💌 Herzensgrüße vom 01.05.2025 – Von Rauch und Rache
Hallo ihr Lieben,
Chernarus kennt viele Geräusche – das schwarfe Surren von Schüssen, das Klicken eines Schlosses, das Knacken eines Asts unter deinem Fuß.
Aber heute war es vor allem das Knallen, das mir im Gedächntis blieb.
🪓 Angriff nahe Krasnostav
Der Tag begann mit einer Nachricht von ROB: Die Basis von MISA wurde geraidet – und zwar gründlich. Das meiste achtlos auf den Boden geworfen. Wieder ein offline Raid und dieses Mal hatte es sie schwer getroffen. Ich hörte es zwischen den Zeilen: Nicht die Dinge waren verloren – sondern vielleicht der Glaube, dass es nochmal besser wird.
MrFerry98 (Michael) stand später mit dem Piratenkapitän von Balota in den Ruinen und sah sich die Trümmer an.
💥 Explosion in Nizhnoye
Ich durchstreifte die Umgebung von Berezino in Richtung Nizhnoye, als eine Explosion die Stille zerriss. Ich erstarrte – dann atmete ich durch, ging weiter. Immer am Rand des Waldes, immer in Deckung.
Bei CoolSevens Haus fehlten Tore – drinnen nur ein Feuerfass, das noch glühte.
Alles deutete darauf hin, dass jemand seine Vorräte verbrannt hatte. Ich wusste: Das war kein gewöhnlicher Überfall. Alles roch nach verbranntem Holz und... Rache. Aber wofür? CoolSeven hatte nie jemandem etwas getan. Trotzdem war es ein Statement. Eins, das gegen alles ging, wofür wir hier stehen und ich war mir sicher, das würde weitereichende Folgen für die Raider haben.
Ich schluckte. Und ging weiter.
Die Garage unseres Nachbarn war ebenfalls betroffen: schwarzer Rauch, zerstörtes Fahrzeug, Stacheldraht am Tor. Jemand hatte übernommen – und ich wusste, dass ich CoolSeven eine schwere Nachricht würde überbringen müssen.
Trostlose Überreste von einem Zuhause
🧍♂️ Stammgäste ohne Namen
In Prigorodki traf AceBlackWolf auf zwei altbekannte Gesichter – „Micha“ und „Disco Damiel“, wie er sie nannte. Ich vermutete stark, dass es sich um Charly117 und Tabasko handelte.
Sie kamen ans Camp, schwiegen, prügelten sich… und verschwanden wieder. Typisch für die Jungs, eben.
Was sie an die Küste verschlagen hatte? Wer weiß das hier schon je so genau. Aber sie hatten auf alle Dinge etwas vor.
☣️ Gaszone, Gefahr und Gerüchte
In der rostigen Axt begegnete ich Moon und Cala-j, die von einem Gaszonen-Ausflug zurückkehrten.
Ein Zombie hatte Moon beinahe erwischt – zum Glück war Cala da. Ohne viel Worte, aber mit einem exzellenten Gespür fürs richtige Timing.
Dann: Drama in Nizhnoye.
Rheingauer! wurde erschossen, unmittelbar in der Nähe unseres Auffanglagers. Kurz darauf dann auch WhiskeyMixer, aus seinem weißen Ada heraus.
Ersetzbares Crewmitglied rückte aus als Campsicherheit – dieses Mal nicht allein. Black Lion kam ebenfalls zum Ort des Geschehens und übernahm die Leitung der Sicherungs-Operation „Dreckiges Dutzend“.
Das Team stattete Rheingauer und Whiskey mit dem Nötigsten aus und sichtete zwei schwerbewaffnete Überlebende, die das geraubte Auto in die besetzte Garage fuhren – der eine stieg aus, der andere blieb versteckt. Mit Whiskey und Rheingauer wurde das Gebiet zunächst observiert.
Am Ende kam es dann zu einem Feuergefecht. Auch Zaungäste mischten dabei mit, die durch die Schüsse angelockt worden waren. Und das Granatwerfer-Duo? Natürlich, auch das war am Ende wieder mittendrin, statt nur dabei und konnten sogar einige Sachen an sich bringen und im Kampfgeschehen unbehelligt verschwinden.
