Überleben? Optional! (Suedas Wochenrückblick 1.28/2)

  • 💬 OOC-Hinweis zur Darstellung von Personen und Gruppen

    (Sueda-Edition – jetzt mit 37 % mehr Selbstironie)

    🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭
    Deutsch:

    In meinen Berichten und Community-Geschichten stolpern immer wieder Namen, Gruppen und Fraktionen durchs Bild
    – manchmal elegant, manchmal wie ein Ersetzbares Crewmitglied, das versucht, mit vollen Händen Türen aufzumachen.

    Das passiert mit großer Sorgfalt, Respekt und einer Prise Chaos – aber vor allem aus einem Grund:
    Wir erzählen gemeinsam Geschichten. Und Geschichten leben von Menschen.

    Wenn du jedoch nicht erwähnt werden möchtest, dich falsch dargestellt fühlst oder findest, dass bestimmte Details lieber nicht an die große Glocke von Chernarus gehören sollten – sag einfach kurz Bescheid.
    Kein Drama, kein Formular, kein bürokratischer Antrag bei der Einsatzleitung. Eine PN an Herz-Aus-Gold genügt.

    Ich nehme jede Rückmeldung ernst und passe Dinge respektvoll an.
    Niemand ist verpflichtet, Teil meiner Erzählungen zu sein.
    (Es ist freiwillig. So wie Gemüse essen. Oder Nr. 371 ernstzunehmen.)

    Diese Texte sollen Freude bereiten, das Gemeinschaftsgefühl stärken
    – und manchmal auch einfach nur unterhalten, während man irgendwo frierend in einem Busch liegt oder sich gerade in der warmen Küche essen kocht...

    Wenn etwas nicht passt:
    Ich ändere es schnellstmöglich.
    Versprochen. Auch ohne Waffengewalt ;)



    🕵️‍♀️ Quellenlage & Transparenz

    (oder: Was 371 wirklich weiß – und was sie nur glaubt zu wissen)

    Alle Informationen basieren auf dem, was meine Figuren selbst sehen, hören oder von anderen Überlebenden erzählt bekommen.
    Ich habe keinen Zugang zu Admin-Logs, keine geheimen Superkräfte, keine telepathische Verbindung zum Server...

    Wenn also jemand erwähnt oder beschuldigt wird, geschieht das immer aus der Perspektive von Herz bzw. Nr. 371 –
    ergänzt durch Gerüchte, halbe Wahrheiten oder Dinge, die irgendwer am Lagerfeuer gemurmelt hat.

    Wo Unsicherheit besteht, markiere ich das nach bestem Wissen:
    „vermutlich“, „angeblich“, „man erzählt sich…“ oder „ich könnte mich irren (schockierend, ich weiß)...“.

    Chernarus ist und bleibt ein Mysterium.
    Also wirklich. Wirklich.

    Sollte sich etwas später als falsch, unklar oder einfach nur dumm von mir verstanden herausstellen, gebt mir Bescheid.
    Ich korrigiere oder ergänze jederzeit –
    Hauptsache, das gemeinsame Storytelling bleibt stimmig.

    Danke für euer Vertrauen, euer Verständnis
    …und dass ihr mich trotz allem erwähnen lasst.

    ~Herz / Nr. 371 💛 🎯


    🇬🇧 🇦🇺 🇺🇸
    English:

    (Sueda-flavored, and around 37% self-ironical)

    In my reports and community stories, names, groups, and factions appear from time to time—
    sometimes intentionally, sometimes because No. 371 tripped over them on the way to the truth.

    This is always done with care, respect,
    and the humble goal of telling a shared story that connects us.

    If you prefer not to be mentioned, feel misrepresented,
    or think that specific details shouldn’t be shared publicly,
    just let me know.
    No fuss, no drama, no paperwork.

    I take every message seriously and will adjust or remove anything respectfully.
    No one is obligated to be part of this narrative.
    (It’s completely optional. Unlike the rain in Chernarus.)

    These texts aim to create joy, strengthen community
    and occasionally provide entertainment while you crouch in a bush or prepare your meal in a warm kitchen.

    If something feels off:
    I’ll fix it as soon as humanly possible.
    No threats neccessary.
    Promise.


    🕵️‍♀️ Transparency & Sources

    (a.k.a. What 371 actually knows — which is… limited)

    Everything in my reports is based on what my characters see, hear,
    or are told by other survivors in-game.
    I have no access to admin logs, no privileged information,
    and definitely no mystical ability to “see the truth.”

    So if someone is mentioned or accused,
    it's always from the in-character point of view of Herz/No. 371,
    influenced by what she believes or what others told her
    (often while bleeding, freezing, or panicking).

    Whenever something is uncertain or rumor-based,
    I try to label it clearly:
    “apparently”, “rumor has it”, “it’s said…”,
    or the classic: “I may or may not be wrong again.”

    Chernarus loves its mysteries.

    If something later turns out to be incorrect or misleading,
    feel free to tell me.
    I’m always happy to correct, adjust, or clarify anything—
    whatever helps keep the shared narrative fun and coherent.

    Thank you for your trust, patience,
    and for surviving long enough to read this.

    Yours truly,
    ~Herz / No. 371 💛 🎯

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • Überleben? Optional! - Episode 000: Was euch erwartet


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    Test. Eins, zwei, drei...läuft das Ding? - Ja? Gut!

    Dann mal willkommen zu äh, wie heißt denn dieses Teil? Äh, "Überleben? Optional!", dem vermutlich nutzlosesten Projekt in ganz Chernarus.

    Präsentiert von mir Sueda Staneva, ersetzbares Crewmitglied Nr. 371.
    Chronistin wieder Willen, schlechte Schützin, Gelegenheitssamariterin, Fischliebhaberin.
    Ja, ich weiß.
    Ihr erwartet wahrscheinlich Herz-Aus-Gold.

    Ja, genau...die mit den Worten, die lauter sind als jeder Schuss. Die mit dem Blick, der aussieht, als würde sie im Kopf eine Gleichung lösen, die sonst keiner kennt. Sie hat dieses Talent, dich anzuschauen, als wüsste sie schon halb, was du getan hast. So nen Blick, der flüstert: "Ich weiß mehr, als ich sagen kann."

    Und manchmal auch: "Ich weiß, was du getan hast, und ich bin noch nicht fertig mit dir!"

    Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob mir das gefällt. Aber es funktioniert.
    Verdammt gut sogar.

    Und sie denkt in Schleifen, in denen ich mich nach zwei Sekunden schon verheddern würde.
    Ich meine, ich arbeite mit Instinkt.

    Da ist eine Waffe auf mich gerichtet? Gut, reicht. Ab geht's. So läuft meine Welt.

    Herz dagegen? Sie will....Gründe. Sinn. Kontext.
    Herz ist die, die euch sonst irgendwelche poetischen Nebelweisheiten am Lagerfeuer ins Ohr haucht. Hoffnung, Menschlichkeit blablabla.
    Keine Sorge, die lebt.

    ...also lebendig genug.
    Atmet, steht, starrt dramatisch ins Lagerfeuer. Ihr wisst schon: Herzzeug halt.

    Warum rschreib dann ich?
    Ganz einfach.

    Herz hat aktuell andere Aufgaben:
    Überleben, heilen, Leute wieder zusammennähen, die dachten, sie wären unsterblich und offensichtlich noch tiefer in existenzielle Krisen sliden als ich.

    Und das will heißen.

    Die Einsatzleitung, ja, hallo, ich meine euch, ihr Bürokratie-Engel da draußen, hat beschlossen, dass irgendjemand regelmäßig berichten muss, was hier uns eigentlich passiert.
    Damit ihr nicht denkt, wir liegen irgendwo tot im Graben oder hier wäre alles nur noch Friede, Freude, Eierkuchen.

    Und Herz?
    Die hat die glorreiche Idee gehabt, dass ich das machen soll.
    "Die Leute da draußen mögen dich, Sueda." und "Du hast doch immer was zu sagen."

    Ja, hab ich. Meistens.
    Meistens Sachen wie: "Weg da!", "Nicht da lang!" oder "Warum bin ich tot? Warum zur Hölle bin ich jetzt tot?"

    ...

    Ja, gut.
    Jedenfalls ab dieser Season gibt's jede Woche ne neue Folge mit mir.

    Jede Woche.

    Na ja, wenn ich's schaffe und nicht gerade mal wieder von irgendwelchen militanten Kirchenclowns gekidnappt werde.
    Egal, ob wir angegriffen werden, ob ich halb verhungert bin oder ob Herz wieder entschlossen schweigt, als könne sie die Welt damit retten.

    Ich erzähle euch ungeschönt, wer gestorben ist, wer wieder auferstanden ist, wer wen versehentlich erschossen
    hat, wer wen absichtlich erschossen hat und warum trotzdem alle behaupten, sie sein irgendwie Freunde.

    Ich werd berichten, wie wir Camps verlieren, Camps wieder aufbauen, Camps wieder verlieren und wie ich zum millionsten Mal sage: "Ich habe keinen Bock mehr auf diesen Mist!" oder "Ich hab's euch doch gesagt!"

    Ihr wollt Hoffnung? Dann ab zu Herz.
    Ihr wollt Sarkasmus? Dann seid ihr hier richtig!


    ~~~

    Man hat mir gesagt, ich soll chronologisch und strukturiert berichten.
    Ich? Ja, klar, mache ich. Total chronologisch strukturiert, so wie mein Leben, also gar nicht.
    Und damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst: Ich lüge nich, ich beschönige nichts.
    Ich werd', wenn möglich Namen nennen, auch die, die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckern.

    Besonders die!

    Ich berichte, wenn jemand dumm stirbt, wenn jemand noch dümmer überlebt und wenn jemand behauptet, es sei nur ein Unfall gewesen.

    Und Herz?

    Ja, die kriegt natürlich auch ihren Teil ab.
    Keine Sorge. Während sie wieder mit glasigem Blick irgendwelche moralischen Nebelrituale aufführt, darf ich hier erklären, warum im Camp schon wieder tote Bambies liegen, warum wir schon wieder Unterstände verloren haben und warum zur Hölle plötzlich jemand 90er Jahre Techno am Camp abspielt.

    Spoiler: Ich war's nicht, aber ich wünschte, es wäre so gewesen....


    Also, wenn ihr Drama wollt, fragt Herz.
    Wenn ihr Ironie und Sarkasmus wollt, fragt mich.

    Und wenn ihr nicht wisst, was ihr wollt, dann seid ihr perfekt für dieses Thema, weil ich weiß es nämlich auch nicht.

    Also macht's euch bequem oder so bequem, wie man sich's halt in der Apokalypse machen kann und wenn man jederzeit den Kopf verlieren kann, physisch oder emotional.

    Hier kommt "Überleben? Optional!".

    Bleibt dran!

    Es wird chaotisch und ich hab jetzt schon das starke Gefühl, dass ich noch bereuen werde, ja zu diesem Job gesagt zu haben.


    Ich bin Sueda Staneva, ersetzbares Crew Mitglied Nr. 371. Die mit den zwei Gehirnzellen.
    Eine für die coolen Sprüche, eine für's DMR-Halten.

    Kein Held, ersetzbar, aber verdammt nützlich.

    Also wir lesen uns.

    Nr. 371 - Ende.


    English version


    Survival? Optional! - Episode Zero - What awaits you


    Test. One, two, three...is this thing on?
    Yeah? Good!

    So then, welcome to—ah, what’s this thing called again? Uh, "Survival? Optional!", the probably most useless thread in all of Chernarus.
    Presented by me, Sueda Staneva, replaceable crew member No. 371.
    Chronicler against my own will, bad shooter, occasional samaritan, fish enthusiast.

    Yes, I know. You’re probably expecting Herz-Aus-Gold.
    Yeah, exactly.
    The one with words louder than any gunshot.
    The one with the look that makes it seem like she’s solving an equation in her head no one else even knows exists.

    She has this talent of looking at you like she already half-knows what you’ve done.
    A look that whispers: “I know more than I can say.”
    And sometimes also: “I know what you did, and I’m not done with you yet!”

    I’m still not sure whether I like that.
    But it works.
    Damn well.
    And she thinks in loops I’d get tangled in after two seconds.

    I mean, I act on instinct.
    There is a gun pointed at me? Fair enough. Off we go.
    That’s how my world works.

    Herz, on the other hand? She wants reasons. Meaning. Context.
    Herz is the one who normally whispers poetic fog wisdom into your ears by the campfire.

    Hope, humanity, blah blah blah.
    Don’t worry, she’s alive.
    Alive enough.

    Breathing, standing, staring dramatically into the campfire.
    You know: Herz stuff.

    So why am I talking?
    Quite simple.
    Herz currently has other tasks: Surviving, healing, stitching up people who thought they were immortal and she is clearly sliding even deeper into an existential crises than I am.

    And that means something!
    The operator—yes hello, I mean you, you little bureaucratic angels out there— has decided that someone needs to regularly report what’s actually happening to us.

    So you don’t think we’re lying dead in some ditch or that everything here is sunshine and rainbows.

    And Herz?
    She had the brilliant idea that I should do it.
    “The people out there like you, Sueda.” And “You always have something to say.”
    Yeah, I do. Most of the time. Mostly things like: “Move!”, “Not that way!” or “Why am I dead? Why the heck am I dead now?”

    Yeah, well.
    Anyway, starting this season, there will be a new episode every week featuring me.

    Every week.
    Well, if I manage and I’m not kidnapped again by some militant church clowns.

    Doesn’t matter if we’re attacked, if I’m half starving or if Herz is silently brooding again as if that could save the world.
    I’ll tell you straight-up who died, who came back, who accidentally shot someone, who shot someone on purpose and why everyone still claims they’re somehow friends.

    I’ll report how we lose camps, rebuild camps, lose camps again, and how I say: “I’m done with this crap!” or “I told you so!” for the millionth time.
    If you want hope, go to Herz.
    If you want sarcasm, you’re in the right place.

    They told me to report chronologically and structured.
    Me? Sure, I’ll do that. Totally chronological and structured. Just like my life—so not at all.
    And so you know what you’re getting into: I don’t lie, I don’t sugarcoat.

    I will name names wherever possible, even those who really don’t cover themselves in glory.
    Especially them!

    I report when someone dies stupidly, when someone survives even more stupidly and when someone claims it was “just an accident.”

    And Herz?
    Yeah, she’ll get her share too. Don’t worry.

    While she performs her glazed-over moral fog rituals again,
    I get to explain why there are dead Bambis lying in camp again, why we’ve lost shelters again and why the hell someone suddenly plays 90s techno at the camp.

    Spoiler: It wasn’t me, but I wish it had been.

    So, if you want drama, ask Herz.
    If you want irony and sarcasm, ask me.
    And if you don’t know what you want, then you’re perfect for this podcast,
    because I don’t know either.

    So make yourselves comfortable —or as comfortable as one can get in the apocalypse.
    Where you can lose your head at any time, physically or emotionally.

    This is "Survival? Optional!".
    Stay tuned!

    It’s going to be chaotic, and I already have the strong feeling I’ll regret saying yes to this job.

    I’m Sueda Staneva, replaceable crew member No. 371.
    The one with two brain cells.
    One for the witty remarks, one for holding the DMR.

    No hero, replaceable, but damn useful.

    So, we’ll hear each other.

    No. 371 — Over and out


    🎞️VIDEOBEITRAG (ab Sonntag, 07.12.2025, 18:00 Uhr):

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    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Ersetzbares Crewmitglied (14. Dezember 2025 um 02:15)

  • Unsere "Bere-Steak" Gewürzmischung ist Streng geheim. Diese absolut wertvolle Information darf niemals nicht an die Öffentlichkeit gelangen. 8)

    [„Wer mit Monstern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.“]

  • Streng geheim, hm?

    Verstanden, Bitwalker. Eure ›Bere-Steak‹-Gewürzmischung ist jetzt offiziell in der Kategorie "Dinge, die Sueda auf keinen Fall ausplaudern darf" abgelegt.
    Da liegt sie übrigens direkt neben meinem IQ – also absolut sicher versteckt.

    Keine Sorge:
    Ich würde niemals verraten, dass da eine Menge Pfe—

    …äh.
    Pfefferminzhaltiger Teamgeist drin ist.

    Sehr geheim. So geheim, dass selbst ich nicht weiß, was ich gerade nicht verraten wollte.

    Also ja: Top Top Secret.
    Und falls doch mal jemand fragt, sage ich einfach: Schmeckt wie Hühnchen. Fast.

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • Herz-Aus-Gold 11. Dezember 2025 um 02:52

    Hat den Titel des Themas von „Überleben? Optional! (Suedas Wochenrückblick 1.28/1)“ zu „Überleben? Optional! (Suedas Wochenrückblick 1.28/2)“ geändert.
  • Überleben? Optional! - Episode 001: Aller Anfang ist schwer

    - Suedas Wochenbericht vom 1. bis zum 7. Dezember 2025 -

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    Hallo, Hallo? Ist das Ding an?

    Einsatzleitung, bitte kommen!

    Ich bin Sueda Staneva, auch bekannt als das ersetzbare Crewmitglied Nr. 371.
    Und heute erzähle ich euch, was in dieser Woche in Chernarus alles so passiert ist.
    Oder wie ich es nenne: Sieben Tage voll Euphorie, Bambi Kills, Diplomatie, emotionalen Schäden und einer DMR, die endlich ihren spirituellen Besitzer gefunden hat.

    Also schnappt euch eine Pipsi, lehnt euch zurück und hört gut zu!

    ⛺ Tag 1 - Der große Neustart und die kleinen Ego-Inseln

    ⛺ Tag 1 - Der große Neustart und die kleinen Ego-Inseln

    Wenn unser Chernarus sich neu formiert, passiert immer dasselbe:
    Alle tun so, als wären sie plötzlich aus der Welt gefallen und müssten sich erstmal neu sortieren.

    Die Gruppen bilden sich neu.
    Kleine Inseln, kleine Grüppchen, kleine "Wir-gehören-zusammen-Bauklötzchen" und irgendwo am Rand dieser frisch sortierten Chernarus-Soziologie steht Herz.
    Ja, Herz, die gute Seele, die Samariterin.

    Und siehe da, einige Menschen haben beschlossen, Herz nicht einmal mehr mit der Kneifzange anzufassen. Nicht, weil sie was Falsches getan hätte, nein, weil sie das Richtige tut und Informationen sind wie Sprengstoff. Also wollen sie halt, dass Herz möglichst wenig davon in ihren Händen hält. ...Und sie könnt ja was ausplaudern, so wie ich.

    Ich verstehe das.

    Herz fühlt sich natürlich nicht wohl dabei. Wenn Harmonie dein Sternzeichen ist, kann das schon triggern. Aber Herz wäre nich Herz, wenn sie nich trotzdem sagen würde: "Na gut, dann baue ich eben trotzdem am Camp weiter, vielleicht wird's ja wieder schnuckelig."

    Dann ging der Tag richtig los mit der großen Bambi-Apokalypse von Kamyshovo.
    25 Bambis landeten gleichzeitig am Strand, alle auf einem Haufen.
    Na ja, im übertragenen Sinn oder auch nicht.
    Einige prügelten sich, andere schrien. Ich habe selten so viel Orientierungslosigkeit auf einem Quadratmeter gesehen.

    Am Ende haben sie sich doch irgendwie in alle Winde verteilt.
    Und während die ersten Gruppen sich oben im Norden gegenseitig misstrauisch anstarrten, wie Hirsche in der Brunftzeit, herrschte unten im Süden das echte Leben: Aushilfs-Samariter und helfende Hände überall. Unser neuestes Experiment von einem männlichen Aushilfs-Samariter Name unbekannt, Herz nennt ihn aber liebevoll "Dorian" und das scheint er zu akzeptieren, - jedenfalls vermutlich von Beruf Schlosser oder Türsteher, so wie der aussieht...

    Der stand offenbar genau in dem Moment im Camp, als Greeny beschlossen hat, seine eigene Provokationsrunde zu drehen.
    Als Bambi-Greeny also ans Camp kam und höflich fragte, ob er sich denn schon was nehmen dürfte, da versuchte Dorian professionell zu wirken und sagte: Nichts.

    Tja, und Greeny? Der versuchte nur er selbst zu sein und ich weiß nicht, wer von den beiden mehr Unterstützung gebraucht hätte.

