Beiträge von Herz-Aus-Gold

    💌 Herzensgrüße vom 30.06.2026 – Zwischen Schatten und Spuren der Hoffnung

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    Hallo ihr Lieben,

    manchmal weiß ich einfach nicht, warum ich das alles mache. Aber am Ende tue ich es. Neuerdings manchmal schimpfen und protestierend, aber ich tue es – und glaube, dass es das Richtige war. So auch heute.

    Es begann unscheinbar: Eine Autotür wurde vor der alten Kneipe in Krona gemeldet. Kein spektakulärer Fund, aber ich konnte nicht anders, als an Cone zu denken. Vielleicht war er dort gewesen, in seiner alten Wirkungsstätte, um Erinnerungen zu besuchen, die nur noch zwischen knarrenden Dielen und alten Brettern existieren. Ich musste an die „rostige Axt“ denken. Noch ein Schatten seiner selbst, aber ich glaube, wir können sie wieder aufbauen. Bald.

    ⚡ "Ich hab so nen HASS!"

    NiggoB und janinesta (Selina) kamen vorbei. Sie wirkten müde, erschöpft – aber Selina schien aufzuatmen, seit Herbert wieder da war. Bei NiggoB war das anders. Etwas Dunkles begleitete ihn. Vielleicht der Druck der vergangenen Wochen, vielleicht die ständigen Angriffe, vielleicht die Hitze des Tages. Aber sicherlich auch die Tatsache, dass seine Freundin und große Liebe janinesta (Selina) dem Wahnsinn fast verfallen wäre. Als er durch das Camp ging, murmelte er düster immer wieder „Ich hab so ’nen HASS...“ Ich legte ihm meine Hand auf die Schulter, versuchte ihn mit ein paar Scherzen zurückzuholen und reichte ihm Wasser und deutete auf das Essenzelt. Essen half immer. Doch ich sah in seinen Augen, dass die Kämpfe in ihm nicht mit Nahrung zu heilen waren. Ich hoffe, er findet seinen Weg zurück ins Licht.

    Aber ich werde an seiner Seite sein, denn ich bin den Weg schon vor ihm gegangen.

    Alles hatte irgendwie seinen Sinn.

    Und in der Tat, als sie später mit ihrem Auto durchs Industriegebiet fuhren, schien sein Zorn sich langsam zu legen. Mit jedem Wellblech, das er fand und in dakel s guten alten Ada namens Rolf packten.

    Niggo und Selina in Prigorodki

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    🚗 Von Reifen, Rolf und dem Rückweg

    Ich montierte gerade einen neuen Reifen auf "HOFFNUNG 2.0" – vermutlich ein Geschenk der Silberwölfe –, da kam der Notruf: Angriff direkt vor NiggoB s Heim! Mit Granatwerfer! Am helllichten Tag! Und dabei hatten sie gerade so viele Dinge dabei, eine Kiste die besagten Wellbleche und natürlich...Rolf. BloodBlaze eilte zur Rettung, sicherte was ging. Aber Rolf? Unauffindbar. Ein herber Schlag so kurz, nachdem Herbert, ihr roter Gunter durch eine Fügung des Schicksals wieder den Weg nach Hause gefunden hatte.

    War es MISA? Oder vielleicht Cone? Nein, ich lehnte diese Gedanken ab. Weder Cone noch MISA hätten mit einem Granatwerfer auf diese Art und Weise zugeschlagen. Das trug eindeutig die Handschrift einer ganz anderen Person und auch, wenn ich keine Beweise hatte, konnte ich mich nicht gegen den Gedanken wehren, dass Tabasko wieder einmal zugeschlagen hatte.

    NiggoB und janinesta (Selina) landeten an der Küste und setzten einen Notruf auf.

    Ich zögerte.

    Die Anfrage nach einem Taxi war freundlich gewesen, klar formuliert – und doch sträubte sich etwas in mir. Sie waren meine Freunde... ich verdankte ihnen so viel. Aber der Vorfall in Berezino saß mir noch immer in den Knochen. Ich hatte Jannik nach Hause gebracht, einfach nur helfen wollen – und wurde dafür erschossen. Eiskalt. Kein Gespräch, kein Zögern. Nur zwei Schüsse, die mich niederstreckte. Seitdem... naja, manchmal zitterten mir noch die Hände, wenn ich an mein Auto dachte.

    „Wir sind Samariter, kein Truppentransporter“, hatte Jammet einmal gesagt. Und ich verstand, was er meinte. Wir mussten nicht immer zur Stelle sein. Wir durften auch Grenzen ziehen.

    Ich lehnte ab und widmete mich wieder meinem Auto. NiggoB und janinesta akzeptierten es stillschweigend und fragten bei den Banana Ops nach.

    Ich stand vor meinem roten Sarka und hätte mich am liebsten verkrochen. Vor "HOFFNUNG 2.0."

    Hoffnung, ja... das war auch der Name des Autos. Aber er war auch ein Versprechen. Ein Versprechen, das ich nicht brechen wollte.

    Ich atmete tief durch. Dann rief ich Pinky, eb er mich nicht begleiten würde. Zur Sicherheit. Zur Beruhigung. Einfach, weil ich ihm vertraute.

    Denn ja – ich hatte Angst. Aber ich wollte, HOFFNUNG 2.0 nicht schon wieder verlieren, aber ich wollte auch, dass die Hoffnung stärker war.

    Hoffnung würde sie bringen.

    Wobei.. ich entschied mich dann doch lieber dazu, TREUE 2.0 zu nehmen. Der rote Gunter, den ich später noch John/cripsy77 geben wollte.

    Er war wesentlich schneller.

    Ich packte meine Sachen, holte Pinky ab und los ging die Fahrt.

    Ersatzreifen für HOFFNUNG 2.0

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    🧭 Verwechslung mit Folgen

    Auf dem Weg zu den beiden spürte ich, wie sich mein Magen verkrampfte. Der alte Schmerz meldete sich zurück. Diese eine Nacht in Berezino.... Ich hatte geschworen, vorsichtiger zu sein. Nicht mehr jede Bitte sofort zu erfüllen. Ich wollte doch überleben. Nicht nur für mich. Für alle. Und doch... war ich wieder unterwegs. Und wieder, weil ich nur helfen wollte.

    Auf dem Weg durch Nizhnoye sah ich eine Gestalt am Straßenrand stehen. Ein Zombie, dachte ich. Aber Pinky korrigierte meinen Eindruck: Zwei Bambis.

    Das flaue Gefühl in meiner Brust wurde zu eisiger Kälte. Ich blieb im Auto, die Hände am Lenkrad, der Blick wachsam. Sie kamen auf uns zu. Ich hupte mit unserer ganz speziellen Hupe und Pinky übernahm die Ansprache. Ich zitterte zu sehr.

    "Jo, jo! Hallo?", fragte Pinky gegen den Motorenlärm.

    Schweigen.

    Keine Antwort. Nichts. Keine Geste, Nur Bewegung auf mich zu. Sie stellten sich vor dem Auto auf.

    Panik überrollte mich. Ich hatte so oft in letzter Zeit erlebt, wie schnell Hilfe in Gefahr umschlug in genau diesen Situation... Avendor und der Killer vor ein paar Tagen.... Ich wollte nicht noch einmal Opfer meiner Gutgläubigkeit werden. Ich setzte das Auto zurück und meine übliche Begrüßungsfloskel wich einer klaren Drohung.

    "Wenn ihr nichts sagt, überfahr' ich euch! Eine falsche Bewegung und das war's!". Ich war selbst über meine Worte überrascht und fügte dann etwas beschwichtigend hinzu: "Wer seid ihr und wollt ihr?"

    Dann ein versuchter Griff an der Türe durch das Bambi in Rot. Ich bewegte das Fahrzeug zurück. "Hey, hey hey! Langsam!", kommandierte ich, "Könnt ihr nicht reden oder was?"

    Das eine Bambi fing an zu wanken. Hin und her, als Erkennungszeichen.

    Meine Stimme zitterte vor Angst. Nicht vor Wut. Sondern weil ich glaubte, gleich wieder zu sterben.

    Erst als ich Pinky hörte, der mich von der Seite beruhigend ansprach, begriff ich.

    Das ist doch Selinas Stimme!

    Ich hielt inne, starrte auf die beiden... und jetzt erst erkannte ich sie.

    Gott sei Dank. Ich war so kurz davor gewesen, meine Freunde zu rammen...

    Ich atmete einmal tief durch, zwang mich zur Ruhe. Wir lachten nicht. Noch nicht. Die Erleichterung war zu frisch.

    NiggoB witzelte über meinen plötzlichen Sinneswandel. Vermutlich wusste er nicht, wie es um mich stand.

    Warum die Kommunikation versagte und weder Pinky noch ich die beiden hatten rufen hören? Wir konnten uns es nicht erklären.

    Es war, als habe Chernarus mich wieder einmal bewusst testen wollen. nur um zu sehen wie weit ich bereit war zu gehen.

    Am Ende stiegen sie ein und ich fuhr sie in die Nähe ihres Zuhauses. Der Angreifer mit dem Granatwerfer war spurlos verschwunden, aber auch der Schmerz wich langsam.

    Und irgendwann, irgendwo zwischen Sorge und Staub, kehrte er dann doch zurück: der Humor.

    Wir sprachen über all die Orte, die wir mittlerweile im Scherz mit ihren Namen geprägt hatten – Niggorodki, Selinagorsk, Dakelnovka, Bloodysinio… und dann überkam es mich. "Wisst ihr, wer auch gut passen würde?" NiggoB verneinte. Ich sagte nur: "Cona"

    Ein furchtbarer Wortwitz, zugegeben. Aber ein kostbarer Moment.

    Weil wir ihn teilten.

    Weil wir lachten. Ich laut, die anderen eher still.

    Aber wir lachten gemeinsam, jeder auf seine Art.


    Bambi-Niggo und Bambi-Selina auf der Straße

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    🏹 Tauschgeschäfte, Schüsse und ein Rucksack Hoffnung

    Während ich wieder allein zurück nach Prigorodki fuhr, hörte ich im Funk von den Berezino Boys, dass Bitwalker und Bitwanted Jannik eine neue Armbrust geschenkt hatten.Ers trahlte regelrecht.

    Aber dann kam die Nachricht, die mir den Atem raubte: Sueda – unsere Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 – war gefallen.

    Sie war im Norden unterwegs gewesen, hatte gerade noch drei Packungen Nägel gegen Vorräte und Kleidung getauscht. Sie war schon auf dem Rückweg, der Süden lag greifbar nah. Da hörte sie entfern Schüsse.

    Was soll ich sagen? Sie predigt immer wieder "Wer Schüssen folgt, kommt durch sie um." Aber an diesem Tag tat sie es ebenso. Sie folgte den Schüssen und begegnete dem Schützen.

    Ein einziger Moment der Unachtsamkeit – oder vielleicht auch nur ein verdammter Zufall – und ein Schuss traf sie von hinten. Das Bein brach. Sie taumelte, kämpfte sich weiter, wollte überleben. Doch dann kam der zweite Schuss. Der letzte.

    Ein Kopftreffer.

    So kam sie an der Küste an – nicht wie geplant, nicht voller Geschichten und Vorräte.

    Nicht zerbrochen. Sueda eben. Nicht still oder schweigend....mehr schimpfend wie ein Rohspatz.

    Die schöne Thundra... weg. Sie wollte mir das gute Stück eigentlich geben, da ich ihre Blaze verloren hatte. Nunja, vielleicht ist es besser so.

    Und doch... ihr unfreiwilliges Opfer war nicht vergebens. Denn in dem Chaos, das sie für einen Moment auf sich zog, konnten andere handeln. Während der Schütze seine dunklen Absichten verfolgte, handelte das Licht: Die anderen griffen zu, schnell und entschlossen – und sicherten das Auto, in dem der Schütze gekommen war. Später stellte sich heraus: Es war dakels weißer Ada mit grünen Türen, Rolf.

    Rolf lebt.

    Und wenn dakel davon erfährt, wird er vielleicht einen Moment still sein – bevor er sich freut.

    Nicht über das Auto allein, sondern über das, was es symbolisiert:

    Dass selbst in der Niederlage noch etwas gerettet werden kann.

    Dass Suedas Sturz nicht das Ende war – sondern der Anfang von etwas Gutem.

    Okay okay... sie kann es vielleicht noch nicht so ganz sehen. Aber eines Tages werden wir gemeinsam am Lagerfeuer darüber lachen.

    Da bin ich mir sicher. Sueda ist zäh und hart im nehmen.

    Sueda wird angeschossen

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    🏡 Gunterübergabe, aber auch der Umgangston wird rauer...

    In der Nacht tauchte John/crippsy77 auf und holte "TREUE 2.0" ab. Ich verabschiedete ihn herzlich. Hoffentlich bringt das Auto ihnen Glück. Weniger Freude bereitete mir eine seltsame Nachricht von GeneralWasted.

    Er klang aufgewühlt, vielleicht auch nur verwundert, als er mir über Funk berichtete, was er in Chernogorsk erlebt hatte: Ein brauner Gunter, sagte er, sei an ihm vorbeigefahren.

    Zwei Personen seien darin gewesen. Eine davon habe rote Kleidung getragen – so wie ich. Und dann, so behauptete er, habe jemand im Fahrzeug eine Frage gerufen.

    Laut und deutlich, über das Motorengeräusch hinweg: „Bist du homo?“

    Warum meine Freunde und ich sowas machen würden, wollte er wissen. Auch wenn er kein Deutsch verstand, wusste er schon genau, dass diese Frage als Form der Kontaktaufnahme mehr als deplatziert war.

    Ich stockte.

    Nicht wegen des Verhaltens allein – sondern wegen allem, was daran nicht stimmte und wegen der Tatsache, dass er uns Samariter damit automatisch in Verbindung gebracht hatte.

    Erstens: Es gibt keine braunen Gunter. Schon das allein war verdächtig. Vielleicht eine verwaschene Olga? Vielleicht war die Beleuchtung trügerisch gewesen oder er hatte sich geirrt?

    Zweitens: Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht in Chernogrosk unterwegs gewesen. Ich war weit entfernt, in sicherer Entfernung von jeglichen Autokolonnen – und drittens: Keine meiner Leute, wirklich niemand aus unserem Kreis der Samariter, würde sich so distanzlos und plump zu einem Fremden äußern.

    Was blieb, war ein Verdacht.

    Dass da draußen jemand war, der weiterhin vorgab, ich zu sein. Oder zumindest jemand aus meiner Gruppe. Rote Kleidung, ein bekanntes Fahrzeug – ein Auftritt, der Erinnerungen an vergangene Täuschungen wachrief. Ich dachte sofort an das, was sich schon mehrfach in der Vergangenheit angedeutet hatte: Ein falsches Herz, falsche Armbinden. Menschen, die mit Symbolen spielten, deren Bedeutung sie nicht verstanden.

    Und dann kam eine weitere Nachricht. Eine andere Fraktion hatte wohl eine Gruppe geraidet – ein taktisches Manöver, wie sie es nannten. Um ein Zeichen zu setzen. Keine schöne Sache, aber nachvollziehbar nach ihrem moralischen Maßstab.

    Das Ziel? Eine neue Gruppierung um jemanden, der sich V1k97 nannte.

    Und genau dieser Mann habe mitten im Gefecht einen unhöflichen Spruch von sich gegeben. Passiert im laufenden Gefecht, aber es ließ mich aufhorchen. Nicht nur die Sprache der Waffen war rauer geworden – auch der Umgangston. Und es passte plötzlich alles ein wenig zu gut zusammen: Der Spruch. Die Anzahl der Leute. Der Gunter.

    Vielleicht war es dieselbe Person, die den General angesprochen hatte und er hatte lediglich jemanden mit rotem Oberteil für mich gehalten. Nach allem, was ich mit ihm erlebt hatte, hatte er auch ein zufälliges stummes Bambi vor dem Camp zunächst für mich gehalten... es musste nichts bedeuten. Aber es konnte alles bedeuten.

