đ Herzenssache â Tagebuch 1.29/2
Disclaimer
â ïž Hinweis: â ïž
Diese Geschichte basiert auf losem Rollenspiel oder Ereignisse auf dem Germandayz.gg Vanilla Chernarus Server in der Version 1.29/2.
Die Informationen in meinen Berichten basieren ausschlieĂlich auf dem, was meine Figur im Spiel selbst sieht, hört oder von anderen Ăberlebenden erzĂ€hlt bekommt.
Ich habe keinen Zugang zu Admin-Logs, keine Sonderrechte im Spiel und kann daher keine "unsichtbaren Wahrheiten" sehen. In meinen Event-Streams (auf dem GDZ-Twitch-Kanal) verfĂŒge ich zwar ĂŒber eine freie Kamera, doch im regulĂ€ren Spiel habe ich diese Möglichkeit bewusst nicht. Wenn also im Rahmen der Geschichte jemand beschuldigt wird, etwas getan zu haben, oder Ereignisse geschildert werden,
geschieht dies stets aus der Perspektive meiner Spielfigur Herz.
ErgÀnzt wird dies durch das, was andere mir berichten und was man sich zusammenreimt.
Wo ich nicht sicher sein kann, versuche ich dies kenntlich zu machen (z.âŻB. durch Formulierungen wie "vermutlich", "angeblich" oder "man erzĂ€hlt sichâŠ")
â denn manchmal bleibt Chernarus einfach ein Mysterium.
Sollte sich etwas nachtrÀglich als falsch oder missverstÀndlich herausstellen, lasse ich mich gerne korrigieren und stelle die Dinge dann auch richtig.
Ich bin immer bereit, Berichte zu ĂŒberarbeiten oder zu ergĂ€nzen, wenn dies dem gemeinsamen Storytelling dient.
Eine Anamerkung zur Transparenz: Zwecks Lesefluss verwende ich beim Verfassen ein KI-Tool als Werkzeug.
Das hilft mir dabei, euch nicht mit zu viel Text zu belasten, denn ich nehme das Feedback ("Herz! Das ist zu viel... das liest doch keiner!") zu Herzen und da hilft mir das Werkzeug, Dopplungen zu vermeiden.
Dennoch sind die Notizen, Gedanken und Worte meine eigenen und sorgfÀltig ausgewÀhlt.
Ich nehme jede RĂŒckmeldung ernst und passe Dinge respektvoll an.
Niemand ist verpflichtet, Teil meiner ErzÀhlungen zu sein.
(Es ist freiwillig. So wie sich hier im Forum anzumelden oder Nr. 371 beim BaustÀmmeschleppen zu helfen...)
Diese Texte sollen Freude bereiten, das GemeinschaftsgefĂŒhl stĂ€rken
â und manchmal auch einfach nur unterhalten, wĂ€hrend man irgendwo frierend in einem Busch liegt und eine fremde Basis observiert oder sich gerade in der warmen KĂŒche im echten Leben etwas zu Essen kocht...
Wenn etwas nicht passt:
Ich Àndere es schnellstmöglich. Versprochen ![]()
Danke fĂŒr euer Vertrauen und VerstĂ€ndnis. ~Herz â€ïž
Freitag, 14.08.2026 â Tag 001: Wieder von vorne...
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Hallo ihr Lieben,
ein Wipe setzt die Welt zurĂŒck. Er entfernt Basen, Fahrzeuge, VorrĂ€te und all die Dinge, die wir ĂŒber viele Wochen gesammelt haben.
Plötzlich stehen wir wieder mit leeren HĂ€nden an der KĂŒste und freuen uns ĂŒber einen Apfel, einen kleinen Stein oder eine Jacke, die wenigstens nicht vollkommen durchnĂ€sst ist.
Unsere Erinnerungen verschwinden dabei allerdings nicht.
