Beiträge von Herz-Aus-Gold

    Der Teil mit dem "Was das Herz begehrt" gefällt mir persönlich am besten :D

    Fischfreitag? Das fände ich eine prima Sache. Ich werde das mal an meine Kolleginnen und Kollegen auf dem Vanilla-Server weiterleiten, damit wir auch dort einer einseitigen Ernährung vorbeugen können.

    PS: Herzlichen Glückwunsch auch von mir an Antestor. Du hast bestimmt hart dafür gearbeitet.

    17.06.2023 – Geplatzte Träume

    Während ich hier überwiegend allein in Berenzino meiner Arbeit nachgehe, scheinen die Tage miteinander zu ver-schwimmen. Dank des Tagebuchs kann ich einigermaßen nachvollziehen, was genau wo passiert, aber täglich kommen per Funk so viele neue Informationen rein, dass es mir trotz des Tagebuchs schwer fällt, den Überblick zu behalten. Einerseits ist es unheimlich schön, dass ich bzw. die anderen Samariter und natürlich die Jungs neuen Überlebenden begegnen und sich so zahlreiche Geschichten ereignen. Andererseits ist es auch enorm anstrengend, immer nachzuvollziehen, wer genau welche Rolle gespielt hat. Tja und wenn mir das schon schwerfällt, wie mag es dann den anderen gehen, die nicht direkt involviert sind und auch keine Aufzeichnungen führen? Vor allem Jammet wirkt oft sehr verwirrt über die ganzen neuen Namen und Personen. Ich kann es wirklich gut nachvollziehen. Dennoch hält er sich wacker und setzt sich weiterhin für die Belange anderer an, indem er mit Kanu die seltenen ruhigen Momente genießt und die Bambi-Kisten abfährt. Das ist eine enorm wichtige Aufgabe und ich bin sehr froh, dass die beiden sich so intensiv darum kümmern. Und mal ehrlich, wenn ich an die Geschichte mit unserem Chernarussen Alexej von gestern denke, dann muss ich immer noch schmunzeln. Ich meine, wie groß ist denn bitte schön die Chance, dass ausgerechnet die beiden sein Unfallauto finden, es wieder flottmachen und dann auf der Straße anschließend ihm begegnen? Das ist einfach großartig und es macht mich total froh und stolz, dass wir auf diese Weise unseren Beitrag zu einer friedlicheren und lebenswerteren Welt leisten können.

    Bei den anderen Jungs geht es wohl auch wieder mächtig zur Sache. Jemand berichtet mir im Funk von einem unfreundlichen Kontakt in der Militärbasis von Tisy in der letzten Nacht. In ihrem Eifer haben sich die Jungs bis weit in den Nordwesten vorgewagt, wo sich das weiträumige Militärareal befindet. Noch sind sie sich nicht sicher, wer das gewesen sein könnte. Eventuell ein Einzelgänger wie Durog oder ein Fremder namens Maximillian, dem Tabasko zuvor unterwegs begegnet ist? Oder war es zuletzt vielleicht der Schatten, um den es in letzter Zeit sehr ruhig geworden ist? Ich werde das Gefühl nicht los, dass er im Hintergrund seine Fäden zieht und das Schauspiel genießt. Andererseits würde das so gar nicht zu ihm passen. Mir kommt es immer so vor, als sei es ihm egal, was man über ihn sagt und von ihm denkt. Er zieht allein seine Wege und wenn jemand diese zufällig kreuzt, spendiert er demjenigen ein kostenloses Ticket zurück an den Strand. Kurz: Ich glaube nicht, dass der Schatten in dieser Sache seine Finger mit am Abzug hatte, aber trotzdem sind seine Präsenz und seine Legende irgendwie spürbar allgegenwärtig, wenn etwas passiert. Was war in der Nacht geschehen? Charly war mit Shizo und Henrik unterwegs im Militärareal von Tisy. Möglicherweise inspiriert von unseren Erzählungen über die Begegnung mit den Assi-Nacktbambis vor ein paar Monaten hatte Shizo beschlossen, nur in Unterwäsche und Schuhen bekleidet in das Militärlager zu marschieren und dort so viele Dinge zu sichern, wie er tragen konnte. Der Plan lief gut, bis der laute Knall einer Granate seinem Vorhaben auf tragische Weise ein Ende. Allerdings hatte Shizo Glück im Unglück: Er überlebte den Anschlag schwerverletzt. Charly und Henrik eilen selbstverständlich sofort zum Tatort und sicherten alles weiträumig ab, so gut es eben ging. Der Schütze versuchte unterdessen, Shizo zu treffen, aber es gelang ihm kaum. Durch seine Freunde bestärkt und vermutlich vollkommen dem Adrenalinrausch verfallen, wurde Shizo unvorsichtig. Er sah in seinem Gegner ein leichtes Ziel und wollten ihn zurückschlagen. Wild entschlossen stürmte er auf diesen zu, wurde jedoch seinerseits getroffen und sackte bewusstlos zu Boden. Als er wieder zu Bewusstsein kam, war der Schütze über ihm und boxte ihn erneut zu Boden, bevor er ihn ausraubte. Am Ende floh der Fremde mit Shizos gesammelten Schätzen. Zum Glück überlebte auch Shizo diesen Angriff, kam wieder zu sich und versteckte sich in einer nahegelegenen Hütte. Dort konnte er sich mit Eigenblut versorgen, während Charly die Hütte bewachte. Eigentlich sah Shizo keinen Sinn mehr in allem. Er wollt nur noch sterben. Seine Beine waren gebrochen, seine Integrität war verletzt und er fühlte sich mehr tot als lebendig. Wie gerne wäre ich gerade in dieser dunklen Stunde bei ihm geblieben und hätte ihm geholfen. Zum Glück hatte er zwei gute Freunde an seiner Seite, die ihm gut zuredeten. Darüber hinaus hatte Charly aus seinem Versteck den Fremden beobachten und dessen Position ausmachen können. Da er den verletzen Shizo jedoch nicht zurücklassen wollte, wollte er ihn nicht angreifen. Es war wichtig, dass Shizo sich erst einmal erholt. Ein weiteres Problem kam hinzu: Charly hatte keine geeigneten Waffen, da er zuvor ohne Filter in der Gaszone gestorben war. Wir erinnern uns, da war ja die Sache mit dem gescheiterten Überfall auf Noko am Vortag. Wie ging es nun weiter? Also die gute Nachricht ist, dass Shizo überlebt hat. Die für die Jungs schlechte Nachricht: Der Schütze konnte entkommen. Mit Shizos pinkfarbenem Arm-band. Es stimmt schon: militärisches Gebiet ist hart umkämpft. Jeder, der sich dort umsieht, muss mit seinem baldigen Ableben rechnen, denn in der Regel kommt kein friedlicher Überlebender einfach in eine Militärbasis, um die Gegend zu bewundern. Nein, da geht es eher darum, so viele Waffen und Ausrüstung wie möglich für sich zu beanspruchen und wer solche Waffen nötig hat, der macht in der Regel Jagd auf andere. Insofern kann Shizo froh sein, dass er den Vorfall überlebt hat, auch wenn es mir für die Jungs natürlich leidtut.

