Beiträge von Herz-Aus-Gold

    Also gestoppt habe ich die Zeit jetzt nicht, aber wesentlich länger als vor dem Wipe.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, war das sofort Trocknen ein Bug, der in der aktuellen Version behoben wurde. Ist ja realistischer.

    Die Kleidung Auswringen hilft immens, aber ich denke es sind trotzdem mehr als 5 Minuten. Könnte aber auch noch mehr sein. Wie gesagt, das müssten wir mal ausprobieren und die Zeit stoppen. Auch für die Fackel oder einen brennenden Besen. Das war zuvor ja auch ein Bug, denn damit gings am schnellsten, nämlich fast augenblicklich ;)

    Liebe Überlebende auf dem Vanilla-Server,

    nachdem der liebe Murphy uns vor einigen Tagen mal persönlich auf dem Server besucht hat, konnte wir das Thema "Dauerregen" mal besprechen. Regen ist schön, gut und wichtig. Vor allem für Leute, die nicht gerne gesehen werden möchten und natürlich für Farmer. Allerdings ist vielen von uns schon aufgefallen, dass es wirklich fast dauerhaft regnet und häufig eben auch heftige Unwetter durch das Land ziehen.

    Jetzt ist aber Sommer, daher haben wir ja oft im Discord unsere Scherze über den "Vanilla-Sunshine" gemacht. Tatsächlich haben die Admins auf dem Vanilla nun eine kleine Änderung vorgenommen, sodass es nicht jeden Tag gefühlt immer nur regnet. Das heißt, es kann jetzt auch mal 6h am Stück nicht regnen.

    Genießt das Sommerwetter, solange es hält! :D

    Und natürlich vielen lieben Dank an die Admins bzw. das Team für die rasche Umsetzung :)

    Liebe Vanilla-Lieber,

    unser Tabasko war so nett und hat uns eine iZurvive-Map eingerichtet, auf der wir wichtige Punkte der aktuellen Season festhalten können bei Bedarf.

    Bitte bedenkt, dass jeder mit dem Link die Eintragungen ansehen kann. Also wenn ihr nicht möchtet, dass ihr vielleicht ungewollten Besuch bekommt, tragt eure Basis besser nicht ein ;)


    🗺

    iZurvive-Karte für Version 1.21: (OUT OF DATE!)

    🗺️iZurvive-Karte für die 1.29


    Hier noch unsere iZurvive-Karte mit den Standorten der Gemeinschaftsprojekte.

    ⚠️ACHTUNG!
    Bitte keine Basenorte veröffentlichen,
    wenn die Besitzer nicht einverstanden sind!

    [iZurvive-Karte für GDZ Vanilla Chernarus 1.29]



    Also ich habe zwar noch keine neue Nacht erlebt, da ich gerade hinter den Kulissen einiges am Schreiben bin, habe ich mal in unserer Runde rumgefragt.

    Bisher habe ich gehört, dass ihnen die Änderung soweit gut gefallen hat. Ein Spieler meinte, er würde die Nacht über einfach ausloggen und etwas anderes machen, aber er ist ohnehin nicht so viel auf dem Server aktiv. Aber durchgemacht hat er die aktuelle Nacht noch nicht, das müsste man noch sehen.

    Hitch meinte gerade, so wirklich habe er noch keinen großen Unterschied gemerkt. Er hat eine Nacht in einem ziemlich dunklen Bunker (vermutlich seine Base ? Okay, war nicht seine Base...) ohne Mond verbracht und zum ersten Mal wirklich einen Glowstick leuchten sehen :D

    Aber so wie ich es verstanden habe, ist die Testphase auch sehr behutsam durchgeführt wird und von daher ist das kein Wunder, dass nicht jeder gleich etwas merkt. Es kam auch eine Äüßerung wie "War okay, war gefühlt länger, aber da es ja Sommerzeit ist, nicht so dunkel und gefühlt länger ist, war es okay."

    Das mal als aktuelles Stimmungsbild aus der heutigen Abendrunde.

    Das ist wirklich beeindruckend, was ihr alles ermöglich! Respekt.

    Boote im DayZ kamen mir noch nicht im den Sinn, aber sie erweitern dir Welt perfekt.

    Und für Captain Chris D. habe ich nicht den passenden Soundtrack für Männer mit Bärten.

    Wobei ich vermutlich eher hierzu gemütlich schippern würde, nur um dann abgeschossen zu werden 😂

    Viel Spaß mit den neuen Fahrzeugen allen Spielern auf den gemoddeten Servern. :)

    So war es damals wirklich! :D
    Danke für den Link Snickers. Das Video ging echt an mir vorbei, aber ich liebe Viva La Dirt League 8)

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    Manchmal fühle ich mich wie die NPCs in dem Video.... ?(

    10. Juni – Stich ins Wespennest

    Während ich noch geschlafen habe, kamen in aller Frühe bereits zwei Bambis in Solnichniy vorbei. Kevin und Max haben die beiden im Vorbeifahren am Lager dort beobachtet, aber nicht angehalten. Ich hoffe die Bambis konnten ein paar brauchbare Güter am Auffanglager finden, wenn schon Jahsan nicht anwesend war, um sie zu begrüßen.

    In Prigorodki gab es außerdem wohl einen Zwischenfall. Laut Wolfgang lag plötzlich eine BK-18 in einem der Zelte. Aus schlechter Erfahrung heraus haben wir beschlossen, keine Waffen in unsere Unterstände und Zelte zu packen. Kaum gibt man einem Bambi eine Waffe in die Hand, verletzt es sich in der Regel. Das können wir natürlich nicht riskieren! Daher hat Wolfgang diese Gefahr auch schnell gebannt.

    Tja und als ich mich dann aus einem provisorischen Nachtlager in Berenzino schäle, nimmt das Chaos seinen Lauf. Ich entschuldige mich schon jetzt dafür, wenn einige Schilderungen nicht ganz zutreffen, aber ich versuche aus dem Gedächtnis alles so gut wie möglich wiederzugeben. Aber einige Gespräche später ist man natürlich immer schlauer und weiß, was anders hätte laufen sollen… nein müssen. Aber fangen wir vorne an.