Wir nehmen mit, wem wir vertrauen, wen wir vermissen und bei wem wir inzwischen genauer hinsehen. Auch die Orte bleiben nicht einfach leer. In Prigorodki standen zwar keine Mauern mehr, aber fĂŒr mich war dort noch immer das Camp. Dort hatten Menschen Schutz gefunden, miteinander gegessen, gestritten, gelacht und einander geholfen. Dort waren allerdings auch Dinge geschehen, die ich nicht vergessen konnte.
Vielleicht wollte ich deshalb so schnell wie möglich zurĂŒck. Nicht, um die Vergangenheit wiederherzustellen, sondern um erneut einen Ort zu schaffen, an dem Neuankömmlinge wenigstens etwas zu essen und eine erste Hilfe bekommen konnten. Ich hatte mir vorgenommen, wieder hĂ€ufiger mit meinen Leuten loszuziehen und Chernarus einfach geschehen zu lassen. Trotzdem wusste ich schon vor meinem Erwachen, dass mein erster Weg wieder nach Prigorodki fĂŒhren wĂŒrde.
ZunĂ€chst musste es der neuen Welt allerdings gelingen, ĂŒberhaupt neu zu werden.
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đ„ Zweimal neu und einmal Höllenloch
Der Wipe begann mit einigen Schwierigkeiten. Die alten Basen und Fahrzeuge standen zunÀchst noch immer an ihren PlÀtzen, obwohl sie lÀngst hÀtten verschwunden sein sollen.
Also kam auf den Wipe wohl nochmals ein zweiter. Als ich schlieĂlich die Augen öffnete, erkannte ich meine Umgebung sofort: Svetlojarsk. Das Höllenloch.
Ausgerechnet dort hatte ich bereits zu Beginn der vergangenen Season gestanden. Chernarus besaĂ offenbar eine eigene Vorstellung von Tradition und fand, dass ein Neubeginn fĂŒr mich grundsĂ€tzlich in Svetlojarsk beginnen sollte. Meine Begeisterung hielt sich entsprechend in Grenzen.
Doch lange musste ich mich darĂŒber nicht Ă€rgern. Es folgte ein weiterer Neustart, und die Welt verschwand noch einmal. Beim nĂ€chsten Erwachen lag Solnichniy vor mir. Es war noch immer nicht Prigorodki, doch nach Svetlojarsk fĂŒhlte sich beinahe jeder andere Ort einladend an.
Mein Ziel stand fest: Ich wollte nach SĂŒden, aber dafĂŒr brauchte ich zunĂ€chst Nahrung und wenigstens ein einfaches Werkzeug. AuĂerdem hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, an dem Ort, an dem ich erwachte, meinen ersten Unterstand zu bauen. So war es Tradition.
Also sammelte ich Ăpfel und suchte nach kleinen Steinen, aus denen sich ein Messer herstellen lieĂ. Der groĂe Wiederaufbau der Samariter begann damit, dass ich hungrig ĂŒber den Boden kroch und hoffte, zwischen den HĂ€usern einen geeigneten Kiesel zu finden.
Eigentlich war das sogar ganz beruhigend. Am ersten Tag besaà kaum jemand viel, und jede Kleinigkeit hatte wieder einen Wert. Ein Apfel war eine Mahlzeit, ein Stein ein Werkzeug und ein roter Pullover beinahe schon eine vollstÀndige IdentitÀt.
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đ„ Die ersten Begegnungen
An der KĂŒste traf ich einen Unbekannten von DeerIsle und Snickers. FĂŒr lĂ€ngere BegrĂŒĂungen blieb uns wenig Zeit, denn ein Bambi in einem hellgrauen T-Shirt ging plötzlich auf Snickers los und schlug ihn K.O.
Warum er ihn angriff, wusste ich nicht. Er sprach nicht mit uns und lieĂ sich auch nicht davon abbringen. Der Unbekannte von DeerIsle, dessen Namen ich im Eifer des Gefechts nicht recht verstanden hatte, hlaf mir den Angreifer von Snickers wegzutreiben.
Wir verteidigten uns gemeinsam und brachten den Angreifer schlieĂlich zu Boden.
