Alea iacta est.
So ist nun also das erste Blut geflossen in diesem selbst gewählten Krieg. Doch nicht in Tishina wurde die Erde rot getränkt. Die erste Allianz des neuen, unbekannten Weltverbesserers ist zerbrochen worden, doch nicht durch Tishina selbst, sondern einen anderen ebenso finsteren Schurken. In alle Winde zerstreut hat er die Eselbande, die töricht genug war den Standort ihres Lagers in die Welt hinauszuschreien.
Wenngleich das Wohle Tishinas nichts mit der Intervention zu tun gehabt haben dürfte, so können wir doch davon ausgehen, dass die blanke Eitelkeit es war, die Negan dazu motivierte einzugreifen. "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Und so ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis dieser Baseballschläger schwingende Despot sich aufmacht den großen Unbekannten auszuräuchern.
Wird also so ganz unvermutete der Feind unseres Feindes zu Tishinas Freund? Unwahrscheinlich, äußerst unwahrscheinlich. Und doch, ist mir der Teufel, den ich kenne lieber als der große Unbekannte. Denn wenn man sich bei Negan auf eines verlassen kann, dann auf sein Geltungsbedürfnis, seine Ader für das Theatralische. Und das bedeutet er wird dir direkt in die Augen sehen, wenn dein Lebenslicht erlischt. Eine Direktheit und Ehrlichkeit die man schätzen muss, in einer Welt in der die meisten es vorziehen aus dem Schatten anzugreifen und unbewaffneten Tishinesen in den Rücken schießen.
So wie sich diese Geschichte entspinnt, ist jetzt schon abzusehen: es wird keine Wiedergeburt geben. Es gewinnen die, die immer schon gewonnen haben und alles bleibt wie es ist. Und das Rad dreht sich weiter, mal ist diese Speiche oben, mal eine andere. Ob es überhaupt einen gibt in ganz Chernarus, der das Rad zertrümmern kann?