Herzzeit vom 03.05.2026 (Sonntag) – Tag 026: Die Jagd nach einem Schatten
Hallo ihr Lieben,
manchmal beginnt ein Tag mit etwas, das beinahe albern wirkt: Mit Rauchgranaten. Mit einem schweigenden Fremden. Mit diesem seltsamen Gefühl, dass jemand ein Spiel spielt, dessen Regeln nur er selbst festgelegt hat, aber er nicht sagt wie sie lauten. Bis es zu spät ist.
Denn machchmal endet genau so ein Tag damit, dass man erschöpft, krank und halb verdurstet irgendwo im Dreck liegt, während das, was man eigentlich beschützen wollte, längst außer Reichweite ist.
Vielleicht war genau das das Gefühl dieses Tages: Dass man manchen Schatten hinterherlaufen kann, ohne sie jemals wirklich einzuholen.
🎭 Die Falle mit den Rauchgranaten
Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 war am Camp, als ein Bambi auftauchte, das eine Maske trug, die stark an "Heiner-Heini" Marius erinnerte.
Schon das allein fühlte sich falsch an. Der Fremde sprach kein Wort. Stattdessen zog er einfach Rauchgranaten hervor und begann, sie zu werfen, als wäre das alles irgendein absurdes Theaterstück.
Und vielleicht war genau das der Grund, warum Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 zunächst mitspielte. Sie beobachtete ihn, warf selbst eine Rauchgranate und sprach ihn an. Freundlich, aber etwas irritiert. Als er nicht antwortete, nannte sie ihn noch "Witzfigur" in einem von ihren typischen Sueda-Momenten.
Sie wollte gerade gehen, doch plötzlich zog der Fremde seine Waffe. Und erschoss sie an Ort und Stelle.
Keine Warnung, keine Worte.
Nur dieser kurze Moment, in dem aus einer seltsamen Begegnung plötzlich tödlicher Ernst wurde.
Später stellte sich heraus: Es war Alex gewesen. Der, den Pinky und janinesta (Selina) vor einiger Zeit in Solnichniy getroffen und versorgt hatten. Der, der das Camp vom Rohbau aus beobachtet und auf Sueda geschossen hatte. Der, der gestern janinesta (Selina) vor der BBA zweimal erschossen hatte und der sich "Toxic-Sniper" nannte. Der, der sich gestern seiner gerechten Strafe durch einen Freitod entzogen hatte und Sueda somit um ihre Genugtuung gebracht hatte.
Er war es gewesen.
Natürlich war er es gewesen.
Und nun fehlte Sueda ihre Ausrüstung. Darunter ihre geliebte DMR. Sie schwor sich: Sie würde sie sich zurückholen. Koste es, was es wolle!
🏃 Eine Jagd quer durch Chernarus
Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 spawnte erneut in Prigorodki und nahm sofort die Verfolgung auf. Irgendetwas sagte ihr, dass er sich Richtung der Klippen nördlich von Prigogrodki bewegen würde, wie am Tag zurvor. Bei Pusta wurde Alex auch sofort von Rio gesehen. Von dort lief er weiter über Elektrozavodsk in Richtung Staroye. Sie nahm die Spur auf.
Und irgendwann sah sie ihn tatsächlich selbst, schoss aber nicht. Beobachtete nur. Dann ging es weiter nach Shakovka. Und langsam begann aus dieser Verfolgung etwas völlig anderes zu werden. Denn irgendwann kämpfte 371 nicht mehr nur gegen Alex. Sondern gegen ihren eigenen Körper. Sie verdurstete beinahe, verhungerte fast. Musste schließlich aus einem Fluss trinken, weil nichts anderes mehr blieb und fing sich dadurch Cholera ein.
Das war genau einer dieser Momente, die Chernarus so grausam machten.
Nicht die Kugeln, nicht die Schüsse.
Sondern diese langsame Erschöpfung, dieses Stück für Stück Ausgelaugtwerden, während man trotzdem weitermarschiert, weil man das Gefühl hat, nicht aufhören zu dürfen.
Zum Glück hatte sie Vitamintabletten dabei und schaffte es irgendwie, die Infektion wieder in den Griff zu bekommen. Pure Zähigkeit, wie mir scheint.
Aber Wasser fehlte weiterhin.
Immer wieder.
🌲 Die Spur verliert sich
Nahe der alten "Greeny-Base" in Shakovka sichtete sie Alex erneut. Sie schoss. Verfehlte ihn.