    Was mir auch sehr leidtut ist Durog. Er meldet sich nämlich nach der Erzählung bei mir und wir kommen ins Gespräch. Wir starten mit etwas Small-Talk und ich frage ihn, wie es ihm so geht. Etwas verlegen grinsend kommt er schnell zum Punkt: „Tabasko hat mein Hauptlager geplündert.“ Ich falle aus allen Wolken. Was hat der?! So ein frecher Junge! „Der hat sich bestimmt gedacht: Jackpot.“, fügt er hinzu. Ich drücke mein Beileid aus und frage, wo denn die Basis gewesen ist. Tja und was soll ich sagen? Ganz im Südwesten und Durog hat sogar mitbekomme, wie Tabasko sich mal wieder selbst in die Luft gesprengt hat beim Raiden… Oh Mann. Das darf doch nicht… „Waren da mehrere LKW mitten im Wald..?“, frage ich vorsichtig nach. Ein klares „Ja“ kommt als Antwort. Verdammt…

    Durogs Basis stand mitten im Wald und hatte einige LKW dort untergestellt. Natürlich klingeln bei mir sämtliche Alarm-glocken, denn die Schilderung erinnert mich sofort an die Basis, die von den Jungs, Kanu und Blue ausgeraubt worden war! Was soll ich sagen? Es ist, wie ich es befürchtete habe: Das Ziel dieses sogenannten Raids war in der Tat nicht die Basis eines diebischen Trios aus heimtückischen Überlebenden gewesen, sondern das Heim des freundlichen, aber scheuen Wanderers Durog. Es trifft mich mitten ins Herzs und ich bekunde ihm erneut mein Beileid. Auch die Jungs sind sichtlich betroffen, als ich sie informiere. Charly merkt an, dass er noch versucht habe zu klären, ob es sich bei Kanus und Tabaskos Fund nicht um Durogs Basis handeltn könnte, aber vermutlich ging am Ende zu schnell. Die Zeit arbeitete in jedem Fall gegen sie. Tja und das ist der Punkt, wo mir Durog enorm viel Respekt abringt. Statt sauer auf Kanu und die Jungs zu sein, verzeiht er ihnen großmütig. „Ja, kannst ihnen ruhig sagen, ich grolle ihnen nicht, wie gesagt, bin ein Sammler, kein Killer.“ Das ist wahre Größe. Ich weiß nicht, ob ich in seiner Situation so die Nerven behalten könnte. Ich habe ja auch schon oft genug erlebt, wie meine Bambi-Auffanglager geplündert oder gar komplett abgebaut wurden. Und hier reden wir ja nicht von einem kleinen Lager mit ein paar Unterständen und Zelten, sondern von einer riesigen Basis freistehend im Wald. Eine Basis, die für die Jungs den Anschein machte, dass da eine starke Gruppe beteiligt sein muss. Viele von ihnen können gar nicht glauben, dass einer alleine so ein Bauwerk aufgestellt hat und unser Respekt für Durok und vor allem für seine Leistung wächst. Das aber auch noch aus einem anderen Grund. Ich traue es mich gar nicht zu sagen, aber bei dem, was Durog mir dann erzählt, fehlen mir die Worte. Es benötigt einige Zeit, bis ich meine Gedanken sortiert habe. Einerseits bin ich dem schüchternen Wanderer sehr dankbar für seine Auskunft und für seine Tat, aber sie zerstört leider auch ein Stück weit meinen Traum. Okay, das ist vielleicht ein zu starkes Wort. Alles der Reihe nach. Durog und ich kommen auf verschiedene Basen zu sprechen, die es so gibt. Gut, also ich hatte ja aufgeschrieben, dass Kanus und Jammets Garage in Nizhnoye ausgeräumt wurde vor einigen Tagen. Dabei waren zwei Zelte und das Bambi-Mobil entwendet worden. Wir hatten die Raider als die ‚Gentlemen-Raider‘ bezeichnet, da sie die ganzen Sachen wieder feinsäuberlich in Unterstände gepackt hatten, ehe sie die Basis verlassen hatten. Ich finde es nach wie vor nicht gut ausgeraubt zu werden, aber zumindest hat mich diese schadensbegrenzende Aktion gegenüber den Einbrechern versöhnlich gestimmt und mir sogar Bewunderung gegenüber dieser Tat abringen lassen. Das hat mich wieder etwas an das Gute im Bambi bzw. das Gute in den Menschen glauben lassen. Aber nun berichtet mir Durog, dass die Realität leider ganz anders aussah. Er hatte die geöffnete Garage entdeckt und aus purer Neugier einen Blick hinein geworfen. Das Schauspiel war schrecklich, sagte er mir. Überall lagen Hilfsgüter und andere Dinge verstreut und so wollte er das nicht liegen lassen. Man merke an: Durog hatte nichts mit dem Überfall zu tun, denn genau wie ich vergreift er sich nicht an anderer Leute Basis. Aber statt einfach sang und klanglos zu gehen, nimmt er das Risiko entdeckt zu werden auf sich und verbringt volle zwei Stunden damit, neue Unterstände zu bauen und die verstreuten Güter wieder einzusortieren. Diese Schilderung lässt mich getroffen zurück. Die ‚Gentlemen Raider‘ gibt es gar nicht! Es war die ganze Zeit Durog, der am Ende einfach eine gute Tat vollbracht hat. Still und heimlich. Das muss ich erst einmal sitzen lassen, aber natürlich bedanke ich mich herzlich für seine selbstlose Aktion. Ich benötige einige Zeit, um meinem zerstörten Traum von anständigen Raidern nachzutrauern, bis ich schließlich erkenne, dass es eigentlich Durog ist, der unseren besonderen Dank verdient hat und der eben sogar noch viel mehr getan hat als das, was die ‚Gentlemen Raider‘ meiner Ansicht nach getan haben. Durog war die ganze Zeit absolut selbstlos und hat sich für uns in Gefahr gebracht. Tja und wie wird es ihm gedankt? Seine Basis wurde geplündert… zwar nicht von mir, aber es tut mir alles so unendlich leid. Aber statt eines Grolls gegen und zu hegen, akzeptiert er einfach die Dinge, wie sie sind. Ich kann es nur nochmals betonen: Das ist wahre innere Größe. Es kommt nicht darauf an, die meisten Leute zu töten oder ihre Sachen zu rauben. Durch solche Taten bewirkt man viel mehr und ich danke Durog für diese Einsicht. Ich wünschte, ich könnte mich gegenüber ihm irgendwie erkenntlich zeigen, aber er ist nicht nur schüchtern sondern auch sehr bescheiden. Aber eines Tages fällt mir etwas ein. Am Ende bin ich froh darüber, dass ich die Bambi-Fahne, die aus seinem Lager entwendet worden ist, nicht angenommen und gleich aufgehängt habe. Ich frage ihn noch, ob er sie wiederhaben möchte, aber er gibt nur locker zurück: „Die Bambi-Fahne wäre ja eigentlich für euer Bambi-Zentrum.“ Meine Augen werden feucht. Die ganze Zeit hat er dabei auch an uns gedacht… In diesem Falle beschließe ich, die Bambi-Fahne in Prigorodki zu hissen, damit sie uns daran erinnert. Sie soll ein Zeichen sein für Durogs selbstlose Tat und dafür, wie schnell blinde Rachsucht und Gier den Falschen treffen können.

