BBS-Messfahrt
BNTM Penny und ich haben uns schon länger gewundert, welche Faktoren zu Aussetzern im Funk führen. Ab und an liest man auf den kleinen Displays ja Dinge wie:
!...ver
.ser.er
!ser...
!..rver
!server
Und heute wollten wir es wissen. Alles an Funkgeräten wurde in Stellung gebracht. Penny war stationär und ich mobil mit KfZ. Ich hatte folgende Dinge dabei:

Penny hatte noch eine Feldfunke zusätzlich am Start und gab mir dank seiner Maßstabsumrechungskünste Haltepunkte vor, an denen gemessen wurde. Wir haben folgenden Entfernungen gemessen:
- 500 m
- 1000 m
- 2000 m
- um 2500 m
- 4000 m
- um 5000 m
Prinzipiell sieht die Sache so aus: Die Kommunikationsdistanz zwischen 2 Funkgeräten wird vom Sender bestimmt. Um miteinander zu kommunizieren, muss man sich 2 Kreise denken, die mit dem Mittelpunkt um die beiden Kommunikationspartner liegen. Überlappen sich die beiden Kreise, dann kann man reden und schreiben via Funk.
Hat jetzt einer die kleine Funke und ein anderer das Modell ganz rechts auf dem Bild, dann können beide bis 2500 m kommunizieren, darüber hinaus kann das kleine Funkgerät das andere nicht mehr erreichen. Das liegt an der fehlenden Sendeleistung. Die Qualität der Funkverbindung hängt von der gegenseitigen Entfernung ab. Ist die Verständigung sehr gut, dann ist der Sender mit dem kleinen Funkgerät definitiv im Radius von 1750-2000 m um Dich herum. Danach nimmt das Rauschen ständig zu. Bei der Feldunke haben wir nie einen Qualitätsproblem feststellen können. Das TacSat sendete auch über 5km hinweg sehr gut, braucht bekanntlich aber Spezialbatterien.
Liest man also Text von anderen auf dem Funkgerät fehlerfrei, ist davon auszugehen, dass der andere in den nächsten 5 Minuten deine Position erreichen kann. Es sei denn, er oder sie setzen Spezialhardware wie TacSat oder Feldfunke ein. Falls wir auf der Insel nochmal einen Helikopter flott bekommen, dann werden die langen Distanzen vielleicht auch noch mal getestet. Oder auch nicht.
Roger, roger, over and out!