Ein warmer Wintertag.
Die Sonne steht tief, aber sie wärmt. Zu viel für die Jahreszeit. Zu ehrlich.
Vor einer Wand: der Mann mit der Schweinemaske.
Er lehnt dort, ein Fuß an die Steine gesetzt, Schultern locker.
Beobachtend. Wartend.
Als wäre er Teil des Mauerwerks.
Ein paar Meter weiter: Ein Mann.
Schwarze Kleidung.
Er bewegt sich im Kreis.
Nicht hastig. Nicht nervös.
Eher… vorführend.
Schultern breit. Schritte etwas zu groß.
Ein Blick hierhin, ein Blick dorthin.
Brunftzeit, auch ohne Wald.
Er redet.
Zu viel.
Oder zumindest öfter, als nötig wäre.
Vor ihm: Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371.
Sie hört zu. Oder auch nicht.
Eine Hand liegt auf ihrer DMR.
Nicht schützend. Nicht eifersüchtig.
Zärtlich.
Ihre Finger gleiten über den Waffe, als müsste sie prüfen, ob sie noch da ist.
Ein leichtes Klopfen mit den Knöcheln.
Vertraut. Ruhig.
Der Mann in schwarzer Ausrüstung rückt näher.
Ein halber Schritt.
Dann noch einer.
Die DMR bleibt zwischen ihnen.
Unbeeindruckt.
An der Wand hebt der Mann mit der Schweinemaske langsam den Kopf.
Augen rollen. Nicht dramatisch.
Nur genug, um es zu bemerken.
Er greift in seine Tasche.
Ein Stift.
Gelb. Unpassend grell für alles hier.
Ein Zettel.
Schon benutzt. Alte Linien. Alte Notizen.
Er schaut zu dem Mann.
Dann auf das Papier.
Dann wieder hoch.
Zwei kurze Striche.
Nicht parallel. Einer etwas länger.
Ein Halbkreis darunter.
Ein Smiley.
Minimalistisch. Gnadenlos.
Er hält den Zettel hoch, richtet ihn aus, als würde er ihn exakt über das Gesicht des Mannes legen.
Aus der Distanz passt es. Fast perfekt.
Der Mann neigt den Kopf.
Zufrieden.
Der Mann redet weiter.
371 streicht weiter über ihre Waffe.
Der Winter bleibt warm.
Der Smiley bleibt gelb.
Und die Wand trägt das Gewicht eines Mannes,
der nichts sagen muss,
um alles zu kommentieren.