Austausch zu Raidzeiten im Vanilla-Rahmen von DayZ

  • Guten Abend zusammen!

    !!!ACHTUNG!!! Ich möchte hier bewusst keine Forderung, und keine Abstimmung eröffnen, sondern einen sachlichen Austausch anstoßen. !!!ACHTUNG!!!
    Der aktuelle Vanilla-Rahmen schließt es technisch nicht aus, über verschiedene Aspekte der Spielgestaltung zu sprechen – dazu zählen auch Themen wie Raidzeiten, da diese ohne Mods umsetzbar wären.

    Mir ist von Anfang an wichtig, das klar einzuordnen:

    • Dieser Thread dient ausschließlich dem Austausch von Erfahrungen und Sichtweisen
    • Eine Diskussion bedeutet keine Zusage und keine automatische Änderung
    • Beiträge spiegeln immer nur einen Teil der Spielerschaft wider
    • Der Rahmen für Vanilla wurde erst kürzlich kommuniziert

    Wer sich beteiligt, sollte dies mit dem Verständnis tun, dass es um Meinungen und Wahrnehmungen geht – nicht um Druckaufbau oder Erwartungshaltung gegenüber dem Team.

    Einordnung – aus Spielersicht

    Meine Motivation für diesen Austausch entsteht aus eigenen Spielerfahrungen rund um Base-Raids und deren Auswirkungen auf Spielgefühl und Motivation.
    Dabei habe ich Situationen erlebt, in denen Verluste außerhalb aktiver Spielzeit entstanden sind – was für mich die Frage aufgeworfen hat,
    wie sich unterschiedliche Raidmechaniken auf Fairness, Spannung und langfristigen Spielspaß auswirken können.

    Diese Wahrnehmung ist selbstverständlich subjektiv und nicht allgemeingültig. Genau deshalb halte ich es für sinnvoll, verschiedene Perspektiven zusammenzutragen.

    Offline-Raids: unterschiedliche Wahrnehmungen

    Ohne feste Raidzeiten entstehen sehr unterschiedliche Spielerfahrungen:

    • Raids finden häufig statt, wenn keine Verteidigung möglich ist
    • Verluste passieren ohne Interaktion oder Entscheidungsfreiheit
    • Fortschritt kann sich rückblickend bedeutungslos anfühlen

    Gleichzeitig gibt es Spieler, die genau das als:

    • konsequent
    • immersiv
    • Teil des offenen Sandbox-Charakters

    empfinden. Beide Sichtweisen sind legitim und existieren parallel.

    Mögliche Effekte fester Raidzeiten

    Aus den bisherigen Erfahrungen auf Servern mit Raidzeiten ergeben sich unter anderem:

    • eine höhere Wahrscheinlichkeit von aktiver Gegenwehr
    • Raids entwickeln sich häufiger zu echten Konflikten
    • Verluste sind besser nachvollziehbar, weil sie im Beisein entstehen

    Dabei ist wichtig zu betonen:
    Feste Raidzeiten bedeuten keinen vollständigen Schutz.

    • Basen können weiterhin ausgespäht, vorbereitet oder gecampt werden
    • PvP außerhalb der Raidzeiten bleibt möglich
    • Risiko bleibt bestehen, verschiebt sich aber in seiner Ausprägung

    Spannung – unterschiedliche Definitionen

    Ein zentraler Punkt ist, wo Spannung wahrgenommen wird:

    • Für manche entsteht sie durch permanente Bedrohung – auch offline
    • Für andere durch Situationen mit Handlungsspielraum und Gegenwehr

    Meine persönliche Wahrnehmung ist, dass Spannung besonders dann entsteht, wenn:

    • etwas auf dem Spiel steht
    • beide Seiten präsent sind
    • Entscheidungen Auswirkungen haben

    Das ist keine objektive Wahrheit, sondern eine Spielpräferenz – und genau darüber lohnt sich der Austausch.

    Auswirkungen auf Motivation und Serverbindung

    Unabhängig von persönlicher Präferenz stellt sich für mich die Frage:

    • Wie wirken sich vollständige Offline-Verluste auf die Motivation aus?
    • Welche Rolle spielt es, ob man an Konflikten aktiv teilnehmen konnte?

    Gerade für kleinere Gruppen oder Spieler mit begrenzter Zeit kann das langfristig einen Unterschied machen.

