💛 Herzenssache – Berichte aus 1.29/2

  • Samstag, 03.10.2026 – Tag 051: Sturm der Ordnung – und was danach bleibt

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    Hallo ihr Lieben,

    heute sollte sich zeigen, ob die Mauern von I.K.E.A. dem Sturm aus Überlebenden standhielten. All die Vorbereitungen, die gesammelten Spenden und der mühsamen Wiederaufbau nach dem Angriff der dunklen Mächte hatten sich gelohnt. Der Tag war gekommen: „Sturm der Ordnung“.

    Natürlich gab es bis zuletzt noch etwas zu erledigen, das war ja klar. Weitere Spenden von ASSAULTxHDx und T.S.Clown warteten darauf, zur "Zentrale" gebracht zu werden. Ich war dankbar dafür, doch inzwischen konnte ich keine Lieferung mehr selbst abholen. Dafür waren die Wege zu weit und der Tag hatte einfach nicht mehr genug Stunden. Außerdem hatte ich mit anderen Dingen alle Hände voll zu tun. Ich konnte einen LKW zur Verfügung stellen. Mehr war gerade nicht möglich.

    Das sorgte für etwas Unmut. Ich verstand, dass jeder seine Sachen rechtzeitig am richtigen Ort wissen wollte. Gleichzeitig hoffte ich auf Verständnis dafür, dass auch ich nur an einem Ort zugleich sein konnte. Kurz vor Beginn des Events stand der LKW dann doch vor der Zentrale, gefüllt mit ASSAULTxHDx und @T.S.Clowns weiteren Spenden. Aus Zeitgründen konnte ich sie nicht mehr einsortieren, was mich nun etwas missmutig machte. Mein "innerer Monk" rebellierte...

    Aber sei es drum: Die Spenden kamen an, und wir konnten uns dem widmen, wofür all diese Arbeit gedacht gewesen war.

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    🎣 Alltag vor dem großen Lärm

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    Es gibt Menschen, die haben angesichts des größten Stresses einfach die Ruhe weg. E.C.H.O. gehört definitiv dazu. Er war zwar am Event nicht direkt beteiligt, aber der Aufruhr die letzten Tage in und um Prigorodki und Chernogorsk war ihm mit Sicherheit auch nicht entgangenen. Doch was tat er? Er erschien am Camp und half beim Angeln. Als sei das alles ganz normal...

    Während andernorts Waffen verteilt, Gruppen gebildet und die letzten Absprachen getroffen wurden, sorgte er dafür, dass wir etwas zu essen hatten. E.C.H.O. hatte ein gutes Herz, soviel war klar und es fiel mir schwer seine andere Seite, die andere aus Berechnung heraus tötete damit in Einklang zu bringen. Aber im Moment mochte ich diesen kleinen Rest Alltag. Bei aller Aufregung mussten die Menschen schließlich weiterhin versorgt werden, und auch der größte Sturm ließ sich mit leerem Magen schlecht durchstehen und ich rechnete mit einer Menge hungriger Bambis im Verlauf des Abends. Daher dankte ich E.C.H.O. für seinen Einsatz.

    Unterwegs zur "Zentrale" traf ich auf Besuch aus dem anderen Chernarus: Mitglieder der KGB, der kleinen gemeinen Bande.

    Johnny, Cpt.Crunchtime runchtime und Kyn waren dabei, außerdem ein vierter Überlebender, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. Sie waren für das Event zu uns gekommen und bedankten sich für die Erstversorgung am Auffanglager in Prigorodki. Es freute mich, dass unsere Camps auch für solche Besuche ein Ausgangspunkt sein konnten und vor allem, dass sie sich entschlossen hatten, bei diesem Event mitzukämpfen.
    Man kam in einer fremden Welt an, fand etwas Nahrung und grundlegende Ausrüstung und musste seinen ersten Weg nicht völlig unvorbereitet gehen.

    Später übernahm die KGB eine deutlich weniger gemütliche Aufgabe: Sie wurde zum Minenräumkommando. Ja ob ihr es glaubt oder nicht... der Name „kleine gemeine Bande“ ließ jedenfalls nicht vermuten, dass ausgerechnet diese Leute dafür sorgen würden, anderen einen sichereren Weg zu ermöglichen. Aber Chernarus ist immer für solche Überraschungen gut.

    Tja und dann begann das große Schießen...


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    🚕 Menschen zur Küste, Menschen zum Kampf

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    Pinky und @Chantal waren unterdessen mit dem Auto unterwegs und holten Bambis ab. Später stieß Jammet dazu und unterstützte den Fahrdienst mit einem zweiten Auto. Da .chantal2000 leider aus technischen Gründen nicht fahren konnte, saß sie auf dem Beifahrersitz neben Pinky und sah - wie immer - gut aus. Doch sie hatte die ungemütliche Aura, die Schüsse auf ihr Auto regelrecht anzogen. Und so wurden sie auch bei Solnichniy beschossen.

    Zum Glück gelang es ihnen, zu entkommen und ihre Fahrgäste heil nach Prigorodki zu bringen. Ich war erleichtert über diese Nachricht. Schon die Wege zum Camp sind gefährlich genug, und niemand sollte seinen Besuch bei uns damit beginnen müssen, auf dem Rücksitz eines Taxis zu sterben. Ich danke euch dreien für euren selbstlosen Einsatz!

    Während sich viele Augen auf die Basis von I.K.E.A. richteten, lief unsere Arbeit weiter. Menschen kamen an der Küste an, brauchten eine Mitfahrgelegenheit, etwas zu essen oder jemanden, der ihnen erklärte, wo sie gelandet waren. Es tat gut zu wissen, dass sich auch darum jemand kümmerte.


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    🏰 Der Sturm trifft auf feste Mauern

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    Der Kampf selbst war erbittert; die I.K.E.A. hatte ein beeindruckendes Bauwerk errichtet und kannte die eigenen Wege, Deckungen und Positionen. Besonders WhiskeyMixer nutzte seinen Platz auf dem Hoteldach mit großem Erfolg. Fast zwei Stunden dauerte es, bis die Angreifer ihn dort endlich erwischten.

    Zwei Stunden, in denen dieser eine Mann ihnen das Vorrücken erheblich erschwerte. Ich musste an unsere gemeinsamen Vorbereitungen denken. Noch am Vortag hatten wir Ausrüstung für die Angreifer abgeholt. Nun saß WhiskeyMixer über ihnen und sorgte dafür, dass sie diese auch wirklich brauchten.

    ASSAULTxHDx übernahm die Koordination der Gruppe „Turm“, der isch auch für den Abend unser Black Lion angeschlossen hatte. Trotz des heftigen Schusswechsels mit Jannnik und dakel gelang es ihm, einen Belagerungswachturm zu bauen. Das musste man ihm lassen. Unter Beschuss überhaupt die Ruhe zu finden, um Baumstämme zu schleppen und einen solchen Bau voranzutreiben, war eine Leistung. Wer ASSAULTxHDx nur nach seinen Sprüchen beurteilt, übersieht gelegentlich, wie hartnäckig er ein Ziel verfolgen kann, wenn er denn möchte.

    Auch Davus und Kallele sowie AJSmalls187und seine Freunde stürzten sich ins Gefecht. Sie holten Ikarus_98(Pascal) und Jannnik von einem Dach und verschafften den Angreifern damit einen Erfolg. Doch insgesamt blieb es schwierig.


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    Die Angreifer kannten sich untereinander teilweise kaum. Sie mussten sich während des laufenden Kampfes aufeinander einstellen, auf drei verschiedenen Funkfrequenzen Absprachen finden und herausbekommen, wer gerade wo war und was als Nächstes geschehen sollte. Auf der anderen Seite stand eine eingespielte Gruppe in einer Basis, die sie selbst gebaut hatte.

    Dieser Unterschied war deutlich zu spüren.

    So hart draußen auch gekämpft wurde, im Inneren blieb offenbar sogar Zeit für andere Beschäftigungen. janinesta (Selina) kümmerte sich um den Gemüseanbau, und @dreizehnzwölf langweilte sich.

    Nun ja.

    Während vor den Mauern versucht wurde, einen Weg hinein zu finden, wuchs dahinter Gemüse. Es war ein recht anschauliches Bild dafür, wie unterschiedlich derselbe Kampf erlebt werden konnte.


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    🚪 Wenn Verteidiger selbst die Tore öffnen

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    Schließlich wurden die Angreifer immer weniger und gaben sie gaben fast ganz auf. I.K.E.A. begann daraufhin, die eigene Basis zu raiden. Aus ihrer Sicht wollten sie den anderen helfen und den Angriff noch einmal in Bewegung bringen.

    Ich glaube ihnen diese Absicht.

    Trotzdem konnte ich verstehen, dass es bei den Angreifern... sagen wir mal etwas anders ankam. Wer lange gegen eine gut verteidigte Basis gekämpft hat und erschöpft vor ihren Mauern steht, empfindet es möglicherweise als wenig tröstlich, wenn die Verteidiger anschließend selbst anfangen, den Weg für sie zu öffnen. Die freundlich gemeinte Hilfe wirkte in diesem Moment auf sie wie eine weitere Erinnerung an die eigene Niederlage. Das machte den Abschluss des Events zunächst nicht leichter. Am Ende verzichtete I.K.E.A. jedoch auf den Sieg, und aus dem Kampf wurde eine Führung durch die Basis.

    Nun konnte man aus der Nähe sehen, woran man zuvor gescheitert war: die Wege durch das Gebäude, die Verteidigungspositionen und all die Arbeit, die in diesem Bauwerk steckte.

    Selbst ASSAULTxHDx zollte der Basis großen Respekt.

    Darüber freute ich mich. Nach einem solchen Gefecht noch anerkennen zu können, was die andere Seite geleistet hat, ist viel wert. Die Enttäuschung verschwindet dadurch nicht einfach, aber man kann einander wenigstens wieder begegnen, ohne dass jeder Satz den Kampf fortsetzt.

    Ich danke allen, die an diesem Tag mitgemacht, gespendet, gefahren, vorbereitet und geholfen haben. Auch wenn der Verlauf nicht für alle so war, wie sie ihn sich gewünscht hatten, war sehr viel gemeinsame Arbeit darin enthalten. Und das zählt am Ende.

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    ⛪ Eine kleine Kapelle und große Fragen

    The_GraveDigger beschäftigte sich am Ende des Tages bereits mit der kommenden Zeit. Er hatte eine neue, schnuckelige Kapelle gefunden, in die er nächste Season einziehen wollte.

    Ob daraus etwas wird? Bei unserem Gravey kann aus einer solchen Idee durchaus ein solides, neues Zuhause entstehen. Ich war gespannt, ob wir ihn künftig dort besuchen würden und welche Geschichten sich bis dahin um diese kleine Kapelle sammeln würden. Seine Pläne brachten aber auch mich zum Nachdenken.

    Wie würde es mit uns Samaritern weitergehen, wenn der WIPE über uns hereinbrach? Zwölfmal hatte ich das bereits miterlebt. Aber dieses Mal war einiges anders. Gerüchte machten die Runde über eine neue Welt. Nicht mehr nur Chernarus, sondern auch Nasdra. Eine Wüstenlandschaft. Wen würde es dahin ziehen, wer würde in Prigorodki bleiben? Welche Standorte könnten wir betreuen, und welche Rolle würde ich selbst dabei übernehmen, jetzt da meine Samariterfreunde bestens ohne mich klarkamen?

    In den vergangenen Jahren hatte sich vieles um unsere Camps verändert. Menschen kamen, blieben eine Weile und gingen weiter. Einige wurden enge Freunde, andere hörte man irgendwann nur noch selten im Funk. Trotzdem wuchs unsere Arbeit immer wieder mit denen, die gerade da waren und anpackten.

    Ich wollte niemanden festhalten.

    Aber natürlich machte mir der Gedanke an Veränderungen auch schwer ums Herz. Eine vertraute Stimme weniger am Feuer ist eben nicht bloß eine andere Verteilung von Aufgaben. Sie fehlt einem. Auch WhiskeyMixer hatte schon lange angedeutet, dass er sich verabschieden würde nach dem Event. Ein Abschied auf Zeit, denn eine andere Welt brauchte ihn. Doch noch wollte ich im Hier und Jetzt leben und nicht daran denken. Dafür war später noch genug Zeit.

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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Nach dem großen Sturm blieb für mich eine Frage zurück, die sich mit Waffen und festen Mauern nicht beantworten ließ: Was würden wir in die nächste Zeit mitnehmen?

    Die Basis von I.K.E.A. hatte gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen lange gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten. Auch unsere Camps bestehen aus solcher Arbeit. Nur sieht man ihnen die vielen Wege, Spenden, Gespräche und helfenden Hände oft nicht mehr an, sobald alles an seinem Platz steht.

    Ich weiß noch nicht, wo jeder von uns nach dem WIPE sein wird.

    Nasdara wird manche neugierig machen. Andere werden an der vertrauten Küste bleiben. Wir werden uns neu absprechen müssen, und einiges wird anders werden. Ich hoffe, dass dabei auch Raum bleibt für die Menschen, die einen anderen Weg wählen und uns trotzdem verbunden sind.

    Für mich ist der erste Schritt bereits klar: Ich werde wieder mit einem Unterstand beginnen. Wie immer.

    Das ist etwas, das ich kann. Stöcke sammeln, ein Seil knüpfen und einen trockenen Platz schaffen, an dem jemand seine wenigen Sachen ablegen darf. Alles Weitere wird sich daraus entwickeln – mit den Menschen, denen ich begegne, und denen, die zurückkehren.

    Der Gedanke beruhigt mich.

    Ich muss heute noch nicht wissen, wo genau welches Camp stehen und wie es aussehen wird. Ich möchte nur dafür sorgen, dass irgendwo wieder ein Anfang möglich ist. War daraus wird werden wir dann sehen.


    In diesem Sinne: Nehmt die Menschen mit in eure Zukunft, die euch wichtig sind auch wenn ihre Wege nicht immer neben euren verlaufen.

    Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Sonntag, 04.10.2026 – Tag 052:

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    Hallo ihr Lieben,

    nach dem großen Sturm vom Vortag hoffte ich auf etwas Ruhe. Wirklich... aber ihr kennt das sicher, der Moment indem aus ersehnter Ruhe am Ende dann doch einfach wieder Alltag wird. Ich kenne das inzwischen so gut, aber mich überrascht es trotzdem immer wieder. Was war los?

    @Nelli war am Camp, als ich eine Explosion aus Richtung Chernogorsk hörte. Sofort dachte ich an die Basis von I.K.E.A. Nach dem Angriff der dunklen Mächte und dem gestrigen Gefecht konnte dort noch immer jemand Hilfe benötigen, denn in der Gegend wimmelte es trotz des KGB Minenräumkommandos aus dem anderen Chernarus noch immer nur so von Sprengallen.

    Also brach ich auf.

    Einen Verletzten fand ich zwar nicht, dafür sah ich Rauchgranaten in der Basis und kurz darauf einen Fremden, der mit gezogener Waffe in Richtung Krankenhaus lief. Er war vollständig ausgerüstet und schien es eilig zu haben, aber er schien auch angeschlagen zu sein, denn er stöhnte.

    Ob er etwas mit der Explosion zu tun hatte, wusste ich nicht, aber es schien sehr wahrscheinlich. Also beschloss ich, ihm mit gebührendem Abstand zu folgen.
    Über die Dächer... Weit kam ich damit allerdings nicht, denn das Geräusch eines Motors ließ mich aufhorchen.

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    🚗 Hupen oder lenken?

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    Am Krankenhaus fuhr ein gelber Sarka mit roten und grünen Türen an mir vorbei. "PRINZESSIN PIMPERNELLA"...das war doch Nelli_3011. Sie schien mich aber nicht gesehen zu haben, kam aber wenig später zurück. Ich lief also direkt auf sie zu und sah sie am Steuer. In ihrem Auto noch den vollausgestatteten Fremden, den ich zuvor gesehen hatte.

    Sie sah mich, hupte zur Begrüßung "Hallo Herz!" und fuhr prompt gegen einen Pfosten. Augen auf die Straße, Nelli_3011!

    Beide waren bewusstlos. Zwei Reifen hatten den Aufprall nicht überstanden, und auch der Kühler hatte das Zeitliche gesegnet. Ich kümmerte mich um die beiden und reanimierte sie an Ort und stelle.

    Nelli konnte trotz allem lachen. "Danke Herz!", brachte sie hervor. „Naja, Hupen und Lenken gleichzeitig war noch etwas schwierig …“

    Ich nickte.

    Eine nachvollziehbare Erklärung. Für den nächsten Versuch empfahl ich ihr allerdings, zunächst zu lenken und erst anschließend zu grüßen. Zum Glück lebten beide. Der Rest war lediglich eine Frage der Ersatzteile. Darunter natürlich mal wieder einer der begehrten Kühler und ein Reifen. Inzwischen hatte sie ja schon Übung darin, diese Dinge zu besorgen. Ihre Begleitung stellte sie mir übrigens als Eisenfresser vor, der sich schon bei uns im Funk als Neuankömmling gemeldet hatte.

