[SvC] Die Samariter von Chernarus

  • 💌 Herzensgrüße vom 30.03.2025 – Zwischen Zugevents, neuen Gesichtern und Feuerwerk


    Hallo ihr Lieben,


    habt ihr das heute auch gespürt? Chernarus lebt. Und wie!
    Das ging schon in der Nacht los. Über die Funkwellen wehen neue Gerüchte von Raids, die angeblich nicht hätten stattfinden dürfen – oder vielleicht doch? Die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo dazwischen. Immerhin: Die betroffenen Parteien haben sich zusammengesetzt und miteinander gesprochen. Ein Schritt in die richtige Richtung. Und nein, allem Anschein nach waren die Chicks dieses Mal nicht beteiligt. Das bestätigt meine Vermutung, dass es noch andere Gruppen in Chernarus gibt, die über die nötigen Mittel und Wege verfügen, um Basen zu plündern – Gruppen, die bisher unter dem Radar geblieben sind. Die Lage bleibt spannend.

    🛤️ Zugevents & gute Taten

    Heute drehte sich bei mir vieles um die begehrten Zugevents. Wir benötigen aktuell vor allem Fässer zur Lagerung, und so machte ich mich auf die Suche – leider ohne großen Erfolg. Aber immerhin: ein mittelgroßes Zelt wanderte in meinen Rucksack und fand gleich darauf seinen Platz in Nizhnoye. Im Grillhaus gibt es nun ein kleines Vorratszelt – natürlich gefüllt mit dem Nötigsten für hungrige Gäste.

    In Berezino traf ich erneut auf Chris (Bitwalker) und seinen Begleiter – ich nenne sie liebevoll die Berezino Boys, bis sie mir sagen, wie sie sich wirklich nennen wollen. Sie wirken nach wie vor aufgeschlossen aber auch tief entschlossen, ihr Zuhause zu verteidigen. Ich überreichte ihnen ein vierstelliges Zahlenschloss und etwas Draht für den Ausbau – kleine Bausteine für ein sicheres Heim.

    🛡️ Anspannung am Camp und Stimmuuung im Wahn

    Später in Prigorodki wurde es kurzzeitig ungemütlich. Pinky meldete von seinem Posten aus zwei bewaffnete Überlebende, die sich von der Küste in einem Boot dem Camp näherten. Erinnerungen an die letzte Season wurden wach und wie eine Gruppe von Vandalen den Seeweg zum Camp wählten und dort alles in Schutt und Asche gelegt hatten.
    Definitiv eine angespannte Situation. Daher reif ich auch die Campsicherung zur Hilfe, die zum Glück aber besonnen agierte.
    Denn gleichzeitig tauchte ein Bambi auf, und ich machte mich schnell auf den Weg, um zu verhindern, dass ein Missverständnis zu einem Unglück führt.


    Zum Glück klärte sich die Situation bald: Eine bekannte Stimme... Stimmuuung ! Und die beiden „Unbekannten“ waren niemand anderes als die Berezino Boys. Offenbar hatte Stimmuuung mit technischen Problemen oder geistigen Störungen zu kämpfen, denn er sprach wirr, rannte durch das Camp wie ein wilder Eber und verkündete schließlich, dass er nun „Heilung“ durch die beiden anderen fände. Ob Bug oder eine seltene
    Form des Wahnsinns – wir wissen es nicht. Jedenfalls: er erhielt seine endgütige Heilung, niemand kam weiter zu Schaden, und auch das Camp blieb heil. Also – alles gut.


    🧭 Der Freund meines Freundes...

    Beim Streifzug durch die Umgebung traf ich auf einen weiteren Überlebenden – wieder mit gezogener Waffe. Ich rief ihm zu, und er schoss nicht. Stattdessen stellte er sich als Markus vor – ein Kontakt der Schweizergarde, offenbar auf Anweisung von Plysim unterwegs. Ich zeigte ihm das Camp, erklärte ihm, wer wir sind und was wir tun. Er war gut informiert und zog bald wieder weiter. Es war eine ruhige, sachliche Begegnung – so, wie man sie sich öfter wünschen würde.


    🧰 Pannenhilfe vor dem Zugevent

    Später half ich @PropaGandalf und deco , ein paar Zelte und Fässer vom Zugevent bei Riffy zu bergen. Decos Sarka hatte wieder einmal technische Probleme – ein Kühler war fällig, den ich ihm lieh. Später bekam ich ihn zurück, samt Zündkerze und Batterie. Verlässlich, wie man ihn kennt. Ich schätze diese Art von Fairness sehr.