    Leitfragen für die Diskussion

    Zur Orientierung – nicht verpflichtend – könnten folgende Fragen helfen:

    • Welche Erfahrungen habt ihr mit Raids (mit oder ohne Raidzeiten) gemacht?
    • Wann fühlt sich Verlust für euch fair an?
    • Welche Vor- oder Nachteile seht ihr aus reiner Spielersicht?
    • Würdet ihr zeitlich begrenzte Raidmechaniken zumindest als Experiment akzeptieren?

    Abschluss

    Dieser Thread soll Raum für Perspektiven schaffen, nicht Richtung vorgeben.
    Unterschiedliche Meinungen sind zu erwarten und ausdrücklich legitim.

    Bitte bleibt sachlich, respektvoll und reflektiert – unabhängig davon, ob ihr Raidzeiten befürwortet oder ablehnt.
    Was aus solchen Diskussionen entsteht – oder auch nicht – liegt letztlich beim Team.

    Danke an alle, die sich konstruktiv beteiligen möchten.
    Cheers

  • Hey!

    Wir sind eine kleine Gruppe die sehr groß wirkt :D wir bauen tatsächlich gerne groß, looten viel und suchen aktiv den Kontakt zu anderen Spielern. Ob PvP, PvE oder auch mal RP – für uns gehört das alles zum Spiel dazu.

    In letzter Zeit haben wir jedoch immer häufiger das Gefühl, dass das Spiel unfair wird. Wenn man bis tief in die Nacht hinein dauerhaft gecampt wird, kann man das Spiel kaum noch normal spielen. Man ist nur noch damit beschäftigt, die eigene Base zu verteidigen oder darauf zu warten, dass endlich Ruhe einkehrt. Besonders unfair wird es dann, wenn die Angreifer nicht einmal eine eigene Base besitzen, gegen die man im Gegenzug vorgehen könnte. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, weil man selbst immer ein angreifbares Ziel hat, während die andere Seite kein echtes Risiko trägt. Hinzu kommt, dass es häufig zu sehr einseitigen Situationen kommt – zum Beispiel nachts offline von einer einzelnen Person geraidet zu werden, die selbst keine Base hat. Man kann sich weder verteidigen noch einen Gegenangriff planen. Das fühlt sich weniger nach einem fairen Kampf an, sondern eher nach einem System, bei dem nur eine Seite etwas zu verlieren hat.

    Für uns als kleine Gruppe verstärkt das das Gefühl von Unfairness, weil Risiko und Konsequenzen nicht gleich verteilt sind.

    Gerade hier kommt für mich auch das Thema Multi-Accounts ins Spiel. Ohne diese ist es oft kaum möglich, überhaupt aus den eigenen vier Wänden herauszukommen – vor allem dann, wenn man permanent belagert wird. Man braucht teilweise einen zweiten Account außerhalb der Mauern, um überhaupt reagieren oder sich bewegen zu können.

    Für eine kleine Gruppe wird das schnell zu einem großen Nachteil. Anstatt aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen, ist man nur noch mit Überleben beschäftigt – und das nimmt dem Spiel langfristig den Spaß.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit Raids (mit oder ohne Raidzeiten) gemacht?

    Ich habe bisher nur Erfahrungen ohne feste Raidzeiten gesammelt. Dabei habe ich gemerkt, dass das Spielerlebnis stark eingeschränkt wird. Anstatt den Spielspaß am Looten, Erkunden sowie abwechslungsreichem PvP und Events zu genießen, ist man praktisch gezwungen, 24/7 in der Base präsent zu sein.

    Das Problem ist, dass viele Spieler bevorzugt offline raiden – und das meistens zu Uhrzeiten, zu denen man normalerweise schläft. Dadurch entsteht ein permanenter Druck, ständig online sein oder zumindest regelmäßig kontrollieren zu müssen, ob die eigene Base noch steht.

    Meiner Meinung nach führt genau das auch zum Problem mit Multi-Accounts. Diese werden vor allem dann kritisch, wenn es zu unfairen Kämpfen kommt – beispielsweise bei einer deutlichen Überzahl an Angreifern oder bei Offline-Raids.

    Wenn ich mich nachts zur Kontrolle einlogge und merke, dass unsere Base (die fünf Leuten gehört) von sechs bis acht Spielern offline geraidet wird, dann nutze ich natürlich einen Multi-Account zur Verteidigung.

    In normalen Kampfsituationen, wie wir sie diese Season häufig hatten, war es jedoch nicht notwendig, auf einen Multi-Account zurückzugreifen.