    Ich beschloss den beiden zu helfen und machte mich auf die Suche nach einem Ersatzreifen nahe der "Rostigen Axt". Einen davon trug ich zurück zum Krankenhaus. Dort wartete Eisenfresser – und zielte auf mich!

    Auf mich, als ich gerade einem Ersatzreifen in den Händen hielt und ihnen bringen wollte. Ich war so verdutzt, dass ich erst einmal zu schimpfen anfing. Das konnte ich in solchen Situationen ausgesprochen gut... meine Geheimwaffe. War das etwa seine Vorstellung davon, wie man mit jemandem umging, der ihm gerade das Leben gerettet hatte? Ein Schuss, und ich würde ihm eine ganze Season lang Cholera an den Hals wünschen! „Ich hab nur geschaut“, ließ er über Nelli_3011 ausrichten, denn sein Funkgerät versagte wohl.

    Ja. Nur geschaut....

    Ich weiß, dass man durch ein Visier manches besser erkennt. Der Mensch auf der anderen Seite sieht jedoch vor allem eine Waffe, die auf ihn gerichtet ist. Viele Überlebende hier draußen würden darauf mit einem Schuss antworten, lange bevor jemand seine gute Absicht erklären könnte. Aber ich hoffte, er hatte meine Botschaft verstanden.

    Tat er nicht.

    Später lief Eisenfresser auch in Prigorodki mit gezogener Waffe herum, direkt neben der Zentrale, die ich noch aufräumen wollte. Es war nach dem "Sturm der Ordnung" einiges an Ausrüstung übrig geblieben, was ich nun aufbereiten und fürs Abschlussballern herrichten wollte. Doch er schien sehr neugierig zu sein und sah mir vor dem Tor immer wieder über die Schulter, die Waffe in der Hand. Ich wies ihn noch einmal darauf hin, wie andere das verstehen könnten.

    Zum Glück blieb es bei unseren Gesprächen und keine Campwache beförderte ihn vorschnell zurück an die Küste. Er half anschließend beim Fischen und briet sogar die Filets. Vielleicht seine Art, Kontakt zu knüpfen. Ich dankte. Das war mir als Beitrag zum Campleben deutlich lieber. Und ich hoffte, dass zwischen Ersatzreifen und Fischpfanne auch etwas von meiner Erklärung bei ihm angekommen war...

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    📦 Nach dem Event ist vor dem Event

    ASSAULTxHDx und T.S.Clownwollten sich unterdessen um den Event-Stash kümmern. Wirklich! Sie boten an, für mich die verbliebene Ausrüstung zu sortieren, zu verwalten und dann im Zielgebiet zu verstecken, damit sie für das Abschlussballern bereitstand. Die Wahl war auf Vybor gefallen.

    Ich war froh, dass sich jemand darum kümmern wollte und nahm ihr Angebot bereitwillig an. Das Abschlussballern rückte näher, und bis dahin hatten wir an den Camps weiterhin genug zu tun.



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    🤝 Begegnungen mit einer "Leckschnitte"

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    janinesta (Selina) begleitete in Berezino einen Neuankömmling namens Joker, auch Maurice genannt.

    An der Polizeistation war Joker kurz in Gedanken versunken, als ein anderer Überlebender in das Gebäude kam. Doch statt zu schießen, grüßte der freundlich. Es dauerte etwas, bis Maurice seine Sprache fand. Draußen traf dann Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 auf den Fremden auf dem Dach. Sie rief zu ihm rüber. Auf die Frage nach seinem Namen musste er zunächst etwas überlegen. Eigentlich kein gutes Zeichen... Aber am Ende stellte er sich als „Leckschnitte“ vor.

    Nun ja.

    Auch diesen Namen würde ich mir vermutlich merken. Er schien jedenfalls noch nicht lange in unserem Chernarus unterwegs zu sein, aber immerhin hatte er den wehrlosen Maurice nicht einfach erschossen, sondern zuerst geredet.

    Joker begegnete außerdem Braunes Auge, The_GraveDiggers altem Kumpel Rudi. janinesta (Selina) stellte die beiden einander vor. Braunes Auge ließ sie in Berezino in Frieden und zog weiter. Darüber freute ich mich.

    Ich musste an unser erstes Zusammentreffen denken, als er und The_GraveDigger @Cala-Js Garage aufgebrochen und seine Olga im Hafenbecken versenkt hatten. Braunes Auge hatte als einziger überlebt und meine Schimpftirade über sich ergehen lassen müssen. Ob diese Erinnerungen eine Rolle spielten oder er an diesem Tag einfach keinen Grund sah, meinen Freunden etwas anzutun, wusste ich nicht. Die friedliche Begegnung war mir aber für's Erste genug.

    Auch @Eisenfresser und Ali-Alex hatten sich angefreundet. Gemeinsam fuhren sie die Küste ab und versorgten unsere Camps, ob man es nun glaubt oder nicht.

    Nach Ali-Alex’ wechselhaften ersten Tagen tat mir diese Nachricht gut. Er hatte Menschen misstraut, sich zurückziehen wollen und dann doch wieder nach einer Möglichkeit gesucht, bei uns anzukommen. Nun war er mit jemandem unterwegs und brachte anderen das, was sie brauchten. Ich hoffte, dass diese Verbindung ihm etwas Halt geben würde und vor allem, dass sie auch Bestand hatte.


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    🏕️ Ein Schuss auf die Campwache

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    Am Abend kam dann jedoch eine traurige Nachricht aus Berezino. Die Turmwache hatte gerade die weiße Fahne am Camp gehisst, als auf sie geschossen wurde.

    Ein präziser Treffer, dann war sie tot. janinesta (Selina) und Pinky brachen auf, um die Leiche zu sichern. Das gelang, aber vom Schützen fehlte jede Spur. Wenigstens konnte die Leiche der Wache noch gesichert werden.

    Ich versuchte, mir einen Reim darauf zu machen. Warum schoss jemand auf eine Wache im Turm eines Bambi-Camps? Dem Angreifer musste doch klar sein, dass er dort nicht einfach an die Ausrüstung gelangen konnte. Ging es nur darum, einen Menschen zu töten?

    In meinen Gedanken tauchten die Namen derjenigen auf, von denen wir zuletzt in der Gegend gehört hatten. Braunes Auge, die Neuankömmlinge, RyanT – oder jemand, den niemand von uns gesehen hatte.

    Doch wir wussten es nicht.

    Selbst frühere Geschichten konnten uns in diesem Fall nicht sagen, wer an diesem Abend abgedrückt hatte. Trotzdem machte mich der Angriff traurig und ja... auch ein Stück weit wütend. Die Wache hatte dafür gesorgt, dass das Camp erhalten blieb. Dass Reisende dort weiterhin etwas fanden. Für einen Augenblick war sie beim Hissen der Fahne sichtbar gewesen – und dieser Augenblick hatte genügt.

    Wir würden vorsichtiger sein müssen.

    Schade, dass Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 nach der Begegnung mit Leckschnitte weitergezogen war, sonst hätte sie bestimmt Jagd auf den Schützen gemacht.


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Dieser Tag hatte mit meinem Weg zu einer möglichen Verletzung begonnen. Ich wollte helfen und landete schließlich mit einem Reifen vor einer auf mich gerichteten Waffe. Später half derselbe Neuankömmling beim Fischen. Ali-Alex und Eisenfresser versorgten die Camps, janinesta (Selina) begleitete Joker, und eine Begegnung mit Braunes Auge blieb friedlich.

    Dann wurde in Berezino eine unserer Wachen beim Hissen der Fahne erschossen.

    Es fällt mir schwer, diese Nachrichten einfach so nüchtern nebeneinander stehen zu lassen. Sie gehören alle zu unserem Chernarus, und doch fühlen sie sich an, als kämen sie aus völlig verschiedenen Welten. Ich möchte die Menschen weiterhin begrüßen können, ohnme Angst davor haben zu müssen, dass man mir am Camp in den Rücken schießt. Möchte einen Reifen bringen, ohne mich dabei fragen zu müssen, ob der Empfänger auf mich schießt. Möchte, dass jemand eine Fahne hissen kann und danach wieder zu den anderen ans Feuer zurückkehrt.

    Ist das denn zu viel verlangt? An manchen Tagen scheint es so. Unser Gleichgewicht ist wieder ins Wanken geraten. Ich hoffe, dass wir es gemeinsam zurückfinden, ohne dabei jeden Fremden nur noch durch ein Visier anzusehen...

    In diesem Sinne: Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Montag, 05.10.2026 – Tag 053: Leichtes Gepäck

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    Hallo ihr Lieben,

    es gibt Abende, an denen mir unser Chernarus zu eng wird. Nicht die Landschaft, nein es sind vielen Meldungen, die Vermutungen und die Geschichten, die sich kaum noch voneinander trennen lassen. Wer hat geschossen? Wem gehörte die Waffe? War der Fremde am Camp derselbe, der später im Wald lag?

    Heute wollte ich irgendwann einfach wieder losgehen. Allein und mit wenig Gepäck und ohne das Gefühl, jede dieser Fragen beantworten zu müssen.

    Zuvor gab es allerdings noch einen Toten, einen beinahe verlorenen LKW und ein Gespräch, das mich den Kopf schütteln ließ.

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    🌑 Schüsse auf der Landzunge

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    Im Industriegebiet von Prigorodki wurde eine Leiche gefunden. Der Finder ließ die Ausrüstung liegen und behielt die Stelle im Auge, damit sie wiedergefunden werden konnte. Als sich schließlich ein Bambi daran bediente, entfernte sich der Beobachter.

    Drei Schüsse in die Luft. Komminiaktive Vanilla-Schüsse, dann war er fort.

    Später, als es dunkel geworden war, fiel auf der Landzunge das Scheinwerferlicht eines LKW auf. Offenbar hatte sich dort jemand verfahren.

    DMR-Schüsse zerrissen die Nacht.

    Ob es die Waffe des zuvor gefundenen Toten war, konnten wir nicht sagen, aber es deutete vieles darauf hin. Kurz darauf meldete sich Anton, auch AJSmalls187 genannt, im Funk. Einer der drei Neuen, die ich erst vor wenigen Tagen gemeinsam mit Timothy und TomGuuner am Camp kennengelernt hatte. Er war aus seinem LKW geschossen worden, den Nelli_3011 ihm freundlicherweise überlassen hatte. Wie viel von AJSmalls187 Charme dabei zum Einsatz kam, weiß icht. Jedenfalls wurde er im Hafengebiet erschosse. Direkt ins Gesicht.

    Jannnik war zur Stelle, und auch AJSmalls187 fand seinen Weg zurück. Ich beobachtete das Geschehen aus einiger Entfernung, aber es wurde zunehmend dunkel und weitere Schüsse blieben aus. So konnte der LKW schließlich geborgen werden.

    Wer auf AJSmalls187angelegt hatte, schien sich nicht für den Inhalt des Fahrzeugs zu interessieren. Für mich sah es danach aus, als sei es allein ums Töten gegangen. Genau wie in Berezino... der Gedanke lag nahe und ich schauderte. Auch dort hatten wir keinen Täter gefunden und keinen nachvollziehbaren Grund erfahren.

    Der Tote im Industriegebiet hatte rote Anarcho-Kampfstiefel, eine Totenkopfmaske und eine DMR getragen und laut Jannnik erinnerte er frappierend an Davus.
    Ob er, das Bambi an seiner Ausrüstung und der Schütze auf der Landzunge irgendwie miteinander verbunden waren, blieb offen.

    Mehr als Spuren und Vermutungen hatten wir nicht.

    NiggoB nahm die Nachricht gelassen: „Klar, seit I.K.E.A. nicht mehr da ist …“

    Ich schüttelte den Kopf. „Vorfälle gab es immer in Prigorodki, NiggoB. Beinahe jeden Abend. Aber meist war I.K.E.A. eben mittendrin...“

    Ihre Anwesenheit hatte unsere Gegend nie vollständig sicher gemacht. Sie waren meistens da gewesen, wenn etwas geschah, das stimtme. Entweder als als Beteiligte, Helfer oder diejenigen, die einem Schützen hinterhergingen. Nun mussten wir uns offenbar wieder stärker darauf einstellen, dass manche dieser Geschichten ohne Antwort endeten und wir auf uns gestellt waren.

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    🚶 Wieder an die Küste

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    Irgendwann wurde es mir zu viel.

    Ich beschloss, mich auf eine Reise zu begeben. Ohne meine gewohnte Ausrüstung, als Bambi. Einfach durch die Gegend ziehen, neue Menschen treffen und nach unseren Camps an der Küste sehen.

    Es tat gut, den nächsten Schritt selbst bestimmen zu können.

    In Kamyshovo musste ich allerdings feststellen, dass das Versorgungszelt, das Ali-Alex so gelobt hatte, verschwunden war. Jemand hatte es abgebaut und mitgenommen.

    Also errichtete ich einen neuen Unterstand und legte etwas zu essen hinein. Viel war es nicht. Aber wer dort vorbeikam, sollte wenigstens wieder etwas finden können.

    Während der vergangenen Tage hatte ich Waffen eingeräumt, Lieferungen organisiert, beschädigte Basen verschlossen und mit vielen Menschen über schwierige Dinge gesprochen. Nun sammelte ich Material für einen einfachen Unterstand....

    Diese überschaubare Aufgabe tat mir unglaublich gut. Ich wusste, was fehlte und ich konnte etwas dagegen tun. Unmittelbar und mit meinen Händen.
    Und als ich weiterging, stand dort wieder ein Platz, den jemand benutzen konnte.

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    🏕️ Kleine Begegnungen und vergessene Arbeit

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    Aus Berezino hörte ich unterdessen von einer Begegnung von unserem Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 mit einem fremden Bambi.

    Zunächst sagte es nichts. Sie sprach es an, und schließlich fand es offenbar doch noch seine Stimme. Kurz darauf verschwand es vor ihren Augen...

    Nun ja.

    Kaum konnte man miteinander reden, war der Gesprächspartner schon wieder fort. Ich hoffte, dass er wenigstens etwas Brauchbares aus dem Besuch mitgenommen hatte.

    Später zog ich von Berezino weiter nach Nizhnoye. Unterwegs fand ich eine Seemannskiste, die ich versteckte. Anschließend kümmerte ich mich um das dortige Camp. Es hatte dringend eine helfende Hand nötig. Wenn viel in Prigorodki geschieht, geraten die kleineren Standorte leicht aus dem Blick. Trotzdem kommen auch dort Menschen vorbei, die Hunger haben, Kleidung brauchen oder einen trockenen Platz für ihre Sachen suchen.

    Ich war froh, mir diesmal die Zeit genommen zu haben. Die Nacht verbrachte ich im Wald am Lagerfeuer. Für eine Weile gab es nur die Wärme vor mir und die Dunkelheit zwischen den Bäumen.

    Ich musste nicht viel reden. Nach diesem Tag war das angenehm.


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    🚛 Ein geretteter LKW hält trotzdem nicht ewig

    ASSAULTxHDx berichtete später, dass AJSmalls187seinen LKW nun tatsächlich verloren hatte.

    Ein Unfall.

    Nachdem der Wagen den Beschuss auf der Landzunge überstanden hatte und wieder gesichert worden war, hatte nun die Straße das letzte Wort gehabt.

    Dabei hatte AJSmalls187 sich so gefreut, als Nelli ihm den LKW schenkte. Auch nach seinem Tod war er erleichtert gewesen, ihn wiederzubekommen. Jetzt musste er erneut nach einem Fahrzeug suchen.

    Das tat mir leid.

    Man hängt an solchen Dingen schneller, als man sich eingestehen möchte. Besonders an einem Geschenk. Dann ist ein LKW eben mehr als Ladefläche, Motor und Reifen. Er erinnert an den Menschen, der ihn einem überlassen hat, und an all die Möglichkeiten, die plötzlich vor einem lagen.

    Nichts hält ewig.

    An manchen Tagen hätte ich trotzdem gern, dass unser Chernarus den Menschen etwas mehr Zeit mit ihrer Freude lässt.


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Am Feuer dachte ich darüber nach, weshalb mir diese kleine Reise so gutgetan hatte. Die offenen Fragen waren doch allesamt noch da.
    AJSmalls187 hatte seinen LKW verloren, und niemand wusste, wer auf ihn geschossen hatte. Auch die Campwache in Berezino war weiterhin ohne eine Erklärung getötet worden.

    Doch in Kamyshovo stand wieder ein Unterstand. In Nizhnoye hatte ich mich um einen Ort kümmern können, der zuletzt zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hatte.

    Das war etwas, das ich sehen und hinterlassen konnte.

    Ich merke, wie schnell meine Gedanken inzwischen immer wieder bei den Gefahren landen. Bei jeder unbekannten Stimme suche ich nach einer Verbindung zu einer alten Geschichte. Jede neue Meldung bringt die vorherigen wieder mit. Als Bambi unterwegs zu sein, gab mir einfach etwas Abstand dazu. Ich durfte selbst wieder ankommen, suchen und überlegen, was ich für den nächsten Weg brauchte; Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal.

    Dabei fand ich auch ein Stück meiner eigenen Ruhe zurück. Morgen würden die Fragen vermutlich wieder lauter werden. Für diese Nacht genügte mir, dass ich etwas Warmes vor mir hatte und wusste, dass an zwei Orten entlang der Küste wieder Hilfe bereitlag.

