Beiträge von Herz-Aus-Gold

    Unbekanntes Datum – Das große Finale (8): Die Rückkehr

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    "Your love has called my name
    What do I have to fear?"


    Meine Erleichterung kennt keine Grenzen, aber das Camp ist mit vielen Leichen übersäht. Ein Anblick des Grauens. „Wir haben für dich geblutet“… diese Worte rotieren immer wieder in meinem Kopf.

    Dann treffen nach und nach alle Freunde im Camp ein. Auch die, die sich an der Küste wieder gefunden haben. Von den Entführern keine Spur mehr und es wird ein großes Feuerwerk gezündet.

    Jammet kommt mir strahlend entgegen und überreich mir einen Kürbis zur Stärkung. Wie lieb von ihm! Dankbar nehme ich das Geschenk an und als sich alle Versammelt haben, halte ich meine Rede.


    „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit einem einfachen Danke.

    Danke, dass ihr nicht aufgegeben habt. Danke, dass ihr an mich geglaubt habt, auch dann, als ich es selbst nicht mehr konnte. Ohne euch wäre ich heute nicht hier. Nun stehe ich wieder hier in meinem geliebten Prigorodki und bin frei. Dank euch!


    Die letzten Tage und Wochen waren die Hölle. Ich hab gedacht, das war’s und dass ich diese ganze verdammte Geschichte nicht überlebe. Aber ich hab immer gehofft, dass da draußen jemand ist. Jemand wie ihr, der sagt: ‚Nein, wir lassen sie nicht allein.‘ Und ihr habt’s getan. Ihr habt mich rausgeholt, und dafür werde ich euch für immer dankbar sein.

    Ihr habt Unvorstellbares geleistet, Risiken auf euch genommen und Schmerzen ertragen, um mich zurückzubringen. Es war eine verdammt knappe Sache, und ich weiß, dass ihr viel erdulden musstet – genau wie ich. Doch gemeinsam haben wir das geschafft, was unmöglich schien. Das Herz von Chernarus ist wieder hier, und das nur Dank eures unerschütterlichen Mutes und eurer Entschlossenheit.

    Ihr habt nicht nur für mich gekämpft, ihr habt bewiesen, dass wir zusammenhalten können, egal woher wir kommen. Dass wir uns gegenseitig retten können, egal wie aussichtslos es scheint.

    Egal von wo ihr kommt, heute haben unsere Herzen gemeinsam für eine Sache gebrannt und im Einklang geschlagen.

    Diese Entführer – sie wollten mich brechen, sie wollten, dass ich die Hoffnung verliere. Aber ihr habt mir gezeigt, dass es immer Hoffnung gibt.

    Und ich weiß, dass ihr dabei Risiken eingegangen seid. Wahrscheinlich habt ihr alles gegeben, was ihr hattet – nicht nur Munition und Vorräte, sondern auch eure Nerven, eure Zeit, eure Energie. Und jetzt? Jetzt steh ich hier – kaputt, hungrig, aber verdammt noch mal frei! Und das hab ich alles euch zu verdanken.

    Ich will ehrlich sein: Ich hab echt keine Ahnung, wie ich das jemals wiedergutmachen soll. Aber was ich euch versprechen kann, ist: Ich werde nie vergessen, was ihr getan habt. Und ich werde alles tun, um das weiterzugeben. Denn da draußen gibt es noch mehr Menschen wie mich. Menschen, die Hilfe brauchen. Menschen, die daran erinnert werden müssen, dass wir nicht alleine sind.

    Also ja – wir haben heute gewonnen. Aber unser Kampf ist noch nicht vorbei. Der Anführer, den ich ‚Chuck‘ nenne, ist vermutlich noch auf freiem Fuß, denn seine Leiche wurde nicht gefunden.

    Wir müssen wachsam bleiben. Aber für den Moment ist Prigorodki wieder sicher. Mein Zuhause wird wieder einmal ein Ort der Hoffnung und des Zusammenhalts.

    Ich bin bereit, weiterzumachen. Mit euch. Für uns alle.

    Jetzt ist es an der Zeit, unsere Wunden zu lecken, neue Stärke zu schöpfen und das, was wir gewonnen haben, zu schützen.

    Ich bin stolz, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein – und noch stolzer, dass ich euch Freunde nennen darf.


    Von Herzen: Danke.

    Ihr seid meine Helden!“

    Unbekanntes Datum – Das große Finale (8): Die Rückkehr

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    “High above it all (Above it all)

    Victorious, victorious

    Far too long I've grown (Far too long)

    In hopelessness,
    I′m over it”

    Hikaru gibt das Signal von Black Lion weiter. Wir nehmen Kurs auf das Schiffswrack vor Prigorodki. Keine schlechte Wahl, denke ich. Vielleicht hat jemand eine rote Samariteruniform dabei? Ein Verwirrspiel könnte uns Zeit verschaffen. Aber leider Fehlanzeige. Also gut, wir machen es anders. Obwohl mir der Gedanke, an der Küste anzulegen, nicht gefällt (ein großer Bogen wäre meiner Meinung nach sicherer), vertraue ich meinem schwarzen Löwen. Er weiß, was er tut. Er muss es wissen!

    NiggoB landet das Boot mit beeindruckender Präzision hinter dem Schiffswrack. In der Ferne höre ich Schüsse. Sie sind noch weit weg, aber dennoch… verdammt! Ich beiße die Zähne zusammen. Prigorodki ist unser Treffpunkt. Es gibt kein Zurück und wir müssen da mitten durch. Geduckt bewegen wir uns die Küste entlang. Der Strand gibt uns Deckung, aber ich fühle mich trotzdem wie auf einem Präsentierteller in meiner roten Uniform. Die Felsen bieten nur wenig Schutz. Mein Herz schlägt schneller. Es ist wie damals, als das Camp von Scharfschützen belagert wurde. Ich wiederhole den alten Leitsatz in meinem Kopf: „Sie müssen dich erst einmal sehen.“ Wie oft haben wir solche Situationen in unseren Trainings durchgespielt? Ich hätte nie gedacht, dass es auf diese Weise ernst werden würde. Aber ich bin vorbereitet.

    Ich weise mein Begleitung an, sich genauso tief zu halten wie ich. Wir dürfen keinen Fehler machen.

    Hikaru meldet, dass Pinky auf dem Weg zu uns ist. Erleichterung durchströmt mich. Mit ihm wird alles einfacher. Pinky ist gut, verdammt gut. In allem, was er tut. Kurz darauf kommt der Befehl aus der Einsatzleitung: Vorstoßen bis zum Zaun. Stück für Stück nähern wir uns der Mauer. Smokey Eyes hat den Rohbau im Blick. Perfekt. Dieser Ort ist ein Sicherheitsrisiko erster Klasse und es beruhigt mich, dass sie ihren scharfen Blick darüber wachen lässt.

    Wir warten hinter einem Felsen. Ich nutze den Moment, um Niggo kurz zu erklären, wie ich überhaupt wieder an der Küste gelandet bin. Die Explosion… Sie hat mich erwischt. Tödlich. Ein bitterer Geschmack steigt mir im Hals hoch. Trotzdem rede ich ruhig weiter, als würde ich eine alte Geschichte erzählen. „Es war die Granate, glaube ich. Ich bin gefallen und dann wieder aufgewacht, an der Küste. Solnichniy. Tja und hier bin ich. Lebendig. Zumindest irgendwie.“

    Die letzten Meter legen wir kriechend zurück. Der feuchte Sand dringt in meine Kleidung, aber ich spüre ihn kaum. Mein Körper ist in besserer Verfassung als noch vor Stunden, doch das Adrenalin trägt mich mehr als meine Muskeln. Die Aussicht, Prigorodki zu erreichen, treibt mich an. Wir schaffen das.