    Wann fühlt sich Verlust für euch fair an?

    Ein Verlust fühlt sich für mich dann fair an, wenn der Kampf ausgeglichen und fair war Der Kampf aktiv geführt wurde.– ohne dass er sich unnötig in die Länge zieht. Wenn man nach zum Beispiel drei Stunden sagen kann:

    „Okay, wir sind gefallen. Der Gegner war taktisch besser und hat es verdient.“

    Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich das auch genauso sehe:
    Wer kämpft und den Sieg holt, hat den Loot gewonnen, Das gehört für mich dazu.
    Meiner Meinung nach würden feste Raidzeiten dabei helfen. So kann man sich besser organisieren:

    • Wer von meinem Team ist wann online?
    • Wen kann man noch dazuholen oder um Hilfe bitten?
    • Mehr Absprachen zwischen Spielern und Gruppen.

    Das Ganze wäre strukturierter, fairer und würde für beide Seiten planbarer ablaufen.


    Vorteile

    • Maximale Freiheit – Raids sind jederzeit möglich.
    • Hoher Nervenkitzel durch ständige Gefahr.
    • Sehr dynamisches und spontanes Gameplay.
    • Kleine Gruppen können auch zu Randzeiten angreifen.

    Nachteile (aus MEINER Sicht)

    • Ständiger Druck, 24/7 verfügbar zu sein.
    • Weniger Zeit für Looten, Erkunden, PvP-Events etc.
    • Offline-Raids sind sehr häufig.
    • Schlaf- und Real-Life-Zeiten werden indirekt „bestraft“.
    • Multi-Accounts entstehen als Reaktion auf Überzahl oder Offline-Raids.
    • Unfaire Situationen durch große Überzahl (5 vs. 8 etc.).
    • Weniger Organisation, mehr Chaos.


    • ✅ Vorteile Mit festen Raidzeiten

    • Planbarkeit für alle Gruppen.
    • Bessere Organisation im Team (wer ist wann da?).
    • Mehr Kommunikation und Absprachen.
    • Weniger Offline-Raids.
    • Kämpfe sind häufiger aktiv und ausgeglichen.
    • Verluste fühlen sich fairer an („sie waren taktisch besser“).
    • Weniger Bedarf an Multi-Accounts zur Notverteidigung.
    • Mehr Zeit außerhalb der Raidzeiten für Events, PvP, Farmen und Erkunden.
    • ❌ Nachteile

    • Weniger spontane Raids.
    • Eventuell Einschränkung für Spieler mit unregelmäßigen Zeiten.
    • Angreifer und Verteidiger können sich gezielt „stacken“.
    • Weniger „Hardcore-Feeling“.

      Würdet ihr zeitlich begrenzte Raidmechaniken zumindest als Experiment akzeptieren?

      ich würde es gerne ausprobieren und wäre offen eine Season mit Raid Zeiten zu leben.


    LG ich hoffe ich konnte ein wenig beitragen :)

  • Ich persönlich würde feste raidzeiten sehr begrüßen. In letzter Zeit hat es sich doch sehr zu einem online oder zumindest Erreichbarkeit zwang geführt, bei dem man schon ein schlechtes Gewissen bekommen hat.,wenn man um 23 Uhr schlafen geht weil man zb Frühschicht hat. Was mir am besten gefallen würde, wenn man sagt nur Samstag und Sonntag. Dann könnte man sich auch mal etwas vorbereiten und zumindest ein paar Tage Wände ranzimmern, bevor es am ersten Tag gleich wieder geknackt wird weil man zb frühmorgens baut (wenn man Spätschicht hat) aber dann um 20 Uhr wenn man noch arbeiten muss, der RAID stattfindet).

    Genauso glaube ich das mit einer Beschränkung auch viel interessantere Kämpfe entstehen können was sich auch positiv auf das Spielerlebnis auswirkt.

  • würde das "problem" sicher etwas kleiner machen aber im endeffekt nicht abschaffen. dann kommen sie halt samstag um 4 statt dienstag um 7. aber dann könnte es wirklich passieren, dass sonst einfache raids in konflikten und vllt kriegen ende. wäre doch mal ein anreiz. das gehört zwar zum spiel dazu aber im echten leben kann man sich ja auch nicht ausloggen. und ausser Ai wächter für die base fällt mir auch nicht ein wie man sowas balanced.

    This Server deservers a better class of villians and we are going to give it to them. Because its not about loot, its about sending a massage.