    In diesem Sinne: Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Dienstag, 06.10.2026 – Tag 054: Andere hüten das Feuer

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    Hallo ihr Lieben,

    in den vergangenen Tagen hatte ich oft darüber nachgedacht, wie es mit uns weitergehen würde. Wer bleibt, wer zieht weiter, und was wird aus den Orten, die wir gemeinsam aufgebaut haben?

    Heute bekam ich darauf einige Antworten. Zwar bei weitem keine endgültigen. Es waren mehr so kleine Zeichen: Menschen, die Aufgaben übernahmen, ohne dass ich sie darum bitten musste.
    Hilfe, die ihren Weg fand, auch ohne dass ich es veranlassen musste.

    Und ein Abschied, der mir schwerer fiel, als ich zunächst zugeben wollte...

    Zuerst meldete sich allerdings Assault. „Jo Herz, haben einen in Prigo erwischt. Ich und Jannnik. Der hat auf uns geschossen. Wir haben ihn gefangen.“

    ────────────── 💛 ─────────────


    🏚️ Ein schweigender Gefangener

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    Nach ASSAULTxHDx Bericht hatte der Fremde vom Wachhaus aus auf Jannniks heißgeliebten Ada geschossen. Die beiden verfolgten ihn bis zum Camp. Er habe sich dabei immer wieder umgesehen.

    Sie schossen ihn bewusstlos, fesselten ihn und befragten ihn. Seinen Namen wollte er jedoch nicht nennen und sprach auch sonst nicht. Daraufhin brachten sie ihn ins Kochhaus und schlossen ihn dort ein. Eine "Bambi-Besserungsanstalt", kurz BBA gab es in dieser Season nicht. Ich hatte darauf verzichtet und wir hatten stattdessen die "Leitstelle" errichtet.

    Seine Waffen und die Munition nahmen sie ihm ab. Jannik ließ es sich nicht nehmen, auf sein Bein zu schießen. Schließlich ließen sie ihn gefesselt zurück, damit er sich selbst befreien konnte. Vermutlich gelang ihm das später auch. Auch seine Waffen konnte er wiederfinden im Nebenraum.

    Beim Zuhören musste ich an den schweigenden Fremden denken, der einige Wochen zuvor am Camp verfolgt und gemeinsam mit Cypress eingeschlossen worden war. Mordax...


    Die Umstände waren diesmal andere: ASSAULTxHDx und Jannnik berichteten zwar ebenfalls von einem vorausgegangenen Angriff. Trotzdem lagen die Dinge hier anders. Auf Beschuss zu reagieren, konnte ich nachvollziehen. Aber sobald ein Mensch entwaffnet und gefesselt war, entstand auch Verantwortung für ihn. Unser Kochhaus war kein Ort, an dem jemand allein deshalb unter Druck gesetzt werden sollte, weil er seinen Namen nicht nennen wollte. Und schon gar kein Ort, an dem man Menschen ins Bein schoss.

    Wie genau diese "Befragung" durch Jannnik und ASSAULTxHDx genau verlaufen war, hatte ich nicht selbst miterlebt. Ich konnte nur festhalten, was mir berichtet wurde und hoffen, dass der Fremde unversehrt wieder herausgekommen war. ASSAULTxHDx vermutete, es könnte AJSmalls187 gewesen sein. Die Waffe und das Nachtsichtvisier hätten zu ihm gepasst. Nelli_3011 schien sich später ihrer Sache deutlich sicherer: „Hihihi! Ich weiß, wer es war! Ja, AJ … der hat so einen an der Waffel.“

    Nun ja.

    Anton hatte sich bei seiner ersten Ankunft schon durch Schüsse vor dem Camp bemerkbar gemacht. Das machte diesen Verdacht zumindest plausibel. Einen Namen hatte der Gefangene schließlich nicht genannt.

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    🎒 Sophie gibt alles. Wirklich ALLES!

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    Später besuchte ich ASSAULTxHDx in der Lagerhalle, in der er die Eventausrüstung verwahrte.

    Ich war froh, dass er sich inzwischen darum kümmerte. So viele Waffen und so viel Munition in der Nähe von Prigorodki machten mich weiterhin nervös. Bald sollte der Bestand an einen sichereren Ort nahe dem vorgesehenen Kampfgebiet gebracht werden.

    Vor dem Tor traf ich Vinaheal (Sophie).

    Als Bambi.

    Stolz erzählte sie mir, dass ich nicht glauben würde, was sie gemacht hatte. Sie hatte zwei Neuankömmlinge "aufgegabelt", nach Prigorodki gebracht und einem von ihnen ihre gesamte Ausrüstung gegeben.

    Dafür hatte sie sich am Camp ausgezogen. Bis auf die Unterwäsche. „Der war total baff …“ Das konnte ich mir vorstellen.
    Alles hatte sie ihm gegeben. Wirklich ALLES.

    Als wir anschließend in die Halle eingelassen wurden, hörte ich zwei bekannte Stimmen: @CookFrags und Sense.

    Ihnen hatte Vinaheal (Sophie) also geholfen. cookfrags berichtete, dass Davus ihn in Berezino erneut erschossen hatte. Sense war ebenfalls getötet worden. Vinaheal (Sophie) hatte die beiden gefunden, zum Camp gebracht und kurzerhand dafür gesorgt, dass wenigstens einer nicht mehr mit leeren Händen dastand.

    Die Gesichter der beiden hätte ich gern gesehen.

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    Sie waren jedenfalls dankbar. Und Kim freute sich darüber, dass sie helfen konnte und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Ich musste lächeln. Ihre Methoden waren gelegentlich etwas ungewöhnlich, aber die Absicht hinter dieser Begegnung war leicht zu erkennen. Sie hatte zwei Menschen gesehen, die etwas brauchten, und gegeben, was sie selbst bei sich trug.

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    📦 Ein Waffenlager mit Führung

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    Vinaheal (Sophie) hatte cookfrags und Sense auch zum Event-Stash geführt. ASSAULTxHDx ließ sich natürlich nicht lange bitten und zeigte ihnen bereitwillig, was wir eingelagert hatten. Die beiden waren beeindruckt und durften sich bedienen. Ich glaube sie kamen sich vor wie im Schlaraffenland.

    Nebenbei wurde ASSAULTxHDx nicht müde zu betonen, dass er ein sehr gefährlicher Spieler sei. Jawohl! Ich glaube, spätestens nach der Führung durch die Halle hatte niemand mehr Zweifel daran, wie er sich selbst einschätzte.

    Die Ausrüstung war ursprünglich für den Sturm auf die I.K.E.A.-Basis gesammelt worden. Nun wurde der verbliebene Bestand sortiert und für das Abschlussballern vorbereitet. ASSAULTxHDx und T.S.Clown halfen dabei, und sogar der alte Schwerenöter Davus hatte bereits mit angepackt.

    Das freute mich. Es musste nicht immer ich sein, die jede Kiste einräumte, jede Fahrt übernahm und den letzten Überblick behielt. Andere konnten das ebenfalls, wie man sah.

    Vinaheal (Sophie) führte neue Überlebende ein, ASSAULTxHDx und T.S.Clown kümmerten sich um Material und Organisation, I.K.E.A. richtete Veranstaltungen aus. Auch die Samariter gingen zunehmend alleine auf Tour. Während ich zwischen all dieser Ausrüstung stand, dachte ich, dass dies vielleicht ein guter Zeitpunkt war, mich etwas zurückzunehmen.

    Der Gedanke fühlte sich erleichternd an.

    Und zugleich ein wenig traurig.

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    🔧 Davus und die Brechstange

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    @Assault erzählte außerdem, Davus habe wieder mit ihm gemeinsam die Schutztruppe geraidet. Später antwortete sogar Davus selbst und gab mir seine Version der Geschichte.

    Nach dem I.K.E.A.-Event sei er noch an der Küste bei Elektro gewesen. Eigentlich habe er angeln wollen. Dann fand er eine Brechstange und kam auf eine andere Idee: Wie weit würde er als Bambi allein mit diesem Werkzeug kommen?

    Er habe versucht, möglichst viel zu öffnen. Eine Art "Ausbruchsspiel", wie er es beschrieb.

    Mora und ASSAULTxHDx seien später dazugekommen und hätten ebenfalls die Basis durchgestöbert. Supdude sei bereits informiert worden. Das klang etwas anders als das Bild, das ASSAULTxHDx zuvor vermittelt hatte.

    Davus räumte immerhin ein, dass der Raid selbst auf seine Kappe ging. Beim Plündern seien alle drei beteiligt gewesen.

    Oh Mann.


    Offenbar konnte sich ein geplanter Angelausflug in unserem Chernarus sehr schnell zu etwas entwickeln, für das anschließend mehrere Menschen Erklärungen liefern mussten. Dass Davus dazu stand, half mir bei der Einordnung. Für die Betroffenen dürfte die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte den Verlust allerdings kaum angenehmer gemacht haben.

    Dann fragte er nach einem Bambi namens Udo. Nahe dem Flugfeld bei Krasnostav sei er einer Spur aus toten Infizierten gefolgt. Plötzlich saß Udo im Gebüsch neben ihm. Statt mit seiner Flinte zu schießen, sprach er Davus an. Daraufhin erklärte Davus ihm das Wesentliche und schickte ihn nach Prigorodki.

    Er würde sich freuen, wenn Udo es geschafft hätte. Udo selbst wisse aber nicht, wer ihm geholfen habe. Er habe sich ihm nicht vorgestellt...

    Ich hoffte ebenfalls, dass wir ihn bald am Camp begrüßen konnten.

    An diesem Tag bekam ich wieder sehr unterschiedliche Geschichten über dieselben Menschen zu hören. Davus raidete eine Basis, half beim Eventbestand und zeigte einem Neuankömmling den Weg zu uns. Gleichzeitig hatte er wohl auf den LKW von AJSmalls187 geschossen und cookfrags und Sense erschossen...

    Keine dieser Geschichten ließ die anderen verschwinden. Sie gehörten alle zu dem Menschen, mit dem ich sprach. Das alles war Davus.

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    🔥 Wenn eine vertraute Stimme fehlt

    Dann kam der Moment, den ich die ganze Zeit über versucht hatte aufzuschieben oder gar nicht erst daran zu denken. Aber es war Zeit.
    WhiskeyMixer hatte sich verabschiedet.

    Ich verstand seine Gründe; sehr sogar. Alles hatte seine Zeit und in einer anderen Welt wurde er dringend gebraucht. Eine Welt, die auf ihn wartete und auf die er viele Jahre gewartet hatte. Ich wünschte ihm von Herzen, dass er dort Zeit für das fand, was nun für ihn wichtig war. Trotzdem lag mir dieser Abschied schwer auf der Seele. Ich hatte mich daran gewöhnt, dass er irgendwie immer...da war.

    Er hatte über die letzten Seasons hinweg so viel für uns und die Camps getan. Es gab nur wenige Menschen, die ebenso viel Haltung zeigten und im Notfall auch zur Waffe greifen konnten. WhiskeyMixer konnte diskutieren, hinterfragen und nach einer vernünftigen Lösung suchen. Wenn Menschen in Gefahr gerieten, war er aber auch bereit, sich einzumischen und selbst ein Risiko einzugehen.

    Das bedeutete mir viel. Unsere Arbeit brauchte Menschen, die Vorräte heranschafften und Unterstände bauten. Sie brauchte ebenso jene, die verstanden, weshalb wir das alles taten – und die bereit waren, dafür einzustehen, wenn ein freundliches Gespräch nicht mehr ausreichte. WhiskeyMixerhatte uns auf all diesen Wegen begleitet. Mit Spenden, Ideen, seiner Zeit und einer Hartnäckigkeit, die gelegentlich anstrengend war, aber uns weiterbrachte. Ich war vermutlich ebenso stur in vielen Dingen. Wir hatten eben beide unsere Vorstellungen, und wenn sie aufeinandertrafen, wurde aus einem Gespräch gelegentlich eine...längere Angelegenheit. Aber ich schätzte gerade, dass er mir etwas entgegensetzte. Dass da jemand war, der mitdachte, nachfragte und eine eigene Haltung hatte. Mit ihm konnte ich mich auseinandersetzen und mich ihm dennoch verbunden fühlen.

    Mit seinem Abschied würde mir auch dieses Gegenüber fehlen. Ein Freund, dem unsere Camps und die Menschen darin etwas bedeuteten. Jemand, mit dem ich meine Sorgen teilen konnte, ohne zuerst erklären zu müssen, weshalb mir ein Unterstand an der Küste, der Verrat durch einen Freund oder das Schicksal eines unbekannten Bambis so naheging.

    Ich hatte seine Anwesenheit als selbstverständlich empfunden. Nun merkte ich, wie viel Halt sie mir gegeben hatte.
    Jetzt würde diese vertraute Stimme erst einmal fehlen.

    In den letzten Wochen hatte ich so vieles aufgeschoben. "Wir müssten noch reden", hatte ich gedacht. Wenn der nächste Vorfall geklärt wäre. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen wären.
    Wenn endlich etwas Ruhe eingekehrt war. Tja... nur kam dieser ruhige Abend nicht. Und plötzlich war aus meinem selbstverständlichen ‚Später‘ eine verpasste Gelegenheit geworden. Ich ärgerte mich darüber, wie selbstverständlich ich mit diesem "Später" umgegangen war.

    Auch wegen @Interecption. Vor allem aber, weil ich gern noch einen Abend mit WhiskeyMixer gehabt hätte, an dem wir einfach Zeit miteinander verbrachten, ohne dass ich schon wieder gedanklich beim nächsten Problem war.

    Ich hatte heute gesehen, wie andere Aufgaben übernahmen. Und ehrlich? Ich war darüber so froh. Aber meine Arbeit würde weitergehen und sein Weggang würde eine Lücke hinterlassen. Ich ließ ihn wissen, dass immer ein Platz an unserem Lagerfeuer für ihn frei bleiben würde. Ohne Erwartungen daran, wann er zurückkäme oder was er dann wieder übernehmen müsste. Ich würde mich einfach freuen, von ihm zu hören. Bis dahin blieb mir, dankbar auf unsere gemeinsame Zeit zu schauen. Aber natürlich stimmte mich der Abschied traurig.

    Pass auf dich auf, WhiskeyMixer, mein Freund.

    Wenn du wieder nach Prigorodki kommst, setz dich zu mir. Wir haben noch einiges zu bereden. ♥️


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Heute sah ich Menschen Verantwortung übernehmen. Nicht in jeder Situation so, wie ich es mir gewünscht hätte, und gewiss nicht ohne offene Fragen. Aber sie packten an, sie begleiteten Neuankömmlinge, teilten Ausrüstung und kümmerten sich um Aufgaben, die ich lange beinahe selbstverständlich an mich gezogen hatte. Ich merkte, wie gut mir das tat.

    In den vergangenen Jahren hatte ich viele Menschen in unser Chernarus eingeführt. Dabei war es mir wichtig gewesen, ihnen zu zeigen, was die Samariter ausmacht. Nun fand unsere Arbeit längst auch ohne mich ihren Weg. Durch andere Hände, andere Stimmen und wie im Falle von Vinaheal (Sophie) gelegentlich auch ziemlich ungewöhnliche Einfälle.

    Daran musste ich mich wohl noch gewöhnen.

    Mit WhiskeyMixer s Abschied wurde mir zugleich bewusst, dass ich gemeinsame Zeit nicht unbegrenzt auf später verschieben konnte. Ich hatte geglaubt, für das nächste Gespräch würde sich schon noch ein ruhiger Abend finden. Einige Dinge blieben nun offen.

    Ich hoffe, dass wir Gelegenheit bekommen, daran anzuknüpfen. Bis dahin möchte ich versuchen, den Menschen um mich herum mehr Raum zu geben und die Zeit mit ihnen bewusster wahrzunehmen.

    Mich zurückzunehmen heißt für mich nicht, dass mir die Camps weniger bedeuten. Es heißt, darauf zu vertrauen, dass auch andere wissen, weshalb wir dort ein Feuer entzünden und Vorräte für Fremde bereitlegen. Heute durfte ich sehen, dass dieses Vertrauen einen Platz hatte.

    Und WhiskeyMixer : Deiner bleibt frei.

    In diesem Sinne: Wartet mit den wichtigen Gesprächen nicht immer auf einen ruhigeren Tag.... und passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Mittwoch, 07.10.2026 – Tag 055: Event in Gefahr

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    Hallo ihr Lieben,

    am Morgen war ich noch immer als "armes unbescholtenes Bambi" (wie s-tlk immer sagt) in Nizhnoye unterwegs.

    Keine großen Vorräte, keine schwer beladene Olga und zunächst auch kein dringender Auftrag. Manchmal kann das Leben so einfach sein: Ich baute mir eine Angel, fing ein paar Fische und briet sie für das Camp. Es tat gut, bei einer so simplen Aufgabe bleiben zu können. Wer später hier vorbeikam, würde etwas zu essen finden. Das reichte mir vollkommen.

    Doch dann meldete sich ASSAULTxHDx

    Notfall. Dringend.