    Alles beginnt damit, dass Jammet bemerkt, dass der Drive-In erneut gewaltsam geöffnet wurde. Die Kisten sind durchwühlt worden und stehen im Schuppen verteilt, aber bis auf die rote Uniform fehlte nichts Wichtiges. Immerhin ein kleiner Trost. Da gerade im Funkkanal einiges los ist, da die Jungs wohl Kontakt zu anderen Überlebenden haben oder irgendwie gerade im Stress zu sein scheinen, lege ich Jammet erst einmal nahe, ruhig zu sein und die Informationen über fehlende Güter später auszuführen. Ein großer Fehler, denn somit lege ich die Weichen für die Katastrophe. Was gut gemeint war, kommt absolut falsch an und Jammet fühlt sich bevormundet und ist tief verletzt. Allerdings bemerke ich das zu spät. Wir ziehen uns in einen anderen Funkkanal zurück und Kanu hat wohl große Schwierigkeiten, als er nach Berenzino kommt. Viel Zeit zum klärenden Reden bleibt nicht. Er hat mindestens sieben Zombies im Schlepptau, als er über die große Wiese vor dem Camp in Berenzino rennt und natürlich eilen Jammet und ich ihm gleich zur Hilfe. Meine Vorstellung von „Hilfe“ bedeutet, einen Zombie nach dem anderen mit Fäusten oder Nahkampfwaffen zu erledigen. Am besten von einem Heuballen aus. Jammet beschließt, seine Waffe zu ziehen, laut zu schießen und so die Zombies auszuschalten. Gerade, als ich auf ihn zulaufe, um ihm mit den Zombies zu helfen, schießt er los. Zum Glück trifft mich kein Schuss, aber ich versuche ihn verbal davon abzuhalten, weiter zu schießen, um nicht noch mehr Zombies aus dem Ort anzulocken. Allerdings ist er für meine Anregung nicht empfänglich und betont mehrfach, er habe alle Zombies im Blick und darüber hinaus keine Alternative. Das wiederrum will einfach nicht in meinen gestressten Schädel und ich fühle mich vor den Kopf gestoßen. Ich habe ein ganz mieses Gefühl, als die Zombies auf uns zustürmen und versuche so gut es geht dem Ansturm Herr zu werden. Eine wirkliche Waffe habe ich nicht, außer meiner Erziehungs-Vaiga und einem Speer. Ich blocke, ich steche, ich weiche aus und renne. Eine Woge an schlimmen Erfahrungen bahnt sich ihren Weg. Unpassend. Szenen bauen sich vor meinem inneren Auge auf. Zähflüssig wabernd. Stimmen. Schüsse. Es sind Szenen, die ich vergessen wollte. „Jetzt nicht!“, beschließe ich stur und kämpfe weiter. Sie sind der Grund, weshalb ich seit damals versuche, lautes Schießen tunlichst zu vermeiden. Besonders hier, in Berenzino. Leider schaffe ich es in der angespannten Situation nicht, meine Kritik an unserem Vorgehen sachlich und objektiv zu formulieren, sodass sie nicht auf taube Ohren stößt. Jammet und Kanu kämpfen schließlich um ihr nacktes Überleben. Tja und ich? Ich helfe so gut ich kann und irgendwann haben wir es tatsächlich geschafft. Erschöpft und fassungslos jogge ich in Richtung Lager. Ich höre erneut einen Schuss. Plötzlich ist alles still.

    Einige Augenblicke später, die sich für mich wie Stunden anfühlen, wache ich auf. Die Sonne steht noch recht hoch am Himmel und mein ganzer Körper schmerzt. Ich liege auf dem Rücken, die einzig halbwegs bequeme Position (falls man in diesem Fall wirklich von „bequem“ reden kann), den Rücken dem Lager zugewandt. Die Wunde, die mir eine Kugel zugefügt hat, brennt und ich fühle mich zerschlagen. Meine Weste hat mir aber mal wieder das Leben gerettet. Zum zweiten Mal. Ich bin sicher, dass die Schüsse nicht von Jammet stammen, also muss der Schütze noch in der Nähe sein. Was also tun? Ich sollte aufstehen und übers Feld rennen, aber ich möchte keinen weiteren Schuss riskieren. Außerdem ist mir der Weg zu weit und zu anstrengend; ich möchte mich nicht bewegen. Mich umzusehen, traue ich mich ebenfalls nicht, aus Angst, der Schütze könnte sehen, dass ich nur bewusstlos war und erneut auf mich schießen. Kleiner Feigling…. Zumindest schaffe ich es, meine Freunde sofort per Funk zu warnen. Aus den Augenwinkeln sehe ich Jammet und Kanu umherrennen. Vielleicht kann ich wieder einschlafen; einfach die Augen schließen. Nichts sehen, nichts hören. Aber wem will ich etwas vormachen? Ich bin hellwach. Mich plagt das schlechte Gewissen. Wenn ich doch nur nicht so bestimmend gewesen wäre. Vielleicht wäre mein Vorschlag dann besser aufgenommen worden, wir hätten die Schüsse vermieden und wären nicht von dem Schützen entdeckt worden getroffen worden. Ich hatte auf mein Bauchgefühl gehört und zu sehr darauf geachtet, was andere benötigen, sodass ich nicht gemerkt habe, was mein Freund gerade braucht: Ein offenes Ohr. Kein Wunder also, dass dann sein Ohr für meine Anweisung verschlossen blieb. Jammet, es tut mir so unendlich leid! Überhaupt, wer bin ich, dass ich Anweisungen gebe? Ich bin kein General oder Kommandeur. Nur ein einfacher Samariter, der Neulinge anspricht und versorgt. So oder so: Ich hab‘s vermasselt und es endet in einer Katastrophe.

