💌 Herzensgrüße vom 23.04.2025 – Lags, Lags und noch mehr Lags
Hallo ihr Lieben,
es war einer dieser Tage, an denen man erst denkt, es kann nicht schlimmer kommen – und dann zählt man abends durch: drei Unfälle, eine Beinahe-Katastrophe mit einer Claymore, ein Suizid, ein Giftgasangriff und ein zerlegtes Auto namens Lisa. Aber mal wieder alles schön der Reihe nach.
🧊 Ace, der Schwitzende
Der Tag begann mit AceBlackWolf , der sich irgendwie krank fühlte, stark schwitzte und Fieber befürchtete. Wir dachten schon an Cholera – er hatte aus einer gefundenen Flasche in einen Schluck genommen. Die Untersuchung zeigte jedoch: Alles war in Ordnung. Er war lediglich zu warm angezogen. Glück gehabt!
👣 Schritte im Norden
NiggoB hörte bei seiner Basis im Norden Schritte. Für einen Moment fürchtete er, MISA habe einen Späher geschickt. Ein Angriff stand im Raum. Doch später meldete Niggo Entwarnung – der Späher war verschwunden, dafür wurde eine unbekannte Basis in Karmanovka geraidet. Wem sie gehörte, wusste niemand. Bis in die Nacht hinein blieb es an seiner Basis auch ruhig.
💥 Claymore-Kapriolen
Greeny machte indes dubiose Experimente mit einer Claymore – und einem Auto. Zusammen mit janinesta (Selina). Dass das nicht in einer Katastrophe und mit Toten endete, grenzte an ein Wunder. Ich notierte still, dass Greeny wirklich besser aufpassen sollte. Vertrauen baut man nicht mit Sprengstoff oder Scherzen.
Später gerieten Greeny und ich noch in gewisser Weise aneinander – aber dazu später mehr.
🪓 Ein Bambi, ein Abschied und ein Wiedersehen
Am Camp musste Ace mitansehen, wie ein Bambi sich das Leben nahm – mit einer Spitzhacke. Es schnitt sich die Pulsadern auf. Fragt bitte nich... Ich erinnerte mich an mein erstes Mal, als ich mitansehen musste, wie sich ein Bambi im Camp das Leben nahm. Es verfolgte mich noch Wochen. Ace hingegen blieb ruhig. Vielleicht hatte er schon zu viel gesehen, vielleicht war das seine Art, zu überleben. Unser tiefgründeriger und ruhiger Ace (wenn er nicht gerade schwitzt) ... ein Fels in der Brandung an manchen Tagen. Die des Unbekannten wurde still beerdigt. Ein zweites Bambi tauchte kurz auf – und verschwand wieder.
Dafür kehrte Karotte zurück – unser einstiger Aushilfssanitäter, der mit mir gemeinsam in den ersten Tagen das Lager in Prigorodki aufgebaut hatte. Ich war froh, dass es ihm gut ging und hieß ihn herzlich willkommen.
Selbstmordbambi - NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN!
💀 Giftgas und Ravinis Schweigen
In Elektrozavodsk trafen die Samariter auf Michael ( MrFerry98), der etwas Zeit am Camp verbrachte.
Etwas später fuhren Sueda, Niggo und Selina gen Norden, um ravini01 ein Auto zu übergeben. Auf dem Weg schlug ein Giftgasangriff beim Militär in Cherno ein. Die drei rasten hindurch, husteten, überlebten – keine Folgeerkrankungen. Glück im Unglück. In Prigoordki holten sie schließlich Michael ab, der ebenfalls den Weg in den Norden antrat.
Später in Solnichniy sollte die Olga übergeben werden. Sueda nahm auf dem Hügel Position ein – (aus freien Stücken, kein Samariterauftrag!). Doch da lag bereits jemand! Wie frech. Sueda, ihrerseits nicht auf den Mund gefallen, sprach ihn dreist von hinten an. Der Fremde reagierte überaus frech, nämlich gar nicht. Beim Versuch, ihn zu fesseln, stellte sich Sueda entweder extrem schlecht an oder aber es gab einen Glitch in der Matrix. Es ging einfach nicht. Sie konnte machen, was sie wollte. Aber Sueda wäre nicht Sueda, wenn sie dafür keine Lösung hätte. Eigentlich hätte sie schießen sollen. Schon längst. Aber vielleicht hatten unsere Gespräche ja etwas gefruchtet? Jedenfalls stellte sie sich kurzerhand einfach auf den Scharfschützen drauf – und fand in seinem Rucksack: Schleifsteine. Viele, viele Schleifsteine. Da dämmerte es der Gruppe. Das war Ravini! Mal wieder abwesend.... Am Ende überlebte er überraschend – und zeigte sich nach seiner mentalen Rückkehr selbst davon überrascht.
Die Olga wurde übergeben, doch Selina und Niggo fuhren weiter in den Norden – mit Ravini und Sueda. Kurz vor Svetlojarsk: Sekundenschlaf. Unfall. Sueda und Michael retteten sich verletzt aus dem Olga-Wrack und Michael leistete bei Selina erste Hilfe. Vorbildich! Ravini überlebte mit Niggo den LKW-Crash problemlos und auch das Gefährt war noch flott, die Olga jedoch Schrott. Sueda und Selina kämpften sich mit Miachel verletzte zu Fuß in Richtung den Norden, Unterwegs gab Sueda ihre Geschichten und Anekdoten zum Besten. - Sie kennt die Strecke nach Norden von der Küste her wie ihre Westentasche und am Ende kamen sie alle heil an.