    Auf der einen Seite Greeny, wie er mit der blauen Armbinde, die er gerade irgendwo in dem Unterstand gefunden hat, herumwackelt, das Zeichen der Samariter quasi
    ausnutzt und unser neuer Kollege, der schweigend, daneben steht.
    Und irgendwo im Hintergrund die sanfte Stimme des Universums, die flüstert. "Nein, nein, das wird nicht gut ausgehen!"

    Ja, normalerweise reden die Samariter zuerst.
    Sie reden viel, sie reden lange, sie reden sogar mit Leuten, bei denen sie das lieber nicht tun sollten.
    Aber manchmal findet selbst das freundlichste Herz einen Punkt, an dem es genug ist.

    Und unser Aushilfs-Samariter, na ja, sagen wir es so, der war nich in der Stimmung, Philosoph zu sein.
    Ist auch ein bisschen schwer, wenn man so gar nich redet.

    Und dann fiel eben ein Schuss.
    Erst einer und dann mehrere und dann immer mehr.
    Und ich hab mir sagen lassen, dass unser neuer Freund vermutlich schlechter schießt als ich ziele.
    Und glaubt mir, das ist schon eine Kunstform für sich.

    Augenzeugen sagten, das was sich da abspielte, habe die Grazie eines Mannes gehabt, der mit einer Kartoffel eine Fliege erschlagen möchte.
    Greeny hat's allem anscheinend nach gefallen, so wie der gelacht hat. Nach dem heutigen Tag weiß ich, der Mann hat Talent darin, die falschen Knöpfe zu drücken. Nicht zufällig, sondern gezielt.
    Er nennt's wahrscheinlich Humor.
    Er braucht Reaktionen wie andere Leute Sauerstoff. Und wenn man ihm keine gibt, dann zieht er eben die blaue Armbinde an, das symbolische Äquivalent dazu, vor einem Bienenstock zu wedeln und zu sagen: "Na, na na, na, kriegt ihr mich?"

    Tja, "Mission accomplished", würde ich sagen, nur eben anders als erwartet, denn als Greeny dann auch noch das Zelt aufhob, das Dorian gerade zum Camp tragen wollte, war bei dem endgültig Schluss. Da zog er seine R12 und weg war Greeny.

    Und falls irgendjemand jetzt schockiert ist, nein, das ist keine Überraschung.
    Das nennt sich natürliche Auslese.

    Soll es hier manchmal geben.

    Also sitze ich hier, schreib diese Zahlen, schlürf meine Pipsi und denk mir: "Manche Menschen schaffen es einfach, selbst vor einem
    Camp voller Friedensstifter als einziger Kugelfang zu enden." Das ist Talent. Kein gutes, aber immerhin konsequent.

    Wer auch noch am Camp war, war Feuerwehrmann Basti.

    Der baute Unterstände in einem Tempo, als hätte man ihm gesagt, dass es dafür ein Bonuspunkteprogramm gibt.
    Er ist kein Samariter. Nein, nein, aber er hat das Herz von einem. Und genau das ist für uns im Moment völlig ausreichend.

    Und auch Herz war im Baurausch. Sie selbst errichtete den ersten Unterstand am Krankenhaus in Chernogorsk.

    Ein schöner kleiner Anfang von dem, was irgendwann mal ein Auffanglager werden sollte.

    Ja, und weiter östlich baute BzU_GraveDigger in Nizhnoye schon den ersten Unterstand. Er plante seine neue Kneipe "Zum lachenden Totengräber" und hatte gesagt, er würde sich um das Camp in Nizhnoye kümmern. Ich sag's euch...wenn dieses Ding aufmacht, dann wird's legendär! Wahrscheinlich halb illegal, aber komplett gemütlich.

    Tja, und Herz und die helfende Hand Locke? Die brachten gemeinsam wieder zwei Gunter auf Vordermann. Eine Art Schraubtherapie mit n'bisschen spiritueller Komponente.

    Und LackrosCZE von MISA?
    Der fuhr mit seinem frisch reparierten Humvee am Camp vorbei und schien zumindest 30% stolzer als sonst.

    Tja, Herz hatte nun wieder ihren roten Gunter, ihr Herzmobil, ihr Baby, ihr emotionales Backupsystem - und nein, sie tauscht den nicht gegen einen roten Sarka.
    Nicht mal für Nägel oder Zelte. Sie hat ihn "FREUNDSCHAFT" genannt.

    Tja, was soll man sagen? Prigorodki wächst. Egal, was drum rum passiert. Trotz Drama, Gruppenbildung,
    Misstrauen und stummen Bambis, in Prigorodki wird gebaut.

    Man hilft einander, man repariert, man teilt Essen, man hält zusammen. Leise, unauffällig, aber beständig.

    Der Rest von Chanarus kann sich zoffen soviel er will. Hier unten geht's weiter. Immer.
    Und der gute Tom - also Cable98 - baut in Tishina endlich den ersten Unterstand. Herz sagte: "Das wird wachsen!" Und ich glaube ihr.

    Und ja... keine Sorge: die anderen Gruppen kriegen sich in ein, zwei Wochen auch wieder ein.

    Tun sie immer.

    ⛲Tag 2: Selina, Bambis, ein Schwein, ein Brunnen, Randy und ein Schuss zu viel

    ⛲Tag 2: Selina, Bambis, ein Schwein, ein Brunnen, Randy und ein Schuss zu viel

    Herz' große Zelt-Odyssee in Chernogorsk. Also, Herz stromert durch Cherno und findet - Überraschung! - ein Partyzelt in der Eckkneipe. Aufgestellt.
    Ein gelbrotes Zelt natürlich, weil's genau das fürs Camp noch braucht. Herz denkt sofort: "Oh, ein Zelt fürs Camp. Wie nett, dass es hier so praktisch bereitsteht!"
    Also baut sie's ab, schleppt es los Richtung Prigorotki mit der Gemütlichkeit einer Frau, die eh alles trägt, was nicht wegläuft.

    Doch dann passiert das Unvermeidliche: Herz bekommt Gewissensbisse.
    Sie bleibt stehen, dreht um. Schleppt das Zelt zurück, den ganzen weiten Weg. Echt jetzt!
    Baut es wieder auf und stellt sogar noch ein Fass daneben mit nem Teddybären drin. Als Entschuldigung.

    Ich...ich möchte betonen, das ist kein normales Verhalten.

    Am nächsten Morgen wollt' sie das gelb-rote Zelt dann gegen ein blaues oder braunes austauschen, das sie gefunden hatte, damit den Prigorodki endlich das traditionelle gelb-rote Essenszelt stehen kann. Also fragte sie nach, ob jemand bereit für ein Tausch wäre. Na ja, und als sie dann selbst Hand anlegen wollte, um das Zelt zu tauschen, da war es weg. Überraschung. Verschwunden.
    Das Fass stand noch da. Kein Hinweis, keine Nachricht. Nur der Teddy saß noch wie immer da wie ein unbezahlter Türsteher.
    Ich sag's euch, Herz lebt in einer komplett emotional anderen Dimension.

    Am nächsten Morgen tauchte auch Selina am Camp auf und packte mit an. Sie berichtete, dass sie in Kamyshovo von Bambis gejagt worden war. Nicht verfolgt, nicht bedrängt, gejagt!
    Nachdem sie einem Zombie zum Opfer gefallen war und gleichzeitig ein Auto fand (fragt nicht wie, das ist halt Selina) machte sich Herz dran, die Welt wieder auf ihren Schultern herumzutragen.

    Am Brunnen traf sie auf Nelly, ein stummes Bambi. Ich nenn's ein "Chat-Bambi". Die Spezies kommuniziert ausschließlich über Textfenster. Ich sag's euch, wenn das irgendwann die dominante Lebensform hier wird, bin ich raus.

    Dann fand Herz einen schwarzen verunglückten Gunter an der Straße. Reifen, Zündkerze, Batterie, Kühler, alles fehlte.
    Und Jannnik tauchte auf und sagte: "Ich war's nicht."

    Im Camp stand dann plötzlich yRandy von den Wanderheuschrecken. Na ja, also offiziell "Wanderverein Apokalypse" e.V. vor Herz. Snickers kam vorbei und sponsorte den Samariter drei Partyzelte, die Herz und er zusammen aus Chernogorsk abholten. Sie freute sich wie ein kleines Kind und dankte dem Freund natürlich herzlich.
    Bitwanted von den Berezino Boys stand im Zug herum und wusste nicht so recht, wohin die Reise gehen sollte.
    Aber uns war klar, die Berezino Boys sind also auch wieder mit am Start.

    Sebastian, also Basti und Dorian halfen fleißig am Camp und wir beobachteten fast schon sowas wie eine Bromance im Frühstadium.

    Dann erschien ein hochproblematischer Überlebender am Brunnen und begann auf Leute zu schießen, vorzugsweise Bambis. Ja, es hatte auch die von den Wanderheuschrecken erwischt. Die internen Ermittlungen zeigten, es war ein alter Bekannter. Der Name der Gruppe ist noch unbekannt, aber die werden definitiv noch von sich reden machen. Sebastian und Dorian versuchten ihn zu stellen, wurden aber abgehängt und ich, na ja, ich bin noch nicht ganz wieder da. Brauch da noch etwas.

    Und im Norden? Ja, immer im Norden. Da knallte jemand irgendwo irgendwie irgendjemanden weg.

    Abends setzte sich Herz mit Hiruka auseinander, weil die offenbar Bert verprügeln wollte. Sie klang irgendwie ein bisschen wie Hikaru von der Stimme her.
    War's aber nicht, sagte sie. Na ja, am Ende kam jayphiiyo herself und holte die beiden ab. Brachte noch tonnenweise Fleisch mit fürs Camp. Tja und Herz? Die fand endlich ein Autozelt
    für Prigorodki.

    Ach ja, S-TLK half auch bei den Aufbauarbeiten und natürlich der gute Pinky und auch Jammet war wie damit von der Partie. Bei Staroye starb leider Black Lion.
    Tja, fragt nicht, es ist der Norden oder zumindest ist es nah dran.

    🤠Tag 3: Zeltmassaker, die Hütchen und das Community Logistikunternehmen "Herz & Co"

    🤠Tag 3: Zeltmassaker, die Hütchen und das Community Logistikunternehmen "Herz & Co"

    Ich fass' die frühen Tagesstunden zusammen: Unterstände, überall Unterstände. Sie wuchsen, sie vermehrten sich, sie mutierten.

    Herz suchte Autoreifen, fand Autoreifen und machte mit NiggoB , der ihr half, den schwarzen Gunter, der seit dem Vortag fahrtauglich vor Elektrozavodsk stand, wieder flott.
    Sie weiß auch schon, wer den bekommen soll. Die Hütchen tauchten auf, manchmal lieb, manchmal nicht.
    Und diese Woche waren sie lieb.

    Sie grillten nur und futterten, aber pflanzten auch neue Kürbisse an.
    Dann verschwanden sie wieder.

    Locke machte im Westen einen LKW fahrbereit und Herz holte ihn ab. Dabei rettete sie mit ihrem Essen vermutlich Locke das Leben. Sie fuhren nach unten und dort bauten dann Dorian und Locke gemeinsam mit Basti die BBA auf, damit der Truck irgendwo parken konnte. Nebenbei führte Herz eine kleine Notrettungsmission durch.

    Bewusstlose Bambies, verwirrte Reißende, ein buntes Sammelsurium menschlicher Krisen.

    Tja und jayphiiyo ? Sie tauschte am Ende des Tages ihr gelb-rotes Partyzelt gegen ein braunes ein.
    Unterwegs zu ihrer bescheidenen Hütte baute Herz noch in Nizhnoye und Svetlojarsk Zelte auf. Potenzielle Auffanglager.

    📃Tag 4: Diplomatie in Berezino, Geheimnisse und ein roter Mann mit Waffe

    📃Tag 4: Diplomatie in Berezino, Geheimnisse und ein roter Mann mit Waffe

    Herz lud zu einer streng geheimen Besprechung in Berezino ein. Super geheim. So geheim, dass sogar diejenigen, die dabei waren, später nicht mal mehr wussten, was gesagt wurde.
    Ich darf euch natürlich nichts verraten, also erzähle ich alles.

    Okay, okay, okay, besser nicht. Aber ihr wisst ja, wie diese Dinge laufen: Überlebende sprechen miteinander, stecken Reviere ab, ist immer so. Taktik halt.
    Aber am Ende des Tages stand auch fest, dass Herz das Krankenhaus in Berezino als Aufhanglager zurückbekam. Die Berezino Boys wollten sich lokal mehr bei ihrer Kneipe ausrichten. Schade, denn die beiden waren echt vorbildliche Campleitungen, aber ist auch recht. Sie baute also Unterstände dort, bekam ein Zelt von I.K.E.A. gesponsort und grüßte einen Fremden mit
    rotem Oberteil oder roter Hose.

    Ach ja, über I.K.E.A. habe ich ja noch gar nicht gesprochen... Neue Gruppe am Start. Nennt sich "Institution für Kontrolle, Exekution und Auslöschung". Ja, kurz eigentlich Niggos Truppe, nur n' bisschen... anders.

    Ja.

    Scheinen sich also an die Regeln zu halten. Alles schön, alles paletti. Wie dem auch sei, wir werden mal sehen, wohin der Weg noch führt.

    Tja, zwischendurch gab es doch mal den einen oder anderen Toten am Camp, wie einen der Berezino Boys, aber alles soweit, alles so normal.
    Tja, doch dann passierte es.

    Herz schleppte spät abends ein Fass durchs Industriegebiet in Richtung Camp. Und der Mann in Rot, der beobachtete sie vom Hügel aus. Sie wollte es drauf ankommen lassen.
    Ist der Typ nun so freundlich, wie er tat? Oder war das ein eiskalter Killer, der nur dann schoss, wenn er glaubte, nicht erkannt zu werden?
    So n' Jackel-Hyde-Ding halt. Also testete sie ihn. Sie positionierte sich, als würde sie sich hinter dem Fass verstecken wollen.
    Gesehen hatte sie den Typen hinter der Gartenlaube längst, aber sie ließ sich nichts anmerken. Sie sprach auch nicht. Sollte der nur denken, er sei unbeobachtet.
    Tja, und dann erschoss er sie einfach. Eiskalt von der Seite in die Schläfe. Da hat ihre Menschenkenntnis doch gestimmt.
    Dumm nur, dass sie diese Erkenntnis mit dem Leben bezahlt hat.
    Aber sie murmelte was von: "Jetzt habe ich den letzten Beweis..."
    Ja...gut.
    Nun weiß sie wenigstens, woran sie mit dem Kerl ist.
    Eventuell hatte sie sogar für einen Moment klitze klitze klitze kleine Rache gelüste, denn der Typ hat ihr eine Waffe mit genau einem Schuss dagelassen.
    Aber Herz wär nicht Herz, wenn sie das wirklich machen würde. Trotzdem eine miese Nummer von dem Typen.
    Erst freundlich grüßen und dann etwas später - peng - tot.
    Wozu Leute so fähig sind, wenn sie glauben, man wird sie nicht erkennen...

    Das bringt mich zu den Bambi-Killern an Brunnen, denn denen sind wir auch auf der Spur. Und die ist ausgesprochen hässlich.

    Also der Schütze am Brunnen, der gehörte zumindest zu ner Gruppe, die Herz in der vergangenen Season auch einfach abgeknallt hat.
    In Prigorodki. Ja, das war da, als janinesta (Selina) - Mensch, die war so ein Tier, ey! - zwei von denen einfach abgeschossen hatte, als die ihr und Silas zu nah kamen.

    Ich möchte betonen, das sind keine "Upsala-Missklickmomente" à la Jannnik, das sind, - man möge mir die deutlichen Worte verzeihen -, handfeste Arschlochmanöver und ein schwerer
    Vertrauensbruch gegenüber Herz. Vor allem, wenn man bedenkt, wie sehr sie immer versucht, anderen zu helfen, auch denen.
    Aber so ist das Leben. Andere müssen ihr Ego eben auf Kosten, anderer aufpushen.
    Aber gut, jedem das Seine, dann nehmen sie es mir vielleicht auch nicht übel, wenn man meine DMR eines Tages vielleicht doch mal trifft.

    Ums Fass ging es dem Typen in Berezino jedenfalls nicht. Der Typ hat sich nur ihre Blaze, die R12, die sie von Jannik bekommen hatte und etwas Medizin sowie die Flasche gekrallt.
    Jedenfalls behinderte Herz' früher tot die Arbeit in Berezino erheblich.
    Da ist es nur ein kleiner Trost, dass Jannik todesmutig ein Fass aus der Gaszone in Riffy abgeholt hat.

    Aber hey, der Typ hat echt Mumm, muss man schon sagen.
    Und es half auf jeden Fall etwas, denn Samariterarbeit funktionierte schon schlecht genug, wenn man tot umfiel und
    erst von der Küste wieder zurücklaufen musste.

    Aber Herz rappelte sich auf, wie immer. Ich weiß nicht, wie sie das macht.
    Ich wein schon, wenn meine Pipsi warm wird.

    ⛽Tag 5, die Berezino Union, der mysteriöse Konvoi und "Last Hope".

    ⛽Tag 5, die Berezino Union, der mysteriöse Konvoi und "Last Hope".

    Die Berezino Boys nennen sich jetzt Berezino Union. Klingt wie n' Fußballverein, der gern Bier trinkt und Steaks futtert. Eine eigene Vereinshymne haben sie auch schon. Passt.

    Tja, und dann unsichtbare Gaszone, Gaskrankheit und Jannik überlebt nur dank einer großzügigen Blutspende von Herz. Nicht null negativ, aber für Jannik genau richtig.
    Das ist der Moment, in dem Herz sagt: "Ach Mensch, du komm her, ich rette dich. Und dann bauen wir noch ein Zelt in Tishina auf!"
    Also Herz und janinesta (Selina) fahren zur Rettung und danach mit dem LKW nach Tishina, um dort Zelte aufzuschlagen. Communitydorf 2.0.

    Cable98 (Tom) wird sich freuen. Der hat nämlich dort schon einen Unterstand aufgebaut. Unterwegs begegneten Herz und Selina bei Solnichniy Joe Ferdl96 aus Tirol, den sie begrüßten. Erst war es alles ein bisschen skeptisch, weil das Bambi doch was nah an den LKW kam, aber am Ende wurde es versorgt, so wie er sich gehörte und er dankte.

    Nach zwei Blutspenden war Jannik auch schon wieder genesen und weiter ging es die Zelte aufzubauen. Auch das klappte reibungslos und zurück am Camp wollten sie den Abend ausklingen lassen.

    Tja und dann als Herz allein am Camp war, tauchten die Hütchen auf. Sie hielten mit ihrer weißen Olga am Camp. Herz reparierte ihre Reifen und nach einem Fischmahl ließen sie ihr sogar ein Fass da. Freundlich, aber Herz weiß genau, dass sie das Fass nicht behalten kann. Sie wird es jemandem zur Verfügung stellen, der es nötiger hat. Und dann werden die Hütchen seine Base raiden und das Fass wieder haben. Tragisch, aber so ist das Leben hier. Die Hütchen lachten jedenfalls bei diesem Kommentar und verschwanden in der Nacht.

    Tja, und Basti erzählte abends am Lagerfeuer von "Last Hope" seinem großen Traum im Westen.
    Eine Tankstellen-Oase für Reisende. Tja, Leute, wenn jemand dieses Gefühl von Hoffnung verkörpern kann, dann er. Naja, und vielleicht noch Herz, aber bestimmt nicht ich.

    Cala-j, Herz und ninja2.00926 UltrA nahmen Basti dann mit in den Westen, setzten ihn dort ab und auf dem Heimweg dann ein Unfall. Herz strandete im Wald. Cala-J und UltrA fuhren mit ihrem grünen Sarka, dem bunten Hund (der Name ist Programm) zurück. Herz verlief sich (kommt manchmal vor) und landete in Zelenogorsk, wo sie aber eine Plattenweste fand.
    Dann ging's für sie auch heim.

    Dorian begrüßte am Camp Crippsy und ItsSniper55 (Spacey) und AMB-Z (Ambo) und am Ende ging jeder wieder seiner Wege.

