Zu beginn - Frohes neues Jahr!
Heute scheint Tag des Feedbacks zu sein, Inspiration dafür fand ich durch den Post von Kueken . Danke dafür. 
Ich möchte mich dem vorherigen Feedback in seiner Grundhaltung (Also Kuekens) anschließen.
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, Kritik um der Kritik willen zu äußern oder Diskussionen zu provozieren.
Ich bin kein Fan von Stillstand – nicht, weil alles schlecht wäre, sondern gerade weil vieles gut funktioniert und man das Gefühl hat: Da geht noch mehr.
Feedback zu formulieren ist nie ganz angenehm, weder für die schreibende noch für die lesende Seite. Trotzdem sehe ich es als die sinnvollste Möglichkeit, Dinge anzusprechen, die einem als Spieler auffallen – in der Hoffnung, dass sie gehört und eingeordnet werden.
Mir ist bewusst, dass Serverbetrieb, Administration und Moderation viel Zeit, Nerven und Engagement kosten. Ebenso ist mir klar, dass nicht jede Idee umsetzbar oder sinnvoll ist. Alles Folgende basiert daher auf meinem persönlichen Empfinden als Vanilla-Spieler, nicht auf Anspruch oder Forderung.
Einige Punkte sind bewusst positiv, andere kritisch – beides gehört für mich zu ehrlichem Feedback dazu. Ich spreche dabei niemanden persönlich an, sondern beschreibe Beobachtungen, die sich über längere Zeit bei mir verfestigt haben. Mittlerweile habe ich ja doch fast 2000 Spielstunden auf GDZ gesammelt
.
Mit diesem Kontext möchte ich nun auf ein paar Themen eingehen, die mir aktuell besonders auffallen.
Wahrnehmung von Feedback-Kultur & „Unaussprechlichen Themen“
Ein Punkt, der mir persönlich besonders am Herzen liegt, betrifft weniger konkrete Servermechaniken, sondern vielmehr die Art und Weise, wie Feedback innerhalb der Community wahrgenommen und weitergegeben wird.
Es entsteht stellenweise das Gefühl, dass gewisse Themen besser gar nicht erst angesprochen werden sollten.
Nicht, weil sie irrelevant wären, sondern weil in der Community häufig vermittelt wird:
„Sprich das lieber nicht an, das führt nur zu Diskussionen.“ oder
„Das hat schon jemand versucht – danach gab es nur Streit.“
Man überlegt zweimal, ob man ein Thema anspricht, selbst wenn es einen über längere Zeit beschäftigt.
Nicht aus Angst vor Sanktionen, sondern aus der Sorge, eine endlose Diskussion loszutreten oder als „Nörgler“ wahrgenommen zu werden.
Das finde ich schade – nicht, weil man jedes Thema endlos ausdiskutieren müsste, sondern weil dadurch wertvolle Perspektiven möglicherweise gar nicht erst ausgesprochen werden. Gerade konstruktives, sachlich formuliertes Feedback sollte aus meiner Sicht immer Platz haben, auch wenn das Ergebnis am Ende „nicht umsetzbar“ lautet.
Vielleicht würde es helfen, wenn bei bestimmten Themen – insbesondere bei solchen, die regelmäßig wiederkehren – sichtbarer kommuniziert wird, warum etwas so ist, wie es ist, oder warum bestimmte Vorschläge bewusst nicht umgesetzt werden. Eine klare Antwort ist oft hilfreicher als gar keine, selbst wenn sie nicht die erhoffte ist.
Feedback – Beobachtungen & Anregungen aus Vanilla-Sicht
Spielerzahlen auf dem Vanilla-Server
Ein Thema, das mir schon länger auffällt, sind die stark schwankenden Spielerzahlen auf dem Vanilla-Server. Natürlich gibt es Hochphasen – insbesondere dann, wenn größere Clans online sind. In der letzten Season waren dafür Banana Ops und MISA ein sehr gutes Beispiel. Mit jeweils fünf bis zehn aktiven Spieler:innen haben sie spürbar Leben auf den Server gebracht.
Abseits dieser Zeiten entsteht jedoch häufig das Gefühl, dass der Server vergleichsweise dünn besiedelt ist – gerade für einen Vanilla-Server, der eigentlich durch seine Zugänglichkeit und seinen „klassischen“ DayZ-Charakter punkten sollte.
Mein Eindruck ist, dass hier durch gezielte Anpassungen an Servereinstellungen oder Rahmenbedingungen möglicherweise eine stabilere Grundpopulation erreicht werden könnte. Ich maße mir nicht an, zu wissen welche Stellschrauben konkret die richtigen wären – aber ich glaube, dass das Thema grundsätzlich Potenzial bietet.
Keine Raidzeiten / Dominanz von Offline-Raids
Das für mich persönlich schwierigste Thema ist das Fehlen von festen Raidzeiten.
