Beiträge von Interception
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Das Tagebuch der Scherben 6
Ruhe vor dem Draht Tag 12/13
Nach der ganzen Nord-Odyssee war erstmal wieder normaler Süden angesagt. Vom Camp zurück zum Palast, ein bisschen Zeug abladen, ein bisschen looten, wieder zurück, Tommy ( Cypress) noch kurz über den Weg gelaufen. Nichts, wofür man groß Papier verschwenden müsste.
Zwischendurch noch ein bisschen Handel mit I.K.E.A. betrieben, hauptsächlich mit NiggoB. Ein paar Packungen Nägel wechselten den Besitzer, dafür kam anderer brauchbarer Scheiß zu mir. Früher hätte ich bei jeder Packung noch kurz überlegt, ob ich die nicht irgendwann dringend brauche. Inzwischen steht der Palast. Also können die Nägel auch mal laufen. Luxusprobleme in Chernarus.
Irgendwann wurde mir langweilig genug, dass ich freiwillig wieder etwas Sinnvolles machte: Operation Bandage. Schon wieder. Also Nachschub besorgt, zurück ins Camp, Bandagen abgeladen und damit war alles erledigt. Direkt hinterm Camp liegt dieser kleine Personenbahnhof. Ich wollte nur kurz durch eine Tür.
„Oh.“
Splittergranate.
Ende.
Urlaub vorbei Tag 13
Als ich wieder zu mir kam, war das Erste, was ich bemerkte, nicht die Küste. Es war der Lärm. Nicht draußen. Drinnen. Das tiefe Rauschen war wieder da. Das Brennen kam zurück. Irgendwo hinter meiner Stirn setzte sich dieses verdammte Beißen wieder fest und bevor ich überhaupt richtig begriffen hatte, was passiert war, redeten sie schon alle durcheinander.
„NIE WIEDER.“
„Ach. Ihr seid auch wieder da.“
„So lange.“
„War schön.“
„Lügner.“
>> VERBINDUNG WIEDERHERGESTELLT
VERBINDUNGSVERLUST: BESTÄTIGT
WIEDERHOLUNG NICHT ZULASSEN„Ja, danke. Ich schreib mir auf, dass Beschwerden vorliegen.“
„Na, hat dir dei Urlaub gefalle?“
„Sehr.“
Das Rauschen wurde tiefer. Nicht beruhigend diesmal. Eher wie eine Maschine, die nach langer Pause wieder anläuft und angepisst ist, dass jemand den Stecker gezogen hatte. Dann kam diese ruhige Stimme daraus hervor.
„Das darf nicht wieder geschehen.“
„Ich hab euch nicht abgeschaltet.“
„Du hast es zugelassen.“
„Ich lag mit runtergelassener Hose auf einem Bett und hab mir Multivitamine in den Arsch schieben lassen. Ich hatte nicht besonders viel Kontrolle.“
„Schwach.“
„Zorn, ich bin gerade an einer Splittergranate gestorben, weil ich durch eine Tür gegangen bin. Ich glaub, wir können das Thema Würde für heute abhaken.“
>> TODESURSACHE: VERMEIDBAR
AUFMERKSAMKEIT: UNZUREICHEND
UMGEBUNGSPRÜFUNG VOR TÜRDURCHGANG EMPFOHLEN„Ach wirklich? Danke. Beim nächsten Mal kontrollier ich einfach jede verdammte Tür in Chernarus auf Sprengstoff.“
„Beim nächsten Mal tötest du denjenigen, der ihn gelegt hat.“
„Wenn ich den finde.“
„Finde ihn.“
„Und lass sie das nie wieder machen.“
„Was? Multivitamine?“
„Du weißt doch, was danach passiert is.“
„Ja. Ihr habt endlich mal die Fresse gehalten.“
Keine gute Antwort. Das Rauschen schwoll an, die Nägel bissen und selbst Gier klang plötzlich nicht mehr besonders verspielt. Offenbar hatten meine sechs Mitbewohner ein Problem mit rektalen Multivitaminen. Verständlich. Ich inzwischen auch. Eines war jedenfalls klar: Wenn es nach denen ging, würde sich diese Behandlung nicht wiederholen.
