Keine Ahnung wie, aber irgendwie scheint der Winter den Fortpflanzungstrieb der Leute anzureden. Ich wache auf... mache mich auf den Weg und höre am Airfield das schon wieder Individuen am Bangen sind.
Okay, Richtungswechsel. Vor meinem unfreiwilligem Urlaub hab ich auf einer Landkarte ein Militärgebiet gesehen. Paris Island, mein neues Ziel.
Schnell noch etwas von einer Stahlkopfforelle gemümmelt und auf nach Westen. Ich laufe durch ein paar Häuser, mache einen Abstecher in die Polizeistation und eine Arztpraxis, aber ohne nennenswerte Funde. Ein paar Kleinkram, Pistolen, Messer und eine halbwegs bessere Hose. Ich gehe auf eine Anhöhe in der Nähe und hole ein Fernglas hervor das ich gefunden habe.
Schnell umgesehen, Links nichts, rechts einzelne Zombies fast ausserhalb meiner Sichtweite, vorne auf der Brücke ni... Infizierte! Ungefähr 900 Meter entfernt! Und dann eine ganze Horde.. Da muss jemand sein! Aber ich bin im Zugzwang! Zum Airfield wo jetzt schon Leute rumschießen oder über die Zugbrücke. Ich warte 5... 8... 10 Minuten... Okay, genug Observation. Die infizierten haben sich verstreut und es ist nichtsmehr zu sehen von ihnen. Paris island scheint still zu sein, man hört jedenfalls nichts aus der Richtung. Noch schnell durch ein Haus gelaufen, eine Karte, Kompass und Jacke eingesammelt. Perfekt, das spielt mir in die Karten. Kurz orientiert, ich sehe ein Hochhaus, abgeglichen mit der Karte, Zielt gesetzt, auf gehts.
Ich sprinte über die Bahnschienen während ich meine Bewegungen ein wenig unvorhersehbar verändere und springen schließlich von der Brücke auf einige Eisschollen und suche im Wald Zuflucht. Ich komme zu Atem, orientiere mich kurz mit der Sonne anstatt erst den Kompass aus den untiefen meiner Taschen zu suchen. Ich laufe weiter und finde das Hochhaus. Schnell rein... und über einen Koffer stolpern mit ein paar Chips, Wasserflasche und Speck!
Auf nach oben, snacken, trinken, ein wenig Ausrüstung basteln und umsehen. In der Ferne sehen ich ein paar Zombies rennen. Ein Snack auf zwei Beinen rannte ihnen vorweg in Richtung Norden. Er machte nicht die Anstalten das er seinen Weg ändern würde, selbst als die Infizierten von ihm abließen. Ich guckte mich noch ein wenig um, jedoch sah ich nur irgendwo in der Entfernung. Ich beginne meine Tour.
Ich hatte mir anhand meiner Karte, Sonne, Kompass und Intuition eine Route überlegt und eingeprägt. als ich aus dem Hochhaus trete fällt mein Blick auf ein Rolltor mit einem Überrest von einem LKW davor. Mit einem kleinem Spalt zum reinkriechen. Okay... Den Umweg nehm ich in Kauf. Eine meiner Pistolen, mit Plastikflasche davor, abwärts an meine Brust gedrückt an den Eingang und mit einem schnellen Blick umgesehen, eine Scherbe von einem Spiegel des zerstörten LKW's geschnappt, einen Blick hinter das Rolltor geworfen und dann mit einer Parcoureinlage und einem Puls von 10 zu 15 hinter das Rolltor. Niemand da. Ich ziehe meine Schuhe aus, ziehe ein paar meiner Socken aus und stülpe sie mir über mein Schuhwerk. Mithilfe des Spiegels blickte sich um alle Ecken während ich mich vorwagte. Es schien ein Forschungskomplex zu sein. Und er bekam von irgendeiner unbekannten Quelle Strom, denn es war taghell.
Meine Socken um die Schuhe dämpften meine Schritte und ich bahnte mir meinen Weg. Ich hörte nichts ausser ein paar Windgeräusche, Blätter im Wind und Tieren auf Futtersuche. Vorsichtig führte mich mein Weg mit Spiegel und Pistole irgendwann nach unten. Das Licht machte es einfach durchzukommen. Doch plötzlich hörte ich eine Stimme und das klacken und klingeln von Plastik und Metall. Kurz darauf hörte ich das durchladen einer Waffe. Schrotflinte, Repetierer! 1,2,3..7... Klingt wie eine R12!
Die Stimme beschwert sich über Hunger, kalte Finger, Durst, Schnupfen... und erbricht sich. Ich bahne mir meinen Weg vor. Ich sehe ein Gitter im Boden, mittels meiner Spiegelscherbe sehe ich nach unten und sehe jemanden in schlechter Verfassung, Kisten und ein paar Klamotten. Die Person steht auf und humpelt nach vorne, scheinbar wollte er sich wieder auf den Weg machen.
Ich bin ja ein Menschenfreund, also muss ich ihm ja von seinem Leid erlösen. Ich möchte ja nicht das er sich quält. Ich checke kurz mein Kammer und mein Magazin. 6 Schuss und eine in der Kammer. Ich schleiche den Weg weiter, die Person trampelt wie ein leeres Fass ein Treppenhaus runterfällt. An einer Ecke sehe ich das ich viel weiter laufen müsste und meine sichere Position aufgeben würde. Und die Person, ein Typ wie ich erkenne, kommt um die Ecke. Die Waffe weggesteckt schleppt er sich vor und niest. Ich lasse ihn näher kommen. Dann ich stecke meine Scherbe weg, sehe um die Ecke, meine Pistole schießt nach vorne und entlade das Magazin in seinem Kopf und Brust.
Er fällt zu Boden, ich höre sein gurgeln "ich.. will nicht...Sterben..." Tränen rollen aus seinen Augen... Doch ich überlege garnicht erst, ziehe meinen Reißzahn hervor und ramme ihn von unten durch den Gaumen ins Gehirn und. Ich schnappe mir seine Schrotflinte, prüfe die kammer und stürme vor, die Waffe im Anschlag, bis in eine Sackgasse. Niemand weiteres da.
Keine Zeit. Ich durchsuche den Raum schnell. Munition, Kleidung, leere Magazine. Ich renne zurück zur Leiche und versuche sie aufzuheben und beiseite zu tragen, jedoch schein irgendetwas seine Leiche unsichtbar an den Boden genagelt, geklebt und die Leiche mit Partieller, humanoider DNA-verbundenen Schwerkraft an Ort und Stelle gehalten. Keine Chance. Ich kann die Leiche nicht wegtragen, ziehen oder rollen... Irgendwie ist mir schon wieder ein Frosch in den teleportiert worden, denn ich muss mich räuspern und es schmerzt als hätte ich jahrelange Reizung wegen dieses Räusperns...
Ich räume die Leiche aus und schnappe mir alles was halbwegs brauchbar aussieht und bahne mir meinen Weg zurück nach oben. Mit der Schrotflinte und Spiegel kehre ich zum Eingang zurück und rase zurück ins Hochhaus.
So, erstmal gucken was ich erbeutet habe... Und in der Stille des Hochhauses ein Snickers in die Schüssel setzen...