💌 Herzensgrüße vom 30.06.2026 – Zwischen Schatten und Spuren der Hoffnung
Hallo ihr Lieben,
manchmal weiß ich einfach nicht, warum ich das alles mache. Aber am Ende tue ich es. Neuerdings manchmal schimpfen und protestierend, aber ich tue es – und glaube, dass es das Richtige war. So auch heute.
Es begann unscheinbar: Eine Autotür wurde vor der alten Kneipe in Krona gemeldet. Kein spektakulärer Fund, aber ich konnte nicht anders, als an Cone zu denken. Vielleicht war er dort gewesen, in seiner alten Wirkungsstätte, um Erinnerungen zu besuchen, die nur noch zwischen knarrenden Dielen und alten Brettern existieren. Ich musste an die „rostige Axt“ denken. Noch ein Schatten seiner selbst, aber ich glaube, wir können sie wieder aufbauen. Bald.
⚡ "Ich hab so nen HASS!"
NiggoB und janinesta (Selina) kamen vorbei. Sie wirkten müde, erschöpft – aber Selina schien aufzuatmen, seit Herbert wieder da war. Bei NiggoB war das anders. Etwas Dunkles begleitete ihn. Vielleicht der Druck der vergangenen Wochen, vielleicht die ständigen Angriffe, vielleicht die Hitze des Tages. Aber sicherlich auch die Tatsache, dass seine Freundin und große Liebe janinesta (Selina) dem Wahnsinn fast verfallen wäre. Als er durch das Camp ging, murmelte er düster immer wieder „Ich hab so ’nen HASS...“ Ich legte ihm meine Hand auf die Schulter, versuchte ihn mit ein paar Scherzen zurückzuholen und reichte ihm Wasser und deutete auf das Essenzelt. Essen half immer. Doch ich sah in seinen Augen, dass die Kämpfe in ihm nicht mit Nahrung zu heilen waren. Ich hoffe, er findet seinen Weg zurück ins Licht.
Aber ich werde an seiner Seite sein, denn ich bin den Weg schon vor ihm gegangen.
Alles hatte irgendwie seinen Sinn.
Und in der Tat, als sie später mit ihrem Auto durchs Industriegebiet fuhren, schien sein Zorn sich langsam zu legen. Mit jedem Wellblech, das er fand und in dakel s guten alten Ada namens Rolf packten.
Niggo und Selina in Prigorodki
🚗 Von Reifen, Rolf und dem Rückweg
Ich montierte gerade einen neuen Reifen auf "HOFFNUNG 2.0" – vermutlich ein Geschenk der Silberwölfe –, da kam der Notruf: Angriff direkt vor NiggoB s Heim! Mit Granatwerfer! Am helllichten Tag! Und dabei hatten sie gerade so viele Dinge dabei, eine Kiste die besagten Wellbleche und natürlich...Rolf. BloodBlaze eilte zur Rettung, sicherte was ging. Aber Rolf? Unauffindbar. Ein herber Schlag so kurz, nachdem Herbert, ihr roter Gunter durch eine Fügung des Schicksals wieder den Weg nach Hause gefunden hatte.
War es MISA? Oder vielleicht Cone? Nein, ich lehnte diese Gedanken ab. Weder Cone noch MISA hätten mit einem Granatwerfer auf diese Art und Weise zugeschlagen. Das trug eindeutig die Handschrift einer ganz anderen Person und auch, wenn ich keine Beweise hatte, konnte ich mich nicht gegen den Gedanken wehren, dass Tabasko wieder einmal zugeschlagen hatte.
NiggoB und janinesta (Selina) landeten an der Küste und setzten einen Notruf auf.
Ich zögerte.
Die Anfrage nach einem Taxi war freundlich gewesen, klar formuliert – und doch sträubte sich etwas in mir. Sie waren meine Freunde... ich verdankte ihnen so viel. Aber der Vorfall in Berezino saß mir noch immer in den Knochen. Ich hatte Jannik nach Hause gebracht, einfach nur helfen wollen – und wurde dafür erschossen. Eiskalt. Kein Gespräch, kein Zögern. Nur zwei Schüsse, die mich niederstreckte. Seitdem... naja, manchmal zitterten mir noch die Hände, wenn ich an mein Auto dachte.
„Wir sind Samariter, kein Truppentransporter“, hatte Jammet einmal gesagt. Und ich verstand, was er meinte. Wir mussten nicht immer zur Stelle sein. Wir durften auch Grenzen ziehen.
Ich lehnte ab und widmete mich wieder meinem Auto. NiggoB und janinesta akzeptierten es stillschweigend und fragten bei den Banana Ops nach.
Ich stand vor meinem roten Sarka und hätte mich am liebsten verkrochen. Vor "HOFFNUNG 2.0."
