An Katzenpapa Henrisohn,
Ihre jüngste Botschaft ist mir zugegangen, und ich sehe mich gezwungen, die Angelegenheit mit aller Klarheit zu adressieren. Die Ereignisse, die Sie darstellen, haben zu viele Widersprüche, um sie unkommentiert zu lassen. Lassen Sie uns die Punkte der Reihe nach beleuchten.
1. Der Bunker-Zwischenfall
Ihre Behauptung, der Schuss auf Ihren Piloten sei ohne Provokation gefallen, ist eine grobe Verzerrung der Wahrheit. Bereits vor Eröffnung unseres Feuers hatte Grete — wiederholt von mir angesprochen, doch stets von Ihnen ignoriert — das Feuer eröffnet und einen unserer Kameraden tödlich getroffen. Sie verschweigen diese entscheidende Tatsache bewusst. Unter diesen Umständen war unsere Reaktion eine klare Verteidigungsmaßnahme. Es wäre ratsam, die ganze Wahrheit zu erzählen, statt uns die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben.
2. Die angebliche Verfolgungsjagd
Ihre Abstreitungen zur Hubschrauberjagd sind wenig überzeugend. Es ist korrekt, dass wir kein eindeutiges Dogtag sichern konnten, doch die Indizien sprechen für sich. Der verwendete Helikoptertyp war identisch mit jenem, den Ihre Gruppe bis vor kurzem genutzt hat. Es ist auffällig, dass Sie nun plötzlich auf einen kleineren, wendigeren Helikopter umgestiegen sind. Auch die Beschreibungen der Besatzung stimmen mit Ihrer Gruppe überein. Sie mögen weiterhin alles leugnen, doch die Parallelen sind zu deutlich, um sie als bloße Zufälle abzutun.
3. Gefechte um Nagornoe
Ich habe nie von willkürlichen Angriffen gesprochen, sondern von gezielten Hinterhalten und einem sofortigen Schießen ohne Vorwarnung auf unsere Gruppe sowie andere Überlebende. Dass Sie nun offen zugeben, Aggressoren zu sein, ist ein seltener Moment der Ehrlichkeit. Doch wenn Sie Gebietsansprüche erheben, sollten Sie diese klar deklarieren: Wo beginnt und endet Ihr angebliches Territorium? Es gibt keine Markierungen oder Hinweise darauf, dass das Gebiet rund um Kamensk unter Ihrer Kontrolle steht. Statt auf uns zu schießen, hätten Sie zunächst das Gespräch suchen können, um Missverständnisse zu vermeiden. Ihre Wahl für Eskalation spricht Bände über Ihre Absichten.
4. Der Vybor-Zusammenstoß
Ihre Darstellung widerspricht Ihren eigenen früheren Aussagen. Zuerst leugneten Sie jede Beteiligung, jetzt geben Sie zu, das Feuer eröffnet zu haben. Es ist bemerkenswert, wie flexibel Ihre Geschichte sich wandelt. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass Ihre Version der Ereignisse voller Widersprüche ist.
Fazit:
Unsere Forderung steht und anscheinend ist das keine zeitlich begrenzte Grenze, wie von Katzenmama vorgeschlagen, sondern eine feste, dauerhafte Grenze. Diesen Punkt werden wir bei unseren Besprechungen berücksichtigen, aber eine Antwort können und werden wir nicht zu Ihrem genannten Zeitpunkt einhalten können.
Sie sollten sich besser informieren, was formelle Fristen betreffen, denn so ist es einfach nur eine weitere Drohung Ihrerseits. Keine Fraktion kann eine solche Frist einhalten, wenn der Brief erst in den tiefen Nachtstunden (12.01. 01:30) heimlich abgegeben wird.
Ihr Versuch, uns mit einer kurzen Fristsetzung unter Druck zu setzen, dient lediglich dem Zweck, später behaupten zu können, wir hätten nicht auf Ihre Forderung reagiert. Sie müssen immer noch auf unsere Forderung reagieren, was bisher nicht geschehen ist. Diese Verhandlungen gehen in beide Richtungen, mit Kompromissen auf beiden Seiten.
Ich erwarte Ihre Antwort zeitnah! 
Hochachtungsvoll
Rannulf
Marschall der 501st