    Auf dem Rückweg schoss jemand aus Richtung des Zugevents in Elektrozavodsk auf mein Fahrzeug. Die Schüsse verfehlten glücklicherweise – ob sie ernst gemeint waren, lässt sich schwer sagen. Jedenfalls kam ich heil davon. Auch im Norden sollen wieder Raids stattgefunden haben, denn es wurden Schüsse gemeldet, die sehr an Raidschüsse erinnerten. Eine Nachfrage ergab, dass die Schweizergarde offenbar nicht darin verwickelt war. Und selbst wenn sie angegriffen worden wären (die Zeiten sind auch im Norden hart, wie ich hier gelesen habe), weiß ich, dass sie sich zu verteidigen wissen.


    🌌 Besuch vom "anderen" Chernarus

    Zurück in Prigorodki stellte ich mein Auto ab, zog die Zündkerze und machte mich ans Angeln. Die Nacht brach über das Camp herein und auf dem Rückweg hörte ich Schritte. Ich traf ich auf einen Besucher von "anderen" Chernarus – entgegen seinem eher schießwütgen Ruf ließ er mich am Leben, nahm sich lediglich etwas zu essen und Kleidung. Auch mein Auto blieb bei mir, obwohl er es wohl gerne mitgenommen hätte. Glück gehabt? Vielleicht. Aber auch das ist Chernarus. Jedenfalls ist auch er fair geblieben, soviel steht fest.

    🎇 Feierlaune und alte Erinnerungen

    In der Ferne blitzten Lichter auf – Chernogorsk wurde von einem kleinen Feuerwerk erleuchtet. Offenbar hatten die Chicks wieder etwas zu feiern. Vielleicht ein neuer Bauabschnitt? Vielleicht der bloße Umstand, am Leben zu sein. Gründe gibt es viele, doch sie brauchen keinen Grund wie es scheint.


    Und zum Abschluss holte ich Jay bei den Zugevents im Norden ab. Auf der Fahrt in den Süden sprachen wir über früher. Ich glaube, ein bisschen Heimweh nach Novo ist da immer noch in ihr. Ich kann’s verstehen. Das war schon eine besondere Zeit.


    Soweit ein ereignisreicher, aber alles in allem doch recht friedlicher Tag.


    Passt gut auf euch auf,

    achtet aufeinander – und auf euch selbst.

    Und wie immer: bleibt am Leben.


    gez.

    Herz-aus-Gold 💛

  • 💌 Herzensgrüße vom 31.03.2025 – Zwischen Lags, Verlust und ein bisschen Trotz

    Hallo ihr Lieben,


    manchmal spielte Chernarus einem seltsame Streiche – und heute war einer dieser Tage, an denen ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Über Lags. Über Kühler. Über Mauern. Aber auch über mich selbst.


    🧃 Ein Morgen in Cherno

    Der Tag begann mit einer kleinen Versorgungsrunde in Chernogorsk. Ich wusste, es war gefährlich, aber irgendwer musste ja Medikamente für Prigorodki besorgen. Schon am Krankenhausdach fiel mir ein Zombie auf – in einer sehr merkwürdigen Position. Ich kletterte also hoch, um ihm zu helfen (oder ihn zu erlösen). Doch bevor ich oben ankam, sah ich aus dem Fenster einen Fremden, der sich in einem der Lagerhäuser versteckte. Ich winkte – doch er reagierte nicht und verschwand schließlich in Richtung der umliegenden Hochhäuser.



    Etwas später fielen Schüsse in der Stadt. Ich packte meine Sachen und verließ Chernogorsk lieber rasch. In Prigorodki entdeckte ich zwei fremde Überlebende, die sich in Richtung Brunnen bewegten. Vorsichtshalber parkte ich mein Auto ein Stück entfernt, beobachtete sie und ließ sie schließlich ziehen. Sie hinterließen ein totes Huhn auf der Straße. Die Botschaft war deutlich. Vielleicht ein Zeichen der sogenannten „freien Chernarussen“? Zumindest war auch dieses Huhn nicht vergammelt und konnte entsprechend zubereitet werden, um hungernden Reisenden zu helfen.


    🚗 Lag #1 – Täglich grüßt Elektrozavodsk...

    Auf dem Weg nach Elektro passierte es dann: Mein erster richtiger Lag-Unfall. Der Kühler war hinüber. Also rumpelte ich mit dem kaputten, qualmenden Auto zurück nach Prigorodki, reparierte es, füllte es am Brunnen auf – und kaum war ich bereit, weiterzufahren, traf ich auf zwei freundliche mittelmäßig ausgestattete Bambis, die sich am Camp bedienten und auf der Durchreise waren.