FĂŒr das Protokoll möchte ich ausdrĂŒcklich festhalten: Ich habe ihn nicht getötet. Ich war lediglich an der gemeinschaftlichen und ausgesprochen nachdrĂŒcklichen Verteidigung von Snickers beteiligt. Mein Begleiter von DeerIsle gab den entscheidenden Schlag. Keuchend stand ich ĂŒber den am Boden liegenden.
Damit war die neue Season nur wenige Augenblicke alt und hatte bereits ihren ersten Faustkampf hervorgebracht. Manche Dinge brauchten offenbar weder AusrĂŒstung noch Vorbereitung, um einen Wipe zu ĂŒberstehen. Wir ranimierten Snickers und schlieĂlich trennten sich unsere Wege.
Kurz darauf begegnete ich in der Stadt @Visier und wir grĂŒĂten uns Freundlich. Wir trafen einen Neuen namens Alex und 13monk12, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon einen Boxkampf hinter sich hatte. WĂ€hrend einige von uns noch Steine fĂŒr ein Messer suchten, hatten andere ihre FĂ€uste bereits erfolgreich erprobt.
Zwischen all diesen Begegnungen bekam ich von einem Freund des The_GraveDigger eine rote SanitĂ€terjacke. NatĂŒrlich hing meine Aufgabe als Samariterin nicht an einem KleidungsstĂŒck. Trotzdem fĂŒhlte ich mich darin wieder mehr wie ich selbst. In dieser Welt genĂŒgte manchmal ein roter Stofffetzen, um sich wieder ein wenig zu Hause zu fĂŒhlen.
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đ Rio und das "blaue Wunder"
Dann tauchte Rio auf und zweigte mir etwas, womit ich an diesem Tag noch nicht gerechnet hatte: einen fahrbereiten blauen Gunter. Abgestellt vor der Klinik in Solnichniy.
WĂ€hrend die meisten Ăberlebenden noch an der KĂŒste nach Essen und brauchbarer Kleidung suchten, stand plötzlich ein vollstĂ€ndiges Auto vor mir. Es hatte RĂ€der, die notwendigen Fahrzeugteile und lieĂ sich tatsĂ€chlich starten. Am Wipe-Day grenzte das bereits an ein kleines Wunder. Der blaue Gunter hatten bei uns eine gewisse Tradition. Er fand als "HERBERT" frĂŒher oder spĂ€ter seinen Weg zu janinesta (Selina). In diesem Fall wohl eher frĂŒher, Rio sei Dank.
Wie lange "HERBERT" in Chernarus ĂŒberleben wĂŒrde, lieĂ sich nicht sagen. Bei Fahrzeugen stellte man solche Fragen besser nicht. FĂŒr den Moment fuhr er, und das war alles, was zĂ€hlte.
Bevor 13monk12 und ich nach SĂŒden in Richtung Prigorodki aufbrachen, wollte ich in Solnichniy noch einen Unterstand als Zwischenlager errichten. DafĂŒr benötigte ich fĂŒnfzig lange Stöcke. Solange man diese Zahl nur ausspricht, klingt sie durchaus machbar. Nachdem man eine Weile BĂŒsche bearbeitet, Stöcke herangeschleppt und sich immer die HĂ€nde verbunden und nachgezĂ€hlt hat, entwickelt man allerdings eine sehr persönliche Beziehung zur Zahl fĂŒnfzig...
13monk12blieb bei mir und leistete mir Gesellschaft.
Als der Unterstand endlich stand, machten wir gemeinsam ein Beweisfoto mit Rio. Nach all der Arbeit sollte wenigstens dokumentiert sein, dass dieses Bauwerk tatsÀchlich existierte.
Dann stiegen wir in "HERBERT" ein und machten uns auf den Weg nach SĂŒden. janinesta (Selina) wĂŒrde Augen machen!
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đïž Die RĂŒckkehr nach Prigorodki
Als ich Prigorodki erreichte, war ich nicht die Erste. Cable98 (Tom) hatte bereits ein gelb-rotes Party-Zelt aufgestellt und Paprika angepflanzt. WĂ€hrend ich noch mit meiner roten Jacke und fĂŒnfzig Stöcken beschĂ€ftigt gewesen war, betrieb er praktisch schon wieder Landwirtschaft.
