Ein Mann in Schweinemaske betritt eine alte Kirche.
Draußen prasselt der Regen gegen die farbigen Fenster, die alte Geschichten erzählen.
Feuchte Kälte liegt zwischen den Bänken, zieht sich langsam durch Stein und Holz, als hätte sich der
Ort selbst daran gewöhnt.
Das Licht ist Schwach und der Sturm übertönt jedes Geräusch.
Das große Tor fällt hinter ihm ins Schloss.
Langsam schreitet er nach vorne, drückt das Regenwasser aus seiner Kleidung,
das an ihm haftet, wie seine Vergangenheit selbst.
Gnadenlos.
Er friert.
Die Schritte hallen an den Kirchenwänden und malen ein Echo. Er Bewegt sich nach vorne zum Pult.
Seine Waffe legt er in einem Schwung neben sich auf den Boden.
Vier Kerben.
Er kramt in seiner Tasche und holt eine Akte hervor.
Das Urteil darauf so gnadenlos, wie der Regen im Winter.
SCHULDIG
Exekution: Vollzogen
Er wirft ihn davon, als wäre er nur noch eine Scherbe seiner Vergangenheit.
Dann Plötzlich ein rotes Glimmen im Schatten der Kirche.
Rauch steigt auf, als ein gezeichneter Mann den Tabakdampf ausstößt.
Instinktiv will der Mann in Schweinemaske nach seiner Waffe greifen,
doch dann sieht er es.
"Tz tz tz, das lassen wir schön bleiben."
Ein Revolver, der bereits auf ihn gerichtet ist.
Die Schatten lösen sich von den Wänden, formen Gesichter.
Sie fangen an, um ihn herum zu tanzen. Verzerrt. Unvollständig.
Sie verspotten ihn. Lachen ihn aus.
Das Schicksal, wie das eines Beutetiers steht ihm bevor und die Gesichter wissen es.
"Ganz ruhig Kleiner, nur eine Vorsichtsmaßnahme..."
Ein Ruck fährt durch seinen Körper und eine Erinnerung in ihm wird wach.
Metall unter seinem Rücken. Kalt. Hart. Der Mann im Schweißerhelm liegt festgeschnallt.
Elektroden erwachen, der Mann will nach etwas greifen, doch der Schmerz macht ihn Willenlos.
Die Gurte um seine Hüfte, Arme Beine werden fester gezogen.
Der Geruch von Rauch liegt schwer in der Luft. Eine Präsenz bewegt sich über ihn - Lächelt ihm ins Gesicht.
Er kehrt zurück ins Jetzt. Der Alte steht vor ihm, das Gesicht in Schwarze Schatten gehüllt.
Wieder rotes Glühen und eine Schwade, die des Schweinemaskenträgers Gesicht trifft.
"Weißt du....Die Menschen wollen Freiheit… aber sie können nicht damit umgehen."