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    🚛 Ein zerstörter LKW und viele helfende Hände

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    Der LKW mit der Eventausrüstung war bei Zelenogorsk verunfallt. Ausgerechnet der Wagen, in dem so vieles lag, was ASSAULTxHDx und seine Helfer in den vergangenen Tagen gesammelt, gespendet und sortiert hatte.

    Das Problem: Ich konnte ihm von Nizhnoye aus nicht helfen. Als Bambi hatte ich weder ein geeignetes Fahrzeug noch die nötige Ausrüstung dabei. Der Weg zurück dauerte Stunden...
    Also versuchte ich, über Funk den Community-LKW und Unterstützung zu mobilisieren.

    Jannnik konnte nicht helfen, er musste für sein Oberhaupt NiggoB irgendwelche Berichte schreiben... I.K.E.A. und ihr Papierkram...
    Supdude hing mit ihm oben fest. Da fiel mir Nelli_3011 ein. Sie hatte damals einen LKW bei ihrer ersten Fahrstunde ohne einen Kratzer von Solnichniy nach Prigorodki gefahren (böse Zungen behaupten, das läge daran, dass ein LKW keinen Kühler besitzt...). Jedenfalls erklärte sie sich bereit, einzuspringen, und schließlich übernahm Davus die Fahrt mit dem LKW.

    Die Ausrüstung wurde gesichert und ich war begeistert!

    Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass der Unfall gar nicht erst passiert wäre. Doch als Hilfe gebraucht wurde, fanden sich Menschen, die gemeinsam eine Lösung suchten. Niemand musste warten, bis ich irgendwo ein Fahrzeug aufgetrieben und den ganzen Weg zurückgelegt hatte. Das war doch genau das, worüber ich zuletzt so viel nachgedacht hatte: Andere konnten Aufgaben übernehmen. Sie taten es bereits.

    Danke an alle, die sich gemeldet und mitangepackt haben. Aus meiner kleinen Angelrunde in Nizhnoye hätte ich diesen LKW allein ganz sicher nicht retten können.


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    📦 Pendelverkehr nach Norden

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    Ich brach relativ bald in den Süden auf, kehrte aber erst am späten Abend nach Prigorodki zurück. Meine Zeit mit leichtem Gepäck war damit erst einmal vorbei.... Nunja.
    Mit ASSAULTxHDxweinroter Olga fuhr ich anschließend mehrmals von der "Zentrale" aus nach Vybor, um weitere Dinge für das Abschlussballern zu transportieren. ASSAULTxHDx hatte dort eine Lagerhalle provisorisch zugebaut und wir brachten alles dort zum weiteren Verteilen hin.

    Jannnik hatte im Süden fleißig Kisten gepackt, und Supdude half oben beim Einräumen. Dadurch ließ sich nach und nach das an seinen Platz bringen, was wir für die Teilnehmer des großen Abschlussballerns bereitstellen wollten. Eine Tradition, die wir schon seit einigen Seasons gewissenhaft pflegen.
    ASSAULTxHDx stellte unterdessen einige ausgesprochen eigenwillige Stashes zusammen.... Bratpfanne und Plattenweste.

    Nun ja.

    Für den Schutz war gesorgt. Was man mit der Bratpfanne anfangen würde, überließen wir wohl besser der Kreativität des Finders. Aber ich war mir sicher, da würde sich schon etwas finden. Dieses Abschlussballern versprach jedenfalls ungewöhnlich zu werden und ich freute mich darauf. In den vergangenen Wochen hatte ich oft Sorge wegen der vielen Waffen in Campnähe gehabt. Nun wurden sie für einen vereinbarten Anlass an den vorgesehenen Ort gebracht, und mehrere Menschen kümmerten sich darum.

    Es fühlte sich gut an, bei einer gemeinsamen Arbeit mitzufahren, statt allein dafür verantwortlich zu sein, dass jede einzelne Sache rechtzeitig ankam. Und ich glaube, allen Beteiligte bereitete es trotz des zeitlichen Drucks auch Spaß, sich vorzustellen, wie ein Finder wohl auf einen Stash reagieren würde.

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    🐄 Eine Rückfahrt mit Vezir

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    Von Vybor aus nahm ich Vezir mit nach Prigorodki. Unterwegs jagten wir noch Kühe. Mit dem Auto... Ja, Samariter-Style. Aber das Camp hatte dringend Fleisch nötig. Dort angekommen grillten wir alles und so kam zwischen den Fahrten auch wieder etwas für unsere Versorgung zusammen. Vezir verabschiedete sich für diesen Tag, und Vinaheal (Sophie) schaute kurz vorbei.

    Mit ihr fuhr ich eine neue Ladung nach Norden. Sie blieb dort, während ich Davus mit zurück an die Küste nahm.

    In Prigorodki trafen wir auf Mora. Lange blieb ich allerdings nicht. Für heute wartete noch eine letzte Fuhre Kisten, und Davus kam wieder mit nach Norden. Die Olga hatte inzwischen vermutlich ebenso viel von der Strecke gesehen wie wir. Es war ein ständiges Auf und Ab zwischen Prigorodki und Vybor. Kisten einladen, Menschen mitnehmen, ausladen und wieder zurück. Ich kannte den Ablauf aber gerade auch den freiwilligen Helfern wurde dadurch plötzlich klar, wie viele Wege hinter einem Event stecken, bevor überhaupt der erste Teilnehmer im Kampfgebiet ankommt oder einen Stash überhaupt finden kann. Ich war froh um jeden, der einen Teil davon übernahm.


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    🌑 Ruhe nahe Vybor

    Zwischenzeitlich berichtete Supdude von Explosionen nahe Pustoshka. Aber als wir später durchfuhren, war alles ruhig. Was dort geschehen war, erfuhren wir nicht.
    Aber natürlich ließ mich diese Meldung aufhorchen und wir waren entsprechend vorsichtig. Ich legte mich schließlich nahe Vybor zur Ruhe. Die letzte Ladung für heute war angekommen.
    Es war Zeit, auch selbst einmal stehenzubleiben.


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Am Morgen hatte ich noch in Nizhnoye Fische für das Camp gebraten. Naja und am Abend lag ich bei Vybor, nachdem ich mit verschiedenen Menschen und mehreren Ladungen Ausrüstung die Strecke durch Chernarus zurückgelegt hatte. Dazwischen war ein LKW verunfallt und die Ladung durch unsere Gemeinschaft gerettet worden, obwohl ich nicht vor Ort hatte helfen können.
    Gerade das blieb mir im Kopf.

    Ich hatte zuletzt versucht, mich etwas zurückzunehmen. Dabei war mir nicht immer wohl gewesen. Zu oft wusste ich noch von einer unerledigten Aufgabe, einem leeren Vorratsbehälter oder einem Gespräch, das längst hätte stattfinden sollen. Heute konnte ich erleben, dass die Arbeit auch ohne meinen unmittelbaren Einsatz weiterging. Davus sicherte die Ausrüstung, Jannnik packte Kisten, Supdude räumte ein, Nelli_3011 bot Hilfe an und ASSAULTxHDx kümmerte sich um die Vorräte für das Event.

    Später fand auch ich wieder meinen Platz in dem Ganzen: Am Steuer einer Olga, am Grill in Prigorodki und unterwegs mit Freunden und Bekannten.

    Heute war genug Arbeit für viele Hände da und zum Glück waren diese Hände auch da, als wir sie brauchten.

    In diesem Sinne: Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Donnerstag, 08.10.2026 – Tag 056: Verhängnisvoller Lag

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    Hallo ihr Lieben,

    heute erreichte mich eine kleine Nachricht von The_GraveDigger als ich in Vybor aufwachte. Das Lagerfeuer in Prigorodki war verschwunden. Also der Steinkreis. Einfach fort. Ob es einfach Zeit dafür war oder jemand den Kreis abgebaut hatte, wusste ich nicht. @Sebastianthe1st hatte früher in solche Situationen immer gescherzt, dass jemand wohl die Steine für das Grab seiner guten alten Mutter gebraucht hatte. Irgendwie fehlte mir seine unbeschwerte Art, aber ich glaube dass es ihm in einem ganz anderen Chernarus gut geht. Oder ich hoffe es zumindest.
    The_GraveDigger hatte jedenfalls keine Lust, das einfach so auf sich sitzen zu lassen und baute einfach einen neuen Steinkreis auf.

    Danke, Gravey.

    Nach all den Meldungen über Waffen, Fahrzeuge und Vorbereitungen war das eine unscheinbare Nachricht. Trotzdem freute ich mich darüber. Unser Platz am Feuer sollte schließlich auch dann bereit sein, wenn gerade niemand dort saß. Man wusste ja nie...

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    🚶 Zurück an die Küste

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    Ich lief los, von Vybor nach Prigorodki und nahm noch unterwegs an einem Militärkonvoi zwei Plattenwesten mit. Ziemlich schweres Gepäck für die Reise, aber ich kam trotzdem einigermaßen gut voran. Auf Höhe Nadezdhino kam mir ein blauer Ada entgegen: Jannnik.

    Er hielt an und bot an mich mitzunehmen, doch rgendwie scheiterte unsere Verständigung und ich setzte meinen Weg zu Fuß fort. Irgendwann würde ich schon ankommen.

    Jannnik meldete unterdessen Schüsse in Vybor. Einen Schützen sah er jedoch nirgendwo.

    Mehr erfuhren wir zunächst auch nicht. Für den Moment atmete ich erleichtert aus und war heilfroh, dass daraus nicht ein neuer Einsatz für mich geworden war.

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    🚗 Türen für den "WITTWENMACHER"

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    Zurück in Prigorodki machte ich mich mit dem "WITTWENMACHER" von Sueda, dem Auto von Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 auf den Weg. Ich suchte rote Türen und fragte mich, wie es ihr mit ihrer Krankheit ging. Seit sie sich unwissentlich mit Kuru infiziert hatte, hatte ich nicht mehr direkt von ihr gehört. Der letzte Stand war, dass sie in Berezino gewesen war und dort das Bambi getroffen hatte, das sofort verschwunden war. Ich hoffte, ihr ging es gut.

    Ich wusste nicht, wo sie sich herumtrieb, und merkte, dass mich diese Ungewissheit beschäftigte. Bei anderen Menschen konnte ich eine längere Stille manchmal einfach hinnehmen. Bei Sueda hörte ich genauer hin, wenn eine neue Stimme im Funk auftauchte, und hoffte dann doch wieder auf ihre. Das Auto wollte ich jedenfalls für sie herrichten. Ich hatte das Gefühl, dass sie es gebrauchen könnte.

    Während ich nach den Türen suchte, dachte ich an sie. An die Wege, die noch vor uns lagen, und daran, wie schön es wäre, ihr den Wagen irgendwann zu zeigen. Es musste keine große Geschichte daraus entstehen. Mir hätte genügt, dass sie wieder vor mir stand und etwas damit anfangen konnte.

    Bis dahin suchte ich einfach weiter.


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    🏁 Ersatzteile für eine Prinzessin

    Unterwegs fand ich außerdem zwei Sarka-Reifen, die ich für Nelli_3011 mitbrachte. Unsere frischgebackene Bruchpilotin überlegte nämlich, an der großen Chernarus "Need for Speed" Challenge teilzunehmen, die Black Lion vor einigen Jahren ins Leben gerufen hatte. Jede Season wurde der schnellste Fahrer gesucht und mitmachen durften alle. Fahrzeug egal.

    Ihr Wahl fiel auf: "PRINZESSIN PIMPERNELLA".

    Ich musste lächeln. Ausgerechnet ein Sarka... Aber hey, nach ihren bisherigen Fahrten konnte man ihr zumindest nicht vorwerfen, dass ihr der Mut fehlte. Und wer nach mehreren Unfällen noch an einen Wettbewerb dachte, brachte offenbar die nötige Zuversicht und das Durchhaltevermögen für ein solches Unterfangen mit. Die Reifen schienen mir dafür jedenfalls eine gute Unterstützung.

    Ob Nelli_3011 tatsächlich antreten würde, blieb abzuwarten. Ich hoffte, dass sie Freude daran hätte und dass die "Prinzessin" den Weg dieses Mal ohne größeren Unfall zurücklegte.

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    🏁 Der elende I.K.E.A.-Lag...

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    Da weder ASSAULTxHDx noch T.S.Clown sich heute meldeten und die Zeit drängte, fuhr ich mehrmals mit dem "WITTWENMACHER" nahc Vybor und transportierte die restlichen Kisten samt Zelten ins Lager oben. Ich glaube ich übertreibe nicht, wenn ich auf 6-7 Fahrten kam und am Ende konnte ich die Strecke wirklich inklusiver sämtlicher Lags im Schlaf bewältigen. Mein persönlicher Rekord lag bei knapp 7 Minuten für eine Strecke mit dem Sarka.

    Doch dann kam die verhängnisvolle letzte Lieferung. Es war schon spät und eigentlich wollte ich schlafen. Ich hatte es dringend nötig. Aber nur noch eine Lieferung. Die letzte verbliebene Olga wollte ich samt Kisten nach oben fahren. Natürlich hatte ich weder einen Kanister noch einen Ersatzkühler dabei, denn ich brauchte ja den Platz für die Kisten. Inzwischen fühlte ich mich auch sicher genug, die Strecke mühelos zu fahren. Ein Ersatzreifen fehlte ebenfalls, aber ich würde schon durchkommen.

    Dachte ich...

    Tja... auf Höhe des kleinen Militärlagers erwischte mich der I.K.E.A.-Lag dermaßen böse und unerwartet, dass die Olga schnurstracks gegen den Brückenpfeiler krachte.
    Mit dem Sarka hatte mich der Lag zuverlässig erst etwas später erfasst. Falsch gedacht...

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    Als ich erwachte war ich mehr tot als lebendig. Ein Reifen war hinüber, Kühler und Zündkerze ebenfalls. Natürlich gab es auch am Camp keine Ersatzteile mehr. Die Kühlerkrise hatte also wirklich wieder begonnen...

    Und so kam es, dass aus einer rund sechsminütigen Spazierfahrt eine dreistündige Odyssee wurde, während der ich Elektrozavodsk, Chernogorsk, Vysotovo, Novoselki, Dubovo, Balota und am Ende schließlich sogar den Autokonvoi nahe "Last Hope" nach Ersatzteilen durchsuchte. Erst dort wurde ich schließlich fündig und konnte den Weg in den Norden fortsetzen. Ich glaube ich war noch nie so glücklich darüber gewesen, einen Reifen gefunden zu haben...

    Völlig übermüdet kam ich schließlich in den Morgenstunden in Vybor an.
    Ich lud meine letzten Kisten aus, staunte nicht schlecht über das, was sich die letzten Stunden alles angesammelt hatte.

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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Heute gab es zwar wenig zu berichten, aber es war doch einiges passiert. Einen langer Fußweg, eine erneuerte Feuerstelle und die schmerzhafte Suche nach ein paar Fahrzeugteilen.... aber ehrlich gesagt reichte mir das nach dieser Nacht auf völlig.


    In diesem Sinne: Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Freitag, 09.10.2026 – Tag 057: Ein rätselhafter LKW und die letzten Vorbereitungen

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    Hallo ihr Lieben,

    janinesta (Selina) s Bericht über ihre Tour fiel heute erstaunlich kurz aus: „Gravey holte uns ab in Novo, fuhren aufs Airfield, dann wieder heim, kein Spielerkontakt, Ende.“

    Für ihre Verhältnisse war das sehr knapp. Verdächtig knapp. Ich fragte mich, ob sie vielleicht etwas verstimmt war, weil ich zuletzt so viel Zeit für mich und die Events gebraucht hatte. Es konnte genauso gut sein, dass diese Fahrt tatsächlich so ereignislos gewesen war, wie sie sie beschrieb. Trotzdem blieb ich an dem Gedanken hängen. Wer versucht, etwas kürzerzutreten, merkt manchmal erst dabei, wie sehr er sich daran gewöhnt hat, überall dabei zu sein.

    Und heute war ich schon wieder anderweitig beschäftigt...



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    🥊 Fäuste im anderen Chernarus

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    Ich kommentierte das Boxevent im anderen Chernarus.

    Vinaheal (Sophie), Jannnik, WhiskeyMixer und NiggoB traten an. Es war schön, vertraute Menschen dort wiederzufinden und ihre Kämpfe zu begleiten. Auch WhiskeyMixer s Stimme noch einmal zu hören, freute mich. NiggoB setzte sich gegen WhiskeyMixer und Jannnik durch und gewann schließlich das Finale gegen KrawallKueken.

    Herzlichen Glückwunsch!

    Nach all den Vorbereitungen für unser morgiges Abschlussballern tat es gut, für eine Weile einem anderen Wettkampf zuzusehen. Wobei „Zusehen“ beim Kommentieren natürlich nur die halbe Wahrheit war. Wirklich passiv war ich an dem Abend nicht gewesen. Aber es hat mir ordentlich Spaß gemacht.


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    🚛 Der LKW, zu dem niemand etwas Konkretes sagen wollte

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    Als ich später nach dem Event wieder am Camp in Prigrodki ankam, traf ich dort einen Fremden, der sich mir als Christoph vorstellte. ´Bei ihm handelte es sich um "Leckschnitte", den Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 vor einigen Tagen in Berezino begrüßt hatte.