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    🐣 Westreise mit Gesellschaft

    Ich bot den beiden eine Mitfahrgelegenheit nach Zelenogorsk an, wo ich ein Zugevent aufsuchen wollte. Vielleicht fand ich dort ja endlich ein Fass, um weitere Versorgungsgüter zu lagern.
    Leider war das Event nicht aktiv, aber ich ließ sie dort raus, verabschiedete mich freundlich und machte mich wieder auf den Rückweg Richtung Küste.


    🚗 Lag #2 – Der Chernolag schlägt zu!

    Tja, und wieder schlug der nächste Lag zu. Zweiter defekter Kühler des Tages. Keine Ersatzteile mehr. Ich fragte im Funk nach Hilfe – und die Chicks erklärten sich bereit, mir einen Kühler zu geben. Problem: Der Kühler lag in der Base. Ich war draußen. Und sie unterwegs. Uns trennten jede Menge Tore voneinander. Ravini bot an, ihn mir über den Zaun zu werfen – doch seine Wurfkünste waren, sagen wir… ausbaufähig. Beide Kühler landeten im Wassergraben. Ich sprang hinterher ins kühle Nass – aber keine Chance, sie zu bergen. Als ich versuchte, mich wieder an Land zu ziehen, war ich zu schwer. Also zog ich meine schwarze Plattenweste aus, auf die ich so stolz gewesen war – und sah, wie sie in hohem Bogen durch die Luft flog mit samt Inhalt im Wasser versank. Was war heute nur los?!
    All meine Bemühungen, die Weste oder die Kühler aus dem Wasser zu ziehen, schlugen fehlt.


    Ich saß frierend am Rand, nass, enttäuscht… und irgendwie auch traurig. Wie konnte es sein, dass Mauern und Tore am Helfen hinderten? Dass man als Außenstehende so wenig ausrichten konnte, wenn man selbst in Not war? Jay kam später mit Ersatzteilen – das war lieb. Aber der Verlust meiner eigenen, hart erarbeiteten Ausrüstung schmerzte dennoch. Nicht wegen des Werts ("Never love your loot") – sondern wegen dem, was ich auf mich genommen hatte, um an sie zu kommen.

    🎣 Ein Funke Trotz und neuer Vandalismus-Vorfall in Berezino

    Trotz allem: Ich musste mein Auto wieder flottmachen. Also schwamm ich den ganzen Weg zurück durch das kalte Wasser, kurierte eine satte Erkältung aus, füllte den Kühler, baute ihn ein – und fuhr weiter. Auf dem Weg sammelte ich noch Jay ein, denn ich wollte die Zugevents an der Küste abfahren und sie wollte ebenfalls in den Norden. Vielleicht sollte ich über ein Taxiunternehmen nachdenken.
    In Berezino packte ich vorsorglich zwei neue Kühler ein. Ich ahnte noch nicht, wie dringend wir sie bald brauchen würden…
    Und noch etwas war ganz und gar faul: Einer der Unterstände ist wieder abgebaut worden am Camp. Also weider ein Fall von Vandalismus am Camp! Leider hatte ich keine Zeit, ihn wieder aufzubauen. Aber ich frage mich, wer hier wieder sein Unwesen treibt.



    🚗 Lag #3 – Und noch einer... wieder mal Cherno.

    Ihr ahnt es sicher: Wieder ein Lag. Wieder in Chernogorsk. Wieder ein Kühler. Zum Glück hatte ich diesmal einen dabei. Also: Wagen repariert, weiter ging’s.


    🤝 Auf Friedensmission

    Ich fuhr nach Norden, um als neutrale Person zu bestätigen, dass die Wiedergutmachung zwischen Rheingauer und seinem versehentlichen Raider ordnungsgemäß erfolgt war. Alles war sauber – das konnte ich mit gutem Gewissen bezeugen. Jay untersuchte währenddessen einen Helicrash und schenkte mir als Dank ein Nachtsichtgerät. Nicht nötig, aber wirklich lieb. Tja und auf dem Heimweg passiert es dann erneut: Der Balota-Lag schlug kurz vor Chernogorsk nochmal voll zu und hinterließ uns zunächst bewusstlos und - ohne funktionierenden Kühler. So baute ich schließlich den letzten verbliebenen Kühler ein und endlich kamen wir nach einer abenteuerlichen Reise heil wieder in Chernogorsk an.


