Es ist offenbar wieder soweit. Das Verbrechen nimmt wieder oberhand, auch jetzt, wo wir gerade versuchen, die Zivilisation nach der großen Katastrophe
wieder auf die Beine zu stellen. Nichts hat sich geändert. Die helfenden Hände in Chernarus werden unter Druck gesetzt.
In der alten Hauptstadt wurde der Chef des CRK gekidnappt, überall breiten sich Stützpunkte der Chedaki aus, der Westen wird mit Drogen geflutet und dabei der gute Leumund der Dorfgemeinschaft von Zvir zerstört.
Mein guter Leumund.
Ich werde mich wehren. Niemand zerstört die gute Arbeit, die wir zum Wohle der Gesellschaft geleistet haben, ohne das es Konsequenzen hat.
Doch ich brauche Hilfe dabei.
Holrockx, alter Freund, lange habe ich dich aus der Ferne beobachtet, nachdem sich unsere Wege trennten. Ich habe gesehen, wie du mit deinen inneren Dämonen gerungen hast, die du durch das Grauen, das wir durchleben mussten und den Verlust deiner geliebten Frau nicht losgeworden bist, und über die du dennoch so lange die Oberhand behieltest. Ich habe erlebt, wie du mit den Edlen Rittern Gutes bewirktest in Chernarus, bedauerte, wie diese große Gemeinschaft in alle Winde zerstreut wurde und wie du allein immer weiter gemacht hast.
Warum ich immer in der Ferne blieb, mich nie genähert habe fragst du dich? Ich hielt es für das Beste, unsere gemeinsame Vergangenheit mit all dem Schmerz wäre nie zur Ruhe gekommen, hättest du dich doch stets durch mich daran erinnern müssen.
Doch ich war nie weg.
Und jetzt, ist es ein Zufall, das du gerade jetzt das Ringen gegen die Erinnerungen zu verlieren drohst, genau jetzt, wo das Verbrechen in Chernarus wieder einen Namen hat, den wir beide nur zu genau kennen?!
Mikola Bardak, er ist zurück, und diesmal entkommt er uns nicht. Ich rufe dich zur Hilfe, alter Freund, ich brauche deine Wut, deine Kampfkraft und deine Verschlagenheit. Andere werden folgen, da bin ich sicher, auch der Prediger Murphy wird die Epistel zur Seite legen und wieder zur Waffe greifen wie in alten Tagen, vielleicht hören sogar Versprengte der Edlen Ritter diesen Ruf. Es ist furchtbar, und es ist notwendig. Kein anderer Ausweg ist offen, das Böse muss vertrieben werden.
Vertraue mir, dies ist auch der Weg um deine inneren Dämonen zu besiegen!
Und wenn es geschehen ist, bin ich an deiner Seite, wir nehmen die Suche wieder auf. Nie haben wir die Leiche deiner Frau gefunden, vielleicht haben wir zu früh die Hoffnung verloren?
Doch hilf mir jetzt, und ich werde mich mit dir auf die Wanderschaft begeben, an deren Ende Wahrheit liegt. Ein Abschluß.
Ich zähle auf dich!