    Noch erstaunlicher war ein LKW, der am Lagerfeuer stand. Mitte im Camp und ohne Reifen.

    Von wem er stammte, wusste ich nicht. Also fragte ich nach.

    Blitzo meinte, er habe janinesta (Selina), The_GraveDigger und Pinky über einen LKW und das Abnehmen von Reifen sprechen hören.

    Aha.

    Die drei selbst waren jedoch deutlich zurückhaltender mit einer klaren Antwort. janinesta (Selina) erklärte lediglich: „Da war einer nett und brachte einen LKW.“ Pinky murmelte, er könne sich dazu nicht äußern und auch The_GraveDigger ließ sich keine ausführlichere Erklärung entlocken.


    Nun ja. Für einen offenbar ganz gewöhnlichen Akt der Freundlichkeit gab es erstaunlich wenig darüber zu berichten.

    Ich beließ es vorerst dabei und machte mich später auf die Suche nach passenden Reifen. Irgendjemand musste sich schließlich auch mit dem Teil der Geschichte beschäftigen, der ganz offen vor uns stand: Ein LKW ohne Räder fuhr nicht besonders weit.

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    🚗 Ein roter Gunter für Leckschnitte

    Ich begrüßte Leckschnitte und erklärte ihm unsere Arbeit und die Möglichkeiten am Camp. Danach fuhr ich mit dem WITTWENMACHER nach Elektrozavodsk, um nach den fehlenden LKW-Reifen zu suchen. Und wie es so oft ist in unserem Chernarus fand ich dabei etwas anderes: Einen roten Gunter.

    Also brachte ich den Sarka zurück zum Camp, parkte ihn im Turm und nahm Batterie, Zündkerze, Kühler und Wasser mit. Mit diesen Dingen ließ sich der Gunter wieder flottmachen.

    Ich überließ ihn schließlich Leckschnitte. Es freute mich, ihm damit etwas mitgeben zu können und ich wusste nur allzu gut: Ein Fahrzeug machte die Welt deutlich größer. Wege, für die man zuvor einen ganzen Abend gebraucht hätte, werden zu einer überschaubaren Tour. Natürlich bringt es auch neue Schwierigkeiten mit sich. Autos verpflichten und darum wollte Leckschnitte zunächst auch gar nicht damit wegfahren, doch die Gelegenheit war günstig, Abschlussballern und Wipe standen quasi direkt vor der Haustür. Der perfekte Augenblick für neue Erfahrungen.


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    🎯 Nelli hat große Ziele

    Nelli_3011 war ebenfalls am Camp und bereitete sich gewissenhaft auf die "Need For Speed"-Challenge vor. Und auch für das anstehende Abschlussballern in Vybor hatte sie bereits ein ganz klar definiertes Ziel: Assault wollte sie unbedingt „treffen“. Und damit war nicht die harmlose Variante im Separee mit Kerzenlicht gemeint, sondern ein Treffen mit Kugeln. Das Fatale daran war, dass dieser Wunsch wohl allem Anschein nach auf Gegenseitigkeit beruhte. Im Falle von Nelli_3011 konnte ich das sogar verstehen.

    Er habe sie dazu gebracht, eine Bluse und einen Jeansrock anzuziehen, erzählte sie. Als "Arbeitskleidung" zum Helfen bei der Eventvorbereitung. Und wie für unseren ASSAULTxHDx typisch war seine Aufforderung alles andere als eine zurückhaltende Bitte gewesen. „Du ziehst das jetzt an!“ Doch er meldete sich sofort zu Wort, als sie mir dies so schilderte. „Es waren Hotpants!“

    Nun ja. Offenbar war ihm zunächst einmal die korrekte Bezeichnung des Kleidungsstücks wichtig. „Aber ich hab sie zu nichts gezwungen“, fuhr er fort. „Ich hab nicht mit einem Granatwerfer auf sie gezielt oder so...“ Ich hielt kurz inne. Bis dahin war ich noch bei einer Bluse und der Frage gewesen, ob nun ein Jeansrock oder Hotpants dazugehört hatten. Jetzt stand plötzlich auch ein Granatwerfer im Raum bzw. mitten in der Geschichte. ASSAULTxHDx schien nun selbst zu merken, dass seine Erklärung einen etwas... nennen wir es mal "unglücklichen" Weg eingeschlagen hatte.
    „Das mit dem Granatwerfer war übrigens ein Spaß, Herz. Nicht, dass du das jetzt zitierst …“

    Ich fragte mich, ob er seine Verteidigung nicht besser vorsichtshalber beenden sollte, solange sie noch als solche erkennbar war. Doch ASSAULTxHDx war längst beim entscheidenden Punkt angekommen: „Sie hatte immerhin die freie Wahl!“

    Ich wartete.

    „Anziehen oder ausziehen.“

    Okay. Damit war seine Vorstellung von Entscheidungsfreiheit wohl ausreichend definiert. Zwischen einem nachdrücklichen „Du ziehst das jetzt an!“ und dieser großzügigen Auswahl hatte Nelli_3011 die Situation offenbar etwas anders empfunden als er. Ich musste über seine Erklärung lachen. Überzeugender war sie dadurch in meinen Augen allerdings tatsächlich nicht geworden.

    Nelli_3011 blieb jedenfalls bei ihrem Vorhaben für den nächsten Abend. Dort würde sie Gelegenheit haben, ASSAULTxHDx im vereinbarten Kampf ihre ganz eigene Antwort zu geben.
    Oder um es anders auszudrücken: Er hatte sich um ihren Kleidungsstil gekümmert, nun würde sie sich seiner Plattenweste annehmen. Schuss für Schuss.
    Vielleicht auch mit einem Granatwerfer. Wer wusste das schon so genau... zuzutrauen war es ihr allemal.

    Ich war gespannt, wer von beiden am Ende die bessere Geschichte zu erzählen hätte.

    Auch Ali-Alex kam nochmals vorbei und spendete einen großen Rucksack. Vielen Dank dafür!

    Er berichtete von einem Unfall mit seinem Humvee. Die Reifen hatte er nicht wechseln können, und inzwischen schien ihm der Aufwand ohnehin kaum noch lohnenswert.

    Bald sei schließlich Wipe... nunja damit hatte er vermutlich recht.



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    📦 Morgen ist Abschlussballern

    Ja. Der Wipe.

    In weniger als einer Woche sollte es wieder so weit sein: Der große Neustart. Die Fahrzeuge, Lager und Behausungen, um die wir uns noch immer kümmerten, würden verschwinden. Und um dieses Naturereignis gebührend zu feiern, als gäbe es kein Morgen stand zunächst in Vybor unser Abschlussballern an.
    T.S.Clown und ASSAULTxHDx wollten in der Nacht noch weitere Dinge im Gebiet verstecken, doch wirklich angepackt hatte heute noch keiner von ihnen. Ich hoffte einfach, dass alles rechtzeitig seinen Platz finden würde. Würde schon schiefgehen...

    Natürlich hatte ich den Impuls, noch einmal nachzufragen, mitzufahren oder irgendetwas selbst zu übernehmen. Aber ich musste auch lernen, eine zugesagte Aufgabe bei denjenigen zu lassen, die sich darum kümmern wollten. Die beiden würden das schaffen. Ich durfte mich darauf verlassen, oder?


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    🌙 Eine Tour bis drei Uhr morgens

    Nelli_3011 und Leckschnitte machten sich später gemeinsam auf den Weg. Zunächst gab es einen Beinaheunfall, dann schlief Nelli_3011 kurz am Steuer ein. Sekundenschlaf... Gefürchtet bei uns.
    Doch sie überlebte und als die beiden wieder zusammen unterwegs waren, verunfallte schließlich Leckschnitte.

    Sie fuhren mit Ali-Alex nach Norden, um dessen Humvee zu suchen. Den fanden sie allerdings nicht mehr. Das Fahrzeug war verschwunden.

    Trotzdem schienen sie Freude an ihrer Tour zu haben. Es wurde ohne Schalldämpfer geschossen, und auf der Suche nach einem neuen Kühler liefen sie beinahe bis nach Svetlojarsk.

    Mit dem gefundenen Ersatzteil ging es schließlich zurück und um drei Uhr morgens erreichten sie wieder Prigorodki.

    Leckschnitte brachte sogar den roten Gunter wieder zum Camp zurück und stellte ihn dort ab.

    Danke dafür, das hätte ich nicht erwartet.


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Heute hörte ich öfter, dass sich etwas wegen des nahenden Wipes kaum noch lohnte.

    Ich verstehe diesen Gedanken gut, denn wer gerade etwas verloren hat oder neu beginnt, der fragt sich zu Recht, ob und wie er hier die letzten Tage verbringen möchte.
    Jedoch ging ich seit jeher anders an die Sache heran: Und wenn morgen Wipe wäre, würde ich heute noch einen Unterstand bauen. Die Erfahrung hatte mich gelehrt, dass man auch am Vormittag des Wipe-Tages noch nachhaltige Bekanntschaften machen konnte. So auch damals bei dakel.

    Ich froh, dass ich den roten Gunter in Elektrozavodsk noch repariert hatte. Leckschnitte und Nelli_3011 konnten damit aufbrechen. Sie suchten gemeinsam mit Ali-Alex nach seinem Humvee, liefen für einen Kühler durch die Gegend und kamen mitten in der Nacht wieder bei uns an. Das Auto würde bald verschwinden, aber die gemeinsame Erinnerung an dieses Abenteuer würde bleiben.

    Auch die Vorbereitungen für morgen hatten ihren Wert, obwohl keine unserer Kisten für die nächste Season bestimmt war. Wir richteten sie für die Menschen her, die jetzt da waren und gemeinsam etwas erleben wollten. Ich musste dabei nicht mehr jedes Fahrzeug retten und jede Lieferung begleiten, aber ich wollte die verbleibende Zeit auch nicht schon abschreiben, nur weil ihr Ende näher rückte.

    Morgen würde es in Vybor laut werden.

    Für heute freute ich mich über einen zurückgebrachten Gunter und über Menschen, die selbst nach einer langen, holprigen Tour noch Spaß miteinander gehabt hatten.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Samstag, 10.10.2026 – Tag 058: Clusterfuck und Cholera - Das Abschlussballern in Vybor

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    Hallo ihr Lieben,

    heute war Abschlussballern und es fühlte sich an, als würde eine große Gewitterzelle sich direkt über Vybor entladen. Nach all den Fahrten, Spenden und Vorbereitungen füllte sich der Ort nun noch einmal mit Menschen, die gemeinsam das Ende dieser Zeit feiern wollten. Laut, chaotisch und mit deutlich mehr Munition als Wasser...

    Vorher musste allerdings noch einiges an seinen Platz.

    T.S.Clown war nun im dortigen Lager und arbeitete unermüdlich mit. Von ASSAULTxHDx fehlte zunächst jede Spur. Die Zeit drängte und es waren zahlreiche Kisten zu verstecken. Um Zeit zu sparen kamen wir auf die Idee, den geschenkten LKW mit Reifen zu bestücken und voller Fässer zu lagern. Gemeinsam mit den zwei anderen LKW würden wir ihn dann mit Waffen, Munition und Ausrüstungsgegenständen befüllen und in Vybor irgendwo abstellen. Ohne Reifen, versteht sich.

    Der Plan war gut und ich war froh, dass wenigstens wir beide vorankamen.

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    🚛 Reifen, Fässer und unerklärliche Lücken

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    Für die Fahrten nahm ich den LKW, der vor unserem Lagerfeuer aufgetaucht war und zu dem Pinky sich weiterhin nicht äußern wollte. Zwei Reifen fand ich übrigens in der Leitstelle, in @The_GraveDiggers Auto und einen im roten Gunter, der noch immer am Camp stand...

    Ich fragte mich langsam, ob sich die Geschichte dieses LKW jemals vollständig aufklären würde. Für heute genügte mir jedoch, dass ich ihn benutzen konnte. Ich transportierte Fässer nach Norden, damit wir die Ausrüstung vernünftig sortieren und bereitstellen konnten.

    T.S.Clown rackerte währenddessen wie ein Wilder und versteckte die Kisten, die @ASSAULTxHD, Jannnik und ich zuvor gerichtet hatten.

    Nelli_3011 hatte unterdessen bereits die erste unangenehme Erfahrung in Vybor gemacht. Sie war im Pianohaus in eine Falle getreten, die Cypress gelegt hatte. Dabei hatte er sie wohl noch gewarnt... Zum Glück überlebte sie.


    Ich hoffte, dass damit wenigstens ihr Vorrat an Missgeschicken für diesen Tag aufgebraucht war. Nach den vergangenen Wochen hatte sie davon wirklich genug gesammelt.

    Oben mussten wir schließlich aus Zeitgründen auch die LKW selbst als Vorratsplätze nutzen und an verschiedenen Stellen verteilen. Dann kamen kurz vor dem Start des Events noch Vezir und später ASSAULTxHDx vorbei. Er war aufgehalten worden, wie es schien und tauschte ein paar seiner Waffen durch. Auch Vezir bediente sich am LKW und plötzlich fehlten Dinge. Vezir erklärte, er habe nur eine Sache genommen und ASSAULTxHDx habe ebenfalls lediglich eine Waffe gegen eine andere getauscht.

    Nun ja. Die Erklärungen waren überschaubar, die entstandenen Lücken leider trotzdem vorhanden. Wir mussten nacharbeiten, während die Zeit weiterlief...

    T.S.Clown brachte schließlich zwei LKW an ihre vorgesehenen Stellen und zerschoss die Reifen, damit die Fahrzeuge dort blieben. Ich übernahm den letzten und platzierte ihn mitten im Feld vor der Stadt. Damit war meine Arbeit für heute getan. Den Rest würden die anderen allein schaffen.

    Ich wollte ihnen vertrauen und endlich aufhören, gedanklich noch jede Kiste mitzutragen.



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    🌙 Vybor, wie man es nur träumen kann

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    In dieser Nacht träumte ich vom Abschlussballern.

    Von einem Schuss mit der Blaze auf 530 Meter auf T.S.Clown, der mit seinen Verbündeten das Lager halten wollte.

    Ein perfekter Treffer.

    Fabse_Lehrling vom CRK aus dem anderen Chernarus war ebenfalls dabei und Nelli_3011 verbündete sich mit Vinaheal (Sophie), Cypress und ein paar anderen. I.K.E.A. versuchte natürlich wieder eine Basis zu verteidigen.

    Dann war ich plötzlich mitten im Getümmel, zwischen Schüssen, Stimmen und Menschen, die plötzlich auftauchten und ebenso schnell wieder verschwanden. Stellenweise landete man direkt auf anderen, die dann gleich schossen. Ein richtiger "Clusterfuck" würde DagiWeh sagen. Wir hatten ständig Durst. Ganz gleich, was gerade geschah, irgendwo fehlte Wasser, und die Cholera begleitete mich mit einer Hartnäckigkeit, die ich selbst im Schlaf anstrengend fand.

    Über allem stand ein Schornstein.

    Darin steckte ein Santa.

    Warum, fragte im Traum offenbar niemand. Es gab dringendere Dinge zu tun. Zum Beispiel hinaufzuklettern und anschließend gemeinsam herunterzuspringen.

    Oben hatte Anton – unser AJSmalls187 dann Cypress erschossen, bloß weil dieser einmal geniest hatte.

    Und dann hatte ich Anton erschossen.

    Ich kann euch nicht erklären, weshalb mein träumender Verstand darin irgendeine schlüssige Abfolge sah. Es war jedenfalls einer jener Momente, in denen alles zugleich völlig absurd und vollkommen selbstverständlich erschien. Ein Traum eben.


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    🚕 Der WITTWENMACHER fährt Taxi

    Auch Sarafiya_Nici war da.

    Sie übernahm am Ende den Fahrdienst und fuhr mit dem WITTWENMACHER nach Solnichniy. UNfallfrei. Es musste also wirklich ein Traum sein, denn Nici hasste Vanilla...
    Dort holte sie Nelli_3011, Cypress und Vezir ab, außerdem Der Freundliche Vagabund und noch jemanden, dessen Namen ich beim Aufschreiben nicht mehr zu fassen bekomme.

    War es Leckschnitte gewesen? Christoph?

    Ich weiß es nicht.

    Fünf Fahrgäste in einem Sarka und eine unfallfreie Fahrt von Nici... spätestens da hätte mir auffallen können, dass ich träumte.
    Doch in dieser Nacht schien unser Auto so viel Platz zu haben, wie gerade benötigt wurde.

    Ich glaube, Cypress übernahm irgendwann das Steuer. Jedenfalls verfuhr sich die Gesellschaft zunächst, bevor es auf der Straße zu einem Unfall kam.

    Der Sarka überschlug sich. Dann fuhr er weiter, als sei nichts gewesen.

    Ein Traum eben.

    Wobei ich nach allem, was unsere Fahrzeuge zuletzt geleistet hatten, vielleicht selbst wach nicht sofort misstrauisch geworden wäre.