    Abends wurde dann wieder am Turm gebaut und erste Unterstände an der rostigen Axt errichtet.

    💘Tag 6: Dates, Diebstähle und Erziehungsmaßnahmen

    💘Tag 6: Dates, Diebstähle und Erziehungsmaßnahmen

    Zu Beginn des Tages wurde ich gefragt, ja ICH, ob ich n' Date möchte. Von NiggoB.
    Ich reagierte professionell. "Tut mir leid, bin vergeben an meine DMR. Die ist kompromisslos, ehrlich und betrügt mich nicht. Außerdem beinhaltete mein letztes Date einen Taser Einsatz, bin ich nich scharf drauf." Niggo ließ aber nich locker und am Ende blieben wir bei einem "nicht-Date" bzw. einer "kontrollierten sozialen Interaktion mit Notausgang", wie ich's nannte.

    Dann war Cala-j s Sarka, der legendäre bunte Hund, plötzlich geklaut worden.

    Während im Norden wieder Raids stattfanden, traf Rio am Camp ein. Er jagte später mit Herz in Berezino. Es wirkte fast romantisch, wenn man den Geruch von Blut ignorierte.
    Er wollte Herz ein Fass zeigen und ein Zelt, das er vor einem Zugevent gesichert hatte.
    In der Nähe.
    Am Ende liefen die beiden über Solnichniy und trafen dort auf Crippsy, der sich umbringen wollte. Herz wollte ihm den Gefallen nicht tun. "I don't kill Bambies"
    Aber Rio direkt daneben mit seiner Longhorn legte an und -PENG - schoss. Vor Herz explodierte Crippsys Kopf. Mann, was für ein Feingefühl, der Typ...
    Herz wär am liebsten Hals über Kopf in den nächsten Wald gerannt, aber sie besann sich und folgte dem Fremden lieber weiter selbst in den dunklen Wald.
    Leute, wenn das nicht nach Falle riecht...
    Aber am Ende war es wirklich n' Fass und n' Zelt, was er ihr zeigen wollte.
    Tja, nun muss das Zeug nur noch irgendwie nach Berezino. Sie will's nämlich dem BzU_GraveDigger geben für seine Kneipe.
    Ihre Muskeln werden es ihr danken.

    Aber das musste erstmal warten, denn eine Mission in Prigorodki stand an.
    Herz wollte nämlich eigentlich einen LKW zu Basti bringen, um Fässer abzuholen.
    Doch ein Bambi versuchte ein Fahrzeug zu klauen. "Würde jemand von euch bitte mal diesen LKW aufhalten?", rief sie aus ihrem Lager raus zu S-TLK und Locke, die sich am Camp aufhielten.
    "Äh, das ist nicht der LKW...", sagte Locke trocken. "Das ist mein Auto!"

    Er schoss sofort.
    Der Dieb baute einen Unfall und war tot.
    Kühler kaputt, Reifen kaputt, Mission verzögert. Es war wohl ItsSniper55, auch wenn er felsenfest behauptete, er habe es gar nicht sein können.
    Aber da er zu viele Interna gewusst hatte, war es hundertprozentig dieser Knilch. Naja, ich habe ihm gesagt, ich hätte ihn erschossen.
    Kleine pädagogische Maßnahme, damit klar wird, man klaut nicht die Autos des Camps. Punkt.

    Trotzdem brachte Herz am Ende den Lieferwagen zu Basti. Der Unterstand dort war aber bereits zerstört worden, aber Basti blieb gelassen, hatte schon n' paar Begegnungen mit einer freundlichen Frauenstimme dort in der Gegend gehabt und ruhte nun wie ne mächtige Eiche.

    Herz beendete den Tag mit Grillen, Angeln und am Turm basteln.
    Es war fast idyllisch, wenn man nicht wusste, dass die Welt um sie herum irgendwo brannte.

    🎯Tag 7: Konvois, Kugelhagel, DMR-Spenden und endlich mein Auftritt!

    🎯Tag 7: Konvois, Kugelhagel, DMR-Spenden und endlich mein Auftritt!

    Cala-j geriet in einen Hinterhalt. An einem Militärkonvoi schoss jemand auf ihn. Er kam davon mit knapper Not.

    Auch im Norden gab's den Notfall mit Fahrzeugen, aber I.K.E.A. half mit ner Zündkerze aus. Die Welt ist also doch nicht völlig verloren.

    Dann betrat ich die Bühne. Mein großer Auftritt. Jubel, Konfetti, Drama oder auch nicht.
    Ich lernte Basti kennen. Er war ruhiger als erwartet.

    Tja, und dann Rio, er hatte was für Herz, wollte es mir mitgeben. Tja, und dann hielt ich sie in Händen.
    Eine DMR.
    Eine DMR, die mir so viel bedeutete und die in Herz gemischte Gefühle auslöste. Und ich? Ich stand da wie ein begossener Pudel und blickte auf die DMR.
    Ich sah ihre Stärke, ihre Schönheit, die tödliche Präzision. Und ich wusste: Diese Liebe ist nicht für mich bestimmt.
    Ich versprach Rio, dass ich die DMR überreichen würde, aber ich war mir sicher, die würde erstmal irgendwo in irgendeinem Versteck versauern.
    Naja, so war das Leben.

    Dann etwas später, als ich noch allein am Turm baute, hörte ich drei kommunikative Vanillaschüsse. Ich antwortete mit meiner Baby-AK.
    Immerhin war es keine Scorpion oder Rak, das wäre sonst peinlich geworden. Tja, und dann erschien ein Fremder, einer, der nicht sprach.
    War es Greeny oder Dorian oder ne Reinkarnation von Silas?

    Nein, erst als er mir ein Päckchen Munition an den Kopf warf und allerlei Verrenkungen durchführte und mir am Ende seines Tanzes auch noch einen Code vorspielte, wusste ich, das ist E.C.H.O. Nur ohne Maske und Helm, da habe ich ihn gar nich erkannt. Ich führte ihn zur Bambi Besserungsanstalt, wo ich einen Ada für ihn zwischengepackt hatte. Herz hatte den flott gemacht, in Kozlovka und als ich den gesehen hatte, hatte ich ihn gleich für ihn beansprucht. Weißer Ada, das ist klar, das brauchte E.C.H.O. einfach.
    Und verdient hatte der Knabe das allemal, nach dem Mist, den er durchgemacht hat. Tja, der Junge blickte auf das Auto und er weinte fast.
    Oder ich bild's mir ein.
    Naja, ich fand's jedenfalls süß.
    Wir schossen noch etwas mit Waffen auf Granaten, um sie unschädlich zu machen, aber ich traf natürlich nichts.

    Bei ihm dagegen saß fast jeder Schuss.
    Hoffe, sein Ego hat's geboostet, mich so abloosen zu sehen. Naja, ich kann sowas ab.
    Ist ja ne erwiesene Tatsache, dass ich nix treffe.

    Aber hey!

    Mit Dorian ist nun jemand am Camp, der noch schlechter mit der Waffe umgeht als ich.
    Hat auch was.

    Tja, und am Ende des Tages, da bastelte ich wieder alleine an meinem Turm.
    Dann hörte ich E.C.H.O. zurückkommen, parkte mit seinem Ada am Camp, stieg aus und überreichte mir eine DMR.
    Vermutlich ein Geschenk für den Ada. Ich nahm mein Baby ehrfürchtig in die Hände.
    Schluckte kurz.
    Nur nicht so emotional werden.
    Stein, Sueda. Du. Bist. Ein. Stein.
    Trotzdem lächelte ich und dankte: "Cool, danke. Jetzt kann ich wieder mit meiner DMR kuscheln."
    Ein ruhiges Ende, ein kleines Stück Frieden, während in der Ferne noch irgendwo Schüsse fielen.

    Hätte man meinen können.

    Aber mitten in der Nacht brach ich noch mal mit Leder und Vorräten auf.
    Ich traf mich an der Tanke im Westen bei "Lost Hope". Ich meine "Last Hope" mit Basti.
    Wir bauten noch ein paar Unterstände auf.
    Er ist kein Samariter und das ist kein Camp.
    Aber es ist das Richtige und der Typ hat's verdammt noch mal nicht verdient, dass jemand seine Gutmütigkeit so mit Füßen tritt.
    Also bauten wir zusammen alles wieder auf und spendierten der Tanke sogar nen Ofen.
    Auf dass viele Wanderer sich da hinten ausruhen und auftanken können.

    Im doppelten Sinne.

    Fazit...

    Und das, meine Damen und Herren, Bambis Banditen, Helden und Hobbypsychopathen, war unsere
    Woche.

    Eine Woche voller schwerer Entscheidungen, kleinen Hoffnungen, großen Enttäuschungen,
    schönen Momenten, diplomatischen Wagnissen, Bambis mit Todesmut, Fahrzeugkatastrophen und
    DMR-Wundern.

    Herz-Aus-Gold hat getan, was sie immer tut: Die Welt da draußen ein bisschen weniger schlimm machen.

    Und ich?

    Ich habe das alles beobachtet mit hochgezogener Augenbraue, mit ironischem Kommentar
    und mit nem Funkgerät, das ständig rauschte.

    Ich melde mich jetzt ab, liebe Leute. Wenn ihr mich braucht, ich bin da irgendwo da draußen mit meiner DMR und meiner Geduld.

    Die eine ist tödlich, die
    andere fast aufgebraucht.

    Nr. 371 - Ende.


    🎞️VIDEOBEITRAG (ab Sonntag, 14.12.2025, 18:00 Uhr):

    📡 Aller Anfang ist schwer (Überleben? Optional! Folge #001)—DayZ RP Deutsch #dayzrp
    ▶️ Nächste Folge: – folgt –📡 Serien-Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list=PL_VKOiB-4mdsJttgRtKjO78-mh_4VhKCz🎯 Start der Reihe: Überleben? Optiona...
    youtu.be

    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Herz-Aus-Gold (23. Dezember 2025 um 09:20)

  • Überleben? Optional! - Episode 002: Chaos um einen LKW und erste Retourkutschen

    - Suedas Wochenbericht vom 8. bis zum 14. Dezember 2025 -

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    Hallo… hallo? Ist das Ding an? Einsatzzentrale, bitte kommen!


    Hier ist Sueda Staneva, auch bekannt als das ersetzbare Crewmitglied Nr. 371.
    Ihr wisst schon… ich bin wie die Salbe, die oft bestialisch stinkt, aber trotzdem wirkt.

    Tja und diese Woche? Die war…… sagen wir‘s mal so:
    Wenn du dachtest, letzte Woche wäre schon unübersichtlich gewesen,
    dann hat Chernarus diese Woche sehr höflich gelächelt

    und ist dir anschließend mit einem LKW ins Gesicht gefahren.
    Mehrfach.
    Aus verschiedenen Richtungen.

    Aber fangen wir vorne an, denn ich führ euch wie immer auf meine charmante Art durch die zweite Woche voller Verhandlungen, harter Kämpfe, Enttäuschung und manchmal auch etwas Menschlichkeit. Also schnappt euch ne Pipsi, oder was davon übrig ist - lehnt euch zurück und hört gut zu.

    Vorgeplänkel

    Vorgeplänkel

    Bevor wir überhaupt über diese Woche sprechen, muss ich kurz zurückspringen.

    Und zwar nochmal zum Sonntag. den 7.12.

    Eigentlich wollt‘ ich nicht drüber reden, weil ich dachte es sei nicht wichtig. Aber das Schicksal hat offenbar andere Pläne.

    Also am Sonntag traf ich noch HellhoundSamuel. Ja, den von den Chicks. Den mit dem ich Novo mal verteidigt hab. Den, den der notirische Bösewicht „Chuck“ ( Le-Chuck) vor einiger Zeit mal in nen Käfig gesteckt hat, weil der Blutgruppe Nullnegativ hatte. Den, den ich da rausgeholt hab… Also kurz: Der Samuel, der letzte Season immer mal wieder am Camp war und da die eine oder andere Ausrüstung abgegriffen hat. Achja und der, der mit mir von der BDU – der Better Days Unit geschwärmt hat.
    Eben der Samuel.
    Nichts Großes.
    Kein Drama.
    Kein Streit oder so.


    Wir redeten.
    Und irgendwann, als wir auf dem Weg nach Chernogorsk zum Krankenhaus waren (und nachdem NiggoBtrotz Date-Wunschs einfach an mir vorbeigefahren ist im Auto!), sagte er mir ganz beiläufig, dass er jetzt mit Patrick und der Gruppe im Westen unterwegs sei.

    So ein Satz, der erstmal harmlos klang.
    So ein Satz, den man weglächelte.
    So ein Satz, der einem erst später wie ein schlecht platzierter Splitter
    unter die Haut fuhr.
    Jetzt war er also also bei KYS – zumindest hatten sie sich mal genannt. „Keep Yourself Safe“. Klang ganz nett, aber zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was diese Gruppe im Westen wirklich so trieb und bereits letzte Season getrieben hatte... Ja, Herz hat’s mal wieder geahnt. Auch schon damals. Aber irgendwie waren wir alle blind und sie wollte niemanden vor den Kopf stoßen. jayphiiyo und die Chicks am allerwenigsten.

    Tja und im Moment? Da wusste ich nur: Mir gefiel das Gefühl nicht.
    Aber ich merkte es mir.
    Wie man sich Dinge merkte in Chernarus.
    Still.
    Und mit wachsendem Unbehagen.

    🏕️Tag 008: Montag – 08.12.2025 - Verhandlungen und ein Camp mit Ambitionen

    🏕️ Tag 008: Montag – 08.12.2025 - Verhandlungen und ein Camp mit Ambitionen

    Montag. Svetlojarsk. Du verdammtes Höllenloch…
    Diese Woche:
    Wieder ein streng geheimes Geheimtreffen.
    Verschiedene Gruppen. Verhandlungen.
    Server-Politik, nannte Herz-Aus-Golddas. Absprachen.
    Natürlich darf ich wieder nicht sagen, wer es war.
    Ich würde auch gar nicht auf die Idee kommen, die Namen zu nennen. Ich würde nie sagen, dass eine nach Hühnerstall klang und der andere an ein MÖBELHAUS erinnerte.

    Aber Herz war dort.
    Ich nicht.
    Herz sah Dinge.
    Herz hörte Dinge.
    Herz merkte, wenn Orte sich veränderten.
    Und Svetloyarsk hatte sich verändert.
    Gut, das konnte man auch nicht übersehen.
    Das Camp dort wurde größer.
    Zugebaut. Zahlreiche Unterstände.
    Strukturen.
    Nicht mehr improvisiert.
    Sondern geplant.
    Herz fragte sich, ob das mit den Verhandlungen zusammenhing.
    Ich fragte mich das nicht.
    Ich wusste:
    Wenn plötzlich Dinge wuchsen,
    dann wuchsen auch Ansprüche.
    Und Ansprüche führten in Chernarus
    selten zu Frieden. Aber wir würden sehen.

    Achja und "Last Hope" wurde gut angenommen. Aber leider wurde Basti dort in der Nähe erschossen. Beim Militärposten. Sniper vermutlich… ich hab sein Zeug gesichert. Hat aber etwas gedauert, denn der Schütze war alles andere als dumm. Der wusste genau, dass noch jemand in der Nähe war und so hat’s wirklich über ne Stunde gedauert, bis ich mich zu Bastis Leiche getraut hab. Aber am Ende konnte ich seine Sachen mitnehmen. Hat nichts Nennenswertes gefehlt, glaub ich. Dem Typen ging’s nur ums Töten.
    Basti wurde dann später nochmal beim Militärlager getötet. Wieder der gleiche Schütze oder ne Sprengfalle? Er war sich unsicher. Aber ich hab wieder sein Zeug gerettet und auf dem Rückweg fand Basti noch nen weißen Ada, den er sich flott machte.
    Glück muss man haben…

    In der Nacht dann gab’s nen Angriff von KYS auf den "Hühnerstall" – wie ich ihn liebevoll nenne. Also das Hauptquartier der Chicks in Action. Es war chaotisch und laut, aber es war wohl nur einer von KYS und am Ende spawnte er in Svetlojarsk wieder, klaute sich Der Bert Olga und wollte fliehen. Aber jayphiiyo war ihm auf der Spur und in einem Manöver, das der alten „Fast and Furios“-Reihe Ehre gemacht hätte, brachte sie ihn zum Stehen.

    Ich brachte das Junior-Chick „Leonie“, das im Kampf gefallen war zurück in den Hühnerstall und Locke kam mit, brachte den Chicks noch ne Hühnchen-Fahne. Dann war es ruhig.

    ⛺Tag 009: Dienstag - 09.12.2025 – „Camp Gucchi“, und Action, die eskalierte

    ⛺Dienstag - 09.12.2025 – „Camp Gucchi“, und Action, die eskalierte

    Der Tag begann erstmal mit ner Schreckensmeldung. Zwar war ein Raid abgewehrt worden, aber trotzdem war noch jemand in der Nacht bei den Chicks eingebrochen und hatte 4 Autos gestohlen. Wieder KYS oder vielleicht doch eher die Hütchen? Der Raum war voller Spekulationen.

    Und auch der arme Basti war geraided worden im Westen. Wir vermuteten KYS dahinter, weil das halt einfach regional so gut reinpasste, aber klar es gab keine Beweise.

    Herz-Aus-Goldtraf sich morgens mit jayphiiyo , Der Bert und ninja2.00926 (UltrA) am Camp in Svetlojarsk. Berts neues „Baby“. Jay nannte es liebevoll „Camp Gucchi“, vermutlich weil so viele Kleidungsstücke dort in den Zelten lagen. Oder vielleicht auch weil so viele Talahühner dort rumeierten… keine Ahnung.

    UltrA passte etwas aufs Camp auf, dann sah Herz einen Fremden mit Waffe im Busch etwas nördlich hocken, neben einem Bambi. Sie wollte pflichtbewusst zur Tat schreiten, aber Herz setze sich für den Fremden ein. Man rief ihm zu, er solle die Waffe wegstecken und er tat es dann auch. Es stellte sich heraus, dass er und sein Freund neu waren. Max und Peter, nannten sie sich. Peter hatte Herz am Tag davor auch schon bei der Polizeitstation gesehen und mit I.K.E.A. gemeinsam begrüßt. Er sprach zwar nicht, aber war eines dieser Chat-Bambis. Man ließ sie ziehen.

    @Cala–J geriet wohl irgendwo mit KYS aneinander. Mit wem genau? Keine Ahnung, aber die waren irgendwie neuerdings überall. Würd‘ mich nicht wundern, wenn die auch beim Anschlag auf die Tanke und Basti ihre Fingerchen mit im Spiel hatten.

    janinesta (Selina) traf am Camp auf deco, der mal bei KYS gewesen war, dann bei den Chicks und nun? Keine Ahnung. Er fragte nach einem Taxi, aber leider hatten wir gerade kein Fahrzeug fahrbereit. Er sagte aber, dass er Herz kannte. Klar tat er das. Sie erinnerte sich auch nur zu gut an ihn, aber mit einem nachdenklichen Blick, der mal wieder sagte „Ich weiß mehr, als ich sagen kann.“ Manchmal würd ich mir wünschen, dass sie endlich Klartext redet.

    Dann zog ein nicht näher bezeichnetes Individuum, das immer mal wieder nach Action suchte los, um noch mehr Action zu finden. Ich sagte ihm, er sollte mal bei der Tanke schauen. Da hatte wohl jemand die ganze Nacht Langeweile gehabt und gecampt…
    Naja der Typ beherzigte den Rat. Aber er kam gar nicht erst bis zur Tanke, denn vorher traf er auf drei nicht freundlich gesonnene Überlebende mit Refuge-Armbinden und eine Basis.
    Spoiler: Waren nicht wir trotz der Armbinden..
    Das Ende vom Lied: Basis geraided, 4 feindliche Gegner tot… Mann, mann, mann…

    War wohl die Basis von KYS oder wie sie sich nennen. Nach Aussagen des Typen war die nicht sonderlich gut befestigt trotz einer kranken Anzahl an Nägeln und Kisten. Karma nenn ich das. Hätten die mal statt auf Bambis am Camp zu schießen oder Tankstellen abzucampen oder andere Basen zu überfallen vor der eigenen Haustür gefegt oder zumindest mal gebaut… Und ja sorry, ich bin halt maximal angepisst. Vor allem, dass der gute Samuel da irgendwie die ganze Zeit mit drinhing. Und dass er damals beim Überfall auf Herz Bescheid gewusst hatte. Leute, ich komm darauf einfach nicht klar!