    Wo wir gerade beim Thema sind: Natürlich hat wieder jemand versucht, in unsere Garage bei Nizhnoye einzubrechen. Wolfgang entdeckt, dass eine Wand zur Hälfte kaputt ist und an der Küste findet er sogar zwei wasserdichte Rucksäcke mit Einbruchswerkzeug. Zum Glück hat die Person aufgegeben und das Lager ist sicher. Für heute zumindest.

    Außerdem ist unser Wanderer Wolfgang einem Bambi in Berenzino am Auffang-Lager begegnet. Zitat: „Es hat genauso dumm geschaut wie ich“. Danach ist jeder von ihnen in eine andere Richtung gegangen. Wolfgang ist ein hervorragender Scout und Spurenleser, aber in Sachen Kontaktaufnahme fast genauso schüchtern wie Durog. An ihrem neuen Lager treiben Charly, Shizo und Tabasko noch etwas Schabernack mit der Lautsprecheranlage und am Ende sitzt Charly mit dem schönen gelben Sarka von gestern buchstäblich fest. Er berichtet von einem mysteriösen Unfall und ist den Berg hinuntergefahren, oder besser: geflogen. Mit mehreren Umdrehungen, die Charly

    ‚Schrauben‘ nennt. Jedes Mal, wenn ich die Geschichte höre, werden es mehr. Zum Glück helfen seine Freunde ihm da wieder raus und das Auto überlebt den Unfall.

    In Berenzino gehen Kanu und Wolfgang noch gemeinsam auf die Jagd. Das arme Reh tut mir etwas leid, aber am Ende füllt sein geräuchertes Fleisch das Vorratszelt. Außerdem bestücken die beiden Jäger die Lager mit Kleidung und anderen nützlichen Dingen…

    Auf ihrer Rundfahrt trifft Kanu dann auch auf Bruce, ein Bambi. Er ist seit drei Jahren nicht mehr hier in Chernarus gewesen und als Begrüßung hat Kanu ihm gleich einen unserer Begrüßungsteddys übergeben. Prall gefüllt mit den wichtigsten Sachen für den Neuanfang: Etwas zum Essen, zum Trinken, zum Verbinden und zum Schneiden.

    Shizo meldet über Funk noch den Fund einer Basis, aber wo genau, kann ich nicht verstehen.

    Als Jammet sich zu unserer Runde gestellt, berichtet er davon, dass aus dem kleinen Lager im Wald seine Armbrust entwendet wurde. Der Arme. Wir müssen uns wohl irgendwo wieder eine andere holen, aber zumindest steht das Lager noch. Irgendwo zwischen den Gesprächsfetzen hört Wolfgang nochmals Fleisch (Was für eine Formulierung…) und Charly meldet Kanu zwei Überlebende an der Küste, nach denen er schauen kann.

    Charly fährt mit seinem Auto zurück zu seiner Basis und sieht unterwegs noch einen Fremden, dieses Mal an einer Bushaltestelle stehen. Er kann es sich nicht verkneifen, hält grinsend neben ihm an und sagt locker: „Bruder, wartest du auf den Bus? Der kommt heute nicht mehr.“ Wir alle lachen, aber plötzlich ist der Überlebende verschwunden. Einfach so… wie kann das angehen? Hat der Hunger ihm einen Streich gespielt?

    Was auch noch schön ist, ist die Tatsache, dass die Gruppe um Andy, Basti, Florian und Itchy nun Verstärkung von Lukas bekommen haben. Vielleicht begegne ich ihm einmal unterwegs auf meinen Reisen. Das wäre schön.

    Henrik hat den Schützen von letzter Nacht übrigens am Ende ausfindig gemacht. Glaubt er zumindest. Wir haben ja lange spekuliert, ob es der Schatten gewesen sein könnte. Aber ich habe sofort gesagt, dass das nicht sein könne. Der Schatten quält nicht. Er tötet. Schnell. Sein Opfer bewusstlos zu schlagen, passt überhaupt nicht in sein Verhaltensmuster. Aber Henrik ist überzeugt, dass es der Täter gewesen sein muss. Immerhin hatte er eine Waffe, wie Shizo. Was uns dann aber doch wieder zweifeln lässt ist die Tatsache, dass das Armband fehlte. Entweder es ist doch eine andere Person gewesen oder aber er hat das Armband versteckt oder entsorgt. Jedenfalls war Henrik gerade unterwegs in der Nähe von Novaya Petrovka im Nordwesten, als ihn Schüsse aus einer Mosin aufmerksam werden ließen.