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    🍖 Ein Häppchen für Weizen

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    Als schließlich alle ankamen, grillten Sarafiya_Nici und ich mitten vor dem Turm Schweinefleisch, das sie mitgebracht hatte.

    Ihre Hände waren blutig. Wasser fanden wir keines. Also fütterte ich sie. „Ein Häppchen für WeizenWarrior …“

    Und dann eines für Smokey Eyes , für Vika die Eule Eule.

    So ging es weiter.

    Um uns herum herrschte Chaos, und wir saßen da mit unserem Schweinefleisch und versuchten, wenigstens eine kleine Mahlzeit ordentlich hinzubekommen.

    Im Traum fand ich das offenbar ganz vernünftig.

    Jetzt, beim Schreiben, muss ich darüber lachen. Vor allem wenn man bedachte, dass wir uns gleich alle zusammen vom Schornstein stürzen wollten, um einen Lootgott namens "Manfred" zu besänftigen... Absolut absurd. Aber ich beharrte darauf, dass das eine Vanilla-Tradition war und eingehalten werden müsse.



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    💥 Der gemeinsame Sprung

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    Am Ende standen wir wieder oben auf dem Turm: Davus, Kallele, AJSmalls187, Cypress, Nelli_3011, Der Freundliche Vagabund, Vinaheal (Sophie), Sarafiya_Nici und ich.

    Die anderen sprangen. Dann war Anton dran. Der zögerte zunächst. Schließlich sprangen wir gemeinsam.

    Für einen kurzen Moment war da nur dieses Fallen. Dann ein Knall, ein Knacken – und ich wachte in Prigorodki auf.

    Ich war aus meinem provisorischen Bett gefallen.

    Der WITTWENMACHER stand noch immer in der Garage. Er war nicht in Vybor, hatte keine fünf Fahrgäste durch die Nacht getragen und war auch nicht nach einem Überschlag unbekümmert weitergefahren.

    Ich blieb einen Moment liegen und versuchte, die Bilder auseinanderzuhalten.

    Was für ein seltsamer Tag. Und was für eine noch merkwürdigere Nacht...

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    🏁 Herausforderungen

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    Nelli_3011 hatte sich übrigens an der Challenge versucht, aber leider einen Unfall mit ihrer "PRINZESSIN PIMPERNELLA" gehabt, von dem sich ihr treues Gefährt dieses Mal nicht mehr erholt hatte. Aber sie würde nicht aufgeben und ich dachte darüber nach, ihr den WITTWENMACHER zu überlassen, damit sie es nochmals versuchen konnte. Morgen vielleicht.

    Heute war noch WhiskeyMixer ein letztes Mal mit uns im Funk, um es mit dem roten Gunter, den wir nun den "Rallye Gunter" tauften, zu versuchen.

    Er suchte sich eine neue Strecke aus und erreichte als Erster in dieser Season lebend das Ziel. Ob es für den Gesamtsieg reichte, würde sich zeigen.


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Der Wipe würde kommen.

    Das wusste ich schon lange. Trotzdem fühlte es sich erst jetzt so an, als begännen die Dinge tatsächlich, sich zu verändern. Wir verteilten Vorräte, die uns über Wochen beschäftigt hatten. Fahrzeuge wurden zu Lagerplätzen für einen letzten gemeinsamen Abend. Menschen verabschiedeten sich oder machten bereits Pläne für eine andere Welt.

    Ich hatte heute den letzten LKW übernommen und danach meine Arbeit beendet. Offenbar brauchte mein Kopf etwas länger, um ebenfalls Feierabend zu machen.

    Im Traum waren all die Menschen wieder zusammengekommen. Mit ihren Stimmen, ihren Eigenheiten und dem Blödsinn, den man mit ihnen erleben konnte. Selbst diejenigen, die kurz zuvor noch erschossen worden waren, standen später wieder neben uns auf dem Turm.

    Es war ein unmöglicher Abend.

    Aber als ich wach lag und an die Bilder zurückdachte, blieb mir vor allem die Freude darüber, sie alle dort gesehen zu haben. Sogar WhiskeyMixer, wenn dieser auch zeitweise auf der falschen Seite des Laufs gestanden hatte...

    Die Kisten würden verschwinden. Unsere Autos, Behausungen und Vorräte ebenfalls. Was ich von dieser Zeit mitnehmen würde, hatte mit dem Inhalt der LKW nur wenig zu tun: Es waren mehr die Menschen, mit denen wir sie beladen hatten. Die Fahrten, die Gespräche und die Nächte, nach denen man erst einmal sammeln musste, was eigentlich geschehen war.


    In diesem Sinne: Genießt die restliche gemeinsame Zeit und passt auf euch auf.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛



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  • Sonntag, 11.10.2026 – Tag 059: Unersetzlich

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    Hallo ihr Lieben,

    Sueda war wieder da und eine Spur aus Kürbissen führte eine ziemlich missmutiges Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 vom Grillhaus zum schwarzen Brett.

    Dort wartete eine Botschaft:

    371

    9–18–18–5–16–12–1–3–5–1–2–12–5

    Sie verstand es zunächst nicht, denn es war für ihre nachweilich zwei Gehirnzellen zu früh, um richtige Schlüsse ziehen zu können. Doch Buchstabe für Buchstabe ergaben die Zahlen ein Wort: IRREPLACEABLE.

    Unersetzlich.

    Ausgerechnet für unser „ersetzbares Crewmitglied“.

    Ich war gerührt, als ich davon hörte. Doch im Laufe dieses Tages bekam das Wort ein Gewicht, das weit über den kleinen Widerspruch in ihrem Namen hinausging.

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 wollte gerade so tun, als würde sie die Nachricht entschlüsseln, als sie Schüsse hörte. Ihr Schädel brummte. Die Krankheit Kuru ließ ihr nur wenig Ruhe, und sich auf die Zahlen zu konzentrieren, fiel ihr ohnehin schon schwer.

    Dann entdeckte sie E.C.H.O. und so nahm alles seinen Lauf...

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    🚗 Eine Fahrt mit E.C.H.O.

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    Er stand beim Pitstop und deutete aufgeregt nach Elektrozavodsk. Ob die Schüsse von ihm stammten? E.C.H.O. schüttelte den Kopf, drängte sie zum roten Gunter und fuhr mit ihr los. Im Eiltempo, wie es offenbar zu seinen Vorstellungen einer Ausfahrt gehörte. In Elektro trafen sie auf einen gut ausgerüsteten Überlebenden, der auf Infizierte schoss. Allerdings setzte er gezielt Beinschüsse, sodass die Getroffenen anschließend über den Boden krochen. Krabbler...

    Er schien dabei die Zeit seines Lebens zu haben.

    Nr. 371 verstand seinen Namen zunächst als "Dillaz". Später war in ihrem Bericht von einem "Carsten" die Rede. Bei all dem Lärm und dem Dröhnen in ihrem Kopf war es ihr schwergefallen, richtig zuzuhören. Sie versuchte vor allem, bei E.C.H.O. zu bleiben.

    Die Krabbler machten sich inzwischen über das Auto her, und beide flüchteten in ein Gebäude. Dort nutzte Sueda die Gelegenheit, ihn nach den Geschichten über E.C.H.O.S jüngsten Ruf als "Loverboy" zu fragen. Nicht, dass es für sie wichtig gewesen wäre... aber von dem "Techtelmechtel" mit .chantal2000 hatte sie natürlich gehört.

    E.C.H.O. schüttelte den Kopf. Seine Antwort schien eindeutig: Gerüchte.

    Sueda lachte. Dieses Mal nicht vom Kuru.

    Bei ihr ließ sich inzwischen nicht immer unterscheiden, ob etwas komisch war oder die Krankheit wieder ihre grausame kleine Vorstellung gab.

    Draußen wurde es schließlich ruhig. Der Überlebende war offenbar von den Infizierten überwältigt worden. E.C.H.O. und Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 setzten ihre Fahrt fort – seltsamerweise wieder zurück in Richtung Prigorodki.

    Dann kam eine Laterne.

    Und die Reise endete für beide... vorerst. Oder sollte ich vielleicht besser sagen: Sie begann nun erst richtig?


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    🛠️ Die Zeit drängt!

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    Sie fanden sich zunächst in Berezino wieder.

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 grüßte dort noch einen - ihrer Aussage nach zufolge gut aussehenden - Überlebenden, doch der wollte nichts sagen und lief schnell weiter. Auch das gehörte offenbar zu diesem Tag: Manche Menschen ließen sich nicht einmal durch eine freundliche Begrüßung von ihrem Ziel aufhalten.

    Ihr Weg führte sie anschließend nach Nizhnoye, wo sie "Carsten" also Dillaz wiederbegegnete. Ja, er war wirklich von den Krabblern überwältigt worden. Schließlich gelangte sie zurück nach Prigorodki. Keinen Moment zu früh, denn das Auto und ihre Sachen drohten zu verschwinden oder von anderen gefunden und gelootet zu werden. Vor allem um ihre DMR trauerte Sueda mehr, als ich hier wiedergeben kann.

    Black Lion kümmerte sich unterdessen darum, das verunglückte Auto zu sichern. Jemand hatte die beiden Leichen bereits aus dem Wagen gezogen. Wer diese Hilfe geleistet hatte, wussten wir nicht, aber nichts war entwendet worden. Seltsam aber unser stiller Dank ist dieser Person sicher.

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 3711 und E.C.H.O. konnten sich wieder ausstatten. Zunächst wurde die DMR vermisst, doch E.C.H.O. hatte sie gesichert. Black Lion wechselte den Kühler. Ein Reifen war ebenfalls kaputt, aber der Gunter ließ sich retten. Anschließend ging es in einem für E.C.H.O. ungewöhnlichen Schleichtempo zurück zum Camp.


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    🌊 Freunde sagen nicht Lebwohl

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    Am Camp fand dann noch ein Zielschießen auf Granaten statt und Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 eröffente E.C.H.O., dass sie künftig wieder ins andere Chernarus übersiedeln wollte. Bei uns gab es kein Heilmittel für ihr Kuru. Sie wollte NiggoB und die anderen nicht länger damit belasten. Das Camp hätte ich inzwischen auch so ganz gut im Griff. Es sei einfach Zeit.

    Als ich davon erfuhr, blieb ich besonders an dem Wort „belasten“ hängen. Ich wünschte, sie könnte sich selbst für einen Moment so sehen, wie ich sie sehe. Als einen Menschen, der zu uns gehört. Mit ihrem Temperament, ihrer Hilfe und den Geschichten, die längst ein Teil unserer eigenen geworden sind. Die Krankheit hatte ihr zugesetzt. Sie hatte ihr aber nicht ihren Platz bei uns genommen.

    Wenn sie in einer anderen Welt nach einer Möglichkeit suchte, wieder Ruhe in ihrem Kopf zu finden, verstand ich das. Ich wollte ihr diesen Weg nicht schwerer machen. Trotzdem würde sie fehlen.

    Nach dem Geständnis zog es E.C.H.O. zum Sumpf. Er legte seine VSD und seine SCR17 ab und stieg in ein Schlauchboot, das dort rein zufällig bereitlag. Sogar mit einer Zündkerze.

    Man könnte jetzt schreiben, er sei in den Sonnenuntergang gefahren.

    Ganz so feierlich war es dann aber wohl doch nicht. Er fuhr einfach los. Sueda gab ihm noch einen Satz mit: „Ich würd dir Lebwohl sagen. Aber Freunde sagen nie Lebwohl. Nur bis bald...“ Sie blickte ihm noch lange nach und rief, er solle @Interception eine Kugel von ihr verpassen, falls er ihm dort irgendwo begegnen würde.

    Schließlich nahm sie seine Waffen samt seiner Maske und verstaute alles im Turm. Ich dachte an den frei gehaltenen Platz für WhiskeyMixer. Nun fuhr eine weitere vertraute Gestalt davon, und Sueda sprach bereits von ihrem eigenen Aufbruch.

    Es wurde stiller um uns.

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    🏕️ Der ganz gewöhnliche Wahnsinn

    Ganz still blieb Prigorodki natürlich nicht.

    janinesta (Selina) und Pinky sammelten AJSmalls187 auf in Berezino. Unser AJ berichtete, dass er in Myshkino erschossen worden sei. Er habe nun abgeschlossen, erklärte er, und sei ein gebrochener Mann. Ob Vinaheal (Sophie) etwas damit zu tun hatte, blieb eine offene Frage. Sie solle Berichten zufolge dort in der Gegend gewesen sein. Nach seinen ersten, ausgesprochen lebhaften Auftritten am Camp klang das jedenfalls nach einem anderen Anton. Ich hoffte, dass ihm etwas Gesellschaft guttun würde.

    Am Camp war außerdem wieder ein Baum gefällt worden. Dazu kam eine Stolperdrahtfalle mit einer Gasgranate, die Davus entschärfte.

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    Wer dahintersteckte, wussten wir nicht.

    Es machte mich müde, schon wieder von so etwas zu hören. Unsere letzten Tage vor dem Wipe waren ohnehin voller Abschiede und Veränderungen. Ich hätte gern darauf verzichtet, zusätzlich bei jeder Tür darüber nachdenken zu müssen, ob jemand dort eine Falle platziert hatte. AFK- Nelli_3011 wurde unterdessen von einem fremden Bambi auf dem Dach des Kochhauses gefesselt. Pinky fesselte daraufhin das Bambi. Angeblich alles für die Wissenschaft... Ja klar.

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    🏁 Ohne Sprit fährt's sich schlecht

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    Davus entschied sich, die Challenge mit einem Ada zu versuchen.

    Seine Vorbereitung war allerdings etwas knapp ausgefallen. Kurz vor Bor ging ihm der Sprit aus.... Das Auto blieb stehen. Ich hatte ihn als "Kamera" und Schiedrichterin begleitet aber nun mussten wir zurück in Richtung "Last Hope" rollen.

    Kurz vor dem Militärkonvoi bei Ostrog strandeten wir und er brach mit einem Kanister auf, um Bezin zu holen. Ich schob den Ada in einen nahegelegenen Busch und versteckte mich. Ein Fremder hätte das abgestellte Fahrzeug beinahe entdeckt, lief schließlich jedoch vorbei. Wenigstens dieses zusätzliche Problem blieb Davus erspart.

    Später kam Loewe9797zu uns in den Funk dazu. Ich überredete ihn, ebenfalls an der Rallye teilzunehmen.

    Leider begann die Unternehmung gleich mit einem Unfall bei Prigorodki. Davus und @Loewe mussten zunächst einen Reifen organisieren. Einen Kühler fand ich. Doch statt die Reifen zu suchen, suchten sie eher nach verschlossenen Basen... hätte ja auch ein Reifen darin sein können, nicht? So blieb der Rallye-Gunter erstmal im Camp, aber nicht fahrbereit.

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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Am Ende blieb ich wieder bei der Kürbisspur und der Botschaft am schwarzen Brett hängen.

    Unersetzlich.

    Wir scherzen oft über Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 und ihren Namen. Sie selbst trägt viel dazu bei. Doch heute, als sie von ihrem Wechsel ins andere Chernarus sprach und E.C.H.O. mit dem Boot fortfuhr, fiel mir auf, wie wenig sich ein Mensch tatsächlich ersetzen lässt.

    Aufgaben können andere übernehmen. Eine Waffe kann man weitergeben, einen Kühler wechseln und einen Unterstand neu errichten. Bei einer vertrauten Stimme ist das anders. Sie fehlt ganz genau an der Stelle, an der man sie zu hören gewohnt war. Ich möchte trotzdem, dass meine Freunde gehen können, wenn sie anderswo gebraucht werden oder etwas suchen, das sie hier nicht finden. Sueda soll die Chance auf ein Leben ohne dieses quälende Lachen haben. E.C.H.O. darf seinem Weg folgen, auch wenn er ihn uns nur selten erklärt.

    Mir bleibt, ihre Entscheidung zu respektieren und die Verbindung zu ihnen zu bewahren.

    Suedas Satz war dafür schöner als alles, was mir selbst eingefallen wäre.

    Freunde sagen nicht "Lebwohl". Nur: "Bis bald!".

    Ich hoffe sehr, dass wir dieses „bald“ eines Tages wieder miteinander teilen.


    In diesem Sinne: Lasst die Menschen, die euch wichtig sind, wissen, welchen Platz sie bei euch haben. Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Montag 12.10.2026 – Tag 060: Gestohlene Autos und Versöhnung

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    Hallo ihr Lieben,

    der Rallye-Gunter war verschwunden und im schwarzen Brett fanden wir ein "LOL" aus Kürbiskernen gelegt.

    Ausgerechnet das Fahrzeug, mit dem wir in diesen letzten Tagen noch eine gemeinsame Herausforderung verbinden wollten. Ich gab eine Suchmeldung auf und hoffte, dass jemand es gesehen hatte.

    Eine brauchbare Spur fand sich zunächst nicht. Dafür meldete sich Eisenfresser und provozierte I.K.E.A. wegen der Minen in ihrer Basis. Das kam mir seltsam vor. Er war seit über einer Woche nicht mehr bei uns gewesen, die Leute von I.K.E.A. waren inzwischen längst ausgeflogen, und vor den Minen hatte man ihn ausdrücklich gewarnt... Wenn ich mich recht erinnere, war er sogar derjenige gewesen, der ständig seine Waffe auf mich gerichtet hatte, auch als ich ihn bat das um das Camp zu unterlassen.