Doch am Ende wurde der Angriff wurde abgewehrt, die Garage zurückerobert. Sueda, Whiskey und einige Hände voll Knochenmesser sowie eine Bratpfanne öffneten schließlich das Tor.
Drinnen befand sich das zerstörte Auto von Whiskey sowie ein Feuerfass. Sonst nichts. Die Raider hatten wieder ganze Arbeit geleistet. Sueda baute das Tor wieder auf und brachte das Schloss an.
Dann die Überraschung: Minuten später hörte man Explosionen und Schüsse von innen gegen die Wand, Dann Stille.
Der zweite Raider drinnen festgesetzt worden, aber eine Kontaktaufnahme verlief ohne Ergebnis. Ob ausgeloggt, ohnmächtig oder tot – wer weiß das schon.
Mein altes Fass war ebenfalls geplündert worden, aber das ließ sich verschmerzen. Schwerer wiegten dagegen die ganzen Verluste auf beiden Seiten und ich fragte mich, ob das wirklich alles hatte sein müssen. Was hatte die Raider dazu bewogen, ausgerechnet mit dieser unnötigen und vor allem unfairen Härte gegen unseren freundlichen Nachbarn vorzugehen, der wirklich niemandem etwas getan hatte? Die Tatsache, dass die beiden Raider ein weißes Armband trugen, deutete darauf hin, dass sie von MISA stammten. Ein Racheakt für den nächtlichen Raid? War das Heim unseres Nachbarn einfach die nächstbeste Gelegenheit dazu gewesen? Oder war es vielleicht so, dass jemand wollte, dass wir MISA dafür verantwortlich machten und hatte sich der weißen Armbinden bedient? So oder so, Vertrauen wurde immer rarer. Aber zumindest war das Auffanglager in Nizhnoye nun wieder sicher. Und das zählte.
Gefecht in Nizhnoye
🚗 Schüsse, Schatten und Rückzüge
Später fuhren Rheingauer, Ferry, der Schatten und Whiskey zurück Richtung Küste.
Weit kamen sie nicht, denn In Solnichniy wurde wieder scharf auf sie geschossen. Doch diesmal war der Schatten an Bord und nahm die Verfolgung auf.
Was soll ich sagen? Am Ende holte er sich sein nächstes Opfer. Wer der arme Teufel gewesen sein mag und was ihn dazu getrieben hatte, ein Auto zu beschießen, werden wir wohl nie erfahren. Aber er hätte an dem Tag wohl keinen größeren Fehler machen können.
Sueda verabschiedet die Jungs in Nizhnoye
🧵 Versorgung, Verlust und Verbündete
Um wieder etwas auf andere Gedanken zu kommen, machten sich Ace, Black Lion, Greeny und Pinky auf nach Myshkino – Kleidung holen.
Sueda angelte in Nizhnoye. Vielleicht, um runterzukommen. Vielleicht einfach, weil es nötig war.
Sueda beim Angeln
🩹 Heimkehr und Heilung
Während all diesen Dingen, stetzte ich meinen Weg in Richtung Süden unbeirrt vor. Im Krankenhaus von Chernogorsk traf ich auf Redworm – ein alten Heimkehrer.
Er litt an fortgeschrittenem Wundbrand – ich zögerte nicht und nahm ihn mit in die rostige Axt, in mein kleines Behandlungszimmer. Die Zeit drängte.
Er wurde von mir fachmännisch versorgt und wir tauschten ein paar alte Geschichten über die "guten alten Zeiten" aus.
Bevor er ging, versprach er, wiederzukommen. Und ich? Ich hatte doch glatt vergessen, ihm einen Begrüßungsteddy zu geben.
Aber wie sagt man so schön? Man sieht sich immer zweimal.
Treffen mit Redworm
🌒 Letzte Gedanken
Am Ende des Tages zog Moon mit dem Schatten weiter, um neue Erfahrungen zu machen.
Und ich? Ich legte mich in meinen provosorischen Lager in der rostigen Axt nieder. Das Feuer flackerte leise.
Ich war müde. Müde vom Laufen, müde vom Reden und müde von all diesen sinnlosen Überfällen und Raids.
Aber nicht müde vom Glauben, dass es trotzdem weitergeht.
In diesem Sinne: Bleibt am Leben.
gez.
Herz-aus-Gold 💛🪓