    Meine Warnung kommt zwar rechtzeitig, aber Kanu wird angeschossen und muss sich zurückziehen. Auch Jammet gerät unter Beschuss und verbarrikadiert sich in einem Schuppen. Dort schließt er sich ein, um seine Wunden zu versorgen. Allerdings haben wir alle das Gefühl, dass wir ständig beobachtet werden. Wolfgang eilt uns zur Hilfe, nur fällt es uns schwer, den Gegner auszumachen. Es scheint, als würde er direkt durch Wände sehen können und genau wissen, wo wir uns befinden. Kann man gegen einen solchen Gegner überhaupt bestehen? Und vor allem, was hat er davon? Warum greift er uns eigentlich an? Ist er einer von jenen, die auf Überlebende lauern und diese dann abschießen? Ich versuche etwas auszumachen; lausche, höre aber nur das Rascheln des Grases und das Säuseln des Windes in meinen Ohren. Mein Herz schlägt so kräftig, dass ich das Gefühl habe, mein Körper müsste auf und ab hüpfen und jeder könnte es sehen. Alle meine Muskeln spannen sich an und ich versuche jede Kleinigkeit wahrzunehmen. Ich halte meine Hände über den Kopf. Die Handflächen sind schweißnass und kalt. Ein kleiner Teil meines Verstandes schüttelt mich und ruft mir zu: „STEH AUF! LAUF WEG! MACH, DASS DU WEG KOMMST!“. Was ich danach machen soll, weiß ich nicht, aber alles ist besser, als wehrlos dazuliegen und mit zusammengebissenen Zähnen gegen die Panik anzukämpfen. „STEH AUF! TU WAS!“, ruft mir die innere Stimme wieder zu. Ich bleibe ganz still liegen. Etwas in mir sagt mir, dass rennen vielleicht doch keine so gute Idee sein könnte. Tja, warum nicht? Was hindert mich daran? Wenn ich doch nur dem Schützen klar machen könnte, dass ich – das wir – keine Gefahr für ihn sind. Aber wie? Jedes Zeichen, das ich gebe, könnte das verräterische Lebenszeichen sein, dass die tödliche Aufmerksamkeit und damit den nächsten Schuss auf mich zieht. Ich warte. Wartete darauf, den Schützen vielleicht zu Gesicht zu bekommen. Dann versuche ich zu reden. Ich frage, was das alles soll. In mehreren Sprachen. Keine Antwort. Dann warte ich wieder. Manchmal können zwei Minuten eine endlos lange Zeit sein. Schließlich rappele ich mich vorsichtig unter Stöhnen auf und laufe ganz langsam und ruhig in Richtung des Lagers. Allen Überlebensinstinkten zum Trotz. Ich halte die Hände hoch über meinen Kopf und marschiere Schnurstracks zur Klinik. Vielleicht erkennt der Schütze ja das Signal und feuert nicht? Jammet ist inzwischen wieder ebenfalls dort. Gerade erreiche ich den Zaun vor der Klinik, da fallen erneut Schüsse. Kanu sieht einen Überlebenden bei der Feuerwehr. Dieser schießt auf Jammet, dann erneut auf mich. Die Kugeln schlagen rechts und links neben mir ein im Pfosten des Zaunes. Ein metallisches Klackern hallt in meinem Kopf und ich versuche den Fluchtinstinkt erfolgreich zu unterdrücken. Ich setze ruhig und unbeirrbar meinen Weg fort. Mein Verstand arbeitet mal wieder. Wie kann das alles sein? Jammet und Kanu meinten, der Schütze sei ein wahrer Gott und nun…das? Er trifft nicht einmal, wenn jemand sich im Schneckentempo bewegt? Für mich gibt es nur eine logische Erklärung: Es müssen mindestens zwei sein. Ob sie sich kennen und zusammenarbeiten? Oder sind sie nur zufällig hier, durch die Schüsse angelockt? Schließlich entkomme ich in die Klinik.

    Nun wird Kanu tödlich verwundet und landet wieder an der Küste. Das Schicksal meint es nicht gut mit ihm, denn er erwacht weit entfernt in Solnichniy. Dort trifft er auf einen anderen Überlebenden namens Devon. „Hi! Kannst du mich bitte umbringen?“, fragt er den verdutzen Fremden. „Ich bin Kanu, der Samariter. Normalerweise helfen wir ja den anderen, aber gerade werden wir in Berenzino über den Haufen geschossen…Geh da also lieber nicht hin…..“, beginnt er zu erklären. Devon scheint zu verstehen und ermöglicht Kanu einen schnellen Weg zurück. Aktive Sterbehilfe.

    Während wir auf Kanus Rückkehr warten, erwischt es Wolfgang im „Todeshaus“, als ein Fremder zu ihm ins Gebäude stürmt und auf in schießt. Ein Schuss in den Kopf, vermutlich mit einer Skorpion. Jammet ist noch immer stark verletzt, da er zwischenzeitlich von Zombies entdeckt wurde. Er findet zu allem Überfluss auch keine Bandagen, um sich zu verbinden und schleppt sich halb tot in den Drive-In. Ich schlage mich zu ihm durch und versuche ihm zu helfen, aber die Kochsalzlösung wirkt nicht schnell genug. Ich beschließe, ihm eine Bluttransfusion zu geben, allerdings kennen wir seine Blutgruppe nicht. Ich gehe das Risiko ein, denn so oder so würde er bald sterben. Die Schusswunden und die Zombies waren einfach zu viel. Kaum habe ich ihm das Blut verabreicht, bäumt er sich noch einmal auf und sackt dann leblos zusammen. Ich versuche sofort ihn wieder zu reanimieren, zunächst erfolgreich, aber dann wieder mit dem gleichen Ergebnis. Jammet sackt erneut zusammen. „Halte durch!“, flehe ich ihn an. Nach einem dritten Anlauf hat sein Körper den Kampf aufgegeben. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich das Blut war, was ihn am Ende das Leben gekostet hat, aber nun befindet sich Jammet ebenfalls wieder an der Küste. Allein bleibe ich am Lager zurück, sichere Jammets Sachen und schleiche mich zu Wolfgangs Todesstelle. Dort sichere ich ebenfalls alles, bis Kanu und er zurückkommen und die Dinge abholen. Eigenartig. Wie kann jemand mit einem Schuss aus einer Skorpion so viele Dinge gleichzeitig beschädigen und ruinieren? Das ist schon sehr merkwürdig. Es ist falls so, als habe er hinterher noch ein volles Magazin auf Wolfgangs geschundenen Körper gefeuert. Barbarisch!

    Endlich wird es ruhiger im Lager. Ich beschließe, im Garten geduckt etwas Gemüse anzubauen, damit wir wieder Nahrung haben. Kaum habe ich das Gartenhäuschen erreicht, werde ich auch schon wieder getroffen. Dieses Mal endgültig. Ich hab’s gründlich vermasselt.

    Frustriert lande ich ganz in der Nähe der Küste und Wolfgang hat seinen Ausguck auf einem Turm bezogen. Er sieht einen der Schützen und ich beschließe, als Bambi auf ihn zuzulaufen. Mit erhobenen Händen. Allerdings werde ich kurz vor ihm gleich wieder abgeschossen. Auch zwei weitere Versuche der Kontaktaufnahme scheitern. Scheinbar gibt es kein Interesse an einer Klärung.

    Ich bin erschöpft und müde, als ich in Prigorodki ankomme und von Kevin und Max gemeinsam (die auf der Suche nach etwas Action sind) mit Blue abgeholt und nach Berenzino gebracht werde. Es ist wie verflucht. Kaum betreten Kevin und Max die Stadt, ist alles friedlich und ruhig. Wir beschließen, alles aufzuräumen und Kevin zieht mit Max weiter, allerdings erhalte ich von Max zuvor noch einen roten Rucksack, einen blauen Helm, eine neue Weste und rote Kleidung. Wow! Das ist klasse und tröstet etwas über den Frust hinweg, den das Gemetzel verursacht hat.