    Ich verstand nicht, weshalb diese alte Geschichte nun wieder aufkam. Eigentlich suchte ich ein Auto...


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    🤝 Eine Entschuldigung am Camp

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    Cala-j und ninja2.00926 (UltrA) versprachen, nach dem Gunter zu suchen und die Challenge mit ihrem schwarzen Gunter zu versuchen. Am Camp trafen sie außerdem auf ein schweigendes Bambi, das bereits am Vortag dort gewesen war. ninja2.00926 (UltrA) entschuldigte sich bei mir für ihr Verhalten am Camp und für die Sache mit meiner Uniform. Ich nahm ihre Entschuldigung an.

    Die Geschichte hatte mir wehgetan. Deshalb bedeutete es mir etwas, dass sie noch einmal auf mich zukam und ansprach, was geschehen war. Solche Gespräche fallen einem nicht immer leicht. Man muss sich dem anderen stellen und aushalten, dass die eigene Erinnerung an einen vermeintlich lustigen Moment bei ihm ganz anders aussieht.

    Ich war froh, dass sie diesen Schritt machte.

    Wir mussten an diesem Abend nicht alles auf einmal klären. Für mich war es zunächst genug, ihre Entschuldigung zu hören und sie anzunehmen.
    Ich hoffte, dass wir von nun an wieder etwas unbefangener miteinander umgehen könnten.



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    🔧 Reifen vorhanden, Kühler gesucht

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    Cala-j und Ultra versprachen, nach dem Auto zu suchen und sich an der "Need For Speed"-Challenge zu versuchen.

    Und tatsächlich: Sie fanden den Gunter bei der Tankstelle in Richtung Balota. Darüber freute ich mich sehr, denn endlich gab es eine Nachricht, mit der wir etwas anfangen konnten. Der Wagen war wieder da, und nun konnten wir uns darum kümmern, ihn erneut fahrbereit zu bekommen.

    Cala-j suchte in seiner Basis noch nach einem Kühler, hatte aber ebenfalls keinen mehr. Kühler waren tatsächlich Mangelware geworden. Kühlerkrise, sage ich doch. Seit Nelli_3011 das Fahren gelernt hatte, schien der Verbrauch entlang unserer Küste jedenfalls merklich gestiegen zu sein. Wie schon damals bei Jannnik. Ich vermutete, dass sie sich dessen sehr bewusst war – spätestens aber nach der nächsten gemeinsamen Suche nach Ersatzteilen.

    Cala-j brachte jedoch Reifen vorbei, Pinky konnte einen Kühler beisteuern, und Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 sicherte das Fahrzeug. Gemeinsam kamen sie also voran.

    Ein Reifen fehlte allerdings noch.

    Sueda machte sich deshalb auf den Weg nach "Last Hope", bis ans Ende der Karte. Dort fand sie tatsächlich zwei Reifen. Unterwegs entdeckte sie außerdem einen neuen LKW und einen versteckten Ada. Eine durchaus erfolgreiche Suche.

    Zumindest bis zur Rückfahrt...


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    🚧 Die Straße hat das letzte Wort

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    Auf Höhe von Ostrog erwischte Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 eine Straßensperre.

    Der Kühler war hinüber.

    Damit begann die nächste Suche. Doch weder in Kamenka, noch in Komarovo oder Balota fand sich jedoch Ersatz. Nach all den Wegen für die fehlenden Reifen war nun ausgerechnet das Teil kaputt, das zuvor so mühsam organisiert worden war.

    Kurz vor Chernogorsk segnete das Auto schließlich das Zeitliche.

    Das tat mir leid für sie und für alle, die dabei geholfen hatten. Cala-j hatte Material gebracht, Pinky seinen Kühler beigesteuert, Sueda war bis "Last Hope" gefahren. Jeder hatte einen Teil übernommen, und trotzdem endete die Geschichte am Straßenrand.

    So etwas kann einem die Freude gründlich nehmen.


    Man denkt unterwegs schon daran, dass die Sache bald erledigt sein wird. Dass man nur noch zurückfahren muss. Dann steht da ein Hindernis, es kracht, und plötzlich fängt die ganze Suche wieder von vorn an. Nur diesmal fand sich kein Kühler mehr...



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    🧭 Nelli zieht weiter

    Nelli_3011 wagte sich unterdessen aufs Airfield.

    Ich musste daran denken, wie sie vor wenigen Wochen bei uns angekommen war. Inzwischen hatte sie Fahrzeuge gefahren, Unfälle überstanden, an Herausforderungen gedacht und sich beim Abschlussballern ins Getümmel gestürzt. Nun suchte sie sich den nächsten Weg.

    Ich hoffte, dass sie vorsichtig blieb. Das Airfield verzeiht nicht jede Unaufmerksamkeit. Trotzdem freute ich mich darüber, dass sie sich inzwischen zutraute, auch diese Gegend zu erkunden.

    Von ihren Erlebnissen würde ich sicher noch hören.



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    🔎 Anton wusste mehr als erwartet...

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    Auch AJSmalls187 , unser Anton, brachte mich mit einem Kommentar ins Grübeln. Wir sprachen über den entwendeten Rallye-Gunter und dass er gefunden worden war. Das Verblüffende: Er kannte den Standort des Gunters. Ich hatte ihn ihm allerdings nicht verraten. Er versuchte sich noch zu retten mit "ganz weit weg im Westen Richtung Kartenrand, bei Balota..." aber woher wusste er also davon? Als er meinte, ich solle Eisenfresser dazu befragen, wurde ich erst recht aufmerksam. Auf mich wirkte dieser Hinweis eher wie ein Versuch, meinen Blick in eine andere Richtung zu lenken.

    Gerade erst hatte Eisenfresser mit seiner Beschwerde von der eigentlichen Suche abgebracht. Nun sollte ich ausgerechnet ihn nach dem Fahrzeug fragen...

    Das musste nichts bedeuten. Anton konnte auf anderem Weg davon erfahren haben. Trotzdem ließ mich sein Wissen nicht los. Ich wollte ihm nichts unterstellen, aber ebenso wenig wollte ich einfach darüber hinweggehen.

    Vor wenigen Tagen hatte ich ihn als einen von drei lebhaften Neuankömmlingen am Camp begrüßt. Inzwischen merkte ich, dass ich anfing, bei seinen Geschichten genauer hinzuhören.



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    🌅 Gedanken zum Schluss

    An diesem Tag blieb einiges offen.

    Der Rallye-Gunter war weiterhin verschwunden. Suedas Fahrt hatte trotz aller Unterstützung mit einem verlorenen Auto geendet. Und die Vorräte an Ersatzteilen schienen mit jedem weiteren Unfall kleiner zu werden. Dazwischen hatte ninja2.00926 (UltrA) sich bei mir entschuldigt und wir hatten uns ausgesöhnt.

    An dieses Gespräch dachte ich am Ende besonders gern zurück. In den vergangenen Wochen hatten wir so oft über Misstrauen, verletzte Gefühle und die Folgen unbedachter Handlungen gesprochen. Heute hatte jemand von sich aus den Weg zu mir gefunden, um etwas davon anzusprechen.

    Das tat gut.

    Bei einem Auto kann man meistens sehen, welches Teil fehlt. Zwischen Menschen ist das schwieriger. Manchmal braucht es erst ein ehrliches Gespräch, damit beide verstehen, was den anderen beschäftigt.

    Ich hoffe, dass wir daran anknüpfen können.

    Für die letzten Tage vor dem Wipe wünsche ich mir noch ein paar solche Begegnungen. Wir werden nicht jedes Fahrzeug wiederfinden und nicht jeden Schaden beheben. Aber wir können uns Zeit füreinander nehmen, solange wir hier noch gemeinsam unterwegs sind.


    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Dienstag, 13.10.2026 – Tag 061: "Mensch, 371!"

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    Hallo ihr Lieben,

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 hatte einen Entschluss gefasst: Bevor der Wipe uns alle erfasste und sie ins andere Chernarus zurückkehrte, wollte sie noch eine letzte Sache erledigen: den "Palast der Scherben" finden. Jenen Ort, von dem @Interception in seinem Tagebuch geschrieben hatte.

    Sie wollte nach Hinweisen suchen. Vielleicht auch nach einer Erklärung. Dass er – oder eine seiner Stimmen – Menschenfleisch am Camp vergraben hatte und anschließend auf sie geschossen worden war, ließ sie nicht los. „Übelnehmen“ wäre dafür vermutlich ein zu schwaches Wort gewesen.

    Es war...persönlich.

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    🏚️ Auf der Suche nach dem Palast

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    Wir setzten uns zusammen und versuchten, anhand der bekannten Hinweise den ungefähren Standort einzugrenzen. Schließlich glaubten wir zu wissen, wo sie suchen musste. Ersetzbares Crewmitglied rechnete allerdings damit, dass zwischen ihr und den Antworten einige Wände stehen könnten. Also wurde eingeladen, was vom Abschlussballern an Sprengzeug übrig geblieben war.
    Zahlreiche Granaten bekamen plötzlich einen neuen Verwendungszweck.

    Jammet und ich betrachteten die Vorbereitungen mit wachsender Skepsis. Sueda erinnerte mich an etwas, das ich nur zu gut wusste: „Kein Samariter, Herz … weißt du noch?“

    Ich nickte gedankenverloren.

    Natürlich wusste ich das. Trotzdem fiel es mir schwer, ihre Vorbereitungen ganz von dem Menschen zu trennen, der seit langer Zeit an unserer Seite stand. Ich verstand, weshalb sie Antworten wollte. Ob sie diese mit so viel Sprengstoff finden würde, war eine andere Frage.

    Zunächst kam jedoch ohnehin alles anders.

    Nelli_3011 meldete sich mit einem Notruf. Sie war nahe Zaprudnoye und drohte zu verhungern. Jammet und Black Lion stiegen sofort ins Auto und fuhren nach Norden.

    Sueda brach schließlich mit janinesta (Selina) und einem rein zufällig getroffenen random Cowboy auf. Der sah ein bisschen aus wie The_GraveDigger. Oder The_GhostRider. Aber nru ein gaaaaanz kleines bisschen. Eine gewisse Ähnlichkeit war jedenfalls vorhanden, aber es war natürlich ein völliger random Cowboy.

    Pinky war bereits vorgelaufen.

    Als sie den Palast erreichten, stand das Tor bereits offen....

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    🌲 Das alte Gun House

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    „Palast“ war vielleicht eine etwas großzügige Bezeichnung.

    Es handelte sich um eine Jagdhütte, die Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 und ich aus unseren ersten Tagen in Chernarus gut kannten. Damals hatten wir sie Gun House getauft. Wenn wir auf dem Weg von Bor dort vorbeikamen, lag beinahe jedes Mal ein Gewehr darin.

    Nun hatte dieser vertraute Ort einen anderen Namen und gehörte zu einer Geschichte, die uns beide auf unangenehme Weise beschäftigte. Der Zugang war bereits aufgebrochen worden.
    Im Inneren fanden sich einige Kisten. Auffällig war jedoch, dass kaum etwas zu fehlen schien. Sogar eine VSD lag noch darin.

    Nach einem gewöhnlichen Raid sah das jedenfalls nicht aus.

    janinesta (Selina) fand einen Zettel, den Sueda mir später übergeben sollte. Bei Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 wuchs unterdessen das ungute Gefühl, genau dorthin gegangen zu sein, wo @Interception sie hatte haben wollen.

    Und das ärgerte sie.

    Sie war losgezogen, um selbst etwas herauszufinden, und stand nun in einer geöffneten Hütte vor einer hinterlassenen Nachricht. Ob tatsächlich alles so vorgesehen gewesen war, wusste niemand. Aber allein die Möglichkeit genügte, damit sie die Zähne zusammenbiss.

    Die drei fuhren wieder nach Hause. Das Sprengzeug hatte vorerst keinen Einsatz gefunden. Darüber war ich nicht unglücklich.


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    🏁 Noch einmal auf die Strecke

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    Am Camp warteten bereits cookfrags und Sense. Ich stellte ihnen kurzerhand einen roten Gunter zur Verfügung, damit auch sie die Need-for-Speed-Challenge versuchen konnten.

    Jammet und Black Lion kamen inzwischen mit Nelli_3011 aus dem Norden zurück. Sie war also wieder sicher bei uns angekommen. Von Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 bekam sie den WITTWENMACHER für ihren zweiten Rallyeversuch überlassen. Auch Black Lion wollte es noch einmal wissen. Gemeinsam mit Jammet nahm er den zweiten roten Gunter, den wir extra für das Rennen zurückgestellt hatten.

    Es wurde vorbereitet, gesprochen und geplant. Und Sueda? Der wurde offenbar etwas langweilig.

    An ihrer Weste hing noch eine Granate....

    Ach Mensch, 371!


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    💥 So wie mit E.C.H.O....

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    Sie legte die Granate auf die Straße, entfernte sich und schoss darauf. Zielschießen. So, wie sie es mit E.C.H.O. gemacht hatte.

    Der Knall war ohrenbetäubend.

    The_GraveDigger, der auf dem kleinen Schuppen saß, den Silas einst bezogen hatte, wurde von der Explosion getötet. Auch Nelli_3011, Pinky, janinesta (Selina) Sueda selbst wurden getroffen, überlebten aber.

    Für einen Moment war von der geschäftigen Vorbereitung am Camp nicht mehr viel übrig.

    Ich war erschrocken. Nach all den Gesprächen über Fallen, Granaten und die Sicherheit an unseren Camps war nun ausgerechnet durch diesen Einfall einer unserer Freunde gestorben.

    Sueda entschuldigte sich sofort und immer wieder. Mit einer solchen Wirkung hatte sie nicht gerechnet.
    „Wenn ich das mit E.C.H.O. mache, geht das immer gut …“

    Ich glaubte ihr, dass sie niemanden hatte verletzen wollen. The_GraveDigger lag trotzdem tot auf dem Schuppen.

    Sie beschloss, ihn wenigstens selbst wieder abzuholen.

    Ganz unbehelligt kam sie allerdings nicht davon. Als sie mit dem Ada Richtung Solnichniy losfuhr, schossen Pinky und janinesta (Selina) auf das Auto und erwischten einen Reifen.

    Sueda fluchte, reparierte den Wagen und setzte ihre Fahrt fort. Auch das war vermutlich keine besonders vernünftige Art, mit dem Geschehen umzugehen. An diesem Tag schienen sich jedoch mehrere Menschen Mühe zu geben, die Grenzen unserer Geduld auszuloten.

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    🪏 GraveDiggers Antwort

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    Als Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 The_GraveDigger erreichte, bot sie ihm Wiedergutmachung an.

    Er erklärte: „Ich habe keine Schaufel!“ Sueda verwies hilfsbereit auf das Auto. „Im Auto ist eine.“ The_GraveDigger nahm die Schaufel und verpasste ihr damit einen Schlag.

    Damit war seine Antwort zunächst erteilt.

    Zum Glück verzichtete er darauf, sie ebenfalls an die Küste zurückzuschicken. Die beiden konnten gemeinsam weiterfahren und gleich noch Black Lionund Jammet abholen, deren Rallyeversuch tödlich geendet hatte.

    Nelli_3011 und janinesta (Selina) sicherten währenddessen den Gunter und ihre Ausrüstung.

    Ich war dankbar, dass trotz dieses heillosen Durcheinanders weiter aufeinander geachtet wurde. Niemand blieb mit seinem Verlust allein zurück. Allerdings hätte ich sehr gern auf die Umstände verzichtet, unter denen diese Hilfsbereitschaft erneut nötig geworden war.


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    🚗 Zwei erfolgreiche Fahrten

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    Bei ihrer Rückkehr waren cookfrags und Sense noch immer am Camp. Sie hatten eine Rallyestrecke ausgesucht und wollten los.

    Die beiden kamen gut voran.

    Am Ende strahlte cookfrags: Sie hatten die Rallye geschafft.

    Gas hatte es unterwegs auch gegeben, aber da waren sie einfach durchgefahren. Offenbar hatte sich die Strecke entschieden, es bei diesem einen zusätzlichen Hindernis zu belassen.

    Ich freute mich mit ihnen.

    Auch Nelli_3011 versuchte es erneut – und konnte ihren Erfolg feiern. Sie war stolz darauf, als Erste diese Strecke mit einem Sarka überlebt zu haben.

    Nach ihren vielen Unfällen war ihr das besonders zu gönnen. Sie hatte Ersatzteile gesucht, sich wieder hinters Steuer gesetzt und es noch einmal versucht.

    Heute konnte sie erzählen, dass es geklappt hatte.


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    🎯 Für ein letztes Spiel ist noch Zeit

    Zum Ende des Tages übergab Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 noch cookfrags und Sense jeweils eine R12 mit Gummigeschossen, dazu ein Seil und zwei Armbinden.

    Die beiden spielten damit im Rohbau eine Art "Tag" und Sie hatten offenbar die Zeit ihres Lebens.

