„Glorreiche Missgeschicke am Strand – Rover adé, Boot ahoi… oder so ähnlich“
Rannulf war wieder einmal früh auf den Beinen – oder besser gesagt: zu früh für alle anderen. Während der Rest der 501st irgendwo Patrouillen oder Beschaffungsmissionen nachjagte, tappte er durchs Arkadius und suchte Freiwillige.
„Hmm… WeizenWarrior und Sarafiya_Nici sollten doch noch hier sein…“ murmelte er.
Tatsächlich fand er Hauptmann Nici im Lazarett, vertieft in akribische Inventur.
„Da ist unsere Frau Hauptmann – tüchtig, voller Elan und höchstwahrscheinlich leicht gefährlich!“ begann Rannulf mit gespielt ernster Stimme.
Nici drehte sich langsam um, der Blick scharf wie ein Skalpell.
„Was zum Teufel hast du diesmal angestellt?“
„Ich? Harmlos wie ein Schäferhund! Der am wenigsten Katastrophen verursachende Rannulf!“ entgegnete er – und sah aus, als würde das Schicksal schon Popcorn bereithalten.
Nici lachte trocken und wandte sich zurück zu den Kisten.
„So vertieft, hm? Wie wär’s mit etwas Frischluft am Meer? Pack deine Sachen. Abfahrt in 10 Minuten!“
Rannulf war verschwunden, bevor sie „Meer?“ zu Ende sagen konnte.
In den Baracken traf er WeizenWarrior, der lautstark Musik hörte und sein R&R genoss. Ein harmloser Eichhörnchen angriff auf die Fensterbank brachte ihn kurz zum Fluchen, doch er winkte ab. Rannulf schnappte sich zwei Biere, hielt eins hoch und grinste:
„Na, wieder im Entspannungsmodus? Wie wär’s mit nem kleinen Ausflug ans Meer?“
Weizen zog skeptisch die Augenbraue hoch.
„Einfach so? Ohne Hintergründe?“
„Ganz genau – einfach so. Abfahrt in 10 Minuten.“
Im Treppenhaus trafen sich Nici und Weizen. Beide schauten sich an, die gleiche Frage im Blick.
„Du auch?“
„Ja…“ seufzte Weizen gequält.
„Ich wette, das hat was mit der Bootsbeschaffung zu tun.“
Weizen nickte, rollte mit den Augen: „Dann war’s das wohl mit R&R… hätte ich bloß gleich neue Kassetten in Novo besorgt.“
Am Rover saß Rannulf schon am Steuer.
„Zeit ist Geld, und in der 501st ist Zeit verdammt knapp!“ rief Rannulf enthusiastisch.

Die Fahrt zum Strand wurde begleitet von angeblich „guter Laune Musik von Basch“ – klang aber eher wie ein Funkgerät im Sterben. Am Strand angekommen regnete es in Strömen, graue Wolken hingen tief.
„Ist das nicht herrlich hier?“ schwärmte Rannulf.
„Ja. Herrlich. Wenn man Nebel und Regen romantisch findet…“ erwiderte Nici trocken.

Weizen entdeckte ein Boot auf dem Meer. Während Rannulf den Rover am Waldrand abstellte, bereitete sich Nici auf den Sprung ins Wasser vor.
„Wer zuerst beim Boot ist, kriegt ne Flasche von meinem besten Rum!“ rief Rannulf.
Nici grinste nur, zog Heatpacks und wasserdichte Kleidung hervor. Weizen drehte nach wenigen Metern wieder um:
„R&R klingt gerade verlockender.“
Wenig später tuckerte Nici tatsächlich mit dem Boot zum Ufer. Über Funk meldete sie:

„Hab’s! Treffen am Strand.“
Rannulf und Weizen stiegen in den Rover – und das Schicksal schlug wieder zu.
„Wir nehmen ne Abkürzung!“ verkündete Rannulf selbstsicher – und steuerte auf ein seichtes Wasserstück zu… das sich als deutlich tiefer entpuppte.

„Nicht dein Ernst!!“ brüllte Weizen, während das Wasser durch die Fenster schoss.
Beide kletterten fluchend aus dem sinkenden Rover. Über Funk dröhnte Nici’s sarkastisches Lachen. Kurz darauf holte sie sie mit dem Boot ab.

„Das war mein Lieblings-Rover!“ jammerte Weizen.
„Dann tauf den nächsten gleich – bevor er schwimmt.“ spottete Nici.
Rannulf tat so, als sei alles geplant gewesen:
„Seht’s positiv: Marsch zurück stärkt die Kondition. Ich nenne das Training.“
Auf dem Rückweg stolperte Rannulf über eine besonders freche Kröte, die ihm fast die Stiefel vollspritzte. „Sehr subtil, kleiner Freund… sehr subtil.“ murmelte er trocken. Weizen nutzte die Gelegenheit für einen R&R-Kommentar:
„Vielleicht sollte ich mal Meditation am Strand einführen – ohne Rover, ohne Rannulf, ohne Überraschungen.“
Schließlich verstauten sie das Boot sicher und machten sich zu Fuß auf den Rückweg nach Arkadius. Unterwegs hatten sie kurzen Funkkontakt mit lokishadow.
„Kleiner Zwischenfall am Strand. Rover schwimmt nicht so gut. Habt ihr vielleicht einen Vodnik übrig?“
Ein trockenes Knistern, dann Loki’s Lachen:
„Na, da habt ihr wieder ganze Arbeit geleistet. Anschauen könnt ihr sie gern – abgeben tun wir keinen.“
„War ja klar…“ murmelte Weizen und zog missmutig am Rucksackriemen.
Nici grinste schief:
„Immerhin haben wir jetzt ein Boot. Rover gegen Boot – schlechter Deal sieht anders aus.“
Wieder in Arkadius war Rannulf der Erste im Büro – triefend nass, aber mit dem Gesichtsausdruck eines Mannes, der gerade den Tag gerettet hat.
Rannulfs Fazit:
Mission abgeschlossen: Ein Boot eingesackt, ein Rover auf den Grund geschickt, Wasser bis zu den Knien – nasse Füße inklusive. Aber hey, glorreiche Missgeschicke sind immer noch besser als langweilige Einsätze ohne Zwischenfälle.
Kleiner Tipp am Rande: Der Fahrer sollte dringend einen Kurs in „Geländefähigkeit für Betriebsfahrzeuge auf Patrouillen der 501st“ belegen – bevor wir ihn noch gegen einen Baum oder den nächsten Rover tauschen müssen.