Ende
Nicht alle haben
Johan, von vielen Keyser genannt, verstanden, weil er so kompliziert gedacht
und so sperrig geschrieben hatte. Es würde diese Seite hier sprengen, zu versuchen, ihn oder seine Gedanken zu erklären. Vielleicht kann das jemand
anderes später noch machen.
In den letzten
Monaten hatte er sich entschieden, sich nach all den Jahren endlich der UNOC zu
stellen, um seine gerechte Strafe zu bekommen.
In den letzten
Wochen zerbrach er sich den Kopf darüber, wie er es mir erzählen sollte, dass er mich wieder verlassen würde. Er
holte sich Ratschläge von anderen, ohne zu erzählen, worum es genau ging, um
ihre spontane Meinung zu hören.
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In den letzten Tagen
plagte ihn nur noch der Gedanke, ob die UNOC wirklich kommen würde, um ihn zu
holen.
In den letzten
Stunden zitterte er am ganzen Körper, bis er sich endlich überwinden könnte,
Abschied von mir zu nehmen und aufzubrechen.
Dann kam die Minute
und er ging. Ich schaute ihm nach und wusste ab dieser Sekunde wieder nicht,
was ich machen soll. Die Angst, ob er wirklich an seinem Ziel ankommen würde,
wurde groß in mir.
Ich habe gehört,
dass es bei dem Treffen große Probleme gab, aber dass Johan nun sicher in den Händen
der UNOC ist und Aldebaran keinen Erfolg hatte. Danke, liebe UNOC, für euren Einsatz.
So geht nun die Geschichte von Johan E. List,
der sich
später Johan Cisar nannte und
Keyser
genannt wurde, der so vielen Menschen Leid
und Tod,
mir aber ein Zuhause gab,
zuende.
Wer er wirklich war,
wer sich hinter der Schädelmaske
und der verzerrten Stimme verbarg?
Er
wollte dieses Geheimnis mit sich mitnehmen und es nicht offenbaren.
Er hofft,
dass seine Verbündeten, wo auch immer sie heute sind,
es weiterhin in Ehren
und still in ihrem Herzen behalten werden.
Und dass diejenigen, die es durch
seine Fehler herausfanden,
gnädig sein werden, ein gut behütetes Geheimnis
von dieser Gemeinschaft namens GDZ
weiter für sich zu behalten.

Was mich selbst betrifft…
Johan hat mir mal, wie so oft auf seine verschlüsselte Art und Weise gesagt,
dass alles gut werden wird und er mich nicht alleine lassen wird, egal, wie die
Situation gerade aussieht. Jetzt ist er weg, aber ich habe gelernt, dass es nicht
darum ging, dass er persönlich anwesend ist, sondern, dass ich lerne, nach vorne zu schauen, weil er trotzdem da ist.
Ich versuche, weiter
meinen Weg zu gehen. Ich weiß, wo ich Hilfe bekommen kann, wenn ich welche
brauche. Er hat jemanden gefunden, die sich um mich kümmert.
Ich weiß, wie er
mich sieht. Und so bin ich auch.
Nicht so, wie ich
mich vorher sah...

sondern
wie er mich sieht...

https://germandayz.gg/user/59327-keyser/#about
Liebe Grüße
Nina
PS:
Er hat manchmal in
unverständlichen Codewörtern geschrieben. Als ich ihn mal fragte, wie ich das
entziffern kann, sagte er mir, die Adresse vom Verlag seines Buches in
Chernogorsk sei der Schlüssel. Ich habe mich nach Chernogorsk getraut und habe
diese Straße dort gesucht, aber ohne Erfolg. Falls jemand sie und das Haus des
alten Verlags findet, kann er sich ja melden. Oder ich lag komplett falsch und etwas anderes ist damit
gemeint, wie schon gesagt, er drückte sich oft verschlüsselt aus...