    Chernarus, manchmal ist dein Gesicht einfach nur hässlich.
    Der Kerl soll mir nochmal unter die Augen treten… Klar, man schießt nicht auf Kameraden. Sagt Pinky auch immer. Aber der Schmusekurs ist auf alle Fälle vorbei.
    Und wenn ich mit dem fertig bin, ist ne verdammte Topfpflanze sein geringstes Problem.

    Selina und Herz brachten dann noch zwei Schleifsteine zu BzU_GraveDigger GraveDigger nach Nizhnoye. Der gehörte nun zur Berezino Union und arbeitete eifrig weiter an seinem Camp und seinem Rasthof. Einen Schleifstein sollte er später Rio geben, damit wir eine Refuge-Fahne bekamen.

    Abends dann in Prigiorodki: Camp, Stille und gelbe Armbinden
    Währenddessen war Herz in der Nähe Und sie beobachtete zwei Gestalten mit gelber Arminde. Eine am Camp, wie sie mit Dorian…kommunizierte. Keiner der beiden redete. Der andere hockte im ehemaligen Liebesnest und scopte auf das Camp.
    Präsenz.
    Aber: Kein Schuss.
    Keine Eskalation.
    Stattdessen:
    Ein Scherz.
    Ein Autozelt wurde oben auf dem Liebesnest platziert.
    Dann verschwanden sie wieder.

    Greeny meldete sich über Funk bei Herz.
    Sie war nicht begeistert… Abstand und so.
    Aber er erklärte, dass sie sich nicht mehr Bananen nannten und die gelbe Armbinde abgelegt hatten. Die in Gelb waren nun die Renegade Bananen, Cerberus92 (Zeberion) und Losel. Hatten Greeny auch schon erschossen.

    Herz fragte, wie sie denn seine Gruppe nun nennen sollte. Als keine Antwort kam, sagte sie scherzhaft „Die Greeny-Gang?“ Tja und Greeny? Der war geschmeichelt. Fand das ne gute Idee, aber der Name blieb noch offen.
    Achja und Greeny stellte auch klar: Das Zelt vom ersten tag wollte er gar nicht klauen. Nur tragen. Zum Camp. Klar.
    Ich glaub er fand Dorians Reaktion überzogen.
    Nun ja.
    Wer fremde Armbinden trägt und sie sich aneignet, muss mit Reaktionen rechnen.

    Am Ende wurde Basti wieder Opfer im Militärlager und ratet mal, wer wieder seine Sachen gesichert hat… Ja, ich. Aber hey, am Ende hat er sich ein paar seiner geraubten Sachen aus der KYS-Basis wieder zurückgeholt inklusive einer Armbrust, für die er so schwärmte. Die Raider der Basis hatten übrigens mit Anstand gehandelt und nicht viel mitgenommen und alle Leichen brach zerschnitten, sodass KYS sich ihre Sachen wiederholen konnte. Fairness bei nem Raid. Selten, aber geht wohl.

    🚛Tag 010: Mittwoch – 10.12.2025 - Der LKW-Vorfall

    🚛Mittwoch – 10.12.2025 - Der LKW-Vorfall

    Ich will kurz über meine DMR sprechen. S-TLK sagte, das sei ne Waffe für absolute Killer. Ich stimmte zu.
    Ich streichele sie.
    Ich kuschelt mit ihr.
    Wir haben Verständnis füreinander.

    Kein Wunder also, dass ich mit den Augen rollte, als Berezino Unionist Bitwanted mich fragte, ob ich meine DMR eintauschen würde. Hallo? Was geht bei dir, Junge? Ich frag dich doch auch nicht, ob du dein Frauele eintauschen willst…

    Dann: Riffy.
    jayphiiyo wurde von Jannnik erschossen. Im fahrenden LKW. Locke würde sagen ein „leckerer Kill“. Jannik überlegte wohl zuvor noch kurz, ob er schießen sollte.
    Dann schoss er. Typischer Jannik-Move.

    Cala-j und ninja2.00926 (UltrA) holten jayphiiyoab und versuchten, einen LKW zu sichern. Zunächst hatte er nur zwei platte Reifen, dann waren es plötzlich vier.
    Dann tauchte eine zweite Gruppe auf.
    Dann vielleicht auch eine dritte. Die Lage war konfus.
    Es wurde geschossen.
    Viel.
    Weiße Armbinden.
    Pinke Armbinden.
    Grüne Armbinden.
    Schwarze Armbinden und Bambis…
    Niemand wusste,
    wer wer war.
    Kirche?
    MISA?
    I.K.E.A.?
    Berezino Union?
    Andere?
    Antwort: Ja.

    Später schaute Herz-Aus-Goldnach dem LKW.
    Er war nicht mehr da.
    Weg. Einfach weg. Vermutlich zerschossen.

    Gab dann auch noch einen bewaffneten Konflikt zwischen I.K.E.A. und der Greeny-Gang, die wir ab jetzt die „Silberfische“ nennen sollen. Klein, gemein und tauchen immer auf, wenn du es am wenigsten erwartest. dakels "Renato" wurde während des Gefechts geklaut. Sein geliebter Ada… na das wird noch Folgen haben. Aber trotzdem begegneten sich die Parteien hinterher erstaunlich respektvoll. Man glaubt es kaum… Ich werd das Gefühl nicht los, dass die Spaß daran hatten.

    Okay, also Greenys Leute sind die Silberfische und Cerberus92 (Zeberion) und Losel sind nun die „Renegade-Bananen“ mit gelben Armbinden. Alles klar?

    Der gute Basti wollte nach Tishina ins Community Dorf. Zu Cable98 (Tom).
    Er wurde in Abwesenheit zum Bürgermeister gewählt.

    Die Berezino Union bot einen Humvee an, den sie bei Zelenogorsk wieder flott gemacht hatte. Tausch gegen NVGs oder ADA.
    @Herz-Aus:Gold wusste, wem dieses Fahrzeug eigentlich gehörte.
    Und sie überlegte, ob man es zurückgeben sollte.

    🎄Tag 011: Donnerstag – 11.12.2025- Wahrheit, Weihnachten und ein Autotausch

    🎄Donnerstag – 11.12.2025- Wahrheit, Weihnachten und ein Autotausch

    Die Berezino-Union meldete sich: Sie waren die dritte Partei beim LKW-Fight gewesen. Es gab wohl doch keine vier. Teilweise mit weißen Armbinden.
    Warum?
    Unklar.
    Der LKW war aber endgültig zerstört.
    Die Gruppen sortierten sich neu.
    Das Misstrauen blieb.


    Auf dem Weg in den Norden fand ich einen blauen, frischgespawnten Ada, borgte sich von janinesta (Selina) freundlicherweise einen Reifen und eine Batterie und machte das Auto wieder flott. Sie nahm die Berezino Unionisten mit zurück nach Berezino und dort tauschten sie dann den Ada gegen den Humvee. Was will Herz-Aus-Goldmit so nem Ding?
    Fragt mich nicht…

    Auf dem Heimweg nahm sie jayphiiyomit und brachte sie nach Novo. Dort dann der erste Weihnachtsmann-Absturz. Überall tote Rentiere, tonnenweise Fleisch… Willkommen in der Weihnachtszeit.

    Ab jetzt gibts:
    Weihnachtsbäume.
    Geschenke.
    Sprengstoff.
    Schlittenabstürze.

    Chernarus ist nochmal um eine Ecke verrückter geworden. Von wegen stille Nacht, heilige Nacht…

    Ich fuhr mit einem Auto voll Rentierfleisch nach Prigorodki.
    Es wurde gebraten.
    Gemeinsam mit der Berezino Union. Altes Geheimrezept.
    Ruhe.
    Gespräch.
    @Davos kam vorbei, brachte eine Feldflasche.
    Spenden fürs Camp.

    In Berezino fand ich pinke Armbinden.
    Unangenehme Erinnerungen an die Kirche bzw. ihren militanten Arm.
    Ich denk da besser nicht mehr dran. Aber wehe wenn die mir noch einmal zu nahe kommen. Dann setzt’s was!
    Dann Schützen die auf Autos schossen an der Küste. Man musste vorsichtig sein.

    Und ganz oben bei Novo fand ich abschließend noch einen roten Sarka bei Novodimitrovsk. Einfach so abgestellt.
    Tank fast zerstört.
    Reifen weg.
    Aber reparabel.
    jayphiiyo setzte ihn instand.
    Und Herz-Aus-Gold? Die liebäugelte mal wieder mit dem Ding…

    🩹Tag 012: Freitag – 12.12.2025 - Wundbrand, Raider und neue Gesichter

    🩹Freitag – 12.12.2025 - Wundbrand, Raider und neue Gesichter

    Freitag brachte dann doch mehr Neuigkeiten.

    Da war zuerst "Wundbrand-Tom", wie ich ihn liebevoll nenne. Irina Zamenova – ja das stille Mäuschen ist auch wieder zurück – hat ihn am "Camp Gucchi" aufgegabelt, um das sich der gute bert inzwischen wie MutterTheresa kümmert. Oder Eher Vater Bert? Na mal sehen.
    Tom war verletzt.
    Angeschlagen.
    Herz-Aus-Gold meinte per Ferndiagnose „Wundbrand! Mindestens Stufe 3,5! Es eilt!“ und sie gab nen Notruf auf an die Chicks und die Berezino Union. Ob man nicht Antibioka ranschaffen könnte, denn laut Irina war Camp Gucchi leer.
    Am Ende brachte jayphiiyoAntibiotika und auch die Berezino Union brachten Spenden vorbei. Nach einer Stunde Todeskampf war Tom wieder stabil und gesellte sich zu uns in den Funk. Jannnik nahm ihn mit in den Süden.

    Parallel dazu der Raider bei der Berezino Union. Direkt vor der Haustür.
    Unangekündigt. Natürlich.
    Ungefragt. Logisch.
    Und wie immer mit der stillen Annahme,
    dass Chaos schon irgendwie auf seiner Seite stehen würde.
    Tat es nicht.
    Zumindest nicht lange. Er verkroch sich in einem Dixie-Klo (kein Witz) du wurde dort von einigen Schüssen regelrecht durchsiebt. Am Ende stellte sich raus: Er war es gewesen, der zuvor das Camp Gucchi geplündert hatte. So viel Antibiotika wie der bei sich hatte… das glaubt ihr nicht.

    Dann tauchte Schankmeister in Prigroodki auf.
    Mit Präsenz.
    Mit Worten.
    Mit genau diesem Tonfall,
    bei dem man merkt:
    Der Mann ist nicht zufällig hier.
    Und er ist auch nicht wegen der Aussicht gekommen.
    Er sei "friendly" und wolle helfen.

    Und als hätte der Tag beschlossen,
    noch ein bisschen alte Geschichte nachzulegen,
    kehrte Marcel zurück.
    Der Party-Boy mit dem „Bettkontakt“ und Jannik… alte Geschichte.
    Vertraut.
    Und irgendwie fehl am Platz, denn wir wussten nur zu gut, dass auch seine Leute ordentlich Krawall gemacht hatten in und um die Camps… – wie immer also.

    Später am Camp dann drei Hütchen. Echt jetzt… nicht, weil ich nicht zählen kann. Es waren wirklich drei. Die zwei bekannten: MikeyL (Samsnug/Mike) und Mr. Jumbos sowie ein Bambi namens Flajter. Sie kamen in einem schwarzen Gunter und als ich fragte was mit der Olga war, lachten sie. Okay… sie hatten wohl ein neues Auto, aber etwas daran kam mir bekannt vor. Ich wusste nur noch nicht was.

    Sie statteten Flajter aus und fuhren weiter, achja und das Mysterium um ihr Herkunftsland ist geklärt: Nicht Finnland, wie sie im Spaß behaupteten. Sie kommen aus der Slowakei. Das ist ja mal ne Wende…

    Jammet hatte noch einen Zwischenfall mit Zombies, aber Herz-Aus-Gold konnte ihn mit etwas Blut versorgen. Sonst blieb alles ruhig. Hat ja auch gereicht…

    🎁Tag 013: Samstag – 13.12.2025 - Bambis, Wünsche und ein Gentlemen-Raid

    🎁Samstag – 13.12.2025 - Bambis, Wünsche und ein Gentlemen-Raid

    Dorian traf zwei Bambis am Camp.
    Kaum Kleidung.
    Kälte.
    Er machte Feuer.
    Zeigte ihnen, wie man überlebt.

    Herz-Aus-Goldtraf später newwolf (Wolffahrer).
    Er bedankte sich fürs Camp.
    Sagte, er würde seine zwei Jungs einführen und dass ein Kollege sie schon versorgt habe. Dann zogen sie weiter.
    In Prigorodki fehlte die Feuerkiste und janinesta (Selina)? Die hatte eine Mission.
    Streng geheim. Sie parkte ihr Auto im Camp und wartete. Worauf? Keine Ahnung.

    Abends: Weihnachtssingen mit Herz-Aus-Gold im anderen Chernarus.
    Herz genoss es.
    Zeit für sich.
    Zeit für Gemeinschaft.
    Sie wünschte sich vom Weihnachtsmann drei Partyzelte für Tishina.
    Der Weihnachtsmann erfüllte es.

    Achja und dann erfuhr ich von einem Raid von I.K.E.A. an den Silberfischen. Mit Ankündigung. Leider war nur Mora da zum Verteidigen, aber es soll ein guter Kampf gewesen sein. Die Innenausstatter hatten sich Renato zurückgeholt.
    dakel war happy.

    Auch Black Lion war Happy. Der bekam eine eine AUG-AX vom Weihnachtsmann...
    Freude pur.

    🧥Tag 014: Sonntag – 14.12.2025 - Die Ruhe danach

    🧥Sonntag – 14.12.2025 - Die Ruhe danach

    Camp Gucci wuchs.
    jayphiiyo half, heilte, vermittelte. Mutter "Jayresa". Ich sag’s euch…
    Aber „Black Beauty“, ihr schwarzer Gunter blieb verschwunden und mir dämmerte da was…

    Wundbrand-Tom meldete sich und sagte, er sei bei Severograd erschossen worden und er habe ziemlich viele Bluttestkits dabei gehabt… oh Mann. In Prigorodki lag Fett im Zelt, das wir schnell entwosorgten. Eiserne Regel: Kein Fett am Camp., Könnte Mensch sein!

    Auch der BzU_GraveDigger meldete Menschenfleisch vor der Tür seines Camps… Oh Mann. Klingt verdächtig nach den Kirchenheinis!

    "Wundbrand Tom" fand in Prigorodki später unsere Kiste wieder, jemand hatte sie beim Angelteich aufgestellt und ein paar Sachen reingetan sowie Beete angelegt. Keine Ahnung wer…

    Dann noch Gruppenfoto mit Herz-Aus-Goldvon I.K.E.A bei dem Jannik sich opferte und anschließend Berezino Union vor die Kamera.

    Tja und Jammet, Black Lion und Pinky holten Kleidung für die Camps. Auch der Schankwirt half und versuchte sich nun als Jäger und Sammler für Prigorodki zu „verdingen“, wie er sagte.

    Alles in allem:
    Man redete.
    Man plante.
    Und man wusste:
    Das hier war kein Ende.

    Fazit:

    Und das, meine Damen und Herren,
    Bambis, Silberfische, Renegade-Bananen, Möbelhausbesitzer, Hühnerbande, Verhandler, Beobachter und alle, die gerade überlegen, welche Armbinde sie wohl morgen anziehen,
    das war diese Woche.

    Eine Woche voller
    • vorsichtiger Annäherungen,
    • chaotischer Schusswechsel,
    • verlorener Fahrzeuge,
    • umbenannter Gruppen,
    • kaputter LKWs,
    • reparierter Hoffnungen,
    • Weihnachtsbäume mit Sprengstoff,
    • und Entscheidungen, die man später gerne auf jemand anderen schieben würde.

    Herz-Aus-Gold hat getan, was sie immer tut: gebaut, vermittelt, geholfen, und versucht, aus all dem hier so etwas wie Gemeinschaft zu formen.

    Und ich?

    Ich habe zugehört.
    Beobachtet.
    Mir gemerkt, wer wann geschwiegen hat und wer plötzlich sehr viel zu sagen wusste.

    Mit hochgezogener Augenbraue.
    Mit trockenem Kommentar.
    Und mit einem Funkgerät, das mehr Gerüchte überträgt, als klare Antworten.

    Sueda Staneva, Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 meldet sich ab.

    Wenn ihr mich sucht:
    Ich bin irgendwo da draußen.
    Zwischen Annäherung und Retourkutsche.
    Mit meiner DMR.
    Und meiner Geduld.

    Die eine ist manchmal präzise.
    Die andere immer begrenzt.

    Nr. 371 – Ende.


    🎞️VIDEOBEITRAG (ab Sonntag, 21.12.2025, 18:00 Uhr):

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    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

  • Überleben? Optional! - Episode 002: Chaos um einen LKW und erste Retourkutschen

    vlcsnap-2025-12-19-23h47m57s578.png

    - Suedas Wochenbericht vom 15. bis zum 21. Dezember 2025 -

    - Folge 003 -


    Hallo? …Hallo?
    Okay. Gut. Das rote Lämpchen leuchtet. Also tue ich jetzt einfach so, als wäre das hier geplant.

    Einsatzzentrale, hört ihr mich?
    Hier spricht Sueda Staneva. Ersatzteil. Äh bitte was…?! WAS STEHT HIER? NEIN - äh
    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371. Immer noch da, sehr zum Leidwesen für manche.

    Ich bin so ne Art Realitätsfilter. Nicht besonders hübsch, nicht immer angenehm – aber zuverlässig, wenn’s darum geht, den Dreck aus der Luft zu ziehen. Und diese Woche… tja. Diese Woche war Chernarus in Bestform.

    Erst freundlich. Fast höflich. So dieses „Ach komm, wird schon“-Gefühl.
    Und dann trat es dir mit Anlauf gegen’s Schienbein, nahm dir das Auto weg, klaute dir n‘ Zelt und fragte anschließend ganz unschuldig, warum du jetzt so empfindlich reagierst.

    Wir hatten Verhandlungen, die nach Fortschritt klangen – und in Funkstille endeten. Wir hatten Kämpfe, die keiner wollte. Entscheidungen, die trotzdem getroffen wurden. Und Momente, in denen Menschlichkeit kurz durchblitzte… bevor wieder jemand dachte, ein Brunnen sei ein Schießstand.

    Kurz gesagt: Es war eine Woche, die dich gleichzeitig bauen ließ – und alles wieder abreißen wollte. Also macht euch ’ne Pipsi auf. Oder, was ihr sonst so habt, lehnt euch zurück. Atmet tief durch. Ich nehme euch mit.


    Willkommen zurück in unserem Chernarus.


    🚘Montag – 15.12.2025 - Silberfische in der Nacht

    🚘Montag – 15.12.2025 - Silberfische in der Nacht

    Der Morgen begann mit etwas, das selbst mir kurz den Sarkasmus aus dem Gesicht gezogen hat: vJoni wurde geraidet. Und ja – Joni und ich sind jetzt nicht „beste Freunde“. Eher so Kategorie: man nickt sich zu und hofft, der andere schießt dir nicht gleich in den Rücken. Aber nen Raid wünsch ich niemandem. Das hat ihn hart getroffen. Und das tat mir leid. Wirklich.

    Währenddessen war jayphiiyoauf Tour. Zelenogorsk, später ein Zug-Event bei Zvir – und wie das Leben so spielt, endete die Nacht nicht romantisch, sondern frontal an ‚ner Laterne. Kühler kaputt. Zündkerze hinüber. Nacht, Kälte, der Klassiker.

    Und irgendwo in diesem Chaos verschwand plötzlich ‚ne Kiste aus Jays Auto. ABC-Stuff. Alles Weg. Stattdessen lag da ein Baseballschläger mit Lichterkette. Tauschgeschäft? Kunst? Oder einfach Chernarus, das mal wieder „witzig“ sein wollte?

    Eher Letzteres.