    Dann sah er vor einer Scheune jemanden rennen und Schoss. Der Fremde hatte keine Chance und nicht einmal eine Waffe in der Hand. Ob das wirklich sein musste? Jedenfalls zeigte die nähere Untersuchung, dass sein Opfer eine Spitzhacke und acht Zündkerzen bei sich hatte. In der Nähe gab es dann wohl auch noch eine kleine Basis oder eine Art Versteckt. Als Zeichen seines Triumphes ließ Henrik dort ein pinkfarbenes Armband zurück, ließ aber sonst alles unberührt. Das Schicksal des Toten interessiert mich nun doch und ich verbringe einige Zeit in verschiedenen Funkkanälen, um herauszufinden, wer der Tote war und welche Geschichte er zu erzählen hatte. Nach eingehender Recherche stellt sich etwas Unglaubliches heraus, das mir den Atem verschlägt! Der Überlebende, den Henrik da getroffen hatte war tatsächlich nicht der Schütze, der nachts auf Shizo gefeuert hatte und ihn ausgeraubt hatte, aber trotzdem eine Prominente Persönlichkeit. Im Funkkanal geht es drunter und drüber. Wolfgangs tiefe Stimme sagt im breitesten Dialekt, dass es bestimmt der Schatten war. Auch Tabasko stimmt ein: „Bitte sag es war der Schatten!“ Und ja, sie haben alle Recht. In diesem Fall ist es eindeutig: Der Überlebende war in der Tat der Schatten und Henrik hat ihn erwischt. Es ist, als ob eine ganze Last der Vergangenheit von der Gruppe abfällt. Das Mysterium ist gelöst. Naja zumindest etwas und die Legende hat einen kleinen Riss bekommen. Wobei ich noch nicht einmal finde, dass das wirklich der Fall ist. Noch kennt ihn niemand wirklich und keiner weiß, wo er sich rumtreibt. Daran ändert auch die Tatsache, dass Henrik ihn nun erwischt hat nichts. Der Schatten ist und bleibt ein Mysterium, aber zumindest wissen wir nun sicher, dass es ihn gibt. Wann wir wohl das nächste Mal auf ihn treffen?

    16.06.2023 – Banditenspiele

    Manchmal erlebt man in Chernarus die verrücktesten Dinge. Charly erzählt mir etwas wehmütig, wie er wohl den Vogel heute abgeschossen hat. Charly traf auf einen Überlebenden namens Noko in der dauerhaften Gaszone bei Rify. Charly wollte eigentlich nur schnell weiter. Aber wie das so ist, gerade da passierte etwas: Er sah einen anderen Überlebenden und konnte ihn einige Zeit beobachten. Ich weiß nicht genau, was in Charly gefahren ist, aber er wollte einmal einen ‚guten Banditen‘ spielen und versuchte darum, den Überlebenden zu überfallen. "Es war so dumm von mir!“, seufzt er im Funkkanal, „Ich wollte mal jemanden überfallen und nicht nur schießen. Es war mein erster Versuch." Tatsächlich hatte er sein Opfer getroffen. Mit fünf Schüssen und ihm dabei wohl die Beine gebrochen. Charly befürchtete schon, er habe es übertrieben und sein Opfer sei bereits tot. Also lief er zu ihm hin, um ihn zu untersuchen. Allerdings war dies mitten in der permanenten Gaszone und Charly hatte in seiner Gasmaske nur noch ca. 5% der Filterleistung übrig. "Der Dude wird auf jeden Fall einen Filter haben.", hoffte er. Aber dort angekommen musste er feststellen, dass der Fremde keinesfalls tot war, sondern noch sehr lebendig. Unser guter Bandit in spe versuchte auf Englisch, ihn dazu zu bewegen, seine Hände zu heben und die Waffe fallen zu lassen. Allerdings verstand der Fremde das Englisch nicht und ließ nur die Waffe fallen. Seine Antwort war: „I'm nearly dead.“. Soweit, so gut. Was beide aber nicht wussten war, dass der Fremde, der sich als Noko entpuppte, durch seine Stimme Zombies angelockt hatte. Sofort gingen sie natürlich auf ihn los. Unser Charly empfand plötzlich so etwas wie ein umgedrehtes Stockholm-Syndrom und wollte sein Opfer auf alle Fälle beschützen. Irgendwas mit Banditenehre oder so. Oder war es das schlechte Gewissen? Jedenfalls schoss er sofort auf die Zombies mit seiner LAR. Dumm nur, dass diese auch enorm laut war. Ich predige es ja immer und immer wieder: Schießt nicht laut auf Zombies! Was passierte? Natürlich wurden beide erneut überrant. Die Zombies kamen immer mehr auf Charly zu. Noko wollte noch die AK in die Hand nehmen und helfen, aber er hatte satte 8 Schnittwunden und verblutete. Auch Charly musste am Ende das Zeitliche segnen und an der Küste neustarten. Tragisch… aber am Ende konnten sich beide wenigstens noch aussprechen und Noko scheint Charly nicht böse zu sein.

    Während ich Charlys Ausführungen lausche, baue ich in Berenzino Zucchinis an und räuchere einige davon, ehe ich sie ins blaue Nahrungszelt packe. Leider war das noch nicht alles an Unglück, was unser Charly ertragen musste. Sein geliebter grüner Geländewagen, der ADA 4x4, wurde in Berenzino geklaut. Wie frech! Er hatte ihn vor dem Bambicamp geparkt und scheinbar hat wohl ein Bambi oder sonstiger Überlebender gedacht, das sei wohl ein neuer Service der Samariter und hat das Auto gleich mitgenommen.

    Wolfgang und Kanu fahren im Auto der Küste entlang und sehen in Kamyshovo ein totes Bambi. Allerdings finden sie nicht heraus, um wen es sich handelt und fahren daher weiter ihre Runde, um die Kisten wieder aufzufüllen.