    Schüsse knallen irgendwo im Rohbau. Mein Magen zieht sich zusammen. Smokey! Ich habe keine Ahnung, was vor sich geht. Niggo prescht vor, ich folge dicht hinter ihm. „Ist es sicher?“, keuche ich. „Nein“, entgegnet er knapp. Natürlich nicht. Wir werfen uns wieder in Deckung, bevor uns jemand bemerkt. Endlich erreichen wir die Steinmauer. Ich kauere mich ins Gras, atme flach, mein Blick wandert nervös umher. Da sehe ich ihn – eine Gestalt im Ghillie-Anzug. Mein Herz setzt aus. Freund oder Feind? Aber Niggo bleibt ruhig, und ich erkenne, wer es ist: Pinky. Er bezieht sofort seinen Posten und sichert den Bereich.

    Hikaru kriecht voran, ich folge. Der Boden ist feucht und kalt, aber er bietet Schutz. Schüsse donnern erneut. „Deckung, Deckung, Deckung!“, schreit Niggo von hinten, und ich ziehe mich hastig zurück. Verdammt! Wir waren so nah. Jetzt nur keine Panik; wir dürfen nicht die Nerven verlieren. Ich verberge mich hinter einem roten Busch, mein Atem stockt. Hikaru hat die Mauer erreicht, während Niggo und Selina im Gras vor mir kauern. Ich lasse mich noch etwas zurückfallen und versuche, die kleine Kuhle hinter mir als Deckung zu nutzen. Doch dann sehe ich es: Niggo und janinesta (Selina) richten sich auf, gehen in die Hocke, zielen und feuern. Schüsse folgen.

    Ein Moment der Stille. Dann fallen beide, ihre Körper sacken leblos zusammen. Selinas Gesicht – weit aufgerissene Augen, eingefroren in purem Schrecken – brennt sich in mein Gedächtnis und liegt nun fast direkt neben mir. Mein Atem stockt. Nur mit Mühe kann ich einen Aufschrei unterdrücken. „Bleib ruhig, Herz! Beweg dich nicht!“, versuche ich mich zu beruhigen. Ich denke an s-tlk, unseren Grauen: „Wenn du dich nicht bewegst, sehen sie dich nicht.“ Ich hoffe so sehr, dass er recht hat.

    Erneut fallen Schüsse, aber nicht auf mich. vielleicht erwidern meine Freunde das Feuer. Was ist mit Hikaru? Ich möchte aufstehen, nach ihr sehen. Aber stattdessen kauere ich mich verzweifelt in den roten Busch. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Bitte lass den Schützen mich nicht entdecken! Minuten des Wartens vergehen, die sich für mich wie eine Ewigkeit anfühlen.

    Dann eine Stimme. „Herz! Wo bist du?“ Es ist Hikaru. Ich bin unsagbar froh und flüstere „Ich bin hier, ich bin hier!“. Nur Mühsam kann ich die Tränen zurückhalten und schleiche mich vor zum nächsten Busch, sodass sie mich sieht. „Der Schütze ist tot! Pinky hat ihn erwischt…“, sagt sie knapp. Ich atme erleichtert auf: „Das ist gut, das ist sehr gut!“ Aber der Schock und der Verlust von Niggo und Selina sitzen noch zu tief. Ich habe nur ein Ziel. Ich muss Prigorodki erreichen, damit sie sich nicht umsonst für mich geopfert haben.

    Hikaru erklärt mir ihren Plan: Wir werden entlang der Mauer laufen und dann ins Lager vordringen. Wir müssen es riskieren. Hikarus Anweisungen sind präzise und sie wirkt enorm fokussiert. „Ich muss nachher Jay sagen, dass du eine verdammt gute Lehrerin hattest…“, mache ich den beiden ein Kompliment. Hikaru hat so viel von Jay über den Kampf gelernt. Sie ist nicht mehr die zurückhaltende Samariterin von einst. Sie weiß, wie man kämpft und sie ist vor allem auch bereit dazu. Sie riskiert so viel für mich… das tun sie alle. Wie kann ich das je wieder gut machen? Prigorodki. Ja… ich muss Prigorodki erreichen, dann wird alles gut. Es muss!

    Ich nutze jeden Busch als Deckung und weiter geht es. Pinky hält Ausschau, Hikaru sucht mit ihrem wachsamen Blick die Umgebung ab, die Waffe fest umklammert.

    Als wir am Rohbau vorbeikommen, warte ich noch kurz in einigen Büschen auf das Go. Pinky prüft die Umgebung und Hikaru ruft nach mir. „Herz, komm!“ Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und sprinte geduckt los. Wir erreichen den Sumpf und den kleinen See und wechseln die Seite der Mauer. Es ist enorm gefährlich, so nah am Rohbau vorbeizugehen und ich sehe auch kurz einen Überlebenden vorbeihuschen, aber Hikaru beruhigt mich, dass es nur Pinky ist.

    Immer weiter nähern wir uns dem Rohbau und zwei Zombies schleichen schon vor der Baustelle vorbei. Wenn sie uns bemerken, sind wir geliefert. Dann weiß jeder, dass wir hier sind!

    So leise wie möglich schleiche ich an ihm vorbei. Hikaru schießt auf die Zombies, Granaten werden in der Ferne gezündet. Ein Ablenkungsmanöver? Vielleicht.

    Wir erreichen die Mauer vor dem Bahnübergang. Die letzte Hürde… Das Camp ist nun zum Greifen nah!

    Wir gehen hinter der Mauer in Deckung. Hikaru erklärt, dass Pinky und Kanu nun das Camp stürmen werden und dass wir dann alles auf eine Karte setzen müssen. Sind die beiden Wahnsinnig? Aber die Zeit drängt immer mehr und wir dürfen es jetzt nicht vermasseln!

    Ich ringe mit meinen Gedanken, dann breche ich das Schweigen: „Können wir rein?“ Meine Stimme klingt leiser, als ich wollte, und verrät meine Unsicherheit. Hikaru bleibt wachsam, ihre Augen wandern unaufhörlich über die Umgebung. „Moment noch“, sagt sie knapp. Ihre Entschlossenheit gibt mir einen Funken Halt, aber meine Nerven liegen blank.

    Plötzlich zerreißen Schüsse die Stille. Sie hallen aus dem Camp heraus, laut und chaotisch, immer mehr und immer näher. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Verdammt… Black Lion und Pinky! Sind sie unter Beschuss? Wurden sie getroffen? Haben auch sie sich für mich geopfert? Der Gedanke schnürt mir die Kehle zu. Ich will schreien, die angestaute Angst und Verzweiflung aus mir herausbrüllen, doch Hikarus Präsenz erdet mich. Sie ist da, wachsam, ruhig – ein Fels in der Brandung.