    Ich werde ein wachsames Auge darauf haben.

    Wer unser Licht missbraucht, um Schatten zu werfen, der wird früher oder später selbst im Dunkeln stehen.

    🛡️ Zeichen setzen – trotz aller Zweifel

    Am späten Abenmd wollte ich mich eigentlich schon zur Ruhe setzen.

    Da tauchte Zeberion auf. Er hatte sich an die Regeln des Camps gehalten, war ein höfliches Bambi und brauchte dringend eine Autofahrt in den Norden. Vielleicht wollte ich mein Verhalten von vorher kompensieren. Vielleicht einfach mit aller Gewalt zurück in alte Muster kommen.

    Ich entschied: Diesmal bringe ich ihn zurück. Nicht ganz nach Hause – zu gefährlich – aber nah genug. Am Ende verschwand er in Richtung eines neuen Gefechts. Und ich entdeckte an der Tanke eine Bambi-Leiche, die verdächtig aussah wie (MISA) ROB ... Ein Zufall? Ich glaube nicht.

    Mit Zeberion unterwegs

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    🚨 Das Ende eines langen Tages

    Ich streifte mit Greeny am Ende noch durch den Norden, untersuchte einen Militärkonvoi. Dummerweise stieg er zu früh aus und wurde von meinem Auto erfasst, der Arme.

    Es tat mir unendlich leid, aber wir konnten uns beide nicht erklären, wie das geschehen konnte.

    Mora und ich jagten am Ende noch ein paar Kühe und als ich in den Süden zurückfuhr und der Kampf im Norden noch immer andauerte, war ich müde geworden. Eine Bodenwelle. Zwei kaputte Reifen. Zum Glück hatte ich einen Ersatzreifen dabei. Den anderen fand ich in Chernogorsk.

    Müde räumte ich das Auto aus, verstaute die Sachen im Camp und brachte das Auto in Sicherheit. Dort schlief ich dann müde direkt noch im Wagen ein.

    Aber das Fleisch, das ich vor dem Kamin hatte liegen lassen, war dahin... vielleicht hat es ja jemand anderes gefunden und noch gegrillt.

    Die „Schrottolga“ aus dem Norden ist übrigens verloren – aber das Heim verteidigt. Und am Ende waren es wieder die kleinen Gesten, die uns verbanden.

    Die Hilfe, das Teilen, das Lachen. Die Erinnerungen an all die Namen, die wir noch kennen – und jene, die verschwimmen.

    Greeny springt aus dem Auto und "HOFFNUNG 2.0" hat eine Panne

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    🌅 Zum Schluss...

    ...haben wir uns gegenseitig wieder ein wenig gestützt. Uns erinnert, warum wir all das tun. Nicht aus Pflicht, sondern aus Mitgefühl. Und vielleicht – vielleicht – auch aus Hoffnung.

    Bleibt wachsam.

    Bleibt menschlich.

    Und vor allem: bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    Hört ihr das auch?

    Da war ein Flüstern. Zuerst kaum zu hören, doch dann wurde es klarer, deutlicher.

    Lux candelarum per tenebras erumpit.

    Ich musste erst nachfragen – mein Latein ist noch rostiger als die momentan nicht vorhandene "rostige Axt".

    Aber die Botschaft war klar: „Das Licht der Kerzen bricht durch die Dunkelheit.“

    Ich erkannte die Stimme, und sie hatte recht.

    Manchmal braucht es keine Explosion, kein Geschrei, kein Feuerwerk. Manchmal reicht eine einzige kleine Flamme.

    Ein winziges Licht, das einfach nur leuchtet. Gegen die Kälte, degen die Finsternis und vor allem gegen das Vergessen.

    Ich erinnere mich an das Märchen von den drei Brüdern, die eine Scheune füllen sollten, um das Erbe ihres Vaters zu verdienen. Am Ende war es der Jüngste, der einfach nur eine Kerze anzündete – und so den ganzen Raum mit Licht erfüllte.

    Vielleicht war es nie die Größe der Flamme, sondern ihr Mut.

    Dass sie brennt, obwohl der Wind an ihr zerrt.

    Dass sie bleibt, wenn alles andere geht.

    Ich habe nicht nur eine kleine Flamme, ich habe viele.

    Wir sind viele.

    Und dann das: „Te superbus sum. Cor auri.“ - „Ich bin stolz auf dich. Herz aus Gold.“

    Mehr noch als das Licht traf mich dieser Satz ins Mark.

    Denn ja – ich habe gezweifelt. An mir, an dem, was ich tue. Ob es reicht.

    Ob es gesehen wird.

    Aber dieser Ruf aus dem Nebel erinnert mich:

    Jede Kerze zählt.

    Jedes Herz, das weiter schlägt.

    Jede Hand, die nicht loslässt.

    „Ignitor Lucis.“

    Entfacher des Lichts.

    Vielleicht sind wir das alle.

    Solange wir den Funken weitertragen – selbst dann, wenn wir selbst kaum noch Wärme spüren.

    Danke, Vittorio.

    Für dein Licht und für deine Worte durch den Nebel.

    Und für deinen Stolz.

    Wir machen weiter.

    Für alle, die es nicht mehr können.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    Liebe Berezino-Boys und liebe Mitlesende!

    ich habe eure neuesten Zeilen gelesen – und während draußen die Axt im Zelt ruht und der letzte Kürbis auf dem Rost geräuchert wird, schreibe ich euch diese Zeilen.

    Ich musste beim Lesen eures Rundbriefs erst schmunzeln, und dann schlucken. Denn zwischen euren humorvollen Zeilen steckt – wie so oft – eine tiefe Wahrheit. Eine, die weh tut.

    Wie so vieles in letzter Zeit.

    Berezino. Eigentlich ein Ort, an dem ich einst Unterschlupf gefunden habe, als meine Heimat brannte. Ein Ort, der Zuflucht versprach. Heute klingt es, als wäre jeder zweite Stein eine Sprengfalle.
    Ich habe es selbst erlebt. "Do you need something?" was meine Frage. Die Antwort waren zwei tödliche Schüsse aus seiner Waffe.

    Und doch seid ihr noch da. Wir sind da.

    Noch immer.

    Mit offenen Augen, einem Funkgerät, das mehr rauscht als sendet, und der unerschütterlichen Bereitschaft, selbst im Kugelhagel Begrüßungsteddys zu verteilen. (Oder wenigstens Steaks.)

    Was wir da haben ist etwas Besonderes.

    Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn man eigentlich helfen will – aber gezwungen ist, sich zu ducken - oder im schlimmeren Fall: sogar zu schießen.

    Wenn die Welt um einen schreit, und man selbst eigentlich in normalem Ton reden wollte.

    Ihr habt euch trotzdem nicht verkrochen. Ihr seid weiterhin da. Ihr lacht noch. Und ihr nehmt MOON auf – einen Neuling, aber mit Charakter. Das ist es, was zählt. Nicht der Loot, den er nach Hause bringt (wobei der schon beachtlich sein kann - wie ich gehört habe). Sondern die Menschen.

    MOON – willkommen. Wer bei den Berezino Boys landet, kann nicht falsch abgebogen sein. Und ja, eine Banane als Wegzoll wäre vielleicht keine schlechte Idee, aber die gibts bei uns ja leider nicht.

    Wie wäre es stattdessen mit einer Zucchini? Ist ja quasi ne grüne Banane

    Dass sie euch ohne Nachgeschmack heimgebracht haben, zeigt, dass es Hoffnung für einen friedlichen Austausch der Gruppen gibt.

    Ich selbst bin müde geworden. Nicht von euch – aber von der Welt, die aus Vertrauen ein Risiko macht. Und doch schreibe ich. Weil ihr zeigt: Wir sind mehr als das, was auf uns geschossen wird. Wir sind das, was wir einander geben – Humor, Schutz, Nähe.

    Daher bleibt bitte genau so:

    „Friendly – wenn man euch lässt.“

    Aber auch: Hartnäckig, wenn man’s euch nicht lässt. Denn Chernarus braucht genau das.

    Wenn’s sein muss, bringe ich euch beim nächsten Besuch eine Wagenladung Kürbisse mit. Vielleicht auch einfach nur ein Ohr – oder eine Geschichte. Denn die darf hier nie verstummen.

    Passt auf euch auf. Und sagt dem pinken Teddy vor eurer Base Bescheid: Er darf mich in Prigorodki gerne besuchen. Da hat er Gesellschaft und manchmal machen wir alle zusammen mit Silas ein Lagerfeuer und grillen. Ganz ohne Raid.

    In diesem Sinne: Bleibt am Leben und passt auf euch auf!

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    💛 Herzensgrüße vom 29.06.2025 – Über die Stärke der Sanftmut

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    Hallo ihr Lieben,

    dieser Tag war einer der ruhigeren – und doch zeigte er mir eindrucksvoll, dass es manchmal genau diese Momente sind, in denen das wahre Wesen von Chernarus zutage tritt: Misstrauen, Missverständnisse, Freundschaft – und die tägliche Entscheidung, wie wir mit all dem umgehen wollen.

    🌾 Unerwarteter Besuch

    In Prigorodki ging ich wie so oft meiner Arbeit im Lagerraum nach, als ich draußen Schritte hörte. Eine Stimme auf Englisch. Ich lauschte, trat nicht sofort hinaus – doch wenig später begegnete ich ihm dann: einem Fremden, der mich fragte: „Are you the girl from the inside?“

    Ich nickte. Und stellte mich vor.

    Er nannte sich General Waste, erzählte von einem Angriff in Chernogorsk durch einen gut bewaffneten Überlebenden. Und davon, dass er nun „zurückschlagen“ wolle – mit Knochenmessern aus unserem Camp.

    "Melee Raid" nannte er es.

    Ich versuchte, ihn zu beruhigen. Sagte ihm, dass ich die Person kenne, der die besagte Basis gehörte. Dass sie niemals auf unbewaffnete Bambis schießen würde. Und dass Vergeltung oft nur noch mehr Leid erzeugt.

    Er hörte zu. Und als ich ihm vom Camp, unserer Arbeit, unseren Prinzipien erzählte – da schien ihn etwas zu berühren. „So etwas habe ich in Chernarus noch nie gesehen.“


    Schließlich verabschiedete er sich und ging.

    Etwas später dann wieder Schritte am Camp: Ein stilles Bambi.

    Es sprach nicht, schrieb nichts und wich Blicken aus – und doch war es präsent. Vielleicht war es nur auf der Durchreise oder testete uns. Auf jeden Fall wollte es nicht erkannt werden. Ich entschied, es ziehen zu lassen, so wie wir es oft tun mit jenen, die still durch unsere Welt wandern, auf der Suche nach etwas, das sich nicht in Worten ausdrücken lässt.

    GeneralWaste

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    🏕 Ein Austausch, der mehr als Waffen betrifft

    Der General zog weiter, aber nicht ohne später noch einmal vorbeizukommen. Diesmal wollte er eine Waffe gegen einen wasserdichten gelben Rucksack tauschen. Doch es kam zu einem Missverständnis – er hielt unser stummes Bambi für mich und wollte ihm gerade die geladene Waffe geben.

    Ich ging dazwischen, klärte das Missverständnis auf, übernahm die Waffe und nickte zum Tausch. Das Bambi, das keinen Ton sagte und keine Nachricht schrieb, verschwand wieder. Und auch das war in Ordnung.

    🔥 Die Rückkehr der rostigen Axt?

    Am Camp tauchte Cala-j auf. Und während ich darüber nachdachte, ob es nicht an der Zeit sei, die alte Idee der „Rostigen Axt“ – einem neutralen Begegnungsort für Gespräche, Konflikte und Vermittlung – wieder aufleben zu lassen, spürte ich: Ja, vielleicht ist es Zeit.

    Denn genau wie Prigorodki war die "rostige Axt" nie nur ein Ort der Versorgung gewesen, sondern ein Ort für das, was wir gemeinsam daraus machen.

    Vielleicht brauchte es das nun wieder.

    Cala-J und der General

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    🛻 Friendly Fire und schwarze Gunter

    Im Norden kam es unterdessen zu einem Missverständnis zwischen den Banana Ops und den Berezino-Boys. Ein versehentlicher Beschuss – doch die Banana Ops waren fair, sicherten die Ausrüstung und zeigten Größe. Bitwalker lobte, Moon war dankbar.

    So geht Vertrauen.

    Achja und Moon hatte sich nun den Berezino-Boys angeschlossen. Ich hoffe, er findet bei ihnen, was er sucht.

    Stev und Saphira kamen später mit ihrem schwarzen Gunter vorbei – jetzt mit roten Türen. Ob er schon einen Namen habe, fragte ich Stev. Er zuckte. Vielleicht Hildegart. Ich nickte. Warum nicht?

    💥 Stürze, Schienen und stille Herzen

    Nach meiner Rückkehr von einem großen Go-Kart-Wettrennen im anderen Chenrarus (Herzlichen Glückwunsch an Black Lion für den Sieg!), fanden sich Silas und der General verletzt am Camp ein. Beide hatten sich bei einem "Scout-Abenteuer" in Prigorodki die Knochen gestaucht. Silas, wie immer schweigsam, hatte sogar seinen Besen geopfert, um aus dem Holz eine Schiene für beide zu bauen.

    Ich versorgte sie mit Medikamenten.

    Der General scherzte, Silas habe den ganzen Weg über geschwiegen, aber mit seinen Gesten ganze Romane erzählt. Sie hatten sich wortlos verstanden, zwei gegensätzliche Charaktere, verbunden durch ein gemeinsames "Abenteuer".

    Ohne ein einziges Wort war Silas mitgegangen, so wie er es oft tat: schweigend, aber nicht ohne Präsenz. Sie zogen gemeinsam los ins Industriegebiet von Prigorodki, ein düsterer Ort aus rostigen Treppen, kaputten Fenstern und gähnender Leere.

    Dort erkundeten sie verlassene Gebäude, suchten nach Vorräten, nach Hinweisen, nach irgendetwas, das ein wenig Sinn in diese Welt bringen konnte. Silas zeigte mit Gesten, der General kommentierte mit spöttischen Sprüchen – ein seltsames Duo, das sich irgendwie ergänzte. Schließlich wagten sie sich auf die alten Türme. Der Wind war stark, die Leiter morsch, aber sie stiegen dennoch. Vielleicht wollten sie sehen, wie die Welt von oben aussah. Oder vielleicht wollten sie einfach für einen Moment über allem stehen.

    Dann geschah das Unvermeidliche – oder das Unfassbare. Niemand weiß genau, wie es passierte. Ein Lagunfall? Ein Ausrutscher? Ein Tritt zu viel ins Leere? Jedenfalls stürzten beide. zum Glück nicht tief genug, um sie zu töten, aber genug, um sie gründlich durchzurütteln. Zwei gebrochene Beine, eine Menge blauer Flecken – und ein Besen, den Silas wortlos opferte, um daraus improvisierte Schienen zu basteln.

    So humpelten sie zurück zum Camp. Der eine fluchend und lachend zugleich, der andere schweigend und unbeirrbar. Und trotzdem merkte man: Sie hatten ein Abenteuer geteilt. Eins, das man sich irgendwann erzählen würde – auf die eine oder andere Weise. Und vielleicht, dachte ich beim Anblick der beiden, hatte der General darin ein kleines bisschen von dem begriffen, was das Leben hier wirklich ausmachte.

    Später – als Silas sich wortlos mit unserer Herzgeste schlafen legte – blieb ich mit dem General am Feuer.

    Silas und der General

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    🧭 Prinzipien vs. Rache

    Der General hatte Fragen. Was, wenn wir in den Norden ziehen? Griffen wir dann nicht einfach fremde Leute an?
    Nein, sagte ich bestimmt. Nur, wenn reden keine Option mehr ist und wir angegriffen werden.