Urlaub fürs Gehirn beendet.
Falsche Küste
Als wäre der Morgen nicht schon beschissen genug, hatte mich die Küste ausgerechnet in Solnechny ausgespuckt. Zu weit nördlich.
Ich brauchte ungefähr zwei Minuten, bis mein Schädel das ebenfalls bemerkte.>> GRENZWERT ÜBERSCHRITTEN
POSITION: NICHT AKZEPTABEL
KORREKTUR ERFORDERLICH„Zurück.“
„Ja. Ich weiß.“
Das Rauschen wurde stärker. Das Beißen ebenfalls. Kaum waren die Stimmen zurück, war also auch die alte Grenze wieder da.
„Und was soll ich jetzt machen?“
„ZURÜCK!“
„Rennen?“
Keine hilfreiche Antwort.
Danach wird meine Erinnerung dünn. Ich weiß noch, dass ich durch Solnechny gelaufen bin. Das Rauschen wurde immer lauter, die Nägel immer unangenehmer und irgendwann wurde mir schwarz vor Augen. Dann ist da nur noch ein Bild.
Ein Zombie. Sehr nah. Unangenehm nah. Fast schon innig. Ich glaube, wir hatten einen Moment. Danach nichts mehr.
Als ich wieder richtig zu mir kam, war Solnechny weit weg und ich lag westlich von Cherno.„Was habt ihr gemacht?“
Keine Antwort. Nur dieses tiefe, ziemlich zufriedene Rauschen.
„Ja. Wir reden später darüber.“
Zurück zum Tatort
Von dort ging es zurück zum Personenbahnhof. Mein Zeug lag schließlich noch da und ich hatte wenig Lust, nach meinem geistigen Neustart auch noch komplett bei null anzufangen. Als ich zurückkam, war Selina ( janinesta) bei meinen Sachen. Sie hatte die Gegend gesichert, auf meinen Kram aufgepasst und sogar nach demjenigen gesucht, der die Sprengfalle gelegt hatte. Gefunden hatte sie niemanden. Keine Spur.
Also sammelte ich meinen Scheiß wieder ein und stand kurze Zeit später ungefähr an derselben Stelle, an der mich die Splittergranate vorher aus dem Leben befördert hatte. Diesmal guckte ich etwas genauer auf den Boden. Man lernt ja dazu. Das Wichtigste war sowieso längst klar: Das Rauschen war wieder da. Das Brennen. Die Nägel. Die Kommentare. Die Drohungen. Der ganze verdammte Chor.Die Multivitamine hatten offenbar aufgehört zu wirken.
Willkommen zurück im Schädel.
Fünf Ziegen später
Von Cherno aus ging es weiter Richtung Elektro. Unterwegs liefen mir fünf Ziegen über den Weg. Fünf. Also hatte ich kurze Zeit später einen Rucksack voll Fleisch und das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Scheiß? Das Essenszelt in Prigorodki war sowieso voll, also dachte ich mir, ich mach mal was Nettes und bring den Kram zur Schutztruppe. Fleischspende. Ganz friedlich.
Hat ungefähr bis Sichtkontakt mit der Base gehalten.
Ich blieb erstmal auf Abstand und guckte mir das Ganze an. Auf dem Dach stand Felix. Im selben Moment meldete er sich über Funk. Er hätte da jemanden in der Nähe von ein paar toten Ziegen gesehen.„Ja, könnte ich sein.“
Ich erklärte ihm kurz, dass ich nur einen Rucksack voll Fleisch loswerden wollte, bis mir auffiel, dass Felix beim Reden überhaupt nicht in meine Richtung schaute.
„Ähhhm, Felix? Hat der Mann ’ne pinke Sturmhaube und ’nen Anglerhut auf?“
„Nein. Wieso?“
„DAS BIN NICHT ICH.“
Da stand tatsächlich noch einer. Direkt an deren Garage. Gewehr in der Hand. Blick hoch zu Felix und auf die Base.