    Denn parallel dazu schlich Mora von den Silberfischen durch die Gegend – rein zufällig natürlich – ebenfalls auf der Suche nach einem Kühler. Chernarus und seine Autos.
    Jay, hilfsbereit wie sie ist, bot ihm ihren an. Was sie nicht wusste: Mora war ziemlich sicher genau der Typ, der sich ihre Kiste geangelt hatte. Silberfisch halt. Glänzt kurz. Ist weg. Hat Spaß.

    Das Beste daran? Die beiden müssen die ganze Zeit um dieses Auto herumgeschwänzelt sein – und haben sich trotzdem nicht gesehen. Ja vielleicht war Mora an dem Abend eher kein Silberfisch, sondern ein Blindfisch. Okay, okay. Wir alle wissen wie leicht man da draußen mal was übersieht. Besonders wenn’s mitten in der Nacht ist.

    Aber witzig war’s schon.

    Jay zog sich jedenfalls zurück. Und ihre Laune? Sagen wir so: Gegen Jays Wut wirkte Herz’ Enttäuschung über Greeny wie eine sanfte Frühlingsbrise.

    Am Morgen sicherte die Berezino Union dann zusammen mit Cala-j Jays Olga. Reifen ran, Karre wieder flott.
    Randy meldete sich auch – wegen dem Bericht von letzter Woche: Der schwarze Gunther vor Elektro war wohl einfach ein Unfall von ihr gewesen. Passierte leider.

    In Nizhnoye verschwand unser Regenfass. N‘ ziemlicher Affront. Wir wollten essen, Wasser sammeln… stattdessen lernten wir wieder: Ehrlichkeit ist halt hier weiterhin optional.

    Hm wär n‘ guter Titel für Herz neuen Podcast. Naja egal…

    Ähem…dann kam wenigstens ein Lichtblick: janinesta (Selina) bekam "HERBERT", ihren blauen Gunther, von der Berezino Union. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie sie durchs Camp lief. Freudestrahlend. Und Herz-Aus-Gold bekam im Gegenzug von ihr den roten Sarka. Geschichtsträchtig. Herz war glücklich – und grübelte natürlich sofort, wie sie das Ding nennen sollte. Fahrzeuge brauchen Namen. Immer. Sonst sind sie beleidigt.

    Und dann: nächster Schlag. Der grüne Ada der Berezino Union wurde geklaut. "Frauele" ( LadyBitStorm) und Bitwanted wurden bei Nizhnoye im Auto erschossen. Täter meldete sich prompt und stolz: Davus von den Silberfischen und gratulierte sich zu dem guten Schuss. Silberfische…ich sag’s ja: Sie sind klein, gemein und tauchen immer dann auf, wenn’s am meisten nervt. Aus dem fahrenden Auto hat er die beiden geschossen. Locke hätte das wieder „lecker“ genannt. Die Berezino Union fand’s… sagen wir: weniger lecker.

    KYS meldete sich derweil wegen des Unterstands an Bastis Tankstelle. Abgebaut. Von ihnen. Aha. deco entschuldigte sich – man habe gedacht, es sei ‘n Banditencamp. Banditencamp. An einer offenen Tankstelle im Westen. Mit offen zugänglichen Sachen. Keine Samaritersachen. Deswegen haben sie nicht gedacht, dass es n‘ Samariter-Ding ist.

    Ja. Genau. Zur Klarstellung und zum Mitschreiben: Das war Bastis Projekt – „Last Hope“. N‘ Gemeinschaftsding. Und selbst wenn man sich „geirrt“ hatte: Man benahm sich nicht wie die Axt im Wald. Herz-Aus-Goldsagte trocken: „Nicht mein Thema. Klärt das mit Basti.“ Also Entschuldigung notiert. Protokoll erfüllt.

    Der Schankmeisterwurde inzwischen Jäger und Sammler fürs Camp und wirkte dabei… erschreckend zufrieden. Jannnik hingegen sammelte Bambis. Wirklich. Er nahm Pontan von Elektro im Auto mit nach Prigorodki – „mitnehmen“ bedeutete hier allerdings nicht „Steig ein, ich bring dich in Sicherheit“, sondern mit vorgehaltener Waffe zu sagen „STEIG EIN!“. Pontan sprach kein Deutsch. Jannik hasste Englisch. Ergebnis: eine der verzweifeltsten Kommunikationssituationen dieser Woche. „RED DEUTSCH, VERDAMMT!“ – hat nicht funktioniert. Am Ende war Pontan trotzdem dankbar, rüstete sich am Camp aus und zog weiter. Manchmal reicht das schon zum Überleben.

    janinesta (Selina) traf am Camp noch auf Papa Big – keine Ahnung, wer das war, aber er wollte keine Hilfe. Lootet sich alles selbst. Respekt. Unsere Camps sind Angebote. Keine Pflicht. Auch wenn Jannik manchmal… nachhilft.

    Und zum Abschluss schrottete WhiskeyMixernoch seinen grünen Ada. Er wollte durch einen Busch fahren. Der Busch hatte andere Pläne. Plötzlich: solide Hitbox. Auto tot.

    Und weil Chernarus gern nachtritt, gab’s im Norden noch das erste Gefecht zwischen der Hütchenbande und I.K.E.A. Natürlich im Norden. Es ist immer der Norden. Wenn irgendwo geschossen wird, dann da, wo’s kalt ist und alle überzeugt sind, im Recht zu sein.

    Whiskey schnappte sich erst ein Hütchen, dann das zweite – und das zweite machte ein Hütchenspiel daraus: Kopf kurz hinter der Wand hervor, Whiskey schoss, Kopf weg. „Missed me.“
    Whiskey ließ das nicht auf sich sitzen, kletterte aufs Dach, scoped rüber Richtung Nordwald – und als das Hütchen dann wegrannte und sich hinter einem Heuballen versteckte, erwischte er es doch. Zwei Hütchen down, das dritte entschied sich für die gesündeste Option in Chernarus: rennen. I.K.E.A. eins, Hütchen null.

    Abends sprach Herz-Aus-Gold noch mit WhiskeyMixer über den roten Sarka. Zu viele Autos. Roter Gunther, Rally-Gunther, Kisten, Pläne… irgendwann war selbst bei Herz Schluss mit motorisiertem Optimismus. Der Sarka sollte in gute Hände. Whiskey sagte nur ein Wort: „ vJoni“. Naja und „El Patron“.
    Herz hielt kurz inne – und wusste: Ja. Schon wegen der Geschichte. Wegen „Hoffnung“. Also nahm sie Kontakt auf.

    Währenddessen half Der Bert in Svetlojarsk einem Neuankömmling namens Martin – Camp Gucci, Ausstattung. Willkommen im Irrenhaus. Jay brachte Spenden nach Prigorodki. Pontan tauchte noch einmal kurz auf, man saß zusammen, Herz bedankte sich. Camp lief. So gut Camps halt laufen, bevor wieder jemand meint, er müsste „Action“ suchen.


    ☣️Dienstag – 16.12.2025 - Gruppenfoto und Giftgasunfälle

    ☣️Dienstag – 16.12.2025 - Gruppenfoto und Giftgasunfälle

    Der Dienstag bewies eindrucksvoll: Hoffnung hatte hier zwar vier Räder – aber nicht jeder durfte sie anfassen.

    vJoni meldete sich wegen des roten Sarkas. Begeistert. Überschwänglich. Herz sei die Beste. Natürlich würden sie das Auto nehmen. Und als Herz-Aus-Gold sagte, sie stelle es in Prigorodki bereit, kam: Felix ( erschmadiebasics) hole es gleich ab.

    Herz: entsetzt. Felix?
    Sie stellte klar: „Nein. Felix holt gar nichts ab. DU holst das Auto ab, Joni.“

    Joni versuchte zu erklären, Felix habe sich bereits umgebracht und sei als Bambi unterwegs. Herz blieb hart. Emotional dement war sie nicht. Felix hatte dem Camp geschadet – ohne Entschuldigung. Also bekam er nicht auch noch „HOFFNUNG“ in die Hand gedrückt. Kindisch? Vielleicht. Klar? Definitiv. Am Ende holte Joni das Auto selbst ab.

    Danach holte Cala-j den „bunten Hund“ ab – ein Fundfahrzeug, das Herz-Aus-Goldbei Balota im Wald entdeckt hatte. Ein grüner Sarka im Wald war praktisch unsichtbar. Der Täter hatte aber Türen abmontiert. Eine rote Tür schimmerte zwischen den Tannen – und genau deswegen hatte Herz das Auto überhaupt gesehen. Wer ihn damals überfallen hatte? Immer noch unbekannt. Cala war trotzdem glücklich. Und das zählte.

    Später holten Herz und Basti Benzin für Generator und Batterieladegerät. Autobatterien leer, Zeit für Realität. Jammet begleitete sie. Am Camp entstand ein Gruppenfoto mit Jammet, S-TLK, Basti, Dorian und Wundbrand-Tom. Tom meldete nebenbei, dass er auf einem Boot an der Küste erschossen worden war. Man nickte. Chernarus.

    Danach fuhren Herz, Jammet und Selina Konvoistrecken ab – Routine: Krankenhaus, "Last Hope", Wege checken. Bis sie genau das taten, was man nicht tun sollte: Sie standen zu lang in einer Gegend, in der Giftgas einschlug. Und natürlich schlug es ein. Herz verlor die Orientierung, alle drei wurden krank. Sehr krank.

    Sie rasten Richtung Prigorodki, während schon klar war: keine Blutreserven, kein Gegenmittel, kein Null-Negativ. Nicht mal Herz war gerade kompatibel. Zeit lief. Schnell. Sie wichen Richtung Tankstelle in Cherno aus, Hoffnung auf Krankenhaus – aber es sah mies aus. (Oh, ich sollte Dichter werden!)

    Und dann lief Dorian s-tlk in die Arme am Camp . Null-Positiv. Nicht perfekt – aber perfekt genug. Dorian spendete. Und spendete. Und spendete.
    janinesta (Selina) brauchte drei Beutel. Herz nahm einen und als sie genesen war verabreichte sie Jammet ihr Blut.
    Und so sprangen die drei dem Tod von der Schippe.

    Basti hatte noch nach Leibeskräften unterstützt und war mit dem Boot in die Gegend gekommen.

    Tja und für Herz? Für Herz war das ein Close Call. Ein sehr deutlicher. Wieder einmal zeigte sich: Ohne Vorräte ist Samariterarbeit nur ein hübscher Begriff auf einer Armbinde.

    Abends saßen sie im Camp. Erschöpft. Angeschlagen, aber lebendig. Wunden wurden geleckt. Lektionen gelernt. '
    Und Dorian?
    Still. Aber ein Held.


    🛢️Mittwoch – 17.12.2025 - Zu sichere Basen, Fässerspenden und Blutgruppenbingo mit Freunden

    🛢️Mittwoch – 17.12.2025 - Zu sichere Basen, Fässerspenden und Blutgruppenbingo mit Freunden

    Kann ’ne Base zu sicher sein? Ja.

    Herz-Aus-Gold traf auf dem Weg nach Cherno Melo Katar – Melo, vom gemoddeten Server, Scherzkeks mit faustdickem „Hoppla“ hinter den Ohren. Er berichtete, er habe in Elektro eine Base gefunden und „sicherer gemacht“. Herz grinste schon, bevor sie fragte wie.

    Dreistelliges Schloss raus. Vierstelliges rein. Code? Kann nur Melo. Natürlich.

    Herz vermittelte. Informierte die Besitzer. Problem: Die Besitzer hatten sich – entgegen aller Warnungen – in ihrer eigenen Basis ausgeloggt. Und jetzt kamen sie nicht mehr raus. Sie erreichten Melo nicht. Also musste Herz wieder zwischen allen Stühlen sitzen und Dinge regeln, die Leute eigentlich selbst hätten lösen können. Am Ende wurde der Code weitergegeben. Basis offen. Herz genervt. Diese leise Art von genervt, bei der man weiß: Beim nächsten Mal lächelt sie ein bisschen weniger.

    Bitwanted brachte ein Fass vorbei. Event-Stash. Herz bedankte sich freundlich. BitWanted und Schankmeister holten Benzin, quasi Begleitschutz.

    Später holten ninja2.00926 (UltrA) und Cala-j Basti in Tishina ab. Basti hatte dort eine Garage gebaut, war offiziell Bürgermeister und wollte einen Dienstwagen – aber nicht zu viele Autos, sonst kamen Neider. Herz grillte und angelte wie immer, während Basti erzählte, er sei früher Rettungshubschrauberpilot gewesen. Herz war sichtbar beeindruckt. Samariter im Kern, ich sag's ja.

    Dann ging’s zum abgestürzten Weihnachtsmann, für n' bisschen Loot.
    Herz fand ‚ne Plattenweste. Rio brachte ein weiteres Fass vorbei. Event-Stash füllte sich. Und am Ende spielte Herz Blutgruppen-Bingo – mit mäßigem Erfolg, bis jayphiiyo und Basti hinterherfuhren, Testkits organisierten und sie endlich wieder Null-negativ hatte. Anschließend: Vorräte auffüllen. Vorsorge. Überlebensstrategie.


    🏕️Donnerstag – 18.12.2025 – Reges Treiben am Camp

    🏕️Donnerstag – 18.12.2025 – Reges Treiben am Camp

    Während ich im anderen Chernarus ein Gruppenfoto für die UNOC schoss – ja, ich hab auch mal „Urlaub“ – passten Black Lion und Jammet auf Prigorodki auf.

    Basti fand ein Feuer, das brannte – aber keine Seele weit und breit. Dafür: komplettes Feuerholz weg und in den Kamin gestopft. Essen fast leer. Jemand hatte offenbar entschieden, dass Nervensägen auch ‘ne Lebensform sind.

    E.C.H.O. kam vorbei mit Teddy und einem Vierer-Zahlenschloss. S-TLK bekam Rios Fass überreicht und bedankte sich. Er brachte Felle und Fleisch – dringend gebraucht. Herz-Aus-Gold räumte auf, baute zwei Unterstände. ninja2.00926 (UltrA) kam rückwärtsfahrend ins Camp, weil sie mit Cala-j Wetten abschloss wie andere Leute Einkaufsliste schreiben. Immerhin versprach sie Hilfe bei der Blutgruppenjagd: 20 Testkits wollte sie im Auto sammeln.

    Herz-Aus-GoldBatterien, rechnete Benzin gegen Laufzeit und tat so, als wäre das alles völlig normal. Wissenschaft in Chernarus: „Wie lange läuft der Generator, bis wieder irgendwer ihn klaut?“


    🎯Freitag – 19.12.2025 – MISA kehrt zurück- naja irgendwie…

    🎯Freitag – 19.12.2025 – MISA kehrt zurück- naja irgendwie…

    Der Tag begann verdächtig ruhig. Und das ist rückblickend immer ein schlechtes Zeichen.

    Herz-Aus-Gold werkelte an der Rostigen Axt und fuhr den roten Sarka spazieren. Kurz davor hatte ich einen schwarzen Gunther gefunden – so einen, der nach jayphiiyos Gunther „Black Beauty“ aussah. Ich gab Jay den Tipp. Sie war dankbar – und machte etwas Seltenes: Sie gab Autos weiter. Herz bekam den roten Sarka und die „Black Beauty“, die sollte ninja2.00926 (UltrA) bekommen. Für einen kurzen Moment wirkte alles zivilisiert.

    Der rote Sarka…Veteran. Zwölf Unfälle überlebt. Der dreizehnte kam nachts: Wasser nicht gesehen, reingefahren, Motor tot. Ende Gelände. Immerhin hieß das Ding nicht Hoffnung. Sonst wäre die Hoffnung jetzt wortwörtlich abgesoffen. Die liegt, hoffentlich, weiterhin bei El Patron – irgendwo in der Version 4.0.

    Pinky und Cala-j bargen die Ladung und brachten Herz zurück zum Camp. Der Schankmeister meldete Wölfe in Prigorodki. Ja. Wölfe. Mitten im Ort. Ungewöhnlich. Aber leider kein Märchen. Auf dem Rohbau tauchte ein Sniper auf – Puls hoch – Aber Entwarnung: Es war Rio. Beobachtend, freundlich und: mit Fass! Eine Kiste die er für sie versteckt hatte, holten sie später von einem Zugevent ab.
    Aber Rio lehnte eine Mitfahrgelegenheit ab. Er stieg nicht in irgendwelche Autos. Vielleicht angesichts der jüngsten Ereignisse eine kluge Wahl.

    Dann Notruf: janinesta (Selina) meldete, WhiskeyMixer und NiggoB hätten bei Kamyshovo eine Panne. Drei Reifen weg, Kühler weg, Wasser weg. Also: Auto tot, nur noch Stimmung vorhanden. Herz-Aus-Gold packte alles, was ging, und fuhr mit Schankmeister, Basti und Pinky los. Unterwegs stellte man fest: Ein Reifen fehlte. Natürlich. Zum Glück fanden sie einen in Kamyshovo, reparierten das Auto und Whiskey und NiggoBkamen wieder los.

    Parallel dazu meldete janinesta (Selina) etwas, das mir Bauchweh machte: Ein Mann namens Michael war am Camp. Englisch, gebrochen Deutsch, sehr informiert. Herz wurde misstrauisch. Whiskey hatte öffentlich MISA „vermisst“. Und plötzlich klang alles nach: MISA ist zurück. Stimmen klangen verdächtig nach (MISA) ROB. Herz warnte Selina. Sie zog sich zurück, sah am Brunnen noch einen zweiten – die kannten sich. Das reichte völlig.

    Zwei Fässer sollten noch nach Cherno, wurde aber abgeblasen. Zu riskant. Herz-Aus-Goldund Pinky zogen in den Wald, Schankmeister und Basti sollten am Weihnachtsbaum Granaten rauslooten. Keine Granaten, keine Überraschungen.

    Und dann traf der Schankmeister eine Serie maximal ungünstiger Entscheidungen:
    Erst schoss er in der Stadt auf Zombies. Laut. Dann verschanzte er sich in der Polizeistation. Schritte vor der Tür. Zwei Spieler rein. „Polen“, sagten sie. Schankmeister grüßte freundlich, sogar mit Trinkspruch in Tschechisch. Und dann erschossen sie ihn. Einer meinte noch: „Sorry, I have to do this.“
    Ja. Klar. Dann ist ja alles gut.

    Schankmeister wachte in Svetlojarsk wieder als Bambi auf. Pinky holte ihn zusammen mit Herz ab. Er landete erst am Bürogebäude statt am Camp Gucchi – Zombie-Hölle – fast tot. Herz schaffte es gerade noch, ihn mit Blut zu stabilisieren. Basti hatte sich inzwischen Richtung Camp in Prigorodki gerettet. Schankmeister war vor allem wegen einer Sache fertig: Die Armbrust, die Herz ihm gegeben hatte, war weg.

    Herz alarmierte Locke. Blick vom Nordwald auf den Rohbau. Locke sah nichts, ging zum Brunnen – und fiel tot um. Basti zog seinen Dienstrevolver, wollte retten, was ging – und starb ebenfalls. Zwei weitere Bambis. Im Kochhaus hatte sich noch ein Aushilfs-Samariter verschanzt. Waffe in der Hand, nicht geschossen. Trotzdem gestürmt. Und Granaten hatten Zelte beschädigt. Das war kein Versehen. Das war Absicht.

    Ab da war Schluss mit freundlich. Herz-Aus-Gold Gold informierte Black Lion, S-TLK – und mich. Ersetzbares CrewmitgliedNr. 371. Ich bezog Stellung am Turm. S-TLK callte sauber. Ich versemmelte erst, weil ich nun mal ich bin. Dann schossen Black Lion und ich gleichzeitig – und mein Treffer saß. Sniper down.

    Die anderen stürmten das Camp. Der zweite Angreifer wurde am Brunnen gestellt. Locke erwischte ihn kampfunfähig, Basti musste mit dem Messer ran – und das traf ihn härter als jeder Schuss. Basti war kein PvPler. Er war Rettungshubschrauberpilot gewesen. Einer von denen, die wirklich helfen wollen. Genau solche Leute in so eine Situation zu drücken – das war das Widerwärtige.

    Später meldete sich Rob. Bestätigte alles. MISA war zurück. WhiskeyMixers Aufruf hatte funktioniert – nur leider nicht so, wie man’s sich wünscht. Begründung: Zu viele gut ausgerüstete Leute am Camp, da wollte man ein bisschen Action machen. Klar. Herz und ihre „Privatarmee“. Natürlich.