    Aber was, wenn wir angegriffen werden, jemanden töten – und dann dem fliehenden Komplizen zu seiner Basis folgen? Würden wir dann nicht raiden?

    Ich verneinte wieder.

    „Wir raiden nicht. Nicht aus Rache. Aus Prinzip nicht.“

    Wir seien keine Rächer, sondern Samariter. Und auch wenn es in der Vergangenheit Ausnahmen gab – heute seien wir anders. Reifer, klarer, verantwortlicher.

    Warum?
    Meine Antwort war klar: Vertrauen ist unsere Währung. Wenn wir es zerstören, dann zerstören wir alles, was uns besonders macht und wofür wir stehen.

    🕊️ Ein stilles Gespräch über Menschlichkeit

    Ich erzählte ihm von Puma, einem Überlebenden, der mir vor einigen jahren seine Geschichte erzählt hatte. Auch er hatte einst geholfen, zerbrach aber dann. Er wurde "hart" „Du wirst auch so werden“, hatte er mir prophezeit.

    Doch bis heute habe ich mich geweigert, diesen Weg zu gehen.

    Der General war still. Dann sagte er: „Du kannst das nur tun, weil du eine starke Gruppe hinter dir hast. Sonst würden sie dich einfach überrennen.“

    Und ja – genau das war es. Ich war nie allein. Nicht wirklich.

    Ich hatte Freunde, sichtbar und unsichtbar, auf die ich bauen konnte.

    Und dafür danke ich – jedem Einzelnen von Euch da draußen.

    🛌 Zum Schluss...

    ...legte ich mich schließlich schlafen. Der Tag war ruhig, aber nicht leer. Er war sanft, aber nicht bedeutungslos.

    Und als ich einschlief, hallte sein Satz nach: „Don’t be too friendly.“

    Vielleicht meinte er es gut.

    Aber ich glaube, dass genau diese Freundlichkeit – mit Verstand und Prinzip – das ist, was uns am Leben hält.

    Vielleicht nicht den Körper. Aber das Herz.

    In diesem Sinne: Bleibt am Leben und passt auf euch auf!

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    🎥 Offizieller Besuch der Kirche von Morthana im Zufluchtslager Prigorodki am 26.06.2025 und eine Warnung

    📜 Besuch der Erzbischöfe Nickolus und VonBauschus der Kirche von Morthana in Prigorodki

    Ein herzlicher Dank geht an die Kirche von Morthana, insbesondere an die beiden Erzbischöfe   vonBausch (VonBauschus) und Nickel (Nickolus), für ihren offiziellen Besuch im südlichen Zufluchtsort Prigorodki.

    Was als Gespräch über Schuld, Verantwortung und Missverständnisse begann, entwickelte sich zu einem bedeutsamen Zeichen für Aufarbeitung und Dialog.

    Die Kirche von Morthana half nicht nur dabei, die Wahrheit über einige Angriffe ans Licht zu bringen, sondern überbrachte auch eine Geste der Entschuldigung in Form einer Sanitätstasche und einer Fahne mit dem REFUGE-Emblem – als Symbol der Anerkennung und des Respekts gegenüber unserem Engagement.

    Das Gespräch war offen, respektvoll und in vielerlei Hinsicht klärend. Es ist nicht selbstverständlich, dass Gruppen in dieser Welt einander mit so viel Haltung und Selbstreflexion begegnen.

    Die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen und gemeinsam nach vorne zu schauen, verdient unsere Anerkennung, auch wenn wir nach wie vor Gewald gegenüber Bambis oder Überlebenden an den Camps (egal welcher Gruppierung oder Fraktion) ablehnen. Aber das...Missverständnis wurde aufgeklärt und die Aufarbeitung erfolgte.

    Dank und Wunsch, dass Verständnis und Vernunft uns auch künftig begleiten mögen.

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    ‼️ Doch bei aller Dankbarkeit bleibt eine Warnung nicht aus

    In den vergangenen Tagen kam es immer wieder zu Vorfällen, bei denen Überfälle, Sabotageakte oder Angriffe unter falscher Flagge oder besser: falscher Armbinde - durchgeführt wurden.

    Dabei wurden gezielt weiße, pinke, gelbe Armbinden und sogar Samariter-Kleidung getragen, um Misstrauen zwischen Gruppen zu säen oder Verwirrung zu stiften und sich so einen Vorteil in einer Kampfsituation zu verschaffen.

    Manchmal wurden die Camps auch durch Scharfschützen über einen längeren Zeitraum belagert, ohne dass eine Fraktions- oder Gruppenzugehörigkeit erkennbar gewesen wäre.

    Diese Entwicklung ist gefährlich.

    Denn sie trifft nicht nur bewaffnete Gruppen, sondern gerade unsere Auffanglager in Prigorodki und Berezino, deren Schutz und Offenheit die Grundlage für jedes Vertrauen sind.

    Daher bitten wir Euch:

    🔸 Achtet auf eure Umgebung und Details.

    🔸 Fragt lieber einmal mehr nach und bleibt auf Abstand.

    🔸 Lasst Euch nicht vom Anschein täuschen.

    🔸 Und wenn Ihr unsicher seid: Sucht das Gespräch in sicherem Rahmen – nicht die Waffe.

    Wir werden alles tun, um unsere Lager weiter offen zu halten.

    Doch Offenheit darf nicht Naivität bedeuten. Es braucht nun mehr denn je die Mithilfe aller, damit diese Orte das bleiben, was sie sein sollen: Ein Stück Hoffnung.

    In diesem Sinne:

    Stay alive and listen!

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    (Die Samariter von Chernarus)

    💌 Herzensgrüße vom 28.06.2025 – Und wieder schlägt das Herz

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    Hallo ihr Lieben,

    manchmal fragt man sich, wie oft ein Mensch - symbolisch gesprochen - sterben und wieder auferstehen kann, bevor etwas in ihm aufhört zu heilen.

    Ich weiß nicht, wie viele Neustarts ich gebraucht habe, aber an diesem Tag wachte ich in Berezino auf – zerschlagen, verwirrt, aber wieder ich. Zumindest fast.

    Die Welt hatte sich weitergedreht. In Prigorodki hielt Ersetzbares Crewmitglied die Stellung – mit ruhiger Wachsamkeit und festem Blick. Später erzählte sie mir, dass jemand im Essenszelt eine Nachricht hinterlassen HATTE. Nur ein Wort: GONE. Und obwohl keiner es offen sagte, wussten wir alle, was das bedeutete.

    Als Black Lion hinzukam, verwischte Silas das Wort mit entschlossener Geste und Kürbissen. Zu viele Fragen. Zu wenig Antworten.

    GONE

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    ✨ Stillstand zwischen Schatten und Glut

    Greeny und die Banana Ops waren ebenfalls da. Sie grillten mit Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 , lachten, scherzten – als wäre es ein ganz normaler Tag. Vielleicht musste es so sein. Vielleicht war das ihre Art, das Camp am Leben zu halten. Als Zeichen ihrer Verbundenheit übergaben sie Sueda eine Armbrust für mich.

    Doch so ganz friedlich blieb es nicht. Jemand hatte bei Prigorodki eine Straßensperre errichtet. War es Silas? Oder ein Fremder? Der Ursprung blieb im Dunkeln. Die Samariter jedenfalls packten mit an, räumten Reifen und Motorhauben beiseite, damit das Camp auch heil erreichbar blieb.

    Straßensperre bei Prigorodki

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    Und dann: Überraschung: janinesta (Selina) führte ihren ersten Raid durch... schuldbewusst, aber mit einem Funkeln von Stolz in den Augen – und nein nein nein. Bevor ihr was Falsches denkt: Das war kein Raid im eigentlichen Sinne, sondern es ging darum, eine Wand zu beseitigen, die den Zugang zu einem Versorgungszelt versperrte. Also kein wirklicher Überfall, wie ich betonen möchte. Black Lion und Pinky hatten lediglich das Versorgungszelt inspiziert, nichts mitgenommen und es danach sorgfältig verschlossen. Pinky selbst hatte sich geopfert, um das Schloss wieder anzubringen. Regeln sind Regeln, auch für Neugierige.

    🕶 Besuch des Schattens

    Der Schatten selbst stattete mir später seinen allwöchentlichen Besuch ab. Er war einer der Wenigen, die fragten, ob ich denn wieder "da" bzw. "ganz die Alte" sei. Er klang für seine Verhältnisse erstaunlich besorgt. Das tat mir leid... Nunja "Ganz die Alte"?

    Ich war ehrlich: Ich konnte es nicht sagen. Aber äußerlich sah ich zumindest gleich aus, bis auf die Augenbinde, die ich aufgrund einer Verletzung trug, die ich mir auf dem Rückweg zugezogen hatte.

    Aber wie es innerlich aussah, das musste sich zeigen.

    Ich übergab ihm ein Paar Handschuhe als Geschenk– und natürlich tauschten wir uns aus. Ich konnte mir den einen oder anderen "Schattenwitz" nicht verkneifen.

    („Der Schatten braucht kein Nachtsichtgerät. Die Dunkelheit bittet ihn um Erlaubnis, dunkel sein zu dürfen.“)

    Er lachte. Und das tat gut.

    Herz ist wieder da

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    💥 Zwischen Hoffnung und Risiko

    In Berezino hingegen gab es weniger zu lachen. Der Bereboy Senior, Bitwalker, war angeschossen worden – ausgerechnet, als er Janniks Auto einparken wollte. Zum Glück überlebte er. Aber Jannik hatte am Abend weniger Glück.

    Er hörte über Funk, dass die Tankstelle in Berezino gesprengt worden sei. Ich flehte ihn an, nicht nachzusehen. Ersetzbares Crewmitglied war gerade nicht in der Nähe, aber er... er musste einfach. Er wollte wissen, was geschehen war.

    Er ging – und erlag einem gezielten Schuss. Ich brachte ihn später zurück nach Berezino. Eine Erfahrung reicher. Eine Hoffnung ärmer.

    🌒 Zum Schluss...

    Ich war zurück. Nicht ganz heil, nicht ganz gefasst, aber bereit. Die Welt hatte sich verändert, während ich fort war. Doch mein Platz – dieser Ort, diese Aufgabe – warteten noch auf mich.
    Und so lange sie das tun, würde ich nicht aufgeben.

    In den dunklen Tagen nach meinem Fall in vor Khelm hatte Vittorio/Heleranos zu mir gesprochen. Durch den Nebel. Nicht laut, aber mit Worten, die hallten wie Donner in der Seele:

    Zitat
    "Velum nebulae veritatem obscurat."
    "Lux semper redibit."

    "Susurri umbrarum venenum est menti humanae."

    „Der Schleier des Nebels verbirgt die Wahrheit.“

    „Doch das Licht wird immer zurückkehren.“

    „Das Flüstern der Schatten ist Gift für den menschlichen Geist.“

    Ich verstand nicht gleich. Vielleicht verstand ich es noch immer nicht vollständig. Aber ich fühlte es.

    Der Schleier war dicht gewesen – ich hatte gezweifelt, gezittert, gezögert. Ich hatte gefühlt, wie etwas in mir zerbrach, als ich in meinem Auto starb, von einem Fremden erschossen, dem ich helfen wollte.

    Und wie es ein zweites Mal brach, als ich hörte, wie viele sich bemühten, meine "Hoffnung 2.0", meinen Wagen, mein Vermächtnis zu sichern und dabei verletzt oder gar getötet worden waren.

    Ich hatte mich gefragt, ob ich selbst das „Ende in meinem Haus“ war, von dem Silas gesprochen hatte und von welchem Ende eigentlich die Rede war.
    Ob meine Art, mein Vertrauen, meine Offenheit mein Untergang sein würden.

    Vielleicht ja.

    Aber dann, dann sah ich sie wieder: NiggoB, janinesta (Selina), Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371, Silas, die Berezino Boys. Black Lion, Jammet, Pinky, die Banana Ops und nun auch die Silberwölfe und sogar Vittorio/Heleranos .

    Als ich sah, wie man auch ohne mich friedlich in Prigorodki grillte, wusste ich, was er meinte: Das Licht kehrt zurück. Afu die eine oder andere Art.
    Vielleicht nicht als strahlende Flamme, aber als Glut. Und manchmal reicht auch das Licht einer "verletzten Kerze".


    In diesem Sinne: Passt auf euch auf.

    Und bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    💌 Herzensgrüße vom 25.06.2025 – Raids und Überfälle

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    Hallo ihr Lieben,

    es war einer dieser Tage, an denen Chernarus teilweise sein wahres Gesicht zeigt – und zugleich immer wieder ein anderes trägt. Man schaut zweimal hin und ist sich dennoch nicht sicher, wen oder was man da eigentlich vor sich hat. Täuschung liegt in der Luft, Misstrauen keimt auf – aber auch Mut, Zusammenhalt und stille Geste des Respekts. Man muss nur die Augen aufmachen.

    🚨 Einbruch bei Niggo und die Sache mit Herbert

    Die Kunde erreichte mich früh: NiggoB s Crew hatte wieder einen schweren Verlust zu verkraften. Ihre Behausung war Ziel eines erneuten Einbruchs geworden – Fahrzeuge gestohlen. Darunter: ein weißer Ada mit grüner Fahrertür und „Herbert“, janinesta s (Selinas) roter Gunter mit den markanten blauen Türen. janinesta (Selina) war am Boden zerstört, hatte sie den kleinen Herbert doch gerade erst richtig liebgewonnen und ihn mir in Prigorodki stolz präsentiert – und ich spürte ihren Schmerz wie meinen eigenen. Diese Fahrzeuge waren für uns inzwischen mehr als nur Fortbewegungsmittel. Sie waren Heimat, Erinnerung, Sicherheit und auf gewisser Weise auch die einzigen Freunde auf den einsamen Landstraßen.

    Wenig später meldete Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 von Prigorodki einen Schuss auf einen fremden rotem Gunter, der sich ins Sumpfgebiet zurückzog.

    Niemand von uns hatte geschossen.

    Dazu gab es keinen Grund, wir waren friedliebend.

    Aber ich ahnte, dass es das Werk des Scharfschützens sein könnte und so langsam dämmerte es mir, wer sich dahinter verbarg. Auch wenn ich noch immer nicht verstand, was ihn zu seinen Taten trieb. Zeitvertreib? Die Lust auf leichte Beute? Vor allem, wenn mein Verdacht sich bestätigte und es wirklich die Person war, dann war er mir bisher als freundlich erschienen. Aber nun fügte sich da ein Bild zusammen, das ich nicht zuordnen konnte. Es war, als ob zwei Seelen ins seiner Brust wohnten.

    Ich kannte dieses Gefühl, aus Verletzung heraus agieren zu wollen.

    Aber ich hatte mich gegen diesen Weg entschieden vor langer Zeit und tat es inzwischen jeden Tag aufs Neue.

    Die Insassen des Fahrzeugs besetzten den Rohbau. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 zog sich taktisch zurück und beobachtete. Die Sorge: War das NiggoB s „Herbert“ oder einer meiner Gunter? Ich machte mich sofort an die Überprüfung – und konnte erleichtert feststellen: Sowohl "TREUE 2.0", die ich von NiggoB bekommen hatte und den ich John/Cripsy77 geschenkt hatte, als auch das "Herzmobil", das mir die Berezino-Boys überlassen hatten, waren unversehrt. Damit blieb nur ein logischer Schluss: Der Gunter da unten war vermutlich in der Tat Herbert!

    NiggoBs Crew machte sich auf den Weg. Sueda versuchte unterdessen, mit drei gezielten kommunikativen Vanilla-Schüssen und dem Rennen übers offene Feld den Bergsniper vielleicht aus der Reserve zu locken – damit sich MISA seiner annehmen konnte. Doch es blieb still. Auf dem Weg zum Camp wurde NiggoB von zwei Überlebenden... aufgehalten. Es fielen Schüsse, aber am Ende starb zum Glück niemand.

    Der rote Gunter zog schließlich aus Prigorodki ab und NiggoB drehte um.