    🧭 Airfield-Abenteuer & Fetzi

    Abends entschied ich mich spontan zu einem Abstecher zum Airfield. Ja... gut. Mein Stolz... ich wollte einfach wieder eine schöne schwarze Plattenweste für mich finden. Das Problem: Ich war seit Jahren nicht mehr dort gewesen – mit Ausnahme des Chernarus Elefanten-Rennens (aka. "LKW-Rennens"). Es war riesig, verlassen und ehrfurchtgebietend. Ich fand einiges, aber leider keine schwarze Weste. Dafür eine Mine, die ich rechtzeitig entdeckte und spontan „Fetzi“ taufte. Ja, selbst gefährliche Dinge brauchen einen Namen.


    🛠️ Sarka in Nöten & Herz fast am Ende mit der Geduld

    Auf dem Rückweg versank dann mein Sarka in einem dieser gemeinen kleinen Bäche. Ich kämpfte fast 30 Minuten, baute ein Lagerfeuer, hebelte, schob – und bekam ihn tatsächlich wieder frei. Müde, erschöpft, aber erleichtert kehrte ich schließlich zurück nach Prigorodki im strömenden Regen. Passend zu meiner Laune... aber hay, auch als Samariter kann man mal einen schlechten Tag haben. Morgen wird bestimmt bessser!

    Abends hörte ich dann noch Schüsse oder war es eher eine Explosion aus Richtung Chernogorsk. Ob bei den Chicks alles in Ordnung ist? Ich hoffe, es war kein Raidversuch in ihrer Basis, denn auf weitere Taxifahrten hätte ich heute wirklich keine Lust mehr. Das hat mich heute schon zu viele Kühler gekostet.


    🌌 Fazit des Tages

    Drei geschrottete Kühler, zwei Kühler und eine schwarze Plattenweste im Meer versenkt, ein paar gute Gespräche und bei allem immer der Versuch, nicht zu verzweifeln.
    Manchmal ist das schon alles, was man erreichen kann – und trotzdem irgendwie genug.

    Und manchmal braucht man einfach nur Unmengen an Ersatzteilen im Kofferraum oder Freunde in der Gegend, um das Schlimmste zu verhindern. Mein "Teufelssarka" (denn dass der das alles überlebt hat, muss schon fast mit dem Teufel zugehen... so viele Schutzengel kann es nicht geben!) fährt noch und das ist die Hauptsache.


    Passt auf euch auf. Und wenn ihr heute ein kleines bisschen Wärme übrig habt, dann reicht sie weiter.

    Nicht alle haben ein Lagerfeuer.

    Bleibt am Leben


    gez.

    Herz-aus-Gold 🤝

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    „I don't wanna start a fight, I always try to do what's right…“

    💌 Herzensgrüße vom 01.04.2025 – Kein Aprilscherz aber neue Pläne

    Hallo ihr Lieben,

    heute hätte alles ein Scherz sein können. Aber leider war nichts davon zum Lachen. Naja vielleicht doch... ihr kennt das ja.



    🛤️ "Neutrale Zone der Begegnung", "Pufferzone mit Herz" oder eher "Checkpoint Herz"?

    Weil alle Zugevents an der Küste wie vom Erdboden verschluckt waren, entschied ich mich für einen weiteren Ausflug nach Zelenogorsk. Irgendwo mussten die Fässer ja sein! PropaGandalf nahm ich in die Richtung mit. Er redete immer wieder etwas von Geschäftsidee, Getränken und sonstigen Sachen. Ziemlich wirr, wenn ihr mich fragt, aber so ist er manchmal. Jedenfalls haben wir das Angenehme wieder mit dem Nützlichen Verbunden und Taxi gespielt. Was soll ich sagen? Trotz meines Lag-Pechs am Vortag gab's heute keinerlei Probleme und dann kam ausgesprochenes Loot-Glück dazu.


    In Zelenogorsk warteten sogar ganze drei Fässer auf mich. Für mich war das ein deutliches Zeichen.


    Denn wenn die Auffangcamps an der Küste immer weiter unter Druck geraten und mein altes Lager der massiven Expansion der Chicksbase weichen musste, dann wurde es Zeit, andere Standbeine aufzubauen:

    Einen neutralen Ort. Eine Zone der Begegnung. Eine Puuferzone mit Herz, könnte man sagen. Sowas wie "bis hierher und nicht weiter" oder so.
    Nicht als Gegenpol, sondern als Korridor. Ein Platz, an dem man sich auf Augenhöhe begegnen kann und zwar mitten in Chernogorsk.


    Und ich wusste sofort, wo: Die alte Kneipe gegenüber der Chicks-Base am Kanal – die rostige Axt.