  • Lieber EpoZennin,

    es geht ja nicht darum, Raids komplett abzuschaffen – höchstens vielleicht die Struktur etwas zu überdenken. Die Unfairness ist einfach riesig, und das kannst du nicht abstreiten. Wenn du abends nach 6 Stunden DayZ schlafen gehst und morgens einloggst und deine Base ist komplett weg, dann ist das für jeden einfach ein mieses Gefühl. (vor allem wenn es ein Spieler war der selber keine Base besitzt)

    Wenn es jedoch feste Raid-Zeiten gäbe, könnte man sich besser organisieren – Verbündete suchen, Freunde dazuholen, sich vorbereiten. Natürlich könnte ich zum Beispiel am Samstag oder Sonntag wegen meiner Arbeit in der Gastro nicht unbedingt immer dabei sein, aber es würde zumindest der Hälfte meiner Gruppe helfen.

    Es gibt immer Pro und Kontra, klar. Aber das Spiel kann man in der Hinsicht nicht wirklich mit dem echten Leben vergleichen 😄 Oder wirst du privat geraidet?

    Tell me more <3

  • Ich möchte auch gerne meinen Senf dazu geben, kurz und knapp:

    Ich bin stark für feste Raidzeiten, ich lehne offline Raids ab. Es schädigt aus meiner Sicht überproportional stark den Teil der Vanilla Community, der sich aktiv am Spiel und auch aktiv am Miteinenander oder Gegeneinander beteiligt. Den Argumenten von Freizeitbambi kann ich nur zustimmen. Base bauen wird systematisch stärker bestraft als dies nicht zu tun. Und wenn wir mal überlegen wie DayZ so früher war, so ohne Basebuilding ... Tot nämlich. Soll heißen, man muss ein System schaffen in dem Basebuilding möglich bleibt und belohnt wird, aber gleichzeitig Raids weiterhin möglich und Chancenreich sind.

    Idee: Raidverbot von 0 bis 6 Uhr, dafür reduziert man von 6-24 Uhr die Strukturpunkte von Mauern und Toren um x% (bspw. 10 oder so muss man testen) um den Nachteil den kleinstgruppen durch das Wegfallen der Offline Raid Möglichkeit zu kompensieren. Das belohnt Basebuilding, erlaubt normale Schlafrhytmen und macht dafür die Raidzeit intensiver, weil man sich schneller Zutritt verschaffen kann.

    Könnt ja mal sagen wie ihr die Idee findet.

  • Ich glaube, dass Raidzeiten nicht allen gerecht werden.

    Viele in meiner Gruppe haben einen späten Rhythmus, und kommen auch erst spät Online, da hätte man ein sehr enges "Raid-Fenster", dementsprechend würde ich mich gegen festegelegte Raidzeiten
    aussprechen und einen anderen Vorschlag bringen.

    Meine Gruppe und ich waren mal auf einem anderen Server namens "The Crown", und dort gab es dass Raid-Wochenende: Von Freitag 18:00 bis Sonntag 18:00 (glaube ich, weiß die genauen Zeiten nicht mehr) war Raidzeit, man durfte raiden. Wenn der Raid länger ging war das okay, aber es durfte kein neuer gestartet werden.

    Mein Vorschlag wäre ein Kompromiss; Ein Raid-Wochenende mit festen Zeiten. Ich glaube aber auch dass dies Hand-in-Hand mit dem Verbot von Multiaccounts kommen sollte, weil kleinere Gruppen sonst keinen richtigen Vorteil erzielen könnten.

    Einmal editiert, zuletzt von Davus (14. Februar 2026 um 02:57)

  • Ich möchte zu einigen Kommentaren kurz meine Meinung kund tun :)

    dann kommen sie halt samstag um 4 statt dienstag um 7. aber dann könnte es wirklich passieren, dass sonst einfache raids in konflikten und vllt kriegen ende.

    Es ist bereits jetzt die Situation, dass sich das Spielen am Server wie Krieg anfühlt. Von psychologischen Angriffen, bei denen man kurz "anklopft" und sagt man ist dann in 20 Minuten da und macht alles auf, bis hin zu Konflikten, die über Stunden gehen. Oft wird dann gesagt: "dann Bau halt keine Base". Dann ist das Spiel aber für die meisten einfach tot.