    ⚔️ Zweiter Anlauf – und ein tragisches Opfer

    Als wieder Ruhe eingekehrt war, beobachtete Sueda Prigorodki vom Hügel aus. Bald sah sie jemanden übers feld rennen und beschloss, Kontakt aufzunehmen.

    Erst wich er aus, rannte vor ihr davon. Aber Sueda wäre nicht Sueda, wenn sie sich einfach abschütteln ließe. Ich hörte, wie sie im Funk fluchte "Ich HASSE es, wenn Bambis nicht reagieren!" und musste grinsen.

    Schließlich hielt der Fremde an und antwortete. "Hallo?" Sueda stellte sich kurz und knapp vor "Nr. 371, BDU. Hallo? Wen hab ich vor mir?" doch statt zu winken zeigte ihr das Gegenüber offensichtlich den Stinkefinger. Ich hörte sie noch im Funk. "Meinst du das jetzt ernst?!" und ich malte mir schon das Schlimmste aus. Ich rechnete damit, dass sie nun auf eigene Faust Beinschüsse üben würde... aber er schien sie rechtzeitig zu beschwichtigen. "Nein, nein! Mein ich nicht!" Er schien daraufhin jede Menge anderer Aktionen auszuführen. Winken, Hände hochhalten und natürlich das klassische Kehle Aufschlitzen... "Was ist denn mit dir kaputt?!", schimpfte Sueda. Er antwortete: "Alles gut! Hab mich nur vedrückt!" Offensichtlich ein Neuling.

    "Ich bin der Noel", gab er nun auf ihre Frage zurück. Sie grüßte ihn nochmals und fragte, ob er etwas brauche. Schließlich begeleitete sie ihn zum Camp in Prigorodki, wo er sich ausstatten konnte und natürlich erklärte auch sie ihm ausführlich, was das für ein Ort war.

    Noel hatte Glück gehabt, dass es nicht ein paar Minuten zuvor an diesen Ort gekommen war, denn dann wäre es vermutlich sofort erschossen worden.

    Er ging frisch ausgestattet seiner Wege. Gerade noch rechtzeitig...

    Sueda trifft auf Noel

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    Dann: die Rückkehr. Der Gunter war wieder da – und dieses Mal hatte er eine Olga im Schlepptau. Die Sache war somit klar: MISA war bei NiggoB eingebrochen und sie hatten Herbert in ihrer Gewalt.

    Es kam zu einem weiteren Zwischenfall mit Schüssen auf das Auto. Weiß bebänderte Gestalten durchkämmten das Gebiet, Sueda beobachtete alles schweigend aus der Ferne. ninja2.00926. Ein nicht näher bezeichnetes Bambi volführte wohl Berichten zufolge ein waghalsiges Manöver – für Herbert. Doch der Einsatz kostete es das Leben.

    Noch während der Staub sich senkte, wurde ein weiteres Bambi beschossen. Ich eilte unbewaffnet zur Hilfe, schiente sein Bein und leistete erste Versorgung. Glücklicherweise respektierten die Schützen trotz der angespannten Lage das und ich blieb unversehrt.

    Am Ende zogen die Angreifer wieder ab. Vielleicht, weil sie bemerkten, dass von unserem Camp aus kein Schuss auf sie erfolgt war.

    Wir hofften einfach, dass sie verstanden, dass wir für die Aktionen eventueller Scharfschützen aus der Umgebung nicht verantwortlich waren.

    Aber mir war klar, wie fingiert das alles wirkte.

    Erstversorgung am Bambi im Kriegsgebiet

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    💔 Das falsche Herz

    Und dann kam er, der Hammer des Tages: Banana Ops kämpften gegen einen Angreifer vor ihrer Basis – in roter Sanitäterkleidung und mit weißer Armbinde!

    Eine Kombination, die nur eine Assoziation zuließ: mich.

    Ich war entsetzt.

    Nicht, weil jemand meine Kleidung trug, sondern weil jemand vorgab ich zu sein und damit im Begriff war andere anzugreifen. Ich erinnerte mich sofort an die Sache mit Kevin und Max damals, als sie sich in Prigorodki als Samariter verkleidet und durch ein leichtsinniges Feuerwerk @Hikaru in Lebensgefahr gebracht hatten. Was damals Tage der Aufklärung brauchte, scheint sich nun zu wiederholen.

    Gleiche Masche, neuer Name. Und wieder war ich diejenige, deren Vertrauen auf dem Spiel stand.

    Glücklicherweise wussten die Banana Ops, dass ich so etwas niemals tun würde. Das rechnete ich ihnen hoch an.

    Während der Vorfall geschah, war ich auch mit einer ganz anderen Aufgabe beschäftigt: Blutgruppenakquise. Ja, der Grind meines Lebens... aber dazu später mehr.

    Am Ende stellten sie den Angreifer. Zwar nicht zur Rede, aber er hatte zumindest keinen Schaden angerichtet.

    Das falsche Herz

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    NACHTRAG: 🪓 Dann war da noch was in Solnichniy...

    Stimmt, das hatte ich noch völlig vergessen.

    Auf meiner Reise – ihr wisst schon, dieser endlose Marsch auf der Suche nach der „perfekten Blutgruppe“ – kam ich auch durch Solnichniy. Und was soll ich sagen? Ich sah einen Überlebenden. Er wurde gerade von einer Zombie-Dame gejagt, nicht ungewöhnlich in diesen Zeiten. Ich hob die Hand zum Gruß, wollte helfen – aber was bekam ich stattdessen?

    Einen linken Haken.

    Mitten ins Gesicht.

    Ich taumelte, fing mich, und fragte ihn, was der Quatsch solle. Aber er antwortete nicht. Stattdessen kümmerte ich mich – wie so oft – nicht um mein Ego, sondern um sein Leben. Ich lockte die Zombie-Dame von ihm weg, lenkte sie ab, hielt sie in Schach. Währenddessen hörte ich noch seine Stimme im Funk. "Ja, erstmal hinkommen, aber diese blöde Tussi killt jetzt gerade den Zombie..."

    Aha.

    Diese „blöde Tussi“ hatte ihm gerade das Leben gerettet. Danke für nichts.

    Ich schüttelte den Kopf, ließ ihn ziehen.

    Hätte er mit mir gesprochen, ich hätte ihm vielleicht sogar meine Axt angeboten. Ihn gefragt, wohin er wollte. Vielleicht hätte es sogar ein Taxi gegeben. Aber er war so in seinen Plan vertieft – oder in seinem inneren Film – dass er nicht einmal bemerkte, wie respektlos er sich gerade verhalten hatte. Und doch... ich verstand ihn irgendwo. Ich kenne das. Wenn das Verlangen zu den Freunden zu gelangen so groß ist, dass sie jede Höflichkeit frisst.

    Aber da war es wieder: Dieser Stich.

    Chernarus' hässliche Seite. Und für einen Moment spürte ich das vertraute Flackern in mir, das sagte: Vielleicht solltest du einfach mal genauso sein. Einfach zurückschlagen. Einfach... sein lassen.

    So wie Sueda.

    Später traf ich ihn wieder – bei Three Valleys.

    Wieder mit Zombies.

    Ich sah, wie er fiel.

    Vielleicht habe ich gezögert, vielleicht auch nicht.

    Vielleicht habe ich ihn nur retten wollen.

    Nicht alles ist so klar, wie es später scheinen soll.

    Aber es spielte keine Rolle: Als ich bei ihm ankam, war er bereits tot.

    Kurz und schmerzlos.

    Und so blieb mir nur, seine Überreste zu bergen und ihm ein Grab zu schenken.

    Still. Respektvoll. Auch wenn seine Worte es nicht gewesen waren.

    Ich rede mir ein, dass es das war, was er am Ende gebraucht hatte.

    Vielleicht sogar gewollt hatte. Einen schnellen Tod.

    Und ja, die letzte Würde hat er bekommen.

    Denn wir behandeln niemanden wie Müll – nicht einmal jene, die uns so behandeln.

    Denn wenn wir das vergessen, dann sind wir am Ende wirklich verloren.

    Aggressives und äußerst unhöfliches Bambi in Solnichniy

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    🔩Die Berezino Boys werden...beraided?! Und mein Weg zurück.

    Auch Jannik meldete seltsame Aktivitäten vor seiner Basis. Zunächst klang es so, als wollten sich zwei Gestalten von außen mit brachialen Mitteln am Tor zu schaffen machen. Er gab ein paar Warnschüsse ab, nachdem andere Kommunikationsversuche scheiterten. Dann blieb es ruhig.

    Als er später herauskam und die Umgebung prüfte, lagen ein paar Gegenstände lagen verstreut vor seinem Tor– eine Nagelkiste, Klebeband. Ich nahm es mit Humor: Schau mal, die haben dich gerade beraided!

    Als ich schließlich von meiner Reise nach der richtigen Blutgruppe nach Prigorodki zurückkehrte, sah ich einen roten Sarka – vonBausch und Nickel. Sie bewegten sich durchs Camp und verschwanden dann wieder. Ich beobachtete alles aus sicherer Entfernung und prüfte anschließend das Camp. Mein Misstrauen gegenüber allem und jedem wuchs nach dem Durcheinander heute.

    Man wusste ja nie. Wem konnte man noch trauen und wer war eigentlich wer?

    Meine Sorge war unbegründet. Aber alles war an Ort und Stelle. Kein Menschenfleisch. Keine Schäden. Stattdessen: neue Kürbisse in der Erde. Eine stille Geste, die mehr sagte als Worte. Das rechnete ich ihnen hoch an. Danke!

    Ich dachte an die Route, die ich genommen hatte. Ich war sogar in Norden gewesen, auf der Suche nach einem Bluttest-Kit. Hatte bei (MISA) ROB Basis vorbeigeschaut und das Gespräch gesucht. Vielleicht konnte ich ja Herbert freihandeln. Aber leider traf ich niemanden an. Andererseits überlebte ich so auch und konnte meinen Weg in den Süden fortsetzen. Unterwegs fand ich ein Unfallauto und mache es mit Jannik wieder flott.

    Auch Silas war am Ende des Tages wieder in Prigorodki. Schweigssam wie immer. Keine neue Botschaft.

    Ich blieb vorsichtig und vielleicht etwas ruhiger. Konnte ich ihm noch trauen? Was meinte er mit seinem kryptischen Satz?

    Von Bausch und Nickel am Camp und Silas ist wieder da

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    🚤 Bootsunglück auf dem Meer

    In der Nacht brachte ich Stev von den "Silberwölfen", wie sie sich jetzt nennen, in Richtung Balota. Ihre Gruppe wollte umziehen. Doch das Boot, das er benutzte, sank mitten auf dem Meer. Samt Stev.

    Ich brachte ihn im Schutz der Nacht zurück zu seiner Truppe. Und wieder war ein Tag in Chernarus überstanden. Nicht ohne Schmerz, aber mit Hoffnung.

    🌅 Zum Schluss...

    Es ist nicht immer das laute Donnern, das uns erschüttert. Manchmal sind es die kleinen Dinge. Ein roter Gunter, der fehlt. Ein Teddybär vor der Tür. Eine falsche Armbinde.

    Manchmal sind es die Schatten derer, die in fremden Farben handeln – und das Vertrauen rauben, das andere mit Mühe aufgebaut haben.

    Und manchmal fehlt mir einfach die Kraft, das alles weiter zu tragen.

    Aber es gibt auch die anderen. Die, die leise säen, wo andere reißen.

    Die, die beobachten statt zerstören.

    Die, die den Weg frei halten – für Hoffnung. Für Wiederaufbau. Für Menschlichkeit.

    Und für sie lohnt es sich, jeden Tag neu aufzustehen.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛


    🎞️VIDEOBEITRAG:

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    📓 Szenenfragment zum 25.06.2025 – Suedas Stimme

    Custos in ore flammae – Wächterin am Rand der Flamme

    Ich sitze am Feuer, aber ich wärme mich nicht. Die Flammen sind da – ich habe sie selbst entzündet. Und doch ist da diese Kälte in mir, die nicht weichen will. Silas ist irgendwo in der Nähe.

    Ich sehe ihn nicht, aber ich weiß, dass er da ist.

    Ich denke wieder an die Nacht in Prigorodki. An den Regen. An die Kälte. An das Blut. An den Moment, in dem sie WhiskeyMixer erschossen. An den Moment, in dem ich im Matsch lag – gefesselt, mit dem Knebel im Mund, der Lauf der Waffe auf meiner Brust. Ich konnte nicht einmal mehr „nein“ sagen. Manchmal spüre ich noch immer das Klebeband an meinen Handgelenken, obwohl es längst weg ist.

    Und dann diese kleinen „Versehen“, die immer wieder passieren. Sie lachen. Sie zucken mit den Schultern. Als wäre das eben so. Als wäre das alles nicht so schlimm. Aber für mich war es meine Grenze.

    Ich merke, wie das Wort „Vertrauen“ leiser wird. Wie Menschen im einen Moment gemeinsam am Brunnen trinken – und im nächsten draußen Bambis erschießen. Oder Freunde.

    Außerhalb der Mauern gelten keine Regeln. Und innen... auch immer weniger.

    Jeden Tag steht eines unserer Camps unter Beschuss.

    Jeden Tag taucht etwas auf, das nicht dorthin gehört – Menschenfleisch, Waffen, Zeichen.

    Jeden Tag zähle ich die Schüsse und hoffe, dass die Aggressoren weiterziehen.

    Jeden Tag erkläre ich, dass wir Samariter sind – keine Feinde, keine Soldaten

    – und jeden Tag glaube ich es ein Stückchen weniger.

    Ich traue meinen eigenen Gedanken nicht mehr. Und genau in dem Moment setzt sich Sueda ( Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371) zu mir. Sie sagt nichts. Noch nicht. Nur dieses leise, kontrollierte Atmen neben mir. Ruhig. Nicht vorwurfsvoll. Sie kennt mich und weiß, dass ich kämpfe.

    Du schläfst kaum noch“, sagt sie trocken, wie jemand, der es nicht zum ersten Mal erwähnt. Ich starre weiter ins Feuer. „Und wenn? Wach sein ist sicherer.

    Du bist nicht wach, du bist wachsam. Da ist ein Unterschied.“ Ihre Stimme ist leise, aber sie trifft. Ich sage nichts. Aber sie hat recht. Ich sehe überall Zeichen. Ein falscher Blick, ein fehlendes Wort – und es brennt sich in mich wie glühende Kohle.

    Ich hab das Gefühl, mir entgleitet alles. Das, was ich aufbaue, sind Sandburgen. Und die Flut heißt Misstrauen.“ Sueda lässt sich neben mich sinken, streckt die Beine aus. „Ich weiß“, sagt sie. U

    „Ich hab immer gedacht, wenn wir nur lange genug geben, kommt irgendwann etwas zurück. Aber vielleicht ist das Geben inzwischen nur noch ein Loch, durch das du selbst verschwindest.“ Sie schaut mich an – nicht mit Mitleid, sondern mit dieser Mischung aus Trotz und Erfahrung, die sie selten offen zeigt.

    Dann: „Du hast mir mal gesagt, dass Hoffnung wie ein Muskel ist. Dass man sie trainieren muss. Und dass Misstrauen alles frisst – erst Vertrauen, dann Herz.“ Ich nicke kaum sichtbar.

    Verdammt.

    Ich habe das wirklich mal gesagt.

    Dann trainier wieder. Oder lass dir helfen. Aber geh nicht unter, Herz.

    Ich spüre diesen Druck in meiner Brust, für den ich keinen Namen finde. Vielleicht Scham. Vielleicht Ernüchterung. „Ich hab das Gefühl, ich bin das Haus. Und es bröckelt.

    – „Dann fang bei den Fundamenten an. Und hör endlich auf, jeden Helfer für den Abrisstrupp zu halten.“

    Sie seufzt. „Herz, wir sind deine Leute. Nicht deine Feinde. Du kannst nicht alles alleine tragen. Und du musst auch nicht alles in dich reinfressen.“ Ich will etwas erwidern, aber meine Stimme versagt. Also schweigen wir. Nur das Knistern der Flammen zwischen uns.