    Wieder fallen Schüsse, immer dichter, immer lauter. Keine Ahnung, wer noch am Leben ist, keine Ahnung, woher der nächste Angriff kommt. Doch plötzlich, ohne Vorwarnung, stürmt Hikaru los. Ihr Griff um ihre Waffe ist fest, ihre Schritte entschlossen. „Los, los, los!“, ruft sie, ohne sich umzudrehen. „Komm schon! Zick, zack! Zick, zack!“

    Mein Körper reagiert, bevor mein Verstand es begreifen kann. Ich sprinte hinter ihr her, geduckt und so schnell ich kann. Die Welt um mich herum verschwimmt. Das Gras peitscht gegen meine Beine, die Straße fliegt unter meinen Füßen vorbei. Der Zaun des Camps rückt immer näher. Ein letzter Kraftakt, und ich stolpere hinein. Durch das vertraute Tarnnetz. Keine Minen, alles ist ruhig. In der Mitte des Camps komme ich zum Stehen. Ich keuche, mein Herz erholt sich langsam. Eine tonnenschwere Last fällt von mir ab: Wir haben es geschafft. Wir sind in Sicherheit!

    Unbekanntes Datum – Das große Finale (7): Umdenken

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    “Help me 'cause I′m falling when I can′t sleep

    But I'm holding on, can′t face this night alone”

    Wir machen gute Fahrt in Richtung Kamyshovo zur Urlaubsinsel. Mein Plan ist es, eine große Kampfschleife zu fahren, um dann von hinten über Hikarus Scheune nach Prigorodki vorzustoßen. Ich muss damit rechnen, dass die Entführer dort auf uns lauern.

    Die Kälte dringt durch die nassen Stoffschichten, die an meiner Haut kleben. Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken, und ich kann das Zittern nicht länger unterdrücken. Bald beginnt meine Nase zu laufen, und ich schnappe immer wieder nach Luft, um das Niesen zurückzuhalten. Eine Erkältung bahnt sich an, aber ich beiße die Zähne zusammen. Die anderen haben genug Sorgen. Ich will nicht auch noch zur Last fallen.

    Am Leuchtturm vor Elektrozavodsk hält das Boot plötzlich an. Das Knattern des Motors verstummt abrupt, und die Stille des Meeres umgibt uns. Ich verstehe nicht, warum wir hier stoppen. Eine Unruhe steigt in mir auf – auf dem offenen Wasser sind wir leichte Beute. Ohne viel nachzudenken, klettere ich an Land und suche Deckung hinter einem Felsen, während der kalte Wind meine Haut brennen lässt. „Aber hiergeblieben!!“ NiggoB s Stimme lässt mich innehalten, und ich zucke zusammen. Der Befehl klingt schärfer, als er vermutlich gemeint ist. Wie oft habe ich solche Worte in den letzten Wochen gehört? Ein innerer Sturm brodelt in mir, Wut und Erschöpfung flammen auf. „In Ordnung,“ stoße ich hervor und kämpfe darum, ruhig zu bleiben. Doch ich kann nicht anders und füge hinzu: „…aber nicht in diesem Ton!“ Niggo zögert, senkt den Blick und korrigiert sich: „Bleib bitte hier.“ Das leichte Zittern in seiner Stimme lässt meine Wut verfliegen. Ich nicke kurz und drücke mich in ein rotes Gebüsch, wo ich mich klein mache und die Umgebung scanne.

    „War ja ne Heidenschlacht,“ murmelt Niggo, offenbar bemüht, die Anspannung zu lösen. Ich atme tief durch und antworte: „Definitiv.“ Doch die Worte kommen mechanisch, fast hohl. Was könnte ich auch sagen? Meine Gedanken schweifen ab. Wie viele Menschen haben ihr Leben riskiert, um mich zu retten? Wie viele sind gefallen? Ein Kloß bildet sich in meinem Hals, aber ich schiebe die Gedanken fort. Jetzt nicht. Ich friere unaufhörlich, die Kälte schleicht sich in jede Faser meines Körpers. Als Hikaru ebenfalls aus dem Boot steigt, überwinde ich meinen Stolz und frage vorsichtig: „Hast du eine Tablette? Ich glaube, ich brauche Antibiotika.“ Hikaru mustert mich kurz, dann nickt sie. Ohne ein Wort zieht sie ihre rote Erste-Hilfe-Tasche hervor, sucht routiniert darin und reicht mir eine Tablette. Ihre Professionalität gibt mir ein wenig Halt. „Danke, Hikaru“, sage ich leise, und sie winkt ab. „Du kennst mich ja nicht anders.“ Ihr Lächeln ist herzlich und beruhigend. Natürlich hat sie recht – auf sie kann ich immer zählen. Ihre Worte wärmen mich mehr, als es die Tablette könnte. Während ich das Antibiotikum nehme, hält Niggo seine Waffe fest in der Hand, die Augen aufmerksam auf die Umgebung gerichtet. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, zu wissen, dass er die Situation im Blick hat.

    Wenig später gibt er das Signal zum Aufbruch. Zurück im Boot erkläre ich den anderen nochmals meinen Plan. „Ich vermute, die Entführer bewachen das Camp vom Wald aus oder vom Rohbau. Schlimmstenfalls von beiden Seiten. Wir müssen einen Bogen machen und von hinten herankommen.“ Hikaru meldet die Route meinem schwarzen Löwen, der alles koordiniert. Die Verantwortung lastet schwer auf ihm, und ich weiß, dass er die richtige Entscheidung treffen wird. Er muss es einfach! Wir nehmen Kurs auf Cap Golova. Der Nebel hüllt uns ein, und ich hoffe, dass er uns vor neugierigen Blicken schützt.

    Während wir langsam weiterfahren, knurrt plötzlich janinesta (Selinas) Magen laut. Ohne zu zögern hole ich ein Stück geräucherten Fisch aus meinem Rucksack und reiche es ihr: „Hier, nimm das!“. Doch bevor sie zugreifen kann, rutscht der Fisch mir aus der Hand und plumpst ins Wasser. Enttäuscht schauen wir dem Fisch hinterher. Zeit für meine eiserne Reserve. Ich ziehe meine Packung Cornflakes, die ich in Solnichniy gefunden hervor und reiche sie Selina. Mir wird klar, dass dies unsere letzten Vorräte sind. Es muss einfach reichen. Wir sind so nah dran! „Hast du denn genug gegessen, Herz?“ fragt Hikaru leise, mit diesem typischen, unaufdringlichen Ton, der genau weiß, dass ich mich schuldig fühlen könnte. Ich fühle mich ertappt, aber versuche es mit einem leichten Schulterzucken zu überspielen. „Alles gut. Ich bin die letzten Tage mit sehr, sehr wenig ausgekommen. Es geht noch.“, sage ich müde lächelnd und denke an die entbehrungsreichen Tage in Gefangenschaft zurück. Hikaru nickt nachdenklich, aber fragt nicht weiter nach.

    Doch Niggo bleibt nicht untätig. Mit geübtem Griff fischt er unser Abendessen wieder aus dem Wasser, hebt den Fisch hoch wie eine Trophäe. Feierlich überreicht er ihn Selina: „Hier, nichts geht verloren,“ sagt er grinsend, und ich schaffe es, ein kleines Lächeln hervorzubringen. Das Abendessen ist gerettet.

    Ist zum Lernen der Grundlagen eine gute Wahl und mein Heimatserver. Wie gesagt, das Angebot mit dem Schnupperkurs steht und Montagabend findet die Krabbelgruppe statt, die ich dir auch sehr an Herz lege. Die ist dann aber auf dem gemoddeten Server, aber das erkläre ich dir gerne auch alles nochmal in aruhe persönlich. Komm erstmal in Ruhe an :)

    Hi und herzlich willkommen bei GDZ!

    Die Anfänge können echt hart sein, aber hier bekommst du auf alle Fälle bei Bedarf auch Starthilfe. Die Krabbelgruppe ist schonmal ne super Anlaufstelle.