    Pechvogel Dani kam durch ein Tor in seiner Basis nicht durch und saß quasi in der Falle, aber Henrik hat ihm aus dem Schlamassel geholfen und ihn mit dem Auto weitergebracht. Auf einem Feld in der Nähe von Berenzino habe ich eine Schatzkiste entdeckt, die sich als Danis Fund herausstellt. Er ist aber so lieb und überlässt sie uns für unser Bambi-Auffanglager. Sehr großzügig von ihm! Ich habe in Berenzino eine Armbrust gefunden und mit Epoxidharz repariert. Henrik bekam sie als kleines Dankeschön für das ganze Fleisch, das er uns mitgebracht hat. Wir beschließen gemeinsam zu grillen. Auch Kanu kommt mit einer Wagenladung an Fleisch am Lager an und so können wir eine riesengroße Grillparty ausgeben. Ich angle noch etwas und am Ende haben wir wirklich reichlich zu Essen.

    Ach ja, und jemand hat die Garage neben unserem gelben Sarka in Berenzino zugebaut! Keine Ahnung, wer das war, aber es ist spannend! Schauen wir mal, ob wir die Baumeister mal antreffen und herausfinden, wer dahintersteckt.

    Gegen Abend entdecken Jammet und Kanu noch eine liegengebliebene rote Olga kurz vor Berenzino. Kein Überlebender zu sehen, dafür hören wir aber von Weitem Schüsse am großen Krankenhaus. Was da wohl passiert ist? Ich beschließe, nicht näher heranzugehen.

    Kanu entdeckt einen nackten Toten in der Nähe der Tankstelle bei Berenzino. Seltsam. Es scheint, als wäre er nicht erschossen worden. So zumindest meine Einschätzung, als ich die Leiche etwas näher inspiziere. Was ist da wohl passiert? Ich tippe auf einen Unfall oder einen Zombieüberfall. Jedenfalls haben Jammet und Kanu die Olga wieder flott gemacht. Sie freuen sich sehr über das Auto und kaum haben sie die Stadt verlassen, da kommt ihnen ein Überlebender entgegen. Es handelt sich um Alexej von den Chernarussen. Tja und was soll man sagen? Die rote Olga entpuppt sich als die seine. Mann, war er vielleicht froh, dass Jammet und Kanu ihm einfach so das Auto wieder flott gemacht haben. Der Tote vorhin war übrigens auch er, denn er hatte einen Unfall gehabt. So fügt sich eines ins andere und einmal mehr ist es gut, dass wir eine so gute Gemeinschaft mit vielen hier in Chernarus pflegen.

    Später fahren Jammet und Kanu weiter, um Essen zu den anderen Bambi-Camps zu bringen. Dani, Charly, Fetzi und Henrik kommen nach Berenzino. Wir grillen nochmals und lagern die geräucherten Reste ein. Schließlich fahren alle wieder weg, nur Fetzi bleibt zurück und erschießt ein paar Zombies von der Polizeistation aus. Dann wurde es ruhig im Lager.

    Jammet und Kanu sind nochmals losgefahren, um Essen für Prigorodki zu holen. Dort hat Charly den gelben Sarka wieder flott gemacht.

    Was für ein Tag… er ist wirklich sehr ereignisreich gewesen. Wer unsere neuen Nachbarn in der Garage wohl sind? Offensichtlich sind sie nicht feindlich, denn unser Lager steht noch und zum Glück bleiben heute Angriffe auf uns aus. Müde lege ich mich abends schlafen und träume einen schönen Traum von viel gebratenem Fleisch und rasenden Autos.

    Ah prima! Ein lesenwerter Link mit Hintergrunddetails. Vielen Dank, Murphy!

    Eventuell hat Bex ja etwas mit einem Mod verwechselt? Ich wette dafür gibt es Mods draußen, aber wenn wir natürlich bei Vanilla bleiben, fällt das natürlich weg. Von daher vielen Dank für die Klarstellung.

    Das macht die Sache natürlich einfach. Entweder dunkle oder helle Nächte. Entweder persönliches Licht oder nicht.

    Sehe ich das so richtig?

    Auf jeden Fall schon einmal danke für deine ausführlichen Antworten, Bex! Vor allem die Gedanken zum Glow sind eine sinnvolle Ergänzung. Damit hatte ich mich bisher im Detail noch nicht so befasst.

    jez mal eine andere Theorie.. vielleicht wollen Spieler, die auf einem Vanilla joinen auch eine richtige Nacht und leaven eher wenn es zu lau ist. Auf Namalsk ist es sau kalt, dunkel, und mies stürmisch aber die Server sind trotzdem nicht leer.


    Klar, theoretisch ist alles möglich :)
    Darum finde ich es ja wichtig, dass man sich hier oder eben auf anderem Wege äußert und sagt, was man gerne hätte. Meinungen gibt es natürlich viele und ich denke, es wird nicht die eine Patentlösung geben.

    Aber vielleicht finden wir ja einen Weg, wie jeder seinen Spaß haben bzw. behalten kann.

    Herzlichen Dank für die ganzen ausführlichen Erklärungen. Vor allem das mit den Breitengraden ist ja höchst interessant. Ich sags ja immer wieder: Das Spiel ist enorm komplex. Ich denke, da werde ich auf alle Fälle mal auf unsere Admins zukommen und besprechen, was möglich ist. Allerdings würde ich aus Rücksciht auf deren Ressourcen erst einmal damit warten, bis der Umzug des Servers sauber abgeschlossen ist.