    Irgendwann sage ich leise: „Ich hab mit Vittorio/Heleranos geschrieben. Dem Nebelmann, wie du ihn nennst.“ – „Der mit der poetischen Grabinschrift?“ – „Genau der. Er liest die Berichte. Er weiß, was war. Und er hat geschrieben: Noli in tenebris perire. 'Verliere dich nicht in der Dunkelheit.'“

    Sueda lehnt sich zurück. „Latein und Lagerfeuerphilosophie. Fehlt nur noch, dass er mich Custos in ore flammae nennt.“ – Ich muss lächeln. „Tut er nicht. Er assoziiert dich mit einer BLAZE. Er hält nicht viel von Namen. Aber er weiß, was du bist.

    Sie sagt nichts, aber da ist ein winziger Moment in ihrem Gesicht – kein Stolz, keine Rührung. Etwas Tieferes. Vielleicht Anerkennung.

    Hat er dir auch geraten, ’ne Waffe zu tragen?“ – Ich nicke. „Ich trag sie längst. Die Blaze von dir. Die DMR von Rob. Nicht, um zu töten. Sondern weil ich weiß, dass man Grenzen verteidigen muss. Aber was er eigentlich meinte, war: Erkenne den Moment, in dem du sie brauchst.

    Sie schaut zur Blaze an meiner Schulter. „Na wenigstens hab ich dir was Vernünftiges dagelassen.“ Sie kneift die Augen zusammen. Ich lache leise.

    Dann atme ich durch. „Was meinst du… Fin in domo tua?“ – „Was denn? Wieder der Glückskeks-Spruch?“ – „Vielleicht. Aber was, wenn das Ende wirklich in meinem Haus ist? Wenn es Silas ist?“ – „Der schon wieder?

    Ich nicke. „Der Satz geht mir nicht aus dem Kopf. Wie eine Schlinge im Nacken. Ich höre ihn jedes Mal, wenn ich Silas... sehe.“

    Er sagt nichts.“ – „Genau das macht’s schlimmer. Wenn jemand nichts sagt, kann er alles gemeint haben.“ Ich wende den Blick nicht ab. „Was, wenn es wirklich eine Drohung war? Oder ein Urteil? Was, wenn das Ende wirklich bei mir ist, Sueda?

    Ich kenn dich“, sagt sie ruhig. „Und ich seh, wie du zerbrichst an diesem Satz.

    Ich will etwas sagen, aber sie hebt die Hand. „Nein. Hör zu.“ Dann lehnt sie sich vor, ihre Stimme leise, aber fest: „Du bist Herz. Aber das da – dieser Satz, dieser Schatten, dieses ewige Kreisen – das bist nicht du. Das ist der Riss.

    Ich schlucke. „Was, wenn ich dieses Symbol geworden bin – für Hoffnung – aber innen ist da nichts mehr?“ – „Dann wird der Riss zum Ende. Nicht der Pfeil. Nicht der Feind. Sondern du. Wenn du aufhörst, das zu sein, was du bist.

    Ich sehe ins Feuer. „Ich weiß nicht mehr, ob ich helfen will. Oder ob ich es nur tue, weil ich nichts anderes kann.“ – „Vielleicht musst du nicht helfen. Vielleicht musst du einfach nur nicht aufhören. Nicht aufhören zu fragen. Nicht aufhören zu zweifeln. Nicht aufhören da zu sein – selbst mit Riss.

    Ich schließe die Augen. Der Nebel hüllt mich ein. Aber ihre Stimme bleibt.

    Ich zögere. Dann: „Was, wenn er tatsächlich mich meint? Wenn ich das Ende bin – das in mein eigenes Haus eingezogen ist?“ – Sueda zieht die Beine an, seufzt. „Vielleicht ist das Ende gar keine Person. Kein Schuss. Kein Dolch. Sondern ein Riss. Ein Riss in dir – zwischen dem, wofür du stehst, und dem, was du gerade fühlst.“

    Ich sehe sie an. „Und wenn ich irgendwann nicht mehr stehe?“ – Sie legt mir die Hand auf den Rücken. Schwer. Warm. Echt. „Dann sitzt du halt. Und ich halte neben dir Wache. Deal?“ – Ich lächle müde. „Deal.

    ✍️ Vielleicht war das die Antwort.

    Nicht nur aus Silas’ Mund. Nicht nur aus Vittorios Versen. Sondern aus Suedas Blick.

    Es ist, wie Vittorio/Heleranos schrieb:

    Zitat


    „Vertrauen aufzubauen ist schwer. Vertrauen zu verlieren geschieht schnell.

    Die Dunkelheit findet immer neue Wege, um zu siegen.
    Schwäche kann in Feuer verwandelt werden. Und Feuer ist Kraft…

    Um das zu erreichen, braucht es Willen.

    Dieses Feuer wird dich stärken. Es wird dir Hilfe bringen."

    Er meinte, dass selbst eine verletzte Kerze noch leuchtet.

    Aber: Das Licht einer verletzten Kerze färbt das Wachs dunkler.

    Vielleicht stimmt das. Vielleicht bin ich nicht weniger Licht –

    aber innen brennt es rußiger als früher.

    Vielleicht bin ich diese Kerze: angeschlagen, flackernd – aber nicht erloschen.

    Und vielleicht reicht genau dieses Flackern, um die Dunkelheit daran zu erinnern, dass ich noch da bin.

    Das Ende kommt nicht, wenn jemand auf mich schießt –

    sondern wenn ich falle. Innerlich.

    Und vielleicht ist es nicht zu spät, diesen Riss zu flicken.

    Nicht mit Draht.

    Nicht mit Gewalt.

    Sondern mit Erinnerung daran, dass ich mehr bin als meine Zweifel.

    Mit dem guten Rat meiner Freunde.

    Mit jeder helfenden Hand.

    Und mit jedem lachenden Gesicht, das das Camp verlässt –

    weil wir doch noch Herz zeigen konnten.

    Trotz allem.

    💌 Herzensgrüße vom 24.06.2025 – "FIN IN DOMO TUA"

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    Hallo ihr Lieben,

    an manchen Tagen liegt ein Flirren in der Luft, das man erst später versteht.

    Man lebt, man hilft, man repariert – und ahnt nicht, wie nah manche Zeichen bereits sind.

    🎯 Angriffe der Teddybären

    Der Tag beginnt mit einem Funkspruch von Jannik: In der Nähe von Riffy gab es einen Hinterhalt. Er wurde angeschossen, aber es traf Senior Bitwalker noch schlimmer. Zwei Angreifer ohne Armbinden, dafür mit skrupelloser Präzision. Sie zerstörten die Reifen ihres LKWs – ein Geschenk von vonBausch und Nickel – und entwendeten Janniks geliebte Armbrust.

    Die Reifen wurden komplett zerschossen.

    Aber das war nicht alles: Wie schon bei früheren Vorfällen lag wieder ein rosafarbener – oder war er pink? – Teddybär vor ihrer Basis. Ein Makel in Plüsch. Eine Signatur, so kindisch wie verstörend. Die Berezino-Boys waren verständlicherweise aufgebracht, schwankten zwischen Trauer und Wut. Bitwalker kündigt an, künftig wehrhafter zu sein – doch am Ende besann man sich auf den Eid und Bitwalker sagte: "

    Wir bleiben wachsam. Aber wir bleiben auch menschlich. Und das bleibt auch so." Ich gratulierte ihnen zu dieser Haltung und ahnte nicht, wie bald ich selbst in einer ähnlichen Situation stecken würde.


    🚧 Unfall auf dem Heimweg

    Ich war gerade auf dem Rückweg nach Prigorodki, als es geschah: TREUE 2.0 schlingerte – ein geplatzter Reifen, der Kühler beschädigt. Vermutlich war ich für einen Moment unachtsam gewesen. Ich fluchte leise, da sah ich ihn: Einen Überlebenden, der mich von den Felsen aus beobachtete. Ging er auf mich los? Was führte er im Schilde?

    Ich ging in Deckung und scannte ihn durch mein Jagdzielfernrohr – Blick für Blick. Auch er visierte mich an. Eine Pattsituation.

    Zum Glück reagierte Black Lion sofort, brachte Zündkerze, Kühler und Reifen. Der Mann am Fels blieb still – keine Kugel flog. Als alles repariert war, kam er uns winkend über das offene Feld entgegen. Er grüßte. Freundlich, höflich. Nannte sich Chris. Englischsprachig. Ein Freund von John, also Cripsy77. Er suchte eine Zange, wollte mit seiner Gruppe ein Zuhause errichten.

    Ich nahm ihn im Auto mit ans Camp und dankte ihm, dass er nicht auf mich geschossen hatte, um an das Auto zu kommen. Es war ohnehin das seiner Gruppe, denn ich hatte Cripsy77, also John TREUE 2.0 überlassen und passte quasi momentan nur darauf auf.

    Am Camp überreichte ich ihm das Werkzeug und sogar ein Zelt. Black Lion schaute skeptisch. Wir hätten beides selbst gebrauchen können – aber ich glaubte, Großzügigkeit zahlte sich aus. Chris bedankte sich und zog weiter.

    Treffen mit Chris

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    🧊 Ein Kühler für alte Schulden

    Plötzlich tauchte Greeny am Camp in Prigorodki auf – sein Auto hatte einen defekten Kühler. Unsere Vorräte waren knapp. Ich überlegte. Doch dann erinnerte ich mich: Als MISA mir meinen geliebten roten Sarka HOFFNUNG 2.0 geraubt hatte, waren es Greeny und seine Leute gewesen, die mir halfen. Damals war der Kühler keine Frage gewesen. Und so auch heute nicht. Ich überreichte ihm einen – ein kleines Zeichen der Dankbarkeit.

    Ein Kühler wird überreicht

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    🐻 Ein alter Name, ein neues Zeichen

    Etwas später traf ich Zeberion am Camp – er schaute vorbei, wirkte rastlos. Im Funk meldete sich dann Tabasko. Ich sprach ihn direkt auf den rosafarbenen Teddybären an. Seine Antwort: „Vielleicht.“ Was bei anderen als Verneinung durchging, war bei ihm ein klares „Vanilla-Ja“.

    Er und Charly117 waren also zurück. Und offenbar hatten sie sich ihr altes „Markenzeichen“ hinterlassen. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

    Ich mochte die beiden, aber ich konnte diesem Einbrechen nichts abgewinnen. Auch wenn man ihnen zu Gute halten musste, dass sie nicht mehr wie einst alles bis zum letzten Nagel abbauten und abtransportierten und lediglich eine Kiste mit einem rosafarbenen Teddybären hinterließen.

    Täglich grüßt... Zeberion

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    🔥 Eine neue Botschaft aus der Stille

    Es wurde spät. Silas war wieder am Camp. Wir angelten, grillten gemeinsam, er redete nicht – wie immer.

    Ich hatte die wahnwitzige Idee, mit dem Gunter angeln zu fahren und ihn mit Fisch zu füllen. Gedacht getan. Im Camp lag dann alles voller Fisch. Ich wollte draußen am Feuer bleiben, aber das Gefühl im Bauch war ungut. Zu viele Anzeichen in den letzten Tagen. Ich entschied: Wir grillen besser im Kochhaus. Sicherheit ging vor.

    Doch bevor wir hineingingen, legte Silas erneut ein Wort. Drei Buchstaben, aus Kürbissen.

    "TUA"

    Ich blickte ihn fragend an. Keine Reaktion. Nur das Knistern des Feuers.

    Wir grillten im Schutz der Hütte. Ich starrte ins Flackern. Und dann machte es „Klick“:

    "FIN IN DOMO TUA" - „Das Ende ist in deinem Haus.“ oder etwas freier übersetzt: "Das Ende ist bei dir."

    Latein. Die Sprache der Toten und der Prophezeihungen. Ich selbst konnte es kaum, aber ich hatte Freunde, die mir weiterhalfen.

    Silas hatte bereits zuvor „FIN“ und „DOMO“ gelegt. Jetzt also „TUA“.

    Ich spürte, wie sich ein Knoten in meiner Brust bildete. Was bedeutete das?

    War es eine Warnung? War es nur Poesie? Oder etwas Dunkleres?

    Ich sah Silas an. Seine stillen Gesten. Seine Zurückhaltung.

    Warnte er mich gerade allen Ernstes vor sich, als meinem Ende?

    Ich erinnerte mich an @WhiskeyMixers Worte: „Schau doch mal, wie er den Teddy ans Feuer setzt. Das kann kein schlechter Mensch sein.“

    Und doch – der Schatten des Zweifels war da. Ich sah die Armbrust, die ich ihm geschenkt hatte. Ein Geschenk des Vertrauens. Was, wenn...

    Aber ich schob den Gedanken beiseite.

    „Wenn das Ende in meinem Haus ist“, sagte ich mit möglichst fester Stimme, „dann will ich ihm ins Gesicht sehen. Mit Herz.“

    Silas blieb still. Vielleicht nickte er. Vielleicht auch nicht.

    Angeln und grillen in Prigorodki

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    🩸 Spende des Lebens

    Die Nacht verging ereignislos. Silas hatte keine weitere Nachricht für mich.

    Im Morgengrauen trafen wir auf ninja2.00926 (UltrA). Sie spendete dreimal okay, okay... viermal Blut. Ich dankte ihr aus tiefstem Herzen. Das Lager lebte von solchen Gesten – von solchen Menschen.

    Ultra am Camp

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    🚗 Ein Auto – gut versteckt

    Ich versteckte TREUE 2.0. Nach allem, was geschehen war, wollte ich nicht noch ein weiteres Fahrzeug verlieren. Der Tag war anstrengend gewesen. Die Gedanken schwer.

    🌅Zum Schluss...

    ...hatte ich nicht viele Antworten erhalten, aber einige Fragen mehr.

    Mir wurde klar, dass es nicht die Welt da draußen war, vor der ich mich fürchtete. Nicht die Räuber, nicht die Schüsse in der Nacht.

    Es war die Ahnung, dass das wahre Ende von innen kam – aus dem eigenen Kreis, aus dem eigenen Camp, aus dem eigenen Haus.

    Ich dachte an Silas. An seine Botschaft: FIN IN DOMO TUA.

    „Das Ende ist in deinem Haus.“

    War er es? Derjenige, den ich eingelassen hatte?

    Der, dem ich eine Armbrust schenkte – aus Vertrauen?

    War es sein Schweigen, das mich schützen sollte? Oder eines, das mich täuschen konnte?

    Ich wollte es nicht glauben, ich wollte es nicht denken.

    Aber die Saat des Zweifels war gesät.

    Und so saß ich später noch allein am Feuer. Still, fragend.

    Wenn das Ende wirklich in meinem Haus war – dann hatte ich es vielleicht hereingelassen.

    Geschützt.

    Mit offenen Armen.

    Mit warmem Essen.

    Manchmal begann das Ende nicht draußen, nicht mit Kugeln oder Verrat.

    Manchmal begann es mit einer Nachricht aus Kürbissen.

    Mit Schweigen. Mit einem Blick.

    Aber ich hatte mich entschieden: Ich würde bleiben und Silas auch.

    Er hatte bisher nichts Verwerfliches getan und möglicherweise war die Nachricht anders gemeint.
    Vielleicht war es auch einfach seine Art, mir Rätsel aufzugeben.

    Aber was auch immer der Fall war:

    Wenn das Ende kam, würde ich bereit sein.

    Was blieb mir auch anderes übrig?

    In diesem Sinne: Seid auch ihr bereit.
    Bleibt wachsam und vor allen Dingen: Bleibt am Leben.