    Auf welchem Server spielst du denn oder hast du vor zu spielen?

    Auf jeden Fall viel Spaß und bleib am Leben ;)

    -Herz

    Für alle die, die es zeitlich nicht geschafft haben, habe ich den Stream auch nochmal auf Youtube hochgeladen:

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    Aus aktuellem Anlass:

    Am 24.12.2024 haben die Samariter von Chernarus bei einem nächtlichen Einsatz erneut ein Pannenfahrzeug auf Gleisen ausfindig gemacht. Mit gutem Zureden und den entsprechenden Ersatzteilen konnte das Fahrzeug wieder zur Weiterfahrt ermuntert werden. Es befindet sich jetzt in der Obhut der Samariter und kann vom ehrlichen Besitzer gerne abgeholt werden.

    Bei Kontakt bitte Unfallort, Fahrzeugart, Farbe, besondere Kennzeichen und ggf. Inventar angeben.

    Wir hoffen das Auto bald wieder seinem rechtmäßigen Besitzer zuführen zu können.

    Sollte sich binne 14 Tagen niemand melden, geht das Auto in die Hände der Fahrschule über.


    gez.

    ~Herz-Aus-Gold

    Entstanden auf dem Weg zum Adventssingen... sehr sehr weird.

    at3nd0 musste mal raus...

    Oder: Im Sinne von Bascht: Rentierschlitten fliegen mit Controller ist mega nice...

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    So... dank des Weihnachtszaubers bin ich nun auch wieder heil in Chernarus angekommen.

    Vielen Dank für den wunderschönen Abend, die Gastfreundschaft und natürlich auch ganz lieben Dank an den Weihnachtsmann und seine fleißigen Elfen für mein Geschenk :)

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    Adventssingen auf DeerIsle

    Unter klarem Himmelszelt,

    wo uns der Tag in Stille hält,

    verbinden sich Welten, die fremd doch vertraut,

    von Modded zu Vanilla, auf Freundschaft gebaut.

    Wo Zombies lauern und Banditen streifen,

    zeigt sich der Mut, um das Licht zu ergreifen.

    Gemeinschaft, die trotzt dem Dunkel der Zeit,

    bleibt unser Anker der Geborgenheit.

    So lasst uns singen, die Stimmen verweben,

    von Hoffnung und Frieden, von Überleben.

    Ein Klang, der die Nacht in Gold getaucht,

    ein Echo, das tief in die Seele haucht.

    Und möge GDZ für uns ewig bestehen,

    wo Freundschaft und Abenteuer Hand in Hand gehen.

    Ein Ort, der uns trägt, der uns Wärme verleiht –

    ein Funke von Hoffnung in jeder Zeit!


    Hier ist die Rede die ich euch dann doch nicht zugemutet habe XD

    Liebe Freunde, liebe Bambis und gestandene Überlebende von Chernarus,

    heute stehe ich hier, nicht nur als Überlebende meiner eigenen Geschichten auf dem Vanilla Server, sondern auch als neugierige Entdeckerin eurer gemoddeten Heimat. Dieser Weihnachtsabend ist mich eine besondere Gelegenheit, die Brücken zu feiern, die uns verbinden.

    Unsere Gemeinschaft hat im letzten Jahr eine Stärke bewiesen, die sich nicht nur im Kampf gegen Zombies oder in der Abwehr von Banditen zeigte, sondern auch in der Fähigkeit, zusammenzukommen, unabhängig von der Welt, in der wir uns befinden. In allen unseren Welten suchen wir Unterschlupf und kämpfen ums Überleben. Tja und heute Nacht suchen wir gemeinsam nach einem Moment der Ruhe und des Friedens unter dem funkelnden Sternenhimmel von DeerIsle

    Ich hoffe, dass wir diese Verbindung zwischen unseren Welten weiterhin stärken können. Möge die Gemeinschaft und das Verständnis uns helfen, die Herausforderungen, die man uns stellt, zu meistern.

    Lasst uns diesen Abend mit Liedern und Geschichten bereichern, die nicht nur die festliche Freude widerspiegeln, sondern auch die Verbundenheit, die wir alle teilen.

    Möge der Vanilla-Server weiterhin meine Heimat bleiben und der modded Server mir neue Abenteuer und Möglichkeiten bieten.

    Frohe Weihnachten, meine Freunde und bleibt am Leben.

    Danke, dass es euch gibt.

    Herz-Aus-Golds Wunsch an den Weihnachtsmann

    Lieber Weihnachtsmann,

    es ist lange her, dass ich so etwas wie einen richtigen Wunsch hatte. Bedürfnisse, wie Essen, Trinken und ein warmes, trockenes Dach über dem Kopf. Klar. Aber Irgendwie möchte die Welt um uns rum uns ständig alles nehmen. Da vergisst man schnell mal, dass man sich überhaupt etwas wünschen kann. Aber heute, hier bei diesem Licht und in dieser Gemeinschaft, möchte ich mir doch etwas wünschen.

    Ich weiß, du kannst nicht die Welt heilen oder die Infizierten verschwinden lassen. Auch Frieden zwischen den Überlebenden zu stiften, das ist selbst für dich zu viel verlangt – Es gibt keinen Frieden, der uns geschenkt wird. Wir müssen ihn uns selbst schaffen – gemeinsam, in kleinen Momenten der Ruhe und der Verbundenheit. So wie jetzt, wie heute Abend.

    Und so habe ich heute ganz andere Wünsche: Ein Lächeln und ein paar nette Worte – für jeden, der das braucht. Ein ehrliches Lächeln, das durch die Dunkelheit strahlt und sagt: Du bist nicht allein.

    Ich wünsche mir ein Lagerfeuer für Prigorodki, an dem wir uns versammeln können. Ein Ort, wo wir zusammen sitzen, Geschichten erzählen und vielleicht sogar ein wenig lachen können. Ein Ort, der uns wärmt, selbst wenn die Welt um uns herum kalt und unbarmherzig ist.

    Und für mich selbst? Einen Stift und ein neues Tagebuch. Denn so lange ich schreibe, kann ich nicht vergessen, wer ich bin. So lange ich schreibe, bleibt die Hoffnung lebendig – auch für die, die nach uns kommen.

    Du siehst, Weihnachten in Chernarus bedeutet für uns vielleicht nicht Geschenke unter dem Baum oder ein Festmahl. Es bedeutet, dass wir das Schöne im Kleinen sehen – ein geschenktes Lächeln, ein Moment der Ruhe, ein Funke Hoffnung in der Nacht.

    Ich wünsche mir, dass wir uns gegenseitig nicht aufgeben, egal wie schlimm es da draußen wird. Dass wir das Lächeln bewahren, das uns heute der Abend schenkt. Und wenn es nur eine kleine Dose Spaghetti oder ein geteiltes Fischfilet ist – lasst uns nie vergessen, was uns am Leben hält: Gemeinschaft. Danke GDZ!

    Alles Liebe und kommt in Ruhe durch die Feiertage!

    ~Herz

    [gdzherz] [gdz] :lovedayz:

    Hi Bender!

    Super, dann hat es ja mit dem Schreiben im Forum doch noch geklappt.