Und wieder verschwand er. Wie ein verdammter Schatten.
janinesta (Selina) machte sich schließlich mit "FREUNDSCHAFT" auf den Weg und brachte Nr. 371 Essen, Wasser und ihre DMR vorbei. Allein das fühlte sich in diesem Moment vermutlich schon wie Rettung an. Doch kaum wollte Selina wieder aufbrechen, sichtete sie den Schützen erneut. Und sofort begann dieses Rennen von vorne. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 folgte schließlich dem Wanderweg in Richtung Dolina, verlor dort jedoch die Spur. Frustriert zog sie weiter zum Militärkonvoi und anschließend nach Guglovo.
Dort sah sie ihn jedoch wieder. Noch ein Schuss, noch ein Fehlschuss. Doch diesmal traf Alex zurück. Die DMR von janinesta (Selina) wurde beschädigt, 371 erlitt zwei Treffer von ihrer eigenen DMR. Was mehr weh tat dürft ihr euch selbst ausmalen... trotzdem entkam der Typ erneut. Immer wieder dieses Gefühl, ihn beinahe zu haben… und dann doch wieder nicht.
Bei Kumyrna sichtete Pinky ihn schließlich noch einmal kurz.
Dann verlor sich die Spur endgültig.
🧟 Zusammenbruch
@Ersetzbares Crewmigtlied Nr. 371 brach schließlich Richtung Süden auf. Völlig erschöpft. Und als wäre das alles noch nicht genug gewesen, wurde sie in Elektro beinahe von Zombies überwältigt.
Blitzomachte sich zwar mit Essen und Medikamenten auf den Weg zu ihr, doch er kam nicht rechtzeitig. Als er sie erreichte lag Sueda bereits tot auf der Straße. Nicht durch Alex, nicht durch die Cholera. Sondern durch Zombies. Das war mit Abstand die bitterste Pointe dieses ganzen Tages.
Dass man quer durch Chernarus einem einzelnen Mann hinterherjagt, beinahe verdurstet, angeschossen wird und am Ende doch einfach an einer Horde Infizierter scheitert.
Blitzo sicherte immerhin die DMR von janinesta (Selian) und als 371 zurückkehrte, bekam sie die Waffe wieder. Gemeinsam liefen beide zurück nach Prigorodki.
Erschöpft, genervt und...leer.
Und wahrscheinlich hoffte zumindest ein kleiner Teil von ihr einfach nur noch darauf, dass dieser verdammte Tag endlich vorbei sein möge.
🚪 E.C.H.O.
Doch stattdessen wartete bereits die nächste Katastrophe: E.C.H.O. war verschwunden. Ausgebrochen aus dem Haus bei "Little Prigo".
Er hatte das Zahlenschloss geknackt und war durch das Fenster geklettert. Von ihm fehlte jede Spur.
Zurück geblieben waren nur die Zahlen: 371. Wie ein Schlag ins Gesicht für Sueda nach all dem, was sie heute durchgemacht hatte. Das fühlte sich beinahe persönlich an.
War es eine Botschaft?
Eine Aufforderung, ihm zu folgen?
Niemand wusste es genau.
Im Zelt entdeckte man schließlich einen weiteren Morsecode, gelegt aus Medikamentenschachteln und Kürbissamen.
Kurz, kurz, kurz.
Lang, lang, lang.
Kurz lang kurz.
Kurz lang kurz.
Lang kurz lang lang.
Dazu ein „E“.
Und ein Autokühler.
Ich lar darin: "SORRY - E.", aber bevor ich es Sueda erzählen konnte, war sie schon schmollend im Wald verschwunden. Ich wusste nicht, was er vorhatte, aber ich hoffe er würde einen Weg finden, sich von diesem Einfluss zu lösen. Und wir hatten das Gefühl, dass der Schlüssel bei diesem Doktor und in Pustoshka liegen könnte.
🌒 Zum Schluss..
Wenn ich auf diesen Tag zurückblicke, dann denke ich vor allem daran, wie erschöpfend es ist, Menschen hinterherzulaufen.
Alex, E.C.H.O., den Schatten im Wald, den Stimmen im Funk.... Und dazwischen Menschen, die einfach nur versuchen, Camps aufzubauen, Feuer anzuzünden und irgendwie nicht den Verstand zu verlieren.
Einmal mehr zeigt sich: Die größte Gefahr in Chernarus sind weder Kugeln noch Zombies. Sondern dieses langsame Gefühl, dass einem alles entgleitet, egal wie sehr man versucht, es festzuhalten.
Und trotzdem laufen wir weiter. Immer weiter. Vielleicht, weil Aufgeben noch schlimmer wäre.
In diesem Sinne, passt auf euch auf und bleibt am Leben.
gez.
Herz-Aus-Gold 💛
🎞️VIDEO-STREAM vom Sonntag, 03.05.2026
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