RP on
Nachdem ich nun wochenlang durch die Wildnis geirrt bin, auf der ewigen Suche nach Proviant und einer Ausrüstung, die mich nicht sofort in jeder Auseinandersetzung den kürzeren ziehen lässt, war gestern einer dieser Tage. So ein Tag, den man als gut bezeichnen würde, auch inmitten des Chaos von Gewalt & Tod.
Ich war gerade in diesem ehemaligen Idyll Tishina - heute steht dort nicht mehr als zwei kleine Zelte, selbst die großen Schilder wurden demontiert- als mich ein Funkspruch meines gerade mit einer Batterie versorgten Funkgerätes aufhorchen ließ: Ein Überlebender namens dirrly hatte eines dieser seltenen, unkaputtbaren Locks gefunden, mit denen man sich ein zumindest notdürftiges, neues Heim erbauen konnte. Er wolle etwas gutes tun und es hergeben.
Sofort antwortete ich ihm. Er sagte mir, ich solle weit in den Norden kommen und mich nochmal melden um einen Treffpunkt zu vereinbaren. Ich spürte die Sorge in seiner Stimme... er wusste nicht ob er mir vertrauen kann... in diesen Zeiten, in denen allerlei verrückte, teils zugedröhnte Gruppierungen ihr Unwesen treiben, durchaus verständlich.
Auch ich war mir nicht ganz sicher, ob ich den Weg dorthin überstehen würde. An einem Militärposten kam die Versuchung über mich, ich hatte mein Fadenkreuz bereits aus sicherer Entfernung auf einen anderen Überlebenden gerichtet. Aber mein Gewissen ist noch nicht vollständig vernichtet... ich nahm den Finger vom Abzug und ließ den armen Kerl ziehen. Wenn er wüsste, wie nah er dran war, eine Kugel zu kassieren.
Letztlich ging alles gut auf meiner Reise, ich traf mich mit Dirrly, nachdem wir einen Treffpunkt vereinbart hatten. Er übergab mir das Lock und gab sich als Gegenleistung lediglich mit einer Packung Antibiotika zufrieden.
Ein wahrlich guter Mensch, der zu seinem Wort steht. Ich versicherte ihm meine Loyalität und dass er einen oder mehrere Gefallen bei mir gut hat. Ich hoffe wir sehen uns wieder...
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