

Ich lebe... War nie tot. Auch wenn ich mich seit Jahren so fühle.
Die von Rotfuchs und den anderen Teilnehmern gefundenen Gebeine waren nicht meine.
Der Suizid war inszeniert.
Aber nicht, um wie bei einer Show mit großem "Tadaa" wieder zu erscheinen. Nichts läge mir ferner.
Es war der verzweifelte Versuch einer Befreiungsaktion. Ein letzter Schritt, um mich von den Ketten zu lösen, die mich seit langem umgeben.

Aldebaran
Der, der sich als ergebener "Nachfolgender", als Hinweisgeber auf mich präsentierte.
Kein planloser Emporkömmling und nicht mein Diener, wie er sich nannte.
Er ist der Anführer einer Gruppe, die von einer Schattenorganisation aus Takistan gesandt wurde, um mich nach meiner Flucht im Jahr 2011 wiederzufinden und zu kontrollieren, um ihre Ziele in Süd-Zagorien zu verfolgen.
Als sie mich fanden, war ich wieder in ihrer Hand.
Als Fassade und Tarnung gab er sich öffentlich als mein Anhängsel aus. In Wirklichkeit kontrollierte und überwachte er mich ununterbrochen.
Niemand hat es bemerkt. Auch nicht, als ich aus Angst nur vorsichtig Andeutungen über ihn machte.
Aus Angst?
Ja, denn ich hatte zu viel zu verlieren.

"Sterben, um das Lebende zu finden"
Ich habe geschrieben von "dem Lebenden", für das ich, um es zu finden, sterben musste.
Ich habe niemandem von dem Kind erzählt, das 2010 von mir genommen, von den bösen Mächten dieser Organisation entführt wurde. Es war das jüngste meiner vier Kinder, eine Tochter. 2010 war sie sechs Jahre alt.
Jahrelang wurde ich kontrolliert, mit der Drohung, dass sie sie töten würden, wenn ich nicht das tue, was von mir verlangt wird.
Seit der Entführung ist viel passiert. Das meiste davon ist schrecklich und den Großteil von dem, was ich gemacht, insbesondere, was ich meinen drei älteren Kindern und meiner Frau 2011 angetan habe, bereue ich mehr, als es mir möglich ist.
Ich habe aber nie aufgehört, nach diesem, meinem jüngsten Kind zu suchen. Ich wollte es befreien und mit ihm - und nachdem ich Nina aufgenommen hatte, mit beiden - ein neues Leben anfangen - irgendwo.
Aber es war zu weit weg, außerhalb meiner Reichweite in Süd-Zagorien, wo ich mich alle anderthalb Wochen bei Aldebaran persönlich rückmelden musste.
Nachdem ich mich durch die Vortäuschung meines Todes endlich von Aldebaran befreien konnte (er glaubte, dass ich dort am Fuße des Felsens liege), ging ich so schnell ich konnte den Spuren und Informationen nach, die mich zu dem Ort führten, an dem sie meine Tochter festhielten.
Ich habe sie gefunden. In Takistan, wo sie sie hingebracht hatten.
Sie haben sie schon vor langer Zeit ermordet.
Mein Kind ist seit 2019 tot und liegt in einem anonymen Grab.
Und sie haben mir nichts davon erzählt, sondern mich immer weiter mit dieser einen Drohung - der Todesanruf nach Takistan - manipuliert.