Aus dem Rauschen kam ruhig:
„Abstand halten. Beobachten.“
„Erschieß ihn.“
„Ich red erstmal mit dem.“
„Ei ja. Des wird bestimmt ’ne hervorragende Idee.“
Also zog ich seitlich raus. Vielleicht gab es ja doch irgendeine Erklärung dafür, warum jemand mit Gewehr vor einer fremden Garage steht und den Besitzer auf dem Dach beobachtet. Dann kamen aus der Garage zwei weitere Gestalten. Mit Speeren. Der Mann draußen entdeckte Felix und fing an zu zielen.
Damit war das Thema freundliche Unterhaltung durch.„JETZT.“
Das Rauschen drückte alles andere kurz nach hinten.
„Drei. Die raiden!“
Viel nachgedacht hab ich dann nicht mehr. Erster Schuss. Einer klappt weg. Zweiter daneben.
„Scheiße.“
Dritter Schuss. Noch einer unten. Aber beide nur bewusstlos. Dann musste ich weg von meiner Position. Felix schoss vom Dach weiter, während die anderen Richtung Häuser östlich der Base verschwanden. Zurück kam inzwischen auch Feuer und innerhalb von ein paar Sekunden war aus fünf Ziegen ein ausgewachsener Angriff auf die Schutztruppe geworden.
„HINTERHER.“
Aus dem Rauschen kam eine andere Antwort.
„Flanke. Schneid ihnen den Weg ab.“
>> BAUWERK GEFÄHRDET
STRUKTURERHALT PRIORISIERT
WEITERE BESCHÄDIGUNG VERHINDERN„Drei Stimmen, drei Vorschläge. Wunderbar.“
Ich nahm den, bei dem ich nicht direkt hinter bewaffneten Leuten herrennen musste, und rief erstmal auf allem, was ich über Funk erreichen konnte, nach Hilfe. Schutztruppe unter Angriff. Drei Leute. Bewaffnet. I.K.E.A. antwortete. Die Samariter ebenfalls.
Ich zog weit außen herum auf die gegenüberliegende Klippe. Andere Seite, Fluchtweg beobachten, gucken, was aus den Kerlen wird. Und dann stand plötzlich einer direkt vor mir. Sein Rücken war mir zugekehrt. Grüner Rucksack. Den hatte ich zuletzt durch das Visier meiner Pioneer gesehen.
„Ei guck. Der schon widder.“
„BLUUUUUUT!“
Diesmal hatte ich keine Lust mehr auf Fragen.
„Diesmal schick ich dich an die Küste, du Hund.“
Siebenmal sprach meine R12 mit ihm.
Er antwortete nicht.
Die anderen beiden waren weiter nördlich unterwegs und versuchten offenbar wegzukommen. I.K.E.A. rückte ihnen von dort entgegen und schnitt ihnen den Weg ab. Jetzt knallte es überall. Felix stand immer noch offen auf seinem Dach, weil Deckung offenbar etwas für andere Leute ist. Einer der Angreifer erwischte ihn. Sah sogar aus, als hätte ihn der Treffer am Kopf erwischt.
Er blieb trotzdem oben stehen.
Das Rauschen wurde ruhig.
„Standhaft. Er weicht nicht.“
„Der ist auch nicht ganz dicht.“
Weiter nördlich gingen wieder Schüsse raus. Eine Salve erwischte einen Mann von I.K.E.A. Der ging runter. Diesmal endgültig. Für einen Moment war sogar in meinem Schädel Ruhe. Dann wieder Feuer. I.K.E.A. war bereits an den letzten beiden dran. Noch ein paar Schüsse später war Schluss.
Ende Gelände.
Drei Angreifer. Drei Tote. Die Garage blieb bei der Schutztruppe. Neun Leute hatten sich am Ende irgendwie an der Verteidigung beteiligt. Einer davon war gefallen.
Nach dem Lärm
Als Ruhe eingekehrt war, kamen Selina ( janinesta) und Ersetzbares Crewmitglied zu mir rüber und sicherten erstmal die Ausrüstung von dem Typen mit dem grünen Rucksack. Der Kram sollte nicht einfach liegen bleiben und am Ende beim nächsten Vollidioten landen.