    Eine Baustelle nach der anderen, aber wir behalten es auf alle Fälle im Hinterkopf und ich bin mir sicher, ihr lasst auch nicht locker, so wie ich euch kenne ;)

    Bis dahin ist es gut, so viele Eindrücke und Ideen wie möglich zu sammeln, damit ich dann auch weiß, was die Spieler wollen. Sonst erfüllt sich Shizos Meme am Ende doch noch XD

    15. Juni 2023 – Küstenpatrouille

    Unser lieber Ravini ist leider unterwegs, aber er meldet sich zumindest per Funk. Es tut gut, seine brummige Stimme zu hören. Irgendwie gibt mir das etwas Stabilität im Alltag. Ich meine, das ist einfach etwas, auf das man sich verlassen kann. Egal wann, Ravini ist da und geht seiner Arbeit nach. Leider kann er momentan nicht direkt bei uns sein, denn er wurde unfreiwilligerweise auf den Weg geschickt, um sich selbst zu finden. Oder sowas in der Art… Ich weiß auch nicht so recht. Aber wie macht Ravini sowas? Er malt! Und wie. Er beschreibt mir das Bild ganz genau und es erinnert mich sehr an unseren täglichen Überlebenskampf. Chaos und Gewalt, aber auch Hoffnung in den Farbtönen Rot, Weiß und Schwarz. Ich frage ihn, ob ich es nicht vielleicht für mein Buch verwenden könnte. Ich habe es mir nämlich in den Kopf gesetzt, mein Tagebuch eines schönen Tages wirklich als Buch herauszugeben. In Chernogrosk gibt es ja eine leerstehende Druckerei… vielleicht klappt es ja, eines Tages. Ich bin der Meinung, sein Bild würde hervorragend im Buch oder auf dem Titelbild machen. Ravini meint erst, ich würde ihn veräppeln, aber mir ist es ernst und am Ende zeigt er sich tatsächlich einverstanden. In der Gruppe tauschen wir uns anschließend noch etwas aus und genießen einfach die ruhige Atmopshäre noch für eine Weile.

    Henrik wollte an seinem neuen ‚Projekt‘ arbeiten. Er hält sich noch bedeckt, aber ich vermute, es handelt es sich um eine neue Basis. Aber wo, das weiß ich natürlich nicht. Dann steigt er in sein Auto und stellt fest, dass die Batterie leer ist. Zum Glück kommt Tabasko gerade in diesem Moment vorbei und hat eine passende Batterie dabei. Wie macht er das bloß? So viel Unfug er auch anstellt, wenn es darauf ankommt, kann man auf ihn zählen. Witzigerweise sieht er tatsächlich aus wie ein gelber Engel, in seinem NBC-Anzug. Der ACAC lässt grüßen, wobei eher Dani neuerdings eher unser Autoteilhändler des Vertrauens ist und Kanu schon so manches Auto wieder flott gemacht hat. So oder so: Die Jungs sind halt klasse. Jeder auf seine Art.

    Wolfgang bietet Jammet noch eine Blaze an und natürlich freut er sich darüber riesig. Kanu fährt die Bambi-Kisten an der Küste ab und sammelt weitere Teile für das Bambi-Mobil 3.0. Wie ein guter Samariter fährt er gezielt seine Kisten an und ersetzt das, was fehlt. Die Küstenpatrouille eben. Scheinbar haben sich schon viele an den Dingen bedient, was gut ist. Nur wäre es uns echt lieber, wenn sie die Kisten stehen lassen würden. Die paar Nägel sind doch nichts, weshalb man uns ausrauben müsste, oder?

    Der quirlige Johnny meldet sich von Staroye aus. Leider geht dort das Essen zur Neige. Wir werden dort demnächst wieder einmal vorbeischauen müssen und ich beschließe, das in naher Zukunft in Angriff zu nehmen oder Samariter Blau damit zu beauftragen. Schließlich mache ich mich behutsam auf den langen Weg nach Berenzino, um dort die Nacht zu verbringen. Viel zu lange bin ich unterwegs und es ist schon Dunkel, als ich endlich die Zelte und unsere Fahne im Wind flackern sehe. Schnell versorge ich meine eingesammelten Güter und lege mich dann auf meinen provisorischen Schlafplatz in der Klinik. Anschließend lausche ich noch etwas den Stimmen der anderen und ihren amüsanten Geschichten und schlafe in einem Meer von Stimmen ein.

    Also die längere Nacht ist ja jetzt seit knapp 2 Wochen aktiv und bisher habe ich keine Beschwerden vernommen.
    Iich habe heute auch mal die Zeit gestoppt. Das war nicht so leicht, weil bei mir wird es halt auf einen Schlag recht schnell dunkel, aber Jammet hat mir da etwas geholfen bei der Wahrnehmung.
    Es sind nach meiner Messung so ca. 25 Minuten, die quasi "dunkel" sind. Wobei das "dunkel" ja eigentlich noch die helle Variante der Nacht ist.

    Ich habe auf jeden Fall durch die Gespräche mit vielen von euch gehört, dass sich einige eine dunklere Nacht wünschen. Eventuell ist ja ein Kompromiss möglich, damit zumindest etwas nächtliche Atmosphäre herrscht.Aber wie alles bei GermanDayz.de muss das alles wohl ausbalanciert werden. Auf jeden Fall werden wir gehört :)
    Momentan sind es halt (noch) "laue Sommernächte", in denen man zumindest etwas sehen kann ;)

    Ich hätte noch ein paar Fragen, eventuell auch an die Spieler von anderen Servern:

    • Wie ist denn die Einstellung auf dem gemoodeten Survival Server? Also was die Länge und die Dunkelheit angeht?
    • Gibt es verschiedene Abstufungen oder nur "helle Nacht" oder "dunkle Nacht"?
    • Was ist mit diesem "Schein", den manche Server um den Spieler legen, damit man zumindest noch die eigenen Füße erkennt. Wie sehr ihr das?

      Wäre mal interessant zum Vergleich.

    Auf jeden Fall schon jetzt vielen Dank für eure zahlreichen Meinungen hier und im privaten Gespräch.

    Hi nochmal!

    Schade, dass du das "sinnlos" findest, aber ja, das ist deine Meinung.

    Ich möchte dich jetzt auch nicht vom Gegenteil überzeugen, denn du hast ja bereits deinen Standpunkt mehr als deutlich gemacht. Hier gibt es einfach verschiedene Sichtweisen und Wunschvorstellungen und was für den einen "sinnlos" und "Schwachsinn" ist, ist für den anderen eine schöne Erfahrung und etwas, das er oder sie gerne tut. Selbst wenn du das nicht so nachvollziehen kannst. DayZ ist ein Spiel mit so vielen Facetten und das ist gut so. Wie man es spielen möchte, das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Ich glaube unter dem Aspekt wärst du bei uns wirklich nicht so glücklich geworden.

    Aber darum geht es ja hier, also dass man etwas tut, was einem Spaß macht. Das Leben da draußen ist ja hart genug ;)

    Such dir deine Lücke, bau deinen Traumserver auf und viel Erfolg dabei!
    Du hast auf jeden Fall Ambitionen und davor habe ich Respekt. Ich wünsche dir auf den nötigen Atem für dein Vorhaben.

