blick die Umgebung ab, die Waffe fest umklammert.


    Als wir am Rohbau vorbeikommen, warte ich noch kurz in einigen Büschen auf das Go. Pinky prüft die Umgebung und Hikaru ruft nach mir. „Herz, komm!“ Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und sprinte geduckt los. Wir erreichen den Sumpf und den kleinen See und wechseln die Seite der Mauer. Es ist enorm gefährlich, so nah am Rohbau vorbeizugehen und ich sehe auch kurz einen Überlebenden vorbeihuschen, aber Hikaru beruhigt mich, dass es nur Pinky ist.

    Immer weiter nähern wir uns dem Rohbau und zwei Zombies schleichen schon vor der Baustelle vorbei. Wenn sie uns bemerken, sind wir geliefert. Dann weiß jeder, dass wir hier sind!

    So leise wie möglich schleiche ich an ihm vorbei. Hikaru schießt auf die Zombies, Granaten werden in der Ferne gezündet. Ein Ablenkungsmanöver? Vielleicht.


    Wir erreichen die Mauer vor dem Bahnübergang. Die letzte Hürde… Das Camp ist nun zum Greifen nah!

    Wir gehen hinter der Mauer in Deckung. Hikaru erklärt, dass Pinky und Kanu nun das Camp stürmen werden und dass wir dann alles auf eine Karte setzen müssen. Sind die beiden Wahnsinnig? Aber die Zeit drängt immer mehr und wir dürfen es jetzt nicht vermasseln!

    Ich ringe mit meinen Gedanken, dann breche ich das Schweigen: „Können wir rein?“ Meine Stimme klingt leiser, als ich wollte, und verrät meine Unsicherheit. Hikaru bleibt wachsam, ihre Augen wandern unaufhörlich über die Umgebung. „Moment noch“, sagt sie knapp. Ihre Entschlossenheit gibt mir einen Funken Halt, aber meine Nerven liegen blank.


    Plötzlich zerreißen Schüsse die Stille. Sie hallen aus dem Camp heraus, laut und chaotisch, immer mehr und immer näher. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Verdammt… Black Lion und Pinky! Sind sie unter Beschuss? Wurden sie getroffen? Haben auch sie sich für mich geopfert? Der Gedanke schnürt mir die Kehle zu. Ich will schreien, die angestaute Angst und Verzweiflung aus mir herausbrüllen, doch Hikarus Präsenz erdet mich. Sie ist da, wachsam, ruhig – ein Fels in der Brandung.

    Wieder fallen Schüsse, immer dichter, immer lauter. Keine Ahnung, wer noch am Leben ist, keine Ahnung, woher der nächste Angriff kommt. Doch plötzlich, ohne Vorwarnung, stürmt Hikaru los. Ihr Griff um ihre Waffe ist fest, ihre Schritte entschlossen. „Los, los, los!“, ruft sie, ohne sich umzudrehen. „Komm schon! Zick, zack! Zick, zack!“


    Mein Körper reagiert, bevor mein Verstand es begreifen kann. Ich sprinte hinter ihr her, geduckt und so schnell ich kann. Die Welt um mich herum verschwimmt. Das Gras peitscht gegen meine Beine, die Straße fliegt unter meinen Füßen vorbei. Der Zaun des Camps rückt immer näher. Ein letzter Kraftakt, und ich stolpere hinein. Durch das vertraute Tarnnetz. Keine Minen, alles ist ruhig. In der Mitte des Camps komme ich zum Stehen. Ich keuche, mein Herz erholt sich langsam. Eine tonnenschwere Last fällt von mir ab: Wir haben es geschafft. Wir sind in Sicherheit!