    It's not a bug, it's a feature.
    Ich rate jetzt mal ins Blaue, aber hast du mal auf den Zustand deiner Munition und Magazine geachtet? Wenn du beschädigte Magazine und Munition nutzt, nutzt sich deine Waffe automatisch auch schneller ab. Es lohnt sich also, diese Dinge regelmäßig zu pflegen. Vielleicht hilft dir dieser Tipp ja dabei :)

    Liebe Grüße

    Herz

    Die dritte Kiste befindet sich noch immer (stand 22.12.2024, 15 Uhr) im Camp "Kometa" bei Ekeltrozavodsk.

    Etwas Hintergrundwissen zu "Kometa"

    Kometa (Russisch: Комета, übersetzt „Komet“) ist ein Erholungs-Camp im südlichen Teil von Süd-Zagoriens. Es liegt direkt südlich des Topolka-Staudamms und ist über die Hauptstraße nördlich von Elektrozavodsk in Richtung Mogilevka/Staroye erreichbar.


    Das Camp befindet sich in einem kleinen Tal, das von Dobry und anderen namenlosen Hügeln flankiert wird, und gehört zu den einfacheren Camps in der Region. Es erstreckt sich entlang der Ufer eines kleinen Baches, der nach Süden in Richtung Elektrozavodsk fließt. Am östlichen Ufer befinden sich zwei Camphäuser und eine Klinik, während am westlichen Ufer zwei weitere Camphäuser, eine Lodge und ein Spielfeld liegen. Eine kleine Holzbrücke verbindet die beiden Seiten. Als Erholungscamp war dieser Ort auf Urlauber und Touristen ausgerichtet.


    Nach dem Ausbruch wird das Camp oft von Überlebenden aus dem Gebiet von Elektrozavodsk geplündert, die nach Norden ziehen, um in lukrativere Städte wie Stary Sobor zu gelangen und grundlegende Überlebensausrüstung für ihre Reisen zu beschaffen.

    Chernarus Vanilla: 4. Adventskiste - Gefunden

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    Angst ist nie ein guter Ratgeber. Es ist bestimmt klüger, auf diese offene Ansprache nicht zu reagieren. Manchmal verfluche ich diesen Charakterzug an mir – immer wieder greife ich in Wespennester, die ich besser meiden sollte. Aber zu viel ist in den letzten Monaten geschehen, als dass ich dies einfach an mir vorüberziehen lassen könnte. Dabei wäre es so einfach… Ich muss meine Gedanken zu Papier bringen.

    Aus Angst erwächst keine Stärke – das stimmt. Aber Stärke zeigt sich darin, anderen zu helfen, selbst wenn es schwierig ist. Sie zeigt sich darin, für andere einzustehen, selbst wenn die Dunkelheit immer näher rückt.

    Oh ja, ich kenne diese Dunkelheit, von der er spricht. Bestens. Ich habe sie erlebt – immer wieder. Ohne Vorwarnung – von Fremden und aus engstem Kreis. Ihre Narben trage ich noch heute. Ich weiß, wie es ist, mit unaufhaltsamem Chaos konfrontiert zu werden, einer wahren Naturgewalt.

    Es tut mir leid, dass er ähnliche Erfahrungen machen musste. Auch wenn mein Mitgefühl ihn vielleicht nicht interessiert, wünsche ich solche Erlebnisse trotzdem niemandem.

    Für mich liegt Stärke nicht in Zerstörung. Diese Momente des Triumphs sind nur von kurzer Dauer. Stärke liegt auch nicht in der Furcht, die andere spüren, wenn sie sich ausgeliefert fühlen. Ich habe gesehen, wohin ein Leben führt, das auf Kontrolle und Angst basiert – es hinterlässt nichts als Einsamkeit und Schmerz.

    Für mich bedeutet Stärke, auch in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und an Mitgefühl, Menschlichkeit und der Fähigkeit festzuhalten, andere aufzurichten, anstatt sie niederzureißen.

    Er sagt, er sieht alles. Möglich. Aber sehen bedeutet nicht immer auch verstehen. Stärke ohne Mitgefühl ist nichts weiter als trügerische Leere – ein Selbstzweck, der niemandem hilft, vermutlich nicht einmal ihm selbst.

    Ich weiß, wie es sich anfühlt, sich klein und machtlos zu fühlen. Genau deshalb entscheide ich mich jeden Tag aufs Neue dafür, einen Unterschied zu machen. Mitgefühl ist in meinen Augen keine Schwäche. Es erfordert große innere Stärke, anderen beizustehen, selbst dann, wenn es einfacher wäre, sich abzuwenden.

    Vielleicht sehen manche mich – wie viele andere – als schwach, als zu sanft oder naiv für diese Welt.

    Sollen sie denken, was sie wollen. Ich weiß, wer ich bin – und das genügt.

    Ich bin immer noch "geflasht", was eure Zombies auf dem gemoddeten alles drauf haben...

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    Hallo Rick,

    es freut mich sehr zu hören, dass unsere Worte dich bewegt haben. Fehler passieren uns allen, besonders in solchen Momenten. Wichtig ist, dass du daraus lernst und nach vorne blickst – und genau das tust du.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit in Tishina und viel Erfolg bei deinem Neuanfang. Möge Tishina dir Frieden und Ruhe bringen und Begegnungen mit anderen dir zeigen, dass Vertrauen noch einen Platz in dieser Welt hat.

    Allzeit eine sichere Base und bleib am Leben!

    Herz-Aus-Gold

    PS: Falls es dich doch mal an die Küste verschlagen sollte, ist das Lager bei Prigorodki immer für dich offen.

    Hallo Rick!

    Wir kennen uns zwar nicht und nach deinen Zeilen zu urteilen weiß ich nicht, ob eine Bekanntschaft meiner Gesundheit so zuträglich sein würde, aber deine Worte haben mich tief berührt. Nicht nur wegen des Verlustes, den du erlitten hast, sondern auch wegen der Enttäuschung, die darin mitschwingt – eine Enttäuschung, die wohl die meisten von uns schon einmal empfunden haben und da schließe ich mich nicht aus. Ich kenne das Gefühl des Verlusts und der Frustration zur Genüge. Es ist schwer, an das Gute in der Welt zu glauben, wenn das, worauf wir vertraut haben, uns auf brutale Weise aus den Händen gerissen wird.

    Ich verstehe deinen Ärger. Dein Vorratslager war mehr als nur ein Ort, an dem du Dinge aufbewahrt hast – es war deine Sicherheit, deine Hoffnung auf eine Zukunft inmitten all dieser Zerstörung. Und ich verstehe auch, warum du dich entschieden hast, dein Vertrauen zurückzuziehen und Vorsicht walten zu lassen.

    Doch eines muss ich dir sagen: Es schmerzt mich zu lesen, dass du dein Misstrauen nun als Waffe trägst – gegen jeden, der deinen Weg kreuzt und deine Regeln nicht erfüllt.

    Ich hoffe von ganzem Herzen, Rick, dass dein Zorn dich nicht dazu verleitet, Entscheidungen zu treffen, die du später bereuen wirst. Es gibt einen schmalen Grat zwischen dem Schutz, den wir uns wünschen, und den Mauern, die uns von der Menschlichkeit abschneiden.

    Diese Welt hat uns schon so viel genommen – ich wünsche dir, dass du nicht zulässt, dass sie dir auch deine Güte stiehlt.

    Du erwähntest Weihnachten und die Hoffnung, dass ein Teil dessen, was verloren ging, zu dir zurückkehrt. Vielleicht ist dies nicht nur eine Bitte an die Täter, sondern auch ein Signal deines inneren Kompasses. Dein Wunsch nach Gerechtigkeit – und nicht bloßer Rache – zeigt mir, dass du noch nicht vollständig aufgegeben hast. Und das ist etwas, was ich bewundere.