Der Anblick tat gut. Das alte Camp war verschwunden, doch an seiner Stelle entstand bereits etwas Neues. Es war noch klein und provisorisch, aber Prigorodki war nicht leer.
Kurz darauf traf janinesta (Selina) ein und ĂŒbernahm freudestrahlend ihren "HERBERT". Der blaue Gunter war damit angekommen, wo er vermutlich von Anfang an hingehört hatte. Ich kĂŒmmerte mich derweil um den Ausbau des "Pitstops" und begann mit den ersten Arbeiten am eigentlichen Camp.
Am Camp wurde viele Stimmen laut. Zahlreiche Leute kamen und gingen, sodass ich den Ăberblick schnell verlor. Aber Prigorodki lebte und atmete wieder und das zĂ€hlte fĂŒr mich.
Auch NiggoB schaute vorbei und gab mir einige Tipps zu Zahlenschlössern am nahe gelegenen Zugwrack. Gerade zu Beginn einer Season war ein gutes Schloss beinahe so wertvoll wie das, was man damit sichern wollte.
Leider schien das noch jemand zu wissen. Wenig spÀter bemerkte ich, dass ein vierstelliges Zahlenschloss aus dem Camp verschwunden war. Ich verdÀchtigte ein stummes Bambi, das sich zuvor auffÀllig verhalten hatte. Beweisen konnte ich ihm allerdings nichts. Vielleicht hatte ich recht, vielleicht war ich inzwischen einfach vorsichtiger geworden.
Ein ungutes GefĂŒhl war noch kein Beweis, auch wenn es sich gelegentlich sehr ĂŒberzeugend anfĂŒhlte. Aber als ich den Fremden zur Rede stellte und nach dem Zahlenschloss fragte, legte er bedingungslos und schweigend alle seine Sachen ab. Darunter fand sich kein Zahlenschloss. Also lieĂen wir ihn ziehen. Ganz aus den Augen verlor ich ihn dabei trotzdem nicht.
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đš Ein erstes GeschĂ€ft mit I.K.E.A.
Im Laufe des Tages fuhr die I.K.E.A.-Truppe mit einem roten Gunter vor. Unter ihnen waren WhiskeyMixer und @Jannnick. Die Begegnung verlief respektvoll, doch eine gewisse Anspannung war spĂŒrbar. Wir kannten einander und wussten, dass ein Wipe zwar GebĂ€ude entfernen konnte, aber nicht automatisch alles ausrĂ€umte, was zwischen Menschen stand. Ein Neustart hier war immer rau, aber die beiden lieĂen es nicht an Herzlichkeit vermissen.
Sie suchten eine LKW-Batterie und NachtsichtgerĂ€te. Beides konnte ich ihnen nicht anbieten. Trotzdem fanden wir eine andere Grundlage fĂŒr ein GeschĂ€ft: I.K.E.A. ĂŒberlieĂ mir den roten Gunter, und ich versprach ihnen im Gegenzug einhundert NĂ€gel. Ein Freundschaftspreis.
So wurde aus dem Fahrzeug das "I.K.E.A.-Mobil", das zu gegebener Zeit seinen Namen bekommen sollte.
Damit besaà das Camp am ersten Tag bereits zwei Autos und ich ein Lieferproblem in Höhe von einhundert NÀgeln. Andere Menschen begannen eine neue Season mit einer Apfelplantage.
Ich begann sie offenbar mit langfristigen Handelsverpflichtungen.
Trotz der vorsichtigen Stimmung empfand ich den Tausch als gutes Zeichen. Es genĂŒgte, respektvoll miteinander zu sprechen, eine Vereinbarung zu treffen und sich daran zu halten.
đ Der erste Taxidienst
Browney und "Wolfi" kamen spĂ€ter ins Camp. Beide waren noch relativ neu in unserem Chernarus, also versorgte ich sie zunĂ€chst mit gegrillten Paprika. Danach bot ich ihnen an, sie mit dem roten Gunter ein StĂŒck ins Landesinnere zu bringen.