Autoübergabe und der Weg nach Norden
⚰️ Ein schwarzer Gunter, ein schwerer Abschied
Black Lion war währenddessen auf einem Versorgungstrip in Myshkino, hörte dort Schüsse – wohl vom qRheingauer! und seinem Schatten. Das Jägercamp blieb unangetastet.
Auf dem Rückweg erwischte ihn der Lag bei Komarovo. Sein schwarzer Gunter verunglückte. Ich fuhr sofort los, zu sichern, was zu retten war.
Für einen Moment hielt die Welt den Atem an. Ich stand da, vor der offenen Fahrertür, sah seinen Körper reglos über dem Lenkrad hängen – und alles in mir wollte schreien. Nicht schon wieder. Nicht er!
Wir hatten so viel überlebt. So viel geteilt. Und doch reicht ein einziger Lag-Spike, um alles zu beenden. Es war nur ein Moment, aber er riss ein Loch in diesen Tag.
Mein Herz wurde schwer, als ich Black Lion leblos aus dem Auto zog. Doch seine Ausrüstung war unversehrt. Ich versteckte alles im Busch, reparierte das Auto. Kurz darauf kamen Ace, Greeny und Black Lions „neues Ich“ von der Küste – und der Samariter fuhr weiter. Auch ich brach schließlich auf.
Fahrzeugcrash bei Komarovo
🏴☠️ Piraten, halbgebackene Bambis und Kürbiskerne
Ich machte einen Abstecher bei den Piraten von Balota – dort war alles ruhig. In Prigorodki traf Black Lion auf ein Bambi namens HalfBaked – weder halb noch gebacken. Und keine Sorge, bei uns werden keine Bambis gegessen, auch wenn sich das Bambi so genannt hat. Der Name war in diesem Fall also nicht Programm. Ich kam ebenfalls dazu und begrüßte den Fremden.
Im Zelt hatte jemand außerdem aus meinem „Hi“ ein „Ho“ mit Kürbiskernen gelegt. Sehr subtil.
Später ging es mit HalfBaked dann noch in den Rasthof zur rostigen Axt und wir stießen mit einer NotaCola an.
Als er nachfragte, erzählte ich ihm am Ofenfeuer von der Basis der Chicks in Action, die sich selbst der Zerstörung preisgegeben hatten. Nicht aus Feigheit, sondern aus Überzeugung. Sie mögen fort sein, aber ihr Vermächtnis ist noch immer zu sehen und zu spüren.
Treffen mit HalfBaked
🚗 Lisa stirbt
Dann das dritte Unglück des Tages: Ace überdrehte Lisas Motor und sein treuer schwarzen Gunter segente nun das Zeitliche.
Vor dem Krankenhaus in Cherno gab der Motor auf. Ich half ihnen – und wir zogen zurück zur rostigen Axt. Lisa war nicht mehr zu retten.
Leb wohl Lisa
📦 Mauser, MISA und noch ein Lag
Mauser ließ MISA ausrichten: „I found your proposal in front of our base. Thank you.“ Was auch immer das bedeutete.
In Elektrozavodsk jagte und grillte ich Ziegen, während Black Lion einen weiteren Gunter fand – diesmal blau. Gemeinsam machten wir ihn flott. Doch auf dem Rückweg traf Black Lion wieder der Lag – der vierte Unfall heute. Kühler kaputt, Fahrer überlebte jedoch. Gott sei Dank!
Leben in Elektrozavodsk
🚙 Ein neuer Gunter, ein alte Uneinigkeit
Das Auto wurde von uns wieder flottgemacht und zurück ging es nach Prigorodki. Unterwegs trafen wir auf eine freundliche Bambina, die wir nach Prigorodki mitnahmen – am Camp angekommen gab sie sich schließlich als Zara zu erkennen. Wir statteten sie aus, und sie hatte die Ehre, der Taufe von „Lilly“, Aces neuem blauen Gunter, beizuwohnen.
Im Anschluss kam es zu einem kleinen Disput zwischen Greeny und mir. Er wollte Zara – natürlich im Scherz – 99 Nägel „für unseren Service“ abknöpfen. Ich wies ihn deutlich, aber bestimmt darauf hin, dass solche Späße im Umgang mit Neulingen fehl am Platz seien – schließlich wollen wir Vertrauen aufbauen, nicht verwirren. Als er konterte, geriet der Ton zwischen uns kurz aus dem Gleichgewicht, und ich erinnerte ihn (durchaus handfest), dass wir als Samariter – oder solche, die es vielleicht noch werden wollen – klare Linien brauchen.
Zara, sichtlich irritiert, merkte trocken an: „Ich dachte, hier wäre es friedlich?“ – und hatte damit nicht ganz unrecht. Aber auch bei uns braucht es manchmal Reibung, um Werte zu schärfen.
Am Ende beruhigte sich die Lage schnell wieder, Greeny verzichtete auf weitere Wortspiele, und wir führten den Abend an der rostigen Axt in gewohnter Ruhe fort.
Am Camp kehrte Frieden ein.
Mit Zara am Camp
Wir brachten Zara noch nach Chernogorsk zur rostigen Axt. Dort ließen wir den Abend am Feuer ausklingen, trockneten unsere Kleidung und ich überreichte Zara unseren traditionellen Begrüßungsteddy. Während Greeny und Ace später noch nach Pavlovo aufbrachen, wünschte ich ihr noch einen schönen Urlaub.
Ich zog mich zurück, müde, aber in gewisser Weise zufrieden – und legte mich im Gästezimmer schlafen.
Abend in der rostigen Axt
Und irgendwo zwischen Fleisch, Funk und Frust fragte ich mich:
Wie viele Unfälle braucht es eigentlich, bis man bei uns den Tag für erfolgreich erklärt?
gez.
Herz-aus-Gold 💛