    Idee: Raidverbot von 0 bis 6 Uhr, dafür reduziert man von 6-24 Uhr die Strukturpunkte von Mauern und Toren um x% (bspw. 10 oder so muss man testen) um den Nachteil den kleinstgruppen durch das Wegfallen der Offline Raid Möglichkeit zu kompensieren. Das belohnt Basebuilding, erlaubt normale Schlafrhytmen und macht dafür die Raidzeit intensiver, weil man sich schneller Zutritt verschaffen kann.

    Hier sehe ich ein ganz klares Problem: die meisten Leute haben Job und/oder Familie. Da steht auch unter der Woche niemand um 06:15 Uhr an der Kante, um die Basis zu verteidigen. Damit ist das Gefühl (egal, ob große oder kleine Gruppe) am Abend online zu kommen und alles zerstört vorzufinden genau das selbe.

    Mein Vorschlag wäre ein Kompromiss; Ein Raid-Wochenende mit festen Zeiten. Ich glaube aber auch dass dies Hand-in-Hand mit dem Verbot von Multiaccounts kommen sollte, weil kleinere Gruppen sonst keinen richtigen Vorteil erzielen könnten.

    In meinen Augen eine sehr coole Kompromisslösung. Neue Spieler haben Zeit sich etwas aufzubauen und es entsteht ein gefühl von: Bald ist Wochenende, bald krachts. 👀 In so einem Modell wären Nachtschichten auch eher vertretbar, als unter der Woche bis 04:00 Uhr Nachtschicht zu machen.

  • Ich habe in den letzten Jahren immer wieder geraidet, sowohl als in einer Gruppe und in letzter Zeit als Duo oder allein. Die meisten meiner Raids waren Offline Raids. Ich raide halt dann, wenn ich Zeit und Lust habe, egal wie hoch/tief die Spielerzahl ist. Zurzeit spiele ich auf einen anderen Server, wo unter 50 Leute der Raidschaden halbiert wird, um Offline Raids entgegenzuwirken.

    Vorteile mit Raidzeiten:
    - Nicht immer der Druck online zu sein
    - Mehr PVP Aktionen bei den man um seinen ganzen Loot kämpfen muss
    - Es werden voraussichtlich mehr Basen überleben, weniger Spieler werden den Server verlassen
    - Am Wochenende sind mehr Spieler online

    Nachteile mit Raidzeiten:
    - Die Chancen von Solospieler oder kleine Gruppen ist verschwinden gering
    - Man braucht viel mehr Spieler zum Angreifen als zum Verteidigen
    - Multiaccounts machen es zu einfach eine Base zu verteidigen
    - Unter der Woche wird die Spieleranzahl wahrscheinlich sinken durch fehlende Angst um die Base
    - Entfernt sich noch mehr von Vanilla

    Den letzten Punkt finde ich eigentlich nicht schlimm, aber das wurde ein immer an den Kopf geworfen, wenn man etwas auf den Vanilla Server verändern wollte. Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht ein Raid-Wochenende probehalber einzuführen, z.B. von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 0 Uhr. Unter der Woche kann man dann kein Schaden an Wänden/ Toren machen, also wenn die Base offen steht oder schlecht gebaut, könnte man trotzdem noch geraidet werden. Größte Gefahr, die ich sehe, ist das man dadurch eher die großen Gruppen schütz.

    In meiner Augen ist aber nicht der Offline Raid das größte Problem, sondern das schlechte und nicht durchdachte Vanilla Bausystem. Dies ist aber ein anderes Problem.

  • Ich würde den Versuch Raidzeiten einzuführen grundsätzlich unterstützen, ähnlich wie Davus beschrieben hat ist ein Raidwochende dabei mein Favorit, denn Wochentag vormittags fühlt sich genauso offline an wie Nachts um 4:30.
    Auf den meisten Servern mit Raidzeiten auf denen ich aktiv war, gab es unzählige weitere Regeln wie z.B. dass nur Tore geraidet werden können,kein Bullet only C4 Raid, mit Gruppenlimits usw. darauf würde ich gern verzichten, denn ich finde gerade die Kreativität eine Verteidigung auszuhebeln z.B. mit "Raidyoga" hereinspringen, Wachturm bauen, Rahmen zerschießen usw. erweitert die Optionen ernorm und ermöglicht auch kleineren Gruppen zu raiden.
    Desweiteren muss klar sein was genau ein Raid ist. Wenn ich rein und raus komme ohne eine Struktur zu zerstören ist es dann ein Raid? Wie Tabasko bereits aufgezeigt hat basieren viele Raids auf Schwächen im Basedesign. Kann ich diese dann jederzeit ausnutzen oder sollte dies ebenfalls an Raidzeiten gekoppelt werden?