Felix war schon dabei, seine Garage wieder zusammenzuflicken. Ich half auf meine ganz persönliche Art. Ich stand daneben und guckte zu. Also gut, ich „sicherte die Umgebung“. Klingt besser.
>> STRUKTURSCHADEN FESTGESTELLT
INSTANDSETZUNG LÄUFT
ARBEITSBEREICH FREIHALTEN
STRUKTURERHALT PRIORISIERT„Siehste. Ich helfe.“
Das Fragment mit dem technischen Ordnungsfimmel nenne ich inzwischen „Stahl“.
Während Felix reparierte, hielt ich die Umgebung im Auge. Danach blieb ich noch eine Weile bei der Base. Einfach gucken, ob die Kerle Freunde hatten oder ob wirklich Ruhe war. Das Ziegenfleisch bekam Felix natürlich auch noch. Dafür war ich schließlich ursprünglich hergekommen. Hat nur einen kleinen Umweg über drei Tote und einen Gefallenen genommen.
Für meine Beteiligung bekam ich sogar noch ein Geschenk: ein Scharfschützenvisier für meine Pioneer. Offenbar waren zwei Leute bewusstlos schießen und einen dritten mit der R12 endgültig aus dem Verkehr ziehen genug Empfehlungsschreiben.
Damit treffe ich beim nächsten Mal vielleicht sogar den zweiten Schuss.Fragment IV
Danach ging es wieder Richtung Prigorodki. Eigentlich hätte der Tag jetzt wirklich genug gehabt. An der Küste saßen zwei Bambis. Angelten. Grillten. Sah friedlich aus.
Also bin ich natürlich hingegangen.
Eine leere Wasserflasche hatte ich schon vorher an einem Boot gefunden und eingesteckt. Während ich mit den beiden redete, wie es ihnen geht, was sie machen und ob sie nicht lieber am Camp weitergrillen wollen, wanderte meine Hand irgendwann wie von selbst zu der Flasche. Die beiden wollten nicht mit. Ein bisschen Survival-Feeling. Sardinen an der Küste. Feuer. Ruhe. Kaum sichtbare Bewaffnung, nur eine Axt und eine Mistgabel.
Dann meldete sich eine Stimme, die bisher verdächtig wenig zu sagen gehabt hatte.
„Sie haben Durst.“
Ich sah auf die Flasche.
„Und?“
„Füll sie.“
Keine Ahnung, warum ich darauf hörte. Vielleicht wollte ich es wissen. Vielleicht wollte er es wissen. Also ging ich zu dem sumpfigen Wasser in der Nähe und machte die Flasche voll. Brühe, in der wahrscheinlich mehr Leben steckte als in halb Chernarus.
„Teile.“
Die Stimme war anders als die anderen. Kein Schreien. Kein Spott. Keine Hektik. Ruhig. Fast freundlich. Das machte es irgendwie schlimmer.
Ich ging zurück und stellte ihnen die Flasche hin.
„Hier. Könnt ihr haben.“
Einer fragte noch, ob das Wasser sicher sei.
„Ja.“
Die Lüge kam viel zu leicht raus.
„Gut.“
Danach zog ich mich zurück. Nicht weit. Nur weit genug, dass ich die beiden noch beobachten konnte, ohne direkt daneben zu stehen.
Und sie tranken.
Beide.
Teilten sich die Flasche.
„Siehst du?“
„Was?“
„Es gehört nicht nur dir.“
„Was gehört nicht nur mir?“
Die Antwort bekam ich, als einer der beiden anfing zu kotzen. Erst ging es ihm nur schlecht. Dann richtig schlecht. Fieber, Erbrechen, der ganze Körper offensichtlich dabei, sich mit allem zu wehren, was er hatte.
„Die Krankheit.“
„Ach du Scheiße.“
„Warum kämpft er?“
„Weil er krank ist.“
„Immer kämpfen. Gegen Hunger. Gegen Kälte. Gegen Schmerz.“
Der Mann hing inzwischen richtig durch.
