Gebrochen, aber nicht besiegt
Normalerweise bringt uns nichts aus der Ruhe – der Regen nicht, der Hunger nicht, und schon gar nicht der Schuss in der Ferne.
Aber gestern... gestern war anders.
Wir wurden überfallen. Mal wieder … am helllichten Tag!
Ein Heim, das mit Schweiß und harter Arbeit aufgebaut wurde.
Ein Ort der Sicherheit – zerstört und ausgeraubt.
Das schlimmste – ein Bruder – gefallen.
Es war ein Moment, in dem uns klar wurde: In dieser Welt zählt ein Wort fast nichts mehr …
Versprechen verblassen, wenn man ein paar Meter weiter um die Ecke geht.
Was haben "wir" schon, was diese Gauner, Banditen und Herumtreiber nicht sowieso schon haben?
Um was geht es? Um den Kick jemanden Schaden zuzufügen? Um des Mordens wegen? Um zu zeigen: Wir haben die größten "cojones" ?
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Manche meiden die Dunkelheit, weil sie Angst haben.
Ihr sucht sie, weil Ihr es genießt, wenn ANDERE Angst haben.
Im Licht müsst Ihr so tun, als wärt Ihr gut.
In der Dunkelheit reicht es, zu sein, was Ihr seit:
Raubtiere. Dunkle Schatten. Mörder.
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Aber: Wir sind noch hier.
Dank der stillen Helfer – Freunde im Schatten, deren Namen wir aus Sicherheitsgründen und zum Schutz vor Repressalien nicht nennen – konnte der Rest des "liebevoll verstreuten" Lagergutes wieder aufgesammelt werden.
Sie haben uns nicht vergessen. Sie haben geholfen. Dafür schulden wir ihnen mehr als nur ein Dankeschön.
Ein Gedanke, der nicht loslässt …
In Chernarus gibt es viele Gefahren: Hunger, Zombies, skrupellose Zeitgenossen …
Damit rechnen wir. Dafür sind wir bereit.
Aber in letzter Zeit geschieht etwas, das nicht ins Bild passt.
Es passiert fast immer dann, wenn wir "fernab der Heimat" sind.
Zufall? Vielleicht.
Taktik? Möglich.
Aber eine andere Sache schleicht sich immer öfter in unsere Gedanken – leise, aber hartnäckig:
Gibt es einen Verräter?
Einen Maulwurf?
Jemand, der die "Funknachrichten" missbraucht?
Jemand, der mehr weiß, als er sollte?
Wir hoffen, dass es nicht so ist.
Wir wollen daran glauben, dass wir uns irren.
Aber in einer Welt wie dieser …
… zählt nicht nur, wem du vertraust – sondern auch, wer dich längst verkauft hat.
Wir beobachten.
Wir hören zu.
Wir deuten Zeichen.
Wir sind nicht mehr ganz dieselben. Es gibt Risse.
Aber in diesen Rissen wächst etwas. Entschlossenheit. Loyalität. Feuer.
Die Bereitschaft, Dinge zu tun, die wir nicht tun wollen … aber nötig sind.
-- Nicht alles, was bricht, bleibt zerstört.
-- Manches wird härter. Manches wird klarer.
Wir haben eine Schlacht verloren, ja. Aber wir haben nicht aufgegeben.
Und das macht den Unterschied.
Die Berezino Boys