  • Ich definiere Raidzeiten genauso wie Tabasco:

    Tor sprengen unmöglich, da Schaden abgeschaltet ist. ❌

    Tor von innen Dismanteln, weil man darüber springen konnte, und/oder Baufehler jederzeit möglich. ✅

    Ansonsten hast du eine Ticket Flut und auch unzufriedene Admins 😅

  • Lieber EpoZennin,

    es geht ja nicht darum, Raids komplett abzuschaffen – höchstens vielleicht die Struktur etwas zu überdenken. Die Unfairness ist einfach riesig, und das kannst du nicht abstreiten. Wenn du abends nach 6 Stunden DayZ schlafen gehst und morgens einloggst und deine Base ist komplett weg, dann ist das für jeden einfach ein mieses Gefühl. (vor allem wenn es ein Spieler war der selber keine Base besitzt)

    Wenn es jedoch feste Raid-Zeiten gäbe, könnte man sich besser organisieren – Verbündete suchen, Freunde dazuholen, sich vorbereiten. Natürlich könnte ich zum Beispiel am Samstag oder Sonntag wegen meiner Arbeit in der Gastro nicht unbedingt immer dabei sein, aber es würde zumindest der Hälfte meiner Gruppe helfen.

    Es gibt immer Pro und Kontra, klar. Aber das Spiel kann man in der Hinsicht nicht wirklich mit dem echten Leben vergleichen 😄 Oder wirst du privat geraidet?

    Tell me more <3

    ich rede davon das spiel so realitisch wie möglich zu gestalten. und im echten leben logst du dich halt auch nicht aus. du pennst in deiner base oder hälst wache.

    This Server deservers a better class of villians and we are going to give it to them. Because its not about loot, its about sending a massage.

  • ich stimme Tabasko zu.

    raid-zeiten würden am ende eher den großen fraktionen helfen als dem kleinen solisten. das vanilla-bausystem ist schrott. übernimmt bitte einfach das vom gemoddeten. damit wir endlich kleine und mittlere wände bauen können. die wir dann mit einem elektronischen codelock absichern können... please.

    wie hier schon einer gesagt hat, man solle raid-zeiten mit dem verbot von multiaccounts einführen, dem ich voll zustimme. ich würde sogar noch weiter gehen und das basebuilding stark regulieren, damit hier niemand ganz novodmitrosk besetzt hällt oder sniperbasen im spawngebiet baut.

    This Server deservers a better class of villians and we are going to give it to them. Because its not about loot, its about sending a massage.

  • Danke euch erstmal für die bisher sachliche Kommunikation und die eingebrachten Ideen. Genau so sollte der Austausch laufen. :)


    Ich möchte an der Stelle kurz moderativ einordnen:

    Der Vorschlag, das Bausystem aus dem gemoddeten Bereich zu übernehmen oder elektronische Codelocks einzuführen, steht aktuell nicht im Einklang mit dem klar kommunizierten Vanilla-Konzept.

    Das Team hat vor Kurzem nochmals deutlich gemacht, dass Vanilla bewusst ohne solche Modifikationen betrieben wird.
    Hier der entsprechende Hinweis des Teams, den vielleicht noch nicht alle gelesen haben:
    👉 RE: Feedback - Vanilla Chernarus Server

    Das heißt nicht, dass man über Balance, Raidmechaniken oder Basebuilding-Umfang nicht sprechen darf.
    Aber Vorschläge, die das Grundkonzept von „Vanilla ohne Mod-Mechaniken“ nicht erfüllen, sind aktuell keine realistische Diskussionsbasis.

    Lasst uns daher bitte innerhalb des bestehenden Vanilla-Rahmens argumentieren.

    Unabhängig davon ist der Punkt mit großen Fraktionen vs. Solisten natürlich diskussionswürdig – aber bitte ohne Seitenhiebe auf konkrete Gruppen oder Spieler.

    Danke euch.

  • Oder anders gesagt... rein technisch...den prozentualen Damage an Basen zu verändern geht nur via Modding (also nicht möglich auf Vanilla [Codelocks eh nicht]).
    Was Vanilla-Seitig möglich ist, sind Raids zu gewissen Zeiten (zwischen Restarts) zu verhindern. Auch technisch möglich wäre Container-Damage (Zelte, Fässer, Kisten) zu deaktivieren (zeitlich begrenzt [zwischen Restarts] oder generell). Darüber kann man diskutieren.