Hoffnung, ja... das war auch der Name des Autos. Aber er war auch ein Versprechen. Ein Versprechen, das ich nicht brechen wollte.
Ich atmete tief durch. Dann rief ich Pinky, eb er mich nicht begleiten würde. Zur Sicherheit. Zur Beruhigung. Einfach, weil ich ihm vertraute.
Denn ja – ich hatte Angst. Aber ich wollte, HOFFNUNG 2.0 nicht schon wieder verlieren, aber ich wollte auch, dass die Hoffnung stärker war.
Hoffnung würde sie bringen.
Wobei.. ich entschied mich dann doch lieber dazu, TREUE 2.0 zu nehmen. Der rote Gunter, den ich später noch John/cripsy77 geben wollte.
Er war wesentlich schneller.
Ich packte meine Sachen, holte Pinky ab und los ging die Fahrt.
Ersatzreifen für HOFFNUNG 2.0
🧭 Verwechslung mit Folgen
Auf dem Weg zu den beiden spürte ich, wie sich mein Magen verkrampfte. Der alte Schmerz meldete sich zurück. Diese eine Nacht in Berezino.... Ich hatte geschworen, vorsichtiger zu sein. Nicht mehr jede Bitte sofort zu erfüllen. Ich wollte doch überleben. Nicht nur für mich. Für alle. Und doch... war ich wieder unterwegs. Und wieder, weil ich nur helfen wollte.
Auf dem Weg durch Nizhnoye sah ich eine Gestalt am Straßenrand stehen. Ein Zombie, dachte ich. Aber Pinky korrigierte meinen Eindruck: Zwei Bambis.
Das flaue Gefühl in meiner Brust wurde zu eisiger Kälte. Ich blieb im Auto, die Hände am Lenkrad, der Blick wachsam. Sie kamen auf uns zu. Ich hupte mit unserer ganz speziellen Hupe und Pinky übernahm die Ansprache. Ich zitterte zu sehr.
"Jo, jo! Hallo?", fragte Pinky gegen den Motorenlärm.
Schweigen.
Keine Antwort. Nichts. Keine Geste, Nur Bewegung auf mich zu. Sie stellten sich vor dem Auto auf.
Panik überrollte mich. Ich hatte so oft in letzter Zeit erlebt, wie schnell Hilfe in Gefahr umschlug in genau diesen Situation... Avendor und der Killer vor ein paar Tagen.... Ich wollte nicht noch einmal Opfer meiner Gutgläubigkeit werden. Ich setzte das Auto zurück und meine übliche Begrüßungsfloskel wich einer klaren Drohung.
"Wenn ihr nichts sagt, überfahr' ich euch! Eine falsche Bewegung und das war's!". Ich war selbst über meine Worte überrascht und fügte dann etwas beschwichtigend hinzu: "Wer seid ihr und wollt ihr?"
Dann ein versuchter Griff an der Türe durch das Bambi in Rot. Ich bewegte das Fahrzeug zurück. "Hey, hey hey! Langsam!", kommandierte ich, "Könnt ihr nicht reden oder was?"
Das eine Bambi fing an zu wanken. Hin und her, als Erkennungszeichen.
Meine Stimme zitterte vor Angst. Nicht vor Wut. Sondern weil ich glaubte, gleich wieder zu sterben.
Erst als ich Pinky hörte, der mich von der Seite beruhigend ansprach, begriff ich.
„Das ist doch Selinas Stimme!“
Ich hielt inne, starrte auf die beiden... und jetzt erst erkannte ich sie.
Gott sei Dank. Ich war so kurz davor gewesen, meine Freunde zu rammen...
Ich atmete einmal tief durch, zwang mich zur Ruhe. Wir lachten nicht. Noch nicht. Die Erleichterung war zu frisch.
NiggoB witzelte über meinen plötzlichen Sinneswandel. Vermutlich wusste er nicht, wie es um mich stand.
Warum die Kommunikation versagte und weder Pinky noch ich die beiden hatten rufen hören? Wir konnten uns es nicht erklären.
Es war, als habe Chernarus mich wieder einmal bewusst testen wollen. nur um zu sehen wie weit ich bereit war zu gehen.
Am Ende stiegen sie ein und ich fuhr sie in die Nähe ihres Zuhauses. Der Angreifer mit dem Granatwerfer war spurlos verschwunden, aber auch der Schmerz wich langsam.
Und irgendwann, irgendwo zwischen Sorge und Staub, kehrte er dann doch zurück: der Humor.
Wir sprachen über all die Orte, die wir mittlerweile im Scherz mit ihren Namen geprägt hatten – Niggorodki, Selinagorsk, Dakelnovka, Bloodysinio… und dann überkam es mich. "Wisst ihr, wer auch gut passen würde?" NiggoB verneinte. Ich sagte nur: "Cona"
Ein furchtbarer Wortwitz, zugegeben. Aber ein kostbarer Moment.