    Und falls wir uns begegnen sollten, hoffe ich, dass wir mit offenen Händen und nicht gezückten Waffen einander gegenüberstehen.

    Ich kann dir nichts versprechen, außer, dass ich weiterhin für eine Welt einstehe, in der Menschen nicht aufeinander losgehen, sondern einander helfen. Dafür stehen Prigorodki und Tishina und falls dein Weg dich eines Tages an die Küste verschlägt, werde ich dir meine Geschichte erzählen, und du wirst sehen, dass ich weder Feind noch Gefahr bin.

    Bis dahin wünsche ich dir, dass du die Kraft findest, kluge Entscheidungen zu treffen – für dich und für jene, die dir wichtig sind.

    Möge dein Weg dich zu einem Ort führen, an dem du nicht mehr kämpfen musst, weder gegen andere noch gegen dich selbst.

    Alles Liebe

    Herz-Aus-Gold

    Die zweite Kiste befindet sich noch immer (stand 22.12.2024, 15 Uhr) im Camp "Youth Pioneer" bei Dolina.

    Etwas Hintergrundwissen zu "Youth Pioneer"

    Youth Pioneer (Russisch: Юный Пионер, Yunyy Pioner) ist ein kleines Ferienlager nordwestlich von Dolina in Südzagorien, Chernarus. Zugang gibt es über einen Feldweg und es ist eines der kleinsten Lager der Region.

    Bestehend aus nur drei der ikonischen Camp-Hütten, ist „Youth Pioneer“ zusammen mit „Camp Scholar“ (im äußersten Nordosten) das kleinste und am wenigsten entwickelte aller Camps in Süd-Zagorien. Ein kleiner künstlicher Teich, der durch Aufstauen entstanden ist, stellt das einzige auffällige Merkmal des Camps dar. Angesichts der grundlegenden Einrichtungen und der Einstufung als Sommerlager wurde es höchstwahrscheinlich eher von älteren Jugendlichen als von jüngeren Kindern genutzt.

    Aufgrund der Nähe zum Küstengebiet in der Nähe von Solnichniy wird das Camp oft geplündert und normalerweise von niemand anderem als Neulingen besucht.

    Fun Fakt: Der Zielpunkt der 2. Chernarus Vanilla Rallye war in diesem Camp.

    Chernarus Vanilla: 3. Adventskiste - Gefunden

    03-20241215164737_1.jpg

    Danke für dein Feedback, das hat mich grad sehr angesprochen, kaputzi !
    Das ist total witzig und wieder typisch DayZ: Ich finde ständig Weihnachtsbaumschmuck und habe auch schon eine Amphibia und Ledernähsets gefunden. Dafür sind bei mir andere Dinge einfach gefühlt rar, aber das ist halt das bekannte Phänomen. Man darf einfach nicht nach den Dingen suchen, die man braucht...

    Weihnachtsbäume habe ich schon drei gesehen, also die zum Mitnehmen. Wenn mir der eine freche Kerl mir nicht hinterlistig meinen Baum aus Prigorodki gestohlen hätte, stünde da sogar noch einer!
    (Er hätte doch nur fragen brauchen! So sind sie halt bei euch auf modded....einfach erstmal klauen, ist halt einfacher als zu reden...Aber gut... so sind die Vanilla Leute auch oft.)

    Den Schnee fand ich erst etwas abschreckend, da ich ja immer in Rot rumlaufe, aber Dank der Tannen, die du erwähnst, klappt es doch oft auch mit dem Tarnen ganz gut.
    Auf jeden Fall ist der Winter sehr stimmungsvoll und für mich eine schöne, weihnachtliche Abwechslung. Wobei ich den Early Winter auf dem Vanilla auch liebgewonnen habe. ;)

    Was die Klamotten angeht, das ist mir auch aufgefallen. Also dass die Temperaturen da stark schwanken. Das liegt jedoch wohl auch daran, dass da seitens Vanilla einiges an der Kleidung für Sakhal geändert wurde und daher nun eine Kleidungsstücke anders wärmen als noch einen Patch davor. Naja und in Erdlöchern ist es auch ziemlich kalt, also wird es da schwer sein, viel an den Temperaturen zu drehen, ohne dass Leute Reihenweise in ihren Erdbunkern erfrieren XD

    Ich denke, der gefundene Kompromiss ist eine optimale Lösung für alle. Das wird sich wieder einrenken. Generell kommt es mir verglichen mit Vanilla auch sehr warm vor, aber das liegt vermutlich auch daran, dass eure Sanitäterkleidung auf den gemoddeten Servern auch so gut isoliert. Auf dem Vanilla isoliert sie schon seit einigen Versionen nur schlecht, was mich vor Jahren schon ziemlich missmutig gestimmt hat. Ich bin dann zwar bei der Kleidung geblieben, aber dafür friert der Charakter auf Vanilla halt gefühlt ständig. Also beschwer ich mich nicht, dass sie auf dem gemoddeten so schön warm gibt. ;)
    Ich finde es auch gut, dass ich relativ regelmäßig auf Tiere stoße, aber jetzt nicht so übermäßig viele. Das passt und hilft gerade Anfängern gut über die Runden.

    Die Zombies sind auch stark geändert worden im Vergleich zu meinen letzten Versuchen. An der Küste (war noch nicht weit im Norden) sind sie mit etwas Übung wirklich kein Problem mehr und ich denke eine gut zu nehmende Hürde. Trotzdem können sie weiterhin Türen einschlagen und bleiben durch die übertragbaren Krankheiten gefährlich. Auch das Töten bei KO wurde etwas entschärft, was schon einigen Spielern, mit denen ich zu tun hatte, das Leben gerettet hat. Ich finde die Änderungen also durchaus gelungen, in Bezug auf Anfängersicht. Klar, die knackigen Zombies von vor ein paar Seasons hatten auch was und auf Vnailla gibts halt viel mehr von den Zombies. Trotzdem finde ich es vom Gesamtpaket in sich stimmig und schön, dass so auf Anregungen eingegangen wurde.

    Ich liebe die Herausforderung, aber wenn ich die brauche oder suche, dann gehe ich halt mal in den Norden oder lege mich mit einem der zahlreichen Voldemorts oder Mad Santas an und nutze dabei nur Fäuste oder eine Armbrust. XD

    EIne Rückfrage noch:

    Was meinst du mit "Es dauert beim Login zu lange und du brauchst 3-4 Versuche"? Kommt denn eine Fehlermeldung?

    Falls ja, könnten wir dem ja im technischen Bereich des Forums in einem extra Thema nachgehen und schauen, woran es liegt. Zum Vergleich: Bei mir läuft der Login stets einwandfrei.

    Liebe Grüße!

    Herz

    Hallo Rheingauer,

    vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung und die Zeit, deine Gedanken niederzuschreiben. Ich schätzen deine Offenheit und dein Engagement für unsere kleine Vanilla Community. Über den Vorschlag, die Serverregeln über einen Mod direkt im Spiel wurde ja schon etwas weiter oben gesprochen. Schade, dass es keine Onboard-Lösung mehr dafür gibt,d as würde vieles vereinfachen.