    Bleib auch du gesund! :)

    Liedtext
    – Seitdem du weg bist

    (Original „Seitdem du weg bist“ von Saltatio Mortis)

    [Strophe 1]
    Auf dem Weg von Cherno hast du es versucht
    Ein Schuss, um mich zu töten, tausendmal geflucht
    Doch unten vor dem Brunnen dort, für mein Seelenheil
    erwidre ich das Feuer, dann geht's mir wieder geil
    [Refrain]
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil
    Jeder Tag ist ein Sonnentag
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil
    Alles genau so, wie ich es mag
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil
    [Pre-Refrain]
    Wie konnt ich damals nur so blind sein?
    Ich versteh's nicht mehr
    Jetzt mischt du dich zum Glück nicht mehr ein
    Das war doch nicht so schwer

    [Refrain]
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil
    Jeder Tag ist ein Sonnentag
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil
    Alles genau so, wie ich es mag
    Seitdem du weg bist, geht's mir geil

    [Strophe 2]
    Läuft nicht für das Bambi-Camp,
    Verstärkung nicht vor Ort!
    Das freut den frechen Sniper im Rohbau dort.
    Zum Glück gibt's dieses Fenster da, ein winziges Detail Da werf ich eine Granate rein,
    dann geht's mir wieder geil!

    [Pre-Refrain]
    Wie konnt ich damals nur so blind sein?
    Ich versteh's nicht mehr
    Jetzt mischt du dich zum Glück nicht mehr ein
    Das war doch nicht so schwer

    [Strophe 3]
    Hallo Kerl, hier Samariter
    Wo das Auffanglager steht,
    Und ich muss dir leider sagen
    Dass es uns beschissen geht
    Deine Kil-Ccounts hier, die steigen
    Du lebst in Saus und Braus
    Willst du hier noch lange bleiben
    Wann loggst du endlich aus?!

    [Refrain]
    Denn wenn du weg bist, geht's uns geil
    Ist auch gar nicht bös' gemeint
    Denn wenn du weg bist, wird dir ganz bestimmt
    Keine Träne mehr nachgeweint
    Seitdem du weg bist, geht's uns geil
    (Uns geht's geil, seitdem du weg bist)
    Oh, seitdem du weg bist, geht's uns geil
    (Uns geht's geil, seitdem du weg bist)
    Seitdem du weg bist, geht's uns geil
    (Uns geht's geil, seitdem du weg bist)
    Seitdem du weg bist, geht's uns geil
    (Uns geht's geil, seitdem du weg bist)
    Seitdem du weg bist, geht's uns geil

    14. Juni 2023 – Zwischenspiel

    „Nimm alles mit, was du tragen kannst!“, höre ich, als ich mich in den Funkkanal der anderen schalte. Die jungs, das sind heute der stoische Charly, unser quirliger Neuzugang Johnny, der schicksalsgläubige Dani, Spaßvogel Tabasko und der unschuldige Whoomba, haben mal wieder einiges vor. Aber sie kapern dieses Mal wohl keine Basis, sondern räumen einen abgestürzten Helikopter aus. Das muss schließlich auch einmal sein, meinen sie. Im Verlauf des Gesprächs erfahre ich, dass Tabasko mal wieder einen seiner legendären Autounfälle hatte und nun einen Autokühler sucht. Zum Glück ist das Auto noch zu gebrauchen und keiner wurde ernsthaft verletzt. Warum er diesen ausgerechnet bei einem Helikopter sucht, verstehe wer will. Aber gut…

    Ich habe die Nacht doch wider Willen wieder in der Nähe von Prigorodki verbracht und bin doch noch nicht nach Berenzino weitergezogen. Allerdings war das rückblickend betrachtet nicht schlecht, denn kaum schalte ich mich zu den anderen und der Small-Talk ist vorbei, da meldet sich Henrik aus dem Wald mit schrecklichen Neuigkeiten: Der Sniper ist zurück. Nicht irgendeiner, sondern kein geringerer als unser geltungssüchtiger, der uns zuvor schon immer wieder am Bambi-Auffanglager abgepasst hatte. Es ist der, den Charly im Verschlag entdeckt und angesprochen hatte. Gut, für den Bruchteil einer Sekunde habe ich wieder überlegt, ob es vielleicht der Schatten sein könnte, aber dieser jagt nicht soweit im Süden und das Verhalten dieses Snipers ist einfach so typisch und kommt mir so dermaßen bekannt vor, das muss einfach der gleiche Typ sein! Dieses Mal hatte er es wohl auf Henrik und Satsuki abgesehen. Die beiden waren in einem Humvee unterwegs und als sie kurz ausstiegen, um bei der Straßensperre vor Prigorodki nach einer Tür zu sehen, wurden sie direkt unter Beschuss genommen. Der arme Satsuki war augenblicklich tot. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Henrik konnte sich zum Glück gerade noch in Deckung bringen und versuchte, den Täter zu flankieren. Dies ist dann der Moment, in dem ich mich einschalte. Da ich in der Nähe bin, ziehe ich mir möglichst etwas Unauffälliges an. Ich weiß, dass der Sniper mich kennt und es allem Anschein nach besonders auf rote, freundliche Samariter abgesehen hat. Der Mistkerl! Ich dachte eigentlich, wir (bzw. Charly) hätten mit vernünftig reden können und er hätte uns versichert, so eine Nummer nicht nochmal abzuziehen. Tja… so viel zu seinem Ehrgefühl. Aber ich kenne Ehre und momentan kann ich den gefallenen Satsuki auf keinen Fall dort liegen lassen. Mein Herz rast wie wild, als ich immer näher an den Ort des Geschehens komme, aber ich versuche trotzdem ruhig zu atmen. Wir vermuten den Fremden in Richtung des Waldes. Vielleicht sogar in der Nähe des Jägerstands oder Split-Level-Red-Hauses. Von Weitem sehe ich schon die Leiche von Satsuki auf der Straße liegen, direkt bei seinem geparkten Humvee. Das war kein fairer Kampf; das war eine regelrechte Hinrichtung. Wie üblich wurde er noch nicht ausgeraubt. Vorsichtig und Stück für Stück krieche vorwärts und nutze dabei alles an Deckung, was mir die Straßensperre und einige Büsche bieten. Endlich habe ich Satsuki leblosen Körper erreicht und ich sichere so viele seiner Sachen wie möglich. Beerdigen geht leider nicht auf dem harten Asphalt und wegziehen kann ich seine Leiche auch keinesfalls. Also mache ich das, was ich als einziges tun kann: Ich zerlege seinen Körper in kleine Einzelteile im Schutz des Humvees, um seine Überreste wenigstens standesgemäß bestatten zu können. Im Funk höre ich, dass Satsuki nun wieder bei Chernogorsk ist und wir beschließen alles auf eine Karte zu setzen: Wir holen ihn da raus! Henrik stürmt vor, schmeißt sich todesmutig hinters Steuer und ich springe auf den Beifahrersitz. Los geht die wilde Jagd und auf Höhe des Bambi-Auffanglagers bekommen wir tatsächlich einige Schüsse ab, aber der Humvee hält stand. Wir treffen Satsuki beim Krankenhaus, statten ihn aus und flankieren dann das Bambi-Auffanglager von der Bergseite. Unterwegs sehe ich den gelbe Sarka, der noch immer dort steht, aber keinen Sniper. Vermutlich ist der Kerl wieder verschwunden, wie er es so oft bereits getan hat. Kaum hat er jemanden erwischt, verschwindet er. Ich sag’s ja, keinen Funken Ehre im Leib! Aber uns soll es recht sein, denn so können wir einigermaßen sicher zum Bambi-Auffanglager zurückkehren und schauen, ob dort alles noch in Ordnung ist.

