An die geschätzte Katzenmama Pippilotta und alle, die sich diesem poetischen Märchen angeschlossen haben,
Mit einem Schmunzeln habe ich Ihren neuesten Bericht gelesen. Das zweite Kapitel Ihres epischen Fantasy-Epos beweist eindrucksvoll Ihre blühende Vorstellungskraft. Haben Sie inzwischen eine Märchengruppe gegründet? „Die tapferen Verteidiger des verwunschenen Bunkers gegen die bösen 501st und die Verräter der UNOC“ klingt nach einem echten Bestseller.
Doch nun, liebe Pippilotta, ist es an der Zeit, ein wenig Klarheit in diese Sagenwelt zu bringen – und vielleicht auch, um uns allen Anlass zur Sorge über Ihre mentale Gesundheit zu geben. Wenn imaginäre Überfälle Ihren Alltag dominieren, könnte es ratsam sein, eine Intervention in Betracht zu ziehen.
Nun zu den tatsächlichen Ereignissen in Chernarus:
Den von Ihnen erwähnten „Überfall am Bunker“ weisen wir entschieden zurück.
Zur fraglichen Zeit waren wir an der nahegelegenen Militärbasis stationiert, als die ersten Schüsse fielen. Unsere Absicht war es, die Lage zu sondieren und Klarheit über die Situation zu gewinnen. Als wir uns nach Westen bewegten, war es Grete, ein Mitglied Ihrer Gruppe, die ohne Vorwarnung den ersten Schuss abfeuerte und dabei einen unserer Kameraden tödlich verletzte. In Reaktion – wie es jeder Überlebende tun würde, der sein Leben nicht verlieren möchte – setzten wir das ein, was Sie als „Gegengewalt“ bezeichnen würden. Ihre Gruppe zeigte sich nicht nur aggressiv, sondern auch schlecht vorbereitet.
Ein interessanter Punkt noch:
Wir hätten Ihren Helikopter zerstören können. Haben wir es getan? Nein. Warum nicht? Weil wir nicht die Angreifer waren. Wir hätten Rache üben können, entschieden uns jedoch dagegen. Das unterscheidet uns von jenen, die gerne Geschichten über verräterische Verbündete und übermächtige Armeen erfinden.
Im Rahmen von Operation Betrunkene Möwe am 10. Januar 2025 richteten die 501st gemeinsam mit der UNOC und der VCU einen Sicherheitskorridor ein, um Zivilisten und Überlebende, die zwischen den Fronten gefangen waren, in Sicherheit zu bringen. Unser Ziel war stets, das Chaos zu minimieren und Leben zu schützen – nicht, wie Ihre blumigen Berichte suggerieren, wahllos Vernichtung zu säen.
Während dieser Operation eröffneten die Angreifer erneut ohne Vorwarnung das Feuer auf die UNOC-Truppen, die zur Sicherung des Korridors beitrugen. Beide Angreifer wurden neutralisiert, und ihre Dogtags sichergestellt.
Besonders hervorheben möchten wir den Mut und die Geschicklichkeit des VCU-Piloten Der Blaue Bob, der unser schützendes Auge im Himmel war. In einer Reihe riskanter Manöver gelang es ihm, den kleineren und wendigeren Helikopter der Angreifer immer wieder abzudrängen und so für Sicherheit aus der Luft zu sorgen. Seine herausragenden Fähigkeiten und Entschlossenheit haben Leben gerettet und unseren Einsatz entscheidend unterstützt.
An dieser Stelle verdienen die tapferen Soldaten der UNOC – Murphy, CreX, Divina, Nachtkrabb, Nasenbaer-Ali, Onyx, RoterBaron und ManiacSeventyTwo – unter der entschlossenen Führung von Antestor besondere Anerkennung. Ebenso gilt unser Dank den Mitgliedern der VCU – Smokey Eyes, Vika und Der Blaue Bob. Ihre Professionalität, ihr Mut und ihr unermüdlicher Einsatz haben den entscheidenden Unterschied gemacht.
Mögen ihre Taten in diesen dunklen Zeiten als leuchtendes Beispiel für andere dienen und Hoffnung spenden!
Ein letzter Hinweis: Wenn Sie das nächste Mal schreiben, denken Sie daran, dass Fiktion und Realität zwei verschiedene Welten sind. Die Realität da draußen ist düster genug – wir brauchen keine Märchen, um sie noch weiter zu verzerren.
Hochachtungsvoll,
Rannulf
Marschall der 501st