    [tishina]pazdJMD.png[tishina]

  • Hallo zusammen,

    Ich würde gerne auch meine Gedanken zum Thema beisteuern. Ich spiele ja auf beiden Servern. Auf Modded ist so vieles zu finden und die Welt ist mit so vielen tollen Details und Content gespickt. Leider sehr wenig Spieler. Das liegt meines Empfindens an folgenden Details. Am Anfang ist es extrem schwierig das nötige Material für eine kleine Base zu bekommen. Hat man diese Hürde endlich überwunden ist die Base nahezu sicher. Man lootet sich eine Zweitausrüstung und eine dritte.... und dann? Wird es etwas "langweilig" da man keine Angst haben muss das die Base geraidet und alles weg ist. Da wenig Baumaterial vorhanden ist werden Autos die man sich zusammengestellt hat, geklaut oder wegen ein paar Blechen völlig zerlegt. Das frustriert mich ehrlich gesagt etwas. Aber naja

    Was bleibt dann? Man läuft durch die Gegend und sammelt Dinge die man nicht wirklich benötigt aber doch irgendwie nett sind. Auf Vanilla ist dann eine komplett andere Situation. Man kann sich schnell eine kleine Base bauen und Auto,s zusammensuchen. Aber ständig hat man die Bedrohung das alles in der Nacht zerstört oder weg ist. Das "zwingt" die Leute miteinander zu kommunizieren und Fraktionen zu gründen. Das nimmt dann solche Ausmasse an das man 24/7 in der Gruppe online sein sollte. Sonst ist alles Nachts um ca. 4.00 Uhr zerstört. Kommunikation auf Discord ist entscheident. Wer die bessere Vernetzung hat dominiert. Das alles macht es auf Vanilla spannend, nervenaufreibend und etwas frustrierend. Das ist auf der einen Seite absolut phantastisch für die Community. Man kennt sich und hat tolle Erlebnisse. Aber nur wenn man dazugehört. Kleinere Gruppen die für sich sein wollen oder Personen die durch ihre Spielweise unangenehm sind bleibt nur noch die Guerillaspieltaktik. In der letzten Zeit hat das Ausmasse angenommen die fast als "kriegsähnlich" zu bezeichnen sind. Am Ende des Tages frustrierend für alle Beteiligten. Die nun gewünschten Regulierungen wie Raidzeiten und Multiaccounts könnten dem entgegenwirken. Haben aber einen Preis. Feste Raidzeiten würden grosse Gruppen bevorzugen. Relative Sicherheit. Wenn die Base unter der Woche "sicher ist" besteht die Wahrscheinlichkeit das weniger Spieler überhaupt da sind. Dazu kommt noch der RP Faktor. Auf Vanilla z.B. wird ja auch tolles RP betrieben. Ohne Multiaccounts stelle Ich mir das schwierig vor. Die Folge eventuell wäre, personelle Situation wie auf modded. Das fände Ich wirklich schade. Mein Gedankengang wäre. Auf Modded vermehrt Bausachen zugänglich machen. Es wäre das Paradies für die Bau und Lootgeier. Man könnte so tolle Basen wie auf Vanilla bauen. Dafür das raiden erleichtern. Das erhöht den Nervenkitzel und macht das Spiel lebendig. Thema Multiaccounts stelle Ich mir sehr riskant vor. Meiner Einschätzung nach haben 70% aller Spieler auf den beiden Servern Multiaccounts. Wenn die wegfallen, könnte das verheerende personelle Folgen haben. Am Ende kann man den Erfolg für solche gravierenden Änderung nur durch Ausprobieren herausfinden. Ich finde oberstes Ziel sollte sein mehr Spieler irgendwie auf die Server zu holen.

  • Danke dir, Cala-j, für deine ausführlichen Gedanken und vor allem für deine Perspektive nach dem Spielen auf beiden Serverarten (modded und Vanilla) von GDZ.
    Das hat nämlich nochmals einen wichtigen Punkt aufgeworfen und hilft tatsächlich, die Unterschiede greifbarer zu machen:

    Einen Punkt daraus möchte ich kurz aufgreifen, als neue Perspektive quasi, auch wenn sie vielleicht unbequem ist:
    Wenn Basen auf Vanilla künftig in irgendeiner Form sicherer würden (z. B. durch Raidzeiten), hätte das vermutlich auch Auswirkungen auf die Loot- und Materialbalance.