    Wegen der Mod möchte ich betonen, dass unser Ziel auf den Vanilla-Servern nach wie vor darin besteht, die Anzahl der Mods so gering wie möglich zu halten. Das kürzlich eingeführte "Early Winter Update" war eine große Ausnahme, da seitens des Teams auf uns zugegangen wurde und man uns auch mal ein winterliches Chernarus zur Verfügung stellen wollte. Darauf kann gerne im entsprechenden Thema eingegangen werden. Jedenfalls wurde dies nur nach nach sorgfältiger Abwägung im Team durchgeführt und nachdem wirklich viele Meinungen der Spieler an unterschiedlichster Stelle (Discord, Steam, Forum, persönliches Gespräch...) eingeholt wurden. Dass es diese Regel-Anzeige-Mod auf den GDZ Vanilla Server schaffen wird, ist daher (stand heute) eher unwahrscheinlich, da vermutlich eher der Schritt hin zu "so wenig wie nötig" gegangen werden wird.

    Dafür gibt es noch einen zweiten, wichtigen Grund.

    Klar könnte eine Einblendung die Leute zum Lesen bringen. Meine aktuellen Erfahrungen auf dem gemoddeten Chernarus Server haben jedoch schnell gezeigt, dass auch auf dort, trotz der Anzeige der Regeln, nicht alle Spieler diese auch lesen und beachten.

    Viele sehen sie halt als eine Art EULA oder AGB, die man einfach stillschweigend akzeptiert. Hauptsache spielen.

    Von daher gebe ich Dagi recht. Wer sich nicht um die Regeln kümmert, wird sie auch nicht lesen. Es frustriert, dass dann natürlich andere die Leidtragenden sind, weil sich ein paar nicht an die Regeln halten (möchten).

    Aber wie du ja erfahren hast, gibt es hier ein aktives Team, das sich auch darum kümmert. Hat das von euch schon mal jemand auf einem offiziellen DayZ Server versucht? Ich glaube das ist das eigentliche Debakel, dass Vanilla dort vielen Leuten einfach langfristig kaum mehr Spaß macht. Klar, hin und wieder ist es ganz nett, aber ich mir persönlich sagt der GDZ Vanilla Server wesentlich mehr zu. Von den technischen Einstellungen, der Aktivität des Admin-Teams und von den Leuten auf dem Server her. Das sind alles Faktoren, die mir wichtig sind. Dass es Leute gibt, die aus verschiedenen Gründen anderen den Spielspaß rauben möchten, lässt sich leider nicht vermeiden. Wobei man hier auch aufpassen muss, denn jeder Fall wird individuell betrachtet und geprüft. Nicht immer ist auch wirklich Vorsatz im Spiel, aber das müssen andere entscheiden und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Aber was wirklich hinter einem Raid steckt und wie etwas passiert ist, kann man oft als Basenbesitzer gar nicht mehr rekonstruieren. Das herauszufinden benötigt viel Fingerspitzengefühl.

    Eine Lösung über eine Whitelist, wie wir sie früher hatten, würde übrigens auch eine strengere Kontrolle ermöglichen, aber wir haben uns bewusst vor einiger Zeit dagegen entschieden, um den Zugang zu unseren Servern offen und einladend zu gestalten und ich stehe absolut hinter dieser Entscheidung.

    Was die Regelverstöße betrifft, so darf ich hier kurz klarstellen: Diese Fälle wurden in der Tat entsprechend unserem festgelegten System von Verwarnungen und Banns behandelt. Administrative Konsequenzen wurden in den von dir angesprochenen Fällen verhängt, sofern Regelverstöße vorlagen. Ein Fall wird derzeit noch geprüft. Die bisher verhängten Konsequenzen erfolgten stets im Einklang mit unseren Richtlinien und das Team nimmt es da sehr genau und verfügt durch jahrelange Erfahrung und technische Hilfsmittel auch über den notwendigen Weitblick, um Situationen korrekt einschätzen zu können. Nicht immer sind die Ergebnisse der Prüfung auch im Sinne des Basenbesitzers oder des Raiders. Das liegt in der Natur der Sache, wenn es zwei Parteien gibt und eine dritte es klären soll. Am Ende entscheiden die Admins über die Regelauslegung, nicht wir Spieler.

    Da es sich in deinem Fall nicht immer um die gleiche Person handelte, benötigten manche Dinge jedoch ihre Zeit. Wie im echten Leben eben auch. Dass sich nun aufgrund der steigenden Spielerzahlen die Ereignisse überschlagen haben, ist natürlich besonder unglücklich gelaufen. Ja, ich weiß... auf Vanilla muss man immer mit einem Raid rechnen und je größer die Base, desto interessanter. Aber ich kann den Frust über unerlaubte Methoden schon verstehen.

    Deine Anregungen nehmen ich auf jeden Fall ernst und ich stimme dir da vollkommen zu: Es ist auch mein Wunsch, ein faires und angenehmes Spielerlebnis zu fördern. Das verlangt manchmal, dass Vorfälle gemeldet werden müssen und vor allem fordert es von den Spielern und vom Team einen langen Atem. Von daher danke ich dir, dass dir diese Dinge so wichtig sind und ich hoffe, dass bald wieder Ruhe vor deiner Haustür einkehrt.

    Wir hoffen, dass wir gemeinsam eine Balance finden können, die sowohl den Geist von DayZ widerspiegelt aber auch die Annehmlichkeiten von GDZ bietet.

    Liebe Grüße

    Herz

    Unbekanntes Datum – Solnichniy

    Das große Finale (6) – Auf dem Seeweg nach Hause

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    "When I get tired of fightin'

    All of the fears I’ve been hidin'

    You gave me Your breath and tell me to rest

    You never left

    I can, I can, I can hear You callin' me by name

    Pullin' me out from under my shame

    Never be the same, I can face anything

    So let it rain."

    Ängstlich starre ich die unheimliche Kürbisfratze in der Ferne an. Ich versuche kaum zu atmen, damit sie mich nicht sieht und schlage mich instinktiv in einen Busch. Da holt mich Smokey Eyes ' Stimme leise zurück aus meiner Schockstarre. „Der Kürbis gehört zu uns, Herz-Aus-Gold. Keine Angst!“, ruft sie mir sanft, aber bestimmt zu, als hätte sie meine Gedanken erraten. Das beruhigt mich etwas, aber ich bleibe verständlicherweise skeptisch. „Wirklich?“, frage ich unsicher und trete vorsichtig ich aus meinem Versteck, mein Körper immer noch angespannt und bereit, erneut in Deckung zu gehen, sollte es nötig werden. Bisher kenne ich solche Kürbismasken immer nur von diesen Hallowenn-Zombies, die es momentan zu Hauf gibt, aber steckt hinter dieser hier wirklich ein Freund und kein Feind? Was, wenn es doch eine Falle ist? Ich möchte meine Freiheit nicht schon wieder verlieren! Aber ich vertraue Smokeys Urteil und wir gehen weiter, Schritt für Schritt, direkt auf die unheimliche Gestalt zu.