Der letzte Weg
Ich weiß, ich muss vieles erklären und erläutern. Das werde ich tun.
Ich bin auf meinem letzten Weg. Habe nichts mehr zu verlieren.
Ich will Aldebaran finden und ihn als letztes umbringen. Auch wenn ich weiß, dass Rache nichts Positives bringen wird.
So viele Menschen habe ich um ihr Leben gebracht, dass ich ohnehin keinen Frieden mehr finden werde.
Ich werde Aldebaran trotzdem suchen. Auch wenn ich keine große Hoffnungen habe, dass er sich erwischen lassen wird.
Ich bitte niemanden um Hilfe. Aber wenn jemand meine Situation verstehen will und es schafft, ihn festzusetzen,
dann werde ich dankbar sein.
Was danach kommt?
Ich bin von meiner Suche in Takistan zurückgekehrt und es gibt nichts mehr, was mich kettet oder zwingt. Ich muss mich deshalb nicht mehr verstellen.
Einige sagten immer wieder, dass sie noch menschliche Anteile in mir sehen.
Ich muss mich nun nicht mehr daran abarbeiten, zu beweisen, dass sie falsch liegen.
Ich weiß - meine zahllosen Taten sind dadurch nicht weggefegt. Auch wenn ich viele von ihnen unter Zwang für die Ziele dieser kriminellen Organisation umgesetzt habe, wird das ganze psychische und körperliche Elend, das ich verursacht habe, für immer in den noch lebenden Hinterbliebenen und den manipulierten Psychen bleiben.
Ich weiß das ganz sicher, weil ich selbst manipuliert und psychisch und neurologisch geschädigt wurde. Geliebte geben Liebe, Geschädigte geben den Schaden weiter. So war es auch bei mir, wenngleich in einer etwas abgewandelten Form.
Ich werde für so vieles geradestehen müssen. Werde mich aber nicht damit herausreden, manipuliert gewesen zu sein oder nicht Herr meiner Sinne.
Ich bin noch derselbe, der hier in diesem öffentlichen Bereich ausschweifend und triumphierend über seine Taten berichtet hat.
Auch der, der für die Befreiung von Negan, der mich gesehen und verstanden hat, so viel Blut vergossen hat.
Auch der, der die beiden Leutnants von Aldebarans Gruppe im Dezember 2023 ermordet hat und dies hier heute so explizit veranschaulicht.
Ich bin noch derselbe Mann. Nach dem Wissen über den Tod meiner Tochter bin ich nur nicht mehr der gleiche.
Manche haben solch schlimme Erfahrungen mit mir gemacht, dass sie dem, was ich hier schreibe, keinen Glauben schenken werden, sondern nur eine weitere Manipulation oder Hinleitung auf den nächsten großen Schlag sehen.
Ich kann es ihnen nicht verübeln.
Wenn ich mit ausgestreckten, aufgebenden Armen vor ihnen stehen werde, werden sie es realisieren.
Ich habe nichts mehr, was ich noch verfolge oder wofür ich kämpfe.

Nina Johanson
Ich komme zu dir...
Es tut mir leid, dass ich dich sieben Monate lang alleine gelassen habe.
Dass ich dich ebenfalls habe glauben lassen, ich hätte meinem miserablen Leben ein Ende gesetzt.
Ich hoffe, dass du die Andeutung in meinem Brief an dich wahrgenommen und dich an ihre Bedeutung erinnert hast:
"Mögest du in Frieden und Glück wandeln."
Es bedeutete:
Es wird alles gut werden und ich werde dich nicht alleine lassen.
EGAL, wie die Situation gerade aussieht.
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Vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen! Ich habe enorm viel Herzblut und Aufwand in dieses Videoprojekt gesteckt. Danke an alle, die mitgeholfen haben!
Dieser Beitrag läutet die abschließende Phase der RP-Story um Keyser ein. Nach vier Jahren voller spannender Katz-und-Maus-Jagden und unzähligen Stunden aufregender Vorbereitungen sowohl für Ingame- als auch für RL-Aktionen, nach jahrelangem Strippenziehen, manchem Frust, manchem Übereifer im RP und verursachten Ärgernissen ist auch bald mal gut. 
Aber zuerst will ich noch Aldebaran jagen... Wenn das klappt, ist gut, wenn nicht, dann erwartet mich ein wahrscheinlich noch ein nervenaufreibender Abschluss. Kleiner Hinweis: Keysers Maske (wie auch seine "Handschuhe", seine Hose und sein Mantel) sind einzigartige Objekte auf GDZ dank Urs' toller Modding-Arbeit. In der Maske ist ein kleiner Gegenstand versteckt, der Einwirkung auf Keysers implantierten Stimmenumwandler hat. Interessant, was passieren würde, wenn jemand Keyser UND der Maske habhaft werden würde...
Grüße gehen raus an die Teilnehmer vom Tishina-Treff. Ob ich da bin oder nicht... Wer weiß...
Und (Type o) Negative Grüße an Der Blaue Bob