Ein Mann mit Schweinemaske sitzt auf einem schmalen Bett.
Das Fenster neben ihm steht offen, doch die Luft bewegt sich kaum.
Die Hitze liegt schwer im Raum, drückt gegen die Wände, lässt selbst den Staub träge wirken.
Draußen im Hof grunzt ein Schwein.
Immer wieder.
Kurz.
Nervig.
Hartnäckig.
Der Mann hebt langsam den Kopf.
Sein Blick wandert zum Fenster, bleibt dort einen Moment hängen, als würde allein das Geräusch bereits an seinen Nerven ziehen.
Dann wieder dieses Grunzen.
Lauter diesmal.
Seine Finger zucken leicht.
Wochen sind seit dem letzten Rückfall vergangen.
Wochen ohne Schreie in den Wänden.
Ohne Gesichter, die sich aus Schatten lösen.
Die Stimmen haben sich beruhigt.
Kein Lachen mehr.
Kein Hohn.
Kein Spott.
Nur Stille.
Und das verdammte Schwein draußen.
Der Geschmack von POX-Gas liegt noch immer auf seiner Zunge.
Metallisch. Bitter.
Als hätte sich die Luft selbst verändert.
Irgendwo außerhalb der Stadt muss etwas aufgebrochen sein.
Etwas, das besser verschlossen geblieben wäre.
Selbst hier riecht die Wärme falsch.
Neben dem Bett lehnt die Schweißermaske.
Still.
Unbeweglich.
Und doch wirkt sie, als würde sie ihn ansehen.
Ein Urteil, das er nur zu gut kennt.
Der Mann senkt den Blick.
In seinem Schoß liegt ein Blatt Papier.
Mehrfach gefaltet, die Kanten abgegriffen.
Darauf die Worte:
Operation Waterloo
Er betrachtet die Schrift lange genug, um sie nicht mehr lesen zu müssen.
Draußen grunzt das Schwein erneut.
Ein leises Ausatmen unter der Maske.
Genervt. Fast erschöpft.
Dann neigt der Mann den Kopf, faltet das Blatt sauber zusammen und steckt es in seine Tasche.
Die Schweißermaske bleibt zurück.
Der Mann steht auf und verlässt den Raum.
Das Schwein grunzt weiter.