    Dort, wo einst Geschichten erzählt und Gläser gehoben wurden, wollte ich einen Samariter-Posten errichten. Kein Bollwerk, kein Machtanspruch. Sondern mehr ein Rastplatz, ein offenes Ohr. Ähnlich wie die Kiste mit den Snacks beim Denkmal, nur gemütlicher. Das kommunizierte ich sogleich auch den Chicks und jayphiiyo wollte das Gebiet respektieren. Ob es klappt? Wir werden sehen. Es liegt auf jeden Fall an jedem von uns.


    🎨 Blau, blau blüht der Enzian?

    Ach, und dann war da noch etwas: In Zelenogorsk habe ich – ein wenig spaßeshalber – ein blaues Barett aufgesetzt, das ich gefunden hatte. Und… ja, ich glaube, Blau steht mir. Erinnert mich fast an die alten Zeiten, als ich mit einem Blauhelm durch die Gegend gelaufen bin.




    Da inzwischen gefühlt jede zweite Gruppe mit weißen Armbinden unterwegs ist, und meine Jungs ohnehin meist Bambifahnen oder gar keine Armbindentragen, habe ich mich entschieden, umzusteigen auf Blau – wie die Refuge-Fahne, die ja schon in Berezino und Prigorodki weht. Ein kleiner Farbtupfer und vielleicht erkennt man mich dann auch etwas schneller wieder. Das Beret were ich aber vermutlich wieder ablegen. Sieht schon etwas albern aus, war aber ziemlich witzig.

    🛥️ Begegnung auf See und vorsichtige Schritte

    Während ich also mitten in Chernogorsk zu bauen begann, machten sich Jammet, Pinky und s-tlk mit dem Boot auf in Richtung Prigorodki. Unterwegs sichteten sie ein anderes Boot mit mindestens einem Fremden an Bord. Die Lage war angespannt – beide Lager schauten sich wachsam an. Doch es fiel kein Schuss. Nur Blicke, und vielleicht ein Hauch von Respekt und "Ich will hier ganz schnell wieder weg".

    🚧 Inspektion des Bauvorhabens

    Die Samariter rückten schließlich zu Fuß bis vor die Chicksbase vor – nicht als Drohung, sondern um meine kleine Baustelle zu inspizieren. Aber auch die Chicks bauten kräftig aus, und das machte beide Seiten vorsichtig. Ich begleitete meine Freunde bis ans neue Tor des Hühnerstalls, wo uns eigenwillige Musik empfing – irgendwie schräg, irgendwie passend aber fürchterlich laut. Es folgte ein kurzer Austausch mit einem kleinen Tauschgeschäft. Und dann sahen sich die Jungs unser Lager und die Eckkneipe an. Zustimmung. Die anderen Samariter waren sehr angetan vom neuen "Außenposten", also Prigorodki inmitten von Chernogorsk.


    Ich machte mich an die Arbeit. Fenster wurden verriegelt, Türen gesichert. Nicht, weil ich uns abschotten wollte – sondern um deutlich zu machen, dass dies kein Ort des Schießens, sondern des Schutzes sein soll. Immerhin wird das ein neutaler Korridor und keine Schießbude. Das gilt übrigens für beide Seiten!

    Achja und falls sich jemand wundert: Nicht alle Samariter sind in Rot oder Grün unterwegs und manchmal braucht es leider einfach auch die Rückendeckung, wie die Vorfälle der vergangenen Jahre zeigen.
    Aber nach den ganzen Überfällen sind wir wehr- und vor allem standhaft. Mit dem Unterschied, dass wir immer zuerst das Gespräch suchen, bevor geschossen wird. Dafür stehen wir. Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern. Selbstschutz geht schließlich vor in diesen harten Zeiten, aber bisher sind wir ganz gut gefahren und die Leute da draußen werden bestätigen können, dass wir nicht leichtfertig mit Waffen umgehen. (Von diversen legendären Warnschüssen mal abgesehen...aber wir haben seit dem gelernt.)


    🧭 Noch ein Hinweis:

    Dann kam noch ein Hinweis von AndiX , dem Sprecher von El Patron. Offenbar ist eine neue Gruppierung aufgetaucht, diesmal mit schwarzen Armbinden. Wer sie sind? Noch weiß ich es nicht. Doch sie scheinen organisiert zu sein. Achtet auf sie – und aufeinander. Wir werden sehen, ob sie Freund, Feind oder keines von beiden sind.



    Passt auf euch auf.
    Redet weiterhin miteinander. Schießt nicht zu schnell.

    Und bleibt bei allem, was ihr tut, menschlich und am Leben.


    gez.
    Herz-aus-Gold
    🤝