    Als etwas Ruhe eingekehrt ist, zieht Whoomba los und findet einen schwarzen Olga am Kartenrand mit Wellblechen und explosivem Zündstoff. Er fährt ihn weg, wird dann aber im Auto vor seiner Basis erschossen. Kevin und Max sammeln ihn freundlicherweise auf, als er den vermeintlichen schwarzen Olga in Elektrozavodsk sichtet. Cyfox war in Prigorodki und wurde von einem Olga-Fahrer mit der Hupe begrüßt, aber er entpuppt sich als Alexej in einem dunkelroten Olga. Also nichts. Keine Spur von dem Auto. Kevin und Max statten sich aus und fahren weiter, entdecken dann aber eine Basis im Norden und sehen den schwarzen Olga durchfahren. Sie vermuteten, er gehört zu der Basis und beschließen, in die Basis einzusteigen. Es gibt ein Feuergefecht und einer der Gegner stirbt im Kugelhagel. Die Basis war aber der Mühe nicht wert und sie ziehen wieder ab. Später nimmt Andi mit mir Kontakt auf: Flo und er sind bei ihrer Basis überfallen worden. Mir wird einiges klar… Was für ein schreckliches Missverständnis! Kevin und Max haben wohl ihre Basis für die des schwarzen Olga-Fahrers gehalten, der Whoomba getötet hat. Ich schaffe es noch, die Missverständnisse aufzuklären, aber ein schlechtes Gefühl bleibt.

    Was aber noch viel aufschlussreicher ist: Kanu, der nun als Samariter Weiß seine Runden dreht, hat in der Nähe des Bambi-Auffanglagers in Berenzino ein Versteck gefunden mit Gasmasken, Filtern und Waffen. Vermutlich gehört es einer Gruppe, die nach Rify aufbrechen wollte. Tja und nun kommt es: Das Fass passt sehr gut zu dem Ort, wo wir den oder die Schützen vermutet haben. Es ist also gut möglich, dass diese uns nur darum so vehement angegriffen haben, weil sie um ihr Versteck fürchteten und eventuell auch einen gelben Sarka vermissen, der in der Nähe arglos abgestellt worden war… eins kommt zum anderen. Wenn man doch bloß über alles hätte reden können! Wir haben beschlossen, den Stash dort unangerührt stehen zu lassen und so unseren guten Willen zu signalisieren. Aber natürlich müssen wir noch vorsichtiger sein. Spät am Abend sprechen Jammet und ich uns aus. Nach einem langen Gespräch verstehen wir uns etwas besser. Ich versuche in Zukunft nicht mehr zu viele Leute zu bevormunden. Jammet hat für sich beschlossen, dass er den Standort nicht mag. Berenzino verbindet er seit jeher mit keinen angenehmen Erinnerungen. So beschließt er mit Kanu weiterzuziehen, während ich noch die Stellung halte. Ich habe vor, das Versteck regelmäßig zu kontrollieren, um zu sehen, ob sich etwas tut.

    Aber nun wird es erst einmal Zeit unsere Wunden zu lecken. Mal wieder.

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    Nope, ich kenne Bex, Hitch und Charly persönlich. Die sind schon verschiedene Leute. ;)

    Also ich für meinen Teil finde es okay so, aber ich wäre auch bereit, was Neue zu probieren. Ihc habe von einigen gehört, dass sie die Nacht gerne mehr auskosten würden. Nur eine ganze Stunde fänd ich auch etwas zuviel. Wenn die Nacht dann immer in die Spielzeit abends fällt, bleibt nicht mehr viel übrig.

    9. Juni – Gentlemen-Raider


    Hitch, unser Klaustrophobiker benötigt eine Zange, ein Zahlenschloss und etwas Draht. Da ich weiß, dass wir in Prigorodki noch etwas davon überhaben, weise ich Samariter Rot an, die drei Sachen in einer Kiste zu verstecken, damit Hitch sich alles abholen kann. Die Übergabe wird kein Griff ins Klo, sondern gelingt problemlos.

    Leider hatte Kanu wieder einen Autounfall und findet sich nun an der Küste wieder. Er kommt in Solnichniy an, wo gerade Jahsan und Wolfgang am Werken sind. Sie haben beschlossen, den Fahnenmast wieder aufzubauen und in dieses Mal fertigzustellen. Tabasko steuert sogar eine heißbegehrte Spitzhacke bei und Wolfgang hat ebenfalls ein passendes Werkzeug gefunden. Während die beiden Steine klopfen, höre ich Jahsan plötzlich begeistert aufschreien. Was ist denn los? Wolfgang hat tatsächlich herausgefunden, dass man auch mit einem kleinen Hammer große Steine aus dem Felsen hauen kann. Das erleichtert natürlich viele Sachen ungemein. Welch Erkenntnis! Ein Fleischklopfer geht übrigens nicht… Schade. Als Kanu am Camp in Solnichniy vorbekommt, möchte er den Samariter-Transport GMOH in Anspruch nehmen, um schneller zu seinem Autowrack zu kommen. Jahsan erklärt sich allzu schnell bereit, ihm „aktiv“ dabei zu helfen. Was hat der Kerl vor…? Wir sollten ihn wirklich im Auge behalten. Kanu kehrt zum Auto zurück und möchte sich aus seiner und Jammets Garage ein paar Ersatzteile holen. Dann der nächste Schock: Die „Basis“ bzw. eher die Garage wurde geraided, also ausgeplündert. Das Tor ist eingeschlagen, das Schloss fehlt und 3 Militärzelte und Fässer wurden mitgenommen. Das Kuriose: Die Sachen, die die Raider nicht benötigt haben, wurden fein säuberlich in neu errichtete Unterstände aus Holz eingelagert. Wir drei sind gleichermaßen perplex… wer macht sowas? Ich weiß nicht, ob ich mich ärgern oder lachen soll. Basen ausrauben ist absolut verwerflich, aber man sieht, dass die „Gentlemen-Raider“, wie wir sie nennen, den Schaden so gering wie möglich halten wollten und dafür sogar sehr viel Aufwand auf sich genommen haben. Versteh mich nicht falsch, ich finde es nicht gut ausgeraubt zu werden. Aber so eine Aktion setzt ein ganz anderes Signal, als die komplette Basis abzubauen und einen Teddybären zu hinterlassen. Keine versteckte Anspielung beabsichtig, das waren ja klare Worte. Ich würde die Gentlemen-Raider gerne mal kennenlernen und mit ihnen reden. Einfach, um mich mit ihnen auszutauschen, denn Rache ist nicht mein Ding. Aber leider wurde auch das Bambi-Mobil 2.0 geklaut und das ist natürlich schon bitter für uns. Ich nehme das persönlich… mein armer Gunter ☹ Also war vielleicht das gestern bei Prigorodki gesichtete rote Auto doch unser Bambi-Mobil 2.0? Fragen über Fragen und mitten in diese Informationsflut meldet sich Wolfgang. Er hat eine Basis in Elektro gefunden mit eingebautem Auto. Allerdings spickt er kurz rein und entdeckt lediglich einen schwarzen Gunter. Schade.

