💛 Herzensgrüße vom 15.11.2025 - Heilung
Hallo ihr Lieben,
manchmal beginnen Tage nicht laut.
Nicht mit Schüssen oder mit Funksprüchen, sondern mit einem leisen Gespräch, das alte Wunden berührt und neue Wege öffnet.
So war es heute.
🌫️ Aussprache im Morgengrauen
Ich nahm mir ein Herz und schrieb nochmals mit jayphiiyo.
Der Vorfall der letzten Tage lag schwer zwischen uns, und ich wusste, wenn wir jetzt nichts klären, wird dieser Schatten zwischen uns bleiben
wie eine Wand, die keiner abzubauen wagt.
Wir schrieben uns lange.
Sie erklärte, was geschehen war. Warum sie tat, was sie tat.
Wie sie zu der Überzeugung gelangen konnte, ich hätte sie hintergangen.
Und es leuchtete mir ein. Sie war einem Irrtum aufgesessen. Ich nannte es ein "Missverständnis" und ich spürte seit Langem wieder ein Stück Wärme aus ihrer Richtung.
Da ich an meinen Aufzeichnungen saß, nutze ich die Gelegenheit und fragte nach "SCHNEEFLOCKE", meiner weißen Olga.
Dem Auto, das ich ihr anvertraut bzw. überlassen hatte.
Sie atmete tief durch und sagte mir, dass "SCHNEEFLOCKE" nicht mehr existierte.
Ein Baumstamm, ein Unfall.
Chernarus hatte sie genommen.
Aber sie hatte lange und treu durchgehalten.
Cala-j hatte ihr geholfen und ihr eine rote Olga dagelassen, damit sie nicht zu Fuß weitermusste.
Jay erzählte mir, dass sie sich nun erst enmal zurückziehen wolle.
Dass sie aber stolz sei, jede Basis geknackt zu haben, die sie haben knacken wollen. Egal, ob mit Waffe, der Axt, Munition, Sprengstoff oder Köpfchen.
Sie stellte auch klar, dass der Raid auf die Hochhaussiedlung kein „Armbrust-Raid“ gewesen war, sondern echte Sprengkraft dahinter gesteckt hatte.
Nun würde sie sich sammeln, um für das, was auch immer nach dem Wipe kommen würde, bereit zu sein.
🔁 Ein Truck, ein Fehler & eine Wiedergutmachung
Ich erzählte Cala-j vom LKW, der Szeppi in Elektrozavodsk gestohlen worden war und der beim fehlgeschlagenen, zweiten Raid auf die Hochhaussiedlung liegengeblieben war. Kleinlaut gab Cala zu, er habe ihn "Chernarus zurückgegeben". Er war ohnehin nur noch kaum fahrtüchtig gewesen. Aber nun war Szeppis LKW fort und man musste ihm die Botschaft überbringen.
Cala hörte zu, dachte lange nach und stellte schließlich vor Mawa Haus einen anderen LKW ab. In Rücksprache mit den Chicks, wie er später erklärte. Als Wiedergutmachung, denn Szeppi war nie ihr Ziel gewesen. Ich hörte zu und fragte mich, wie oft Mawa und Szeppi noch zwischen die Fronten geraten würden. Erst E.C.H.O. und nun jayphiiyo ... aber ich begrüßte die Geste, auch wenn ich ahnte, dass es sich dabei eigentlich um Crippsys Truck handelte. Den, der aus der Brit's Garage gestohlen worden war. Cripps yfragte sich natürlich nun, wie seine ganzen Güter bis zum Abschlussballern an den Zielort kommen sollten, denn er wollte alle seine Sachen spenden. Aber ich war mir sicher, wir würden einen Weg finden.
🤝 Auch mit UltrA – endlich Klarheit
ninja2.00926 (UltrA) sprach das Thema mit dem Baseraid in Chernogorsk noch einmal an.
Jene Szene, in der ich sie, Jannnik und Cala-j überrascht hatte, als sie und die anderen etwas wieder gutmachen wollten.
Ich räumte ein, dass ich zu impulsiv und aus verletztem Vertrauen heraus gehandelt hatte und entschuldigte mich.
Und sie stellte klar, dass sie es zu keinem Zeitpunkt böse gemeint habe.
Wir hatten beide Fehler gemacht, und beide hatten wir aus guten Gründen heraus gehandelt.
Und zum ersten Mal seit einigen Tagen hatte ich das Gefühl: Heute heilt wieder etwas.
🚗 Yannicks Pech & Lockes trockener Humor
Locke berichtete mir von Yannicks neuestem Kunststück: „Die Pflaume hat sich mit dem Auto selbst zerlegt.“
Es war fast schon Routine. Ein Auto weniger, ein Wrack mehr.