    Meine Hände zittern, mein Körper ist voller Adrenalin. Ich bin bereit zum Kampf oder zur Flucht. Doch als wir näherkommen, höre ich auf einmal eine vertraute Stimme hinter der Maske: Sie klingt dumpf und entfernt, aber ich würde sie überall wiedererkennen. „Hallöchen!“, ruft sie mir freudig entgegen mit einer Unbeschwertheit, wie sie nur eine Person in meinem Freundeskreis zeigen kann. Mein Herz jubelt vor Erleichterung. Kein Zweifel möglich. Ich kann nicht anders – ich stürme auf die Gestalt zu und umarme sie vor Glück. Hikaru ! „Hikaru!“, Tränen strömen über mein Gesicht, während ich schluchzend immer wieder ihren Namen wiederhole, „Hikaru! Du bist hier! Du bist wirklich hier!“ Meine Worte brechen immer wieder ab, verschluckt von der Flut an Gefühlen. Der Gedanke, sie hier zu sehen, unversehrt und lebendig, ist wie ein Traum. Jetzt weiß ich wirklich, dass das alles in Novodimitrovsk ein Spiel der Entführer war. Hikaru war nie in ihrer Gewalt, nie in Gefahr und sie ist wohl auf. Und was noch wichtiger ist: Sie ist gekommen, um mich nach Hause zu holen. „Hi Herz, willkommen zurück!“, sagt sie mit einem Lächeln, das selbst durch die gruselige Maske hindurch spürbar ist. „Lass uns dich jetzt nach Hause bringen!“ Ihre Worte sind so einfach, als sei es nichts. Aber sie bewegen mich tief. Oh ja.. Zuhause. Endlich!

    Langsam sammle ich mich wieder, wische die Tränen weg, während ich Smokey und BloodBlaze einen dankbaren Blick zuwerfe. Gemeinsam mit Hikaru schmieden wir einen Plan. Sie hat eine Zündkerze dabei, die für uns momentan unendlich wertvoll ist. „Auf nach Kamyshovo“, schlage ich vor. „Wir finden dort bei der Urlaubsinsel ein Boot, setzen die Zündkerze ein und dann geht’s nach Prigorodki!“ Meine Begleiter nicken, voller Hoffnung, aber auch mit einer leichten Unsicherheit. Der Küstenweg ist riskant. Sollten wir nicht lieber den Wald nehmen? Diese Gedanken schiebe ich vorerst beiseite. Die Entscheidung wird spontan fallen müssen, je nachdem, was uns unterwegs begegnet.

    Während wir uns durch die Nacht bewegen, berichtet Hikaru mir, was während meiner Gefangenschaft geschehen ist. Sie erzählt von der Einsatzleitung, die alles koordiniert, um mich zu finden und zu retten. Es ist kein Geringerer als Black Lion , mein schwarzer Löwe. Er ist derjenige, der diese „Operation“ leitet. Mein Herz schlägt schneller, und ich muss mich anstrengen, die Tränen zurückzuhalten. Nicht schon wieder weinen! Konzentrier dich.

    Er hat es also wirklich getan. Er hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um mich zu finden und einen Trupp aus Befreiern zusammengestellt, um mich da rauszuholen. Ich bin einfach überwältigt. Ich wusste immer, dass er stark ist, aber das hier übertrifft jede meiner Vorstellungen… wie konnte ich auch nur eine Sekunde daran zweifeln, dass sie mich finden und retten würden? Die Vorstellung, meinen schwarzen Löwen bald wiederzusehen, gibt mir neue Kraft, und ich kämpfe mich mit meinen Begleitern weiter durch die nachlassende Dunkelheit.

    Die kleine Insel gegenüber von Skalisty Island, wo meine Entführer mit mir – vermutlich vor einigen Tagen – mitten in der Nacht Rast gemacht hatten, kommt in Sicht. Ich flehe innerlich, dass wir hier ein Boot finden mögen. Doch der Strand ist leer. Enttäuschung macht sich breit, aber wir arbeiten uns uns weiter durch das Gelände vor, immer wieder pausierend, um uns zu verstecken oder Vorräte zu teilen. Hunger und Durst nagt an uns allen, aber ich habe während der letzten Wochen gelernt zu verzichten und teile alles, was ich noch haben. Meine Kräfte schwinden, doch ich weiß, dass wir bald da sein werden. Ich weiß, dass wir nur zusammen eine Chance haben.

    Langsam erhebt sich die Sonne über Chernraus, als plötzlich das Knattern eines Bootsmotors den Morgen durchbricht. Wir bleiben stehen, suchen Schutz. Freund oder Feind? Ich halte den Atem an, bis ich die vertraute Stimme von NiggoB höre: „Herz, magst du mitfahren?“ Und ob, Niggo! Und ob!

    Die Erleichterung steht mir vermutlich mal wieder aufs Gesicht geschrieben. „Niggo!“, rufe ich, während ich auf das Boot zulaufe. Neben ihm sitzt janinesta , die treue Seele ist wie immer an seiner Seite. Durch dick und dünn. Meine Augen füllen sich erneut mit Tränen. „Mann, bin ich froh, euch zu sehen!“ Wir machen uns daran, ins Boot zru steigen, aber schnell wird klar, dass nicht alle meiner Begleiter auch einen Platz finden werden. Ich sehe Smokey und Bloody an. Mein Herz zieht sich zusammen. Sie haben mich so weit gebracht, und nun müssen wir uns trennen? Hikaru überreicht ihnen ihre Zündkerze und gibt Anweisungen, wie sie das Boot auf der „Urlaubsinsel“ vor Kamyshovo wieder flottmachen können.

    Dann startet Niggo den Motor. „Bis gleich, Freunde!“, ruft er ihnen noch hinterher und ich ergänze: „Viel Erfolg! Ich danke euch!“ Es bricht mir das Herz, sie zurückzulassen, doch ich vertraue darauf, dass sie sicher ankommen werden.

    Mit Niggo, seiner Freundin und Hikaru an meiner Seite gleitet das Boot durch die dunklen Wellen. Der Wind peitscht mir ins Gesicht, doch ich fühle eine nie gekannte Freiheit. Kein Käfig, keine Bewacher, keine Angst – nur die offene See und die Hoffnung, dass heute alles gut enden wird. „Danke… danke euch beiden“, sage ich, meine Stimme leise, doch erfüllt von tiefster Dankbarkeit.

    Während wir unsere Reise fortsetzen, ahne ich nicht, welches perfide Spiel sich zeitgleich in der Polizeistation von Chernogorsk abspielt. Der Asiate hat sich tatsächlich in eine rote Sanitäterkleidung gezwängt und versucht, sich als mich auszugeben. Sein Plan? Meine Befreier täuschen und in eine Falle locken.

    „Hier ist Herz-aus-Gold“, tönt seine Stimme durch eine Tür. „Seid ihr Befreier oder Entführer?“ Seine Worte sind perfekt einstudiert, seine Stimme zittert vor gespielter Angst. Doch einer meiner Befreier, den er täuschen will, bleibt misstrauisch. „Das könnte jeder sagen!“, entgegnet er trocken. Ein nervöses Lachen des falschen Herz folgt, doch der Druck der Situation lässt die Fassade bröckeln. Es entwickelt sich ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel. Der Asiate versucht alles, um glaubwürdig zu erscheinen und meine Befreier in einen Hinterhalt zu lpcken, doch sie sind nicht leicht zu täuschen.

    Im Hintergrund höre ich später von der Einsatzleitung, dass der Asiate irgendwann tatsächlich zur Waffe greift und das Feuer eröffnet. Er erwischt einige meiner Befreier aus dem Hinterhalt. Am Ende wird er aber selbst überrascht – von einem „meiner“ Bambis, das ihn überwältigt. Welch Ironie des Schicksals. Und so findet sich der Asiate an diesem Abend selbst an der Küste wieder und hat nur ein Ziel: Prigorodki. Dort wird er versuchen, das Blatt noch einmal zu wenden.

    Doch von all dem ahne ich nichts, als ich mit Niggo, Selina und Hikaru immer weiter in Richtung Elektrozavodsk vorstoße.