Weil wir ihn teilten.
Weil wir lachten. Ich laut, die anderen eher still.
Aber wir lachten gemeinsam, jeder auf seine Art.
Bambi-Niggo und Bambi-Selina auf der Straße
🏹 Tauschgeschäfte, Schüsse und ein Rucksack Hoffnung
Während ich wieder allein zurück nach Prigorodki fuhr, hörte ich im Funk von den Berezino Boys, dass Bitwalker und Bitwanted Jannik eine neue Armbrust geschenkt hatten.Ers trahlte regelrecht.
Aber dann kam die Nachricht, die mir den Atem raubte: Sueda – unsere Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 – war gefallen.
Sie war im Norden unterwegs gewesen, hatte gerade noch drei Packungen Nägel gegen Vorräte und Kleidung getauscht. Sie war schon auf dem Rückweg, der Süden lag greifbar nah. Da hörte sie entfern Schüsse.
Was soll ich sagen? Sie predigt immer wieder "Wer Schüssen folgt, kommt durch sie um." Aber an diesem Tag tat sie es ebenso. Sie folgte den Schüssen und begegnete dem Schützen.
Ein einziger Moment der Unachtsamkeit – oder vielleicht auch nur ein verdammter Zufall – und ein Schuss traf sie von hinten. Das Bein brach. Sie taumelte, kämpfte sich weiter, wollte überleben. Doch dann kam der zweite Schuss. Der letzte.
Ein Kopftreffer.
So kam sie an der Küste an – nicht wie geplant, nicht voller Geschichten und Vorräte.
Nicht zerbrochen. Sueda eben. Nicht still oder schweigend....mehr schimpfend wie ein Rohspatz.
Die schöne Thundra... weg. Sie wollte mir das gute Stück eigentlich geben, da ich ihre Blaze verloren hatte. Nunja, vielleicht ist es besser so.
Und doch... ihr unfreiwilliges Opfer war nicht vergebens. Denn in dem Chaos, das sie für einen Moment auf sich zog, konnten andere handeln. Während der Schütze seine dunklen Absichten verfolgte, handelte das Licht: Die anderen griffen zu, schnell und entschlossen – und sicherten das Auto, in dem der Schütze gekommen war. Später stellte sich heraus: Es war dakels weißer Ada mit grünen Türen, Rolf.
Rolf lebt.
Und wenn dakel davon erfährt, wird er vielleicht einen Moment still sein – bevor er sich freut.
Nicht über das Auto allein, sondern über das, was es symbolisiert:
Dass selbst in der Niederlage noch etwas gerettet werden kann.
Dass Suedas Sturz nicht das Ende war – sondern der Anfang von etwas Gutem.
Okay okay... sie kann es vielleicht noch nicht so ganz sehen. Aber eines Tages werden wir gemeinsam am Lagerfeuer darüber lachen.
Da bin ich mir sicher. Sueda ist zäh und hart im nehmen.
Sueda wird angeschossen
🏡 Gunterübergabe, aber auch der Umgangston wird rauer...
In der Nacht tauchte John/crippsy77 auf und holte "TREUE 2.0" ab. Ich verabschiedete ihn herzlich. Hoffentlich bringt das Auto ihnen Glück. Weniger Freude bereitete mir eine seltsame Nachricht von GeneralWasted.
Er klang aufgewühlt, vielleicht auch nur verwundert, als er mir über Funk berichtete, was er in Chernogorsk erlebt hatte: Ein brauner Gunter, sagte er, sei an ihm vorbeigefahren.
Zwei Personen seien darin gewesen. Eine davon habe rote Kleidung getragen – so wie ich. Und dann, so behauptete er, habe jemand im Fahrzeug eine Frage gerufen.
Laut und deutlich, über das Motorengeräusch hinweg: „Bist du homo?“
Warum meine Freunde und ich sowas machen würden, wollte er wissen. Auch wenn er kein Deutsch verstand, wusste er schon genau, dass diese Frage als Form der Kontaktaufnahme mehr als deplatziert war.
Ich stockte.
Nicht wegen des Verhaltens allein – sondern wegen allem, was daran nicht stimmte und wegen der Tatsache, dass er uns Samariter damit automatisch in Verbindung gebracht hatte.
Erstens: Es gibt keine braunen Gunter. Schon das allein war verdächtig. Vielleicht eine verwaschene Olga? Vielleicht war die Beleuchtung trügerisch gewesen oder er hatte sich geirrt?
Zweitens: Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht in Chernogrosk unterwegs gewesen. Ich war weit entfernt, in sicherer Entfernung von jeglichen Autokolonnen – und drittens: Keine meiner Leute, wirklich niemand aus unserem Kreis der Samariter, würde sich so distanzlos und plump zu einem Fremden äußern.