Mir ist bewusst, dass dieses Thema seit jeher polarisiert und es valide Argumente gegen feste Zeiten gibt – etwa für Spieler:innen im Schichtdienst oder mit sehr unregelmäßigen Spielzeiten.
Trotzdem überwiegt für mich der Eindruck, dass aktuell der Großteil der Raids außerhalb üblicher Online-Zeiten stattfindet. Offline-Raids scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Wer nicht bereit ist, seinen Schlafrhythmus bewusst „querzulegen“, läuft regelmäßig Gefahr, über Nacht – teilweise in sehr frühen Morgenstunden – komplett ausgeraubt zu werden.
Das wirkt sich aus meiner Sicht nicht nur auf die Motivation einzelner Spieler aus, sondern auch auf langfristigen Basebau und Bindung an den Server. Ich habe das Gefühl, dass hier eine Minderheit (Spieler mit extremen Spielzeiten) stärker ins Gewicht fällt als die Mehrheit, die zu klassischen Abend- oder Wochenendzeiten aktiv ist.
Ich verstehe, dass es keine perfekte Lösung gibt. Dennoch wäre es aus meiner Sicht zumindest wert, dieses Thema regelmäßig zu reflektieren oder alternative Schutzmechanismen zu diskutieren.
Wahrnehmung von Vanilla innerhalb der Community
Als Vanilla-Spieler hat man stellenweise das Gefühl, eher das „fünfte Rad am Wagen“ innerhalb der Community zu sein.
Ich halte das nicht für böse Absicht – vielmehr ist es absolut nachvollziehbar, dass die modded Server einen besonderen Stellenwert haben. Dort steckt sichtbar sehr viel Liebe, Arbeit und Individualität drin, und das merkt man.
Trotzdem entsteht gelegentlich der Eindruck, dass Vanilla eher „mitläuft“, während Innovation, Feinschliff und Weiterentwicklung primär in den modded Bereich fließen. Gerade weil Vanilla für viele Spieler:innen (inklusive mir) eine bewusste Entscheidung ist und nicht nur ein Einstieg, wäre es schön, wenn dieser Bereich sich nicht wie ein Nebenschauplatz anfühlen würde.
Waffen-Skins (Mosin, M4, AK, etc.)
An dieser Stelle ganz klar ein großes Lob:
Die neuen Skins für Mosin, M4, AK und Co. sind für mich ein absolutes Highlight. Das ist eine Änderung, die den Vanilla-Charakter nicht verwässert, aber trotzdem spürbar Frische und Identität reinbringt.
Ein Wunsch, den ich persönlich schon lange hatte – und der meiner Meinung nach sehr gelungen umgesetzt wurde.
Serverperformance & Lags
In Bezug auf Lags und Serverstabilität habe ich insgesamt sehr wenig zu beanstanden. Abgesehen von bekannten Ausnahmen – etwa dem regelmäßigen Lag um ca. 17:00 Uhr, bei dem man kurzzeitig mehrere Sekunden „zurückgesetzt“ wird (Was ist das?!
) – läuft der Server für mich sehr stabil.
Lags, die auftreten, lassen sich in der Regel klar zuordnen (eigener PC, extrem große Basen, bekannte Lastspitzen). Besonders positiv möchte ich hervorheben, dass Tickets zur Serverperformance ernst genommen und meist zügig bearbeitet werden. Das schafft Vertrauen.
Community & Austausch
Die Community selbst empfinde ich als einen der größten Pluspunkte des Servers.
Der Discord ist aktiv, man kann sich gut vernetzen, Fragen stellen, Gruppen finden oder einfach am Geschehen teilhaben. Es ist selten „tot“, und das trägt viel zur Langzeitmotivation bei.
Regeln & Basebau
Auch die Serverregeln empfinde ich als klar und nachvollziehbar. Gerade im Bereich Basebau lässt sich viel umsetzen, ohne ständig Angst zu haben, gegen unklare Grauzonen zu verstoßen.
Das gibt Freiheit, Kreativität und – ganz ehrlich – genau das, was mir an DayZ besonders Spaß macht.
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Alter, was ne dicke Wurst.. 
Abschließend möchte ich betonen, dass dieses Feedback nicht aus Unzufriedenheit entsteht, sondern aus einer gewissen Verbundenheit mit dem Server und der Community. Viele Dinge funktionieren sehr gut, manches vielleicht noch nicht optimal – und genau da sehe ich den Wert von offenem, sachlichem Austausch. Selbst wenn am Ende nicht jede Anregung aufgegriffen oder umgesetzt wird, ist allein das Gehörtwerden für viele Spieler bereits ein wichtiger Schritt. In diesem Sinne ist das hier kein „Meckern“, sondern ein ehrlicher Versuch, Gedanken zu teilen, die vielleicht auch andere haben, sich aber nicht immer trauen auszusprechen.
Cheers
Whiskey