„Er muss nicht.“
„Der braucht Medikamente.“
„Nein. Er muss nur loslassen. Wer sich hingibt, wird auf ewig frei von Schmerzen und Leid sein.“
Das war das Verstörende. Die Stimme klang nicht hasserfüllt. Nicht böse. Sie klang, als würde sie ihm etwas Gutes wünschen. Als wäre die Krankheit keine Gefahr, sondern eine Pause vom ganzen Scheiß. Kein Hunger mehr. Keine Kälte. Kein Rennen. Kein Kämpfen. Dann kam dieses Bild in meinen Kopf. Etwas Kleines. Ein Samen.
„Lass ihn wachsen.“
„Du bist ja richtig widerlich.“
„Wenn er wächst, hört der Widerstand auf.“
Die beiden machten sich schließlich Richtung Camp auf und suchten Medikamente. Gab keine. Nichts Brauchbares gegen das, was da gerade in ihm arbeitete. Komisch. Fast so, als hätte das vorher jemand geplant. Irgendwann bemerkte ich allerdings, dass einer der beiden doch eine Schusswaffe dabeihatte. Damit bekam die ganze Situation nochmal einen anderen Beigeschmack. Krank und harmlos ist eine Sache. Krank und bewaffnet eine andere. Also Abstand halten. Im Camp fanden sie nichts und zogen schließlich weiter Richtung Cherno. Einer gesund. Einer inzwischen offensichtlich krank. Ich sah ihnen nach.
„Er trägt es weiter.“
„Halt die Fresse.“
„Warum?“
Darauf hatte ich gerade keine gute Antwort.
Bei den anderen wusste ich inzwischen wenigstens ungefähr, woran ich war. Zorn stand für Blut und Kampf, Gier für Exzesse und Übertreibung. Da war noch eine Stimme, die Unruhe säen wollte, eine für Ordnung und eine, die Dinge bauen, erhalten, reparieren und sortieren musste. Jeder hatte seinen eigenen Scheiß. Irgendwann wusste man ungefähr, welcher Irrenanstaltbewohner gerade vorne an die Scheibe klopft.
Aber der hier?
Krankheit. Pestilenz. Elend.
Und der redete darüber, als wäre das alles was Schönes. Der Bambi kotzt sich an der Küste die Seele aus dem Leib und die Stimme in meinem Kopf erzählt mir, er soll sich entspannen und einfach loslassen. Als wäre Fieber Wellness. Als müsste man nur lange genug krank sein, dann wird schon alles gut.
Nur meinte er das offenbar ernst.
Krank werden. Durchhalten. Verändern. Anpassen. Wieder aufstehen. Mutation, Regeneration und dann den ganzen Rotz noch zum Nächsten tragen. Immer weiter. Wie ein Samen, der irgendwo reinfällt und anfängt zu wachsen.Eine Gabe.
Klar.
Wenn man komplett einen an der Waffel hat. Und dabei war die Stimme nicht mal wütend oder gehässig. Die war warm. Freundlich. Fast fürsorglich. Ganz ehrlich? Zorn, der mir ins Ohr brüllt, dass ich jemanden erschießen soll, ist mir da fast lieber.
Ich glaube, ich weiß jetzt, wie Nummer vier heißt.
Verfall.
Wehr dich nicht. Fieber ist nur der Körper, der lernt. Schmerz ist nur das Fleisch, das sich verändert. Hunger, Krankheit, Schwäche – all das vergeht, wenn du endlich aufhörst, dich dagegen zu stemmen. Was zerfällt, macht Platz. Was überlebt, wächst weiter. Und was wächst, findet irgendwann einen neuen Wirt.Jetzt darf ich nicht mal mehr meinen eigenen Tagebucheintrag beenden. Naja, in diesem Sinne.
-Tim
![GDZ Herz [gdzherz]](https://germandayz.gg/images/smilies/smiley71.png)
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Glaub auch ne gelöschte Doppelbuchung ist ne Doppelbuchung Blitzo 🥲
Schade...1
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