Jannik war in seinem Ada von Elektro nach Prigorodki gefahren und bei der Brücke verunglückt. Jannik tot, das Auto hinüber.
Zurück am Camp war Locke wieder Äpfel in die kleine Basis von janinesta (Selina). Sie war nicht amüsiert. Äpfel, Fische... was kam als Nächstes?
🐔 Jens, das Mörder-Huhn & Solnichniy
Dann begegnete ich Jens wieder am Brunnen. Der Freund von Thomas, den ich vor ein paar Tagen hier getroffen hatte.
Dieses Mal hatte kein Bär ihn erwischt, sondern ein Huhn.
Ja, wirklich! Ein Huhn.
Er hatte es gejagt und dann waren Zombies über ihn hergefallen.
WhiskeyMixer, der auch am Camp war, schenkte ihm ein NVG und ich brachte ihn nach Dolina zu seinem Freund.
Auf dem Weg durch Solnichniy hatte ich einen kurzen Anflug von Panik. Nicht, dass uns Wegelagerer auflauerten, aber es blieb ruhig.
Auf meinem Rückweg prüfte ich das dortige Camp, alles war an seinem Platz. Nur im Unterstand an der Straße lagen zwei Bandagen, die nicht steril waren.
Ich räumte sie aus, denn für Bambis waren sie gefährlich. Wundbrand war allgegenwärtig.
🚘 *Der weiße Ada – und das Zeichen von Veyr/\*
Etwas später fanden WhiskeyMixer und ich den weißen Ada wieder, der von den Chicks aus der Hochhaussiedlung gestohlen worden war.
In Elektrozavodsk, unweit ihrer geöffneten Basis. Wir sicherten ihn gemeinsam, denn ich wusste dass er E.C.H.O. gehörte.
Das verschlossene Tor war schnell überwunden und Whiskey öffnete es von der Innenseite, damit er das Auto nach draußen fahren konnte. Alles schien, als habe jemand gewollt, dass man das Auto leicht fand und damit schnell verschwinden konnte. Und im Kofferraum lag ein umgedrehtes V aus Kürbiskernen.
Ein Zeichen.
Ein Hinweis.
Veyr/\.
War es Veras Stash?
Oder hatte sie die Lagerhalle geöffnet, den anderen grünen Ada entwendet, ihr Zeichen hinterlassen und alles wieder verschlossen?
Oder war es jemand, der wollte, dass wir glaubten es sei Veyr/\ gewesen?
Niemand wusste es.
Aber das Gefühl im Bauch blieb ungut.
Whiskey vermisste "SCHIMMEL", seinen grünen Ada jedenfalls weiterhin schmerzlich.
🛠️ Echo bekommt seinen Wagen zurück
Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 und Locke brachten später den weißen Ada in E.C.H.O.S. Garage.
Ich hoffe, er freut sich.
Manchmal ist ein Auto nur ein Auto —
aber manchmal ist es ein Vertrauensbeweis und ein Dankeschön.
🚪 Eine rote Tür für meinen gelben Sarka
Ich hatte tagelang nach einer anderen roten Tür gesucht.
Nichts.
Als Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 und Locke von der Hochhaussiedlung zurückfuhren, suchten sie Autowaracks ab. "Ich helf beim Suchen. Ich finde dir eine!", sagte Locke voller überzeugung. Sueda lächelte. "Hab ich die letzten Tage auch schon probiert ohne Erfo - ". Dann brach sie ab.
Locke hob eine rote Sarka-Fahrertür in die Höhe.
"Hab eine!"
Manche Menschen haben echt Talent für sowas.
Wir dankten und suchten im Gegenzug für seinen schwarzen Gunter eine passende Türe, aber leider ohne Erfolg.
Scheint, als sei das Glück für diesen Tag schon aufgebraucht gewesen.
🌅Zum Schluss...
Ich kehrte ins Lager nach Prigorodki zurück.
Mit müden Knochen, aber einem ruhigeren Herzen.
Mit mehr Verständnis, als ich es am Morgen gehabt hatte.
Mit Wiedergutmachungen auf allen Seiten, echten Gesprächen und kleinen Zeichen der Hoffnung zwischen all dem Schutt der letzten Tage.
Und während draußen der Wind ums Kochhaus strich saß ich am Feuer, dankbar, dass es Tage gab, an denen nicht alles brach, sondern manchmal auch etwas heilte.
In diesem Sinne:
Bleibt vorsichtig
bleibt menschlich und bleibt am Leben.
gez.
Herz-Aus-Gold 💛