Das I.K.E.A.-Mobil trat damit seinen ersten Dienst als Bambi-Taxi an.
Ich fuhr Browney und "Wolfi" sicher bis in die Gegend zwischen Stary Sobor und Rogovo. Von dort wollten sie ihr GlĂŒck selbst versuchen. Vielleicht wĂŒrden wir sie bald wiedersehen, vielleicht erst Wochen spĂ€ter oder gar nicht. Viele Wege begannen am Wipe-Day gemeinsam und trennten sich ebenso schnell wieder.
Immerhin mussten ihre ersten Kilometer nicht hungrig und zu FuĂ beginnen.
Genau fĂŒr solche Begegnungen wollte ich das Camp wieder aufbauen. Es ging nicht nur um Mauern, Zelte und VorrĂ€te.
Manchmal reichten ein paar gegrillte Paprika und eine Fahrt im roten Gunter, um jemandem den Start ein wenig leichter zu machen.
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đč Mein Fund in Zelenogorsk
SpĂ€ter wagte ich die Fahrt nach Zelenogorsk. Der Weg dorthin war nicht ungefĂ€hrlich, doch die Stadt selbst lag ĂŒberraschend ruhig vor mir. Die riesige Basis von CHAOS, die dort in der vergangenen Season gestanden hatte, war verschwunden. Es war ungewohnt, Zelenogorsk wieder so leer zu sehen. Gleichzeitig genoss ich es, mich verhĂ€ltnismĂ€Ăig frei bewegen zu können. Zwar vorsichtig, aber frei.
Dort fand ich schlieĂlich mein persönliches Highlight des Tages: eine Armbrust.
Andere hĂ€tten sich vielleicht mehr ĂŒber ein Sturmgewehr gefreut. Ich stand zwischen den verlassenen GebĂ€uden und war mit meiner Armbrust vollkommen zufrieden. Zusammen mit der roten SanitĂ€terjacke fĂŒhlte sie sich beinahe wie ein weiterer Teil meiner alten AusrĂŒstung an, der seinen Weg zu mir zurĂŒckgefunden hatte.
AuĂerdem entdeckte ich eine Olga, die fast fahrbereit war. Ich nahm vorsorglich ihren KĂŒhler mit, denn The_GraveDigger arbeitete ebenfalls an einem roten Gunter und konnte ihn gut gebrauchen.
Auf dem RĂŒckweg hielt ich noch am Brunnen in Pavlovo. Dort fand ich eine Zeltplane und eine JĂ€ger-Hose. Es waren keine spektakulĂ€ren SchĂ€tze, doch am ersten Tag freute man sich ĂŒber Dinge, an denen man wenige Wochen spĂ€ter vermutlich achtlos vorbeigegangen wĂ€re.
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đ§ž Spenden und Rios Erste Hilfe
Als ich nach Prigorodki zurĂŒckkehrte, war das Camp wieder ein StĂŒck gewachsen. Cobaltblau;P brachte uns eine Mosin und NĂ€gel. S-TLK und Pinky unterstĂŒtzten uns beim Transport eines gelben Fasses. FĂ€sser besaĂen in Chernarus die erstaunliche FĂ€higkeit, mehrere Menschen ĂŒber lĂ€ngere Zeit zu beschĂ€ftigen, obwohl sie eigentlich nur von einem Ort zum anderen gebracht werden mussten...
Auch Rio kam erneut vorbei. Diesmal brachte er Teddys und Draht mit. AuĂerdem erzĂ€hlte er mir von einer brenzligen Begegnung mit jemanden, den wir "den Pinguin" nannten. Der Pinguin war ihm offenbar beinahe direkt vor die FĂŒĂe getreten. Rio hatte zweimal auf ihn geschossen, ihn anschlieĂend jedoch verbunden und dadurch verhindert, dass er an den Verletzungen starb.