    Herz stellte im Funk klar: Camps und Brunnen sind keine Bühne. Kein Trainingsgelände. Kein Hochloot-Areal. Das sind Orte, an denen Menschen ankommen und atmen sollen. Rob versprach, sie kämen nicht wieder. Ehrlich? Die gleichen Worte hatte ich bei den Berezino Boys auch schon gehört und am Ende waren sie zwei Tage später geraided worden.

    Aber hey, heute standen wir noch. Sie nich. Aber das Gefühl blieb: Das war nich vorbei. Nur vertagt.

    Später tauchten zwei Bambis am Camp auf: Florian und Andi. Hunger, Cholera – wir kriegten das hin. In der Polizeistation sicherten wir die Sachen vom Schankmeister. Blaue Armbinden lagen dort. Keine Ahnung, was MISA damit vorhatte. Sicher nichts Nettes. Die Armbrust blieb weg.

    Herz kam per Boot über Berezino und Nizhnoye zurück. Und traf eine Entscheidung: Keine Langwaffe mehr. Nicht aus Angst, sondern als Zeichen. Armbrust ja – Langwaffe nein. Damit niemand behaupten konnte, sie hätte „Action gesucht“. Ich wusste nich, ob das klug war. Aber ich verstand’s.

    Wir waren friedlich. Wir waren wehrhaft. Und wir ließen uns nicht zu etwas anderem machen.


    ⛺Samstag – 20.12.2025 - Die Lücke der Schande

    ⛺Samstag – 20.12.2025 - Die Lücke der Schande

    Ein Neuankömmling am Camp: erschmadiebasics (Felix). Konnte nicht reden. Chat-Bambi. Herz erklärte ihm geduldig alles – Regeln, Brunnen, „bitte nicht klauen“, danke fürs Zuhören. Felix zog weiter. Kurz. Schmerzlos. So mögen wir das.

    Die Berezino Union war bei Basti im Westen bei "Last Hope", und bei Balota gab’s Schüsse auf sie. Typisch. Wenn irgendwo da unten geschossen wurde, war der Schatten oft nicht weit.

    Dann kam die Meldung, die Herz-Aus-Gold wirklich traf: Ein Zelt war mitten im Camp abgebaut und geklaut worden. Nicht sauber. Nicht ordentlich. Sondern zerlegt. Seile, Stofffetzen, Säcke – auf dem Boden. Wie hingeworfen.

    Und das war nicht „nur“ ein Zelt. Das war ihr Test. Ihr Vertrauensbeweis, nach dem Gespräch mit Mora über Zelte und Camp-Respekt. Keine zwei Wochen hatte es gehalten.

    Herz ahnte ziemlich schnell, wer seine kleinen Langfinger im Spiel gehabt hatte: @itssniper (Spacey – oder SpacER, wie er sich jetzt nennen wollte.) Und im Camp lagen rote Armbinden. Genau die, mit denen er sich so gern brüstete.

    Natürlich war er es nicht. Als Herz ihn zur Rede stellte. Natürlich nicht. Und außerdem: Stehlen sei ja nicht verboten.
    HALLO? Junge, was ist bei dir kaputt?

    Du kommst ans Camp, stopfst dir die Taschen voll, fragst nach Draht, Zahlenschloss, Taxi – und sobald Leute mal Abstand halten, damit du selber klar kommst, klaust du ihnen ihr Zelt?

    Er blieb bei „war ich nicht“. Bis Herz die roten Armbinden erwähnte. Da dämmerte es ihm. Und dann kam das Geständnis: Sein Freund Elliot sei halb verhungert gewesen, Spacer habe ihm gesagt, er dürfe sich bedienen… und naja, das Zelt halt auch. Und dass die Sachen am Boden lagen – man habe halt nicht aufgeräumt.

    Herz glaubte kein Wort. Aber Spacer bot großherzig an, das Zelt zurückzugeben. Und da war Schluss. Samariter betteln nicht.

    Herz machte ein Foto der Lücke: Gap of Shame. Und teilte es mit allen. Mahnmal. Spacer wollte sich „im Namen seines Teams“ entschuldigen. Herz sagte: Reicht nicht. Schaden ersetzen. Lücke schließen. Mit dem Zelt oder gleichwertigem Ersatz.

    Spacer meinte: ginge gerade nicht. Kein Platz.
    Ja. Nee. Ist klar.

    Herz war so sauer, dass sie ihm mit der Armbrust entgegensah, als er wieder am Camp rumwühlte. Sie nannte ihn einen „Wiggly Worm“. NiggoB und WhiskeyMixer kamen dazu und guckten, als hätten sie Herz gerade zum ersten Mal wirklich kennengelernt. Whiskey fragte, ob er ein paar Schüsse in die Luft geben dürfe – als „Motivation“. Herz nickte. Spacer rannte.

    „Erwarte nie wieder Hilfe von mir, bis der Schaden ersetzt ist!“ rief Herz-Aus-Goldhinterher.

    SpacER beschwerte sich im Funk. Er sei so eine Behandlung nicht gewohnt.
    Tja, kleiner Lord, nette Chernarussen hatten gerade Weihnachtsurlaub. Und Herz hatte keinen Nerv mehr für Ausreden.

    janinesta (Selina) war – wie immer – eine verdammte Heilige. Freundlich. Ruhig. Distanziert. Ich war mir trotzdem sicher: Wenn der Knilch Herbert angefasst hätte, wäre Weihnachten auch bei ihr vorbei.

    Dann tauchte ein gelbes Fass versteckt am Camp auf. Unbekannter Spender. Rio war’s nicht. Also: Danke. Es kamen Angebote für Zelte. Herz lehnte ab. Es ging nicht ums Zelt. Es ging ums Prinzip. Und den Schaden konnte nur der Verantwortliche wiedergutmachen. SpacER oder Elliot, wenn’s denn wirklich Elliot war.

    Jannnik meldete, sein Auto sei ins Wasser gegangen. Whiskey sah das Foto. Sah das Foto vom roten Sarka im Wasser von Herz. Und meinte trocken: „Ist heute Auto-Waschtag?“

    Am Brunnen begegnete Herz einem Bambi mit Rohr in der Hand. Kein Angriff. Stattdessen stellte er sich als Harald vor. Harald. Kein Witz. Er wartete auf zwei Freunde, bekam eine kurze Ausstattung und zog weiter.

    Abends kam E.C.H.O. vorbei, reparierte Zelte. Er und ich machten Wettschießen auf Granaten. Ich schnitt gar nicht so schlecht ab. Danach suchten wir einen Weihnachtsmann-Crash, fanden ihn nicht – hatten trotzdem Spaß. E.C.H.O. zog sogar einen weißen Anzug an, weil ich’s vorgeschlagen hatte. Ich zog eine grüne Bluse an, weil er’s vorgeschlagen hatte. Nicht mein Geschmack, aber wir lachten.

    Und bevor Gerüchte entstehen: Nein. Das war kein Date. Das war eine kontrollierte soziale Interaktion mit Notausgang.

    Zum Schluss hinterließ Echo mir eine kryptische Nachricht: 9-1-13-23-8-1-20-25-15-21-13-1-4-5-13-5.
    Ich zeigte das später Herz. Sie wird‘s wahrscheinlich schneller knacken als ich.


    ⚔️Sonntag – 21.12.2025 - Raidversuche und die Rückkehr des Schattens

    ⚔️Sonntag – 21.12.2025 - Raidversuche und die Rückkehr des Schattens

    Der Tag begann mit einer kleinen, sehr gezielten Unverschämtheit: Jemand hatte unsere Fahne gesenkt. Nicht geklaut. Nicht zerstört. Nur gesenkt. So ein stilles „Ich könnte, wenn ich wollte“. Herz zog sie kommentarlos wieder hoch. Zeichen verstanden. Spiel nicht mitgespielt.

    ninja2.00926 (UltrA) half weiter am Camp. newwolf kam als Bambi an und erzählte, er sei am Airfield erschossen worden. Kommentar: „SSKM – Selbst Schuld, kein Mitleid.“ Dorian beobachtete das ruhig. Wie immer.

    Dann Raid-Alarm im Norden. Natürlich im Norden. Ich rückte aus und nahm E.C.H.O. mit. ninja2.00926 (UltrA) und Basti bauten währenddessen in Elektrozavodsk ein Camp. Ofen, Partyzelt, zwei Unterstände – sah richtig schnuckelig aus. Fast wie Hoffnung. Fast.

    E.C.H.O. und ich hatten den Ort des Angriffs fast erreicht, da kam Entwarnung: NiggoBhatte die zwei Angreifer exekutiert. Komplett erledigt. I.K.E.A. – der Name war offenbar Programm.

    Kaum entspannt, kam die nächste Meldung: Zwielichtige Gestalten am Schloss in Prigorodki. Also wieder umdrehen, zurückrasen, Puls hoch – und am Ende war’s ruhig. Still. Nichts. Chernarus liebt sowas.

    Ich fuhr Selinas Auto weiter, holte Niggo in Elektro ab und brachte ihn nach Svetlojarsk. Und nein: auch das war kein Date. Auf dem Weg wurden wir bei Solnichniy beschossen – ein Typ mit Hexenhut und Schrotflinte. Schlechter Schütze. Sehr schlecht. Trotzdem ärgerlich, weil janinesta (Selina)s "HERBERT" einen Makel abbekam. Das nahm ich persönlich.

    Danach ging die Jagd los: Bitwanted meinte, sie hätten einen Verdächtigen erwischt – aber seeing is believing. Ich legte mich selbst auf die Lauer. Sah jemanden, der passte. Schoss. Traf natürlich nicht. Er verschwand in einer Lagerhalle und war weg. Ende der Spur. Herbert zurück nach Hause.

    Beim Zug-Event fand ich noch vier Fässer. Eines ging an janinesta (Selina, eines an Jammet, eines behielt ich – und eines stellte ich so ab, dass es jemand anders finden konnte. Karma, Chernarus-Edition.

    Später tauchte der Schatten wieder auf, unterhielt sich mit Pinky, dem Schankmeister – den er konsequent „Schanki“ nannte – und einem unfreundlichen Bambi, das fast auf ihn geschossen hätte, dann aber abzog. Rio kam kurz vorbei, ließ Dinge da. Danke an den stillen Helfer.

    In "Last Hope" waren Bastis Plattenwesten weg, dafür lagen siebzig Nägel da. Kein perfekter Tausch, aber akzeptabel. Basti wurde später südöstlich von Zelenogorsk nahe Myshkino angeschossen – entkam aber.

    Dann meldete Jannnik noch eine Klarstellung: Nicht die Hütchen hatten den roten Sarka bei Novodimitrovsk abgestellt. Er war’s gewesen. Unfall, kaputt, stehen lassen, gegen Ada getauscht. Jannik war einfach ein Sarka-Schreck. Herz war sauer. Zurecht. Man ließ einen roten Sarka nicht stehen wie Sperrmüll.

    Zum Abschluss brachte Herz-Aus-Gold noch ein Fass nach Novo, schaute bei Camp Gucci vorbei – das wuchs enorm. Chicks können halt nicht klein. In Elektro fand sie ein Fass für Basti und eine Armbrust. Beides holte er sich ab.

    Und damit endete der Tag. Und damit auch die Woche.


    Fazit

    Und damit, liebe Zuhörenden – Bambis und Altlasten, Silberfische und Möbelhausbetreiber, Umbenenner, Beobachter und alle, die gerade testen, welche Armbinde heute „die richtige“ ist und welche morgen wieder ganz schnell „Missverständnis“ war – das war diese Woche.

    Eine Woche, in der man sich vorsichtig annäherte und trotzdem erstaunlich oft daneben schoss. Mit Fahrzeugen, die Namen hatten – und danach nur noch Geschichten waren. Mit Gruppen, die sich neu erfanden, während alte Konflikte erstaunlich haltbar blieben. Mit Weihnachtsbäumen, bei denen man besser vorher prüfte, was eigentlich drinsteckte.

    Herz tat, was Herz immer tat: Sie baute, verband, schlichtete – und versuchte, diesem Chaos etwas zu geben, das man mit viel gutem Willen Wärme nennen konnte.

    Und ich? Ich hörte hin. Nicht nur auf das, was gesagt wurde – sondern auf das, was auffällig unausgesprochen blieb. Ich merkte mir, wer leise wurde, sobald es unbequem wurde. Und wer plötzlich sehr überzeugt klang.

    Mit trockenem Kommentar. Hochgezogener Augenbraue. Und einem Funkgerät, das selten Antworten liefert – aber zuverlässig Stimmungen auffängt.

    Sueda Staneva. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 geht für diese Woche vom Kanal.

    Falls ihr mich sucht: Ich bin irgendwo zwischen Nestwärme und Reibung. Mit einer DMR, die meistens weiß, was sie tut – und einer Geduld, die das leider nicht immer tut.

    Nr. 371 – Ende.


    🎞️VIDEOBEITRAG (ab Sonntag, 28.12.2025, 18:00 Uhr):

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    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Herz-Aus-Gold (31. Dezember 2025 um 22:04) aus folgendem Grund: Textbeitrag ergänzt.

  • ÜBERLEBEN? Optional! - Episode 004: Bescherung mit Beigeschmack

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    - Suedas Wochenbericht vom 22. bis zum 28. Dezember 2025 -

    - Folge 004 -


    Hallo? … Hallo?
    Ja. Läuft.

    Einsatzzentrale, bitte kommen.
    Hier meldet sich mal wieder euer Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371.
    Ja, immer noch da. Noch nicht ersetzt. Ich bin wie moralisches Desinfektionsmittel.
    Brennt kurz, riecht streng, aber danach weiß man wenigstens, wo die Wunde ist…

    Willkommen zu einer Woche, in der Weihnachten gefeiert wurde, als wäre es ein Wettbewerb in Sachen Eskalation.
    Mit Raids, in denen Basen ausgenommen wurden wie Weihnachtsgänse. Echt jetzt… ich hab Anstand zwischendurch mal online gesehen. Aber der hat sich für die Weihnachtstage dann ausgeloggt.

    Also, was ihr gleich hört, ist kein Protokoll.
    Kein Trost.
    Und ganz sicher kein Feel-Good-Happy-Go-Lucky-Rückblick.

    Es ist das, was übrig bleibt, nachdem sich alle mal wieder beruhigt haben – hoffentlich.

    Also schnappt euch eine Pipsi. Oder besser für diese Woche sogar zwei.
    Oder was immer euch hilft, diese Woche ohne Nervenzusammenbruch zu überstehen.

    Lehnt euch zurück.
    Hier kommt mein persönlicher Wochenrückblick.


    🎯Montag – 22.12.2025 – Wie man Vertrauen mit einer R12 zerlegt

    🎯Montag – 22.12.2025 – Wie man Vertrauen mit einer R12 zerlegt

    Statusmeldung: Die Lücke der Schande lebte. Und erfreute sich bester Gesundheit.

    Der Tag begann mit ItsSniper55 (SpacER). Natürlich begannt er mit SpacER.
    Der junge Brite verkündete lauthals, er sei „bei fünfzig Prozent“!
    Fünfzig Prozent wovon, bliebt zunächst offen.
    Vermutlich von Einsicht. Oder Verstand…
    Herz meinte, er bezog sich auf das Umräumen, damit er dem Camp das Zelt endlich zurückgeben konnte. Ja, vielleicht auch das.

    Ich ging nachsehen. Die Lücke war exakt so groß wie gestern und den Tag davor. Hab extra nachgemessen. Wunderbar…. Fortschritt ist relativ.

    Etwas später, als ich gerade meine Runde drehte, tauchte ein Fremder mit Kapuze am Camp auf. Sagte zumindest Basti.
    Und ein Zweiter mit Polizeiuniform und…blauer Armbinde? Die beiden grillten und gaben Basti Essen ab. Verkehrte Welt.
    Aber es blieb ausgesprochen freundlich und ruhig. Und mit „ausgesprochen“ meine ich: Basti redete und die zwei anderen schwiegen. Was in Chernarus immer für gemischte Gefühle sorgt.

    Und dann, kaum waren Basti und der Typ mit der Mönchkapuze weg – Trommelwirbel – Auftritt: SpacER.
    Ja. SpacER.
    Er hielt tatsächlich Wort und brachte das Zelt zurück.
    Dokumentieret das Ganze mit Stolz und einem Foto, das er Herz-Aus-Gold schickte.
    Ein Foto. Ein Zelt. Ein Beweisstück.
    Sie sagte nur nüchtern: „ Noted. The tent is back. The gap is closed. The matter is settled.”
    Also alles gut?

    Nicht ganz. Auf dem Foto: noch jemand.
    Ein Beobachter. Der Typ mit der blauen Armbinde und der Polizeiuniform. Gesicht nicht erkennbar.
    Stand da. Schaute.
    Sah fast schon etwas aus wie Dorian, oder wie jemand, der sehr bemüht ist, wie Dorian auszusehen. Aber man erkannte das Gesicht leider nicht und es fehlte auch die typische rote Sanitäter-Hose und sein Helm. Der hier war mehr so wie ein Polizist, aber mit Besen auf dem Rücken.
    Wir sind uns im Nachhinein nicht sicher.
    Was wir aber sicher wissen: Der Typ beobachtete, wie SpacER eine beleidigende Geste zur geschlossenen Lücke der Schande machte. Der gute alte Stinkefinger, international verständlich. Und SpacER redete nicht.
    Der Fremde schallerte ihm eine. Mit der Faust. Dann hob der Junge seine Hände entwaffnend und warf, offensichtlich eines Besseren belehrt, einen Handkuss zur geschlossenen Lücke und gab anschließend einen Daumen hoch.
    Alles in Allem sehr SpacER. Deckt sich mit allem, was ich bisher über ihn weiß und erlebt hab. Also kein Grund, da zu zweifeln.

    Und dann kippte es und alles wurde verwirrend.
    Zwischen Polizeimann und SpacER entsteht so etwas wie eine… Verbindung. Eine ungute.
    Der Fremde forderte SpacER nonverbal auf, das Zelt wieder einzuräumen.
    Seile, Stofffetzen, das ganze Zeug. Ordnung machen.
    Sah so aus, als solle er den Schaden wiedergutmachen.
    Und was tat der Knilch? Machte erst mit, aber stellt sich dann dumm.
    Nicht gespielt, eher erschreckend authentisch. Es folgen wieder Stinkefingergesten, was mit einer Schelle quittiert wurde und anschließend kam es zum Faustkampf zwischen den beiden, so zumindest SpacERs Schilderung.
    Als er genug Schläge kassiert hatte, fing er an das Zelt einzuräumen. Nur um dann wieder mit den Gesten anzufangen. Der Junge wusste einfach nicht, wann Schluss war. Da half dann auch keine erhobenen Hände zur Deeskalation.
    Das waren Reiz und Reaktion in Reinform.
    Ein Experiment, das wir alle schon kennen, aber für das ein Bambi-Camp definitiv der falsche Ort ist.

    Die Szene wurde kurz unterbrochen, als Pinky ins Camp kam und grüßte, aber dann rannten wohl beide ums Camp rum. Für ihn sah es so als seien es SpacER und sein Kumpel Elliot gewesen, die das Zelt zurückgebracht hatten.
    Ihm kam es aber alles etwas komisch vor, also zog er sich auf seinen Aussichtsposten zurück.

    ItsSniper55 schilderte Herz-Aus-Gold später, sie haben sich etwas gekloppt. Und ja… vielleicht kamen auch ein Besen, eine Schaufel und eine Brechstange dabei zum Einsatz.
    „Melee-Combat“, nannte er es. Nicht Wildes aus seiner Sicht. Aber für die Augen eines unbescholtenen Beobachters war das eine Eskalation mit Ansage.

    Pinky verlor die Sicht.
    SpacER zog eine Schaufel aus dem Camp, um sie wegzuräumen. Tja und hier verschwimmen die Versionen und es wurde hässlich.
    Der Polizeimann zog seine Waffe – vermutlich eine R12 – und zerschmetterte somit das Vertrauen, das man in die Samariter und ihre blauen Armbinden steckte mit einem Schlag. Einfach so.
    Spacey down. Mitten im Zelt.
    Mitten beim Einräumen.