    Abends bestatte ich Satsukis leblose Überreste noch an einem schönen Teich in der Nähe des Meeres und denke dabei an den vergangenen Tag.

    Müde lasse ich mich am Abend auf meine Schlafstätte fallen und schlafe mit gemischten Gefühlen ein. Was, wenn der Typ jetzt wirklich wieder zurück ist? Wird es etwas ändern oder ist das eher ein Grund, dauerhaft nach Berenzino zu gehen? Wir werden sehen. Vielleicht beißt ein Wolf ihm doch mal in den Hintern. Gönnen würde ich es dem ollen Kerl. Har har!

    2023-06-14_Collage.jpg

    Huhu! Schön mal von dir zu lesen :)

    Also soweit ich weiß, sind es rund 40 Tage. Urs hat das ja bestöätigt mit 45 Tagen.

    Fässer sind aber nicht die einzige Möglichkeit. Wenn du Dinge vergräbst (Schatzkisten, wasserdichte Rucksäcke oder Kisten), dann ist die Verweildauer ca. 7 Tage. Auch bei Unterständen sollte man alle 7 Tage vorbeischauen und etwas rein und raustun,, es sei denn, man hat eine Fahne in der Nähe. Aber dann ist es ja kein wirklicher Stash mehr ;)

    Kisten bleiben wie Zelte und Fässer eine Zeit lang stehen. Die Kunst ist halt, sich kleien LAger hier und da anzulegen, wenn man nicht in eine große Basis investieren möchte. Ich selbst bin auch kein Freund von großen basen. Habe lieber viele kleine Verstecke.

    Falls du aber mal Interesse am Basenbau hast, kann ich mal ein paar Leute Fragen, ob sie dich in den Basenbau einführen. Wir haben eigentlich viele hilfsbreite Leute auf dem Server :)


    Hoffe, das beantwortet deine Frage und bleib am Leben :)

    Grüß dich!

    Ich habe dein Thema noch gar nicht gesehen, da ich erst im März/April auf die Community gestoßen bin.

    Aus deinen Zeilen lese ich eine Menge Frust und ich glaube gern, dass du schon viel gesucht hast. Da ist es natürlich logisch, selbst etwas aufzuziehen.

    Allerdings ist das gar nicht so einfach, denn da bleibt auch die Frage, ob man mit einer Whitelist spielt und so halt wirklich nur Rollenspieler auf den Server holt, die sich an die Regeln hält. Dann ist die Gefahr aber groß, dass der Server leer bleibt. Das habe ich vor Jahren mal auf einem RP-Server erlebt. Tja und sobald man die Whitelist abstellt, kommen eben auch Gelegenheitsspieler, die sich überhaupt nicht dafür interessieren, ob da nun im Namen ein PVE oder RP oder was auch immer steht. Die schauen nur, wie der Ping ist und wie viele Leute gerade on sind. Schwierige Sache.

    Ich bin seit März auf dem Vanilla Server hier und habe die Leute da echt kennen und lieben gelernt. Es ist kein reines Rollenspiel, denn jeder spielt, wie er möchte. Manche können damit auch nicht so viel anfangen, aber ich muss sagen, dass ich in den letzten Monaten so viele Dinge erlebt habe, die ich in DayZ gar nicht für möglich gehalten hätte. Manchmal bin ich total in meiner Rolle als "Samariter" und manchmal weniger. Je nach Lust und Laune. Das ist sicherlich nicht das, was du suchst. Aber vielleicht darf ich meine Erlebnisse ans Herz legen und du schmökerst gerne in den Erlebnissen anderer?

    Dann lege ich dir einfach mal mein Tagebuch ans Herz :)

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben und bleib am Leben!

    <3 ~Herz

    13. Juni 2023 – Kräfte sammeln

    Heute ist nicht viel los. Ich durchstreife den Wald und stoße auf einen gelben Sarka, der dort achtlos geparkt wurde. Keiner weiß, woher er kommt, aber er steht schon seit Tagen hier. Anfangs dachten wir, es sei Opis Auto, aber das hatte er wohl in Berenzino geparkt. Da wir momentan kein Auto benötigen, bleibt der Sarka erst einmal, wo er ist.

    Ich sichere noch das Lager in Prigorodki und breche dann in Richtung Solnichniy aus, um dort mit Samariter Grün, also unserem Jahsan, Unterstände für die Gartenarbeit und einen Grill aufzubauen. Hikaru gesellt sich zu uns und ich genieße die lockere Atmosphäre sichtlich. Am Ende grillen wir drei Hähnchen, die wir gefangen haben.

    Dann geht es weiter in Richtung Berenzino, wo wir dann die Nacht verbringen.