    In Staroye gibt es aber endlich wieder gute Neuigkeiten. Samariter Blau erhält von Tabasko ein Partyzelt und sogar ein ganzes Auto-Zelt, das dort gleich aufgebaut und mit Essen und Kleidung befüllt wird. Endlich gibt es dort auch genügend Platz.

    Ich bekomme in Berenzino ebenfalls einige neue Partyzelte und befülle sie gleich mit NBC-Dingen und anderen brauchbaren Sachen. So könnte es doch wirklich weitergehen.

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    Hi Luksbert und willkommen bei uns im Forum bzw. in der GermanDayZ-Community!

    Leider kann ich dir keinen Server empfehlen, da ich selbst keine Xbox habe. Allerdings könntest du dich ja mal im Unterforum hier umschauen, vielleicht ist bei den zahlreichen Themen ja die eine oder andere brauchbare Antwort für dich dabei. Falls nicht findest du da aber vielleicht auch andere Spieler.


    DayZ Xbox - Spieler & Gruppensuche

    DayZ Xbox - Server Vorstellung

    Ich hoffe das hilft dir weiter.

    Viel Spaß und bleib am Leben!

    ~Herz

    7. Juni 2023 – Tabaskos Hut

    Heute war nicht viel los. Ich habe den Tag genutzt, um meine restlichen Wunden zu versorgen und wieder etwas gesünder zu werden. Auf die Frage hin, was den Jungs so Aufregendes passiert ist, sagt Shizo nur, dass er für Tabasko einen Hut gefunden habe. Tabasko habe er aber nicht gefallen. Ich beschließe, daraus eine kleine Kindergeschichte zu schreiben. Falls es Kinder in Chernarus gibt, wäre so ein Bilderbuch bestimmt eine tolle Unterhaltung. Du kennst ja noch die Bilderbücher von früher? Die großen mit den bunten, lustigen Bildchen und den kurzen Texten? Das wäre doch was. Die Geschichte, die ich mir ausgedacht habe, würde ein prima Bilderbuch geben. Wenn ich nur zeichnen könnte! Thorin ist auf dem Gebiet ein Genie, aber ich habe sie schon ewig nicht mehr getroffen. Ich hoffe es geht ihr gut. Vielleicht lässt sich da ja etwas drehen… wir werden sehen. Für den Moment ist aber erst einmal nicht viel los und ich nutze die Zeit zum Sammeln von wertvollen Kräften. Ich habe das Gefühl, ich werde sie noch brauchen.

    6. Juni 2023 – Regeneration

    Heute ist ein weiterer Tag in unserem Camp in Berenzino angebrochen. Ich muss es aufgrund meiner Verletzungen langsam angehen. Die Sonne scheint zur Abwechslung mal und alles wirkt friedlich. Doch wie so oft lässt sich das Schicksal nicht aufhalten. Charly hatte wieder einmal einen Unfall mit dem gelben Sarka. Oh weh… Zum Glück ging es wohl glimpflich aus.

    Lustigerweise hat Kanu einen weiteren gelben Sarka in der Nähe von Berenzino entdeckt. Es scheint, als würden uns diese Dinger verfolgen. Schon in Prigorodki fanden wir ein gelbes Sarka-Wrack im Wald und vermuteten, es sei von Opi. Kanu beschließt jedenfalls das Auto mit Jammet wieder flott zu machen, bringt jedoch zuvor Hikaru noch nach Berenzino. Endlich bin ich dort nicht mehr allein und es tut gut, wieder jemanden zum Reden zu haben. Also nicht über Funk, sondern einfach irgendwie…real. Ich gebe ihr eine kleine Führung und anschließend bauen wir das Camp weiter aus. Während wir weitere Steine für den Fahnenmast klopfen und tragen, albern wir etwas herum. Dummerweise verlieren wir uns im Getümmel voller Zombies und ich höre nur noch Hikarus „Achtung Zombie!“ und hole zum Schlag aus, ohne zu sehen, dass ich sie versehentlich treffe. Mein Gott! Für eine Sekunde stehe ich unter Schock, dann merke ich jedoch, dass ihr nichts passiert ist. Puh… ich entschuldige mich aufrichtig bei ihr und irgendwie werden wir eines Tages wohl darüber lachen. Hoffe ich.

    Währenddessen bemerkt Kanu einen Überlebenden in der Nähe des Krankenhauses in Berenzino. Wir wissen, dass Gefahr drohen könnte, aber lassen uns nicht von der Angst beherrschen. Stattdessen bleiben wir ruhig und gehen weiter unserer Aufgabe nach. Nach langer Arbeit steht endlich die Fahne und wir beschließen, den Tag mit einer gemeinsamen Grillparty ausklingen zu lassen. Hikaru entpuppt sich erneut als wahre Grillmeisterin und zaubert leckeres Essen für uns. Es tut gut, gemeinsam zu lachen und für einen Moment die Sorgen und Gefahren der Welt um uns herum zu vergessen. Wir bauen sogar eine Garage für den gelben Sarka, um in Berenzino mobiler sein zu können. Vielleicht benötigt ja jemand einmal ein Taxi. Jammet, unser treuer Begleiter, wacht über uns und beobachtet alles mit mit seinen scharfen Katzenaugen (😉 ).Seit Langem fühle ich mich mal wieder richtig sicher im Kreise meiner Freunde.

    Achja und Tabasko erwähnt noch, dass er einen Spieler namens ChrisslyBear in Solnichniy bzw. der Umgebung dort getroffen hat. Er scheint sehr nett gewesen zu sein. Eventuell schaffe ich es, Kontakt zu ihm aufzubauen. Wir werden sehen.

    So kehrt am Ende des Tages kehrt wieder Ruhe ein. Wir sind müde, aber auch dankbar für die Gemeinschaft, die wir haben.