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛


    🎞️VIDEOBEITRAG:

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    💌 Herzensgrüße vom 23.06.2025 – Der schmale Grad zwischen Wahrheit und Vermutung

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    Hallo ihr Lieben,

    es sind Tage wie dieser, die einen mit Fragen zurücklassen. Nicht alles, was sich logisch erklären lässt, ergibt am Ende auch Sinn. Und manchmal erkennt man erst im Nachhinein, wie dünn der Faden war, an dem alles hing.

    🩸 Der Tod lauert in Myshkino und Berezino ist voller Stolpersteine

    Der Tag begann mit schlechten Nachrichten: dakel fiel im fernen Myshkino. Das zeigt mal wieder: Auch wenn wir uns manchmal relativ sicher fühlen, das Leben ist gefährlich und man muss immer auf sich aufpassen.

    Auch Jannik hatte wieder einen Unfall. Diesmal überschlug er sich mit seinem Wagen – gleich zweimal. Doch er fuhr danach unbehelligt weiter. Ich nenne das einen echten Fortschritt. Aber der Tag sollte noch ein paar Überraschungen für ihn bereithalten.

    🚗 Die Rückkehr der Olga-Brücke?

    Samu meldete sich ebenfalls wieder. Seine geliebte weiße Olga – alle Reifen weg. Ich musste an die merkwürdige Brücken-Konstruktion aus der letzten Season denken. Déjà-vu mit Wiederholungstäter?

    Manchmal ändern sich nur die Namen, nicht die Muster. Aber vielleicht blieb in diesem Fall der Name sogar gleich.

    ⚰️ Ein Schuss bei Kamyshovo

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 hörte Schüsse bei Kamyshovo, prüfte die Lage und fand – einen toten Unbekannten auf der Hauptstraße. Glatter Schuss, vermutlich von einem Sniper.

    Chernarus, du bist ein Grab.

    Auf dem Weg begegnete sie Stev und Saphira. Sie nannten sich scherzhaft "die Rentnertruppe" und trugen noch immer pinke Armbinden. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 warnte sie erneut. Zu nah an vonBausch und Nickel s Orden. Aber neutrale Farben sind rar – und Frieden ist es ohnehin.

    Am Ende bestattete Sueda die sterblichen Überreste im Meer. Von der Küste wart der Unbekannte gekommen, zur Küste würde er auch wieder zurückkehren.

    Ruhe in Frieden, Unbekannter.

    Der Tod lauert in Kamyshovo

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    🥩 Ein alter Ekel

    Jannik meldete gebratenes Menschenfleisch im Camp von Berezino. Ich dachte sofort an Nickel und vonBausch ausch – aber sie verneinten. Ja, in Prigorodki hatten sie es einst getan... Aber sie sagten, es sei vorbei. Ich hoffe, es stimmt. Ich machte nochmals unmissverständlich klar: Kein Menschenfleisch – in keiner Form. Nicht in unseren Camps. Nicht unter unserem Schutz.

    🌾 Wenn Stille spricht

    Es war spät geworden am Camp in Prigorodki. Silas war da – wie so oft einfach plötzlich gegenwärtig, ohne großes Aufsehen. Und wie so oft saßen wir irgendwann einfach gemeinsam am Feuer. Es waren die stillen Momente, in denen man dachte, es sei alles gesagt, nur um dann eines Besseren belehrt zu werden.

    Trotz der stimmungsvollen Atmosphäre, lag Angst wie Nebel über dem Camp. Jeder Schatten am Hang, jedes Rascheln im Gebüsch ließ mein Herz schneller schlagen – als würde der Schütze, der uns die letzten Tage immer wieder oder oder in Berezino beobachtet hatte auch wieder ein Auge auf uns werfen. War es wirklich nur eine Person oder waren es gar mehrere?

    Ich wusst es nicht, aber ich hatte ein seltsames Gefühl. Als würde ich beobachtet werden aus der Ferne.

    Aber ich kam nicht dazu, mir zu viele Gedanken zu machen. Denn plötzlich deutete Silas auf das Essenszeit. Es war wieder Zeit für eine seiner Botschaften.

    Er leggte Buchstabe für Buchstabe und ich gab immer an, dass ich den Buchstaben verstanden hatte. Am Ende waren es vier Zeichen: „DOMO“.

    Ich starrte darauf und versuchte zu begreifen, was ich da sah. Ein Name? Eine Botschaft? Ich fragte Silas:

    „Soll ich dich so nennen? Domo?“

    Keine Reaktion. Kein Nicken, kein typisches Zucken, kein leiser Sprung zur Bestätigung wie sonst manchmal, wenn er „ja“ meinte. Nur Schweigen.

    Also fragte ich nochmals, halb laut, halb in Gedanken: „Ist das eine andere Sprache?“ Wieder keine Antwort.

    In mir begannen die Gedanken zu kreisen. Ich erinnerte mich daran, dass „Domo“ japanisch sein könnte. Vielleicht bedeutete es Danke. Vielleicht war es seine Art, sich zu bedanken – dafür, dass er hier sein durfte.

    Für den Platz am Feuer. Für das Camp. Für die Ruhe, die wir ihm ließen.

    Dass wir ihn trotz seines Schweigens nicht verurteilten.

    Aber konnte das wirklich sein?

    Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Und doch: Er zeigte mir oft die Herzgeste. Und ich hatte nicht vergessen, wie er seine Waffe verbrannt hatte. Ein Zeichen von Vertrauen.

    Ich glaube es gefiel ihm hier, auch wenn ich noch nicht genau wusste, was er hier eigentlich suchte oder zu finden hoffte. Alles war immer etwas schwerer, wenn er so in sich gekehrt und schwiegsam war. Ich hatte nur meine Gedanken, um ihn mir irgendwie zu erschließen, aber ich wusste schon jetzt, dass dies der Wahrheit vermutlich nicht ansatzweise gerecht werden würde.

    Silas jedenfalls nahm die Rolle still an, ohne sie zu bestätigen. Das reichte mir für den Moment.
    Aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass seine Botschaften ein fragmentiertes Puzzle waren. Ich sollte ihn im Auge behalten. Er sagte inzwischen so viel mehr, nur nicht mit Worten.

    Ich war nur noch nicht in der Lage hinzuhören.

    „Domo“, flüsterte ich, "gut, dann bin ich gespannt was du mir morgen zu sagen hast." Dann ließ ich es dabei bewenden.

    Am Ende des Abends überreichte er mir noch ein vierstelliges Zahlenschloss. Wortlos natürlich. Ich hielt es in der Hand, wog es eine Sekunde lang und sagte dann: „Für dein Haus. Auch wenn du deine Hütte schon sehr wohnlich eingerichtet hast.“

    Er nahm meine Worte nicht auf. Er blieb einfach.

    Mit Silas am Camp

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    🧓 Herz-Aus-Glas?

    Im Funk stieß die „Rentnertruppe“ in meinen Kanal. Saphira dachte noch immer über einen neuen Gruppennamen nach. Und auch wenn noch nichts entschieden war, spürte man, dass sie Wurzeln schlagen wollten. Dass sie blieben, freute mich.

    Und dann kam dieser eine Satz. Einfach so hingeworfen, wie ein Kiesel in einen stillen Teich: „Herz-Aus-Glas“ – hatte Stev gesagt.

    Er hatte gelächelt dabei, und vielleicht war es ein neckisches Wortspiel, wie damals, als mich ein Bambi einmal versehentlich oder absichtlich „Herz-Aus-Holz“ genannt hatte. Ich hatte darüber geschmunzelt. Damals.

    Aber diesmal blieb das Lächeln nicht lange. Etwas in mir wurde still. Und dann dachte ich: Was, wenn es stimmt?

    Was, wenn mein Herz längst spröde geworden war – dünn, durchsichtig, zerbrechlich?

    Ich spürte die feinen Risse. Die, die niemand sah. Weil ich weiter funktionierte, weil ich weiter lachte, weil ich weiter half. Aber in Wahrheit? Ich bin müde. Vom Kämpfen, vom Erklären, vom Rechtfertigen, vom Aushalten.

    Ich weiß, dass Stev es nicht böse meinte. Und ich werde ihm nicht sagen, wie tief das saß. Manche Spiegel sind so klar, dass man nicht hineinschauen möchte. Heute war er mein Spiegel.

    Aber innerlich fragte ich mich: Wie viele Einschläge noch, bis mein Herz wirklich bricht?

    Ein Herz aus Gold ist ein schönes Ideal. Ein Ziel. Eine Haltung.

    Aber an manchen Tagen… fühlt es sich tatsächlich eher an wie Glas.

    Und trotzdem – ich mache weiter. Nicht, weil es leicht ist, sondern weil ich nach wie vor glaube, dass es das Richtige war.

    💉Ein Lachen zu viel

    Jannik hatte das Menschenfleisch nicht rechtzeitig oder nicht volständig bestattet. Ein Rest war noch im Camp, als Saphira, Stev und Bernd ankamen.

    Tja und als er kurz unachtsam war, da begann er zu lachen.

    Wir nicht.

    Irgendjemand hatte ihn heimlich damit gefüttert. Heimtückisch.

    Kuru ist keine Legende. Wer tut so etwas? Wer spielt so mit Leben anderer, mit dem von Freunden?

    Am Ende starb Jannik. Dieses Mal freiwillig, um sich von dem Fluch zu lösen.

    Aber ja, er starb. Wieder kehrte er an die Küste zurück. Die anderen sicherten seine Sachen. Immerhin. Ich blieb zurück mit Frust – und Trauer darum, dass ihm das passiert war.

    Es hatte einen Grund, warum ich so vehement dagegen kämpfte, dass Menschenfleisch Einzug in die Camps erhielt. Warum ich den Berezino-Boys bei ihrem Eid auch explizit das Versprechen angenommen hatte, kein Menschenfleisch im Camp zu dulden.

    🎯 Ein Schuss aus dem Wald

    Dann fiel Stev. Ein Schuss, vermutlich vom Hügel oberhalb des Berezino-Camps. Bernd hatte sich mit knapper Not in die Klinik retten können, doch der Täter war noch irgendwo da draußen. Ich war nicht vor Ort, aber Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 war es. Sie war heute als Campwache eingeteilt – und sie reagierte sofort.

    Mit vorsichtiger Entschlossenheit pirschte sie sich durch das Unterholz, wählte einen alten Wildpfad auf halber Höhe und nahm Position ein. Geduldig. Beobachtend. Aber ich wette mit klopfendem Herzen, denn ich hörte sie keuchen und fluchen.

    Trotzdem: Nichts überstürzen. Dann – ein Flackern im Augenwinkel. Eine Bewegung. Viel zu spät sah sie es, aber sie hatte Glück und blieb unentdeckt. Jemand rannte den Hang hinauf, Waffe in der Hand.
    Die Silhouette war schwer auszumachen im Gegenlicht, aber da war keine Frage mehr: Die Person war eindeutig auf der Flucht.

    Sie drückte ab. Ein sauberer Schuss, kein Beinschuss, aber auch kein tödlicher Schuss. Der Fremde fiel.

    Doch als sie sich vorsichtig näherte, geschah das, was in solchen Situationen oft passiert: Die Leiche war nirgends zu finden. Kein Körper, keine Spur. Nur raschelndes Gras, feuchte Erde und die dunkle Ahnung, dass es noch nicht vorbei war.

    Und dann – eine weitere Bewegung. Keine Zeit für Befragung, kein Raum für Zweifel. Instinkt und Pflicht. Noch einmal drückte sie ab. Und diesmal war es endgültig.

    Als sie sich über die Leiche beugte, blieb ihr für einen Moment der Atem stehen.

    Diese Kopfbedeckung und im Inventar: Eine pinke Armbinde.

    Und Kleidung, die – so sehr es mir das Herz auch zusammenschnürte – exakt zur Beschreibung eines Mannes passte, den ich am Morgen noch als Freund begrüßt hatte. Aber konnte das sein? War es wirklich er gewesen? Oder jemand, der ihn imitierte? Die Kleidung? Die Armbinde? Jemand, der falsche Spuren legte?

    Was, wenn jemand begonnen hatte, sich als Ordensbruder auszugeben, um genau diesen Verdacht zu säen? Wer auch immer es war – er war bereit gewesen zu töten. Und das am Rand unseres Camps. Ich spürte Wut. Und Ohnmacht, aber ich war froh, dass Sueda sich um alles gekümmert hatte.

    Aber da war diese eine Frage, die mich nicht losließ: Was, wenn es wirklich einer von ihnen war?

    Dann dachte ich: Nein. Wenn’s einer von ihnen war – dann war es ein Irrläufer. Einer, der gefallen ist. Nicht der Orden selbst. Und wenn es keiner war? Dann stehen uns schwere Tage bevor. Denn jemand dort draußen beginnt ein neues Spiel. Eines, das mit Masken und Armbinden arbeitet. Und das macht es so gefährlich.

    Campwache im Einsatz

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    🚗 Abholung, Begegnung, Zweifel

    Als ich die Nachricht von den Schüssen erhielt, ließ ich alles stehen und liegen, holte mein Fahrzeug und machte mich auf den Weg gen Norden. Unterwegs nach Berezino sammelte ich Stev und Jannik ein – beide waren inzwischen an der Küste gelandet. Erschöpft, aber wohlbehalten. Die Fahrt zum Camp verlief ruhig, fast zu ruhig, doch in meinem Inneren rumorte es. Ich hatte ein ungutes Gefühl.

    Und dann, kaum am Camp angekommen, stießen wir auf einen alten Bekannten: Bruder Nickel. Er kam als Bambi vom Norden her angerannt und sagte, er habe schon genug Schüsse für den Tag gehabt. Ich nickte verstehend. Ich hielt ihm die pinke Armbinde und die Kapuze entgegen, die Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 am Tatort gefunden hatte. Doch er winkte ab. „Nein, das ist nicht meine – ich wurde vor knapp einer halben Stunde beim Medical Airfield beschossen und habe meinen Sarka verloren.“ Seine Stimme klang ehrlich und wütend, aber mein Herz wollte es nicht sofort glauben. Die Beweislast war erdrückend. Und doch – wie sollte er gleichzeitig dort und hier sein?

    Als Nickel erwähnte, dass er beim Medic Airfield seinen roten Sarka verloren hatte, zog sich in mir alles zusammen. Mein Blick wanderte in Gedanken unwillkürlich zu meinem eigenen – HOFFNUNG 2.0. Die letzte Erinnerung an all das, was mir genommen worden war, und das Symbol dafür, was ich mir selbst zurückgeholt hatte. Ein Verlust, der mich schmerzen würde, mehr als ich zugeben wollte. Ich nickte nur langsam, versprach, die Augen offen zu halten… doch in mir wuchs die Sorge: Was, wenn das alles gar nicht stimmte?

    Wir tauschten Worte, vorsichtig, tastend. Und obwohl ich nicht sicher war, ob ich seine Erklärung vollkommen glauben konnte, war ich auch nicht bereit, ihn vorschnell zu verurteilen. Zu viele Fragen blieben offen. Und wenn ich eines gelernt hatte, dann dass die Dinge immer auch eine andere Erklärung haben konnten. Trotzdem kontne ich mri die eine oder andere Stichelei nicht verkneifen.
    Falls er es wirklich gewesen war oder jemand aus seinem Orden, sollten sie ruhig wissen, dass wir die Wahrheit kannten.
    Tja und wenn nicht, dann würde sich die Sache bestimmt auch so bald aufklären.

    Also blieb er am Camp. Und wir beobachteten – wie immer in diesen Tagen – wachsam. Aber auch mit einem Rest von Vertrauen.

    Am Ende nahm er die Kapuze und das Armband entgegen und verließ das Camp wieder.

    Ich riet Stev und Saphira, auf eine andere Farbe umzusteigen. Vielleicht rot. Rot für Mut. Die Schweizergarde ist derzeit still – vielleicht ist Platz für neue Wege.

    Nickel am Camp

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    🌅Zum Schluss...

    Am Abend saß ich am Feuer. Ich dachte über vieles nach. Über die Sniper in den Hügeln. Über Silas' schweigende Präsenz. Über Kuru. Über den Orden. Über all das Unausgesprochene.

