Herzzeit vom 11.07.2026 (Samstag) – Tag 094: Die inoffizielel Rückkehr von F.A.T
Hallo ihr Lieben,
manche Namen verschwinden eine Weile aus Chernarus und irgendwann glaubt man fast, sie gehörten zu einer vergangenen Zeit. Und dann steht plötzlich wieder irgendwo eine Kiste mit Nägeln herum, jemand baut an einer neuen Zentrale und man stellt fest: Nein. Sie waren offenbar nur kurz etwas anderes machen.
F.A.T. ist zurück. Und während andernorts weiter geraidet, geplündert und geschossen wurde, nahm diese Rückkehr langsam Formen an. Sie haben sich in unserem Testballon der BBA 2.0 niedergelassen und boten an, mit dem Verwahren und Aufbereiten der Eventwaffen zu helfen.
Ich erinnerte mich noch daran, wie sie damals den jayphiiyo roten Gunter zu "Chuckle Chicks" Zeiten gemeinsam mit Rheingauer! von der Hütchenbande zurückerobert hatten und wie sie gezielt deren Garagen geöffnet und auch meinen roten Sarka "HOFFNUNG" zurückgebracht hatten. Ihre Methoden mochten brachial sein, aber diese "Front against Terrorism" bzw. "Freiwillige Arschlochtruppe" hatte es in sich...
🎯 Ein Magazin, ein Raid und ECHO
Eine unserer Campwachen war zunächst in Balota unterwegs und schaffte dort etwas, das vermutlich jedem irgendwann passiert, aber bei einer DMR besonders schmerzt: Sie verlor eines ihrer Magazine. Ausgerechnet dort.
Bei der Suche danach fiel ihr allerdings etwas wesentlich Interessanteres auf: In der Gegend wurde geraidet und statt sich selbst einzumischen, gab sie die Beobachtung weiter. E.C.H.O. nahm sich schließlich des Raiders an. Was genau dort zwischen den beiden geschah, bekam ich nicht mit.
🪱 Homeless und die Regenwurmkontrolle
Später traf ich Homeless am Camp in Prigorodki und natürlich dauerte es nicht lange, bis sein Blick wieder auf unsere Vorräte fiel.
Keine Regenwürmer.
Das fand er gut.
Ich glaube, wir hatten damit zumindest in diesem einen Punkt endlich seine Qualitätskontrolle bestanden.
Weniger beruhigend war allerdings etwas anderes: Homeless sah einem Toten, der zuvor bei der Basis vom Rheingauer! gefunden worden war, verdächtig ähnlich. Mosin, schwarze Cargohose – einiges deutete darauf hin, dass er erneut dort unterwegs gewesen sein könnte. Dessen Fahrzeuge in Balota waren inzwischen jedenfalls vollständig verschwunden.
Ob Homeless und vielleicht RAC tatsächlich etwas damit zu tun hatte, wusste ich nicht. Aber angesichts der Entwicklung rund um RAC wäre es zumindest keine vollkommen überraschende Erkenntnis gewesen.
🥫 Leere Vorräte
Auch The_GraveDigger hatte wieder schlechte Nachrichten von der Küste: In Berezino war erneut das Essen verschwunden und in Nizhnoye fehlten neben Lebensmitteln auch Medikamente und Schuhe.
Es sind diese kleinen Verluste, die irgendwann mehr Arbeit machen, als man zunächst denkt. Ein paar Dosen hier, einige Medikamente dort, Schuhe, Verbände oder Kleidung – für den Einzelnen vielleicht nichts Besonderes. Für jemanden, der frisch an der Küste erwacht und mit nichts als seiner Kleidung am Körper vor einem unserer Unterstände steht, können genau diese Dinge jedoch den Unterschied machen.
Also würden wir wieder auffüllen.
Wie immer.
🏗️ BBA 2.0 – oder doch F.A.T.?
Unterdessen wurde weiter an der BBA 2.0 gebaut, wobei sich langsam die Frage stellte, ob diese Bezeichnung überhaupt noch zutreffend war.
Viel mehr entstand hier die neue Zentrale von F.A.T.
The Saint und Krümel waren jedenfalls wieder da und damit kehrte ein Name zurück, den viele vermutlich noch aus früheren Zeiten kannten. Noch bestand vieles aus Baustelle, Material und Plänen, aber Stück für Stück nahm die Sache Gestalt an.
Ich beobachtete das mit einiger Neugier.
In Chernarus weiß man schließlich nie, was aus einer Idee wird, wenn man ihr genügend Nägel gibt.
🔫 Warum, Jannik?
Weniger nachvollziehen konnte ich eine Nachricht aus Elektrozavodsk.