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    5. Juni 2023 – Überfall

    In Berenzino ist mal wieder nicht so viel los. Man glaubt es kaum… An unseren anderen Standorten dagegen ist die Arbeit voll im Gange. Ich gehe also hier eher ruhig meinen Aufgaben nach, fülle die Zelte auf, lege Felder an und spende etwas Blut. Mit der Blutgruppe 0+ bin ich ein recht guter Spender und ich spende gern. Essen gibt es dank der Felder ja genug. Die abgenommenen Blutkonserven lagere ich im Drive-In und so langsam kommt eine gute Sammlung zustande. Das freut mich, denn wer weiß, wann wir einen Notfall reinbekommen und darauf angewiesen sind. Achja, Kanu hat mir am vorherigen Tag noch eine Presseweste mitgebracht. Ich liebe dieses Ding! Klar, wenn „Medic“ oder so draufstehen würde und sie rot oder weiß wäre, wäre es natürlich noch toller, aber auch so fühle ich mich dadurch wesentlich besser geschützt und sie bietet viel Platz für Dinge, die ich so finde.

    Während ich arbeite, lausche ich Charlys und Danis Austausch im Funkkanal. Charly glaubt, dass der Einbruch gestern in ihrer Basis wohl von jemandem aus Langeweile durchgeführt wurde. Der Einbrecher hat wohl den Code geknackt, das zweite Tor gesehen und ist dann wieder verschwunden, da ihm die Zeit ausging. Allerdings wurde wohl eine Bärenfalle hinterlassen. Weiterhin spricht Charly mich auf einen schwarzen Gunter an, den er wohl in einer Garage entdeckt habe, aber dazu weiß ich leider nichts Näheres. Kanu fährt nur das „Shaitan-Mobil“, also den grünen Sarka, den wir am ersten Tag nach dem Wipe freundlicherweise von Shaitan vom CRK des anderen Chernarus zur Verfügung gestellt bekommen haben. Außerdem haben wir natürlich noch den roten Gunter, das „Bambi-Mobil 2.0“, ein Fahrzeugwrack, das die Jungs in Solnichniy wieder flott gemacht haben. Aber darüber hinaus weiß ich von keinen weiteren Fahrzeugen.

    Außerdem berichtet Charly davon, dass Tabasko, Whoomba und er eine kleine Halle bzw. eine Holzgarage mit zwei Autos „ausgeräumt“ haben. Vier Fässer, zwei Autos. Oh Mann… so wie er das darstellt, war das ein Racheakt gegen die Spieler mit dem orangenen Armband. Ich hatte es befürchtet; die Ereignisse des Vortags schlagen bereits jetzt größere Wellen. In alter Manier haben sie die Basis komplett rückgebaut und einen Teddybären hinterlassen. Ich ahne, wie frustriert die Gruppe mit den orangefarbenen Armbändern sein muss und verurteile die Aktion zutiefst. Wir versuchen doch alle nur zu überleben! Jeder auf seine Art, aber mehr zu nehmen, als man benötigt oder einfach nur aus purer Lust Dinge zu zerstören, das ist einfach kein guter Weg. Auch wenn Tabasko erschossen wurde, das ist kein Grund einfach in eine Basis einzubrechen und alles auszuräumen. Ich hatte wirklich gehofft, die Jungs hätten sich umentschieden, aber scheinbar wird meine ganze Präventionsarbeit durch die jüngsten Ereignisse mit Mox, dem Franzosen (als nicht Max!) und dem Überlebenden mit orangenem Armband sowie dem Einbruchsversuch in ihre Basis mit einem Schlag wieder zunichte gemacht. Ich hoffe trotzdem, dass sich alles doch noch zum Guten wendet. Außerdem hat Charly zuvor einen versteckten Sarka am Rand von Chernarus gefunden und den Sprengstoff dort mitgenommen, mit dessen Hilfe wohl der Einbruch gelang. Ferner hat Whoomba beschlossen, seine derzeitige Basis aufzugeben und gewissermaßen umzuziehen. Nach langer Diskussion konnte Charly ihn davon überzeugen, dass seine Lagerhalle einfach nicht sicher genug ist. „Sicher“ heißt für Charly bestimmt, dass man mindestens 15 Minuten braucht, um die Basis durch all die gesicherten Tore zu verlassen. Kein Leben für mich…

    Während ich so vor mich hin arbeite, meldet sich Samariter Rot von Prigorodki aus, dass der sich am Brunnen mit Jack getroffen hat, der neu in Chernarus ist. Also in unserem Chernarus. Nachdem er begrüßt und ausgestattet wurde, jagen die beiden gemeinsam ein Wildschwein und grillen dann das Fleisch. Zumindest dort herrscht etwas Normalität. Mit Jack habe ich auch schon über Funk gesprochen, er scheint nett zu sein. Allerdings hat er auch viel Erfahrung darin, andere Überlebende zu erschießen. Er muss viel erlebt haben, was ihn bitter gemacht hat. Ich hoffe, wir werden ihn nicht enttäuschen und er weiß im Ernstfall, wer seine Freunde und Verbündeten sind. Zumindest verhält er sich am Camp absolut korrekt und ich bin froh, dass wir einen weiteren netten Überlebenden getroffen haben.

    Während ich weiter die Stadt durchstreife auf der Suche nach warmer Kleidung für die Bambis, ereilt uns eine traurige Nachricht: Samariter Grün ist erschossen worden. In Ausübung seiner Pflicht beim Farmen wurde er heimtückisch mit einem Schalldämpfer erschossen. Armer Rudi… ich habe ihn zwar selten gesprochen, aber er war immer ein steter Ruhepol in der doch brenzligen Stadt da unten und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell der Tod dort nach dir greift. Zum Glück befindet sich ein weiterer Helfer in der Gegend. Jahsan wird von nun an die Rolle des Samariters Grün in Solnichniy übernehmen. Er beginnt seinen schweren Dienst, indem er seinen verstorbenen Kollegen aufsucht, dessen Ausrüstung sichert und die Überreste ordentlich bestattet. Ich schweige eine Minute für Rudi und wünsche dem neuen Samariter Grün alles Glück der Welt. In Solnichniy begegnet er dann gleich zwei Überlebenden, die Tabasko zuvor gesehen hat. Er benötigt nichts, hat sich wohl schon aus dem Camp bedient. Der Fremde, der sich dem Samariter als Invert vorstellt, wartet auf seinen Freund, OrangenPocorn. Interessanter Name… Beiden geht es offensichtlich gut und Jahsan lässt sie weiterziehen. Nach diesem Treffen berichtet unser Samariter in Solnichniy noch, dass nichts von Rudis Ausrüstung fehlt. Also wieder einmal ein Schütze, der einfach so aus Spaß an der Freude schießt, ohne bedroht worden zu sein und ohne wirklich etwas zu benötigen. So ein Feigling! Ob das der Schatten war? Der Tod kam lautlos, aber es passt nicht zum Schatten, so weit im Süden zu „jagen“. Auch Mox (also nicht Max!) schließe ich eher aus. Ich glaube, dass es ein Fremder war und wir ihm noch nicht begegnet sind. Aber es bringt nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Stattdessen sollte ich besser auf mein Leben achten. Schweren Herzens und mit dem ständigen Bewusstsein, dass ich beobachtet werde und auch angeschossen werden könnte, arbeite ich weiter. Was für ein Wechselbad der Gefühle… ich muss an die Worte von Mox (also nicht Max!) denken. „Ich war auch mal wie du…“ schließlich entscheide ich mich dazu, meine ganze angestaute Wut, Trauer und Frustration in etwas Positives und Kreatives umzuwandeln und mache mich ans Werk, einen Fahnenmast für unser Bambi-Auffanglager Berenzino aufzubauen. Aus purem Trotz!