    Rio eher weniger. Er war in der Nähe und wurde durch die unagekündigten Schüsse aufgeschreckt. Zum Glück für die beiden schoss er nicht, bevor sich die Situation aufklären konnte. Nach einer Granatenexplosion, mehreren Toten und einer Schaufel als Antwort auf ein Wiedergutmachungsangebot endete der Tag also mit zwei begeisterten Überlebenden, die sich im Rohbau mit Gummigeschossen jagten.

    Ich wusste langsam nicht mehr, ob ich lachen oder einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen sollte.


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    🔥 Bis bald, Sueda

    Schließlich übergab Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 mir die Sachen aus dem "Palast". Die Notizen würde ich mir am nächsten Tag in Ruhe ansehen. Für heute war mein Kopf voll genug.

    Dann verabschiedete sie sich und dabei war sie seltsam ruhig. Sie hatte noch einmal Antworten gesucht, großen Unfug angerichtet, sich entschuldigt, The_GraveDigger abgeholt und anderen Menschen einen ausgelassenen Abend ermöglicht. So viel Sueda an einem einzigen Tag...

    Ich hätte über die Granate noch lange schimpfen können. Wahrscheinlich wusste sie das. Doch nun stand ihr Aufbruch bevor, und unter meinem Ärger lag längst wieder das Gefühl, dass sie mir fehlen würde.

    Ich weiß, dass sie zurückkommen wird.

    Irgendwann.

    Bis dahin würde ich mich vermutlich oft fragen, was sie wohl gerade tat – und hoffen, dass in ihrer Nähe niemand gelangweilt eine Granate auf eine Straße legte oder sie selbst sonst irgendwelchen Unfug anstellte.


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    🌅 Gedanken zum Schluss

    Es war kein besonders feierlicher Abschied gewesen.

    Dafür war er voller Menschen, die einander kannten. Die sich ärgerten, lachten, halfen und nach einem Missgeschick wieder losfuhren, um den anderen einzusammeln.

    Ich möchte nichts davon schönreden. The_GraveDiggers Tod war vermeidbar gewesen. Dass Sueda es nicht böse gemeint hatte, änderte daran ebenso wenig wie ihre Entschuldigung. Sie hatte Verantwortung dafür übernommen und versucht, es wiedergutzumachen. Mehr ließ sich für diesen Moment nicht zurückholen.

    Und doch gehörten zu ihrem letzten Tag hier auch die geretteten Sachen, die überlassenen Fahrzeuge und die Freude von cookfrags, Sense und Nelli_3011.

    Wenn ich später an Sueda denke, werden mir vermutlich genau solche Tage einfallen. Ich werde den Kopf schütteln und mich dabei ertappen, dass ich lächle.

    Heute legte ich ihre Notizen erst einmal beiseite.

    Morgen würde ich mich mit dem beschäftigen, was Interception hinterlassen hatte. Heute wollte ich den Abschied von einem Menschen festhalten, der einen festen Platz in unserer Geschichte hat.

    Ach Mensch, 371.

    Pass auf dich auf, bis wir uns wiedersehen.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

  • Herz-Aus-Gold 15. Oktober 2026 um 14:05

    Hat das Label Chernarus hinzugefügt.
  • Mittwoch, 14.10.2026 – Tag 062: Abschiede

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    Hallo ihr Lieben,

    morgen würde unsere Welt wieder leer sein und alles von vorne beginnen. Heute schien deshalb jeder noch etwas mit ihr vorhaben zu müssen. In Prigorodki fielen beispielweise mal wieder Schüsse. Mindestens eine Explosion war zu hören, und ich fragte mich bereits, ob ausgerechnet an diesem letzten Tag noch jemand einen Raid begonnen hatte. The_GhostRider und ich beobachteten das Geschehen vom Turm aus. Ein Fremder kam ins Camp. Zuvor hatte er einen Hahn erschossen, den er nun ans Feuer legte.

    Dann nahm er sich das Leben.

    Wir bestatteten ihn.

    Soweit der Wahnsinn des letzten Tages. Sein letzter Beitrag zu unserem Camp war also ein Hahn gewesen. Ich wusste weder, wer er war, noch weshalb er diesen Abschied gewählt hatte. Nach den vergangenen Wochen war ich einiges gewohnt, aber an diesem Tag schien die Aussicht auf den Wipe selbst die letzten vernünftigen Gedanken aus manchen Köpfen zu vertreiben.

    Wenig später steckte dann The_GhostRider in einem Unterstand fest. Ich baute ihn ab, damit er wieder herauskam. Anschließend verabschiedete er sich, legte seine Kleidung im Turm ab und stürmte nur mit seinen Waffen in den Sumpf.

    Dann hörte ich einen Schuss. Einen einzigen.

    Ich blieb zurück und sah auf die Sachen, die er dagelassen hatte.

    Es war offenbar die Zeit gekommen, in der jeder auf seine Weise Schluss machte.

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    🚗 "Schöner sterben" mit Pinky und Selina

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    Pinky und janinesta (Selina) hatten dafür einen eigenen Plan. Sie wollten „schöner sterben“. Zunächst mit HERBERT, dem blauen Gunter von janinesta (Selina), dann aber am Ende doch mit dem roten SCHRUNTER, den Pinky anbrachte. Das Ziel: Mit einem Gunter vom "Mt Wolfgang" fahren und über die Klippe springen.

    Rio nahmen sie mit. Nelli_3011 half beim Anschieben des Autos und wurde dabei überrollt. Damit war der erste Tod dieses Ausflugs bereits eingetreten, bevor die eigentliche Unternehmung begonnen hatte.

    janinesta (Selina) kümmerte sich um die Leiche. Was anschließend davon berichtet wurde, ließ mich allerdings etwas zweifeln, ob ich die Einzelheiten überhaupt hören wollte. Sie knüpfte aus den Gedärmen Seile und sang dabei immer wieder Nelli_3011 s Namen.

    „Nelli, Nelli, Nelli …“

    In diesem unheimlichen Singsang, der eine eigentlich vertraute Stimme plötzlich ganz fremd klingen lässt. Ich musste an die damalige Geschichte mit dakel denken. An dieses entzückte „Es ist so schön!“, während aus einem Menschen ein Seil wurde... Manchmal fehlen selbst mir die Worte für die Geschichten meiner eigenen Leute.


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    Rio hatte sich unterdessen offenbar abgesetzt. Ich konnte es ihm nicht verdenken. Pinky wollte den Gunter schließlich über die Klippe steuern. Er erwischte allerdings vorher einen Stein.

    Alle tot.

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    Black Lion war zuvor mit einem Ada über die Klippen gefahren und hatte es mit ein paar Schrammen überstanden. Sogar das Auto fuhr noch... Offenbar war an diesem Tag nicht einmal auf einen ordentlichen Absturz Verlass. Doch meine Leute gaben nicht auf. Es wurde wieder eingesammelt, zusammengefunden und erneut losgezogen. Am Ende gelang ihnen tatsächlich der gemeinsame Sprung.

    Ich blieb am Camp.

    Für einen letzten Abend in dieser Welt schien mir unser Feuer inzwischen der deutlich übersichtlichere Aufenthaltsort zu sein.


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    🌙 Noch ein Besuch am Feuer

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    In der Nacht kam dann noch Crippsy77 vorbei. Mein alter Freund konnte nicht sprechen, machte mir aber verständlich, dass er sich auf den Wipe freute. Ich war froh, ihn noch einmal zu sehen.

    Auch er nahm sich anschließend am Camp das Leben.

    Ich hatte Menschen begrüßt und bestattet, Kleidung zurückbleiben sehen und Geschichten von missglückten Abschieden gehört. Irgendwann wurde es endlich ruhiger.

    Morgen würden viele von ihnen wieder an einer Küste stehen, mit wenig mehr als dem, was sie am Leib trugen. Dieser Gedanke machte die seltsamen Abschiede für sie vermutlich leichter.

    Ich setzte mich an meine Notizen.

    Es gab noch etwas, das ich lesen musste.


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    📖 „Unser Tagebuch“

    Vor mir lagen die Aufzeichnungen aus dem "Tagebuch der Scherben". Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 hatte sie mitgebracht. Die Jagdhütte war bereits aufgebrochen gewesen, doch die Ausrüstung hatte noch dort gelegen. Sogar eine VSD war zurückgeblieben.

    Und dieses Tagebuch...

    Je länger ich darüber nachdachte, desto weniger glaubte ich an einen gewöhnlichen Raid. Sueda hatte das Gefühl gehabt, genau dort angekommen zu sein, wo @Interception sie hatte haben wollen.

    Nun schlug ich seinen letzten Eintrag auf.

    Es gab nur einen.

    „Unser Tagebuch“

    Bisher hatte Tim von den Stimmen geschrieben. Sie hatten ihn unterbrochen, ihm widersprochen und manchmal übernommen. Trotzdem war er derjenige gewesen, dessen Erzählung ich zu folgen versucht hatte. Jetzt aber schrieben...sie.

    Das Meer hatte ihn zurückgebracht, aber offenbar hatte er auf seiner Reise immer mehr von der Kontrolle über sich selbst verloren.
    „Früher hast du geschrieben und wir haben dazwischen geredet. Jetzt reden wir. Du darfst zuhören.“

    Ich spürte, wie die Unruhe dieses Tages einer anderen wich. @Interception, Tim, war noch da. Er widersprach. Er wollte schreiben und bestand darauf, dass es sein Tagebuch war.

    Die Antwort lautete: „War es.“

    Ich sah den Satz lange an.

    Vor meinem inneren Auge stand er wieder am Camp. Mit Verbandsmaterial, mit Dingen, die er abgeben wollte, oder einer neuen Geschichte. Ich hatte gewusst, dass er gefährlich werden konnte. Sein Tagebuch hatte daran kaum Zweifel gelassen. Aber ich hatte in ihm immer den Menschen gesehen, der helfen wollte.

    Nun las ich, wie wenig Raum ihm selbst noch blieb.

    Weiter hinten ging es um CHAOS. Die Gruppe hatte sich aufgelöst, und eine der Scherben hatte ihren Namen angenommen; Fragment V: Chaos.

    Es beschrieb Zweifel, Unruhe und Freunde, die einander misstrauten. Dafür brauche es keine Armee. Nur Zeit.

    Ich dachte an die vergangenen Wochen. An unsere Vermutungen nach jedem Schuss, an die Fallen und die Fragen, die sich kaum je vollständig beantworten ließen. Nicht alles davon war @Interception s Werk gewesen. Daran musste ich auch jetzt festhalten.

    Doch etwas in ihm hatte offenbar genau verstanden, wie wenig nötig war, um aus einer Gemeinschaft Menschen zu machen, die sich gegenseitig beobachteten und sich zunehmend misstrauten. Wie nah waren wir in den letzten Tagen an genau diesem Abgrund gewesen...



    ────────────── 💛 ─────────────

    🧭 Eine Antwort, die sie verhindern wollten

    Dann stand mein Name auf der Seite und mir lief ein Schauer über den Rücken. Die Scherben hatten meine Berichte gelesen. Ja klar... über @Interception natürlich. Sie wussten von meinem Wunsch, mit Tim zu sprechen und herauszufinden, wann die Stimmen übernahmen. Sie wussten auch, dass ich WhiskeyMixer um Hilfe hatte bitten wollen.

    Er hatte sie bereits einmal zum Schweigen gebracht und genau deshalb fürchteten sie ihn.

    Keine Behandlung. Keine Versuche. Keine Gespräche darüber, was beim ersten Mal anders gewesen war. Auch die „Auserwählte“ sollte sich heraushalten.

    Sueda....

    Ich hatte geglaubt, wir suchten nach einem Weg, einen Menschen zu erreichen. Die Scherben lasen dabei mit und überlegten offenbar längst, wie sie genau das verhindern konnten.

    WhiskeyMixer war fort.

    Die Frage, die ich so lange mit ihm hatte besprechen wollen, lag nun dringlicher vor mir als je zuvor.

    Dann fand ich den Hinweis auf die Koordinaten. Tim hatte einmal etwas gewusst. Irgendwo hatte er es aufgeschrieben. Die Scherben wussten nicht, wo, und begrüßten diesen Umstand ausdrücklich.

    Ich las die Stelle noch einmal.

    Es musste also eine Spur geben. Einen Ort, der mit der Antwort verbunden war, nach der wir gesucht hatten.

    Aber wo waren diese Koordinaten?

    Im übrigen Eintrag fand ich sie nicht. Ich blätterte zurück, suchte nach Zahlen und Ortsangaben, konnte jedoch nichts sicher damit verbinden.

    Morgen kam der Wipe.

    Der Gedanke, dass eine solche Spur mit den alten Lagern und Behausungen verschwinden könnte, ließ mich nicht mehr los.

    Und dann las ich von den Tomaten.

    Sie waren bewusst gepflanzt worden. Für Sueda. Weil man nicht jede Wunde neu schlagen müsse. „Manche hält man einfach offen.“

    Mir wurde kalt.

    Wie oft hatten wir versucht, diese Sache mit Unwissenheit zu erklären? Jemand kannte unsere Bitte nicht. Jemand wollte helfen und hatte die falschen Pflanzen gesetzt. Ich hatte nicht bei jedem Beet eine böse Absicht vermuten wollen.

    Hier stand sie.

    Suedas Krankheit war für die Scherben etwas gewesen, das sie verehrten. Ihre Erinnerungen benutzten sie, um ihr weiter wehzutun.

    Ich legte die Seiten einen Moment ab. Das Camp war inzwischen ruhig. Trotzdem hatte ich das Gefühl, als säße nach diesem Eintrag noch jemand mit mir am Tisch.



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    🔥 Diesmal ging sie wirklich

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 hatte sich entschieden, ins andere Chernarus zurückzukehren. Dort gab es erreichbare Gegenmittel gegen Kuru. Hier hatte sie zu oft gegen das Dröhnen in ihrem Kopf und dieses ungewollte Lachen ankämpfen müssen.

    Ich verstand sie.

    Gerade nach den letzten Seiten wünschte ich ihr so sehr, dass sie wieder Ruhe finden würde. Trotzdem fiel es mir schwer, sie gehen zu lassen.

    Einmal hatte ich bereits schon einmal einen Abschiedsbrief von ihr in den Händen gehalten. Damals war er gefälscht gewesen, ein versetckter Hinweis auf ihre Entführung. Etwas an diesem angekündigten Aufbruch hatte nicht gestimmt, und ich hatte nach ihr suchen können.

    Heute gab es nichts zu entschlüsseln.

    Sie stand vor mir und hatte ihre Entscheidung selbst getroffen.

    Ich umarmte den alten Haudegen.

    Erst gestern hatte ich wegen ihrer Granate geschimpft. Heute dachte ich daran, wie leer mir das Camp ohne sie vorkommen würde. An die Gespräche, ihre unverblümten Antworten und all die Momente, in denen man schon an ihrer Stimme hörte, dass sie wieder einen höchst fragwürdigen Einfall hatte.

    Sie überließ mir ihre R12. „Falls du mal jemanden … erziehen musst.“

    Dabei grinste sie.

    Ich nickte und musste lächeln, obwohl mir nicht besonders danach zumute gewesen war. Natürlich würde sie mir so etwas dalassen. Etwas Brauchbares, verbunden mit einem Spruch, bei dem ich sie noch lange vor mir sehen würde.

    „Danke, Sueda“, sagte ich. „Für alles.“

    „Dafür nicht, Herz. Dafür nicht. Pass auf dich auf.“


    ────────────── 💛 ─────────────

    🌅 Gedanken zum Schluss

    An diesem letzten Abend hatten viele Menschen ihr eigenes Ende gewählt. Manche laut und albern, andere mit einer kurzen Geste und einem Schuss. Sie freuten sich auf den nächsten Anfang.

    Bei Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371 war es anders.

    Sie würde weitergehen, aber ihr Weg führte vorerst aus unserem Chernarus hinaus. Ich konnte sie umarmen und ihr alles Gute wünschen. Den Platz, den sie hier hinterließ, würde ich trotzdem spüren.

    Daneben lagen @Interception s Aufzeichnungen.

    Seine Geschichte würde sich durch den Wipe vermutlich ebenso wenig erledigen wie meine Sorge um ihn. Ich hatte keine Koordinaten gefunden, keine Lösung und keinen fertigen Plan. Nur die Gewissheit, dass er Hilfe brauchte – und dass etwas in ihm sich mit aller Kraft dagegen wehrte.

    Ich bewahrte die Seiten sorgfältig auf.

    Morgen würden unsere Mauern verschwinden. Ich würde wieder anfangen, Material sammeln und einen ersten Unterstand bauen. Dabei würde ich auf die Stimmen im Funk achten, die zurückkehrten, und jene vermissen, die vorerst ausblieben.

    Für Sueda wünsche ich mir, dass sie irgendwann von ihrer Reise erzählt und dabei lacht, weil sie es selbst möchte.

    Und für Tim, dass er eines Tages wieder eine Seite aufschlagen kann, über der steht: Mein Tagebuch.


    Bis dahin nehme ich beides mit in die neue Zeit: die Hoffnung auf ein Wiedersehen und die Fragen, denen ich weiter nachgehen muss.


    In diesem Sinne: Passt aufeinander auf und bleibt am Leben.


    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