    Dann flüsterte der Wind ein neues Wort in mein Ohr: „Durchhalten.“

    Und ich hielt durch. Für heute.

    Haltet auch ihr durch.

    Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛


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    💌 Herzensgrüße vom 22.06.2025 – Zwischen Antrag, Angriff und dem Anfang vom Ende

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    Hallo ihr Lieben,

    manchmal liegen Freude und Verlust so nah beieinander, dass man kaum weiß, ob man lachen oder weinen soll.

    💍 Ein Antrag in Badisch

    Es begann mit einem echten Highlight: Die Berezino-Boys versammelten sich zum Gruppenfoto und Bitwanted, der "Junior" der Truppe, machte tatsächlich dem „Frauele“, wie er sie liebevoll nennt, einen Antrag. Ich vermute im besten Badisch.

    Ein Moment, der das Herz berührte und natürlich auch mich – zwischen leuchtenden Augen, leichtem Erröten und ehrlicher Rührung. Ich wünsche beiden alles erdenklich Gute für die gemeinsame Zukunft.

    💥 Zwei Schüsse, zwei Verluste

    Doch kaum war die Freude verklungen, kamen die Schatten:

    Jannik, allein unterwegs, wurde in Balota getötet.

    Und Pinky – treuer Gefährte, stiller Wächter – erwischte es bei Komyrna. Von hinten. Ein eiskalter Schuss, vermutlich aus einer Flinte.

    Ich versuchte noch, seine Sachen zu retten – was mir auch gelang. Doch vom Täter fehlte jede Spur. In Mogilevka sah ich Zombies, dann einen Überlebenden, der in Richtung Norden floh. War er es?

    Ich ließ ihn ziehen. Manchmal reicht es, zu wissen, dass man es hätte tun können.

    Sicherung von Pinkeys Habseeligkeiten und Sichtung des potenziellen Killers in Moglievka

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    🚗 Ein Gefangener

    Später tauchten vonBausch und Bruder Nickel am Camp in Prigorodki auf – mit einem Gefangenen hinten in ihrem roten Sarka. Sie hatten ihn nach einem Angriff auf sie gestellt und wollten ihn „den Autoritäten“ übergeben.

    Ich zuckte mit den Schultern: Es gab keine Autoritäten mehr – und auch die "Bambi-Besserungsanstalt", liebevoll BBA genannt, war Geschichte.

    Dennoch hörte ich mir die Geschichte ruhig an. Sie schilderten, wie sie unter Beschuss geraten waren und ihn stellen konnten. Der Gefangene, der sich später als „Jakey“ vorstellte, bestritt zwar alles – aber ich vertraute auf das Wort der beiden, zumal auch ich die Schüsse zuvor gehört hatte. Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 hatte die Situation sogar heimlich beobachtet und bestätigte ihre Version.

    Kurz kam das Gespräch auf eine andere Lösung: Nickel sprach davon, man könne ihn auch in ihrer Kirche befragen... eine Idee, bei der ich innerlich zusammenzuckte. Nicht, weil ich den Vorschlag nicht verstand – sondern weil ich um die symbolische Wirkung solcher Orte wusste. Zu viele Erinnerungen, zu viele Schatten, die in sakralem Gemäuer lauerten.

    Ich bat darum, den Mann nicht weiter festzuhalten. Nicht aus falscher Milde, sondern aus Prinzip. Er war verwirrt, ja – aber kein Monster. Zumindest nicht, solange er eine Chance bekam, kein Monster zu werden.

    Ein kleines Detail ließ mich dennoch aufhorchen: Auf meine Frage, ob er zu MISA gehöre, antwortete er entschieden mit Nein. Zu schnell, zu beherzt. Und er fragte auch gar nicht, was MISA denn sei.

    Ich scherzte, dass das schade sei – Als MISA-Mitglied könne ich ihn nämlich getrost am Leben lassen.

    Er verstand den Witz nicht, aber ich klärte die Situation schnell auf.

    So erzählte ich ihm auch von unseren Camps und unseren Prinzipien. Ich zeigte ihm, dass man auch in Chernarus anders leben konnte.

    Am Ende ließen wir ihn gehen. Er trank noch etwas Wasser am Brunnen und verschwand dann in aller Stille.

    Und auch wenn ich seinen Namen vermutlich nicht richtig notierte, hoffte ich, dass er sich an unsere erinnerte – und an das, was wir ihm an diesem Tag gezeigt hatten.

    Gefangener in Prigorodki?

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    🔁 Und täglich grüßt Balota

    Kaum war er frei, kam der nächste Notruf: Jannik, erneut in Balota erschossen.

    Wir fuhren gemeinsam zum Ort des Geschehens. Ich sah, wie Jannik gerade wieder fiel – doch auch sein Mörder zuvor wohl von ihm erwischt worden.

    Ich gab noch einen Schuss in Richtung des Killers ab, sicherte Janniks Sachen und reparierte das Auto – zumindest notdürftig.

    vonBausch und Bruder Nickel versprachen, sich um das „Fleischproblem“ zu kümmern… ich fragte lieber nicht weiter.

    Schlachtfeld in Balota

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    🛶 Noch wer in Pink?

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 beobachtete unterdessen die Küste bei Nizhnoye. Ein stummer Überlebender rannte vor ihr weg und ignorierte sie komplett. Die längste Zeit folgte sie ihm und redete auf ihn ein - wie es für sie halt typisch ist. Schließlich wurde er von einem Boot abgeholt – darin saß Stev. Er trug eine pinke Armbinde.

    Ein Versehen? Oder ein subtiler Versuch, sich den Orden von Morthana einzuschleichen?

    Die Farbe Pink ist gefährlich nah an den Markierungen der VonBausch-Fraktion – da kann es schnell zu Verwechslungen kommen. Das sagte Sueda dann den beiden auch.

    Stiller Reisender und Stev

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    🔥 Ein Angriff – und eine gute Tat

    Bei Kamyshovo kam es zu einer Schießere.

    Eine Leiche lag am Pier und beim Auffangzelt befand sich Saphira.

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 stieß unterwegs in den Süden auf WhiskeyMixer im Ada, der sie mitnahm. Am Ort des Geschehens angekommen, sicherte Sueda die Umgebung, Banana Ops kamen und halfen.

    Sie spendierten zwei Militärzelte – kleine Taten mit großer Wirkung.

    Am Ende konnte die Basis verteidigt werden, aber die Gruppe entschied, dass dieses Heim nun nicht mehr länger sicher sein würde.

    Kampf in Kamyshovo

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    🐟 Fisch, Feuer, heilige Früchte

    Der Abend in Prigorodki klang aus mit vertrauten Gesichtern:

    Ich angelte mit NiggoB und janinesta (Selina), und natürlich war auch Silas da – wir saßen am rituellen Lagerfeuer. Auch vonBausch und Nickel ließen sich die gemeinsame Zeit am Feuer nicht entgehen.

    Silas hatte keinen Bart mehr. Als ich fragte, warum, deutete er mit Früchten das Wort „FIN“ an und anschließend "IN".

    Ich verstand nicht so recht, was er damit meinte. Scherzte, ob das jetzt "IN" sei, keinen Bart zu haben, aber da schlug er nur mit der Flachen Hand in sein Gesicht und stöhnte resigniert.

    Gut... vielleicht verstand ich ihn noch nicht so ganz. Aber er hatte immerhin gesprochen. Zumindest auf seine Art.

    Grillen in Prigorodki

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    🥩 Und was grillten VonBausch und Nickel?

    VonBausch und Nickel grillten ebenfalls. Hoffentlich nichts, was zuvor zwei Beine und eine Seele gehabt hatte und nicht gekackert hat…

    Später holten sie sich noch eine Glühbirne für ihr Auto ab und fuhren weiter.

    🚨 Teleport, please!

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 meldete auf ihrer abendlichen Runde Chaos in Solnichniy. Bambis mit merkwürdigen Forderungen.
    "Teleport, please!"

    Sie reagierte pragmatisch – wie immer und half mit Schüssen aus – aber es zeigte, wie fragil unsere Ordnung manchmal ist und dass es im Norden irgendwo mal wieder ordentlich krachte.

    Außerdem merkte sie an, dass diese eine bestimmte Gruppe ihr jetzt jede Menge Munition schulden würde...

    Als sie in Berezino ankam, übergab sie Jannik später noch eine neue Armbrust in Berezino.

    Teleport Please!

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    🤝 Ein Gespräch mit Rob

    Und dann kam Rob. Erst in Berezino. Dann später in Prigorodki – als Bambi.

    In Berezino wurde er von Jannik und Ersetzbares Crewmitglied begrüßt. Dort sprach er von dem laufenden Gefecht und wie viele der Gegner er bereits erledigt hatte.

    Außerdem versprach er, die Berezino-Boys fortan nicht mehr anzugreifen. Sie seien einfach zu wenige. Aber nun hatten sie ja einen neuen Feind gefunden...

    Später in Prigorodki rettete ich ihn vor Zombies, versuchte ihn zu stabilisieren.

    Aber das Zelt war leer, keine Medikamente. Keine Blutkonserven.

    Wir redeten lange – über früher, über das Jetzt.

    Dann bat er mich um einen letzten Moment. Und entschied, zu gehen.

    Ich bestattete ihn still.

    Rob an den Camps

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    🌅Zum Schluss…

    ...war ich leer, aber voll von Eindrücken.

    Zwischen Liebe und Verlust.

    Zwischen Schüssen und Schweigen.

    Aber irgendwie – trotz allem – auch voller Hoffnung.

    In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt am Leben!

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛


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    Tagebucheintrag 21.06.2025 – Der Traum

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    Ich habe heute Nacht kaum geschlafen. Irgendwas lag in der Luft – so ein flimmerndes Ziehen zwischen den Gedanken.

    Vielleicht war es der Wind. Vielleicht die Dunkelheit.

    Oder einfach… ich.

    Ich erinnere mich nur bruchstückhaft.

    Ich träume wohl und ich war irgendwo draußen, allein.

    Chernogorsk vielleicht, vielleicht auch Solnichniy oder Elektrozavodsk. Es spielte keine Rolle.

    Ich war nicht wirklich verloren, aber auch nicht sicher.

    Ich hatte nichts bei mir – keinen Schutz, keine Gegenstände, nicht einmal Worte auf der Zunge.

    Nur mich.

    Wie eine Wahrheit, die zu zerbrechlich ist, um gehört zu werden.

    Aber zu stark, um zu verschwinden.

    Dann sah er mich. Ein Fremder mit Waffe in der Hand. Sein durchdringender Blick musterte mich und ich hatte nichts, um mich zu schützen.

    Ich suchte Deckung hinter einer Zapfsäule. Metallisch, kalt aber zweckmäßig.

    Ich versuchte, kleiner zu sein, als ich war. Hoffe, dass ich irgendwie unsichtbar werden würde.

    Aber ich wusste, er hatte mich gesehen.

    Er kam näher.

    Langsam.

    Nicht suchend – sondern abwägend.

    Mit einem Blick, der nicht fragt, sondern still kalkuliert. Ich fühlte, was ihn ihm vorging und spürte gleichzeitig, wie mein Herz zu rasen anfing.

    Und dennoch – ich stand auf und blickte ihn über die Zapfsäule hinweg an.

    Ich sah ihn an. Ich las seine Gedanken und spürte, wie er meine Verletzlichkeit wahrnahm.

    Da sagte ich ruhig, klar aber bestimmt: „Wenn du das tust, war es das für dich. Es gibt Regeln hier.“

    Er hielt inne.

    Ein Moment, der ewig schien.

    Dann drehte er sich um und ging.

    Ich wachte auf mit einem Gefühl, das schwer zu fassen war.

    Ich hatte Angst gehabt.

    Ich schämte mich noch immer. Nur für was?

    Nicht vor ihm.

    Vor der Ohnmacht.

    Vor der Erinnerung.

    Aber auch… nicht nur.

    Denn da war etwas, das blieb.

    Ein Rest von Stimme.

    Ein Aufrichten gegen das, was kommen könnte.

    Die Scham war da, ja. Und die Angst.

    Ich wusste, woher der Traum gekommen war.

    Aber sie haben mich nicht zerstört.

    Nicht gelähmt.

    Meine innere Stimme kämpfte darum, zurück ans Steuer zu kommen.

    Sie suchte Schutz – in einer Umgebung, die selbst gefährlich ist.

    Und vielleicht zeigt genau das, wie dringend ich Rückhalt brauche.

    Selbst – oder gerade – unter schlechten Bedingungen.

    Besonders dann, wenn du nichts bei dir hast.

    Nicht einmal dich selbst ganz.

    Ich wusste in diesem Moment nicht, ob mein Gegenüber die Grenze akzeptieren würde.

    Aber ich war bereit, sie zu ziehen.

    Bereit, zu kämpfen.

    Selbst mit leeren Händen.

    Man sagt, in Träumen zeigt sich, was wir noch nicht aussprechen können.

    Vielleicht war das ein Echo. Etwas, das sich Bahn brechen wollte.

    Eines weiß ich:

    Ich hab nicht geschrien, aber ich habe gesprochen. Klar, bestimmt.

    Und manchmal… ist das schon alles, was man braucht, um seine Würde zu wahren.

    (English version below)

    🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭 ACHTUNG ACHTUNG! 🇨🇭 🇦🇹 🇩🇪

    Gestern wurde von unserem Samariter-Autorettungsteam (auch bekannt als "Allgemeiner Chernarusssicher Automobil Club" kurz: ACAC) ein Auto um 21:15 Uhr gefunden, das potenziell Opfer eines Unfalls geworden ist.

    Der Fahrer konnte trotz angemessener Wartezeit nicht mehr angetroffen werden. Daher wurde der beschädigte Kühler ausgetauscht, eine neue Zündkerze eingesetzt sowie der ruinierte Reifen ersetzt.

    Das Auto befindet sich nun in unserer Aufbewahrungsstätte und kann vom ehrlichen Besitzer abgeholt werden. Der Unfall ereignete sich im Westen von Chernarus.

    Zur Sicherstellung, dass es an den rechtmäßigen Besitzer überführt werden kann benötigen wir Informationen zu:

    • Unfallort
    • Fahrzeugart
    • Lackfarbe
    • besondere Kennzeichen oder ggf.. Inventarinhalt angeben

    Wir hoffen das Auto bald wieder seinem rechtmäßigen Besitzer zuführen zu können.

    Bitte meldet euch bei mir per Discord oder PN zwecks Übergabe.

    Sollte sich binne 12 Tagen niemand melden, geht das Auto in die Hände der Fahrschule "Bambini" über.


    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛


    🇦🇺 🇺🇸 🇬🇧 ATTENTION ATTENTION! 🇬🇧 🇺🇸 🇦🇺

    Yesterday at 9:15 PM, our Samaritan Vehicle Rescue Team (also known as "Allgemeiner Chernarusssicher Automobil Club", abbreviated as ACAC) discovered a car that appears to have been involved in an accident.

    Despite an appropriate waiting period, the driver could no longer be located. Therefore, the damaged radiator was replaced, a new spark plug was installed, and the damaged tire was replaced.

    The car is now in our storage facility and can be collected by its rightful owner. The accident took place in the East of Chernarus.

    To ensure the vehicle is returned to its legitimate owner, we require the following information:

    • Accident location
    • Type of vehicle
    • Paint color
    • Distinguishing features or any items contained within the vehicle

    We hope to reunite the car with its rightful owner soon.

    Please contact me via Discord or private message to arrange everything.

    If no one claims the car within 14 days, it will be transferred to the "Bambini" driving school.

    Signed,

    Herz-Aus-Gold 💛

    💌 Herzensgrüße vom 21.06.2025 – Hilfe von unerwarteter Seite

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    Hallo ihr Lieben,

    es gibt Tage, an denen habe auch ich mal eine kurze Auszeit. Trotzdem wurden mir natürlich diverse Dinge zugetragen, die ich mit euch gerne teilen möchte.