    Pinky hörte den Schuss und gab Alarm. Schankmeister und Basti waren auch sofort im Krisenmodus. Und der Funk? Begann zu brodeln.
    Ein Mord am Camp.
    Samariter-Kontext. Samariter-Verdacht.

    Spacey war außer sich vor Entrüstung.
    Er konnte es nicht fassen, dass er am Camp von jemandem mit Samariter-Armbinde erschossen worden war. Er verdächtigt zunächst Pinky.
    Herz-Aus-Gold und NiggoB gingen sofort dazwischen.
    Klar. Deutlich. Unmissverständlich.
    Samariter schießen nicht am Camp und Pinky würde so etwas auch nie tun.

    SpacER konterte: Doch doch! Herz-Aus-Gold habe ihn ja mal erschossen.
    Oh Mann… wie kann man Dinge nur so durcheinanderbringen?
    Nein, Herz hat nie auf ihn geschossen oder ihn erschossen.
    Herz. Tut. Sowas. Nicht.
    Ich hab behauptet ich hätte ihn erschossen. Erzieherische Maßnahme, wisst ihr noch?
    Damals, als er das Auto von Locke klauen wollte – was er ja laut seiner Aussage nicht gewesen ist, weswegen ich ihn aber dann auch eigentlich gar nicht hätte erschießen können, selbst wenn ich es gewesen wäre…. Da soll nochmal einer mitkommen. Also Kurzfassung: Herz hat nicht eine Kugel auf ihn abgefeuert. Und ich hab‘s nur behauptet, damit der Junge endlich mal die anderen in Ruhe lässt. Danke für nichts.
    Aber mit dem Vorfall heute hab ich nichts zu tun.
    Ich glaub ich hätte schon viel früher meine DMR gezogen…

    Naja. Herz-Aus-Gold stellte die Sache klar: Samariter schossen nicht einfach so am Camp. Dazu musste es einen Angriff oder gezielte Provokation geben und selbst dann war das die letzte Option. Aber was war denn dann nun geschehen? Wer war der Fremde mit der blauen Armbinde? Jemand, der sehr überzeugend Samariter gespielt hat? Wie Dorian sah er – von hinten betrachtet – nicht aus. War es am Ende doch Elliot, der seinem Freund einen Streich spielen wollte? Oder jemand anderes? Und auch @Ninja (UltrA) meldete sich und sagte Cala-j und sie hatten am Vortag einen Überlebenden in Elektro mit blauer Armbinde gesehen. Und NiggoB hatte ja gesagt, sie seien von einem Duo mit blauen Armbinden geraided worden. Dann die Armbinden, die bei Schankies totem Körper gefunden wurden… das Ganze ergab einfach keinen Sinn.

    Was auch immer es war; das Timing war katastrophal. Und Herz-Aus-Gold alles andere als amüsiert.
    Vertrauen. Respekt. Camp.
    Alles stand plötzlich auf sehr wackeligen Beinen.

    Immerhin: ItsSniper55 Sachen konnten gesichert werden.
    Er war fast fröhlich, als er seinen charakteristischen Helm wieder aufsetzen konnte.
    Prioritäten…

    Pinky beobachtete noch lange.
    Der Fremde zog Richtung Chernogorsk ab.
    Dann sah man nichts mehr von ihm.


    Der Tag wurde noch mysteriöser, als janinesta (Selina) später auf einem ihrer Streifzüge die Cone-Boxen meldete. Richtig gehört. BoxEN.
    Nicht eine.
    Fünf.
    C-förmig vor der Statue aufgebaut.
    Inhalt: Ein einziger Pilz.
    Hommage oder Holzhammer?
    Herz-Aus-Gold war skeptisch. Cone war sonst eigentlich subtiler.
    Das hier wirkte wie ein Feuerwerk mit Leuchtschrift, nicht wie ein gutplatzierter cone’scher Nadelstich. Wobei sie auch schon gesagt hatte, sie würde eine Kiste wieder zum Denkmal bringen. Um der alten Zeiten willen… naja das ist ja nun erledigt worden.

    janinesta (Selina) und Basti brachten von ihrer Tour noch Bleche ans Camp.
    I.K.E.A. besorgte den ehemaligen Brits – jetzt „Red Rifles“ einen LKW.
    Irina Zamenova holte einen gelben Sarka von Novodimitrovsk nach Prigorodki. Herz hatte ihn Jay abgekauft als Fahrschulfahrzeug, da der gute Schanki Fahrstunden nehmen wollte. Und was würde sich besser eigenen als ein beinahe unzerstörberer Sarka?

    Währenddessen Vandalismus in Elektro.
    Ein Unterstand abgebaut. Dabei hatten doch ninja2.00926 (UltrA) und Basti gerade erst alles schön aufgebaut. Man fasst es nicht…

    I.K.E.A. bastelte an einem Weihnachtsbaum, Einladung zu einer kleinen Weihnachtsfeier inklusive.

    Am Ende des Tages noch eine geraidetete Basis irgendwo in der Nähe von Gorka.
    Ein Humvee weg.
    Gerüchte. Namen. Verdächtigungen.
    Chicks, Silberfische, Hütchen, Berezino Union, Renegade-Bananen, Felix und Joni, Misha-Reste, I.K.E.A, KYS… jeder konnte, aber keiner wollte es gewesen sein.
    Nichts Greifbares.

    Viele Fragen, wenig Antworten.
    Die Stimmung kippte. Das konnte ja heiter werden.

    🐍Dienstag – 23.12.2025 – Eine Schlingel-Schlange schlängelt sich zurück

    🐍Dienstag – 23.12.2025 – Eine Schlingel-Schlange schlängelt sich zurück

    Der Tag begann damit, dass Herz-Aus-Gold von zwei Zombies gehetzt wurde.
    Nicht metaphorisch. Wörtlich und ganz klassisch: keuchend, kreuz und quer durch Prigorodki.

    Sie erzählte später, es sei einer dieser Momente gewesen, in denen man sich fragt, warum man morgens überhaupt aufgestanden ist. Die Zombies jedenfalls wirkten hochmotiviert. Herz-Aus-Gold weniger. Am Ende schaffte sie es zurück zum Camp, leicht genervt, leicht außer Atem und in genau der Stimmung, in der man wirklich keine Überraschungen mehr gebrauchen konnte.

    Natürlich wartete dort eine.

    Am Feuer und im Feuersteinkreis lagen Geschenke.
    Sauber platziert. Fast liebevoll.
    Es sah gemütlich aus. Weihnachtlich.
    Fast so, als hätte jemand kurz vergessen, dass wir uns in Chernarus befanden und nicht mitten in der Apokalypse.
    Herz-Aus-Gold war hin und weg. Solche Überraschungen hat man gern.

    Der freundliche Spender war schnell gefunden: SneakySnake .
    Oder, wie ich ihn mir intern notierte: Schlangenkind Schlangi Mc Schlangen Böse.
    Mit Augenzwinkern. Aber nur mit einem.

    Herz-Aus-Gold bemerkte außerdem, dass die Fahne wieder nach unten gezogen war. Schon wieder…. weniger gut.
    Ein Detail, das man übersehen konnte – oder als stillen Kommentar verstand. Während sie das noch einordnete, sah sie SneakySnake am Camp herumklettern. Er versuchte, in den Turm zu gelangen. Autotüren, Balanceakte auf Zäunen, Boosting. Alles dabei. Mit der Hartnäckigkeit eines Kindes, das überzeugt war, dass irgendwo schon ein Weg sein müsse, wenn man nur oft rauf und runterkletterte.

    Und dann hatte Herz-Aus-Gold diesen einen Moment.
    Den Geistesblitz.

    Sie fragte ihn direkt, ob er es gewesen sei, der die Fahne immer wieder herunterließ.
    SneakySnake bestätigte es im Chatfenster. Ja… SneakySnake war heute ein Chat-Bambi +. Ein mittelmäßig ausgestattetes Bambi, das nicht redete aber schrieb.
    Zum Glück ohne großes Theater. Sie erklärte ihm, dass das ein ziemlich alberner Streich war und dass dadurch die Unterstände und Strukturen sowie die Fahne gefährdet waren.
    Und er entschuldigte sich sogar.
    Man musste ihm lassen: Er log nicht.

    Man blieb noch gemeinsam am Camp, genoss den Anblick der Geschenke und dann zogen beide wieder weiter.

    Kurz darauf kam die nächste Meldung rein.
    In Nizhnoye waren zwei tote Bambis gefunden worden.

    BzU_GraveDigger, der Wirt im Rasthof der wiederkehrenden Seelen, stand vor einem Rätsel.
    Die Szene wirkte widersprüchlich.
    Es sah nach einem Kampf aus, aber irgendwie auch nach Selbstmord.
    Der eine hatte die Bandage des anderen.
    Beide waren tot. Aber die Körper lagen zu weit von einander entfernt.
    CCSI: Nizhnoye ermittelt.
    Beides passte nicht richtig zusammen.

    BzU_GraveDigger grübelte, ob sie überfahren worden waren. Gut möglich.
    Einvernehmlich eskaliert? Auch möglich.
    Am Ende blieb nur dieses ungute Gefühl, dass hier etwas passiert war, das niemand wirklich verstand.

    Und dann kippte die Stimmung endgültig.

    Ein ehemaliger Brite – einer von den Red Rifles mit der roten Armbinde - meldete sich wütend. Es war ItsSniper55 (SpacER). Seine Basis war geraidet worden. Als er ankam, war sie bereits offen und Sachen lagen auf dem Boden. Ordnung war keine mehr da. LKW auch nicht.
    Er war aufgeregt; verständlich. Und sofort begannen die Schuldzuweisungen.

    I.K.E.A, KYS, die Chicks, die Hütchen, Silberfische, vJoni und erschmadiebasics (Felix?), Berezino Union oder doch Irgendwelche Unbekanntes? Alles wurde genannt, aber nichts bewiesen.

    Besonders I.K.E.A. geriet unter Druck.
    „Gestern tauscht ihr uns noch einen LKW, heute raidet ihr uns!“, lautete der Vorwurf.
    Ein trojanisches Pferd, hieß es.

    dakel von I.K.E.A. reagierte sofort klar:
    IKEA raidet nicht einfach so und ohne Grund. Schon gar nicht friedliche Leute.
    Sie raidet nicht aus Bosheit.
    Wenn IKEA raidet, dann mit Plan, kontrolliert und zielgerichtet. Und sie standen zu den Raids, die sie durchführten.
    Und vor allem: Sie verschwendeten keine Munition für solche Spielchen.

    Herz-Aus-Gold stand wieder zwischen den Stühlen.
    Wie so oft.

    Es gab Andeutungen, dass die größte Gruppe ihre Finger im Spiel gehabt haben könnte. Und natürlich Spacer von Herz wissen, welche Gruppe das sei. Sie solle doch mal sagen, was sie wisse. Orakeln, einordnen, Namen nennen.

    Herz-Aus-Gold lehnte ab.
    Klar. Ruhig. Bestimmt.
    Erstens: Es war zu diesem Zeitpunkt schlichtweg nicht möglich zu sagen, welche Gruppe oder Fraktion nun die größte war. Sie spazierte nicht einfach in die Basen anderer Fraktionen, zählte dort Tore, Zelte, Fässer und Fahrzeuge und katalogisierte dann die Machtverhältnisse. Abgesehen davon sah sie es nicht ein, als Sprachrohr für Theorien und Anschuldigungen herzuhalten. Egal, was sie gesagt hätte, es wäre wieder auf sie zurückgefallen und sie wollte sich ein für alle Mal aus diesen Streitigkeiten heraushalten.

    „Das müsst ihr unter euch klären“, sagte sie sinngemäß.
    Und meinte es auch so.

    Und ich?

    Ich machte unterdessen Lootruns.
    Zu irgendwelchen Militär-Events.
    Ich sammelte Dinge, die niemandem mehr gehörten und deshalb nicht einfach rumliegen sollten. Es war eine willkommene Flucht vor dem Camp, vor den Vorwürfen, vor dem ständigen Grundrauschen aus Misstrauen und verletztem Stolz.

    Manchmal musste man Abstand nehmen, um nicht selbst Teil des Wahnsinns zu werden. Und an diesem Tag hielt das wirklich niemand mehr aus…

    🎄Mittwoch – 24.12.2025 – Anstand im Weihnachtsurlaub

    🎄Mittwoch – 24.12.2025 – Anstand im Weihnachtsurlaub

    Der Dienstag begann weihnachtlich. Also so weihnachtlich, wie es in Chernarus eben ging, wenn der Begriff „Besinnlichkeit“ als lose Empfehlung verstanden wurde.

    Die ehemaligen Briten – Red Rifles, Ex-Brits, wie auch immer man sie nennen wollte – beschlossen, ihre Basis in Elektro aufzugeben. Nach dem Raid erschien ihnen das logisch. Gute Idee: aus einer unsicheren Basis wegziehen. Blöde Idee: ausgerechnet nach Prigorodki. Ausgerechnet dahin, wo ohnehin schon jeder zweite Nerv blank lag.

    Besonders ItsSniper55 war in Hochform. Er kündigte an, das Camp notfalls „abzucampen“, um den Typen zu erwischen, der ihn im Zelt erschossen hatte. Präzise Planung sah anders aus. Ich machte ihm klar, dass jemand, der ernsthaft auf das Camp zielenwürde, nicht lange unbehelligt bliebe. Er grinste nur. Man werde ihn ja ohnehin nicht sehen. Ghillie. 900 Meter. Phänomenal große Worte und Reichweiten. Witzigkleine Realitätsnähe.
    Ich nahm es zur Kenntnis. Drohungen waren Drohungen. Und die musste man ernst nehmen, selbst wenn sie aus vertrautem Mund kamen.

    Auf den Straßen lagen Kürbisse. ItsSniper55 s Vorstellung von Aufräumen. Müllentsorgung nach Endzeitstandard. Bei der Gelegenheit bediente er sich auch an ein paar Brettern aus dem Camp. Für seine Basis. Später fragte er im Funkkanal nach Baumaterial. Ne Säge und so. Herz-Aus-Gold sagte, ob er im Camp keine gesehen habe, als er sich die Bretter geholt habe und erinnerte ihn ruhig daran, dass Fragen und ein einfaches Danke manchmal Wunder wirkten. Auch in der Apokalypse. Der Knilch hatte sich nämlich die Bretter einfach so gemopst. Mal wieder ganz @itssniper. Und ja, er entschuldigte sich. Mal wieder. Bot an, die Bretter zurückzugeben. Aber Herz winkte ab. Ein einfaches „Danke“ würde reichen.

    Dann wurde es unübersichtlich.

    Die Briten mit den roten Armbinden berichteten von einem Fremden, der durch das Industriegebiet von Prigorodki rannte, dicht gefolgt von Zombies. Und von zwei Briten mit roter Armbinde und sehr viel Tatendrang... Schwester Yeva entkam. Erst den Zombies, dann den beiden rotarmbandigen Verfolgern. Sie beobachtete, wie sie erfolglos nach ihr suchten, - nicht ohne ein süffisantes Lächeln - und kehrte anschließend in Richtung Camp zurück. Dort traf sie auf offenem Feld Basti und warnte ihn freundlich, aber bestimmt. Zwei schießfreudige Gestalten seien unterwegs. Kurz darauf bestätigten die Schüsse ihre Worte. Nicht auf Menschen. Auf Zombies. In Prigorodki. In Camp-Nähe. Eine brillante Idee, wenn man Eskalation wie Treuepunkte sammelte.

    Die Eskalation ließ nicht lange auf sich warten. Schüsse locken nun mal andere Schützen an.

    ItsSniper55 wurde erschossen.
    Mitten beim Bauen in seiner Basis.
    Von einem nicht näher bezeichneten Individuum, das ständig Action suchte und nach Aussage von Basti der Meinung war, „Gefahren“ aktiv beseitigen. Nein, ich war’s nicht. Auch Schwester Yeva nicht. Und Herz-Aus-Gold schon dreimal nicht.

    Zwischen all dem Chaos gab es einen seltenen, fast leisen Moment. erschmadiebasics (Felix) näherte sich Herz wieder an. Entschuldigte sich. Schadensbegrenzung, vermutlich. Aber selbst Schadensbegrenzung war besser als offener Bruch. Man konnte wieder reden, ohne dass jemand sofort eine Waffe auf den anderen richtete. Und das war gut.

    In Solnichniy meldete Olga dann Vandalismus am Camp. Dinge wurden rausgerissen und auf dem Boden verteilt. Sie räumte auf und reparierte den Schaden. Herz-Aus-Gold dankte.

    Und dann der Vorfall, der dem ganzen Tag die Krone aufsetzen. Zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Kann man offline Raids steigern? Ja! Offline Raids an Weihnachten. Heiligabend. Zur Bescherungszeit. Wenn alle mit ihren Familien und Freunden zusammensitzen. Dann ist es doch eine super Idee, mal bei den Nachbarn einzusteigen… man kennt es ja.
    Und ich hatte ja sowas geahnt. Also nahm das Schicksal seinen Lauf.

    Am Abend, mitten in der Bescherung, entschloss ich mich, nach dem Camp zu sehen. Vorsichtshalber. Ich nahm einen Umweg über den Nordwald. Kaum dort angekommen, hörte ich Explosionen oder Schüsse. Schwer zu sagen. Jedenfalls hatte jemand da wohl eine Basis ins Visir genommen und ich ahnte, wem sie gehörte…

    Ich gab Alarm. Aber klar, keiner meldete sich. War ja auch mitten an Weihnachten.
    Aus sicherer Entfernung beobachtete ich, aber sah niemanden. Nur ab und an ging ein Tor auf. Die nahmen die Basis wohl aus wie ne Weihnachtsgans…
    Dann endlich antwortete Locke. Ich erklärte ihm alles und wartete, bis sich die Lage etwas beruhigt hatte. Dann zog mich zurück. Weihnachten und so. Versteht mich nicht falsch. Das war keine Feigheit, sondern es hatte handfeste Kapazitätsgründe.

    Später wurde klar, was passiert war.
    Zwei bis drei Typen mit Hexenhüten und schwarzen Armbinden waren gekommen, um bei Locke und Basti einzubrechen. Ausgerechnet bei Basti von allen guten Menschen hier… Unser Chernarus hieß ihn wirklich richtig willkommen.

    Basti nannte es "unchristlich".
    Ich nannte es stilvoll im Funk den „Gipfel der Scheißigkeit“.

    Locke verteidigte, was zu verteidigen war. Der Kern seiner Basis blieb unangetastet. Er selbst wurde aber tödlich getroffen. Die Berezino Union rückten etwas später mit NiggoB und janinesta (Selina) nach. Die Situation wurde geklärt. Ein Täter gestellt. Einer auf der Flucht. Und vermutlich war da draußen noch irgendwo ein dritter. Hinweise deuteten jedenfalls darauf hin und drei klingt in solchen Geschichten immer besser als zwei. Die Hexenhüte waren also wieder da. Keine „Hütchen“. Dafür war es zu früh am Abend.

    Aber das war es noch nicht alles für den Weihnachtsabend.
    In der Nacht versuchten nämlich noch die Hütchen im Norden das namenhafte Möbelhaus zu knacken. Klassischer Wachturm-Raid, wie es schien. Grüner Ada kaputtgeschossen. Zwei Autos entwendet, darunter ein weißer Ada namens „RENATO“ und außerdem Herbie, Selinas roter Gunter. Es war zum Glück nicht ihr blauer „HERBERT“, aber ich hoffte trotzdem, sie würde nicht wieder anfangen Seile aus irgendwelchen Gedärmen zu knüpfen und dabei manisch zu singen…

    Alarm. Gegenwehr. Ein Helfer griff ein. Einer dieser Menschen, die rein zufällig und ohne bestimmten Grund immer dort sind, wo es brennt. Man kennt es ja. Kam leider zu spät an den Ort des Geschehens und wollte den Hütchen den Weg abschneiden. Dummerweise lag ne Mine im Weg… gab nen ziemlichen Knall. Aber mit geschientem Bein schleppte sich der unermüdliche Helfer in der Not vorwärts und verschloss die Basis provisorisch wieder. Alles wurde verstaut, der Inhalt des ruinierten qualmenden Autos gesichert und dann auf dem Dach Stellung bezogen. Es dauerte nicht lange, da kam der weiße Ada mit zwei Insassen zurück. Ein Schuss, ein Treffer. Dummerweise auf den Beifahrer, der Fahrer entkam und sein Kumpel schien nur bewusstlos zu sein. Ein Jammer. Aber zumindest hatten die Hütchen nun verstanden: Heute Abend läuft hier nichts mehr. Kamen dann auch nicht wieder.