    Samariter Rot kümmert sich unterdessen weiterhin rührend um Prigorodki, als Blue, Wolfgang und Ravini sich zu uns in den Funkkanal gesellen. Tabasko spendet dem Bambi-Auffanglager in Prigorodki drei kleine Zelte und eines davon wird gleich in einem Schuppen als Werkzeuglager eingerichtet. Das muntert die Gruppe etwas auf. Samariter Rot hat beschlossen, nach einer Immobilie Ausschau zu halten, die sich für eine Samariter-WG eignet. Leider gibt es kaum geeignete Wohnungen, aber Wolfgang hilft fleißig bei der Suche und gemeinsam wird zumindest ein Zimmer mit Zelt abgesichert. Nicht viel, aber für das Übernachten reicht es.

    Während er und Wolfang am Werken sind, meldet sich Custer ebenfalls zurück. Ah, der Aushilfssamariter! Ich ermahne ihn, vorsichtig zu sein, wenn er nach Prigorodki kommt. Zeitgleich erfahre ich auch von Mox (also nicht Max!), dass er wohl eine Basis gefunden hat. Wo genau, weiß ich nicht, aber ich frage die Jungs, ob sie etwas von einem Auto und einem Truck wissen. Sie vermuten, dass es sich um Whoombas Basis handeln könnte, aber sicher wissen wir es nicht. Doch ich kann nicht richtig mit ihm sprechen, da mich ein Notruf aus Prigorodki erreicht. Custer ist tot. Erschossen. Im Rohbau. Sofort weise ich Wolfgang und Samariter Rot an, vorsichtig zu sein und die Gegend zu sichern. Beide versuchen die Umgebung zu beobachten und sehen sich den Rohbau etwas näher an, aber als beide schließlich am Rohbau ankommen, fehlt vom Schützen natürlich wieder jede Spur. Der arme Custer… heute ist ein wirklich schwarzer Tag für uns. So viel Tod, so viel Leid.

    Mühsam setze ich meine Arbeit am Fahnenmast fort und es scheint, als ob ich den Mast für alle gefallenen Freunde errichte. Stein für Stein schleppe ich im Rucksack von der Küste hin zur kleinen Krankenstation. Ein ziemlich weiter weg und oft greifen mich dabei besonders starke Zombies an, aber ich lasse mich nicht davon abbringen. Unterdessen erfahre ich von den Jungs, dass jemand Whoomba in seiner Basis aufgelauert und ihn kaltblütig erschossen hat. Das war Mox (also nicht Max!), mit Sicherheit. Die Gruppe ist natürlich aufgebracht und versucht ihn zu erwischen. Sie liefern sich ein kleines Feuergefecht, aber am Ende schafft es der Schütze irgendwie zu entkommen. Zum Glück stirbt kein weiterer von ihnen an diesem Tag. Trotzdem verstehe ich nicht, was das alles soll. Ich bin müde. So müde… Sind es die schweren Steine, die ich schleppe oder ist es die Last der Ereignisse, die mich so nach unten zieht? Während ich meinen Gedanken nachgehe, sehe ich plötzlich hinter der Krankenstation einen Fremden Überlebenden auf mich zukommen. Noch ehe ich ihn grüßen kann und richtig begreife, was los ist, fällt mir die Schrotflinte in seinen Händen auf. Ein lauter Knall, ein Schmerz. Dann wird alles dunkel. Ein letzter Notruf im Fallen: „Spieler in Berenzino!“ und dann noch Tabaskos Worte in meinem Ohr: „Ab nach Berenzino! Wir müssen jemanden killen!“. Dann wird alles schwarz.