Ich war bei dieser Begegnung nicht dabei und konnte nur wiedergeben, was Rio mir spÀter erzÀhlte. Warum er sich am Ende entschied, sein Opfer zu retten, wusste ich nicht. Vielleicht hatte der erste Schreck nachgelassen. Vielleicht tat es ihm leid. Vielleicht wollte er von Anfang an nur verhindern, dass der Fremde ihm zu nahe kam, und hatte die Situation falsch eingeschÀtzt.
Das Ergebnis war jedenfalls eine sehr chernarussische Form der medizinischen Versorgung: erst zwei zusĂ€tzliche Löcher verursachen und sich danach gewissenhaft darum kĂŒmmern, dass der Patient nicht an ihnen verblutete.
Pinguin lebte noch. Manchmal musste das als Ausgang einer Begegnung genĂŒgen.
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đ§± Die erste Wand
Zum Abschluss des Tages stand dann nach einigen Stunden an Arbeit tatsÀchlich die erste Holzwand des neuen Hauptcamps vor mir.
Ich schlug die letzten NĂ€gel mit meinem Fleischklopfer und einem demolierten Beil hinein. Ein vernĂŒnftiger Baumeister hĂ€tte vermutlich einen Hammer verwendet. Nach fĂŒnfeinhalb Stunden war mir jedoch jedes Werkzeug recht, solange es die NĂ€gel zuverlĂ€ssig ins Holz brachte.
Die Wand war noch kein Camp. Um sie herum fehlten weitere ZÀune, Tore, UnterstÀnde und fast alle VorrÀte, die dort eines Tages lagern sollten. Trotzdem betrachtete ich sie einen Moment lang mit einem gewissen Stolz.
Sie war vielleicht nicht schön und schon gar nicht beeindruckend. Aber sie stand. AnschlieĂend konnten wir auch das Autozelt aufstellen, das wir als Spende bekommen hatten.
Und irgendwo musste jedes Camp beginnen.
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đ Gedanken zum Schluss
Als ich mich nach fĂŒnfeinhalb Stunden endlich zurĂŒckzog, war ich mĂŒde, aber glĂŒcklich. Wir hatten ein gelb-rotes Party-Zelt, Paprikapflanzen, ein gelbes Fass, einige gespendete NĂ€gel, ein paar UnterstĂ€nde und die erste Wand von Prigorodki sowie ein Wagenzelt. In Solnichniy stand ein Unterstand, fĂŒr den ich mĂŒhsam fĂŒnfzig Stöcke gesammelt hatte. janinesta (Selina) hatte ihren "HERBERT", das Camp sein "I.K.E.A.-Mobil" und ich endlich wieder eine Armbrust.
Vor allem waren viele Menschen zurĂŒckgekehrt.
Rio, Cable98 (Tom), janinesta (Selina), 13monk12, Interception, Cobaltblau;P S-TLK, Pinky und all die anderen hatten auf ihre Weise etwas zu diesem ersten Tag beigetragen. Zwei neue Ăberlebende namens Browney und "Wolfi" hatten etwas Warmes zu essen und eine sichere Fahrt ins Landesinnere bekommen. Mit I.K.E.A. war ein friedlicher Handel möglich gewesen. Selbst eine Begegnung, die mit zwei SchĂŒssen begonnen hatte, endete damit, dass jemand verbunden wurde und weiterleben durfte.
Ein Wipe machte aus uns keine neuen Menschen. Er nahm uns weder unsere Erfahrungen noch unsere Fehler ab. Vielleicht lag genau darin aber auch etwas Gutes, denn ebenso blieben unsere Freundschaften, unsere Hilfsbereitschaft und die Erinnerung daran erhalten, weshalb wir bestimmte Orte immer wieder aufbauten.
Prigorodki bestand an diesem Abend erst aus wenigen Dingen und einer einzigen Wand. FĂŒr mich war es trotzdem wieder ein Camp.
Nicht wegen dessen, was bereits dort stand, sondern wegen der Menschen, die gekommen waren.
In diesem Sinne:
Passt auf euch auf und bleibt am Leben.
Gez.
Herz-Aus-Gold đ
đïž Video-Stream vom 14.08.2026: