Die Sonne steht noch hoch genug, um den Hof in warmes Licht zu tauchen.
Ein Mann mit Schweinemaske sitzt auf einem umgedrehten Holzkasten. Vor ihm ein Stück Holz, ein Messer, Späne im Staub. Ruhig arbeitet er das Holz zurecht, zieht lange, gleichmäßige Schnitte, bis aus dem Rohstück ein Bolzen für eine Armbrust wird. Als die Spitze geformt ist, hebt er sie ins Licht der sinkenden Sonne und hält sie prüfend dagegen.
Neben ihm im Gras liegt eine Armbrust. Nicht seine.
Ein flüchtiger Gedanke streift ihn.
Ein anderes Gespräch.
Ein anderes Angebot.
Damals hatte er nur den Kopf geschüttelt.
Manche Türen, hatte er entschieden, bleiben geschlossen.
Der Bolzen wandert zu den anderen.
Später hängt die Armbrust über seinem Rücken. Der Mann geht durch das Camp von Prigorodki, ruhig, beinahe beiläufig, bis er am schwarzen Brett stehen bleibt. Ein Zettel in seiner Hand. Ein Nagel. Zwei kurze Schläge gegen das Holz.
Das Papier bleibt. Darauf steht:
Manche Forderungen stehen laut im Wind.
Andere stehen zwischen den Zeilen.
Der Turm steht schief. Steine lassen sich lösen.
Hände werden sie finden. Wenn sie kommen.
Wenn sie nicht kommen – werden andere Wege gefunden.
Sonntag zeigt, wer wirklich gesehen hat.
In Prigorodki