    Ein paar Sekunden später komme ich wieder zu mir. Das laute Schreien eines Zombies dröhnt mir in den Ohren, mein Bauch schmerzt höllisch. Ich prüfe am Boden liegend meine Ausrüstung. Meine Kleidung ist ruiniert, aber meine Weste… die Weste war wohl mein Schutzengel. Danke Kanu! Ich habe nicht viel Zeit zum Überlegen. Wenn der Fremde mich erschießen wollte und sieht, dass ich noch lebe, wird er nachlegen. Jedes Aufstehen oder Rumlaufen könnte als Angriff gewertet werden, Schutz gibt es hier ohnehin kaum, da ich nicht weiß, wo der Schütze genau mit dem Zombie kämpft. Außerdem würden mich meine Verletzungen ohnehin am schnellen Wegkommen hindern. Es gibt keinen Ausweg. Also beschließe ich das Einzige zu tun, was mir sinnvoll erscheint. Ich bleibe liegen, nehme die Hände über den Kopf und versuche den Fremden anzusprechen. „Hallo? Hallo?“, beginne ich zögerlich. „Anyone here?“, füge ich in Englisch hinzu, denn vielleicht versteht mein Gegenüber kein Deutsch. Keine Reaktion. Ich informiere die anderen darüber, dass ich noch lebe. „Warum hat er dich am Leben gelassen?“, will Tabasko wissen. Keine Ahnung. vermutlich wollte er das gar nicht. Durch den lauten Schuss hat er Zombies aufgeschreckt, die ihn aufgehalten haben und meine Weste hat mich beschützt. Kanu hat mich beschützt! Ich bin froh und erleichtert zugleich und möchte gerade nun doch aufstehen, da kommt der Fremde mit einem Zombie im Schlepptau zurück. Mist! Er kommt zurück! Instinktiv bleibe ich liegen und rufe: „Don’t kill me, please! Don’t kill me!“. Der Zombie rennt hinter ihm her, ich liege auf dem Boden. Er richtet sein Gewehr auf mich und zieht sich etwas zurück. „Don’t kill me please, I give up!“. Hoffentlich versteht er das. Dummerweise hat der Bordsteinschwalbenzombie in mir nun ein lohnenderes Ziel entdeckt und beschlossen, mich anzugreifen. Die leichtbekleidete Dame schlägt unbarmherzig auf mich ein. Ich versuche auszuweichen, da kommt der Fremde erneut angerannt und schlägt mit dem Messer nach ihr. Der Zombie fällt. Mit dem Messer in der Hand schaut er auf mich. Was hat der Kerl nun vor? Ich bekräftige meine Bitte, ich hänge am Leben. „Please, don’t kill me! I’m friendly“. In dem Moment steckt er das Messer weg und zieht erneut seine Waffe. Ich nehme die Hände wieder über den Kopf. „No, don’t kill me, please. I’m friendly. I give up.“ Ich merke, wie er um mich herumläuft und ich beschließe, aufzustehen. „Can I stand up?“, frage ich und knie mich hin, die Hände wieder über dem Kopf. Er zieht erneut seine Waffe und läuft auf mich zu. Ich zucke zusammen. Offenbar möchte er nicht, dass ich aufstehe, also bleibe ich in meiner Position und wiederhole ruhig: „Don’t shoot me. Don’t shoot me.“ Als wolle ich ihn hypnotisieren oder ihm meinen Willen aufzuzwingen. „I’m really friendly“, füge ich noch etwas kleinlaut hinzu, da steckt er seine Waffe weg und holt etwas Klebeband heraus. Mir ist klar, was jetzt folgt. Habe ich eine große Wahl? Klar, ich könnte zur Erziehungs-Vaiga greifen und auf ihn schießen. Da ist sie wieder, die Stimme in meinem Kopf. „TÖTE IHN! MACH SCHON!“. Die Angst lähmt mich, aber mein Verstand arbeitet auf Hochtouren. Vermutlich würde ich ihn damit nicht ausschalten. Schlimmstenfalls locke ich durch den Schuss noch mehr Zombies an. Wie damals bei Tim… Sollte es dann zu einem Feuergefecht kommen, würde ich auf jeden Fall den Kürzeren ziehen. Mit meiner Gesundheit steht es nicht gut. Schlechte Aussichten, aber zumindest blute ich nicht. Immerhin hat er mich bisher leben lassen, also besteht zumindest eine kleine Chance, hier heil aus der Nummer herauszukommen. Widerstandslos lasse ich mich fesseln und frage, auf Englisch nach, was der Fremde eigentlich möchte. Keine Antwort. Er fühlt sich aber nun etwas sicherer und durchsucht meine Sachen. Gut, würde ich an seiner Stelle auch machen. Soll er tun, dann wird er merken, dass ich keine Bedrohung für ihn bin, denn ich habe ja nur die Steine und meine medizinischen Güter dabei. Okay… und die Erziehungs-Vaiga, aber das kann ich erklären…. Ich versuche nochmals nachzufragen, ob er Deutsch oder Englisch spricht, da zieht er wieder sein Gewehr. Was hat der Typ vor? Oh nein…er geht ein paar Schritte zurück und… war’s das jetzt? Was zum…!? Er winkt mir zu und wendet sich tatsächlich zum Gehen. Aber nun erwacht mein Lebensgeist wieder und ich erwache aus der Erstattung. Ich rufe ihm hinterher: „Can I please talk to you for a second? I want to explain to you what I’m doing here.“ Ich muss fast schon lachen… warum sollte ihn das interessieren und versteht er das überhaupt? Aber es ist unerwartet und vielleicht habe ich ja eine Chance. Er bleibt stehen und dreht sich um. Ich muss verrückt sein, aber ich rede einfach weiter: „I’m one of the Samaritans of Chernarus and we help people like bambis here in our camp. You just came here and robbed me…why? Do you need anything?“ Er schüttelt den Kopf. Okay, also versteht er mich. Ich frage nochmals nach, ob er Deutsch spricht, aber es kommt keine Reaktion. Bei der Frage nach Englisch springt er einmal, also deute ich das als „Ja“. Gut. Auf die Frage hin, ob er der französischsprechende Überlebende sei folgt keine Reaktion. Und auch zu Aleksejs Gruppe, den Chernarussen, scheint er nicht zu gehören. „So what am I supposed to do now? Can I just …go?“ Wieder keine Antwort. Okay… vielleicht muss ich es langsamer angehen und versuche ruhig zu bleiben. Ich frage ihn, wie ich ihn nennen kann und da zeigt er mir, dass er gerne „Pablov“ genannt werden möchte. Er verabschiedet sich schweigend und wünscht noch „good survive“. Ich bedanke mich notgedrungen höflich, dass er mich nicht gleich erschossen hat und warte, bis er weg ist, ehe ich mich befreie. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, aber endlich kann ich das klebrige Band von meinen Handgelenken abstreifen. Zum Glück kam nicht gerade ein Zombie vorbei. Eine Prüfung meines Inventars ergibt, dass er mir nichts geklaut hat. Das ist ja mal anständig… Vermutlich hat er aus Reflex geschossen, als er mich sah und war überrascht, dass ich überlebt habe. Dann hat er wohl gemerkt, dass ich eigentlich keine Gefahr bin und hat mich darum am Leben gelassen. Ist das eine Art mit einem armen Samariter umzugehen? Ich glaube nicht! Wenn ich könnte, würde ich ihm mal ein zwei Takte mit der Erziehungs-Vaiga vorspielen… Na okay, für den Moment bin ich einfach nur froh, dass ich noch lebe. Nun muss ich schauen, dass meine Weste und meine Kleidung wieder in Ordnung kommen und auf meine Gesundheit achten.

    Was ich nicht weiß ist, dass Tabasko, Charly und die Jungs ihre Olga die ganze Zeit so durchgeheizt haben, um rechtzeitig da zu sein. Der Typ ist aber bereits weg. Vielleicht auch besser so… Ich suche mir Ersatzkleidung aus dem Drive in und versuche etwas gegen die höllischen Schmerzen in meinem Bauch zu unternehmen. Die übrigen Steine rolle ich noch zum Fahnenmast, aber dann ist es für heute gut. Ich ziehe mich in das kleine Haus zurück und lege mich erschöpft auf das Bett. Auch die Jungs lecken vermutlich ihre Wunden. Was für ein Tag…Bitte bitte, lass diesen Tag ein schlimmer Albtraum sein!

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    Ja, herzlich willkomen und danke für die Vorstellung!

    Wenn ich das richtig sehe, möchtest du auf dem gemoddeten Server spielen? Dann ist der Teamspeak wirklich eine gute Anlaufstelle. Ansonsten beim Spielen auf Vanilla einfach mich anschreiben.

    Viel Spaß beim Spielen und bleib am Leben!

    Herz