[NXS] Erfahrungsberichte eines Überlebenden

  • Autospuck zu Halloween – oder: Der Ada, der nicht bleiben wollte

    Ein kalter Nebel lag über den Bäumen. Kaum zwei Wochen zuvor hatten noch warme Sonnenstrahlen den Tag erwärmt, doch heute war davon nichts mehr zu spüren. Ein kalter Wind fuhr mir in die Kleidung und ließ mich frösteln. Kein Wunder, dass man in dieser Jahreszeit früher glaubte, die unheiligen Wesen der Nacht zögen über das Land.

    Ich zog die Jacke enger und eilte weiter. Nur noch ein kleines Stück, dann wartete mein Ada auf mich, dicht in den Bäumen versteckt. Ich überprüfte die Umgebung – alles so, wie ich es zurückgelassen hatte. Ich begann, die schützende Plane von ihm abzunehmen, als mit einem ohrenbetäubenden Wusch ein Windstoß von hinten kam. Ich blinzelte – und da war es passiert.

    Das Auto war verschwunden.

    Verängstigt sah ich mich um, die Plane noch in den Händen. Was war da gerade passiert? Hatte ich mir irgendetwas eingebildet? War der Alkohol vom gestrigen Gelage mit Sarafiya_Nici doch noch im Blut? Fakt war: Das Auto war weg. Da half auch alles Suchen nichts. Es ist nichts Neues, dass man in der Apokalypse Ausrüstung verliert – aber ein ganzes fahrbereites Auto, das schmerzte schon sehr.

    Trotzdem blieb ich nicht lange am Ort, sondern eilte weiter. Eine Notwendigkeit, wenn man in Chernarus überleben will.

    Zwei Ortschaften weiter dann der nächste Schock, hinter einer Scheune: ein Auto. Genauer gesagt ein grüner Ada, fast identisch mit dem, den ich hatte verschwinden sehen – lediglich ein Reifen und Teile der Ausstattung fehlten. Ich durchsuchte die Umgebung und fand zum Glück ein Ersatzrad und genug Kleinzeug, um mein neues Gefährt fahrbereit zu machen. Glücklich über meinen neuen Besitz zog ich weiter.

    Später kehrte ich zu meinem sicheren Lager zurück, den Schreck des Vormittages schon fast vergessen. Ich parkte das Auto an einer etwas anderen Stelle und überzog es mit der Schutzplane. Als ich gerade mein Lagerfeuer entfachen wollte, fiel mir ein, dass ich mein Feuerzeug im Auto vergessen hatte. Also ging ich zurück.

    Ich zog die Plane vom Auto – und erneut, mit einem ohrenbetäubenden Wusch, verschwand es vor meinen Augen.

    Ich rannte, so schnell ich nur konnte, zurück zu meinem Lager. Mit klammen Fingern und einem Feuerbohrer brachte ich doch noch ein Lagerfeuer zustande. Mit einer Menge Feuerholz und der Schrotflinte im Anschlag bereitete ich mich auf eine schlaflose Nacht vor.