Was blieb, war ein Verdacht.
Dass da draußen jemand war, der weiterhin vorgab, ich zu sein. Oder zumindest jemand aus meiner Gruppe. Rote Kleidung, ein bekanntes Fahrzeug – ein Auftritt, der Erinnerungen an vergangene Täuschungen wachrief. Ich dachte sofort an das, was sich schon mehrfach in der Vergangenheit angedeutet hatte: Ein falsches Herz, falsche Armbinden. Menschen, die mit Symbolen spielten, deren Bedeutung sie nicht verstanden.
Und dann kam eine weitere Nachricht. Eine andere Fraktion hatte wohl eine Gruppe geraidet – ein taktisches Manöver, wie sie es nannten. Um ein Zeichen zu setzen. Keine schöne Sache, aber nachvollziehbar nach ihrem moralischen Maßstab.
Das Ziel? Eine neue Gruppierung um jemanden, der sich V1k97 nannte.
Und genau dieser Mann habe mitten im Gefecht einen unhöflichen Spruch von sich gegeben. Passiert im laufenden Gefecht, aber es ließ mich aufhorchen. Nicht nur die Sprache der Waffen war rauer geworden – auch der Umgangston. Und es passte plötzlich alles ein wenig zu gut zusammen: Der Spruch. Die Anzahl der Leute. Der Gunter.
Vielleicht war es dieselbe Person, die den General angesprochen hatte und er hatte lediglich jemanden mit rotem Oberteil für mich gehalten. Nach allem, was ich mit ihm erlebt hatte, hatte er auch ein zufälliges stummes Bambi vor dem Camp zunächst für mich gehalten... es musste nichts bedeuten. Aber es konnte alles bedeuten.
Ich werde ein wachsames Auge darauf haben.
Wer unser Licht missbraucht, um Schatten zu werfen, der wird früher oder später selbst im Dunkeln stehen.
🛡️ Zeichen setzen – trotz aller Zweifel
Am späten Abenmd wollte ich mich eigentlich schon zur Ruhe setzen.
Da tauchte Zeberion auf. Er hatte sich an die Regeln des Camps gehalten, war ein höfliches Bambi und brauchte dringend eine Autofahrt in den Norden. Vielleicht wollte ich mein Verhalten von vorher kompensieren. Vielleicht einfach mit aller Gewalt zurück in alte Muster kommen.
Ich entschied: Diesmal bringe ich ihn zurück. Nicht ganz nach Hause – zu gefährlich – aber nah genug. Am Ende verschwand er in Richtung eines neuen Gefechts. Und ich entdeckte an der Tanke eine Bambi-Leiche, die verdächtig aussah wie (MISA) ROB ... Ein Zufall? Ich glaube nicht.
Mit Zeberion unterwegs
🚨 Das Ende eines langen Tages
Ich streifte mit Greeny am Ende noch durch den Norden, untersuchte einen Militärkonvoi. Dummerweise stieg er zu früh aus und wurde von meinem Auto erfasst, der Arme.
Es tat mir unendlich leid, aber wir konnten uns beide nicht erklären, wie das geschehen konnte.
Mora und ich jagten am Ende noch ein paar Kühe und als ich in den Süden zurückfuhr und der Kampf im Norden noch immer andauerte, war ich müde geworden. Eine Bodenwelle. Zwei kaputte Reifen. Zum Glück hatte ich einen Ersatzreifen dabei. Den anderen fand ich in Chernogorsk.
Müde räumte ich das Auto aus, verstaute die Sachen im Camp und brachte das Auto in Sicherheit. Dort schlief ich dann müde direkt noch im Wagen ein.
Aber das Fleisch, das ich vor dem Kamin hatte liegen lassen, war dahin... vielleicht hat es ja jemand anderes gefunden und noch gegrillt.
Die „Schrottolga“ aus dem Norden ist übrigens verloren – aber das Heim verteidigt. Und am Ende waren es wieder die kleinen Gesten, die uns verbanden.
Die Hilfe, das Teilen, das Lachen. Die Erinnerungen an all die Namen, die wir noch kennen – und jene, die verschwimmen.
Greeny springt aus dem Auto und "HOFFNUNG 2.0" hat eine Panne
🌅 Zum Schluss...
...haben wir uns gegenseitig wieder ein wenig gestützt. Uns erinnert, warum wir all das tun. Nicht aus Pflicht, sondern aus Mitgefühl. Und vielleicht – vielleicht – auch aus Hoffnung.
Bleibt wachsam.
Bleibt menschlich.
Und vor allem: bleibt am Leben.
gez.
Herz-Aus-Gold 💛