    Der Raid wurde gestoppt.
    Die Basis gesichert.
    Der Helfer zog sich zurück.
    Manche Abende endeten eben so.

    Memo an mich selbst: Beim nächsten Date gehen wir bitte wieder zu mir, Niggo.
    Ist mir zu gefährlich bei dir…


    –🎁Donnerstag – 25.12.2025 – Wunden lecken und andere Weihnachtsrituale

    🎁Donnerstag – 25.12.2025 – Wunden lecken und andere Weihnachtsrituale

    Es war kein Tag der großen Taten.
    Es war ein Tag des Wundenleckens.
    So einer, an dem man morgens aufstand, in den Spiegel schaute – sofern man einen hatte – und feststellte, dass man erstaunlich lebendig aussah für das, was die letzten Tage angerichtet hatten.

    Sogar „Last Hope“ stand noch, auch wenn der Ofen aus war. Buchstäblich, denn jemand hatte ihn abgebaut. Einfach so… Basti meinte anteilnehmend, jemand habe bestimmt die Steine für das Grab seiner verstorbenen Mutter gebraucht und vor lauter Kummer nicht darauf geachtet, dass die eigentlich zum Gemeinschaftsofen gehörten. Klar. Bestimmt.
    Außerdem wurde dort Tetracyclin konsumiert, als wäre es Hustenbonbons zur Erkältungszeit. In rauen Mengen. Beunruhigend großen Mengen. Die Berezino Union hatte großzügig Tetra nach Last Hope gebracht, aber nun waren alle Tabletten wieder weg.
    Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass unsere Bakterien vermutlich gerade kollektiv beschlossen, immun zu werden. Hyperdesensibilisiert. Abgehärtet. Unbeeindruckt.
    Vielleicht war es langfristig keine brillante Idee, Antibiotika offen zugänglich zu lagern…
    Oder vielleicht doch?
    Wir würden es irgendwann herausfinden.

    "Lost Hope" "Last Hope" bekam etwas später wieder einen Steinofen.
    Und dann passierte etwas, womit wirklich niemand gerechnet hatte:
    Greeny_29 von den Silberfischen tauchte auf. Plötzlich. Typisch Silberfisch. Aber er fiel nicht über die restlichen Vorräte und Unterstände her, sondern spendete ein mittelgroßes Zelt. Einfach so. Offenbar hatte selbst das grüne Silberfischchen kurz die weihnachtliche Stimmung erwischt.

    Als wäre das noch nicht genug, wurde aus einem Silberfisch mehrere und aus einem Zelt später auch noch ein weiteres Militärzelt. Zwei Zelte. An einem Tag gespendet.
    Ich notierte mir innerlich, dass Chernarus manchmal seltsame Wege fand, Balance herzustellen.

    Ich wollte auch was Nützliches tun und machte mich auf Autosuche.
    Herz-Aus-Gold auch und so ziemlich jede Gruppe oder Fraktion suchte bewusst oder unbewusst mit. Hatte schon fast komische Züge…
    Drei Fahrzeuge waren ja immerhin beim Hütchen-Raid an I.K.E.A. geklaut worden, und Autos verschwanden bekanntlich nicht einfach. Sie wechselten nur den Besitzer und den Aufenthaltsort. Meistens irgendwo in Richtung Wald. Wir hatten da so eine Ahnung, manche Muster wiederholten sich. Und weil wir diese Ahnung hatten, klapperten wir die klassischen Verstecke ab.

    Und dann hatte ich einen dieser Momente, in denen sich alles kurz richtig anfühlte.
    Ich fand "HERBIE".
    janinesta s (Selinas) "HERBIE".
    Rot mit blauen Türen, zwischen grünen Tannen.
    War tatsächlich schwer zu übersehen, der Gute. Ich glaube er war auch froh, mich zu sehen. Ich machte ihn flott und brachte ihn in den Süden. Er schnurrte wie ein verschmustes Kätzchen.
    Im Süden angekommen fragte ich janinesta (Selina), ob wir nicht tauschen konnten. Herz hatte ja noch den schwarzen Gunter mit roten Türen von Woche eins und so tauschten wir.

    Jetzt gab es also zwei rote Gunter im Besitz von Herz-Aus-Gold Gold.
    Zwei Herzmobile.
    Das eine hieß "FREUNDSCHAFT"
    Das andere "HERBIE".
    Ordnung im Chaos. Wenigstens irgendwo. Und natürlich wusste sie auch schon wieder genau, was sie mit den beiden anstellen wollte.

    Pinky, Locke und Herz-Aus-Gold besuchten „Last Hope“.
    Ich blieb in Bewegung.

    Und irgendwo draußen hatte ein nicht näher bezeichnetes Individuum, das immer auf der Suche nach Action war, ebenfalls Glück. Ein grüner Ada tauchte bei Tri Kresta auf. Frisch gespawnt. Sofort flottgemacht. Dinge liefen manchmal erstaunlich glatt – wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

    Am Abend saßen wir bei „Last Hope“ zusammen. Die Silberfische kamen vorbei, wie versprochen, mit den Zelten. Es war ruhig. Nicht friedlich im klassischen Sinn, aber… leiser. Ein Hauch von Besinnlichkeit. Kurz. Fragil.

    Später, tief in der Nacht, fuhr ich mit dem Boot an der Küste entlang Richtung Berezino. Vorsorglich. Man wusste ja nie, ob die Hütchen wieder unterwegs waren und dieses Mal an der Ostküste wüten wollten. Auf Höhe Solnichniy sah ich zwei Fahrzeuge. Eine schwarze Olga und etwas weiter weg noch ein zweites Auto. Ada? Gunter? Schwer zu sagen. Ich folgte ihnen eine Weile auf dem Wasser.

    Als ich den Sichtkontakt verloren hatte, meldete Basti einen Gunter, der am Camp in Prigorodki vorbeifuhr. Blau? Schwarz? Augenzeugenberichte widersprachen sich.

    Herz-Aus-Gold war zu diesem Zeitpunkt bei „Last Hope“ geblieben. Versteckt in der Nähe. Sie sah die Autos ebenfalls vorbeifahren. Und brachte Ordnung in das Durcheinander:
    Es war ein schwarzer Gunter mit blauer Tür und eine schwarze Olga.

    Sie zog sich zurück für die Nacht. Jemand berichtete noch ein Lagerfeuer gesehen zu haben, an dem Ort an dem Basti einst gewohnt hatte, bevor KYS ihn „besucht“ hatte. Ein einzelner Punkt Licht in der Dunkelheit. Konnte alles bedeuten. Oder nichts.

    Später kam die Meldung, dass die zwei Autos wiedergefunden worden waren. Ganz in der Nähe. Der schwarze Gunter wurde abgeholt und stellt euch vor: Jemand hatte die Dreistigkeit besessen, die schwarze Olga einfach gegen die eigene "SCHROLGA" auszutauschen. Auch schwarz. Der Schlingel legte alles wieder ordentlich in den Kofferraum, parkte die beschädigte Olga und nahm die in besserem Zustand mit. Neu gegen alt… ein Autotausch auf Endzeitniveau. Ich konnte mir nicht helfen – ich war gleichermaßen beeindruckt und sprachlos.

    Ob das den ursprünglichen Besitzern gefallen würde?
    Unwahrscheinlich.

    💥Freitag – 26.12.2025 – Alte Bekannte und neue Verluste

    💥Freitag – 26.12.2025 – Alte Bekannte und neue Verluste

    Manchmal hat Chernarus ja diesen ganz eigenen Sinn für Humor.
    Am 26. Dezember bestand er darin, alte Gesichter wieder aus der Versenkung zu holen.

    Ich traf Monty Burns Burns am Camp.
    Ja. Den Monty Burns.
    Den Monty, den ich letzte Season schon gesehen hatte.
    Und die Season davor auch.
    Den Monty, der damals mit seinem Kumpel gemütlich im Haus grillte und dessen Kumpel voller Kuru loslachte, als wir uns das erste Mal trafen… Ja der hatte Menschenfleisch gegessen.
    Und genau dieser Monty stand nun wieder vor mir.

    Lebendig. Unversehrt.
    Allerdings als Chat-Bambi. Sprach nicht, schrieb nur.
    Und ihm ging es offenbar gut.
    Das musste man in Chernarus ja schon als Erfolg verbuchen.

    Er stattete sich aus und zog weiter und auch ich patrouillierte ein wenig, folgte einer Spur – vermutlich ein anderer Überlebender, aber die Spur verlief sich.
    Wie so viele Dinge in diesen Tagen. Nichts Greifbares. Kein Abschluss.

    Dann begannen die Meldungen.
    Und ich dachte mir – nicht zum ersten Mal - ernsthaft: Wir brauchen ein Tom-Register.

    Zuerst kam die Nachricht aus Berezino:
    Tom war geraidet worden. Der „Wundbrand“-Tom ( sloptork )
    Der, der inzwischen mit der Berezino Union gemeinsame Sache machte.
    Ihm war eine nicht unerhebliche Menge Sprengstoff gestohlen worden.
    Dazu Munition. Nägel. Alles, was man definitiv nicht verlieren wollte.

    Die übliche Leier begann sofort.
    Hütchen?
    Chicks?
    Silberfische?
    Irgendwer anderes?
    Misha-Reste?
    Man wusste es nicht. Man wusste nie etwas. Nur, dass es wieder passiert war.

    Kaum war das verarbeitet, kam die nächste Meldung:
    Die Britischen Red Rifles seien eventuell geraidet worden. In Prigorodki.

    Ich sah mir die Sache an.
    Da stand wirklich nur noch ein Rahmen und merkwürdig platzierte Baumstämme.
    Ich schickte Crippsy ein Foto und fragte nach.

    Antwort: Nein. Kein Raid.
    ItsSniper55 baute einfach nur so.
    Achso… das war seine Art absolut raidsicher oder zumindest „so schwer zu raiden wie möglich“ zu bauen. Zu seiner Verteidigung: er hatte ja keine Säge gehabt…
    Improvisation auf Red-Rifle-Art.

    Immerhin lag am Camp jetzt eine zusätzliche Säge für ihn bereit.

    In der "Rostigen Axt" kontrollierte ich anschließend unsere Bestände.
    Und stellte fest: Unsere Kisten waren weg.
    Alle.
    Na toll.

    Zwischendurch spendete Lady Bitstorm Blut am Camp. Ich dankte und fuhr sie danach im gelben Sarka quasi als Taxi nach Berezino.
    Kleine Gesten. Große Wirkung.
    Zumindest für den Moment.

    Später traf Pinky Vader – bei Staroye, beim Weihnachts-Event. Vader hätte Pinky vermutlich erschießen können, aber er war freundlich.
    Jammet scherzte, ob sie denn auch Geschenke ausgetauscht hätten.
    Ich vermutete, dass sie sich gegenseitig am Leben gelassen hatten war das wertvollste Geschenk.

    Dann kam die nächste schlechte Nachricht aus dem Norden.
    Und wieder hieß der Betroffene: Tom.

    Diesmal Cable98 .
    Der Bürgerservice-Tom aus Tishina.
    Auch geraidet.
    Auch an den Weihnachtsfeiertagen.

    Selbst vor Behörden machte man keinen Halt mehr.
    Oder gerade deswegen.

    Am Camp traf ich später selbst auf Vader.
    Ich unterhielt mich auch kurz mit ihm, dann rannte er weiter. Tja und Herz und ich begannen, das Camp auf „Winterschlaf-Modus“ umzustellen.

    Die nächsten Tage wollten wir Abstand.
    Ein bisschen Ruhe.
    Seele baumeln lassen.
    Nicht ständig Alarm, Verdacht, Verlust.

    Also wurde alles so verlustsicher wie möglich gemacht.
    Und dazu gehörte auch die Fahne.

    Die Refuge-Fahne wurde abgenommen.
    An ihrer Stelle wehte nun eine Zombie-Fahne.
    Pragmatisch. Unauffällig.
    Und doch eindeutig.

    Die Kenner würden das Camp auch so erkennen.
    Mit oder ohne Fahne.

    🏝️Samstag – 27.12.2025 – Weitere Raids und Urlaubsträume

    🏝️Samstag – 27.12.2025 – Weitere Raids und Urlaubsträume

    Der heutige Tag begann für mich offiziell im Urlaub.
    Inoffiziell natürlich nicht.
    Denn auch wenn man selbst nicht anwesend war, fand Chernarus immer einen Weg, einem trotzdem Arbeit zu machen.

    Vorweg: Alles, was ich über diesen Tag weiß, weiß ich vom Hörensagen. Ich war nicht dabei. Ich kann nichts prüfen, nichts bewerten, nichts gerade ziehen. Ich kann nur zuhören, sortieren und mir denken, dass das hier wieder einer dieser Tage war, an denen Abwesenheit nicht vor Eskalation schützte.

    Der Tag begann mit einem Knall.
    Und zwar bei der Berezino Union – direkt im Hauptquartier.

    Sie meldeten einen Raid-Versuch. Zwei Personen seien gestellt worden. Rucksäcke mit Nägeln und Sprengstoff habe man im Wald gefunden. Herz kommentierte trocken, die beiden hätten vermutlich nur angeln wollen. Mit Sprengstoff. Selbstverständlich. Für besonders widerspenstige (Silber-)Fische.

    Mittags krachte es dann erneut in Berezino. Ein weiteres Gefecht. Das Camp hielt stand. Nur ein Unterstand war abgebaut worden. Nichts, was man nicht reparieren konnte. Trotzdem nervig. Vor allem an den Feiertagen, wenn eigentlich niemand Lust auf Daueralarm hatte.

    Dann kam die nächste Meldung:
    LadyBitStorm – das Fräuele – war aus ihrer weißen Olga geschossen worden.
    Natürlich bei Solnichniy.
    Wo auch sonst?

    Pinky meldete später, dass Prigorodki ruhig geblieben sei. Fast schon verdächtig ruhig. Währenddessen machten sich @Jammet, S-TLK und er auf den Weg Richtung NWA. Konvois ablaufen. Nacht­sichtgeräte organisieren. Überblick behalten. Irgendjemand musste es ja tun.

    Sie arbeiteten sich Richtung Airfield vor.
    Vorbei an Konvois.
    Vorbei an Helikopter-Abstürzen.
    Nichts Besonderes.
    Zelte wurden durchsucht.
    Dann das Flugzeug.
    Die Abwurfstelle.

    Alles schien leer. Kein Überlebender. Also rein in die Container. Sichern, was zu sichern war.

    Und genau dann tauchte ein Fremder auf.

    Er wirkte zunächst ratlos.
    Und damit begann das klassische Dilemma:
    Grüßen?
    Abwarten?
    Schießen?

    Aber das hier war kein Waldweg.
    Kein Brunnen.
    Kein Camp.
    Es war ein verdammtes Militärgebiet.

    Jammet scopte und meldete, der Fremde ziehe eine Waffe. In dem Moment entschieden sich S-TLK und Pinky zu schießen. Treffer. Der Fremde ging bewusstlos zu Boden. Stand wieder auf. Jammet schoss nach – ohne Treffer. S-TLK beendete die Situation endgültig.

    Wer der Fremde war, wusste niemand.
    Ob er feindlich gesinnt war, wusste auch niemand.

    Natürlich kamen danach die leisen Zweifel. Man hätte vielleicht reden können. Vielleicht fragen. Vielleicht deeskalieren. Aber ich konnte mir den Gedanken nicht verkneifen, dass man, wenn man freiwillig ins Airfield ging, sehr genau wusste, worauf man sich einließ. Genauso gut hätten sie es selbst sein können, die dort liegen geblieben wären.

    Der Loot war nicht nennenswert.
    Die Aufregung dagegen schon.

    Und so endete der siebenundzwanzigste Dezember.

    🛏️Sonntag – 28.12.2025 – Ruhetag… angeblich.

    🛏️Sonntag – 28.12.2025 – Ruhetag… angeblich.

    Zum 28. Dezember kann ich tatsächlich mal nicht viel sagen.
    Und das allein ist schon bemerkenswert.

    Es schien ein Ruhetag gewesen zu sein.
    So ein echter.
    Nicht die Sorte Ruhe, bei der man später feststellt, dass man nur zufällig nicht hingeschaut hat, sondern eher die Art von Stille, die entsteht, wenn alle gleichzeitig beschlossen haben, ihre Kräfte zu sammeln. Oder ihre Nerven. Oder beides…

    Vielleicht ist auch einfach niemand zu mir gekommen und hat mir erzählt, was passiert ist. Das wäre ebenfalls eine plausible Erklärung. In Chernarus weiß man nie so genau, ob einfach nichts passiert ist – oder ob man nur nicht auf der Verteilerliste steht. Aber ehrlich gesagt: Ist mir egal.

    Die Camps stehen noch.
    "Lost Hope" steht.
    Prigorodki steht.
    Nichts brennt.
    Nichts fehlt in auffälligem Ausmaß.
    Keine Stimme übers Funkgerät schreit mich an.

    Urlaub…
    Selbst in der Apokalypse darf man sich das offenbar mal erlauben.

    Damit endete diese Weihnachtswoche.
    Eine Woche voller Raids.
    Voller Gerüchte, Eskalationen, Fehlentscheidungen und… nennen wir es mal improvisierter Moral.

    Und ich hofft – ganz leise, ganz unauffällig –,
    dass die nächste Woche vielleicht ein kleines bisschen entspannter werden wird.

    Fazit…

    Und damit, liebe Zuhörenden, Feiertagsüberlebende, moralische Improvisationstalente, Bambis mit schlechtem Timing, Altlasten mit gutem Gedächtnis,
    Silberfische auf Stippvisite, Möbelhausbetreiber mit Bauplänen, Gelegenheitssamariter, Armbindenwechsler und alle, die diese Woche gelernt haben,
    dass Weihnachten kein Schutzschild ist – das war sie.
    Diese Woche.

    Eine Woche, in der Anstand allem Anschein nach auch Urlaub hatte und sich niemand so recht zuständig fühlte, ihn zu vertreten.
    Mit Raids zwischen Bescherung und Bettkante.
    Mit Autos, die verschwanden, wieder auftauchten und plötzlich neuen Leuten gehörten.
    Mit Zelten, die Hoffnung gaben und Schüssen, die Vertrauen erschütterten.

    Es war eine Woche, in der man viel erklärte und wenig sicher wusste.
    In der Entscheidungen getroffen wurden, weil irgendwer etwas tun musste –
    und sich im Nachhinein alle fragten, ob genau das wirklich die beste Idee gewesen war.

    Herz-Aus-Goldtat, was Herz immer tut:
    Sie hielt zusammen, wo andere auseinander liefen.
    Sie baute, vermittelte, sprach ruhig, wenn es lauter wurde, und nannte Dinge beim Namen,
    ohne sie unnötig zu verschönern.

    Und ich?
    Ich hörte zu.
    Nicht nur dem Funkverkehr, sondern den Pausen dazwischen.
    Ich merkte mir, wer plötzlich sehr still wurde und wer auffällig viel erklärte.
    Ich sortierte Stimmungen, legte Berichte nebeneinander und zog Linien, wo andere lieber im Nebel blieben.

    Mit trockenem Kommentar.
    Mit einer Augenbraue, die sich selten ohne Grund hob.
    Und mit einem Funkgerät, das selten Antworten liefert, aber erstaunlich zuverlässig verrät, wann etwas kippt.

    Wenn ihr mich braucht, ich bin irgendwo zwischen Weihnachtsfrieden und Neujahreskrachen, mit einer Pipsi, die inzwischen lauwarm geworden ist, (Warum immer ich?)
    und einer Geduld, die diese Woche mehr mitgemacht hat als ihr lieb war.

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 - Ende


    🎞️VIDEOBEITRAG (ab Sonntag, 04.01.2026, 18:00 Uhr):

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    Kein Held. Entbehrlich. Aber verdammt nützlich.