    Aktuell ist Baumaterial vergleichsweise gut verfügbar, weil Basen eben nicht dauerhaft stehen bleiben. Dinge kommen wieder in Umlauf. Strukturen zerfallen oder werden geraidet.
    Dadurch entsteht fast ständig Bewegung im System. Wenn sich das ändern würde, sollte man konsequenterweise auch über Spawnraten, Bebauungsdichte und mögliche Langzeitblockaden sprechen.
    Sonst könnte es passieren, dass wichtige Orte dauerhaft zugebaut werden – und das würde wiederum neue Probleme schaffen.

    Ich möchte damit nicht Partei für eine Seite ergreifen, sondern den Gedanken von Cala-j aufgreifen und daran erinnern, dass jede Veränderung möglicherweise auch andere Stellschrauben im System betrifft.

    Ist in etwa wie mit unserem Bausystem: Das ist recht liberal eingestellt, dafür kann man Dinge wie Lagerfeuer und Wachtürme auch stacken und zum Raiden nutzen. Ersterem wurde durch Regeln eine Grenze gesetzt, Zweiteres wird toleriert. Auch das ist eine Balanceentscheidung und war ein langer Prozess. Auf so etwas sollte man sich dann auch einstellen.

    Zum Thema Multiaccounts würde ich euch bitten, die Diskussion im entsprechenden Thread weiterzuführen, damit wir die Themen nicht vermischen. Das hilft, die Argumente sauber zu halten und nichts durcheinanderzubringen. Danke und auch danke, dass ihr euch hier so sachlich und konstruktiv austauscht. :)

  • Achtung Herz-Aus-Gold, aus deinem Beitrag les ich folgendes heraus:

    Basen werden seltener geraidet, also kommt weniger Baumaterial in den Umlauf, also wird auch die Balance aus (Beispiel) "Nagelstash" gestört.

    Ein Überfluss an Material entsteht in meinen Augen nicht durch fehlende Zerstörung, sondern durch:

    • Große Gruppen mit viel Sammelkapazität
    • Optimierte Lootrouten
    • Multiaccounts

    Überfluss ist in meinen Augen also auf keinen Fall das Problem, sondern die Verschiebung der Möglichkeiten, die sich durch den Überfluss ergeben.

    Es wäre also durchaus sinnvoll den Regeln einen Zusatz zu geben, um maximale Baugrößen zu definieren.


    Kurz gesagt: Es ist nicht selten, dass eine Gruppe schon jetzt hunderte, bis tausende Nägel gestashed hat, sollte es zu einem Rückbau/Raid kommen.

    Einmal editiert, zuletzt von WhiskeyMixer (16. Februar 2026 um 11:24)

  • Ich glaube, wir schauen da gerade aus unterschiedlichen Blickwinkeln drauf. Mir ging es nicht um eine feste Kausalkette, sondern eher um die Dynamik im System.

    Vanilla reguliert sich theoretisch ein Stück weit selbst, weil Strukturen nicht dauerhaft bestehen. Basen fallen, Material kommt wieder in Umlauf, Dinge bleiben in Bewegung. Das Bewegt auch das Spiel.

    In der Praxis hängt diese Dynamik aber stark davon ab, wie sich die Spielerschaft gerade verteilt und verhält. Mal gibt es größere Zusammenschlüsse, mal mehr kleinere Gruppen, mal mehr Aktivität, mal weniger. Das verläuft ohnehin in Wellen und das ist auch die Freiheit bei uns und unterscheidet GDZ auch von einem offiziellen Server.

    Genau deshalb wollte ich den Gedanken einbringen:
    Wenn man an der Struktursicherheit dreht, verändert man erneut diese Dynamik. Und dann müsste man im Blick behalten, ob und wo sich etwas verschiebt.

    Mir ging es nicht darum, einer Seite recht zu geben oder Lootverknappung oder Begrenzung von Strukturen zu fordern.
    Ich wollte jedoch bewusstmachen, dass Änderungen selten isoliert wirken.

    Alles auf dem Server hängt miteinander zusammen. Dreht man an einer Schraube, bewegt sich oft auch eine andere mit und dann wird es nötig, weiter am Konzept zu feilen. Das wollte ich an der Stelle ins Bewusstsein bringen, denn eine kleine technische Änderung ist schnell gemacht, aber sie hat ihre Auswirkungen auf die Spielweise.