    🟥 Mal wieder Schüsse in Berezino

    Am frühen Abend wurde in Berezino ein Überlebender in roter Kleidung gesichtet. Erst schien es harmlos – doch dann fiel ein Schuss. Jemand eröffnete das Feuer auf ihn. Die Berezino-Boys wollten eingreifen, doch sie kamen zu spät. Und wieder einmal zeigt sich: In einer Welt wie dieser kann schon ein falscher Farbton dein Todesurteil sein. War es jemand, der es bewusst auf mich abgesehen hatte oder war es lediglich mal wieder ein Killer auf der Suche nach leichter Beute? Ich weiß es nicht, aber es bekräftigt mich darin, vorsichtig zu bleiben. Bitte seid das auch in und um unsere Camps!

    ⚔️ Mejt – entfesselt

    Wie ein dunkler Sturm zog Mejt durch das Land. Nach seinem Bruch mit MISA scheint er endgültig losgelassen – und voller Zorn. Es kam Gerüchten zurfolge zu Kämpfen, doch nicht direkt an unseren Lager wie befüchtet, vermutlich weiter im Inland. Ich bin sicher: Er sucht ein Schlachtfeld, das ihm gehört. Doch ich bin ebenso sicher: Am Ende wird er darauf selbst fallen. Niemand kann ewig gegen alle anderen kämpfen. Auch er nicht. Und wenn MISA eins gezeigt hat in der Vergangenheit, dann dass auch sie in der Lage sind, immer wieder aufzustehen.

    🔄 Verwechslung oder Täuschung?

    Es gab Hinweise, dass sich jemand als Berezino-Boy ausgegeben haben soll. Ob durch Cowboyhut, Armbinde oder einfach nur durch Attitüde – unklar. Aber klar ist: Das Original erkennt man. Es redet (meist) Badisch, riecht nach Rauch wie ein Lagerfeuer und vor allem nach Steak. Wer das nicht mitbringt, ist vermutlich nur eine schlechte Kopie.

    🔫 Unfreiwillige Nachtwache

    In der Frühe erreichte mich noch eine weitere Nachricht von Cone. Auch die BErezino-Boys haben in ihrer "Buschfunk Sondermeldung" bereits von berichtet.

    Ein Raidversuch auf das Auffanglager in Berezino habe in der Nacht stattgefunden. Und wer war zur Stelle? Ja, ihr habt richtig gelesen – Cone.

    Sein Bericht, den er mir schrieb, war eindrücklich und wurde von dem entspprechenden Material seiner Body-Cam unterstützt. Er wollte nur kurz nach dem Rechten sehen. Ein Pils gegen einen Pilz, so war der Plan. Doch stattdessen wurde er Zeuge eines nächtlichen Eindringlings, der dabei war, das Camp auszuräumen. Keine Funkverbindung, kein Backup. Cone allein – mit DMR (ein Geschenk vom Schatten persönlich), Impro-Schalldämpfer und einem klaren Entschluss: Nicht wegsehen, nicht weglaufen, sondern handeln.

    Er beobachtete, legte an – und stoppte den Dieb mit einem sauberen Schuss. Später beerdigte er den Körper, räumte auf, verbuddelte die Beute. Es war nicht sein Lager und nicht seine Aufgabe. Und doch übernahm er sie. Dafür dankte ich ihm. Es braucht Mut, in dieser Welt Verantwortung zu übernehmen, besonders in Momenten, in denen andere nur wegsehen oder weggehen würden. Er hast nicht nur geschossen – er hat geschützt.

    Er wird oft als Kauz beschrieben, als Einzelgänger. Und ja – manchmal ist er es auch. Aber heute? Da war er ein Wächter im Dunkeln.

    Tja… und dann kam der Teil, der mir den Atem stocken ließ.

    Die Kleidung des Täters – sie war verdächtig vertraut. Leser meiner Berichte werden es auch schon erkannt haben: Der Look, die Ausrüstung, das Muster. Alles erinnerte frappierend an Avendor.

    Mein Herz schlug schneller. Nicht aus Angst – sondern aus Entsetzen. Sollte der Haus- und Hoflieferant der Banana Ops wirklich…?

    Natürlich habe ich sofort reagiert. Den Funk bemüht. Das vertrauliche Gespräch mit der Leitung der Banana Ops gesucht.

    Die Antwort kam prompt, respektvoll und offen. Die Wahrheit ist wohl die: Avendor selbst weiß oft gar nicht so genau, was er da eigentlich gerade trägt. Er ist wie ein Staubsauger, der jeglichen Loot um sich heraum aufsaugt, ohne genau darauf zu achten was gerade in seine Taschen oder an seinen Körper wandert. Aber eines ist mir auch klar: Avendor und die Banana Ops… die mögen manchmal grob wirken, manchmal direkt und vielleicht mit Humor an unpassender Stelle – aber sie würden nie ein Camp bestehlen.

    So ein schändliches Spiel, das passt nicht zu ihnen.

    Nein, das war jemand anderes.

    Ob dieser Jemand bewusst Avendors Aussehen angenommen hatte, um Verwirrung zu stiften und eine falsche Spur zu legen? Um meine inneren Konflikte noch mehr zu beheizen?

    Oder war es einfach nur Zufall, wie so oft?

    Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich habe aber inzwischen eine recht gute Ahnung, wer der Schuldige in jener Nacht gewesen ist.

    Aber – wie so oft – fehlt dieser eine, letzte Beweis. Dieses eine eindeutige Indiz, das die Maske vom Gesicht reißt.

    Aber es ist nur eine Frage der Zeit. Denn wer einmal Blut geleckt hat, wer Gefallen daran findet, Grenzen zu übertreten, Unschuldige zu täuschen und hinterrücks zu handeln – der wird es wieder tun.

    Vielleicht nicht in Berezino.

    Vielleicht nicht morgen.

    Aber er wird wiederkommen.

    Und wenn er es tut – dann bin ich bereit. Mit allem, was ich habe.

    Der Täter wurde gestellt

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    🌅 Zum Schluss...

    Was bleibt von einem solchen Tag? Nicht viel, könnte man meinen. Und doch so viel.

    Ein Angreifer, der fiel.

    Ein Mann mit Pilzen im Rucksack auf der Suche nach einem Pils, aber mit Pflichtgefühl im Leib.

    Ich weiß nicht, was morgen bringt. Aber ich weiß, dass auch in der Nacht Menschen da sind, die nicht nur nehmen – sondern schützen.

    Und manchmal ist das genug.

    Bleibt wachsam, passt auf euch auf und bleibt am Leben

    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛


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    Liebe Berezino-Boys und liebe Mitlesende!

    ich die beiden Logbucheinträge gelesen und mir natürlich auch meinen Kopf darüber zerbrochen, was dahinterstecken könnte. Ich kenne solche stillen Zeichen nur zu gut und die Tatsache, dass es ein pinker/rosa (da streiten sich die Betrachter noch immer seit Jahren...) Teddybär war, lässt mich in eine gewisse Richtung denken. Dieser Bär und ich, wir haben eine bewegte Geschichte voller Missverständnisse hinter uns.

    Wir alle werden an unseren Camps derzeit immer wieder angegriffen und ausgeraubt. Da werden Operationen unter falscher Flagge ausgeführt und Verbündete gegen uns aufgehetzt. Ein stummer Teddybär als Zeichen ist da nur das Tüpfelchen auf dem "i".

    Aber ihr habt euch gewehrt mit Worten und klarer Haltung.

    Mit einem Text, der erst knistert wie ein flakcerndes Feuer, aber dann gleichzeitig auch warm wird, ohne verbrannte Erde zu

    Es ist nicht der erste Impuls, der den Ausschlag gibt, sondern die Entscheidung, wie man antwortet, wenn der erste Zorn verraucht ist. Dafür: meinen Respekt.

    Wie gesagt, Ich kenne diese Art von "Angriffen" und stummen Symbolen. Diese lautlosen, seltsamen Zeichen. Gut möglich, dass es Zufall war, aber das glaube ich nicht, denn es gab weitere Sichtungen ähnlicher Vorfälle, soviel kann ich bereits sagen.

    Was wir wissen: Nicht alles, was weich ist, ist gut. Aber: Nicht alles, was eigenartig wirkt, ist böse.

    Vielleicht ist der Bär ein Zeichen von Spott, ein Bekenntnis oder eine Drohung. Vielleicht war’s auch einfach nur jemand, der euch einen Bären spenden wollte.

    Wer weiß das schon?

    Was ich aber weiß: Eure Reaktion war goldrichtig. Erst habt ihr aufgerüstet – dann euch selbst hinterfragt. Das ist aus tiefstem Herzen menschlich.

    Ich bin stolz, euch Freunde nennen zu dürfen.

    Danke für euren Mut und eure klare Haltung. Und für die Erkenntnis, dass selbst Wut etwas Gutes sein kann – wenn man sie mit einem Lächeln weiterträgt.

    Wir sind viele. Und wir sind nicht allein.


    gez.

    Herz-Aus-Gold 💛

    Mann, da hast du echt was erlebt Cone XD
    Krasse Sache... würde fast sagen, der hatte Autowalk oder sowas an ^^'

    Und hier noch was ohne große Worte....

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    Danke für die Blumen Rannulf , aber die Geschichten erlebe ich ja im Spiel. Ich schreibe ja nur auf, was (meiner Ansicht nach) passiert ;)

    Aber wir können das gerne mal probieren, also wirklich Artikel/Geschichten zu einer Überschrift zu schrieben, meine ich.



    Weiter gehts:

    EXTRABLATT! EXTRABLATT!

    Hungernde eklatant resigniert: Unbeholfene Neulinge Tishinas ergaunern reihenweise Grundnahrungsmittel. Einige Krabbelgruppenteilnehmer ohne Mittagessen! Maskierte entwendeten Notvorräte!

    - ACHTUNG! REINE FIKTION. EVENTUELLE ÄHNLICHKEINEN MIT LEBENDEN ODER TOTEN PERSONEN, GRUPPIERUNGEN ODER FRAKTIONEN SOWIE TATSÄCHLICHEN EREIGNISSEN IST REIN ZUFÄLLIG UND NICHT BEABSICHTIG! -

    „Ich fasse es nicht“, knurrte SmokeyEyes, während sie in den leeren Kühlschrank und die geplünderten Unterstände starrte. „Gestern noch voll mit Wurst, heute so leer wie die Versprechungen von NWAC oder BB, beim Kürbisanbau zu helfen oder hier mal mit anzupacken …“

    Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 verräumte gerade ein paar Dinge in den Zelten und sah zu ihr auf: "Das haben die echt mal versprochen?"

    "Naja... zumindest gibts entsprechende Gerüchte", bestätigte Smokey Eyes ausweichend. Neben ihr zuckte Rudd Dreibaum nur mit den Schultern. „Vielleicht war’s wieder einer unserer üblichen Verdächtigen … du weißt schon, die, die den Hals.. oder in dem Fall eben den Mund nie voll genug bekommen.“

    „Oder aber …“, warf Ersetzbares Crewmitglied Nr. 371 ein, „es waren unbeholfene Neulinge. Man kenn es ja...sie kommem hierher und glauben, das hier sei einfach eine gigantische Base, die man mal eben fix raiden könnte …“

    Aus dem Funkgerät krachte Criosdans Stimme, klar und streng wie ein UNOC-Erlass:

    „Hier spricht Criosdan, UNOC. Achtung! Wir beobachten vermehrte Plünderungen rund um Tishina. Bitte prüfen Sie die örtlichen Lager. Verdacht auf organisierte Beschaffungskriminalität.“

    SmokeyEyes seufzte und antwortete gelanweilt in ihr Funksprechgerät: „Schätzchen, das kommt ein bisschen spät. Hier ist schon alles weg.“

    Währenddessen saß Prinzessin Mononoke alias DagiWeh mit gewohnt trockenem Humor auf einer alten Bank und schrieb seufzend in ihr Notizbuch:

    „Kühlschrank – leer. Unterstand 1 – leer. Unterstand 2 – leer. Unterstand 3 – leer. Unterstand 4 – enthielt … einen vergammelten Kürbis. Großartig.“


    Plötzlich tauchte ein halb verhungerter Teilnehmer der Krabbelgruppe auf, bekannt unter dem Namen „Zombiekiller117“.

    „Alles ist weg! Dabei wollte ich doch nur was essen… aber nichts ist mehr da!“, jammerte er. „Die Maskierten haben alles weggenommen! Sogar die Instant-Nudeln … und die Suppe!“

    Ersetzbares Crewmitglied lachte trocken. „Na, bei der Suppe viel Spaß … die war noch nicht mal gekocht. Ich wünsch denen die Salmonellen an den Hals.“

    SmokeyEyes starrte das Bambi an, dann gen Himmel. „Instant-Nudeln und rohe Suppe … echt jetzt?!“

    DagiWeh seufzte leise. „Nein … nicht unsere gute SoupSoupSoup!“

    Der Blick von Rudd Dreibaum wurde finster. „Dann wird’s Zeit, den kleinen Nudel- und Suppen-Mafiosi eine Lektion zu erteilen …“


    Criosdan, mittlerweile vor Ort grüßte respektvoll und nickte anschließend knapp.

    „Wir nehmen das als offiziellen Vorfall auf. Ein Fall von Nudel- und Suppenraub mit erhöhter krimineller Energie.“


    Hansdieter befragte in seiner üblich charmanten Art die diensthabenden Wachposten. Doch diese zuckten nur mit den Schultern. Woher sollten sie denn wissen, wer sich über Gebühr aus den Vorräten bediente – und wer einfach nur hungrig war? Und mal ehrlich... diese Maskierten mit ihren Feldrucksäcken hätten auch genausogut hungernde Bambis gewesen sein können.

    Und auf jeden zu schießen, der sich einem Unterstand näherte, konnte schließlich keine Lösung sein. Zumal einige von ihnen genug damit zu tun gehabt hatten, sich aus SmokeyEyes’ Garage zu befreien, in der sie … selbstverständlich rein versehentlich … gelandet waren.

    Ersetzbares Crewmitglied reichte dem halbverhungerten Flughörnchen ein paar getrocknete Kürbisscheiben aus ihrem Inventar. „Hier. Vanilla-Style. Macht dich aber wenigstens nicht krank.“ Dankend nahm Zombiekiller117 die Geste an.


    Schließlich trafen auch Bascht und @Duempelmeier im Community-Dorf ein. Die Stimmung war gedrückt – aber unser GDZ-Barde Bascht wäre nicht Bascht, wenn er aus der Misere nicht gleich ein Lied gemacht hätte. Und mit seinen Girattenklängen arbeitete es sich gleich doppelt so gut.

    Alle packten mit an – und @Duempelmeier, das (noch) einzige Mitglied des Angelclubs Chernarus (ODer wars der Chernrarussische Angelclub..?), tat das, was er am besten konnte: angeln.

    Ersetzbares Crewmitglied half mit Begeisterung. Endlich konnte sie mal wieder in Ruhe die Angel auswerfen, statt nur zu ballern.

    Am Ende schloss DagiWeh ihr Notizbuch mit einem letzten Seufzer.

    „Ich schreib einfach: ‚Hungernde eklatant resigniert: Unbeholfene Neulinge Tishinas ergaunern reihenweise Grundnahrungsmittel. Einige Krabbelgruppenteilnehmer ohne Mittagessen! Maskierte entwendeten Notvorräte!‘ – Klingt immerhin richtig schön dramatisch.“

    Und so blieb Tishina zum Glück nicht lange hungrig, denn alle hatten mit angepackt. Und so war Tishina mal wieder eines: Alles andere als langweilig.

    ENDE (Vielleicht?)

    PS: Wieder zu langsam: Aber dieses Mal mit richtig gutem Grund XD

    Niemals ohne Trockenfisch: Rekrut ueberprüft Fischvorräte Severograds.