Dort hatte Jannnik ein Bambi erschossen, das vor ihm davongelaufen war.
Warum?
Genau diese Frage blieb bei mir hängen.
Nach allem, was in den vergangenen Wochen passiert war, verstand ich, warum Menschen vorsichtiger geworden waren. Toah hatte uns mehr als einmal gezeigt, dass ein harmlos wirkender Neuankömmling eben nicht immer harmlos sein musste. Wir hatten stille Bambis erlebt, Menschen, die unter falschem Namen an unsere Camps kamen, und andere, die erst freundlich grüßten und wenige Augenblicke später ihre Waffe hoben.
Aber wenn wir irgendwann anfangen, jemanden allein deshalb zu erschießen, weil er vor uns weglief, dann hatten diese Erfahrungen mehr mit uns gemacht, als mir lieb war.
Vielleicht gab es Gründe, die ich nicht kannte. Vielleicht hatte Jannnik in diesem Augenblick etwas gesehen oder vermutet, das mir fehlte.
Trotzdem blieb die Frage.
Warum nur?
🚛 F.A.T macht einen Ausflug
Am Abend brachen The Saint und Krümel noch einmal nach Balota auf. Ihr Ziel war Rheingauer! s bereits mehrfach heimgesuchte Basis. Sie wollten sie erneut öffnen und anschließend das Tor wieder vernünftig versiegeln.
Was dort noch achtlos auf dem Boden herumlag, sammelten die beiden ein und verstauten es in ihrem LKW. Wenn schon jemand eine Unterkunft auseinandernahm und den Inhalt in der Gegend verteilte, musste man die Sachen schließlich nicht auch noch dort verrotten lassen.
Dann näherte sich plötzlich ein Fahrzeug.
Krümel schaffte es gerade noch rechtzeitig, den LKW im nahegelegenen Wald zu verstecken, ehe ein roter Sarka an ihnen vorbeifuhr. CHAOS? Möglich.
Sicher waren sie sich nicht.
Der Wagen fuhr jedenfalls weiter und die beiden blieben unentdeckt.
Bevor sie den Ort verließen, hinterließen sie noch einen kleinen Gruß.
Eine Kiste.
Darin Nägel. Und die Nägel bildeten drei Buchstaben: FAT.
Subtil war anders.
Aber immerhin wusste nun jeder, wer da gewesen war.
🏠 Zurück an die Arbeit
Danach ging es für The Saint und Krümel zurück zur Baustelle und die Arbeiten an ihrer neuen Zentrale wurden fortgesetzt.
Damit war es dann wohl endgültig offiziell.
F.A.T. war wieder da.
Was daraus entstehen würde, wusste ich noch nicht. Aber zwischen CHAOS, I.K.E.A., RAC, Kirche, Samaritern und all den kleineren Gruppen und Einzelgängern bekam unser Chernarus damit wieder einen weiteren Namen auf seiner ohnehin schon ziemlich unübersichtlichen Landkarte.
🌅 Gedanken zum Schluss
Vielleicht war es ausgerechnet @Janniks Bambi, das mir am Ende dieses Tages am meisten im Kopf blieb.
Ich kann verstehen, dass die vergangenen Wochen Spuren hinterlassen haben. Ich merke es selbst. Wenn heute jemand schweigend auf eines unserer Camps zuläuft, greife auch ich schneller zur Waffe als noch vor einigen Wochen. Wenn nachts Schritte vor dem Kochhaus zu hören sind, denke ich nicht mehr zuerst an einen Neuankömmling, der etwas zu essen sucht. Ich denke an Toah. An den Küstenreaper. An all die Situationen, in denen unsere Gutgläubigkeit beinahe oder tatsächlich mit einem Leben bezahlt wurde.
Vielleicht ist genau deshalb die Versuchung so groß, irgendwann einfach nicht mehr abzuwarten.
Aber ein Bambi, das wegrennt, kann auch einfach ein Bambi sein, das Angst hat.
Und wenn wir das irgendwann vergessen, dann verändern nicht nur wir diese Welt. Dann hat diese Welt auch uns verändert.
Vielleicht braucht es deshalb gerade jetzt Orte wie unsere Camps. Vielleicht braucht es Menschen, die trotz allem noch einmal fragen, bevor sie schießen. Und vielleicht braucht es sogar Leute, die nach all den Kämpfen und Raids einfach irgendwo stehen und aus Nägeln drei ziemlich alberne Buchstaben legen: F.A.T. ist zurück.
Mal sehen, was sie daraus machen.
Passt auf euch auf und bleibt am Leben.
Gez.
Herz-Aus-Gold 💛



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